[0001] Die Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung zum Abscheiden von Partikeln aus
einem Gasstrom, insbesondere für Ölabscheidesysteme in Brennkraftmaschinen.
Stand der Technik
[0002] Es ist bekannt, bei Brennkraftmaschinen den Überdruck in einem Kurbelgehäuse durch
eine so genannte Kurbelgehäuseentlüftung auszugleichen. Da die dabei abgegebenen Kurbelgehäusegase
sehr hohe Konzentrationen an Kohlenwasserstoffen aufweisen, können sie nicht ohne
weiteres an die umgebende Atmosphäre abgegeben werden, sondern werden in den Ansaugtrakt
der Brennkraftmaschine geleitet, um von dort dem Brennraum zugeführt zu werden. Um
nicht die Verbrennung negativ zu beeinflussen, ist es jedoch erforderlich, mit diesem
so genannten Blowby-Gas mitgeführtes Öl mittels eines Ölabscheidesystems abzuscheiden.
[0003] Hierbei wird das Blowby-Gas mittels einer Unterdruckquelle aus dem Kurbelgehäuse
angesaugt und über eine, ein Filterelement aufweisende, Reinigungsvorrichtung geführt.
Mittels des Filterelementes wird das Blowby-Gas gereinigt, wobei in dem Blowby-Gas
mitgeführter Ölnebel durch das Filterelement abgeschieden wird. Das abgeschiedene
Öl wird über eine Ableiteinrichtung einem Auffangbereich der Brennkraftmaschine zugeführt.
Das von dem Öl gereinigte Blowby-Gas wird der Unterdruckquelle zugeführt, die in der
Regel von einer Ansaugung der Brennkraftmaschine gebildet wird.
[0004] Bekannt ist, als Filterelemente ein mit einem Garn umwickeltes Vlieselement einzusetzen.
Dieses besitzt eine bestimmte Porosität, so dass das Blowby-Gas mittels des Unterdruckes
durch das Vlies saugbar ist. Hierbei setzen sich die in dem Blowby-Gas fein verteilten
Öltröpfchen in dem Vlies ab. Bei den bekannten Vlieswickeln ist nachteilig, dass diese
nach einer bestimmten Standzeit ihren Sättigungsgrad erreicht haben und kein Öl mehr
abscheiden können. Hierdurch besteht die Gefahr einer erhöhten Ölbeimischung in dem
gereinigten Blowby-Gas, die bei Weiterführung in die Ansaugung der Brennkraftmaschine
zu einer unkontrollierten Betriebsweise der Brennkraftmaschine führen kann. Andererseits
führt ein Zusetzen des Filterelementes zu einem unzulässig hohen Druckverlust am Filterelement,
der ein ordnungsgemäßes Ansaugen des Blowby-Gases zu der Ansaugung der Brennkraftmaschine
zumindest stark behindert.
[0005] Aus DE 39 10 559 A1 ist eine Reinigungsvorrichtung bekannt, bei der sich auf einer
ebenen Fläche abstützende Prallelemente vorgesehen sind, die - in Richtung des Gasstromes
- hintereinander angeordnet sind. Der Gasstrom wird durch Aussparungen in den Prallelementen
geführt, so dass dieser eine Richtungsänderung erfährt.
[0006] Aus DE-C-43 13 52 ist ein Ölabscheider für Druckgase bekannt, bei dem koaxial zueinander
angeordnete Siebe vorgesehen sind, die aufeinander folgend durch das Druckgas durchströmbar
sind. Aus FR-A 2 375 448 ist eine Reinigungsvorrichtung zum Abscheiden von Partikeln
aus einem geführten Gasstrom bekannt, bei der der Gasstrom durch ein aus Stahlwolle
gebildetes Filterelement geführt ist.
Vorteile der Erfindung
[0007] Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung weist besonders den Vorteil einer sehr
effektiven und gleichmäßigen Reinigungswirkung des Gasstromes von unerwünschten Partikeln
auf. Dadurch, dass die Reinigungsvorrichtung zum Abscheiden von Partikeln aus einem
geführten Gasstrom, insbesondere für Ölabscheidesysteme an Brennkraftmaschinen, mit
einem dem Gasstrom ausgesetzten, die Partikel aufnehmenden und den gereinigten Gasstrom
passieren lassenden Filterelement und einer der Reinigungsvorrichtung zugeordneten
Ableiteinrichtung für die abgeschiedenen Partikel, wobei die Reinigungsvorrichtung
wenigstens ein Zwangsführungselement für den Gasstrom umfasst, das eine wenigstens
einmalige Richtungsänderung des Gasstromes bei Durchtritt durch die Reinigungsvorrichtung
bewirkt, und das Zwangsführungselement gleichzeitig das Filterelement bildet, wobei
das Zwangsführungselement in Führungsrichtung des Gasstromes wenigstens zwei beabstandet
und versetzt zueinander angeordnete Prallelemente für den Gasstrom aufweist, die Prallelemente
auf wenigstens zwei, insbesondere vier kreiszylindrischen Flächen um eine senkrecht
zur Eintrittsrichtung des Gasstromes in das Zwangsführungselement angeordneten Achse
angeordnet sind, und sich die Prallelemente auf einer Kegelmantelfläche eines Halteelementes
abstützen, wobei die Kegelmantelfläche Bestandteil der Ableiteinrichtung für die abgeschiedenen
Partikel derart ist, dass die Partikel über die Kegelmantelfläche zu deren Basis und
von dort aus der Reinigungsvorrichtung führbar sind, ist vorteilhaft möglich, eine
effektive Abscheidung von Partikeln aus Gasströmen in einfacher Weise zu erreichen.
Durch die Richtungsänderung, die der Gasstrom beim Passieren des Zwangsführungselementes
erfährt, werden die Partikel, deren Dichte größer ist als die Dichte des Gasstromes,
tangential zu der Richtungsänderung des Gasstromes beschleunigt und können so separiert
werden. Insbesondere, wenn das Zwangsführungselement in Führungsrichtung des Gasstromes
wenigstens zwei beabstandet und versetzt zueinander angeordnete Prallelemente aufweist,
treffen die aus dem Gasstrom abzuscheidenden Partikel auf die Prallelemente auf und
werden von diesen aufgefangen. Die Prallelemente dienen gleichzeitig zur Bestimmung
der Richtungsänderung des Gasstromes.
[0008] Insbesondere, wenn der Gasstrom eine mehrmalige Richtungsänderung bei Durchtritt
durch die Reinigungsvorrichtung erfährt, wird eine besonders effektive Abscheidung
der Partikel aus dem Gasstrom möglich. Insbesondere ist vorteilhaft, wenn auf jeder
kreiszylindrischen Fläche um die Achse eine gleich große Anzahl von Prallelementen
angeordnet sind, so dass sich mit verringertem Durchmesser der Ebene der Abstand der
Prallelemente in einer Ebene verringert. Hierdurch wird die freie Durchtrittsfläche
für den Gasstrom in Richtung der Längsachse der Reinigungsvorrichtung geringer, so
dass dieser bei gleichbleibendem Volumenstrom beschleunigt wird. Hierdurch lässt sich
eine besonders gute Separierung der Partikel aus dem Gasstrom erreichen.
[0009] Nach der Erfindung ist vorgesehen, dass die Prallelemente auf einer Kegelmantelfläche
eines Halteelementes abgestützt sind, wobei eine Kegelspitze vorzugsweise mit der
Mittelachse der Reinigungsvorrichtung zusammenfällt. Hierdurch wird erreicht, dass
die von den Prallelementen abgeschiedenen Partikel an diesen, vorzugsweise nach unten
abgleiten können und auf die Kegelmantelfläche treffen. Über die Kegelmantelfläche
kann ein seitliches Herausführen der abgeschiedenen Partikel aus der Reinigungsvorrichtung
erfolgen. Insbesondere wird somit in einem kontinuierlichen Betrieb eine sichere Abscheidung
von Partikeln aus dem Gasstrom möglich.
[0010] Darüber hinaus ist in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass eine
Zuführöffnung für den Gasstrom in einem Winkel von vorzugsweise 90° zu einer Ausströmöffnung
für den gereinigten Gasstrom angeordnet ist. Hierdurch wird die Abscheidung von Partikeln
aus dem Gasstrom effektiv unterstützt, insbesondere wenn die Ausströmöffnung nach
oben gerichtet ist, so dass infolge einer auf die Partikel einwirkenden Schwerkraft
deren Separierung aus dem Gasstrom unterstützt werden kann.
[0011] Die Reinigungswirkung bleibt mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung über die gesamte
Betriebsdauer nahezu konstant, da die labyrinthartigen Durchströmwege für den Gasstrom
durch die Ablauf- und Abtropfmöglichkeit nach unten eine zuverlässige Selbstreinigungswirkung
aufweisen. Die Abscheidung der Partikel aus dem Gasstrom erfolgt durch eine zur Strömungsrichtung
senkrecht nach unten wirkende Kraft auf die schwereren Partikel aufgrund der Schwerkraft
und macht die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung damit unabhängig von physikalischen
und/oder chemischen Effekten eines Filters, die über die Betriebsdauer kaum konstant
zu halten wären.
[0012] Insbesondere, wenn die Reinigungsvorrichtung im Ölabscheidesystem an Brennkraftmaschinen
eingesetzt wird, ist besonders vorteilhaft, dass durch die auch über lange Betriebsdauer
nahezu konstante Reinigungswirkung der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung die
Verbrennung der Brennkraftmaschine von über ein Blowby-Gas eingebrachten Ölanteilen
annähernd unbeeinflusst bleiben kann. Durch die Kenntnis der konstanten Parameter
des Blowby-Gases kann ein vorhandenes Motormanagementsystem exakter hinsichtlich gutem
Wirkungsgrad und abgasarmer Verbrennung abgestimmt werden und kann zudem die Zielwerte
sehr genau einhalten. Durch die über eine lange Betriebsdauer konstante gute Abscheidewirkung
weist die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung darüber hinaus den Vorteil auf, die
Abgaswerte hinsichtlich unerwünschter Verbrennungsprodukte auf sehr niedrigem Niveau
zu halten. Da die den meisten bekannten Brennkraftmaschinen im Abgastrakt nachgeschalteten
katalytischen Konverter, meist kurz als Katalysator bezeichnet, sehr empfindlich auf
unerwünschte Verbrennungsprodukte wie Öl aus dem Schmierumlaufsystem der Brennkraftmaschine
reagieren, ist eine möglichst effektive Reinigungswirkung der gesamten Verbrennungsluft
und somit der Abgase von derartigen Ölanteilen notwendig, was durch die erfindungsgemäße
Reinigungsvorrichtung mit großer Effizienz unterstützt werden kann.
[0013] Durch die vollständige Rückführung dieser Partikel in den Sumpf des Kurbelgehäuses
der Brennkraftmaschine kann der Ölverbrauch gegenüber herkömmlichen Filtervorrichtungen
gesenkt werden, da keine Vlies-oder ähnliche Einlagen das Öl zurückhalten und über
die Betriebsdauer zunehmend gesättigt werden.
[0014] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den übrigen,
in den Unteransprüchen genannten Merkmalen.
Zeichnungen
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1a
- eine schematische Schnittansicht einer Reinigungsvorrichtung;
- Figur 1b
- eine schematische Draufsicht auf die Reinigungsvorrichtung gemäß Figur 1a;
- Figur 2a
- eine schematische Schnittansicht einer Variante einer Reinigungsvorrichtung und
- Figur 2b
- eine schematische Draufsicht auf die Vorrichtung nach Figur 2a.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0016] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung 2 in einer schematischen
Schnittansicht dargestellt, wie sie zum Abscheiden von Partikeln aus einem geführten
Gasstrom 8, insbesondere für Ölabscheidesysteme in Brennkraftmaschinen, Verwendung
findet. Die Reinigungsvorrichtung 2 besteht im Wesentlichen aus einem Zwangsführungselement
4 für den Gasstrom 8. Dieses umfasst im Wesentlichen ein zylindrisches Gehäuse 3,
welches an seiner oberen flachen Stirnseite 22 eine Ausströmöffnung 29 mit einem zylindrischen
Stutzen 30 aufweist, der zu einer Unterdruckquelle, beispielsweise einem hier nicht
dargestellten Saugrohr einer Brennkraftmaschine, führt. Der Gasstrom 8 von der Kurbelgehäuseentlüftung
der Brennkraftmaschine, das so genannte Blowby-Gas, ist durch zwei stark gezeichnete
Pfeile verdeutlicht, die in der gezeichneten Darstellung in waagrechter Richtung und
somit senkrecht auf die zylindrische Außenkontur der Reinigungsvorrichtung 2 auftreffen.
Hier sind über den Umfang des Gehäuses 3 Zuführöffnungen 28 vorgesehen, über die der
Gasstrom 8 in die Reinigungsvorrichtung 2 eintreten kann.
[0017] Der Gasstrom 8 gelangt zu Mantelflächen 10 der Reinigungsvorrichtung 2, die von einer
Vielzahl von parallel zueinander angeordneten Prallelementen 12 gebildet werden. Diese
Prallelemente 12 sind in der dargestellten Ausführungsform im Wesentlichen als Rundstäbe
18 ausgebildet und sind auf kreiszylindrische Flächen 16 um eine Mittelachse 24 des
Gehäuses 3 angeordnet, so dass der Gasstrom 8 eine Labyrinthführung durchlaufen muss,
bevor er zur Ausströmöffnung 29 beziehungsweise zum Stutzen 30 der Reinigungsvorrichtung
2 gelangen kann. In der dargestellten Ausführungsform besteht diese Labyrinthführung
beispielhaft aus vier, jeweils aus einer Vielzahl von Rundstäben 18 gebildeten, kreiszylindrischen
Flächen 16. Hier sind in jeder der Flächen eine gleich große Anzahl von gleich dicken
Rundstäben 18 angeordnet, wobei diese in benachbarten Flächen 16 jeweils derart gegeneinander
verdreht sind, dass ein Rundstab 18 einer Lücke zwischen zwei Rundstäben 18 einer
benachbarten Fläche 16 gegenübersteht. Ebenso möglich sind jedoch weitere Varianten
in der Gestaltung, beispielsweise die Rundstäbe 18 in mehr als vier kreiszylindrischen
Flächen 16 zu gruppieren. Die Rundstäbe 18 der inneren Fläche 16 können weiterhin
dünner als die der äußeren Fläche ausgeführt sein und dafür enger zusammenstehen,
so dass beim radialen Durchströmen des Zwangsführungselementes nach innen hin zunehmend
feinere Öltröpfchen aus dem Gasstrom 8 herausgefiltert werden können. Die optimale
Variante hinsichtlich effektiver Reinigungswirkung und maximaler Standzeit lässt sich
zweckmäßigerweise durch Versuche ermitteln und ist abhängig von Anzahl, Größe und/oder
Art der abzuscheidenden Partikel.
[0018] Die Vielzahl von in geringem Abstand zueinander stehenden Prallelementen 12, hier
die Rundstäbe 18, haben einen reinigenden Effekt auf den Gasstrom 8, dessen feinverteilte
Partikel, beispielsweise in Form von kleinen Öltröpfchen, an den Rundstäben 18 hängenbleiben
und senkrecht nach unten an den zylindrischen Wänden der Rundstäbe 18 ablaufen können.
Innerhalb des Gehäuses 3 wird der Gasstrom 8 um 90° umgelenkt, da die Ausströmöffnung
29 mit dem Stutzen 30 im höchsten Punkt des Gehäuses 3, zentral in der oberen Stirnseite
22, vorgesehen ist. Durch die feste Einbaulage entsprechend der in Figur 1a gezeigten
Darstellung ist gewährleistet, dass der Gasstrom 8 des Blowby-Gases die Reinigungsvorrichtung
2 im Wesentlichen von unten nach oben passiert beziehungsweise durchströmt. Hierdurch
kann die Reinigungswirkung auf effektivste Weise durch Unterstützung der Schwerkraft
nach unten, die auf die in der Ansaugluft enthaltenen Ölanteile wirkt, sichergestellt
werden.
[0019] Am Fuß der Prallelemente 12 beziehungsweise der Rundstäbe 18 werden die Ölanteile
gesammelt und zu einem Ölsumpf eines Kurbelgehäuses der Brennkraftmaschine zurückgeführt.
Zu diesem Zweck stützen sich die Prallelemente 12 auf einer Kegelmantelfläche 32 eines
die untere Stirnseite des Gehäuses 3 bildenden Halteelementes 23 ab, wobei eine nach
oben gerichtete Spitze 25 dieser Kegelmantelfläche 32 auf der Mittelachse 24 des Gehäuses
3 liegt, so dass auf die Kegelmantelfläche 32 laufendes Öl 36 zu den Rändern nach
unten ablaufen kann, von wo aus eine hier nicht dargestellte Rücklaufleitung das Öl
36 dem Ölsumpf, beispielsweise dem Kurbelgehäuse der Brennkraftmaschine, zuführen
kann. Die Rundstäbe 18 können entweder bündig mit der Kegelmantelfläche 32 abschließen
oder auch durch passende Bohrungen durch sie hindurchgeführt sein, wie dies im dargestellten
Ausführungsbeispiel der Fall ist. Wesentlich ist, dass die Prallelemente 12 beziehungsweise
die Rundstäbe 18 mit der Kegelmantelfläche 32 des Halteelementes 23 in Berührung stehen,
um ein Sammeln von Öltropfen an den unteren Enden der Rundstäbe 18 zu verhindern,
da hierbei die Gefahr besteht, dass diese vom Gasstrom 8 wieder mitgerissen und in
Richtung Ausströmöffnung 29 transportiert werden.
[0020] Figur 1b zeigt eine schematische Draufsicht auf die Reinigungsvorrichtung 2 entsprechend
Figur 1a. Erkennbar sind hier die Vielzahl koaxial in vier Flächen 16 um die Mittelachse
24 des Gehäuses 3 angeordneten Rundstäbe 18, die nach innen, das heißt zur Mittelachse
24 hin, immer enger beabstandet sind und so zu einem guten Reinigungseffekt beitragen.
Die Schnittebene A-A entspricht der Darstellung in Figur 1a. Der Draufsicht ist zu
entnehmen, wie die Rundstäbe 18 auf Lücke angeordnet sind. Die Rundstäbe 18 jeder
zweiten Fläche 16 sind auf einer gemeinsamen Radialen zur Mittelachse 24 angeordnet.
Durch den kleiner werdenden Durchmesser der Flächen 16 verringert sich der Abstand
der Rundstäbe 18 in einer Fläche 16. So wird eine besonders effektive Abscheidung
der Ölanteile im Blowby-Gas möglich.
[0021] Figur 2 zeigt eine Variante einer Reinigungsvorrichtung 2 mit weitgehend gleichem
Aufbau wie das Ausführungsbeispiel in Figur 1. Gleiche Teile wie dort sind mit gleichen
Bezugszeichen versehen und nicht nochmals erläutert.
[0022] Figur 2a zeigt die Reinigungsvorrichtung 2 in einer Schnittansicht. Die Prallelemente
12 haben hier die Form von Kreissegmenten 20, die ebenfalls auf kreiszylindrischen
Flächen 16 mit zunehmend geringerem Abstand um die Mittelachse 24 des Gehäuses 3 angeordnet
sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind vier, jeweils eine Vielzahl von senkrecht
auf Lücke angeordneten Kreissegmenten 20 aufweisende, Flächen 16 axial um die Mittelachse
24 vorgesehen. Die Flächen 16 weisen somit jeweils eine Vielzahl von Durchbrüchen
17 auf, die derart versetzt zueinander angeordnet sind, dass der Gasstrom 8 bei jedem
Passieren einer Fläche 16 umgelenkt wird. Hierdurch wird eine Labyrinthwirkung analog
der zu Figur 1 beschriebenen Weise erzielt. Die Unterkanten der Kreissegmente 20 schließen
bündig mit der Kegelmantelfläche 32 des Halteelementes 23 des Gehäuses 3 ab, so dass
abgeschiedenes Öl 36 nach außen abfließen kann, von wo aus es in den Ölsumpf des Kurbelgehäuses
gelangen kann.
[0023] Eine weitere Variante, bei der in den Flächen 16 anstatt von senkrechten Kreissegmenten
20 eine Vielzahl von versetzt zueinander angeordneten Bohrungen aufweisende Zylinderelemente
(Lochbleche) angeordnet sind, ist ebenso möglich. Hierbei muss jedoch für einen ausreichend
guten Abfluss des abgeschiedenen Öls 36 nach unten gesorgt werden, beispielsweise
durch senkrechte Stege oder Rinnen auf der Außen- und/oder Innenseite der Flächen
16.
[0024] Figur 2b zeigt eine schematische Draufsicht auf die Reinigungsvorrichtung 2 entsprechend
Figur 2a. Erkennbar sind hier die koaxial in vier Flächen 16 um die Mittelachse 24
des Gehäuses 3 angeordneten Kreissegmente 20. Eine koaxiale Erstreckung der Kreissegmente
20 verringert sich in den Flächen 16 nach innen. Hierdurch bleiben die Öffnungen 17
in allen Flächen 16 gleich groß. Entsprechend der versetzten Anordnung der Kreissegmente
20 in den Flächen 16 wird eine starke Umleitung des Gasstromes 8 bewirkt. Der Gasstrom
8 trifft immer direkt auf ein Kreissegment 20 der nächsten Fläche 16, so dass an dem
als Prallelement 12 wirkenden Kreissegment 20 eine gute Abscheidung der Ölpartikel
möglich ist.
1. Reinigungsvorrichtung (2) zum Abscheiden von Partikeln (36) aus einem geführten Gasstrom
(8), insbesondere für Ölabscheidesysteme an Brennkraftmaschinen, mit einem dem Gasstrom
(8) ausgesetzten, die Partikel (36) aufnehmenden und den gereinigten Gasstrom passieren
lassenden Filterelement und einer der Reinigungsvorrichtung zugeordneten Ableiteinrichtung
für die abgeschiedenen Partikel (36), wobei die Reinigungsvorrichtung wenigstens ein
Zwangsführungselement (4) für den Gasstrom (8) umfasst, das eine wenigstens einmalige
Richtungsänderung des Gasstromes (8) bei Durchtritt durch die Reinigungsvorrichtung
(2) bewirkt, und das Zwangsführungselement (4) gleichzeitig das Filterelement bildet,
wobei das Zwangsführungselement (4) in Führungsrichtung des Gasstromes (8) wenigstens
zwei beabstandet und versetzt zueinander angeordnete Prallelemente (12) für den Gasstrom
(8) aufweist, die Prallelemente (12) auf wenigstens zwei, insbesondere vier kreiszylindrischen
Flächen (16) um eine senkrecht zur Eintrittsrichtung des Gasstromes (8) in das Zwangsführungselement
(4) angeordneten Achse (24) angeordnet sind, und sich die Prallelemente (12) auf einer
Kegelmantelfläche (32) eines Halteelementes (23) abstützen, wobei die Kegelmantelfläche
(32) Bestandteil der Ableiteinrichtung für die abgeschiedenen Partikel (36) derart
ist, dass die Partikel (36) über die Kegelmantelfläche (32) zu deren Basis und von
dort aus der Reinigungsvorrichtung (2) führbar sind.
2. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallelemente (12) stabförmig sind.
3. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallelemente (12) Rundstäbe (18) sind.
4. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallelemente (12) Kreissegmente (20) sind.
5. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kegelspitze (25) des Halteelementes (23) mit der Achse (24) zusammenfällt.
6. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwangsführungselement (4) in einem Gehäuse (3) angeordnet ist, das wenigstens
eine Zufuhröffnung (28) für den Gasstrom (8) und wenigstens eine Ausströmöffnung (29)
für den gereinigten Gasstrom aufweist.
7. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausströmöffnung (29) mit einer Unterdruckquelle verbunden ist.
8. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhröffnung (28) und die Ausströmöffnung (29) unter einem Winkel von insbesondere
90° zueinander im Gehäuse (3) münden.
1. Purification device (2) for separating particles (36) out of a guided gas stream (8),
in particular for oil separation systems used in internal combustion engines, having
a filter element, which is exposed to the gas stream (8), collects the particles (36)
and allows the purified gas stream to pass through, and a diverter means, which is
assigned to the purification device, for the separated particles (36), the purification
device comprising at least one forced-guidance element (4) for the gas stream (8),
which changes the direction of the gas stream (8) at least once as it passes through
the purification device (2), and the forced-guidance element (4) simultaneously forming
the filter element, the forced-guidance element (4) having, in the direction in which
the gas stream (8) is guided, at least two baffle elements (12) for the gas stream
(8), which are spaced apart and offset with respect to one another, the baffle elements
(12) being arranged on at least two, in particular four, cylindrical surfaces (16)
around an axis (24) arranged perpendicular to the direction in which the gas stream
(8) enters the forced-guidance element (4), and the baffle elements (12) being supported
on a conical outer surface (32) of a holding element (23), the conical outer surface
(32) being part of the diverter means for the separated particles (36), in such a
manner that the particles (36) can be guided over the conical outer surface (32) to
its base and, from there, out of the purification device (2).
2. Purification device according to Claim 1, characterized in that the baffle elements (12) are in bar form.
3. Purification device according to Claim 2, characterized in that the baffle elements (12) are round bars (rods) (18).
4. Purification device according to Claim 1, characterized in that the baffle elements (12) are segments (20) of a circle.
5. Purification device according to one of the preceding claims, characterized in that the cone tip (25) of the holding element (23) coincides with the axis (24).
6. Purification device according to one of the preceding claims, characterized in that the forced-guidance element (4) is arranged in a housing (3) which has at least one
feed opening (28) for the gas stream (8) and at least one outlet opening (29) for
the purified gas stream.
7. Purification device according to one of the preceding claims, characterized in that the outlet opening (29) is connected to a reduced-pressure source.
8. Purification device according to one of the preceding claims, characterized in that the feed opening (28) and the outlet opening (29) open out at an angle of in particular
90° with respect to one another in the housing (3).
1. Dispositif de nettoyage (2) pour la séparation de particules (36) d'un courant gazeux
(8), destiné notamment à des systèmes séparateurs d'huile équipant des moteurs à combustion
interne, dans lequel :
- un élément filtrant recueille les particules (36) issues du courant gazeux (8) tout
en laissant passer l'air épuré,
- un dispositif de dérivation des particules séparées (36) comportant au moins un
élément de guidage forcé (4) pour le courant gazeux (8) produit au moins un changement
de direction de ce courant quand celui-ci traverse le dispositif de nettoyage (2),
- l'élément de guidage forcé (4) qui constitue en même temps l'élément filtrant, présente,
pour le courant gazeux, au moins deux éléments d'impact (12) espacés selon la direction
de guidage du courant (8) et décalés l'un par rapport à l'autre,
- les éléments d'impact (12) sont disposés sur au moins deux, de préférence quatre
surfaces cylindriques (16) de révolution autour d'un axe central (24) orienté dans
l'élément de guidage forcé (4) perpendiculairement à la direction d'entrée du courant
gazeux (8), et s'appuient sur la surface externe conique (32) d'un élément de maintien
(23),
- la surface conique (32) est un composant du dispositif de dérivation des particules
séparées (36) faisant que les particules s'écoulent sur cette surface vers la base
et de là, sont évacuées du dispositif de nettoyage (2).
2. Dispositif de nettoyage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les éléments d'impact (12) ont la forme de barres.
3. Dispositif de nettoyage selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
les éléments d'impact (12) sont des barres rondes.
4. Dispositif de nettoyage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les éléments d'impact (12) sont des segments circulaires 20.
5. Dispositif de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la pointe du cône (25) de l'élément de maintien (23) se trouve sur l'axe
(24).
6. Dispositif de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de guidage forcé (4) est monté dans un boîtier (3) qui présente au moins
une ouverture d'entrée (28) du courant gazeux (8) et au moins une ouverture de sortie
(29) pour le courant gazeux purifié.
7. Dispositif de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'ouverture de sortie (29) est reliée à une source de dépression.
8. Dispositif de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'ouverture d'entrée (28) et l'ouverture de sortie (29) débouchent dans le boîtier
(3) en faisant entre elles un angle de 90° notamment.