[0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung von polykationischen Kondensationsprodukten
als farbübertragungsinhibierenden und farbablösungsvermindernden Zusatz zu Waschmitteln
und Wäschenachbehandlungsmitteln sowie Waschmittel und Wäschenachbehandlungsmittel,
die polykationische Kondensationsprodukte enthalten.
[0002] Beim Waschen von gefärbten Textilien wird der Farbstoff teilweise von den gefärbten
Textilien abgelöst und aus der Waschflotte auf andere Gewebe übertragen. Wenn man
beispielsweise weiße Wäsche mit farbigen Textilien gemeinsam wäscht, wird die weiße
Wäsche angeschmutzt. Um einen Übergang des abgelösten Textilfarbstoffs aus der Waschflotte
auf das Waschgut zu verhindern, wurden sögenannte Color-Waschmittel entwickelt, die
polymere Farbübertragungsinhibitoren enthalten. Dabei handelt es sich beispielsweise
um Homo- und Copolymerisate von Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol, vgl. DE-B-22 32
353 und DE-A-28 14 287.
[0003] Aus der EP-A-0 462 806 ist die Verwendung von kationischen Farbstoffixiermitteln
in Wäschenachbehandlungsbädern zusammen mit Weichspülern bekannt. Die Nachbehandlung
der Wäsche erfolgt in den üblicherweise im Haushalt verwendeten Waschmaschinen bei
Temperaturen unterhalb von 40°C. Die Farbstoffixiermittel können gemäß den Angaben
in der Anmeldung auch in nichtionischen Waschmitteln eingesetzt werden. Die kationischen
Fixiermittel verlangsamen die Ablösung des Farbstoffs vom gefärbten Textilgut während
des Behandlungsprozesses.
[0004] Aus der EP-A-0209787 ist ein Verfahren zur Nachbehandlung von gefärbten Zellulose-Fasermaterialien
bekannt, die mit Reaktivfarbstoffen gefärbt wurden, wobei man die gefärbten Materialien
entweder diskontinuierlich in den Färbeapparaten oder kontinuierlich für Kammzug in
Lisseusen oder Flächengut auf Foulards oder Breitwaschanlagen mit einer wässrigen
Flotte von benzylierten Kondensationsprodukten aus Piperazin(derivaten) und Epichlorhydrin
zur Entfernung von nichtfixierten hydrolysierten Reaktivfarbstoffen von dem gefärbtem
Material nachbehandelt.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, wirksamere Mittel zur Unterdrückung
der Farbstoffablösung und der Farbstoffübertragung auf andere Textilien während des
Waschens und während der Nachbehandlung von gefärbten Textilien zur Verfügung zu stellen.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit der Verwendung von polykationischen Kondensationsprodukten,
die erhältlich sind durch Kondensation von
(a) Piperazin, 1-Alkylpiperazinen mit 1 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, 1,4-Dialkylpiperazinen
mit 1 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, 1,4-Bis-(3-aminopropyl)-piperazin, 1-(2-Aminoethyl)piperazin,
1-(2-Hydroxyalkyl)piperazinen mit 2 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, Imidazol,
C1- bis C25-C-Alkylimidazolen oder Gemischen der genannten Verbindungen mit
(b) Alkylendihalogeniden, Epihalogenhydrinen und/oder Bisepoxiden
im Molverhältnis 1 : 0,8 bis 1 : 1,1 und gegebenenfalls Quaternierung der Kondensationsprodukte
mit C
4- bis C
25-Alkylierungsmitteln
oder durch Erhitzen von Triethanolamin oder Triisopropanolamin in Gegenwart saurer
Katalysatoren und Quaternierung der Kondensationsprodukte mit C
4- bis C
25-Alkylierungsmitteln
als farbübertragungsinhibierenden und farbablösungsvermindernden Zusatz zu Waschmitteln
und Wäschenachbehandlungsmitteln.
[0007] Vorzugsweise verwendet man hierfür Kondensationsprodukte, die erhältlich sind durch
Kondensation von
(a) Piperazin, 1-(2-Hydroxyethyl)piperazin, 1-(2-Aminoethyl)piperazin, Imidazol, C1- bis C3-C-Alkylimidazolen oder Mischungen der genannten Verbindungen mit
(b) 1,2-Dichlorethan, 1,2-Dichlorpropan, 1,3-Dichlorpropan, 1,4-Dichlorbutan, Epichlorhydrin,
Bis-epoxibutan oder Mischungen der genannten Verbindungen und
gegebenenfalls
(c) Quaternierung der Kondensationsprodukte mit C6- bis C22-Alkylhalogeniden oder C8- bis C22-Epoxiden
oder durch Erhitzen von Triethanolamin oder Triisopropanolamin mit sauren Katalysatoren
und Quaternierung der Kondensationsprodukte mit C
6-C
22-Alkylhalogeniden oder C
8-C
22-Epoxiden.
[0008] Die Molmasse der Kondensationsprodukte beträgt beispielsweise 500 bis 100 000, vorzugsweise
1 000 bis 50 000. Besonders bevorzugt sind kationische Kondensationsprodukte mit Molmassen
in dem Bereich von 1 500 bis 25 000.
[0009] Der Quaternierungsgrad der Aminogruppen der Kondensationsprodukte beträgt beispielsweise
mindestens 25 %, vorzugsweise mindestens 50 %. Die besten Ergebnisse werden mit kationischen
Kondensationsprodukten erhalten, bei denen der Quaternierungsgrad der Aminogruppen
70 bis 100 % beträgt. Die oben beschriebenen Kondensationsprodukte sind aus der EP-B
0 209 787 und der EP-A-0 223 064 als Nachbehandlungsmittel zur Verbesserung der Naßechtheiten
von Färbungen und Drucken mit Reaktivfarbstoffen bekannt. Bei den erfindungsgemäßen
Anwendungen werden besonders bevorzugt polykationische Kondensationsprodukte eingesetzt,
die durch Umsetzung von
(a) Piperazin und/oder Imidazol mit
(b) Epihalogenhydrin
oder durch Erhitzen von Triethanolamin oder Triisopropylamin in Gegenwart saurer
Katalysatoren
und anschließende Umsetzung mit C
4- bis C
22-Alkylchloriden, insbesondere C6- bis C
12-Alkylhalogeniden wie insbesondere Benzylchlorid erhältlich sind.
[0010] Die polykationischen Kondensationsprodukte sind in Wasser löslich bzw. darin leicht
dispergierbar. Sie werden vorzugsweise durch Reaktion der Komponenten in wäßrigem
Medium oder in Substanz hergestellt. Falls man die Kondensation in wäßriger Lösung
vornimmt, beträgt die Konzentration der nichtwäßrigen Bestandteile beispielsweise
10 bis 80 vorzugsweise 20 bis 60 Gew.-%.
[0011] Die oben beschriebenen polykationischen Kondensationsprodukte werden erfindungsgemäß
entweder als Zusatz zu Waschmitteln verwendet oder als Zusatz zu Wäschenachbehandlungsmitteln.
Die kationischen Kondensationsprodukte verhindern bzw. unterdrücken die Ablösung von
Farbstoffen von gefärbten Textilien während des Waschprozesses oder während der Nachbehandlung.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Kondensationsprodukte erreichen beispielsweise
in Abwesenheit von Anionentensiden bereits bei Konzentrationen von 10 bis 100 ppm
in der Wasch bzw. Spülflotte das Wirkungsmaximum. Eine weitere Steigerung der Einsatzmenge
bringt praktisch keine Steigerung der Wirksamkeit. Dagegen benötigt man bei Einsatz
von aus EP-A-0 462 806 bekannten Farbstoffixierungsmitteln Konzentrationen von ca.
500 ppm, um die mit den erfindungsgemäßen Kondensationsprodukten erzielbare Wirkung
zu erreichen.
[0012] Gegenstand der Erfindung sind außerdem Waschmittel, die
(i) 1 bis 50 Gew.-% mindestens eines nichtionischen Tensids,
(ii) 0 bis 4,0 Gew.-% vorzugsweise bis 2.5 % eines anionischen Tensids und
(iii) 0,05 bis 2,5 Gew.-% mindestens eines polykationischen Kondensationsationsprodukts
enthalten, das erhältlich ist durch Kondensation von
(a) Piperazin, 1-Alkylpiperazinen mit 1 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, 1,4-Dialkylpiperazinen
mit 1 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, 1,4-Bis-(3-aminopropyl)-piperazin, 1-(2-Aminoethyl)piperazin,
1-(2-Hydroxyalkyl)piperazinen mit 2 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, Imidazol,
C1- bis C25-Alkylimidazolen oder Gemischen der genannten Verbindungen mit
(b) Alkylendihalogeniden, Epihalogenhydrinen und/oder Bisepoxiden
im Molverhältnis 1 : 0,8 bis 1 : 1,1 und gegebenenfalls Quaternierung der Kondensationsprodukte
mit C
4- bis C
25-Alkylierungsmitteln
oder durch Erhitzen von Triethanolamin oder Triisopropanolamin in Gegenwart saurer
Katalysatoren und Quaternierung der Kondensationsprodukte mit C
4- bis C
25-Alkylierungsmitteln.
[0013] Geeignete nichtionische Tenside sind beispielsweise alkoxylierte C
8- bis C
22-Alkohole. Die Alkoxylierung kann mit Ethylenoxid, Propylenoxid und/oder Butylenoxid
durchgeführt werden. Als Tenside einsetzbar sind hierbei sämtliche alkoxylierten Alkohole,
die mindestens zwei Moleküle eines vorstehend genannten Alkylenoxids addiert enthalten.
Bei den erwähnten Alkylenoxidaddukten kann es sich um Blockpolymerisate von Ethylenoxid,
Propylenoxid und/oder Butylenoxid oder um Anlagerungsprodukte handeln, die die genannten
Alkylenoxide in statistischer Verteilung enthalten. Die nichtionischen Tenside enthalten
pro Mol Alkohol beispielsweise 2 bis 50, vorzugsweise 3 bis 20 Mol mindestens eines
Alkylenoxids addiert. Vorzugsweise setzt man als Alkylenoxid Ethylenoxid ein. Die
Alkohole leiten sich vorzugsweise von Verbindungen mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen
ab. Hierbei kann es sich um natürliche oder um synthetische Alkohole handeln.
[0014] Eine weitere Klasse nichtionischer Tenside sind Alkylpolyglucoside mit 8 bis 22,
vorzugsweise 10 bis 18 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette. Diese Verbindungen enthalten
beispielsweise 1 bis 20, vorzugsweise 1,1 bis 5 Glucosideinheiten.
[0015] Eine andere Klasse nichtionischer Tenside sind N-Alkylglucamide der allgemeinen Struktur
I bzw. II

wobei A ein C
6- bis C
22-Alkyl, B ein H oder C
1- bis C
4-Alkyl und C ein Polyhydroxyalkanyl-Rest mit 5 bis 12 C-Atomen und mindestens 3 Hydroxygruppen
ist. Vorzugsweise steht A für C
10- bis C
18-Alkyl-, B für CH
3- und C für einen C
5 oder C
6-Rest. Beispielsweise erhält man derartige Verbindungen durch die Acylierung von reduzierend
aminierten Zuckern mit Säurechloriden von C
10-C
18-Carbonsäuren. Die Waschmittelformulierungen enthalten vorzugsweise mit 3-12 Mol Ethylenoxid
ethoxylierte C
10-C
8-Alkohole, besonders bevorzugt ethoxylierte Fettalkohole als nichtionische Tenside.
[0016] Weitere, bevorzugt in Betracht kommende Tenside sind die aus der WO-A-95/11225 bekannten
endgruppenverschlossenen Fettsäureamidalkoxylate der allgemeinen Formel
R
1―CO―NH―(CH
2)
n―O―(AO)
x―R
2 (III),
in der
- R1
- einen C5- bis C21-Alkyl- oder -Alkenylrest bezeichnet.
- R2
- eine C1- bis C4-Alkylgruppe bedeutet,
- A
- für C2- bis C4-Alkylen steht,
- n
- die Zahl 2 oder 3 bezeichnet und
- x
- einen Wert von 1 bis 6 hat.
[0017] Beispiele für solche Verbindungen sind die Umsetzungsprodukte von n-Butyltriglykolamin
der Formel H
2N-(CH
2-CH
2-O)
3-C
4H
9 mit Dodecansäuremethylester oder die Reaktionsprodukte von Ethyltetraglykolamin der
Formel H
2N-(CH
2-CH
2-O)
4-C
2H
5 mit einem handelsüblichen Gemisch von gesättigten C
8- bis C
18-Fettsäuremethylestern.
[0018] Die pulver- oder granulatförmigen Waschmittel können außerdem einen oder mehrere
Builder enthalten. Als anorganische Buildersubstanzen eignen sich z.B. alle üblichen
anorganischen Builder wie Alumosilikate, Silikate, Carbonate und Phosphate.
[0019] Geeignete anorganische Builder sind z.B. Alumosilikate mit ionenaustauschenden Eigenschaften
wie z.B. Zeolithe. Verschiedene Typen von Zeolithen sind geeignet, insbesondere Zeolith
A, X, B, P, MAP und HS in ihrer Na-Form oder in Formen, in denen Na teilweise gegen
andere Kationen wie Li, K, Ca, Mg oder Ammonium ausgetauscht sind. Geeignete Zeolithe
sind beispielsweise beschrieben in EP-A-0 038 591, EP-A-0 021 491, EP-A-0 087 035,
US-A-4 604 224, GB-A-2 013 259, EP-A-0 522 726, EP-A-0 384 070 und WO-A-94/24251.
[0020] Weitere geeignete anorganische Builder sind z.B. amorphe oder kristalline Silikate
wie z.B. amorphe Disilikate, kristalline Disilikate wie das Schichtsilikat SKS-6 (Hersteller
Hoechst AG). Die Silikate können in Form ihrer Alkali-, Erdalkali- oder Ammoniumsalze
eingesetzt werden. Vorzugsweise werden Na-, Liund Mg-Silikate eingesetzt.
[0021] Weitere geeignete anorganische Buildersubstanzen sind Carbonate und Hydrogencarbonate.
Diese können in Form ihrer Alkali-, Erdalkali- oder Ammoniumsalze eingesetzt werden.
Vorzugsweise werden Na-, Li- und Mg-Carbonate bzw. Hydrogencarbonate, insbesondere
Natriumcarbonat und/oder Natriumhydrogencarbonat eingesetzt.
[0022] Die anorganischen Builder können in den Waschmitteln in Mengen von 0 bis 60 Gew.-%
zusammen mit gegebenenfalls zu verwendenden organischen Cobuildern enthalten sein.
Die anorganischen Builder können entweder allein oder in beliebigen Kombinationen
miteinander in das Waschmittel eingearbeitet werden.
[0023] In pulver- oder granulatförmigen oder anderen festen Waschmittelformulierungen sind
organische Cobuilder in Mengen von 0 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise in Mengen von 1 bis
15 Gew.-% zusammen mit anorganischen Buildern enthalten. Die pulver- oder granulatförmigen
Vollwaschmittel können außerdem sonstige übliche Beständteile wie Bleichsysteme bestehend
aus mindestens einem Bleichmittel, gegebenenfalls in Kombination mit einem Bleichaktivator
und/oder einem Bleichkatalysator sowie andere übliche Bestandteile wie Soil-release
Polymere, Vergrauungsinhibitoren, Enzyme, anorganische Stellmittel wie Natriumsulfat,
Komplexbildner, optische Aufheller, Farbstoffe, Parfümöle, Schaumdämpfer, Korrosionsinhibitoren,
Phosphate und/oder Phosphonate in den üblichen Mengen enthalten.
[0024] Die Waschmittel sind vorzugsweise frei von anionischen Tensiden, können sie jedoch
als Komponente (ii) in Mengen bis zu 4 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 2,5 Gew.-%, enthalten.
Als anionische Tenside eigenen sich beispielsweise Fettalkoholsulfate von Fettalkoholen
mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen, sulfatierte, ethoxylierte C
8- bis C
22-Alkohole bzw. deren wasserlösliche Alkalimetall- und Ammoniumsalze. Weitere geeignete
anionische Tenside sind Alkylsulfonate wie C
8- bis C
24-Alkansulfonate sowie Seifen wie beispielsweise die Alkalimetallsalze von C
8- bis C
24-Carbonsäuren. Außerdem eignen sich als anionische Tenside C
9- bis C
20-Linearalkylbenzolsulfonate (LAS). Die anionischen Tenside können auch beispielsweise
in Form der Hydroxyethylammonium-, Di(hydroxyethyl)ammonium- und Tri(hydroxyethyl)ammoniumsalze
eingesetzt werden. Falls die erfindungsgemäßen Waschmittel anionische Tenside enthalten,
werden vorzugsweise Seifen, Acylsarkosinate oder sulfatierte ethoxylierte C
8-C
22-Alkohole eingesetzt.
[0025] Die Waschmittel enthalten erfindungsgemäß als Komponente (iii) 0,05 bis 2,5, vorzugsweise
0,1 bis 1,0 Gew.-% mindestens eines der oben beschriebenen kationischen Kondensationsprodukte.
[0026] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind Wäschenachbehandlungsmittel. die
(i) 1 bis 50 Gew.-% eines Weichspülers für Wäsche,
(ii) 1 bis 50 Gew.-% eines nichtionischen Tensids und
(iii) 0,1 bis 2,5 Gew.-% eines polykationischen Kondensationsprodukts
enthalten, das erhältlich ist durch Kondensation von
(a) Piperazin, 1-Alkylpiperazinen mit 1 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, 1,4-Dialkylpiperazinen
mit 1 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, 1,4-Bis-(3-aminopropyl)-piperazin. 1-(2-Aminoethyl)piperazin,
1-(2-Hydroxyalkyl)piperazinen mit 2 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe oder durch
Erhitzen von Triethanolamin oder Triisopropanolamin in Gegenwart saurer Katalysatoren
und Quaternierung der Kondensationsprodukte mit C4- bis C25-Alkylierungsmitteln, Imidazol, C1- bis C25-Alkylimidazolen oder Gemischen der genannten Verbindungen mit
(b) Alkylendihalogeniden, Epihalogenhydrinen und/oder Bisepoxiden
im Molverhältnis 1 : 0,8 bis 1 : 1,1 und gegebenenfalls Quaternierung der Kondensationsprodukte
mit C
4 - bis C
25-Alkylierungsmitteln, oder durch Erhitzen von Triethanolamin oder Triisopropanolamin
in Gegenwart saurer Katalysatoren und Quaternierung der Kondensationsprodukte mit
C
4- bis C
25-Alkylierungsmitteln.
[0027] Die Wäschenachbehandlungsmittel enthalten als Komponente (i) 1 bis 50, vorzugsweise
2,5 bis 30 Gew.-% eines Weichspülers für Wäsche. Geeignete Weichspüler sind beispielsweise
quaternäre Ammoniumverbindungen, Polysiloxane und nichtionische Celluloseether, vgl.
beispielsweise EP-A-0 239 910, EP-A-0 150 867 und EP-A-0 213 730. Weichspüler für
Wäsche sind beispielsweise Dialkyldimethylammoniumchloride und Alkylimidazoliummethylsulfate.
[0028] Die Wäschenachbehandlungsmittel enthalten als Komponente (ii) beispilelsweise 1 bis
50, vorzugsweise 2 bis 20 Gew.-% eines nichtionischen Tensids. Nichtionische Tenside
wurden bei der Zusammensetzung der Waschmittel als Komponente (i) bereits beschrieben.
Die dort genannten Verbindungen können ebenso in Wäschenachbehandlungsmitteln eingesetzt
werden. Die Wäschenachbehandlungsmittel enthalten als Komponente (iii) 0,1 bis 2,5,
vorzugsweise 0,2 bis 2,0 Gew.-% eines polykationischen Kondensationsprodukts als farbfixierenden
Zusatz. Diese Kondensationsprodukte wurden bereits oben beschrieben.
[0029] Die Prozentangaben in den Beispielen bedeuten Gew.-%.
Beispiele
[0030] Folgende kationische Kondensationsprodukte wurden verwendet:
Polymer 1
[0031] Polykationisches Kondensationsprodukt, das durch Kondensation von Piperazin mit Epichlorhydrin
im Molverhältnis 1:1 und durch Quaternisierung des Reaktionsproduktes mit 1,4 Mol
äquivalenten Benzylchlorid, bezogen auf Piperazin, hergestellt wurde. Die Molmasse
betrug 3500 (bestimmt durch Viskositäts-Messung in 1 %iger wäßriger Lösung bei 20°C).
Das kationische Kondensationsprodukt lag in Form einer 24 %igen wäßrigen Lösung vor.
Polymer 2
[0032] Polykationisches Kondensationsprodukt, das durch Reaktion von Imidazol, Piperazin
und Epichlorhydrin im Molverhältnis 1:1:2 hergestellt wurde. Die wäßrige Polymerlösung
enthielt 50 % des kationischen Kondensationsprodukts, das eine Molmasse von 2200 hatte.
Polymer 3
[0033] Polykationisches Kondensationsprodukt, das durch Reaktion von Imidazol und Epichlorhydrin
im Molverhältnis 1:1 in wäßriger Lösung hergestellt wurde. Die Polymerlösung enthielt
50 % des Kondensationsprodukts, das eine Molmasse von 1400 hatte.
Polymer 4
[0034] polykationisches Kondensationsprodukt, das durch Erhitzen von Triethanolamin in Gegenwart
von 0,5 Gew.-% hypophosphoriger Säure auf 230°C und Quaterinierung mit 0,8 Moläquivalenten
Benzylchlorid hergestellt wurde. Die Molmasse betrug 4500.
[0035] Um die farbablösungsvermindernde und farbübertragungsinhibierende Wirkung der oben
beschriebenen kationischen Kondensationsprodukte zu prüfen, wurden die oben angegebenen
Polymeren einem handelsüblichen Wäscheweichspüler zugesetzt. Das gefärbte Gewebe wurde
mit einer wäßrigen Lösung des Weichspülers bei 25°C vorgespült, mit Leitungswasser
nachgespült, getrocknet und gebügelt. Anschließend wurden die so vorbehandelten gefärbten
Gewebe zusammen mit weißen Prüfgeweben mit einem kommerziellen Waschmittel gewaschen.
Die Farbstärke der weißen Prüfgewebe im Vergleich zur vorher gemessenen Farbstärke
wurden bestimmt nach A. Kud, Seifen, Öle, Fette, Wachse, Band 119, Seiten 590 bis
594 (1993). Die jeweiligen Farbstärken der Anfärbungen des weißen Gewebes wurden bestimmt
und daraus die farbübertragungsinhibierende Wirkung der Polymeren 1 bis 4 bestimmt.
[0036] Zur Prüfung des Farbverlustes des farbigen Prüfgewebes wurde die Behandlung mit Weichspüler,
anschließende Wäsche und Trocknung 5 mal mit demselben Farbgewebe wiederholt. Aus
der Farbstärke des Farbgewebes vor der ersten Wäsche und der Farbstärke nach der 5.
Wäsche wurde der Farbverlust gemäß der Formel bestimmt.
| Prüfbedingungen: |
| Apparatur |
Launder-o-meter |
| Farbgewebe |
1,0 g gefärbte Baumwollgewebe,
Färbungen mit Direkt Rot 212 (3 % Farbstoff)
und
Direkt Blau 71 (0,8 % Farbstoff) |
| Weißgewebe |
2,5 g Baumwollgewebe |
| Vorbehandlung: |
| Weichspüler |
Softlan® (Hersteller Colgate Polmolive)
Einsatzkonzentration der Polymeren im Weichspüler: 2,0%
Einsatzmenge Weichspüler: 1,75 g/l
Temperatur (Spülung): 30°C
Spüldauer: 10 min. |
| Wäsche: |
| Waschmittel |
Ajax® (Hersteller Colgate-Palmolive) |
| Menge |
5,0 g/l |
| Flottenmenge |
250 g |
| Waschtemperatur |
40°C |
| Wasserhärte |
14,5°dH |
| Ca/Mg-Verhältnis |
4,0:1,0 |
| Waschdauer |
30 min. |
Beispiel 1
[0037] Polymer 1 wurde dem oben angegebenen Weichspüler in einer Menge von 2 % zugesetzt.
Die farbübertragungsinhibierende Wirkung in % von einem Gewebe, das mit Direkt Blau
71 gefärbt war, betrug 99 %. Der Farbverlust in % an dem mit Direkt Blau 71 gefärbten
Gewebe betrug nach 5 Wäschen mit dem oben angegebenen Waschmittel 7,2 %.
Vergleichsbeispiel 1
[0038] Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch wurde in Abwesenheit von Polymer 1 gearbeitet.
Die farbübertragungsinhibierende Wirkung betrug 0 %. Der Farbverlust nach 5 Wäschen
für ein mit Direkt Blau 71 gefärbtes Gewebe lag bei 20,3 %.
Beispiel 2
[0039] Beispiel 1 wurde mit 2 % Polymer 4 wiederholt. Die farbübertragungsinhibierende Wirkung
betrug 98 %, der Farbverlust betrugt 8,4 %.
Tabelle 1
| Versuche mit Direktrot 212 |
| |
Polykationisches Kondensationsprodukt |
Farbübertragungsinhibierung [%] |
Farbverlust [%] |
| Beispiel |
Art |
Menge [%] in Softlan® |
|
|
| 3 |
Polymer 1 |
2 |
100 |
11,3 |
| 4 |
Polymer 2 |
2 |
95,1 |
18,9 |
| 5 |
Polymer 3 |
2 |
93,8 |
15,4 |
| Vgl.-Bsp. |
|
|
|
|
| 2 |
- |
|
0 |
30,3 |
[0040] In den folgenden Beispielen wird die Wirkung der Polymeren 1 bis 4 in verschiedenen
Waschmittelzusammensetzungen erläutert. Hierfür wurden folgende Prüfbedingungen gewählt:
| Apparatur |
Launder-o-meter |
| Farbgewebe |
1,0 g gefärbte Baumwollgewebe,
Färbungen mit Direkt Rot 212 (Färbung mit 3 %
Farbstoff) und
Direkt Blau 71 (Färbung mit 0,8 %
Farbstoff) |
| Weißgewebe |
2,5 g Baumwollgewebe |
| Waschmittelzusammensetzung in % (Waschmittel A): |
| C13/C15-Oxoalkoholethoxylat mit 10 EO |
6,3 |
| Zeolith A |
55,0 |
| Ma-Carbonat |
6,0 |
| Na-Citrat |
9,0 |
| Copolymerisat aus 70 % Acrylsäure und 30% Maleinsäure, Molmasse 70000, Na-Salz |
4,0 |
| Carboxymethylcellulose |
0,5 |
| Natriumsulfat |
5,8 |
| Wasser |
auf 100 |
| Wäsche: |
| Waschmittel |
Waschmittel A |
| Menge |
5,0 g/l |
| Flottenmenge |
250 g |
| Waschtemperatur |
60°C |
| Wasserhärte |
14,5°dH |
| Ca/Mg-Verhältnis |
4,0:1,0 |
| Waschdauer |
30 min. |
Tabelle 2
| Beispiel |
polykationisches Kondensationsprodukt |
Menge [%] |
Farbübertragungsinhibierung [%] |
Farbverlust [%] |
| 6 |
1 |
0,5 |
97 |
8 |
| 7 |
1 |
1,0 |
99 |
5 |
| 8 |
4 |
1,0 |
98 |
7 |
| Vgl.-Bsp. |
|
|
|
|
| 3 |
- |
- |
|
29 |
[0041] Die Bestimmung der farbübertragungsinhibierenden Wirkung erfolgte nach einer Wäsche,
die der Farbablösung nach 5 Wäschen jeweils anhand der Farbstärken des Weißgewebes
bzw. des Farbgewebes wie bei der Anwendung im Weichspüler beschrieben.
[0042] Die Ergebnisse mit den erfindungsgemäß zu verwendenden Polymeren 1 und 4 zeigen,
daß die Polymeren in anionentensidfreien Waschmitteln eine sehr gute farbübertragungsinhibierende
Wirkung zeigen. Darüber hinaus wird die Farbablösung von den gefärbten Geweben deutlich
vermindert, wodurch ein Verblassen von farbigen Textilien bei der Wäsche drastisch
vermindert wird.
[0043] Zur Prüfung der Wirksamkeit der erfindungsgemäßen zu verwendenden kationischen Kondensationsprodukte
in verschiedenen Waschmittelformulierungen wurde die farbübertragungsinhibierende
Wirkung in verschiedenen Vollwaschmitteln und Colorwaschmitteln geprüft (Tabellen
3 und 4). In den beispielhaften Formulierungen zeigen die polykationischen Kondensationsprodukte
deutliche Verringerung der Farbübertragung und eine Verringerung der Farbablösung
Tabelle 3
| |
I |
II |
III |
IV |
V |
VI |
VII |
| Polymer 1 |
1,5 |
|
1,0 |
0,5 |
|
0,6 |
0,3 |
| Polymer 2 |
|
1,0 |
|
|
|
|
|
| Polymer 3 |
|
|
|
|
1,0 |
|
|
| AS/MS (70000) |
7,5 |
6,0 |
5,0 |
|
5,0 |
|
4,0 |
| AS/MS/VAc-Terpolymer (40000) |
|
|
|
|
|
5,0 |
|
| Na-Perborat-Monohydrat |
15 |
15 |
|
|
15 |
|
7,5 |
| Na-Percarbonat |
|
|
18 |
15 |
|
18 |
|
| TAED |
4,0 |
3,8 |
5,0 |
5,0 |
2,9 |
4,2 |
2,0 |
| Na-Laurylsulfat |
|
|
|
1,0 |
|
|
|
| lineares Alkylbenzolsulfonat Na-Salz |
|
|
0,8 |
|
|
|
|
| sulfatiertes Fettalkoholethoxylat |
|
|
|
|
1,5 |
|
|
| Korantin®SH |
3,1 |
|
|
|
|
2,0 |
|
| Seife |
|
|
0,4 |
2,5 |
1,5 |
|
2,4 |
| C13/C15-Oxoalkohol*3 EO |
|
3,0 |
|
|
|
|
|
| C13/C15-Oxoalkohol*7 EO |
7,5 |
|
4,7 |
18,5 |
8,0 |
6,5 |
|
| C13/C15-Oxoalkohol*10 EO |
|
3,0 |
|
|
|
|
|
| C12/C14-Fettalkohol*7 EO |
|
|
|
|
|
|
10,0 |
| Laurylalkohol*13 EO |
|
|
|
|
|
5,0 |
|
| Zeolit A |
25 |
25 |
15 |
|
30 |
15 |
35 |
| Zeolit P |
|
|
|
40 |
|
|
|
| SKS-6 |
|
|
14 |
|
|
15 |
|
| Na-Disilikat |
2,5 |
3,9 |
|
0,5 |
4,5 |
|
1,5 |
| Mg-Silikat |
1,0 |
|
0,8 |
|
1,0 |
1,0 |
0,6 |
| Natriumsulfat |
2,0 |
2,5 |
15,2 |
2,0 |
1,5 |
5,5 |
3,4 |
| Natriumhydrogencarbonat |
|
|
9,0 |
6,5 |
|
|
|
| Natriumcarbonat |
12,0 |
13,6 |
|
|
10,0 |
8,0 |
9,8 |
| Sokalan®HP 22 |
|
0,4 |
|
|
0,5 |
|
|
| Polyethylenterephthalat/oxyethylenterephthalat |
1,0 |
|
|
|
0,5 |
0,8 |
1,0 |
| Carboxymethylcellulose |
0,6 |
1,3 |
0,6 |
1,0 |
0,6 |
0,6 |
0,5 |
| Dequest® 2046 (Phosphonat) |
|
|
|
0,5 |
|
|
|
| Zitronensäure |
|
6,8 |
5,0 |
|
|
2,5 |
3,8 |
| Lipase |
|
|
|
|
1,0 |
|
|
| Protease |
|
1,0 |
|
|
1,0 |
0,5 |
0,6 |
| Cellulase |
|
|
|
|
|
|
0,6 |
| wasser |
auf 100 |
auf 100 |
auf 100 |
auf 100 |
auf 100 |
auf 100 |
auf 100 |
| Abkürzungen: |
| TAED |
Tetraacetylethylendiamin |
| SKS-6 |
Schichtsilikat-Na-Salz (Hersteller Fa. Hoechst) |
| EO |
Ethylenoxid |
| AS/MS (70000) |
= Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymer im Gewichtsverhältnis 70:30 Molmasse Mw = 70.000 |
| AS/MS/VAc (40000) |
= Acrylsäure/Maleinsäure/Vinylacetat-Terpolymere im Molverhältnis 40:10:50 mit Molmasse
Mw = 40.000 |
| Sokalan® HP 22 |
handelsübliches Pfropfpolymerisat von Vinylacetat auf Polyethylenglykol (Soil-release
Polymer) |
| Korantin®SH |
handelsübliches Oleoylsakosinat (Säureform) |
[0044] In Tabelle 4 ist die Zusammensetzung von Colorwaschmitteln angegeben, die erfindungsgemäß
zu verwendende kationische Kondensationsprodukte enthalten.
Tabelle 4
| |
VII |
VIII |
IX |
X |
XI |
XII |
| Polymer 1 |
1,0 |
1,0 |
0,5 |
1,0 |
0,5 |
0,3 |
| AS/MS (70000) |
6,0 |
4,0 |
3,5 |
2,0 |
2,5 |
8,5 |
| Na-Laurylsulfat |
|
|
12 |
|
|
|
| sulfatiertes Fettalkoholethoxylat |
|
|
|
1,5 |
|
|
| Korantin®SH |
|
|
|
|
2,0 |
|
| Seife |
2,5 |
|
1,0 |
1,5 |
1,5 |
|
| C13/C15-Oxoalkohol*3 EO |
|
10,0 |
|
|
1,5 |
|
| C13/C15-Oxoalkohol*7 EO |
6,7 |
|
16,0 |
13,5 |
14,0 |
7,5 |
| C13/C15-Oxoalkohol*10 EO |
|
6,3 |
|
|
|
|
| Laurylalkohol*13 EO |
|
|
|
2,0 |
|
9,0 |
| Zeolit A |
28 |
55 |
35 |
|
37 |
18 |
| Zeolit P |
|
|
|
36 |
|
|
| SKS-6 |
|
|
12 |
|
|
|
| Na-Disilikat |
4,5 |
|
|
0,5 |
4,5 |
|
| Mg-Silikat |
|
|
1,0 |
|
|
1,0 |
| Natriumsulfat |
24 |
5,8 |
11,5 |
8,0 |
4,5 |
10,0 |
| Natriumhydrogencarbonat |
|
|
6,5 |
6,5 |
|
|
| Natriumcarbonat |
12,0 |
6,0 |
|
|
10,0 |
9,0 |
| Carboxymethylcellulose |
0,6 |
0,5 |
0,6 |
1,0 |
0,6 |
0,6 |
| Sokalan®HP 22 |
1,0 |
|
|
|
|
0,5 |
| Polyethylenterephthalat/oxyethylenterephthalat |
|
|
1,0 |
0,5 |
|
0,5 |
| Natriumcitrat |
2,0 |
9,0 |
|
|
|
2,5 |
| Protease |
0,5 |
|
|
|
|
1,0 |
| Cellulase |
1,0 |
|
1,0 |
|
0,8 |
1,0 |
| wasser |
auf 100 |
auf 100 |
auf 100 |
auf 100 |
auf 100 |
auf 100 |
| Abkürzungen vgl. Legende zu Tabelle 3 |
1. Verwendung von polykationischen Kondensationsprodukten, die erhältlich sind durch
Kondensation von
(a) Piperazin, 1-Alkylpiperazinen mit 1 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, 1,4-Dialkylpiperazinen
mit 1 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, 1,4-Bis-(3-aminopropyl)-piperazin, 1-(2-Aminoethyl)piperazin,
1-(2-Hydroxyalkyl)piperazinen mit 2 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, Imidazol,
C1- bis C25-C-Alkylimidazolen oder Gemischen der genannten Verbindungen mit
(b) Alkylendihalogeniden, Epihalogenhydrinen und/oder Bis-epoxiden
im Molverhältnis 1 : 0,8 bis 1 : 1,1 und gegebenenfalls Quaternierung der Kondensationsprodukte
mit C
4- bis C
25-Alkylierungsmitteln
oder durch Erhitzen von Triethanolamin oder Triisopropanolamin in Gegenwart saurer
Katalysatoren und Quaternierung der Kondensationsprodukte mit C
4- bis C
25-Alkylierungsmitteln als farbübertragungsinhibierenden und farbablösungsvermindernden
Zusatz zu Waschmitteln und Wäschenachbehandlungsmitteln.
2. Verwendung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß man Kondensationsprodukte einsetzt, die erhältlich sind durch Kondensation von
(a) Piperazin, 1-(2-Hydroxyethyl)piperazin, 1-(2-Aminoethyl)piperazin, Imidazol, C1- bis C3-C-Alkylimidazolen oder Mischungen der genannten Verbindungen mit
(b) 1,2-Dichlorethan, 1,2-Dichlorpropan, 1,3-Dichlorpropan, 1,4-Dichlorbutan, Epichlorhydrin,
Bis-epoxibutan oder Mischungen der genannten Verbindungen
und gegebenenfalls
(c) Quaternierung der Kondensationsprodukte mit C6- bis C22-Alkylhalogeniden oder C8- bis C22-Epoxiden oder durch Erhitzen von Triethanolamin oder Triisopropanolamin mit sauren
Katalysatoren und Quaternierung der Kondensationsprodukte mit C6-C22-Alkylhalogeniden oder C8-C22-Epoxiden.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man für die Quaternierung der Kondensationsprodukte als Verbindungen der Gruppe (c)
Benzylchlorid und/oder Styroloxid einsetzt.
4. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensationsprodukte eine Molmasse von 500 bis 100 000 haben.
5. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensationsprodukte eine Molmasse von 1 000 bis 50 000 haben.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Quaternierungsgrad der Aminogruppen der Kondensationsprodukte mindestens 25%
beträgt.
7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Quaternierungsgrad der Aminogruppen der Kondensationsprodukte mindestens 50%
beträgt.
8. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Quaternierungsgrad der Aminogruppen der Kondensationsprodukte 70 bis 100% beträgt.
9. Wäschenachbehandlungsmittel,
dadurch gekennzeichnet, daß es
(i) 1 bis 50 Gew.-% eines Weichspülers für Wäsche,
(ii) 1 bis 50 Gew.-% eines nichtionischen Tensids und
(iii) 0,1 bis 2,5 Gew.-% eines polykationischen Kondensationsprodukts enthält, das
erhältlich ist durch Kondensation von
(a) Piperazin, 1-Alkylpiperazinen mit 1 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, 1,4-Dialkylpiperazinen
mit 1 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, 1,4-Bis-(3-aminopropyl)-piperazin, 1-(2-Aminoethyl)piperazin,
1-(2-Hydroxyalkyl)piperazinen mit 2 bis 25 C-Atomen in der Alkylgruppe, Imidazol,
C1- bis C25-C-Alkylimidazolen oder Gemischen der genannten Verbindungen mit
(b) Alkylendihalogeniden, Epihalogenhydrinen und/oder Bisepoxiden
im Molverhältnis 1 : 0,8 bis 1 : 1,1 und gegebenenfalls Quaternierung der Kondensationsprodukte
mit C
4- bis C
25 -Alkylierungsmitteln oder durch Erhitzen von Triethanolamin oder Triisopropanolamin
in Gegenwart saurer Katalysatoren und Quaternierung der Kondensationsprodukte mit
C
4- bis C
25-Alky-lierungsmitteln.
1. The use of polycationic condensates obtainable by condensing
(a) piperazine, 1-alkylpiperazines having 1 to 25 carbon atoms in the alkyl group,
1,4-dialkylpiperazines having 1 to 25 carbon atoms in the alkyl group, 1,4-bis(3-aminopropyl)piperazine,
1-(2-aminoethyl)piperazine, 1-(2-hydroxyalkyl)piperazines having 2 to 25 carbon atoms
in the alkyl group, imidazole, C1-C25-C-alkylimidazoles or mixtures of said compounds with
(b) alkylene dihalides, epihalohydrins and/or bisepoxides
in the molar ratio from 1 : 0.8 to 1 : 1.1 and, where appropriate, quaternization
of the condensates with C
4-C
25-alkylating agents
or by heating triethanolamine or triisopropanolamine in the presence of acidic catalysts
and quaternizing the condensates with C
4-C
25-alkylating agents as color transfer inhibiting and color release reducing additive
to detergents and fabric conditioners.
2. The use as claimed in claim 1, wherein the condensates employed are obtainable by
condensing
(a) piperazine, 1-(2-hydroxyethyl)piperazine, 1-(2-aminoethyl)piperazine, imidazole,
C1-C3-C-alkylimidazoles or mixtures of said compounds with
(b) 1,2-dichloroethane, 1,2-dichloropropane, 1,3-dichloropropane, 1,4-dichlorobutane,
epichlorohydrin, bisepoxybutane or mixtures of said compounds
and, where appropriate,
(c) Quaternizing the condensates with C6-C22-alkyl halides or C8-C22-epoxides
or by heating triethanolamine or triisopropanolamine with acidic catalysts and quaternizing
the condensates with C
6-C
22-alkyl halides or C
8-C
22-epoxides.
3. The use as claimed in claim 1 or 2, wherein the compounds of group (c) employed for
quaternizing the condensates are benzyl chloride and/or styrene oxide.
4. The use as claimed in claim 1 or 2, wherein the condensates have a molecular weight
of from 500 to 100 000.
5. The use as claimed in claim 1 or 2, wherein the condensates have a molecular weight
of from 1000 to 500 000.
6. The use as claimed in any of claims 1 to 5, wherein the degree of quaternization of
the amino groups in the condensates is at least 25%.
7. The use as claimed in any of claims 1 to 6, wherein the degree of quaternization of
the amino groups in the condensates is at least 50%.
8. The use as claimed in any of claims 1 to 7, wherein the degree of quaternization of
the amino groups in the condensates is from 70 to 100%.
9. A fabric conditioner which comprises
(i) 1-50% by weight of a fabric softener,
(ii) 1-50% by weight of a nonionic surfactant and
(iii) 0.1-2.5% by weight of a polycationic condensate which is obtainable by condensing
(a) piperazine, 1-alkylpiperazines having 1 to 25 carbon atoms in the alkyl group,
1,4-dialkylpiperazines having 1 to 25 carbon atoms in the alkyl group, 1,4-bis(3-aminopropyl)piperazine,
1-(2-aminoethyl)piperazine, 1-(2-hydroxyalkyl)piperazines having 2 to 25 carbon atoms
in the alkyl group, imidazole, C1-C25-C-alkylimidazoles or mixtures of said compounds with
(b) alkylene dihalides, epihalohydrins and/or bisepoxides
in the molar ratio from 1 : 0.8 to 1 : 1.1 and, where appropriate, quaternization
of the condensates with C
4-C
25-alkylating agents or by heating triethanolamine or triisopropanolamine in the presence
of acidic catalysts and quaternizing the condensates with C
4-C
25-alkylating agents.
1. Mise en oeuvre de produits de condensation polycationiques que l'on peut obtenir au
moyen d'une condensation de
(a) la pipérazine, les 1-alkylpipérazines présentant 1 à 25 atomes de C dans le groupe
alkyle, les 1,4-dialkylpipérazines présentant 1 à 25 atomes de C dans le groupe alkyle,
la 1,4-bis-(3-aminopropyl)-pipérazine, la 1-(2-aminoéthyl)pipérazine, les 1-(2-hydroxyalkyl)pipérazines
présentant 2 à 25 atomes de C dans le groupe alkyle, l'imidazole, les imidazoles d'alkyle
en C1 à C25 ou les mélanges des composés cités, avec
(b) les dihalogénures d'alcène, les épihalogénohydrines et/ou les bis-époxydes
dans un rapport molaire compris entre 1:0,8 et 1:1,1 et éventuellement une quaternisation
des produits de condensation avec des agents d'alkylation en C
4 à C
25,
ou au moyen d'un chauffage de la triéthanolamine ou de la triisopropanolamine en présence
de catalyseurs acides, et une quaternisation des produits de condensation à l'aide
des agents d'alkylation en C
4 à C
25,
en tant qu'adjuvants inhibiteurs de transfert de couleurs et réducteurs de décoloration
pour les lessives et produits de postlavage.
2. Mise en oeuvre selon la revendication 1,
caractérisée en ce que l'on emploie les produits de condensation que l'on peut obtenir au moyen d'une condensation
de
(a) la pipérazine, la 1-(2-hydroxyéthyl)pipérazine, la 1-(2-aminoéthyl)pipérazine,
l'imidazole, les (C-alkyle en C1 à C3)imidazoles ou les mélanges des composés cités avec
(b) le 1,2-dichloroéthane, le 1,2-dichloropropane, le 1,3-dichloropropane, le 1,4-dichlorobutane,
l'épichlorhydrine, le bis-époxybutane ou les mélanges des composés cités,
et éventuellement
(c) une quaternisation des produits de condensation avec les halogénures d'alkyle
en C6 à C22 ou les époxydes en C8 à C22, ou au moyen d'un chauffage de la triéthanolamine ou de la triisopropanolamine avec
les catalyseurs acides et une quaternisation des produits de condensation avec les
halogénures d'alkyle en C6 à C22 ou les époxydes en C8 à C22.
3. Mise en oeuvre selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'on emploie pour procéder à la quaternisation des produits de condensation, en tant
que composés du groupe (c), le chlorure de benzyle et/ou l'oxyde de styrène.
4. Mise en oeuvre selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les produits de condensation présentent une masse molaire comprise entre 500 et 100
000.
5. Mise en oeuvre selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les produits de condensation présentent une masse molaire comprise entre 1 000 et
50 000.
6. Mise en oeuvre selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le degré de quaternisation des groupes amino des produits de condensation est d'au
moins 25%.
7. Mise en oeuvre selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le degré de quaternisation des groupes amino des produits de condensation est d'au
moins 50%.
8. Mise en oeuvre selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le degré de quaternisation des groupes amino des produits de condensation est compris
entre 70% et 100%.
9. Produit de postlavage,
caractérisé en ce qu'il contient
(i) un produit assouplissant pour textiles, à raison de 1% à 50% en poids,
(ii) un agent tensio-actif non ionique, à raison de 1% à 50% en poids, et
(iii) un produit de condensation polycationique, à raison de 0,1% à 2,5% en poids,
que l'on peut obtenir au moyen d'une condensation de
(a) la pipérazine, les 1-alkylpipérazines présentant 1 à 25 atomes de C dans le groupe
alkyle, les 1,4-dialkylpipérazines présentant 1 à 25 atomes de C dans le groupe alkyle,
la 1,4-bis-(3-aminopropyl)-pipérazine, la 1-(2-aminoéthyl)pipérazine, les 1-(2-hydroxyalkyl)pipérazines
présentant 2 à 25 atomes de C dans le groupe alkyle, l'imidazole, les (C-alkyle en
C1 à C25)imidazoles ou les mélanges des composés cités, avec
(b) les dihalogénures d'alcène, les épihalogénohydrines et/ou les bis-epoxydes
dans un rapport molaire compris entre 1:0,8 et 1:1,1 et éventuellement une quaternisation
des produits de condensation avec des agents d'alkylation en C
4 à C
25, ou au moyen d'un chauffage de la triéthanolamine ou de la triisopropanolamine en
présence de catalyseurs acides, et une quaternisation des produits de condensation
à l'aide des agents d'alkylation en C
4 à C
25.