[0001] Die Erfindung betrifft eine zweibandagige Bodenverdichtungsvorrichtung mit Doppellenkung,
insbesondere eine Straßenwalze mit Doppelschemellenkung, und ein Verfahren zur Steuerung
des Lenkantriebs der Bodenverdichtungsvorrichtung, wobei der Lenkantrieb beider getrennt
ansteuerbaren Walzenbandagen von einer Steuerungsvorrichtung in Abhängigkeit der vom
Walzenführer ausgewählten Lenkvorgaben und/oder eines vom Walzenführer vorwählbaren
Steuerungsprogramms gesteuert wird, und wobei bei Vorwahl eines Steuerungsprogramms

Hundegang" beide Lenkantriebe derart angesteuert werden, daß die beiden Bandagen mit
gegenseitigem, vom Walzenführer einstellbarem Spurversatz hintereinander herfahren.
[0002] Dieser gegenseitige Spurversatz ermöglicht es, einen Arbeitsbereich mit einem Arbeitsgang
zu verdichten, der breiter als die Straßenwalze selbst bzw. als die Walzenbandagen
ist und im Extremfall fast das Doppelte der Straßenwalzenbreite beträgt. Nachteilig
an dem Fahren im Hundegang ist jedoch, daß sich der verfügbare Lenkwinkel um den Spurversatzwinkel
reduziert, also um den Winkel, um den das Fahrgestell gegenüber der jeweiligen Bandage
im Vergleich zur Ausrichtung ohne Spurversatz verschwenkt wird. Der reduzierte Lenkwinkel
führt dazu, daß zum einen die Wendigkeit und Manövrierfähigkeit der Maschine entsprechend
dem reduzierten Lenkwinkel stark eingeschränkt wird, und daß zum anderen im Extremfall
sogar die Lenkfähigkeit ganz aufgehoben wird, nämlich dann, wenn die Straßenwalze
im maximalen Hundegang mit dem größtmöglichen Spurversatz arbeitet, wodurch beide
Bandagen am Lenkanschlag anliegen. Der Walzenführer muß in diesem Fall erst den Spurversatz
des Hundeganges reduzieren, bevor er die Straßenwalze aus der Geradeausfahrt in eine
Kurvenfahrt überführen kann.
[0003] Es liegt auf der Hand, daß hierdurch das Arbeiten im Steuerungsprogramm

Hundegang" erheblich erschwert wird, und daß der Walzenführer durch die Aufgabe, den
Spurversatz manuell zu reduzieren und gleichzeitig die Lenkbewegung durchzuführen,
in seiner Konzentration beeinträchtigt wird. Dies führt in der Regel dazu, daß der
Walzenführer zuerst den Spurversatz verkleinern wird und erst danach die Kurvenfahrt
durchführt, worunter die Produktivität seiner Arbeit überall dort beeinträchtigt wird,
wo er zur Vorbereitung von Kurvenfahrten mit reduziertem Spurversatz fährt.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, das Arbeiten
einer Bodenverdichtungsvorrichtung der eingangs genannten Art im Steuerungsprogramm

Hundegang" weiter zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Steuerungsvorrichtung
bei einer im Steuerungsprogramm

Hundegang" mit voreingestelltem Spurversatz aufgrund einer ausgewählten Lenkvorgabe
durchgeführten Kurvenfahrt den Lenkantrieb beider Bandagen bei Erreichen eines Lenkanschlages
derart steuert, daß nur die nicht am Lenkanschlag anliegende, freie Bandage zumindest
so lange angesteuert wird, bis sich in Folge der der Lenkvorgabe entsprechenden durch
die freie Bandage durchgeführte Kurvenfahrt der Straßenwalze die blockierte Bandage
vom Lenkanschlag wegbewegt hat. Der Vorteil dieses Steuerungsverfahrens liegt nun
darin, daß die Straßenwalze bei Erreichen des Lenkanschlags und somit selbst bei maximalem
Spurversatz weiterhin lenkbar bleibt, indem nur die sich vom Lenkanschlag wegbewegende
Bandage von der Steuerungsvorrichtung angesteuert wird und die gewünschte Kurvenfahrt
durchführt. Hierbei kann sich der Walzenführer völlig auf diese Kurvenfahrt konzentrieren
und muß nicht gleichzeitig versuchen, den Spurversatz zuvor zu reduzieren bzw. währenddessen
anzupassen.
[0006] Zweckmäßigerweise steuert die Steuerungsvorrichtung entsprechend der Lenkvorgabe
beide Bandagen hierauf so lange an, bis sich wieder eine der beiden Bandagen am Lenkanschlag
befindet, sorgt also dafür, daß die freie Beweglichkeit beider Bandagen solange ausgenutzt
wird, bis sich im Zuge der weiteren Kurvenfahrt und aufgrund des hierbei jeweils vorliegenden
Spurversatzes wieder eine Bandage an den Lenkanschlag anlegt.
[0007] Anschließend steuert die Steuerungsvorrichtung zweckmäßigerweise nur die freie Bandage
an, die sich nicht im Anschlag befindet, und dies wiederum zumindest so lange, bis
die Anlage am Lenkanschlag aufgehoben ist.
[0008] Hierdurch sorgt die Steuerungsvorrichtung für eine Kurvenfahrt mit dem jeweils maximal
möglichen Spurversatz, wobei der Spurversatz - sofern es für das Lenkmanöver erforderlich
ist - solange reduziert wird, bis entweder die Kurvenfahrt beendet ist oder bis die
Kurvenfahrt in der gewünschten Art und Weise durch Ansteuern beider Bandagen durchgeführt
werden kann.
[0009] Damit nicht nur das Arbeiten mit der Straßenwalze im Hinblick auf die Manövrierfähigkeit
verbessert wird, sondern darüber hinaus auch noch das Arbeitsverhalten optimiert wird,
ist es besonders vorteilhaft, wenn die Steuerungsvorrichtung zur Aufrechterhaltung
des eingestellten Spurversatzes dem Ansteuern des Lenkantriebs der beiden Bandagen
ein zusätzliches Ansteuersignal derart überlagert, daß zumindest nach entsprechend
der Lenkvorgabe durchgeführter Kurverfahrt und beim Übergang in Geradeausfahrt der
voreingestellte Spurversatz automatisch wieder hergestellt wird. Hierbei wird also
die Reduzierung des Spurversatzes während der Kurvenfahrt selbsttätig von der Steuerungsvorrichtung
wieder rückgängig gemacht, so daß der Walzenführer sich voll auf das Lenken der Straßenwalze
konzentrieren kann, während der Spurversatz allein durch die Steuerungsvorrichtung
verändert wird.
[0010] Zweckmäßigerweise erfolgt das überlagerte Ansteuern zur Wiederherstellung des voreingestellten
Spurversatzes bereits während der Kurvenfahrt, so daß jeweils dann, wenn keine der
Walzenbandagen am Lenkanschlag anliegt, die Steuerungsvorrichtung die beiden Lenkantriebe
im Sinne einer Vergrößerung des Spurversatzes ansteuert.
[0011] Neben dem Verfahren zur Steuerung des Lenkantriebes einer Bodenverdichtungsvorrichtung
erstreckt sich die vorliegende Erfindung auch auf die Bodenverdichtungsvorrichtung
selbst, insbesondere auf eine Straßenwalze mit Doppelschemellenkung, die zwei getrennt
durch eine Steuerungsvorrichtung in Abhängigkeit der vom Walzenführer ausgewählten
Lenkvorgaben und/oder eines vom Walzenführer vorwählbaren Steuerungsprogramms über
jeweils einen Lenkantrieb ansteuerbare Walzenbandagen aufweist, wobei der Lenkantrieb
jeder Bandage durch die Steuerungsvorrichtung derart ansteuerbar ist, daß bei Vorwahl
eines Steuerungsprogramms

Hundegang" beide Bandagen mit gegenseitigem, vom Walzenführer einstellbarem Spurversatz
hintereinander herfahren.
[0012] Die erwähnten erfindungsgemäßen Vorteile lassen sich bei der Bodenverdichtungsvorrichtung
dadurch erreichen, daß der Lenkantrieb der Bandagen durch die Steuerungsvorrichtung
im Steuerungsprogramm

Hundegang" mit voreingestelltem Spurversatz bei Erreichen des Lenkanschlages einer
oder beider Bandagen derart ansteuerbar ist, daß die Auswahl einer Lenkvorgabe zu
einem Ansteuern nur des Lenkantriebes führt, der der nicht am Lenkanschlag anliegenden,
freien Bandage zugeordnet ist.
[0013] Gegenüber den bereits bezüglich des Steuerungsverfahrens aufgeführten Merkmalen zeichnet
sich die Bodenverdichtungsvorrichtung in vorteilhafter Weise noch dadurch aus, daß
die Steuerungsvorrichtung an jeweils den Walzenbandagen zugeordnete, insbesondere
zur Anzeige des Erreichens des Lenkanschlags dienende Winkelerfassungsvorrichtungen
angeschlossen ist, und daß die Steuerungsvorrichtung derart steuerbar ist, daß sie
zumindest solange nur den Lenkantrieb der nicht am Lenkanschlag anliegenden, freien
Bandage ansteuert, wie die Winkelerfassungsvorrichtung der anderen, sich am Lenkanschlag
befindenden, blockierten Bandage ein Anliegen am Lenkanschlag anzeigt. Weitere Merkmale
und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung; hierbei zeigen
- Figur 1
- eine Straßenwalze in perspektivischer Seitenansicht;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung der Arbeitsweise einer erfindungsgemäßen Straßenwalze;
und
- Figur 3
- ein schematisches Schaltbild einer erfindungsgemäßen Straßenwalze.
[0014] In Figur 1 ist eine Straßenwalze 1 in perspektivischer Seitenansicht dargestellt,
die eine Doppelschemellenkung aufweist und hierbei zwei einzeln lenkbare Walzenbandagen
2, 3 umfaßt. Die Walzenbandagen sind über ein Fahrgestell 4 miteinander verbunden,
auf dem eine Fahrerkabine 5 für den Walzenführer angeordnet ist.
[0015] Die Arbeitsweise dieser Straßenwalze 1 ist in Figur 2 schematisch dargestellt, wobei
die Straßenwalze 1 mit ihrer vorderen Bandage 2 und ihrer hinteren Bandage 3 sechs
Stationen I bis VI durchläuft und hierbei ein Lenkmanöver trotz maximalen Hundegangs
durchführt, indem es von der in Fahrtrichtung linken Kante des Arbeitsbereichs zur
in Fahrtrichtung rechten Kante überwechselt.
[0016] Der Spurversatz, den die beiden Bandagen gegeneinander aufweisen, ist in Abschnitt
I mit c angedeutet und errechnet sich aus den Senkrechten 12, 13 zu den Achsen der
Bandagen 2, 3 im Mittelpunkt der zugehörigen Lenkachse. Addiert man zu diesem Spurversatz
c eine Bandagenbreite b, so erhält man die Gesamtbreite d des von der Straßenwalze
abgedeckten Arbeitsbereiches.
[0017] In Abschnitt I aus Figur 2 sind auch die beiden Spurversatzwinkel α1 der Bandage
2 und β1 der Bandage 3 angedeutet, die von den angesprochenen Senkrechten 12, 13 zu
den Bandagenachsen einerseits und der Längsachse 14 des Fahrgestells 4 andererseits
umschlossen werden.
[0018] In den Abschnitten II bis VI sind die Spurversatzwinkel so dargestellt, daß sie zusammen
mit dem jeweiligen Lenkwinkel einen Gesamtwinkel zwischen den Bandagensenkrechten
12, 13 und der Längsachse 14 bilden. In Abschnitt II entspricht der Gesamtwinkel α2
dem Spurversatzwinkel α1, da sich die vordere Bandage 2 im Lenkanschlag befindet und
nicht die vom Walzenführer entsprechend der Lenkvorgabe ausgewählte Rechtslenkung
durchführen kann. Die hintere Bandage 3 weist einen Gesamtwinkel -β2 auf, da die hintere
Bandage 3 zur Erzielung eines Rechtslenkens nach links von ihrem Anschlag weg verschwenkt
worden ist, wodurch natürlich auch der gegenseitige Spurversatz stark reduziert wurde.
[0019] Es sei in diesem Zusammenhang erwähnt, daß bei Doppelschemellenkungen das Lenken
in eine bestimmte Richtung dazu führt, daß nur die vordere Bandage in diese Richtung
verschwenkt wird, während die hintere Bandage in entgegengesetzter Richtung verschwenkt
wird, wodurch sich der Kurvenradius erheblich reduzieren läßt.
[0020] In den Abschnitten III und IV entsprechen die Gesamtwinkel α3 und α4 jeweils noch
dem Spurversatzwinkel α1, die Kurvenfahrt wird immer noch durch die Walzenbandage
3 durchgeführt, indem die Gesamtwinkel β3 und β4 entsprechend variiert werden.
[0021] Erst in Abschnitt V wird der Gesamtwinkel α5 der vorderen Bandage 2 kleiner, wobei
sich die vordere Bandage 2 von ihrem Lenkanschlag entfernt hat und sich nun die hintere
Walzenbandage 3 an ihrem Lenkanschlag befindet mit einem Gesamtwinkel β5, der dem
Stufenversatzwinkel β1 entspricht.
[0022] Die weitere Kurvenfahrt wird folglich durch die vordere Bandage 2 durchgeführt, wobei
dann in Abschnitt VI der maximale Spurversatz c wiederhergestellt ist und der Gesamtwinkel
α6 dem Spurversatzwinkel α1 und der Gesamtwinkel β6 dem Spurversatzwinkel β1 entspricht.
[0023] Folglich steuert die Steuerungsvorrichtung in den Abschnitten I bis IV lediglich
den Lenkantrieb der freien Walzenbandage 3 an, während im Übergang vom Abschnitt V
zum Abschnitt VI nur der Lenkantrieb der - in den Abschnitten I bis IV noch blockierten
und nun - freien Walzenbandage 2 angesteuert wird.
[0024] Das in Figur 2 dargestellte Beispiel zeigt die Kurvenfahrt bei maximalem Spurversatz,
bei dem sich beide Bandagen an ihrem Lenkanschlag befinden. In ähnlicher Weise erfolgt
das Ansteuern der Lenkantriebe natürlich auch dann, wenn in Geradeausfahrt noch kein
maximaler Spurversatz vorliegt und beide Bandagen einen gewissen verbleibenden Lenkwinkel
aufweisen und erst im Zuge der Kurvenfahrt eine der beiden Bandagen an den Lenkanschlag
bewegt wird.
[0025] In Figur 3 ist angedeutet, wie die Straßenwalze die jeweilige Bandagenposition beim
Ansteuern der zugehörigen Lenkantriebe berücksichtigen kann. Hierzu ist eine Steuerungsvorrichtung
21 an Lenkwinkelsensoren 22, 23 angeschlossen, die als Erfassungsvorrichtung für jeweils
eine Walzenbandage 2, 3 dienen und hierbei den jeweiligen Gesamtwinkel erfassen und
an die Steuerungsvorrichtung 21 übermitteln. Die Steuerungsvorrichtung steuert hierauf
entsprechend den vom Walzenführer an seinem Lenkrad oder Lenkjoystick 27 ausgewählten
Lenkvorgaben und unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Winkelsensoren 22, 23 Lenkantriebe
24, 25, die den Lenkeinschlag jeweils einer Bandage steuern.
[0026] Die Winkelsensoren 22, 23 berücksichtigen hierbei jeweils den tatsächlichen Lenkeinschlag,
also den Gesamtwinkel zwischen den angesprochenen Senkrechten 12, 13 und der Walzenlängsachse
14, unabhängig davon, ob die Straßenwalze nun im Hundegang fährt oder nicht. Der Steuerungsmodus

Hundegang" und die Größe des Spurversatzes ist durch eine separate Eingabevorrichtung
26 vom Walzenführer einstellbar und wird entsprechend von der Steuerungsvorrichtung
21 berücksichtigt.
[0027] Figur 3 zeigt schließlich noch die weiteren Komponenten der Gesamtsteuerung der Straßenwalze,
nämlich einen Notausschalter 32, ein Magnetventil 34 für die Bremse, ein Magnetventil
35 zum Ausschalten des Motors, ein Magnetventil 36 zur Steuerung der Vorwärtsfahrten,
ein Magentventil 37 zur Steuerung der Rückwärtsfahrten und ein Magentventil 38 für
die Fahrpumpe. Schließlich ist noch eine Eingabevorrichtung 39 zur Auswahl von Antriebsgang
oder -geschwin-digkeit vorgesehen.
[0028] Zusammenfassend bietet die vorliegende Erfindung den Vorteil, daß der voreingestellte
Spurversatz beim Steuerungsprogramm

Hunde-gang" selbsttätig in nur solchem Maße reduziert wird, wie es zur Durchführung
der den Lenkvorgaben entsprechenden Kurvenfahrt erforderlich ist. Hierdurch läßt sich
das Arbeiten des Walzenführers stark vereinfachen und das Arbeitsergebnis entsprechend
verbessern.
1. Verfahren zur Steuerung des Lenkantriebes einer zweibandagigen Bodenverdichtungsvorrichtung
mit Doppellenkung, insbesondere einer Straßenwalze mit Doppelschemellenkung, wobei
der Lenkantrieb beider getrennt ansteuerbaren Walzenbandagen von einer Steuerungsvorrichtung
in Abhängigkeit der vom Walzenführer ausgewählten Lenkvorgaben und/oder eines vom
Walzenführer vorwählbaren Steuerungsprogramms gesteuert wird, und wobei bei Vorwahl
eines Steuerungsprogramms

Hundegang" beide Lenkantriebe derart angesteuert werden, daß die beiden Bandagen einen
gegenseitigen, vom Walzenführer einstellbaren Spurversatz aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerungsvorrichtung bei einer im Steuerungsprogramm

Hundegang" mit voreingestelltem Spurversatz aufgrund einer ausgewählten Lenkvorgabe
durchgeführten Kurvenfahrt den Lenkantrieb beider Bandagen bei Erreichen des Lenkanschlages
derart steuert, daß nur die nicht am Lenkanschlag anliegende, freie Bandage zumindest
so lange angesteuert wird, bis sich in Folge der der Lenkvorgabe entsprechenden durch
die freie Bandage durchgeführte Kurvenfahrt der Straßenwalze die blockierte Bandage
vom Lenkanschlag wegbewegt hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerungsvorrichtung entsprechend der Lenkvorgabe beide Bandagen hierauf
so lange ansteuert, bis sich wieder eine der beiden Bandagen am Lenkanschlag befindet.
3. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß hierauf die Steuerungsvorrichtung nur die freie Bandage ansteuert, die sich nicht
am Lenkanschlag befindet.
4. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerungsvorrichtung zur Aufrechterhaltung des maximalen Spurversatzes dem
Ansteuern des Lenkantriebs der beiden Bandagen ein zusätzliches Ansteuern derart überlagert,
daß zumindest nach entsprechend der Lenkvorgabe durchgeführter Kurvenfahrt und beim
Übergang in Geradeausfahrt der voreingestellte Spurversatz automatisch wiederhergestellt
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das überlagerte Ansteuern zur Wiederherstellung des voreingestelten Spurversatzes
bereits während der Kurvenfahrt erfolgt.
6. Zweibandagige Bodenverdichtungsvorrichtung mit Doppellenkung, insbesondere Straßenwalze
mit Doppelschemellenkung, wobei die Bodenverdichtungsvorrichtung zwei getrennt durch
eine Steuerungsvorrichtung in Abhängigkeit der vom Walzenführer ausgewählten Lenkvorgaben
und/oder eines vom Walzenführer vorwählbaren Steuerungsprogramms über jeweils einen
Lenkantrieb ansteuerbare Walzenbandagen aufweist, wobei der Lenkantrieb jeder Bandage
durch die Steuerungsvorrichtung derart ansteuerbar ist, daß bei Vorwahl eines Steuerungsprogramms

Hundegang" beide Bandagen einen gegenseitigen, vom Walzenführer einstellbaren Spurversatz
aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lenkantrieb (24, 25) der Bandagen (2, 3) durch die Steuerungsvorrichtung (21)
im Steuerungsprogramm

Hundegang" mit voreingestelltem Spurversatz (c) bei Erreichen des Lenkanschlags einer
oder beider Bandagen derart ansteuerbar ist, daß die Auswahl einer Lenkvorgabe zu
einem Ansteuern nur des Lenkantriebs führt, der der nicht am Lenkanschlag anliegenden,
freien Bandage zugeordnet ist.
7. Bodenverdichtungsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerungsvorrichtung (21) an jeweils den Walzenbandagen (2, 3) zugeordnete,
insbesondere zur Anzeige des Erreichens des Lenkanschlags dienende Winkelerfassungsvorrichtungen
(22, 23) angeschlossen ist, und daß die Steuerungsvorrichtung (21) derart steuerbar
ist, daß sie zumindest so lange nur den Lenkantrieb (24, 25) der nicht am Lenkanschlag
anliegenden freien Bandage (2, 3) ansteuert, wie die Winkelerfassungsvorrichtung (22,
23) der anderen, sich am Lenkanschlag befindenden, blockierten Bandage (3, 2) ein
Anliegen am Lenkanschlag anzeigt.