[0001] Die Erfindung betrifft Sitz-/Liegemöbel insbesondere Lattenroste, mit verstellbaren
Elementen, wie z.B. ein Bett mit verstellbarem Kopf- und Fußteil, wobei Motoren zur
Verstellung vorgesehen sind.
[0002] Sitz/Liegemöbelstücke mit verstellbaren Elementen, insbesondere Lattenroste, werden
zur alten- und/oder behindertengerechten Einrichtung von Wohnungen immer öfter mit
Verstellmotoren ausgerüstet, um eine einfache, vor allen Dingen kraftsparende Verstellmöglichkeit
zu schaffen. Dabei werden in der Regel Stellmotoren eingesetzt, die jedoch den Nachteil
haben, daß sie relativ platzaufwendig sind und gerade bei leichteren, filigran wirkenden
Möbelstücken oder beispielsweise Betten, die nicht mit breiten Seitenteilen abgedeckt
sind, optisch unschön wirken.
[0003] Eine Antriebstechnologie für Lattenroste zeigen beispielsweise die deutschen Offenlegungsschriften
DE 195 42 319 A1, DE 195 42 320 A1 und DE 195 42 321 A1, wobei auch dort die Antriebe
als externe Elektromotoren ausgebildet sind, die auf eine Achse am Lattenrost einwirken.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es dem gegenüber eine Lösung bereitzustellen, mit der Sitz-/Liegemöbel,
insbesondere Lattenroste, motorisch verstellt werden können, ohne daß die Motoren
ins Auge fallen.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß am Rahmen des Lattenrostes
in Schwenkwellen integrierte Achsmotoren vorgesehen sind.
[0006] Derartige, erfindungsgemäß in Schwenkwellen integrierte Achsmotoren treten nach außen
hin überhaupt nicht optisch in Erscheinung, da sie in ohnehin benötigten Schwenkwellen
des Lattenrostes integriert sind, die am Rahmen des Lattenrostes befestigt sind. Die
Lösung ist gleichzeitig leichtgängig, geräuscharm und weitgehend wartungsfrei.
[0007] Vorteilhaft sind zwei Schwenkwellen mit Achsmotoren und mit zugeordneten Schwenkhebeln,
die am Kopf- bzw. Fußteil angreifen, vorgesehen. Hiermit läßt sich insbesondere ein
Bett mehrfach verstellen, indem das Kopf- und/oder- Fußteil unabhängig voneinander
verstellt werden kann, und zwar jeweils dergestalt, daß das Kopf- und das Fußteil
jeweils noch einmal in sich geteilt sein kann.
[0008] In vorteilhafter Ausgestaltung ist auch vorgesehen, daß der Achsmotor über ein Achsblech
rotationsfest am Außenrahmen des Lattenrostes fixiert ist, wobei die Schwenkwelle
über Gleitlager um den Motor drehbar angeordnet ist. Dies ergibt eine besonders stabile
Anordnung der Gesamtvorrichtung. So kann beispielsweise das Achsblech mit einem Vierkanthaltebolzen
ausgerüstet sein, in den der Motorflansch mit einem entsprechend ausgebildeten Vierkantloch
eingreift. Wird die Motorenachse mit den darauf befindlichen Wicklungen in Bewegung
gesetzt, wird das Motorengehäuse verdrehsicher und rotationsfest am Außenrahmen des
Lattenrostes gehalten.
[0009] Die Erfindung sieht darüber hinaus auch vor, daß die Motorachse über ein selbsthemmendes
Getriebe einen die Schwenkwelle beaufschlagenden Mitnehmer treibt. Das hat den Vorteil,
daß die verstellbaren Elemente des Lattenrostes stets in ihrer jeweiligen Lage sicher
fixiert werden, da das selbsthemmende Getriebe ein Zurückgleiten der verstellbaren
Elemente in ihre Ausgangsposition verhindert. Nur wenn der Verstellmotor unter Spannung
gesetzt wird, wird das selbsthemmende Getriebe entsperrt, die verstellbaren Elemente
lassen sich sodann in eine andere Stellung bringen. Sobald die Stromversorgung unterbrochen
oder abgeschaltet wird, wird das Getriebe von selbst gehemmt und der Lattenrost in
der gewünschten Stellung fixiert.
[0010] Hierzu sieht die Erfindung in weiterer vorteilhafter Ausgestaltung auch vor, daß
die Schwenkwelle als Vierkantrohr und der Mitnehmner als Vierkantrad ausgebildet ist.
Dies ergibt einen besonders einfachen und kostengünstigen Aufbau der Verstellvorrichtung
und ein schlupffreies Ineinandergreifen des Mitnehmers und der Schwenkwelle.
[0011] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Diese zeigt in
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines verstellbaren Lattenrostes in der Ausgangslage,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines Lattenrostes gem. Fig. 1 in angehobener Stellung des Kopf-
und Fußbereiches,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch einen am Rahmen eines Lattenrostes in einer Schwenkwelle
integrierten Achsmotor mit einem selbsthemmenden Getriebe und einer Antriebswelle
mit Vierkantrad.
[0012] Ein allgemein mit 1 bezeichneter Lattenrost weist einen Außenrahmen 2, einen Innenrahmen
3, Federelemente 4 und darin befestigte Federleisten 5 auf. An dem Außenrahmen 2 ist
ein Achsblech 6 mit einem Vierkanthaltebolzen 7 befestigt. Das Achsblech 6 weist zusätzlich
zwei Gleitlager 8 auf. Auf diesen Gleitlagern 8 befindet sich ein Vierkantrohr 9 als
bewegliche Schwenkwelle. In dieser als Vierkantrohr 9 ausgebildeten Schwenkwelle ist
ein Achsmotor 10 integriert, der ein Motorgehäuse 11 und eine Motorenachse 12 mit
Wicklungen 13 umfaßt. Neben einem selbsthemmenden Getriebe 14 ist eine Antriebswelle
15 mit einem als Vierkantrad 16 ausgebildeten Mitnehmer 16 vorgesehen, das durch einen
Anschlag 17 gesichert ist. Auf der anderen Seite des Achsmotors 10 befindet sich ein
Motorflansch 18 mit einem Vierkantloch 19, in das der Vierkanthaltebolzen 7 auf dem
Achsblech 6 eingreift. Die Motorenachse 12 und die Antriebswelle 15 sind auf Kugellagern
20 drehbar gelagert. Der Antriebsmotor 10 ist über Anschlußkabel 21 mit einem Trafo
22 und einer damit verbundenen, nicht näher dargestellten Steuerung verbunden. Den
als Vierkantrohr 9 ausgebildeten Schwenkwellen sind Schwenkhebel 23 zugeordnet, die
am Kopfteil 24 bzw. am Fußteil 25 des Lattenrostes 1 angreifen.
[0013] Die Wirkungsweise der vorgeschlagenen Einordnung ist dabei die folgende:
[0014] Fig. 1 zeigt einen Lattenrost in der Ausgangslage. Werden die Achsmotoren 11 über
die Anschlußkabel 21 durch den Trafo 22 mit Spannung versorgt, erfolgt eine Rotation
der Motorenachse 12 und der Antriebswelle 15 mit dem daran verdrehsicher als Mitnehmer
angeordneten Vierkantrad 16. Dieses greift von innen in das Vierkantrohr 9, das als
Schwenkwelle wirkt und über die daran starr befestigten Schwenkhebel 23 an das Kopfteil
24 und/oder das Fußteil 25 angreifen. Dabei werden das Kopfteil 23 und/oder das Fußteil
24 soweit wie gewünscht angehoben. Sobald die gewünschte Position erreicht ist, wird
der Motor 11 abgestellt. Durch eine entsprechende Ausgestaltung der Steuerung ist
es sowohl möglich, das Kopfteil 24 und das Fußteil 25 synchron zueinander anzuheben
oder abzusenken als auch diese getrennt voneinander in ihrer Stellung zu verändern.
Selbstverständlich sind auch andere Ausgestaltungen der Schwenkhebel, der Einlegerahmen,
der Schwenkwellen und dgl. möglich. Wesentlich ist nur, daß der eigentliche Motor
raum- und platzsparend in die Schwenkwelle als Achsmotor integriert ist, um möglichst
wenig optisch störend in Erscheinung zu treten.
1. Sitz-Liegemöbel mit verstellbaren Elementen, insbesondere Lattenrost mit verstellbarem
Kopf- und Fußteil, wobei Motoren zur Verstellung vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Rahmen (2) des Lattenrostes (1) in Schwenkwellen (9) integrierte Achsmotoren
(10) vorgesehen sind.
2. Sitz-Liegemöbel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Schwenkwellen (9) mit Achsmotoren (10) und mit zugeordneten Schwenkhebeln
(23), die am Kopf- bzw. Fußteil (24,25) angreifen, vorgesehen sind.
3. Sitz-Liegemöbel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Achsmotor (10) über ein Achsblech (6) rotationsfest am Außenrahmen (2) des
Lattenrostes (1) fixiert ist, wobei die Schwenkwelle (9) über Gleitlager (8) um den
Achsmotor (10) drehbar angeordnet ist.
4. Sitz-Liegemöbel nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebswelle (15) über ein selbsthemmendes Getriebe (14) einen die Schwenkwelle
(9) beaufschlagenden Mitnehmer (16) treibt.
5. Sitz-Liegemöbel nach Anspruch nach 1 oder einem der folgenden
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkwelle (9) als Vierkantrohr (9) und der Mitnehmer (16) als Vierkantrad
(16) ausgebildet ist.