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(11) |
EP 0 936 029 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.03.2001 Patentblatt 2001/11 |
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Anmeldetag: 18.12.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B25B 27/00 |
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Gerät zum Setzen von Blindnietmuttern
Device for placing blind rivet nuts
Dispositif pour la pose de rivets/écrous aveugles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
12.12.1997 EP 97121896
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.08.1999 Patentblatt 1999/33 |
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Patentinhaber: Schruff, Herbert |
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65375 Oestrich-Winkel (DE) |
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Erfinder: |
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- Schruff, Herbert
65375 Oestrich-Winkel (DE)
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Vertreter: Quermann, Helmut, Dipl.-Ing. |
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Unter den Eichen 7 65195 Wiesbaden 65195 Wiesbaden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 454 890 DE-U- 9 408 203
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DE-A- 3 306 827 GB-A- 2 130 514
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Setzen von Blindnietmuttern, bei denen der Gewindedorn
bis zum Anschlag an das Mundstück in das Muttergewinde eingeschraubt wird und dann
axial verschoben wird, so daß das dünnwandige Material des freigeschnittenen Teils
nach außen ausweicht und einen Wulst bildet.
[0002] Bei solchen Geräten ist eine verhältnismäßig große Zugkraft erforderlich, die beispielsweise
durch zwei sich aufeinander zu bewegende Handhebel aufgebracht wird. Dabei werden
an die Bedienungsperson verhältnismäßig große Anforderungen gestellt.
[0003] Aus der DE 94 08 203 U ist ein Gerät zum Setzen von Blindnietmuttern gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1 bekannt, bei dem die in die Blindnietmutter einzuleitende Zugkraft
ausschließlich durch die in die Handhebel eingeleiteten Stellkräfte aufgebracht wird.
[0004] Aus der GB 2 130 514 A ist ein Gerät zum Setzen von Blindnieten, die mit beim Nietvorgang
abreißenden Nietnägeln versehen sind, bekannt. Dieses Gerät weist einen zweiseitig
beaufschlagbaren Kolben auf, die über eine Feder auf eine Mechanik zum Ziehen des
Blindnietnagels einwirkt. Die Feder wirkt so mit dem Kolben zusammen, daß Energie
während des Leerhubes des Kolbens gespeichert und während des Arbeitshubes des Kolbens
freigegeben wird und damit in dieser Phase dessen Bewegung unterstützt. Das- bekannte
Gerät unterscheidet sich von einem mechanisch wirkenden durch seine grundsätzlich
andere Wirkungsweise. Es ist baulich aufwendig gestaltet und nicht zum Setzen von
Blindnietmuttern geeignet.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät verfügbar zu machen, bei dem
geringe Kräfte beim Setzen von Blindnietmuttern erforderlich sind und somit die Handhabung
des Gerätes vereinfacht ist.
[0006] Gelöst wird die Aufgabe durch ein Gerät zum Setzen von Blindnietmuttern gemäß den
Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0007] Mit dem vorliegenden Gerät wird somit der erforderliche Gesamtkraftbedarf wesentlich
verringert, indem eine Speichereinrichtung nur sozusagen geladen wird, die dann das
Aufbringen der Zugkraft unterstützt. Dadurch ist bei von Hand betätigten Geräten die
Zugkraft wesentlich verringert und die Handhabung erleichtert. Die Geräte können kostengünstiger
gestaltet werden, da die insgesamt aufzubringende Zugkraft wesentlich verringert ist.
[0008] Die Speichereinrichtung kann beispielsweise als Druckfeder ausgebildet sein.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0010] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt ein Gerät mit zwei aufeinander zu bewegbaren Hebelarmen.
[0011] Das veranschaulichte mechanische Gerät besteht aus einem Querlager 1, in dem ein
Führungsrohr 2 fest verschraubt wird, welches zur Lagerung des Gehäuses 3 dient, so
daß dieses gegen das Querlager 1 axial verschiebbar ist.
[0012] Mit dem Querlager 1 axial fest verbunden, jedoch mit freiem radialem Spiel ist ein
Dorn 4, der durch das Führungsrohr 2 hindurch aus dem Gehäuse 3 herausragt und dort
mit dem Gewindedorn 10 verbunden wird. In das Gehäuse 3 wird das Mundstück 1 eingeschraubt
und über eine Rändelmutter 12 gekontert. Das Querlager 1 wird mit dem Gehäuse 3 verbunden,
indem die Hebelarme 8 im Querlager 1 mit einem Querstift 7 gelagert werden und die
Laschen 6 im Gehäuse 3 mit einem Querschnitt 5 sowie im Hebelarm 8 mit einem Querstift
9 gelagert werden.
[0013] Beim Nietvorgang bewegen sich das Querlager 1 und das Gehäuse 3 voneinander weg.
Die dazwischenliegende Feder 13 wurde beim Auseinanderbewegen der Hebelarme 8 in die
Position 1 zusammengedrückt und unterstützt nunmehr beim aufeinander zu bewegen der
Hebelarme 8 in die Position 2 die Wegbewegung des Gehäuses 3 von dem Querlager 1 und
damit die aufzubringende Zugkraft.
[0014] In der Zeichnung ist die Speichereinrichtung als Feder dargestellt, die als Schraubenfeder
ausgebildet ist. Es sind jedoch auch andere Kraftspeichereinrichtungen zur Unterstützung
der aufzubringenden Zugkraft denkbar, wie zum Beispiel ein bewegungsabhängiges Zuschalten
eines Druckmediums, das beim Zurückziehen des Gewindedorns entlastet wird. In jedem
Fall dient die Unterstützung der Zugkraft durch die Speichereinrichtung der ersten
Phase des Nietvorgangs, bei dem die größte Kraft erforderlich ist, um das Ausweichen
des Wandmaterials des freigeschnittenen Teils der Blindnietmutter einzuleiten. Ist
dieser Vorgang abgeschlossen, ist das zusätzliche Aufbringen einer Kraft durch die
Speichereinrichtung nicht mehr erforderlich, sondern gegen Ende des Nietvorgangs sogar
schädlich und hat deshalb zu unterbleiben. Die Speichereinrichtung hat deshalb eine
entsprechende Auslegung zu erfahren.
[0015] Mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen ist die Betätigung von Handgeräten wesentlich
erleichtert, und Geräte, die mit einer Kraftquelle zur Aufbringung der erforderlichen
Zugkraft ausgestattet sind, können weniger aufwendig und damit kostengünstiger hergestellt
werden.
1. Gerät zum Setzen von Blindnietmuttern, wobei das Gerät Handhebel zum Aufbringen einer
Zugkraft zum Setzen der Blindnietmuttern aufweist.und bei dem ein Gewindedorn (10)
bis zum Anschlag an ein Mundstück (11) in ein Muttergewinde eingeschraubt wird und
anschließend axial verschoben wird, so daß das dünnwandige Material des freigeschnittenen
Teiles der Blindnietmutter nach außen ausweicht und einen Wulst bildet, dadurch gekennzeichnet, daß eine zuvor gespeicherte Kraft beim Nietvorgang die aufgebrachte Zugkraft unterstützt,
wobei eine Feder (13) vorgesehen ist, die in einer ersten Phase eines Nietvorganges
die beim Nietvorgang aufgebrachte Zugkraft unterstützt und in einer anschließenden
zweiten Phase des Nietvorgangs die aufgebrachte Zugkraft verringert.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (13) als Druckfeder ausgebildet ist, die beim Öffnen des Werkzeuges
einen Teil der für den nächsten Arbeitsgang erforderlichen Kraft speichert.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder (13) als Schraubenfeder ausgebildet ist.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abnahme der Zugkraft eine mechanische Übersetzung vorgesehen ist.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abnahme der Zugkraft ein Druckminderer vorgesehen ist.
1. A device for placing blind rivet nuts, wherein the device comprises hand levers for
applying a tensile force for placing the blind rivet nuts, and wherein a threaded
mandrel (10) is screwed into a nut thread until it strikes a nose piece (11) and is
subsequently axially displaced so that the thin-walled material of the cut part of
the blind rivet nut yields outwards and forms a collar, characterised in that a previously stored force assists the force applied during the riveting operation,
wherein a spring (13) is provided which in a first phase of a riveting operation assists
the tensile force applied during the riveting operation and which, in a subsequent,
second phase of the riveting operation, reduces the tensile force applied.
2. A device according to claim 1, characterised in that the spring (13) is constructed as a pressure spring which when the tool is opened
stores part of the force which is necessary for the next operation.
3. A device according to claim 2, characterised in that the pressure spring (13) is constructed as a coil spring.
4. A device according to any one of claims 1 to 3, characterised in that a mechanical transmission is provided for reducing the tensile force.
5. A device according to any one of claims 1 to 4, characterised in that a pressure reducer is provided for reducing the tensile force.
1. Appareil pour placer des écrous de rivets aveugles, dans lequel l'appareil présente
un levier manuel pour exercer une force de traction dans le but de positionner les
écrous de rivets aveugles et dans lequel on visse dans un filet femelle un goujon
fileté (10) jusqu'à ce qu'il vienne buter contre une tête (11), puis on le soumet
à un déplacement axial, si bien que la matière à paroi mince de la partie dégagée
par découpage de l'écrou de rivet aveugle dévie vers l'extérieur et forme un bourrelet,
caractérisé en ce qu'une force accumulée au préalable lors du processus de rivetage
supporte la force de traction exercée, dans lequel un ressort (13) est prévu qui supporte
dans une première phase d'un processus de rivetage la force de traction exercée lors
du processus de rivetage et dans une seconde phase ultérieure du processus de rivetage,
réduit la force de traction exercée.
2. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ressort (13) est réalisé
sous la forme d'un ressort de pression qui, lors de l'ouverture de l'outil, accumule
une partie de la force requise pour l'étape opératoire ultérieure.
3. Appareil selon la revendication 2,caractérisé en ce que le ressort de pression (13)
est réalisé sous la forme d'un ressort hélicoïdal.
4. Appareil selon une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'on prévoit
une transmission mécanique pour la diminution de la force de traction.
5. Appareil selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on
prévoit un détendeur pour la diminution de la force de traction.
