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(11) |
EP 0 936 320 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.09.2004 Patentblatt 2004/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.02.1999 |
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| (54) |
Betonbauelement
Structural concrete member
Elément de structure en béton
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK FR IT LI LU NL |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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SI |
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Priorität: |
12.02.1998 DE 19805571
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.08.1999 Patentblatt 1999/33 |
| (73) |
Patentinhaber: Syspro-Gruppe Betonbauteile e.V. |
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63526 Erlensee (DE) |
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Erfinder: |
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- Kahmer, Herbert H. Dr.-Ing.
63526 Erlensee (DE)
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| (74) |
Vertreter: Jochem, Bernd, Dipl.-Wirtsch.-Ing. |
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Patentanwälte Beyer & Jochem,
Postfach 18 02 04 60083 Frankfurt am Main 60083 Frankfurt am Main (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 114 494 DE-A- 4 422 310 DE-U- 1 998 630 US-A- 4 104 842
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DE-A- 2 939 877 DE-A- 19 520 082 GB-A- 1 284 402
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Betonbauelement mit einer Betonschale und Elementen zur
Verbindung der Betonschale mit einem zu der Betonschale im Abstand angeordneten Plattenelement,
wobei die Verbindungselemente in die Betonschale eingegossene erste Bewehrungsstränge
umfassen und in die Betonschale weitere Bewehrungsstränge eingegossen sind.
[0002] Aus der DE-U-1 998 630 ist ein solches Betonbauelement bekannt, dass doppeischolig
mit einer weiteren Betonschale als Plattenelement ausgebildet ist und als Verbindungselemente
Gitterträger verwendet sind. Daneben ist in die Schalen ein Bewehrungsgitter aus sich
kreuzenden Bewehrungsshängen eingegossen.
[0003] Bei der Errichtung von Wänden oder Böden dienen diese Betonbauelemente zumeist als
verlorene Schalung, indem der Raum zwischen den Betonschalen durch Ortbeton ausgegossen
wird. In die Betonschalen solcher herkömmlichen Betonbauelemente sind gewöhnlich Bewehrungsgitter
eingegossen. Die Betonschalendicke beträgt ca. 5 cm bei einer Gesamtdicke der Doppelwand
von ca. 18 cm.
[0004] Durch die vorliegende Erfindung wird ein als verlorene Schalung verwendbares neues
Betonbauelement der eingangs erwähnten Art geschaffen, das sich gegenüber Bauelementen
nach dem Stand der Technik mit geringerem Aufwand transportieren und montieren lässt.
[0005] Das diese Aufgabe lösende Betonbauelement nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass als weitere Bewehrungsstränge ausschließlich solche Bewehrungsstränge eingegossen
sind, welche die ersten Bewehrungsstränge unter Bildung eines einzigen maschenförmigen
Bewehrungsrasters kreuzen. Durch diese Erfindungslösung lassen sich Betonbauteile
mit in ihrer Dicke reduzierten Betonschalen herstellen, indem ein Bewehrungsraster
wenigstens zum Teil durch die Verbindungselemente gebildet wird. Die nach dem Stand
der Technik zusätzlich zu den ersten Bewehrungssträngen eingegossenen Bewehrungsgitter
erforderten mehr Platz und eine entsprechend große Plattendicke.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind an den weiteren Bewehrungssträngen
die Verbindungselemente beim Ausgießen der Betonschale im Abstand vom Schalboden haltende
Abstandhalter gebildet. Vorteilhaft kommt in diesem Fall Teilen des Bewehrungsrasters
eine Doppelfunktion zu.
[0007] Vorzugsweise sind die Verbindungselemente durch Gitterträger und die ersten Bewehrungsstränge
durch Gurte der Gitterträger gebildet.
[0008] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Betonbauelement ein Doppelwondbauelement
mit einer das genannte Bewehrungsraster aufweisenden weiteren Betonschale als Plattenelement.
[0009] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist der Beton einen der Schwindrissbildung
entgegenwirkenden, insbesondere durch Kunststofffasem gebildeten Faserzusatz auf,
wobei die Dicke der Betonschale bzw. weiteren Betonschale unterhalb von etwa 40 mm,
vorzugsweise im Bereich von 25 bis 30 mm, liegt. Die Rasterlänge beträgt 20 bis 40
cm, und es sind quadratische Rasterbereiche vorgesehen.
[0010] Insbesondere sind die Faserabmessungen und die Faserkonzentrationen so gewählt, dass
sich Schwindrissweiten kleiner als 0,04 mm ergeben, wobei die Festigkeit des Bewehrungsrasters
und die Schalendicke derart vorgesehen sind, dass die Betonierdruckbelastbarkeit der
Betonschate bzw. weiteren Betonschale von der Rissweite 0 an bis zu der Rissweite
von etwa 0,04 mm um weniger als 10% abfällt. Ein solcher geringer Abfall lässt sich
insbesondere dann erreichen, wenn das Verhältnis von Betonschalendicke und Rastermaß
kleiner 0,1 ist und insbesondere bei etwa 0,08 liegt.
[0011] Vorzugsweise werden Faserlängen von 4 bis 18 mm, vorzugsweise mit einer Länge von
6 mm, verwendet. Die Faserlänge sollte insbesondere kleiner als die Querschnittsabmessungen
der ersten Bewehrungsstränge oder/und weiteren Bewehrungsstränge sein. In diesem Fall
wird bei einem Eindrücken des Bewehrungsgitters in den ausgegossenen Beton bis zum
Anschlag gegen die Abstandhalter oder beim Eindrücken der Gitterträger zusammen mit
den Abstandhaltem im Beton eine gleichmäßige Faserverteilung erhalten bleiben. Bei
längeren Fasern würde sich in Eindrückrichtung vor den Bewehrungssträngen eine Faserverdichtung
ergeben, während dahinter ein die Schwindrißbildung begünstigender Fasermangel herrscht.
[0012] Der Fasermassegehalt in der Betonschale bzw. weiteren Betonschale liegt vorzugsweise
unterhalb 5 kg/m
3. Eine solche Menge reicht aus, um die Schwindrißbildung bzw. Schrumpfrißbildung auf
das obengenannte Maß zu begrenzen.
[0013] Die Faserzugfestigkeit T liegt vorzugsweise im Bereich von 300 bis 400 N/mm
2, insbesondere bei etwa 350 N/mm
2, bei einer Betondruckfestigkeit P ohne Faserbewehrung zwischen 25 und 35 N/mm
2. Vorzugsweise wird das Verhältnis der Faserzugfestigkeit T zur Betondruckfestigkeit
P kleiner als 15 gewählt.
[0014] Die Erfindung soll nun anhand eines Ausführungsbeispiels und der beiliegenden, sich
auf dieses Ausführungsbeispiel beziehenden Zeichnungen näher erläutert und beschrieben
werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Betonbauelement nach dem Stand der Technik in einer Querschnittsansicht,
- Fig. 2
- ein erfindungsgemäßes Betonbauelement in einer Querschnittsansicht,
- Fig. 3
- das erfindungsgemäße Betonbauelement von Fig. 1 in einer geschnittenen Draufsicht,
- Fig. 4
- das erfindungsgemäße Bauelement gemäß den Fig. 1 und 2 bei einer Verwendung als verlorene
Schalung,
- Fig. 5
- ein Diagramm, das für verschieden bemessene erfindungsgemäße Betonbauelemente die
Belastbarkeit durch Betonierdruck Pb in Abhängigkeit von der Rißweite im Beton zeigt,
und
- Fig. 6
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Betonbauelement in einer
Querschnittsansicht.
[0015] In der ein Betonbauelement nach dem Stand der Technik zeigenden Fig. 1 sind mit dem
Bezugszeichen 1' und 2' jeweils 5 cm dicke Betonplatten bezeichnet, die über Gitterträger
3' zu einem 18 cm dicken Doppelwandbauelement verbunden sind. In die Betonplatten
1' und 2' ist jeweils ein Bewehrungsgitter 20 bzw. 21 mit sich kreuzenden Bewehrungsstäben
eingegossen.
[0016] In den Fig. 2 bis 4 sind mit den Bezugszeichen 1 und 2 Betonplatten bezeichnet, deren
Dicke in dem gezeigten Ausführungsbeispiel 30 mm beträgt. Die Betonplatten 1 und 2
sind über Gitterträger 3, deren Gurte 4 und 5 in die Betonplatten eingegossen sind,
miteinander verbunden. Die Gurte 4 und 5 werden unter Bildung eines quadratischen
Rasters von ferner in den Beton eingegossenen Bewehrungssträngen 6 bzw. 7 gekreuzt.
Die Rasterlänge R beträgt in dem gezeigten Ausführungsbeispiel 35 cm. Mit 8 sind an
den Bewehrungssträngen 6 und 7 angebrachte, auf einen Schalboden aufsetzbare Trägerböcke
bezeichnet.
[0017] Der Abstand zwischen den Betonplatten 1 und 2 beträgt in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
40 mm.
[0018] In den Beton der Platten 1 und 2 sind in den Figuren nicht dargestellte Kunststofffasem
eingebettet. Bei den Kunststofffasem handelt es sich um Acrylfasern, vorzugsweise
Polyacrylnitrilfasem. Die Kunststofffasem weisen in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
eine Länge von 6 mm auf und sind nicht profiliert. Die Längenmasse der Fasern beträgt
weniger als 1 g/km. Die Faserzugfestigkeit T liegt bei etwas 350 N/mm
2, die Faserdosierung knapp unterhalb 5 kg/m
3. Bei dieser Dosierung ist die Betonzugfestigkeit durch die Fasern nicht wesentlich
erhöht. Die Erhöhung beträgt weniger als 10%.
[0019] Der verwendete Beton weist ohne die Fasern nach vollständiger Aushärtung eine Betondruckfestigkeit
P im Bereich von 35 bis 35 N/mm
2 auf. Das Verhältnis von Faserzugfestigkeit T/Betondruckfestigkeit P ist kleiner als
15.
[0020] Es wird nun insbesondere auf Fig. 3 Bezug genommen, wo das Betonbauelement gemäß
den Fig. 1 und 2 bei einer Verwendung als verlorene Schalung gezeigt ist. Der Zwischenraum
zwischen den Betonplatten 1 und 2 ist durch Ortbeton 9 ausgegossen, wobei je nach
Ausgießgeschwindigkeit. d.h. je nach Zunahme der Füllhöhe je Zeiteinheit. unterschiedliche
Betonierdrücke entsprechend eingezeichneten Pfeilen 10 entstehen. Der Betonierdruck
wächst mit steigender Ausgießgeschwindigkeit, indem mit der Ausgießgeschwindigkeit
jeweils die Höhe des noch flüssigen. zur Ausübung eines Schweredrucks fähigen Betons
anwächst. Zur schnellen Verarbeitung der Betonbauelemente ist eine hohe Betonierbelastbarkeit
der Betonplatten 1 und 2 wünschenswert.
[0021] Bei dem beschriebenen Betonbauelement wird eine hohe Betonierbelastbarkeit durch
das aus den Gitterträgergurten und Abstandhaltersträngen gebildete Bewehrungsraster
erreicht. obwohl dessen Rasterlänge R wesentlich größer als die entsprechende Länge
herkömmlich verwendeter Bewehrungsgitter ist. Für die Tragfähigkeit des Betonbauelements
sind dabei sowohl das Bewehrungsraster als auch der Beton selbst maßgebend. Betonplatten
mit einem auf diese Weise gebildeten Bewehrungsraster lassen sich mit hoher Genauigkeit
in verhältnismäßig geringer Dicke herstellen, weil über die ohnehin notwendigen Abstandhalter
und Verbindungselemente hinaus keine zusätzlichen Bewehrungsstränge zur Bildung eines
Bewehrungsgitters vorgesehen werden müssen.
[0022] Eine hohe Belastbarkeit der Betonplatten 1 und 2 durch Betonierdruck ist andererseits
aber auch dadurch gewährleistet, daß der Faserzusatz wenigstens bei noch jungem Beton
einer Schwindrißbildung in den Betonplatten entgegenwirkt. Durch die beim Abbinden
und Aushärten des Betons auftretenden Schwindrisse nimmt die Zugfestigkeit der Betonplatten
1 und 2 mit wachsender Schwindrißweite ab.
[0023] Die Betonierdruckbelastbarkeit Pb ist in Abhängigkeit von der Rißweite W anhand von
Kurven 11 und 12 dargestellt, wobei sich die Kurve 11 auf ein doppelwandiges Betonbauelement,
wie vorangehend beschrieben, mit einer Plattendicke von 30 mm und einer Rasterlänge
von 35 cm und die Kurve 12 auf ein solches Bauelement mit einer Plattendicke von 40
mm und einer Rasterlänge von 40 cm bezieht. Alle anderen Parameter einschließlich
Faserzusatz stimmen für die den beiden Kurven 11 und 12 zugrundeliegenden Betonbauelemente
überein.
[0024] Wie Fig. 4 entnommen werden kann, nimmt die Betonierdruckbelastbarkeit bei der unteren
Kurve 11 mit wachsender Rißweite W zunächst kaum ab. Bei einer Rißweite von 0,04 mm
ist die Abnahme noch geringer als 10% ist. Der Kurve 11 entspricht ein Verhältnis
der Plattendicke zur Rasterlänge von 0,08. Bei der oberen Kurve 12, der ein solches
Verhältnis von 0,1 zugrundeliegt, ist ein stärkerer Abfall der Betonierdruckbelastbarkeit
zu verzeichnen.
[0025] Vorteilhaft sind die Abmessungen, die Festigkeit des Bewehrungsrasters und die Eigenfestigkeit
des Betons des anhand der Fig. 1 bis 3 beschriebenen Betonbauelements so gewählt,
daß sich ein breites Plateau gemäß Kurve 11 ergibt, so daß selbst bei Auftreten von
Schwindrissen bis zu einer Schwindrißweite von 0,04 mm noch keine nennenswerte Verringerung
der Betonierdruckbelastbarkeit auftritt.
[0026] Eine Besonderheit des hier beschriebenen Bauelements besteht darin, daß durch den
Faserzusatz Schrumpf- und Schwindrißbildungen verhindert werden, solange der Beton
noch jung ist. Somit ist im jungen Zustand des Betons eine verhältnismäßig hohe Betonierdruckbelastbarkeit
der Betonplatten 1 und 2 gewährleistet, die es ermöglicht, die Betonplatten unmittelbar
nach ihrer Herstellung, vorzugsweise im Alter von 8 bis 16 Stunden, zu verarbeiten
und durch den Betonierdruck des Ortbetons zu belasten. Durch ungewollte Überlastung
beim Betonieren, z.B. durch Verwendung von Verdichtungsgeräten, gebildete Risse können
umgelagert werden.
[0027] Durch die geringe Länge der Fasern ist gewährleistet, dass in die frisch ausgegossenen
Betonplatten eingedrückte Abstandhalter und Gitterträger, insbesondere in den Knotenbereichen,
die Gleichmäßigkeit der Faserverteilung im Beton nicht beeinträchtigen, indem die
kurzen Fasern mit dem verdrängten Beton umgelagert werden.
[0028] Die Abstandhalterteile können eine geringe Zugfestigkeit aufweisen. Es sind Stahlströnge
mit Durchmessern kleiner 4 mm oder Kunststoffstränge mit Durchmessern kleiner 15 mm
verwendbar.
[0029] Durch den mit der Dünnwandigkeit der Platten verbundenen Raumgewinn sinkt der für
den Transport von der Fertigungsstätte zur Baustelle erforderliche Aufwand. Auch der
Montageaufwand ist verringert.
[0030] Die Betonzugfestigkeit kann zielsicher innerhalb der Maschenraster aktiviert werden.
Durch die Möglichkeit, die Betonbauelemente im jungen Zustand der Betonplatten verarbeiten
zu können, ergibt sich ein Zeitgewinn. Durch den Faserzusatz wird insbesondere in
den Knotenbereichen zwischen den Gitterträgergurten und den Abstandhaltersträngen
einer Bildung von Schub- und Biegerissen vorgebeugt.
[0031] Die Gitterträgergurte und Abstandhalterstränge können miteinander verbunden, z.B.
verschweißt. sein.
[0032] Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Betonbauelement,
bei dem gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben, jedoch mit dem Buchstaben
a versehene Bezugszahl wie bei dem vorangehenden Ausführungsbeispiel bezeichnet sind.
[0033] Das Ausführungsbeispiel von Fig. 6 unterscheidet sich von dem vorangehenden Ausführungsbeispiel
dadurch, dass als Verbindungselemente anstelle von Gitterträgern U-Profile 3a mit
U-Schenkeln 4a und 5a zur Bildung von Bewehrungsstränge 7a kreuzenden Strängen verwendet
sind. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel bestehen die U-Profile aus einem 0,6 mm
starken Blech. Die Länge der U-Schenkel beträgt 50 mm; die Länge des Basisschenkels
100 mm. Vorzugsweise variiert je nach den Abmessungen des Betonbauelements die Länge
des Basisschenkels in Rasterabständen von 25 mm zwischen 50 mm und 150 mm. Solche
Verbindungselemente mit U-förmigem Querschnitt können z.B. durch Aluminiumprofile
gebildet sein.
[0034] Die vorangeehend beschriebenen Betonbauelemente können z.B. zur Errichtung von Innenwänden
verwendet werden. In einer weiteren Verwendungs- bzw. Ausführungsvariante könnte ein
solches Betonbauelement ein Dachelement sein. Schließlich kommt ein solches Betonbauelement
als Boden- bzw. Deckenelement für Balkone in Betracht, wobei auf ein einschaliges
solches Element mit nach oben vorstehenden Verbindungselementen unter Bildung des
Balkonbodens Ortbeton gießbar ist.
1. Betonbauelement mit einer Betonschale (1,2) und Elementen (3) zur Verbindung der Betonschale
(1,2) mit einem zu der Betonschale im Abstand angeordneten Plattenelement, wobei die
Verbindungselemente (3) in die Betonschale eingegossene erste Bewehrungsstränge umfassen
und in die Betonschale (1,2) weitere Bewehrungsstränge (6,7) eingegossen sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass als weitere Bewehrungsstränge ausschließlich solche Bewehrungsstränge (6,7) eingegossen
sind, welche die ersten Bewehrungsstränge unter Bildung eines einzigen maschenförmigen
Bewehrungsrasters kreuzen.
2. Betonbauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass an den weiteren Bewehrungssträngen (6,7) die Verbindungselemente beim Ausgießen der
Betonschale im Abstand vom Schalboden haltende Abstandhalter (8) gebildet sind.
3. Betonbauelement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungselemente durch Gitterträger (3) und die ersten Bewehrungsstränge durch
Gurte (4,5) der Gitterträger (3) gebildet sind.
4. Betonbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bauelement doppelschalig mit einer das genannte Bewehrungsraster aufweisenden
weiteren Betonschale (1,2) als das Plattenelement ausgebildet ist.
5. Betonbeauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Beton einen der Schrumpf- und Schwindrissbildung entgegenwirkenden. insbesondere
durch Kunststofffasem gebildeten Faserzusatz aufweist.
6. Betonbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dicke der Betonschale bzw. weiteren Betonschale unterhalb von etwa 40 mm, vorzugsweise
im Bereich von 25 mm bis 30 mm, liegt.
7. Betonbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rasterlänge im Bereich von etwa 20 cm bis 40 cm liegt.
8. Betonbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verhältnis des Rasterabstandes zwischen den ersten Bewehrungssträngen und den
diese kreuzenden weiteren Bewehrungssträngen (6,7) im Bereich von 0,5 bis 2 liegt.
9. Betonbauelement nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass Faserabmessungen und Faserkonzentration so gewählt sind, dass sich Schrumpf- und
Schwindrissweiten kleiner etwa 0,04 mm ergeben.
10. Betonbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass Abmessungen und Strangfestigkeit des Bewehrungsrasters und die Schalendicke so gewählt
sind, dass die Betonierdruckbelastbarkeit der Betonschale bzw. weiteren Betonschale
von der Rissweite 0 an bis zu einer Rissweite von etwa 0.04 mm um weniger als etwa
10% abfällt.
11. Betonbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verhältnis von Betonschalendicke und Rasterlänge kleiner 0,1 ist und insbesondere
bei 0,08 liegt.
12. Betonbauelement noch einem der Ansprüche 5 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass Faserlängen kleiner als oder vergleichbar groß wie die Querschnittsabmessungen der
Bewehrungsstränge und/oder weiteren Bewehrungssträngen sind.
13. Betonbauelement nach einem der Ansprüche 5 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Faserlänge im Bereich von 4 bis 18 mm, vorzugsweise bei etwa 6 mm, liegt.
14. Betonbauelement nach einem der Ansprüche 5 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Längenmasse der Fasern etwa zwischen 0.01 g/km und 10 g/km und vorzugsweise 1
g/kg liegt.
15. Betonbauelement nach einem der Ansprüche 5 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fasermassegehalt in der Betonschale bzw. weiteren Betonschale unterhalb 5 kg/m3 liegt.
16. Betonbauelement nach einem der Ansprüche 5 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Faserzugfestigkeit T im Bereich von 300 bis 400 N/mm2, vorzugsweise bei etwa 350 N/mm2, liegt.
17. Betonbauelement nach einem der Ansprüche 5 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Betondruckfestigkeit P ohne Faserbewehrung im Bereich von 25 bis 35 N/mm2 liegt.
18. Betonbauelement nach einem der Ansprüche 5 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verhältnis der Faserzugfestigkeit T zur Betondruckfestigkeit P kleiner 15 ist.
1. Structural concrete member with a concrete shell (1, 2) and elements (3) for connecting
the concrete shell (1, 2) to a slab element arranged at a distance from the concrete
shell, the connecting elements (3) comprising first reinforcing strands cast into
the concrete shell and there being further reinforcing strands (6, 7) cast into the
concrete shell (1, 2), characterized in that the further reinforcing strands cast in are exclusively reinforcing strands (6, 7)
which cross the first reinforcing strands to form a single mesh-shaped reinforcing
grid.
2. Structural concrete member according to Claim 1, characterized in that spacers (8) which keep the connecting elements at a distance from the base of the
shell during casting of the concrete shell are formed on the further reinforcing strands
(6, 7).
3. Structural concrete member according to Claim 1 or 2, characterized in that the connecting elements are formed by lattice supports (3) and the first reinforcing
strands are formed by flanges (4, 5) of the lattice supports (3).
4. Structural concrete member according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the structural member is of double-shelled design with, as the slab element, a further
concrete shell (1, 2) having the said reinforcing grid.
5. Structural concrete member according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the concrete has an addition of fibres, formed in particular by plastic fibres, which
counteracts the formation of shrinkage cracks.
6. Structural concrete member according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the thickness of the concrete shell or further concrete shell is below about 40 mm,
preferably in the range from 25 mm to 30 mm.
7. Structural concrete member according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the grid length is in the range from about 20 cm to 40 cm.
8. Structural concrete member according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the ratio of the grid spacing between the first reinforcing strands and the further
reinforcing strands (6, 7) crossing the latter is in the range from 0.5 to 2.
9. Structural concrete member according to one of Claims 5 to 8, characterized in that the fibre dimensions and fibre concentration are selected so that shrinkage crack
widths of less than about 0.04 mm result.
10. Structural concrete member according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the dimensions and strand strength of the reinforcing grid and the shell thickness
are selected so that the concreting pressure loadability of the concrete shell or
further concrete shell decreases by less than about 10% from a crack width of 0 to
a crack width of about 0.04 mm.
11. Structural concrete member according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the ratio of concrete shell thickness and grid length is less than 0.1 and in particular
is 0.08.
12. Structural concrete member according to one of Claims 5 to 11, characterized in that fibre lengths are smaller than or comparable in size with the cross-sectional dimensions
of the reinforcing strands and/or further reinforcing strands.
13. Structural concrete member according to one of Claims 5 to 12, characterized in that the fibre length is in the range from 4 to 18 mm and is preferably about 6 mm.
14. Structural concrete member according to one of Claims 5 to 13, characterized in that the linear density of the fibres is between about 0.01 g/km and 10 g/km and is preferably
1 g/km.
15. Structural concrete member according to one of Claims 5 to 14, characterized in that the fibre mass content in the concrete shell or further concrete shell is below 5
kg/m3.
16. Structural concrete member according to one of Claims 5 to 15, characterized in that the fibre tensile strength T is in the range from 300 to 400 N/mm2 and is preferably about 350 N/mm2.
17. Structural concrete member according to one of Claims 5 to 16, characterized in that the concrete compressive strength P without fibre reinforcement is in the range from
25 to 35 N/mm2.
18. Structural concrete member according to one of Claims 5 to 17, characterized in that the ratio of the fibre tensile strength T to the concrete compressive strength P
is less than 15.
1. Elément de construction en béton avec une coquille (1,2) en béton et des éléments
(3) pour relier la coquille (1,2) en béton avec un élément en forme de plaque disposé
à une certaine distance de la coquille en béton, les éléments de liaison (3) comprenant
des premières barres d'armature coulées dans la coquille en béton et d'autres barres
d'armature (6, 7) étant coulées dans la coquille (1,2) en béton, caractérisé en ce qu'on a coulé comme autres barres d'armature exclusivement des barres d'armature (6,7)
qui croisent les premières barres d'armature en formant une seule grille d'armature
en forme de mailles.
2. Elément de construction en béton selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments de liaison sont formés sur les autres barres d'armature (6,7) lors du
démoulage de la coquille en béton à une certaine distance des écarteurs (8) fixant
le fond de la coquille.
3. Elément de construction en béton selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les éléments de liaison sont formés par des supports (3) de grillage et les premières
barres d'armature par des membrures (4,5) des supports (3) de grillage.
4. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que l'élément de construction est à double coquille avec une autre coquille en béton
(1,2) que l'élément en forme de plaque, qui présente la grille d'armature mentionnée.
5. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 1 4, caractérisé en ce que le béton présente une charge de fibres, en particulier formée par des fibres synthétiques,
s'opposant à la formation de fissures dues au retrait et à la contraction.
6. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que l'épaisseur de la coquille en béton ou de l'autre coquille en béton est inférieure
à environ 40 mm, de préférence dans la plage de 25 mm à 30 mm.
7. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que la longueur de la grille est située dans la plage d'environ 20 à 40 cm.
8. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que le rapport de la distance de la grille entre les premières barres d'armature à celle
entre les autres barres d'armature (6,7) qui les croisent est situé dans la plage
de 0,5 à 2.
9. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 5 à 8,
caractérisé en ce que les dimensions des fibres et la concentration en fibres sont choisies de manière
à obtenir des largeurs de fissure de retrait et de contraction inférieures à environ
0,04 mm.
10. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que les dimensions et la résistance des barres de la grille d'armature et l'épaisseur
des coquilles sont choisies de telle manière que l'aptitude à la résistance à la compression
du bétonnage de la coquille en béton ou de l'autre coquille en béton diminue de moins
de 10%, de la largeur de fissure de 0 jusqu'à une largeur de fissure d'environ 0,04
mm.
11. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que le rapport de l'épaisseur de la coquille en béton à la longueur de la grille est
inférieur à 0,1 et en particulier de 0,08.
12. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 5 à 11,
caractérisé en ce que les longueurs des fibres sont inférieures ou de taille comparable aux dimensions
des sections des barres d'armature et/ou des autres barres d'armature.
13. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 5 à 12,
caractérisé en ce que la longueur des fibres se situe dans la plage de 4 à 18 mm, de préférence à environ
6 mm.
14. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 5 à 13,
caractérisé en ce que la masse longitudinale des fibres se situe entre environ 0,01 g/km et 10 g/km, de
préférence 1 g/km.
15. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 5 à 14,
caractérisé en ce que la teneur massique en fibres dans la coquille en béton ou l'autre coquille en béton
est inférieure à 5 kg/m3.
16. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 5 à 15,
caractérisé en ce que la résistance à la traction T des fibres est située dans la plage de 300 à 400 N/mm2, de préférence à environ 350 N/mm2.
17. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 5 à 16,
caractérisé en ce que la résistance à la compression P du béton sans armature en fibres est située dans
la plage de 25 à 35 N/mm2.
18. Elément de construction en béton selon l'une quelconque des revendications 5 à 17,
caractérisé en ce que le rapport de la résistance à la traction T des fibres et la résistance à la compression
P du béton est inférieur à 15.

