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EP 0 936 322 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.11.2003 Patentblatt 2003/47 |
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Anmeldetag: 08.02.1999 |
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Zu- und Abluftpaneel für geneigte Dachflächen
Ventilation panel for inclined roofs
Panneau de ventilation pour toit incliné
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
11.02.1998 AT 24698
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.08.1999 Patentblatt 1999/33 |
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Patentinhaber: Brandstetter, Karl, Ing. |
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3370 Ybbs (AT) |
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Erfinder: |
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- Brandstetter, Karl
3370 Ybbs (AT)
- Gotsmy, Friedrich
3660 Klein-Pöchlarn (AT)
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Entgegenhaltungen: :
AT-B- 370 178 FR-A- 2 603 929
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DE-U- 9 308 401 GB-A- 2 199 860
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das Belüften und Entlüften geneigter Dachflächen.Es
handelt sich dabei um eine Möglichkeit, bei geneigten Dächern Luft einerseits aus
dem Konterlattenbereich unter die Dachschalung im Dachbereich einzuleiten, andererseits
ist es möglich, diese im Firstbereich wieder in den Konterlattenbereich abzuleiten.
Dadurch ist eine Luftzirkulation unter der Dachschalung in Richtung Saum zu First
möglich.
[0002] Bei Kaltdächern ist bekannt, daß bei bestimmten Wetterbedingungen Feuchtigkeit der
Raumluft in Form von Wasserdampf in die zwischen die Sparren eingebrachte Wärmedämmung
eindringen kann.
[0003] Auf diese Problematik wurde bereits bei Patent EP 0183 266 A3 (IPC E 04 D 12/00)
hingewiesen. Die Lösung It. EP 0183 266 A3 ist aber nur bei einer Kaltdachausführung
mit Unterspannfolie einsetzbar. Das gegenständliche Paneel ist jedoch für Kaltdächer
mit Vollschalung und einer Vordeckung mit Pappe, Folie oder ähnlichen einsetzbar.
Hervorgerufen wird dieses Problem durch den großen Temperaturunterschied z.B. im Außenbereich
minus 20 Grad, bei gleichzeitiger Raumtemperatur von plus 24 Grad an der Innenseite,
im Bereich der Dachschräge bei Dachgeschoßausbauten.
[0004] Ist eine Überlüftung dieser Wärmedämmung nicht ausreichend oder gar nicht vorhanden,
führt dies, da die Schalung an der Oberseite zwecks Ableitung des Oberflächenwassers
mit Pappe oder Folie abgedeckt ist und somit ein direktes Entweichen des Wasserdampfes
nach oben nicht möglich ist, bei Taupunktunterschreitung zur Durchfeuchtung derselben.
Folglich kann die Wärmedämmung sehr stark beeinträchtigt werden. Dauert dieser Zustand,speziell
in den Wintermonaten, längere Zeit an, ist der totale Verlust der Dämmeigenschaften
nicht auszuschließen und es kommt, infolge der Durchfeuchtung, zu Schäden an der Konstruktion.
[0005] Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, das Problem der
Durchfeuchtung der Wärmedämmung und der damit verbundenen Schäden mit dem Einbau des
Paneels und der damit geschaffenen Möglichkeit der permanenten Überlüftung, bei Kaltdächern
zu vermeiden und durch die Trockenhaltung der Dämmschichten Heizkosten zu sparen.
[0006] Bei der Konstruktion der beschriebenen Erfindung wurde im speziellen an eine leichte
Handhabung beim Einbau des Paneels gedacht. Anstelle eines Schalungsbrettes gleicher
Breite wird dieses auf die Sparrenoberkante zwischen die Dachschalungsbretter eingelegt
und in die Vordeckung, welche sowohl aus Pappe als auch aus diversen Folien bestehen
kann, integriert.
[0007] Die Paneelkonstruktion garantiert auf Grund der Konstruktionsform absolute Dichtheit
gegen das in der Fallgeraden der Dachfläche abfließende Regenwasser, sowohl vor als
auch nach dem Eindecken mit Dachziegel oder anderen Eindeckungsmaterialien.
[0008] Das Zu- und Abluftpaneel dient zur Hinterlüftung des Luftraumes zwischen Dachschalung
und Wärmedämmung. Die Luft aus dem Konterlattenbereich wird durch das Paneel, welches
in Schalungsebene quer zu den Sparren eingebaut ist, unter die Dachschalung geführt.
Auftretendes Kondenswasser wird somit durch permanente aufsteigende Zugluft in den
Firstbereich geführt und über das gleiche Paneel wieder in den Konterlattenbereich
zurückgeführt und weiter über die Dachentlüfter ins Freie abgeleitet
[0009] Der besondere Vorteil dieses Zu- und Abluftpaneeles liegt darin, daß die Luft aus
dem Konterlattenraum erst im Dachraumbereich unter die Dachschalung geleitet wird.
Dadurch müssen bei der Außenfassade keinerlei Aussparungen für die Zuluft vorgesehen
werden. Das Paneel ist also von außen nach dem Aufbringen der Dacheindeckung nicht
zu sehen und stellt keine architektonische Störung dar.
[0010] Das Zu- und Abluftpaneel (1) wird zwischen die Schalungsbretter (5) eingebaut. Um
das Eindringen von Wasser zu verhindern, muß die Auflageleiste (8) auf der Vordeckung
(Pappe oder Folie) liegen. Diese Leiste kann bei Bedarf (eventuell späteres Aufbringen
der Konterlatten) durch die vorgestanzten Löcher an die Dachschalung (5) mittels Pappstifte
befestigt werden.
[0011] Im oberen Bereich wird die Schalung (5) auf die Bodenlasche (7) gelegt. Dadurch wird
diese eingespannt. Die Vordeckung (2) wird auf die obere Paneelebene (13) gelegt um
das Wasser der Dachfläche ungehindert weiter nach unten abzuleiten. Zur Fixierung
der Vordeckung (2) ist ein Doppelklebeband (4) an der oberen Paneelebene (13) vorgesehen.
[0012] Das Wassers wird von der oberen Paneelebene (13) zur unteren Paneelebene (14), welche
schräg nach unten ein Gefälle aufweist, weiter abgeleitet und fließt nun über die
Auflageleiste (8) und auf die durch die Auflageleiste (8) eingespannte Vordeckung,
um in der Fallgeraden abzufließen. Die Dichtheit der Längsstöße des Paneels wird durch
den Einbau einer Stoßmuffe erreicht.
[0013] Die Luft (3) wird über die untere Paneelebene (14), in weiterer Folge zwischen den
Längslamellen (11) und (10) anschließend über den gelochten Paneelboden (6) unter
die Schalung (5) geführt. Dies bewirkt nun bei einem Einbau im Saumbereich einerseits
eine Luftzuführung in den Luftraum zwischen Schalung und Wärmedämmschichte und andererseits
bei einem Einbau im Firstbereich, bedingt durch die physikalische Eigenschaft der
Luft aufzusteigen, die Ableitung der Luft nach außen.
[0014] Das Eindringen von Flugschnee wird durch die Anordnung der beiden Längslamellen (10,11)
verhindert. Ebenso ein Grund, daß das Eindringen von Flugschnee verhindert wird, ist
die Positionierung des Paneels nicht unmittelbar im Saumbereich, sondern erst im Dachraumbereich.
[0015] Um Insekten das Eindringen in den Dachraum nicht zu ermöglichen, ist der Boden des
Paneeles im oberen Konstruktionsbereich (6) an der Unterseite als Lochgitter ausgeführt.
Durch die Führung der Luft durch dieses Lochgitter wird das angestrebte Ziel, Insekten
abzuwehren, erreicht.
[0016] Ein Teil der unter der Dacheindeckung aufströhmenden Luft (3) im Bereich der Konterlatten
wird über die untere Paneelebene (14) unter der oberen Paneelebene (11 ), anschließend
über die untere Längslamelle (10) zum gelochten Paneelboden (6) geleitet und strömt
unter der Schalung (5) nach oben (3,9).
[0017] Das Paneel (1) liegt auf den Sparren (15) zwischen der Dachschalung (5). Die Vordeckung
(2) (Pappe oder Folie) wird über die obere Paneelebene (13) gezogen und mit derselben
mittels eines Doppelklebebandes (4) befestigt.
[0018] Im unteren Bereich wird die auf der Schalung (5) liegende Vordeckung (2) (Pappe oder
Folie) mit der Auflageleiste (8) mittels Nägel (12) befestigt.
1. Zu- und Abluftpaneel für geneigte Dachflächen, welches eine Luftzirkulation (3,9)
unter der mit Vordeckung (2) (Folien oder Bitumenpappe) abgedeckten Dachschalung (5)
und gleichzeitig den Wasserablauf ermöglicht, sowie Eindringen von Flugschnee verhindert,
dadurch gekennzeichnet, daß der obere firstseitig gelegene Paneelanschuß eine Bodenlasche (7) sowie der untere
saumseitige Paneelanschluß eine Auflageleiste (8) gegengleich parallel zueinander,
sowie parallel zu First verlaufende Längslamellen (10,11) gegengleich abgewinkelt
und beabstandet aufweisen.
2. Zu- und Abluftpaneel nach Anspruch 1) dadurch gekennzeichnet, daß der Paneelboden (6) als Lochgitter mit kleinen Öffnungen ausgebildet ist, weiters
daß an der oberen Paneelebene (13) ein Doppelklebeband (4) zur Fixierung der Vordeckung
(2) aufgebracht ist.
3. Zu- und Abluftpaneel nach Anspruch 1) und 2), dadurch gekennzeichnet, daß das Paneel (1)aus Metall oder aus PVC oder Polyurethan bzw. Polyester gebildet ist.
1. Fresh and waste air panel for inclined roof surfaces, which enables the circulation
of air (3, 9) under the roof boarding (5) covered by a pre-roofing (2) (foils or bitumenized
felt) and, at the same time, the drainage of water and prevents the penetration of
drifting snow, characterized in that the upper panel connection located on the side of the ridge comprises a bottom bracket
(7) and the lower panel connection provided on the side of the brink comprises a supporting
ledge (8), in a diametrically opposed parallel relationship, as well as, in a diametrically
opposed angular and spaced-apart relationship, longitudinal lamellae (10, 11) extending
parallel with the ridge.
2. Fresh and waste air panel according to claim 1, characterized in that the panel bottom (6) is designed as a perforated grid including small openings, and
that, furthermore, a double adhesive (4) is attached to the upper panel plane (13)
to fix said pre-roofing (2).
3. Fresh and waste air panel according to claims 1 and 2, characterized in that the panel (1) is made of a metal or PVC or polyurethane or polyester.
1. Panneau d'air frais et d'air usé pour des surfaces de comble inclinées, qui permet
la circulation d'air (3, 9) sous le plafonnage de toit (5) couvert par une couverture
préliminaire (2) (feuille ou carton bitumé), ainsi que, en même temps, le drainage
d'eau et empêche la pénétration de la neige volante, caractérisé en ce que le raccordement de panneau supérieure prévu de côté de la faîte comprend un couvre-joint
de fond (7), et le raccordement de panneau inférieur prévu de côté du filet comprend
une latte de support (8), de façon diamétralement opposée en parallèle ainsi que,
de façon diamétralement opposée pliée et écartée, des lamelles longitudinales (10,
11). s'étendent parallèlement à la faîte.
2. Panneau d'air frais et d'air usé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le fond de panneau (6) est formé en tant que treillage perforé ayant de petites orifices
et en ce que, de plus, un ruban adhésif double (4) est appliqué sur le plan de panneau supérieur
(13) pour fixer la couverture préliminaire (2).
3. Panneau d'air frais et d'air usé selon les revendication 1 et 2, caractérisé en ce que le panneau (1) est formé d'un métal ou de PVC ou de polyuréthane ou de polyester.

