| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 937 201 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
10.07.2002 Patentblatt 2002/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.07.1998 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F02M 51/06 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE9802/003 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9913/212 (18.03.1999 Gazette 1999/11) |
|
| (54) |
ELEKTROMAGNETISCH BETÄTIGBARES VENTIL
ELECTROMAGNETICALLY OPERATED VALVE
SOUPAPE A COMMANDE ELECTROMAGNETIQUE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
11.09.1997 DE 19739850
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
25.08.1999 Patentblatt 1999/34 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
|
70442 Stuttgart (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- REITER, Ferdinand
D-71706 Markgröningen (DE)
- MAIER, Dieter
D-70839 Gerlingen (DE)
- HÜMMER, Ferdinand
D-96149 Breitengüssbach (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 831 196
|
DE-A- 4 008 675
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht aus von einem elektromagnetisch betätigbaren Ventil nach der Gattung
des Hauptanspruchs. Aus der DE-PS 38 31 196 ist bereits ein elektromagnetisch betätigbares
Ventil bekannt, das eine in einer Durchgangsbohrung eines Ventilsitzträgers axial
bewegbare Ventilnadel aufweist. Die Ventilnadel wird von einem zylindrischen Anker,
einem kugelförmigen Ventilschließkörper und einem beide Bauteile miteinander verbindenden
rohr- bzw. hülsenförmigen Verbindungsteil gebildet. Das Verbindungsteil wird aus einem
ebenen Metallblech hergestellt, das nachfolgend gerollt oder gebogen wird, bis es
eine zylindrische, hülsenähnliche Form annimmt. In dieser Form weist das Verbindungsteil
einen sich über seine gesamte axiale Länge erstreckenden Schlitz auf, der entweder
achsparallel oder schräg zur Ventillängsachse verlaufen kann. Die beiden in Längsrichtung
verlaufenden Stirnflächen der verwendeten Metallbleche liegen den Schlitz zwischen
sich bildend mit konstantem Abstand einander gegenüber. Beim Herstellen einer festen
Verbindung zwischen Verbindungsteil und Ventilschließkörper durch Anbringen einer
Schweißnaht mittels Laser (Continuous Wave Laser) entstehen an dem relativ breiten
Schlitz nachteilige Einfallstellen. Dabei ist eine Einfallstelle ein solcher Bereich,
an dem weniger Material zum Aufschmelzen vorhanden ist und an dem infolgedessen Material
nach innen einfällt. In der Konsequenz besitzt die Schweißnaht an einer solchen Stelle
eine dellenförmige konkave Vertiefung, die eine gewisse Störung der Schweißnaht darstellt.
Obwohl der Laserstrahl beim Überstreichen des Schlitzes nicht ausgeblendet wird, kann
die Schweißnaht im Bereich des Schlitzes sogar eine Unterbrechung aufweisen.
[0002] Aus der DE-OS 40 08 675 ist bereits ein elektromagnetisch betätigbares Ventil bekannt,
bei dem der Ventilschließkörper mit einer Schweißnaht an dem Verbindungsteil befestigt
ist, wobei die Schweißnaht mindestens im Bereich des Längsschlitzes oder noch zusätzlich
an weiteren Stellen in Umfangsrichtung unterbrochen ist.
Vorteile der Erfindung
[0003] Das erfindungsgemäße elektromagnetisch betätigbare Ventil mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß es auf besonders einfache Art und
Weise kostengünstig herstellbar ist. Es ergibt sich der Vorteil eines Verbindungsteils
mit relativ großen Toleranzen. Bei geringem Gewicht und großer Stabilität besitzt
das Verbindungsteil einen großflächigen hydraulischen Strömungsquerschnitt. Infolge
des sich über die gesamte axiale Länge erstreckenden Schlitzes ist das Verbindungsteil
federelastisch, wodurch die Verbindungen mit dem Anker und dem Ventilschließkörper
erleichtert werden. Durch die federelastische Nachgiebigkeit ist das Verbindungsteil
unter Spannung in die innere Öffnung des Ankers einschiebbar, so daß eine nachteilige
Spanbildung bei der Ankermontage vermieden wird. Andererseits kann der Ventilschließkörper
am dem Anker abgewandten Ende des Verbindungsteils sehr einfach und sicher befestigt
werden, da der Schlitz eine deutlich reduzierte Öffnungsweite besitzt. Beim Anwenden
einer durchgehenden Laserschweißung (Continuous Wave Laser) zum Befestigen des Ventilschließkörpers
an dem Verbindungsteil wird in vorteilhafter Weise eine Schweißnaht erzielt, die keine
wesentliche Unterbrechung besitzt. Die Verkleinerung der Schlitzweite an einem Ende
des Verbindungsteils führt zu einer Vergrößerung des verschweißten Querschnitts und
fast zu einer Vermeidung von Einfallstellen der Schweißnaht an den Schlitzrändern.
Der Schlitz des aus einem unmagnetischen Material gefertigten Verbindungsteils vermeidet
eine unerwünschte Wirbelstrombildung.
[0004] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Ventils möglich.
[0005] Besonders vorteilhaft ist es, das Verbindungsteil aus einem Metallblech zu fertigen,
indem Blechabschnitte in weitgehend rechteckiger Form zuerst ausgestanzt und nachfolgend
gerollt oder gebogen werden. Der Schlitz des Verbindungsteils wird dadurch gebildet,
daß die jeweils langgestreckten Stirnseiten des Blechabschnitts mit geringem Abstand
jeweils einander gegenüberliegen.
[0006] In vorteilhafter Weise ist die feste Verbindung des Ventilschließkörpers, der beispielsweise
kugelförmig ausgebildet ist, an dem mit einer Schlitzverjüngung ausgebildeten Ende
des Verbindungsteils durch eine um 360° vollständig umlaufende Schweißnaht erzielbar,
die eine sehr hohe dynamische Festigkeit besitzt.
[0007] Von Vorteil ist es, am dem Ventilschließkörper zugewandten unteren Ende des Verbindungsteils
am Umfang dem Schlitz genau gegenüberliegend eine Ausklinkung vorzusehen, mit der
ein sicheres Ausspülen der Ventilnadel gewährleistet wird. In vorteilhafter Weise
weist die Ausklinkung eine Tropfenform auf, wobei unmittelbar an der unteren Stirnseite
des Verbindungsteils eine sehr geringe Öffnungsweite vorliegt. Somit wird die Gefahr
einer Unterbrechung der Schweißnaht deutlich herabgesetzt. Einfallstellen der Schweißnaht
an der Ausklinkung wären jedoch unkritisch, da die dynamische Belastung sehr viel
geringer ist als am über die gesamte axiale Länge des Verbindungsteils verlaufenden
Schlitz.
[0008] Ebenfalls vorteilhaft ist es, die Wandung des Verbindungsteils mit mehreren sie durchdringenden
Strömungsöffnungen zu versehen, um eine unerwünschte Beeinflussung des abgespritzten
Brennstoffs durch die Strömungsverhältnisse im Ventil zu vermeiden.
Zeichnung
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 ein teilweise
dargestelltes elektromagnetisch betätigbares Ventil, Figur 2 einen Blechabschnitt
zur Ausformung eines Verbindungsteils einer axial bewegbaren Ventilnadel und Figur
3 ein Verbindungsteil als Einzelbauteil.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0010] In der Figur 1 ist als ein Ausführungsbeispiel ein elektromagnetisch betätigbares
Ventil in der Form eines Einspritzventils für Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden
fremdgezündeten Brennkraftmaschinen teilweise dargestellt. Das Ventil hat einen rohrförmigen
Ventilsitzträger 1, in dem konzentrisch zu einer Ventillängsachse 2 eine Längsbohrung
3 ausgebildet ist. In der Längsbohrung 3 ist eine axial bewegliche Ventilnadel 6 angeordnet.
[0011] Die elektromagnetische Betätigung des Ventils erfolgt in bekannter Weise. Zur axialen
Bewegung der Ventilnadel 6 und damit zum Öffnen entgegen der Federkraft einer Rückstellfeder
8 bzw. Schließen des Ventils dient ein nur teilweise dargestellter elektromagnetischer
Kreis mit einer Magnetspule 10, einem Kern 11 und einem Anker 12. Die Ventilnadel
6 wird von dem Anker 12, einem beispielsweise kugelförmigen Ventilschließkörper 13
und einem die beiden Einzelteile verbindenden Verbindungsteil 14 gebildet, wobei das
Verbindungsteil 14 eine rohrförmige Gestalt aufweist. Die Rückstellfeder 8 stützt
sich mit ihrem unteren Ende an der oberen Stirnfläche des Verbindungsteils 14 ab.
Der Anker 12 ist mit dem dem Ventilschließkörper 13 abgewandten Ende des Verbindungsteils
14 durch eine Schweißnaht 15 verbunden und auf den Kern 11 ausgerichtet. Andererseits
ist auch der Ventilschließkörper 13 mit dem dem Anker 12 abgewandten Ende des Verbindungsteils
14 z.B. mit einer Schweißnaht 16 fest verbunden. Die Magnetspule 10 umgibt den Kern
11, der das sich durch die Magnetspule 10 umschließende Ende eines nicht näher gekennzeichneten
Brennstoffeinlaßstutzens, der der Zufuhr des mittels des Ventils zuzumessenden Mediums,
hier Brennstoff, dient, darstellt.
[0012] Mit dem unteren Ende des Kerns 11 sowie mit dem Ventilsitzträger 1 ist konzentrisch
zur Ventillängsachse 2 dicht ein rohrförmiges, metallenes Zwischenteil 19 beispielsweise
durch Schweißen verbunden. In das stromabwärts liegende, dem Kern 11 abgewandte Ende
des Ventilsitzträgers 1 ist in der konzentrisch zur Ventillängsachse 2 verlaufenden
Längsbohrung 3 ein zylinderförmiger Ventilsitzkörper 25 durch Schweißen dicht montiert.
Der Ventilsitzkörper 25 weist dem Kern 11 zugewandt einen festen Ventilsitz 26 auf.
[0013] Die Magnetspule 10 ist von wenigstens einem beispielsweise als Bügel ausgebildeten,
als ferromagnetisches Element dienenden Leitelement 30 in Umfangsrichtung wenigstens
teilweise umgeben, das mit seinem einen Ende an dem Kern 11 und mit seinem anderen
Ende an dem Ventilsitzträger 1 anliegt und mit diesen z.B. durch Schweißen, Löten
oder eine Klebeverbindung verbunden ist.
[0014] Zur Führung des Ventilschließkörpers 13 während der Axialbewegung dient eine Führungsöffnung
31 des Ventilsitzkörpers 25. An seiner einen, dem Ventilschließkörper 13 abgewandten
unteren Stirnseite 32 ist der Ventilsitzkörper 25 mit einer z.B. topfförmig ausgebildeten
Spritzlochscheibe 34 konzentrisch und fest verbunden. Die Verbindung von Ventilsitzkörper
25 und Spritzlochscheibe 34 erfolgt beispielsweise durch eine umlaufende und dichte,
z.B. mittels eines Lasers ausgebildete Schweißnaht 45. Durch diese Art der Montage
ist die Gefahr einer unerwünschten Verformung der Spritzlochscheibe 34 im Bereich
seiner wenigstens einen, beispielsweise vier durch Erodieren oder Stanzen ausgeformten
Abspritzöffnungen 46 vermieden.
[0015] Die Einschubtiefe des aus Ventilsitzkörper 25 und Spritzlochscheibe 34 bestehenden
Ventilsitzteils in die Längsbohrung 3 bestimmt u.a. die Einstellung des Hubs der Ventilnadel
6, da die eine Endstellung der Ventilnadel 6 bei nicht erregter Magnetspule 10 durch
die Anlage des Ventilschließkörpers 13 an der Fläche des Ventilsitzes 26 des Ventilsitzkörpers
25 festgelegt ist. Die andere Endstellung der Ventilnadel 6 wird bei erregter Magnetspule
10 beispielsweise durch die Anlage einer oberen Stirnseite 22 des Ankers 12 an einer
unteren Stirnseite 35 des Kerns 11 festgelegt. Der Weg zwischen diesen beiden Endstellungen
der Ventilnadel 6 stellt den Hub dar.
[0016] Der kugelförmige Ventilschließkörper 13 wirkt mit der sich in Strömungsrichtung kegelstumpfförmig
verjüngenden Fläche des Ventilsitzes 26 des Ventilsitzkörpers 25 zusammen, die stromabwärts
der Führungsöffnung 31 des Ventilsitzkörpers 25 ausgebildet ist. Die Führungsöffnung
31 weist wenigstens einen Strömungsdurchlaß 27 auf, der eine Strömung des Mediums
in Richtung zum Ventilsitz 26 des Ventilsitzkörpers 25 ermöglicht. Andererseits können
auch am Ventilschließkörper 13 Strömungsdurchlässe in Form von Nuten oder Abflachungen
vorgesehen sein.
[0017] In der Figur 3 ist das erfindungsgemäße Verbindungsteil 14 der Ventilnadel 6 nochmals
als Einzelbauteil vor dem Erzielen der festen Verbindungen mit dem Anker 12 und dem
Ventilschließkörper 13 dargestellt, während die Figur 2 einen Blechabschnitt 50 zeigt,
aus dem das Verbindungsteil 14 herstellbar ist. Am stromaufwärtigen Ende des Verbindungsteils
14 ist beispielsweise eine Fase 48 ringförmig ausgeformt. In der Wandung des rohr-
bzw. hülsenförmigen Verbindungsteils 14 ist ein langgestreckter, die Wandung radial
vollständig durchdringender Schlitz 51 vorgesehen, der sich über die gesamte Länge
des Verbindungsteils 14 erstreckt, dabei jedoch mindestens zwei axial verlaufende
Bereiche unterschiedlicher Schlitzbreite bzw. -weite in Umfangsrichtung des Verbindungsteils
14 aufweist.
[0018] Durch den Schlitz 51 gelangt der aus dem Kern 11 in eine innere Längsöffnung 52 zuströmende
Brennstoff nach außen in die Längsbohrung 3 des Ventilsitzträgers 1. Über die Strömungsdurchlässe
27 im Ventilsitzkörper 25 oder am Umfang des Ventilschließkörpers 13 gelangt der Brennstoff
bis zum Ventilsitz 26 und zu den stromabwärts vorgesehenen Abspritzöffnungen 46, über
die der Brennstoff in ein Saugrohr oder einen Zylinder einer Brennkraftmaschine abgespritzt
wird. Der Schlitz 51 stellt einen großflächigen hydraulischen Strömungsquerschnitt
dar, über den der Brennstoff sehr schnell aus der inneren Längsöffnung 52 in die Längsbohrung
3 gelangen kann. Das dünnwandige Verbindungsteil 14 gewährleistet bei geringstem Gewicht
größte Stabilität.
[0019] Um eine unerwünschte Beeinflussung der Strahlform des aus den Abspritzöffnungen 46
abgespritzten Brennstoffs durch den zum Ventilsitz 26 eventuell unsymmetrisch strömenden
Brennstoff zu vermeiden, wird das Verbindungsteil 14 optional mit mehreren Strömungsöffnungen
55 versehen, die die Wandung des Verbindungsteils 14 durchdringen. Die beispielsweise
kreisförmigen und durch Stanzen bereits in den Blechabschnitt 50 eingebrachten Strömungsöffnungen
55 sind beispielhaft nur im Blechabschnitt 50 der Figur 2 und am Verbindungsteil 14
in Figur 3 dargestellt. Die z.B. zwölf Strömungsöffnungen 55 sind dabei in sich abwechselnden
Zweier- und Dreierreihen im Blechabschnitt 50 angeordnet. Abänderungen bezüglich Anzahl
und Lage der Strömungsöffnungen 55 sind problemlos realisierbar.
[0020] Die Herstellung des Verbindungsteils 14 erfolgt derart, daß aus einem ebenen, die
Dicke der Rohrwandung des Verbindungsteils 14 aufweisenden Metallblech Blechabschnitte
50, wie einer in Figur 2 dargestellt ist, mit weitgehend rechteckiger Form beispielsweise
durch Stanzen hergestellt werden. Die Blechabschnitte 50 weisen eine längere und eine
kürzere Erstreckung auf, wobei die längere Erstreckung der Länge des herzustellenden
Verbindungsteils 14 in axialer Richtung und die kürzere Erstreckung etwa dem Umfang
des herzustellenden Verbindungsteils 14 entsprechen. An ihrem einem Ende 56, an dem
der Ventilschließkörper 13 später befestigt wird, besitzen die Blechabschnitte 50
an ihren beiden Längsseiten minimal über die ansonsten rechteckförmige Kontur hinausstehende,
symmetrische Aufweitungen bzw. Verbreiterungen 57.
[0021] Nach dem Ausstanzen der Blechabschnitte 50 mit oben beschriebener Kontur wird jeder
Blechabschnitt etwa unter Zuhilfenahme eines Dornes in die Form des gewünschten Verbindungsteils
14 gerollt bzw. gebogen. Dabei bilden die jeweils langgestreckten Stirnflächen des
das Verbindungsteil 14 bildenden Blechabschnitts 50 den Schlitz 51, indem sie mit
geringem Abstand einander gegenüberliegen. Während die Breite des Schlitzes 51 in
Umfangsrichtung über den größten Teil seiner Längserstreckung beispielsweise ca. 0,5
mm beträgt, ergibt sich im Bereich der Aufweitungen 57 ein Schlitzbereich 58 mit einer
Verkleinerung der Breite des Schlitzes auf ca. 0,1 mm.
[0022] Am unteren Ende 56 des Blechabschnitts 50 ist optional eine Ausklinkung 59 vorgesehen,
die z.B. so angeordnet ist, daß sie am Umfang des gerollten Verbindungsteils 14 dem
Schlitz 51 genau gegenüberliegt. Die beispielsweise tropfenförmig ausgebildete Ausklinkung
59 weist an der unteren Stirnseite 60 nur eine geringe Öffnungsweite auf, die jedoch
von der Stirnseite 60 entfernt breiter, weiter oder bauchiger ausgeführt ist. Von
der in Figur 2 dargestellten Kontur abweichende Konturen (kolbenförmig, ballonförmig,
umgekehrt U-förmig) der Ausklinkung 59 sind ebenso denkbar. Durch die Ausklinkung
59 wird vermieden, daß nach dem Anschweißen des Ventilschließkörpers 13 aufgrund des
sehr schmalen Schlitzes 51 im Schlitzbereich 58 am unteren Ende 56 ein Sackloch in
dem Verbindungsteil 14 entsteht. Ein sicheres Ausspülen der Ventilnadel 6 wird also
voll gewährleistet.
[0023] Die Fertigung des Verbindungsteils 14 aus einem Blechabschnitt 50 stellt eine besonders
leichte und einfache Herstellungsart dar, die den Einsatz unterschiedlicher Materialien
ermöglicht und die eine Serienfertigung in großen Stückzahlen erlaubt. Durch das Vorsehen
des Schlitzes 51 im Verbindungsteil 14 ist das Verbindungsteil 14 federelastisch,
so daß für die innere Öffnung des Ankers 12 und das Verbindungsteil 14 selbst relativ
grobe Toleranzen gewählt werden können. Durch die federelastische Nachgiebigkeit ist
das Verbindungsteil 14 unter Spannung in die innere Öffnung des Ankers 12 einschiebbar.
[0024] Durch die sehr geringe Öffnungsweite des Schlitzes 51 im Schlitzbereich 58 am Ende
56 bzw. der optional vorgesehenen Ausklinkung 59 an der Stirnseite 60 und dem damit
fast rundum an dem Ventilschließkörper 13 anliegenden Verbindungsteil 14 ist die Schweißnaht
16 mit einer sehr hohen dynamischen Festigkeit erzielbar. Die Schweißnaht 16 zwischen
Verbindungsteil 14 und Ventilschließkörper 13 wird z.B. mit Hilfe eines sogenannten
Continuous Wave Lasers hergestellt. Dabei wird die Ventilnadel 6 unter dem kontinuierlichen
Laserstrahl gedreht und durchgehend verschweißt. Durch die deutliche Verkleinerung
des Schlitzes 51 werden gegenüber bekannten geschlitzten Ventilnadelhülsen der verschweißte
Querschnitt vergrößert und die Einfallstellen der Schweißnaht an den Schlitzrändern
derart deutlich bis zur fast völligen Vermeidung reduziert, daß eine durchgehende
Schweißnaht 16 weitgehend störungsfrei vorliegt. Die dynamische Belastung im Bereich
der Ausklinkung 59 ist außerdem bei weitem geringer als bei einem über die gesamte
Länge des Verbindungsteils 14 verlaufenden Schlitz, so daß eine eventuell auftretende
minimale Unterbrechung der Schweißnaht 16 an der Ausklinkung 59 unkritisch wäre.
1. Elektromagnetisch betätigbares Ventil, insbesondere Brennstoffeinspritzventil für
Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden fremdgezündeten Brennkraftmaschinen,
mit einer Ventillängsachse (2), mit einem von einer Magnetspule (10) zumindest teilweise
umgebenen Kern (11), mit einem Anker (12), mit einem Ventilschließkörper (13), der
mit einem Ventilsitz (26) zusammenwirkt, mit einem den Anker (12) und den Ventilschließkörper
(13) verbindenden rohrförmigen Verbindungsteil (14), wobei das Verbindungsteil (14)
mit einem die Wandung durchdringenden Schlitz (51) versehen ist, der über die gesamte
axiale Länge des Verbindungsteils (14) verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (51) am dem Ventilschließkörper (13) zugewandten Ende (56) in einem Schlitzbereich
(58) eine geringere Öffnungsweite besitzt als über seine restliche axiale Erstreckung.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsteil (14) aus einem Metallblech ausgebildet ist.
3. Ventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungsweite des Schlitzes (51) am Ende (56) nur ca. 20% der Öffnungsweite seiner
restlichen Erstreckung beträgt.
4. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des Verbindungsteils (14) mit wenigstens einer sie durchdringenden Strömungsöffnung
(55) versehen ist.
5. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende (56) des Verbindungsteils (14) an dessen Umfang dem Schlitz (51) genau gegenüberliegend
eine Ausklinkung (59) vorgesehen ist, die zu einer unteren Stirnseite (60) hin offen
ist.
6. Ventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausklinkung (59) tropfenförmig ausgeformt ist, wobei sich zur unteren Stirnseite
(60) hin die Öffnungsweite verjüngt.
7. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsteil (14) durch Stanzen und nachfolgendes Rollen oder Biegen herstellbar
ist.
8. Ventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein zur Herstellung des Verbindungsteils (14) aus dem Metallblech ausgestanzter Blechabschnitt
(50) eine weitgehend rechteckige Form hat, wobei an einem Ende (56) des Blechabschnitts
(50) an dessen Längsseiten geringfügig hinausstehende Aufweitungen (57) vorgesehen
sind.
1. Electromagnetically actuable valve, in particular fuel injection valve for fuel injection
systems of mixture-compressing spark-ignition internal combustion engines, with a
valve longitudinal axis (2), with a core (11) at least partially surrounded by a magnet
coil (10), with an armature (12), with a valve-closing body (13) which cooperates
with a valve seat (26), and with a tubular connecting part (14) connecting the armature
(12) and the valve-closing body (13), the connecting part (14) being provided with
a slot (51) which passes through the wall and runs over the entire axial length of
the connecting part (14), characterized in that the slot (51) possesses at the end (56) facing the valve-closing body (13), in a
slot region (58), a smaller orifice width than over its remaining axial extent.
2. Valve according to Claim 1, characterized in that the connecting part (14) is formed from a metal sheet.
3. Valve according to Claim 1 or 2, characterized in that the orifice width of the slot (51) at the end (56) amounts to only approximately
20% of the orifice width of its remaining extent.
4. Valve according to one of the preceding claims, characterized in that the wall of the connecting part (14) is provided with at least one flow orifice (55)
passing through said wall.
5. Valve according to Claim 1, characterized in that at the end (56) of the connecting part (14) a notch (59) is provided on the circumference
of the latter, and exactly opposite the slot (51), which notch is open towards a lower
end face (60).
6. Valve according to Claim 5, characterized in that the notch (59) is shaped in the form of a drop, the orifice width narrowing towards
the lower end face (60).
7. Valve according to Claim 2, characterized in that the connecting part (14) is capable of being produced by stamping and subsequent
rolling or bending.
8. Valve according to Claim 7, characterized in that a metal-sheet portion (50) stamped out of the metal sheet in order to produce the
connecting part (14) has an essentially rectangular shape, widenings (57) which project
slightly on the longitudinal sides of the metal-sheet portion (50) being provided
at one end (56) of the latter.
1. Soupape à commande électromagnétique, notamment injecteur de carburant pour une installation
d'injection de carburant d'un moteur à combustion interne, à allumage commandé et
compression de mélange, ayant un axe longitudinal (2), un noyau (11) entouré au moins
partiellement par une bobine électromagnétique (10), un induit (12), un organe d'obturation
de soupape (13) coopérant avec un siège de soupape (26), une pièce de liaison (14),
tubulaire, reliant l'induit (12) à l'organe d'obturation de soupape (13),
la pièce de liaison (14) étant munie d'une fente (51) traversant la paroi et s'étendant
sur toute la longueur axiale de la pièce de liaison (14),
caractérisée en ce que
la fente (51) présente à l'extrémité (56) tournée vers l'organe d'obturation de soupape
(13), une zone fendue (58) ayant une largeur d'ouverture plus faible que le restant
de la fente suivant la direction axiale.
2. Soupape à commande électromagnétique selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la pièce de liaison (14) est réalisée dans un morceau de tôle.
3. Soupape à commande électromagnétique selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
le degré d'ouverture de la fente (51), à l'extrémité (56), ne représente qu'environ
20% de la largeur d'ouverture dans sa partie restante.
4. Soupape à commande électromagnétique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la paroi de la pièce de liaison (14) comporte au moins un orifice d'écoulement (55)
qui la traverse.
5. Soupape à commande électromagnétique notamment à injecteur de carburant pour une installation
d'injection de carburant d'un moteur à combustion interne selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'extrémité (56) de la pièce de la pièce de liaison (14) présente exactement en regard
de la fente (51), dans sa périphérie, une encoche (59) ouverte en direction de la
face frontale inférieure (60).
6. Soupape à commande électromagnétique selon la revendication 5,
caractérisée en ce que
l'encoche (59) est en forme de goutte dont l'ouverture diminue vers la face frontale
inférieure (60).
7. Soupape à commande électromagnétique selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
la pièce de liaison (14) est réalisée par matriçage puis roulage ou cintrage.
8. Soupape à commande électromagnétique selon la revendication 7,
caractérisée en ce qu'
un segment de tôle (50) matricé dans une pièce de tôle pour la fabrication de la pièce
de liaison (14) présente une forme globalement rectangulaire et une extrémité (56)
du segment de tôle (50) présente des extensions (57) qui dépassent légèrement des
grands côtés.

