| (19) |
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(11) |
EP 0 937 282 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.01.2002 Patentblatt 2002/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.10.1997 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9702/450 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9818/060 (30.04.1998 Gazette 1998/17) |
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| (54) |
DRUCKER MIT ZWEI DRUCKWERKEN UND DURCH SCHRITTMOTORE ANGETRIEBENE TRANSPORTWALZENPAARE
PRINTER WITH TWO PRINTING UNITS AND PAIRS OF TRANSPORT ROLLERS DRIVEN BY STEP MOTORS
IMPRIMANTE COMPORTANT DEUX GROUPES D'IMPRESSIONS ET PAIRES DE CYLINDRES DE TRANSPORT
ACTIONNES PAR DES MOTEURS PAS A PAS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
| (30) |
Priorität: |
22.10.1996 DE 19643665
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.08.1999 Patentblatt 1999/34 |
| (73) |
Patentinhaber: Océ Printing Systems GmbH |
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85586 Poing (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- OLBRICH, Otto
D-82024 Taufkirchen (DE)
- THIEMANN, Peter
D-80804 München (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schaumburg, Karl-Heinz |
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Patentanwälte Schaumburg, Thoenes, Thurn, Postfach 86 07 48 81634 München 81634 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 818 982 US-A- 4 497 569 US-A- 4 681 313 US-A- 5 208 640
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US-A- 4 438 917 US-A- 4 635 920 US-A- 4 974 828
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Drucker mit zwei Druckwerken und durch Schrittmotore angetriebene Transportwalzenpaare
[0002] Die Erfindung betrifft ein Gerät, insbesondere Drucker oder Kopierer, mit einem ersten
elektrografischen Druckwerk, welches ein Bildmuster auf ein blattförmiges Material
druckt, mit einem Eingabeabschnitt, über den das blattförmige Material einzeln nacheinander
zuführbar ist, und mit einem Ausgabeabschnitt, über den das bedruckte blattförmige
Material einzeln nacheinander ausgegeben wird.
[0003] Bei einem bekannten Hochleistungsdrucker mit nur einem einzigen Druckwerk sind die
einzelnen Drucker-Komponenten genau aufeinander abgestimmt, so daß ein sehr zuverlässiger
Betriebszustand mit hoher Druckleistung erreicht wird. Um die Druckleistung noch weiter
zu steigern, müssen konstruktive Änderungen an diesen Komponenten vorgenommen werden,
was zu einem hohen Entwicklungsaufwand führt und die Ausfallwahrscheinlichkeit aufgrund
der Umkonstruktion der einzelnen Komponenten erhöht.
[0004] Aus der US 5,208,640 ist ein Drucker bekannt, der zwei gleichartige Druckwerke aufweist,
denen zu bedruckende Blätter über einen gemeinsamen Eingabeabschnitt einzeln nacheinander
zugeführt werden können.
[0005] Bei einem aus der DE 38 18 982 C2 bekannten Drucker werden Transportwalzenpaare im
Transportweg des Papiers angeordnet, Verschiedene Transportwalzenpaare werden dabei
gemeinsam durch einen einzigen oder wenige zentrale Antriebe über Synchronriemen angetrieben.
[0006] Wenn der Transport des blattförmigen Materials es erforderlich macht, daß Transportwalzenpaare
unterschiedliche Geschwindigkeiten haben oder ihre Drehrichtung andern mussen, so
sind bei bisherigen Lösungen die Walzen der Transportwalzenpaare über schaltbare Kupplungen
angetrieben worden. Ferner wurden Getriebe vor den Transportwalzen angeordnet, um
die Drehzahl und die Drehrichtung gemäß der geforderten Betriebsart einzustellen.
Auch vor diesen Getrieben mußten schaltbare Kupplungen angeordnet werden. Es hat sich
nun gezeigt, daß derartige schaltbare Kupplungen große Toleranzen in ihren Schaltzeiten
haben und daß sich hohe Beschleunigungen ergeben, wenn diese Kupplungen geschaltet
werden. Ein weiterer Nachteil ist, daß die Antriebsriemen für den synchronen Antrieb
der Transportwalzen teilweise sehr lange sind. Die bekannte Lösung ist daher sehr
aufwendig und hat eine geringe Betriebssicherheit.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Gerät der eingangs genannten Art anzugeben, dessen
Transportsystem für blattförmiges Material eine Vielzahl von Betriebsarten des Gerätes
ermöglicht und das mit geringem Aufwand realisiert werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Bei dem Gerät nach der Erfindung werden zwei im wesentlichen gleichartig aufgebaute
Druckwerke eingesetzt. Die Komponenten für diese Druckwerke, z.B. die elektronische
Ansteuerung, die Entwicklereinheiten, die Tonerzuführ- und Abführeinrichtungen etc.,
können nahezu unverändert beibehalten werden. Jedes Druckwerk für sich alleine hat
also eine sehr hohe Betriebszuverlässigkeit. Beide Druckwerke nutzen einen gemeinsamen
Eingabeabschnitt, über den das blattförmige Material zugeführt wird. Ebenso benutzen
beide Druckwerke gemeinsam einen Ausgabeabschnitt zum Abführen des bedruckten blattförmigen
Materials. Dadurch ist das neue Gerät sehr kompakt aufgebaut und kann mit geringem
Aufwand hergestellt werden. Aufgrund der beiden Druckwerke ist die Druckleistung deutlich
erhöht.
[0010] Bei der Erfindung sind als Antriebe in ihrer Drehrichtung umkehrbare Schrittmotoren
vorgesehen. Diese Schrittmotoren können durch eine vorgegebene Taktfrequenz auf die
gewünschte Drehzahl eingestellt werden, wobei beim Hochlaufen und beim Abbremsen des
Antriebs eine hohe Synchronität mit anderen gleichartigen Antrieben gewährleistet
ist. Verschiedene angetriebene Transportwalzen werden zu Gruppen zusammengefaßt, die
durch einen einzigen Schrittmotor angetrieben werden. Die Gruppenbildung führt dazu,
daß der konstruktive Aufwand verringert wird, wobei die Flexibilität zum Einstellen
bestimmter Geschwindigkeitsprofile weiterhin gegeben ist. Durch die Verwendung und
Anordnung dieser Antriebe sind schaltende Kupplungen und Getriebe nicht erforderlich,
wodurch die Betriebszuverlässigkeit steigt und der Hardwareaufwand klein bleibt. Die
Aufteilung in Gruppen einerseits und in Einzelantriebe innerhalb des Gerätes andererseits
führt dazu, daß eine Vielzahl von Papierlaufen realisiert werden kann, um gegebenenfalls
bei Ausfall eines Druckwerks mit dem verbleibenden anderen Druckwerk noch Druckaufträge
ausführen zu konnen.
[0011] Bei der Erfindung können Einzelblätter auf verschiedenen Transportabschnitten im
Drucker unterschiedliche Geschwindigkeiten haben, die teilweise ein Vielfaches der
Umdruckgeschwindigkeit betragen. Dadurch ist es möglich, das jeweilige Einzelblatt
nach und vor dem Umdrucken mit einer höheren Geschwindigkeit als die Umdruckgeschwindigkeit
zu befördern. Auf diese Weise kann der Gesamtdurchsatz im Drucker erhöht werden und
langere Verweilzeiten auf einem Streckenabschnitt, z.B. aufgrund des Durchlaufs durch
eine Weiche oder einer Wendevorrichtung, können durch hohe Fördergeschwindigkeiten
wieder ausgeglichen werden. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit außerhalb der Druckwerke
kann auch sichergestellt werden, daß die vorgeschriebenen Abstände zwischen ausgegebenen
Einzelblättern eingehalten werden und trotz gegebenenfalls unterschiedlicher Wege
der Einzelblätter im Drucker die ordnungsgemäße Ausgabefolge eingehalten wird.
[0012] Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß an mehreren Transportwalzenpaaren,
vorzugsweise an jedem Transportwalzenpaar, eine Abtastvorrichtung angeordnet ist,
welche den Vorbeilauf einer Vorderkante oder einer Hinterkante des blattförmigen Materials
signalisiert. Vorzugsweise enthält diese Abtastvorrichtung zwei Lichtschranken, wovon
eine vor dem Transportwalzenpaar und die andere hinter dem Transportwalzenpaar angeordnet
ist. Aufgrund der Signale der Abtastvorrichtung kann zu jeder Zeit festgestellt werden,
wo sich ein Einzelblatt befindet. Außerdem können Stauzustände im Gerät erkannt werden.
Abhängig vom Erkennen einer Vorderkante oder einer Hinterkante des Einzelblattes wird
das jeweilige Transportwalzenpaar beschleunigt oder verzögert. Auf diese Weise kann
der Durchlauf des Einzelblattes durch die Steuerung optimiert werden und der Drucker
kann mit der höchstmöglichen Druckgeschwindigkeit arbeiten, ohne daß ein Papierstau
im Drucker auftreten kann.
[0013] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist ein erster Umdruck-Transportweg für das
erste Druckwerk und ein separater zweiter Umdruck-Transportweg für das zweite Druckwerk
vorgesehen. Der Umdruck für beide Druckwerke erfolgt mit derselben Geschwindigkeit.
Da jedes Druckwerk einen eigenen Umdruck-Transportweg hat, kann bei Ausfall eines
Druckwerks dennoch blattförmiges Material weiter mit dem anderen Druckwerk bedruckt
werden.
[0014] Ein anderes Ausführungsbeispiel sieht vor, daß der erste Umdruck-Transportweg und
der zweite Umdruck-Transportweg durch einen Verbindungskanal verbunden sind, durch
welchen blattförmiges Material in eine oder in beiden Transportrichtungen förderbar
ist. Durch diese Maßnahmen kann bedrucktes Material vom ersten Druckwerk dem zweiten
Druckwerk sowie vom zweiten Druckwerk dem ersten Druckwerk zugeführt werden, um es
zu bedrucken. Durch den Verbindungskanal ist also eine Rückführung geschaffen, welche
die beiden Druckwerke miteinander verbindet, wodurch vielfältige Druckprozesse ermöglicht
werden.
[0015] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, daß das blattförmige Material beim Transport
vom ersten Umdruck-Transportweg zum zweiten Umdruck-Transportweg gewendet wird. Auf
diese weise kann jedes Druckwerk die Vorderseite und auch die Rückseite eines Einzelblattes
bedrucken. Wenn für die beiden Druckwerke Entwicklerstationen mit unterschiedlichen
Farben verwendet werden, so können auf jeder Seite des Einzelblattes zwei Bildmuster
mit zwei verschiedenen Farben gedruckt werden, d.h. es kann ein sogenannter Zweifarben-Duplexbetrieb,
auch Duplex-Farbspot-3etrieb genannt, verwirklicht werden.
[0016] Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
Darin zeigt:
- Figur 1
- schematisch den Aufbau eines Hochleistungsdruckers, bei dem die Erfindung verwirklicht
ist,
- Figur 2
- schematisch die Betriebsart Simplexdruck mit dem unteren Druckwerk,
- Figur 3
- schematisch die Betriebsart Simplexdruck mit dem oberen Druckwerk,
- Figur 4
- die Betriebsart abwechselnder Simplexdruck,
- Figur 5
- die Betriebsart Duplexdruck,
- Figur 6
- die Betriebsart Zweifarben-Simpiexdruck,
- Figur 7
- schematisch die Betriebsart Zweifarben-Duplexdruck,
- Figur 8
- schematisch die Verteilung der Transportwalzenpaare im Drucker längs des Transportwegs
der Einzelbiätrer,
- Figuren 9 bis 12
- den Papierlauf im Drucker für verschiedene Betriebsarten.
[0017] In Figur 1 ist ein Hochleistungsdrucker 10 dargestellt, der zum schnellen Drucken
von Einzelblättern aus Papier dient. Der Hochleistungsdrucker 10 enthält ein erstes,
unteres Druckwerk D1 sowie ein zweites, oberes Druckwerk D2. Beide Druckwerke D1,
D2 arbeiten nach dem bekannten elektrografischen Verfahren mit gleicher Umdruckgeschwindigkeit.
Den Druckwerken D1, D2 sind Fixiereinrichtungen nachgeschaltet, die schematisch in
der Figur 1 durch zwei Rollenpaare 12, 14 angedeutet sind. An den Hochleistungsdrucker
10 ist eine Papiereingape 16 angeschlossen, die mehrere Vorratsbehälter 18 bis 24
mit Einzelblättern sowie einen externen Papiereingabekanal 26 enthält, über den von
außen Einzelblätter zugeführt werden können. Über einen Transportkanal werden Einzelblätter
einem Eingabeabschnitt 28 zugeführt. Ausgabeseitig ist an den Hochleistungsdrucker
10 eine Papierausgabe 30 angeschlossen, die mehrere Ausgabebehälter 32 bis 36 enthält.
Ferner sind zwei Ausgabekanäle 38, 40 vorgesehen, über die Einzelblätter an weiterverarbeitende
Stationen ausgegeben werden können. Der Hochleistungsdrucker 10 gibt die bedruckten
Einzelblätter über den Ausgababschnitt 42 ab.
[0018] Im Inneren des Hochleistungsdruckers 10 sind Transportwege für den Transport der
Einzelblätter angeordnet, durch die verschiedene Betriebsarten des Hochleistungsdruckers
realisiert werden. Den Druckwerken D1, D2 sind jeweils Umdruck-Transportwege 44, 46
zugeordnet, die jeweils durch Antriebe so eingestellt sind, daß die zugeführten Einzelblätter
an den Druckwerken D1, D2 ihre Umdruckgeschwindigkeit haben. Beide Umdruck-Transportwege
44, 46 sind über einen Verbindungskanal 48 miteinander verbunden. Der Transportweg
um das erste Druckwerk D1 ist zu einem Ring durch einen Zuführkanal 50 erganzt, über
den auch Einzelblätter vom Eingabeabschnitt 28 dem zweiten Umdruck-Transportweg 46
zugeführt werden können. Der Transportweg für das zweite Druckwerk D2 wird auf ähnliche
Weise zu einem Ring durch einen Abführkanal 52 ergänzt, über den vom Druckwerk D1
bedruckte Einzelblätter dem Ausgabeabschnitt 42 zugeführt werden konnen.
[0019] Zwischen dem Eingabeabschnitt 28, dem ersten Umdruck-Transportweg 44 und dem Zuführkanal
50 ist eine erste Weiche W1 angeordnet, die es ermöglicht, daß Einzelblätter vom Eingabeabschnitt
28 wahlweise dem ersten Umdruck-Transportweg 44 oder dem Zuführkanal 50 zugeführt
werden. Eine weitere Variante besteht darin, daß auf dem Zufuhrkanal 59 in Richtung
der Weiche W1 transportierte Einzelblatter dem ersten Umdruck-Transportweg 44 zugeführt
werden konnen.
[0020] Weiterhin sind eine zweite Weiche W2 und eine dritte Weiche W3 an den Enden des Verbindungskanals
48 angeordnet und verbinden jeweils die angrenzenden Transportwege 44, 52 bzw. 46,
50. Eine vierte Weiche W4 befindet sich in der Nähe des Ausgabeabschnitts 42 und verbindet
die angrenzenden Transportwege. Die Papierausgabe 30 enthält eine fünfte Weiche W5,
die als Wendevorrichtung arbeitet. Ferner ist noch auf eine Aussteuereinrichtung 54
hinzuweisen, der über eine Weiche W6 Ausschuß-Einzelblätter zugeführt werden.
[0021] Durch die in Figur 1 beschriebene Anordnung können verschiedene Betriebsarten des
Hochleistungsdruckers 10 verwirklicht werden. In den nachfolgenden Figuren 2 bis 7
sind die verschiedenen Betriebsarten schematisch dargestellt. Die jeweilige Förderung
der Einzelblätter wird anhand von Pfeilen verdeutlicht.
[0022] In Figur 2 ist schematisch der Simplexdruck mit nur einem Druckwerk dargestellt.
Bei diesem Simplexdruck wird nur eine Seite eines Einzelblattes bedruckt. Das Einzelblatt
gelangt über den Eingabeabschnitt 28 und die entsprechend geschaltete Weiche W1 entlang
dem Pfeil P1 zum ersten Umdrucktransportweg 44 und wird an dem Druckwerk D1 bedruckt.
Anschließend wird das Einzelblatt entlang dem Abführkanal 52 (Pfeil P2) über den Ausgabeabschnitt
42 in die Papierausgabe 30 ausgegeben (Pfeil P3).
[0023] Figur 3 zeigt den Simplexdruck mit dem oberen, zweiten Druckwerk D2. Der Transport
des Einzelblattes erfolgt über den Zuführkanal 50 (Pfeil P4), den zweiten Umdruck-Transportweg
(Pfeil P5) zur Papierausgabe 30 (Pfeil P6).
[0024] Beim abwechselnden Simplexdruck mit erhöhter Druckleistung werden über den Eingabeabschnitt
28 Einzelblätter mit mindestens der doppelten Umdruckgeschwindigkeit der Druckwerke
D1, D2 zugeführt. Figur 4 zeigt schematisch den Transport der Einzelblätter. Die Weiche
W1 führt abwechselnd dem Zufuhrkanal 50 bzw. dem ersten Umdruck-Transportweg 44 Einzelblätter
zu (Pfeile P7, P8). Die Einzelblätter werden auf ihrem Transport bis zu den Druckwerken
D1, D2 auf Umdruckgeschwindigkeit abgebremst, dort jeweils auf der Vorderseite bedruckt
und anschließend zur Weiche W4 weiter gefördert. Bei dieser Weiterförderung gemäß
den Pfeilen P9, P10 werden die Einzelblätter auf mindestens die doppelte Umdruckgeschwindigkeit
beschleunigt, so daß sie am gemeinsamen Ausgabeabschnitt über die Weiche W4 mit Abstand
voneinander ausgegeben und in der Papierausgabe 30 nacheinander mit mindestens der
doppelten Umdruckgeschwindigkeit gemäß dem Pfeil P11 weitertransportiert werden können.
[0025] Bei der sogenannten Betriebsart "abwechselnder Simplexdruck" ist also erfindungsgemäß
vorgesehen, daß in der Papiereingabe 16 die Einzelblätter zum Eingabeabschnitt 28
mit mindestens der doppelten Umdruckgeschwindigkeit den Druckwerken D1, D2 zugeführt
werden. Auch in der Papierausgabe 30 werden die Einzelblätter ebenfalls mit mindestens
der doppelten Geschwindigkeit weitergefördert und abgelegt. Durch diese Maßnahmen
treffen die Einzelblätter am gemeinsamen Eingabeabschnitt 28 und am gemeinsamen Ausgabeabschnitt
42 ein, ohne daß eine Kollision von Einzelblättern und demzufolge ein Papierstau auftreten
kann. Vorzugsweise sind die Transportwege für die dem ersten Druckwerk D1 zugeführten
Einzeiblätter und die dem zweiten Druckwerk D2 zugeführten Einzelblätter symmetrisch
ausgelegt oder zumindest gleich lang, so daß auf beiden Transportwegen die Einzelblätter
mit dem gleichen Geschwindigkeitsprofil abgebremst und beschleunigt werden können.
Dadurch ist es möglich, die zum Transport erforderlichen Antriebe und Vorrichtungen
gleichartig aufzubauen. Weiterhin ist es möglich, gleichartige Steuerungen zu verwenden.
[0026] Figur 5 zeigt schematisch den Duplex-Druckbetrieb, bei dem die Einzelblatter beidseitig
bedruckt werden. Die dem Eingabeabschnitt 28 zugeführten Einzelblätter werden durch
die erste Weiche W1 dem ersten Umdruck-Transportweg 44 zugeführt (Pfeil P13). Nach
dem Bedrucken durch das Druckwerk D1 wird das jeweilige Einzelblatt eine Wendestrecke
gemäß dem Pfeil P14 über die Weiche W2 hinausgefördert. Diese Wendestrecke ist ein
Teil des Abführkanals 52. Anschließend wird die Förderrichtung gemäß Pfeil P15 umgekehrt,
und die Weiche W2 leitet dann das Einzelblatt gemäß dem Pfeil P16 in den Verbindungskanal
48. Das Einzelblatt wird dann von der Weiche W3 in Richtung des Pfeils P17 zum zweiten
Umdruck-Transportweg 46 umgelenkt. Dem Druckwerk D2 wird also die noch nicht bedruckte
Rückseite des Einzelblattes zum Bedrucken zugeführt. Anschließend werden die Einzelblätter
gemäß dem Pfeil P18 der Weiche W4 zugeführt und in die Papierausgabe 30 entlang dem
Pfeil P19 transportiert. Da das Einzelblatt in diesem Zustand mit seiner Rückseite
nach oben transportiert wird, ist es vor dem Ablegen in den Fächern 32 bis 36 noch
zu wenden. Hierzu dient die Weiche W5. Das Einzelblatt wird zunächst durch die Weiche
W5 in Richtung des Pfeils P20 für eine vorbestimmte Wendestrecke geführt. Dann wird
die Transportrichtung gemäß dem Pfeil P21 umgekehrt und die Weiche W5 fördert das
Einzelblatt in Richtung des Pfeils P22, woraufhin es in den Ablagefächern 32 bis 36
seitenrichtig abgelegt wird.
[0027] Wie zu erkennen ist, arbeitet die Weiche W2 als Wendevorrichtung, um dem Druckwerk
D2 die Rückseite des Einzelblattes zuzuführen. Alternativ kann zum Wenden auch die
Weiche W3 eingesetzt werden. Das das Druckwerk D1 verlassende Einzelblatt wird dann
über die Weiche W2, den Verbindungskanal 48 der Weiche W3 und dann für eine kurze
Wendestrecke entlang dem Zuführkanal 50 in Richtung der Weiche W1 geführt. Anschließend
wird die Transportrichtung umgekehrt und die Weiche W3 leitet das Einzelblatt in Richtung
des Druckwerks D2 mit seiner Rückseite nach oben.
[0028] Figur 6 zeigt schematisch eine weitere Betriebsart, den Zweifarben-Simplexdruck,
bei dem die Vorderseite eines Einzelblattes mit zwei Bildmustern verschiedener Farbe
bedruckt wird. Die beiden Druckwerke D1, D2 drucken Bildmuster verschiedener Farbe.
Bei der genannten Betriebsart Zweifarben-Simplexdruck wird das Einzelblatt über die
Weiche W1 dem Druckwerk D1 zugeführt (Pfeil P25). Anschließend wird das Einzelblatt
über die Weiche W2 dem Verbindungskanal 48 ohne Wenden und dann über die Weiche W3
dem Druckwerk D2 zugeführt (Pfeile P26, P27). Das Druckwerk D2 bedruckt die Vorderseite
mit einer von der Farbe des Druckwerks D1 verschiedenen Farbe. Anschließend wird das
Einzelblatt über die Weiche W4 an die Papierausgabe 30 ausgegeben (Pfeil P28).
[0029] Figur 7 zeigt schematisch den Transportweg eines Einzelbiattes bei der Betriebsart
Zweifarben-Duplexdruck, bei der die Vorderseite und die Rückseite eines Einzelblattes
mit Bildmustern verschiedener Farbe bedruckt werden. Voraussetzung hierfür ist, daß
die Druckwerke D1 und D2 verschiedenfarbige Druckbilder drucken. Zum zweifarbigen
Bedrucken der Vorderseite wird wie bei der Betriebsart Zweifarben-Simplexdruck gemäß
Figur 6 vorgegangen. Die Pfeile P25, P26, P27 und P28 veranschaulichen den Transportweg.
Anschließend wird das Einzelblatt erneut dem Druckwerk D1 zugeführt. Die Pfeile P29
bis P36 veranschaulichen den Transportweg des Einzelblattes zum Bedrucken der Rückseite.
Damit diese Rückseite dem Druckwerk D1 zugeführt wird, muß auf dem Transportweg zwischen
dem Druckwerk D2 und dem Druckwerk D1 das Einzelblatt gewendet werden. Dieses Wenden
kann z.B. an der Weiche W4, der Weiche W2 oder der Weiche W3 erfolgen. Bei einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung erfolgt das Wenden mithilfe der Weiche W4, d.h.
das Einzelblatt wird zunächst für eine kurze Wendestrecke in Richtung der Weiche W5
transportiert, dann die Transportrichtung umgekehrt und das Einzelblatt in Richtung
der Weiche W2 weitergefördert. Nach dem Transport in die Papierausgabe 30 gemäß dem
Pfeil P36 erfolgt ein weiteres Wenden durch die Weiche W5 und anschließend die seitenrichtige
Ablage des doppelseitig mit jeweils zwei Farbbildern bedruckten Einzelblattes.
[0030] Ein alternativer Transport des Einzelblattes durch den Hochleistungsdrucker 10 zur
Realisierung der Betriebsart Zweifarben-Duplexdruck kann in der folgenden Weise erfolgen,
Zunächst wird das Einzelblatt vom Eingabeabschnitt 28 über die Weiche W1 dem Druckwerk
D1 zugeführt, seine Vorderseite bedruckt und anschließend über die Weichen W2 und
W3 zum Wenden kurz in Richtung der Weiche W1 geleitet. Nach dem Passieren der Weiche
W3 wird die Transportrichtung in Richtung Druckwerk D2 geändert und das Einzelblatt
auf dem Umdruck-Transportweg 46 gefördert. Die Weiche W3 dient also als Wendestation.
Am Druckwerk D2 wird demnach die Rückseite des Einzelblattes bedruckt. Danach wird
das Einzelblatt über die Weichen W4, W2, W3 und W1 erneut dem ersten Druckwerk D1
zugeführt, um nunmehr die Rückseite zu bedrucken. Das Einzelblatt muß hierzu gewendet
werden. Dies erfolgt an Weiche W4, wobei es kurz in Richtung Weiche W5 gefördert,
die Transportrichtung umgekehrt und in Richtung Weiche W2 im gewendeten Zustand transportiert
wird. Nach dem Bedrucken der Rückseite des Einzelblattes im Druckwerk D1 wird das
Einzelblatt über die Weichen W2 und W3 dem Druckwerk D2 zugeführt, wobei es gewendet
wird. Nunmehr wird die Vorderseite vom Druckwerk D2 bedruckt. Anschließend wird das
Einzelblatt über die Weiche W4 zu den Ablagefächern 32 bis 36 geführt. Da es nunmehr
lagerichtig, d.h. mit der Oberseite nach oben in die Ablage 30 gelangt, muß es nicht
erneut durch die Weiche W5 gewendet werden.
[0031] Figur 8 zeigt schematisch die möglichen Transportwege eines Einzelblatts im Hochleistungsdrucker
10. Die verschiedenen Transportabschnitte 44, 46, 48, 50, 52 enthalten Transportwalzenpaare
T31 bis T65 gemäß der gezeigten Darstellung, Auszunehmen sind die Elemente T40 und
T60, welche die Druckwerke D1 und D2 betreffen, sowie die Elemente T43 und T63, welche
Fixierwalzenpaare der den Druckwerken D1, D2 jeweils nachgeschalteten Fixierstationen
betreffen. Zusätzlich sind die Transportwalzenpaare T30 und T48 mit zugeordneten Schrittmotoren
M30 und M48 zu erwähnen, die zu den Weichen W1 bzw. W4 gehören. Jedem Transportwalzenpaar
T31 bis T65 ist mindestens eine Lichtschranke L zugeordnet. Das Bezugszeichen L für
jede Lichtschranke ist aus Übersichtsgründen in der Figur 8 und den folgenden Figuren
lediglich für die Transportwalzenpaare T31 bis T44 des ersten Umdruck-Transportweges
44 eingezeichnet. Die Lichtschranken L dienen dazu, den Vorbeilauf der Vorderkante
bzw. der Hinterkante des Einzelblattes zu detektieren, so daß die Steuerung zu jedem
Zeitpunkt den Aufenthalt des Einzelblattes auf den verschiedenen Transportstrecken
kennt und das jeweilige Transportwalzenpaar T30 bis T65 gemäß der eingestellten Betriebsart
beschleunigt oder verzögert. Die verschiedenen Transportwalzenpaare T30 bis T65 haben
voneinander einen Abstand geringfügig kleiner als die Abmessung des Einzelblattes
in Förderrichtung. Für den Fall eines DIN A4 Einzelblattes mit einer Abmessung in
Förderrichtung von 210 mm ist ein zweckmäßiger Abstand der Transportwalzenpaare T31
bis T65 von etwa 200 mm einzuhalten.
[0032] Als Antriebe für die angetriebene Walze der Transportwalzenpaare T30 bis T65 sind
in ihrer Drehrichtung umkehrbare Schrittmotoren M30 bis M65 vorgesehen, deren Zuordnung
zu den verschiedenen Transportwalzenpaaren der Figur 8 zu entnehmen ist. Bestimmte
Transportwalzenpaare sind zu Gruppen zusammengefaßt und werden jeweils durch einen
einzigen Schrittmotor angetrieben. So sind im Zuführkanai 50 die Transportwalzenpaare
T51, T52, T53, T54 zu einer Gruppe zusammengefaßt, die durch einen einzigen Schrittmotor
M51 angetrieben sind. Die jeweiligen angetriebenen Walzen der Transportwalzenpaare
T51 bis 54 sind durch Zahnriemen miteinander gekoppelt, wodurch ein einwandfreier
Synchronlauf gewährleistet ist.
[0033] Im ersten Umdruck-Transportweg 44 sind die Transportwalzenpaare T31 und T32 zu einer
Gruppe zusammengefaßt und werden durch den Schrittmotor M31 angetrieben. Im Verbindungskanal
48 sind die Transportwalzenpaare T49 und T50 zu einer Gruppe zusammengefaßt, die durch
den einzigen Schrittmotor M49 angetrieben sind. Im zweiten Umdruck-Transportweg 46
wird jedes Transportwalzenpaar T55, T56, T64, T65 durch einen separaten Schrittmotor
M55, M56, M64, M65 angetrieben. Der Abführkanal 52 enthält die Transportwalzenpaare
T45, T46 und T47, welche zu einer Gruppe zusammengefaßt sind und durch den cinzigen
Schrittmotor M45 gemeinsam angetrieben werden.
[0034] Somit ist zu erkennen, daß auf dem gesamten Transportweg innerhalb des Hochleistungsdruckers
10 verschiedene Transportwalzenpaare zu Gruppen zusammengefaßt sind, die jeweils durch
einen einzigen Schrittmotor angetrieben werden. Die Transportwalzenpaare einer jeden
Gruppe haben zu jedem Zeitpunkt übereinstimmende Geschwindigkeit, wobei diese Geschwindigkeit
sich zwischen v
0 und 4 x v
0 (v
0 ist die Umdruckgeschwindigkeit der Druckwerke D1, D2) sowie in ihrer Richtung ändern
kann. Die folgende Tabelle gibt für die verschiedenen Transportwalzenpaare T30 bis
T65 an, welche Geschwindigkeiten neben der Grundgeschwindigkeit v
0 auftreten können.
| Transportwalzenpaare |
Geschwindiakeiten; v0 und zeitweise die aufgeführten Geschwindigkeiten |
| T30 |
2, 5 x v0 |
| T31; T32 |
2,5 x v0 |
| T45; T46; T47 |
4 x v0; 2,2 x v0 rückwärts. |
| T48 |
3 x v0; 4 x v0; 2,2 x v0 rückw. |
| T49; T50 |
2,2 x v0; 2,5 x v0 |
| T51;T52; T53;T54 |
4 x v0; 2,5 x v0; 2,2 x v0 rückw. |
| T55 |
4 x v0 |
| T65 |
4 x v0 |
[0035] Da die vorgenannten Geschwindigkeiten zu verschiedenen Zeitpunkten beim Druckbetrieb
auftreten, gewährleistet nur die Unabhängigkeit der verschiedenen Schrittmotoren M30
bis M65 eine hohe Flexibilität für die Durchläufe der Einzelblätter bei verschiedenen
Betriebsarten. Wie erwähnt, sind die Transportwalzenpaare T30 bis T65 direkt mit den
Schrittmotoren M30 bis M65 verbunden, so daß schaltende Kupplungen entfallen können.
[0036] Die folgenden Figuren 9 bis 12 zeigen schematisch den Durchlauf von Einzelblättern
bei der Realisierung verschiedener Betriebsarten des Hochleistungsdruckers 10. In
Figur 9 ist der Duplexbetrieb gezeigt, bei dem die Vorderseite und die Rückseite der
Einzelblätter durch das Druckwerk D1 bzw. das Druckwerk D2 bedruckt werden, Der Durchlauf
wird anhand der mit Richtungspfeilen versehenen durchgezogenen Linie 60 deutlich.
Beim Wenden an der Weiche W3 wird das Einzelblatt mit seiner Vorderkante bis zur Lichtschranke
des Transportwalzenpaars T52 geführt. Dann wird die Drehrichtung umgekehrt und das
Einzelblatt über die Weiche W3 dem Druckwerk D2 zugeführt.
[0037] Figur 10 zeigt schematisch den Durchlauf bei der Betriebsart Zweifarben-Duplexdruck
anhand der Linie 60, wobei die Einzelblätter zweimal an den Druckwerken D1 und D2
vorbeigeführt werden. Die Einzelblätter werden in der Weiche W4 gewendet, wie anhand
der Linie 60 verdeutlicht wird.
[0038] Figur 11 zeigt den Duplexdruck mit nur einem Druckwerk D1. Der Durchlauf der Einzelblätter
wird anhand der Linie 60 deutlich. Die Einzelblätter werden an der Weiche W2 gewendet.
[0039] Figur 12 zeigt den Durchlauf von Einzelblättern längs der Linien 60a, 60b bei der
Betriebsart alternativer Simplexdruck, bei dem den Druckwerken D1 und D2 abwechselnd
Einzelblätter zum Bedrucken der jeweiligen Vorderseite zugeführt werden. Die Einzelblätter
werden mit der 2,5-fachen Geschwindigkeit über das Transportwalzenpaar 30 zugeführt.
An der Weiche W1 erfolgt eine Aufteilung der Einzelblätter in den ersten Umdruck-Transportweg
44 und den Zuführkanal 50, der in den zweiten Umdruck-Transporweg 46 mündet. Die Einzelblätter
werden über die Transportwalzenpaare 31, 32 mit der Geschwindigkeit 2,5 x v
0 weitertransportiert. Das Einzelblatt wird anschließend in seiner Geschwindigkeit
so verzögert, daß es am Druckwerk D1 mit Umdruckgeschwindigkeit v
0 vorbeigeführt wird. Nach dem Durchlaufen der Fixierstation mit dem Transportwalzenpaar
T43 wird das Einzelblatt auf eine hohe Transportgeschwindigkeit, z.B. 4 x v
0 beschleunigt, um über das Transportwalzenpaar T48 mit hoher Geschwindigkeit ausgegeben
zu werden. Auf analoge Weise werden die Einzelblätter auf dem Zuführkanal 50 und dem
zweiten Umdruck-Transportweg 46 gefördert.
[0040] Durch das Einstellen unterschiedlicher Geschwindigkeiten und unterschiedlicher Drehrichtungen
der Transportwalzenpaare T30 bis T65 ist es bei den verschiedenen Betriebsarten des
Hochleistungsdruckers möglich, die beim Durchlauf durch Weichen und unterschiedlich
lange Transportstrecken innerhalb des Hochleistungsdruckers 10 benötigten Zeitverluste
wieder auszugleichen, so daß im Ausgabeabschnitt 42 die Einzelblätter in der Reihenfolge
ausgegeben werden, wie sie dem Eingabeabschnitt 28 zugeführt worden sind. Die Beschleunigungen
und Verzögerungen der Einzelblätter auf den verschiedenen Transportstrecken wird dabei
so eingestellt, caß auch die vorbestimmten Abstände zwischen den Einzelblättern eingehalten
werden. Die erforderliche Flexibilität der Geschwindigkeiten der einzelnen Transportwalzenpaare
T30 bis T65 wird dabei durch die Schrittmotoren M30 bis M65 gewährleistet, welche
taktgesteuert arbeiten, wodurch sich exakte Förderwege einstellen lassen.
1. Gerät, insbesondere Drucker oder Kopierer, mit einem ersten elektrografischen Druckwerk
(D1), welches ein Bildmuster auf ein blattförmiges Material druckt,
mit einem Eingabeabschnitt (28), über den das blattförmige Material einzeln nacheinander
zuführbar ist,
mit einem Ausgabeabschnitt (42), über den das bedruckte blattförmige Material einzeln
nacheinander ausgegeben wird,
wobei eine Wendevorrichtung für das blattförmige Material vorgesehen ist,
wobei im Gerät (10) ein im wesentlichen gleichartiges zweites Druckwerk (D2) vorgesehen
ist, dem über den gemeinsamen Eingabeabschnitt (28) blattförmiges Material zuführbar
ist,
wobei das vom zweiten Druckwerk (D2) bedruckte blattförmige Material über den gemeinsamen
Ausgabeabschnitt (42) ausgegeben wird,
wobei im Transportweg (44, 46, 50, 52) für das blattförmige Material vom Eingabeabschnitt
(28) zum Ausgabeabschnitt (4) durch Antriebe (M30 - M65) angetriebene Transportwalzenpaare
(T30 - T65) angeordnet sind, die voneinander einen Abstand geringfügig kleiner als
die Abmessung des Materials in Förderrichtung haben,
wobei die Transportwalzenpaare (T30 - T65) abhängig von der Betriebsart des Gerätes
unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten und Förderrichtungen haben,
wobei als Antriebe in ihrer Drehrichtung umkehrbare Stellmotoren oder taktgesteuerte
Motoren (M30 - M65) vorgesehen sind,
wobei vorbestimmte angetriebene Transportwalzen zu Gruppen zusammengefaßt sind und
miteinander ohne Kupplungen und Getriebe gekoppelt sind und jeweils durch einen einzigen
Antrieb angetrieben werden,
wobei ein erster Umdruck-Transportweg (44) längs des ersten Druckwerks (D1) und ein
separater zweiter Umdruck-Transportweg (46) längs des zweiten Druckwerks (D2) vorgesehen
sind,
wobei der Eingabeabschnitt (28) eine Weiche (W1) enthält, die blattförmiges Material
entweder dem ersten Umdruck-Transportweg (44) oder dem zweiten Umdruck-Transportweg
(46) zuführt,
wobei der erste Umdruck-Transportweg (44) und der zweite Umdruck-Transportweg (46)
durch einen Verbindungskanal (48) verbunden sind, durch welchen blattförmiges Material
in eine oder in beiden Transportrichtungen förderbar ist,
wobei an mehreren Transportwalzenpaaren eine Abtastvorrichtung angeordnet ist, welche
den Vorbeilauf einer Kante des blattförmigen Materials signalisiert, und
wobei abhängig von den Signalen der Abtastvorrichtungen, ein vorgegebenes Transportwalzenpaar
beschleunigt oder verzögert wird.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Weiche (W1) blattförmiges Material abwechselnd dem ersten Umdruck-Transportweg
44 und dem zweiten Umdruck-Transportweg (46) zufuhrt.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungskanal (48) 2wei Transportwalzenpaare (T49, T50) enthält, deren angetriebene
Transportwalzen zu einer Gruppe mit einem Verbindungskanal-Schrittmotor (M49) zusammengefaßt
sind.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungskanal-Schrittmotor (M49) abhängig von der Betriebsart mit der Umdruckgeschwindigkeit
(v0), im wesentlichen der 2,2-fachen Umdruckgeschwindkeit (v0) und im wesentlichen der 2,5-fachen Umdruckgeschwindigkeit (v0) betrieben wird.
5. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendevorrichtung eine Weiche (W2, W3, W4) enthält, daß das blattförmige Material
zum Wenden zunächst an der Weiche (W2, W3, W4) vorbei auf einem ersten Transportweg
in einer Transportrichtung in einen Wendeabschnitt (52, 50) transportiert wird, daß
danach die Transportrichtung umgekehrt wird, und daß die Weiche (W2, W3, W4) das blattförmige
Material zu einem zweiten Transportweg in der anderen Tranaportrichtung fördert.
6. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuführkanal (50) vier Transportwalzenpaare (T51 - T54) enthält, deren angetriebene
Transportwalzen zu einer Gruppe mit einem Zuführkanal-Schrittmotor (M51) zusammengefaßt
sind.
7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuführkanal-Schrittmotor (M51) abhängig von der Betriebsart mit der Umdruckgeschwindigkeit
(v0) im wesentlichen der 4-fachen Umdruckgeschwindigkeit (v0), im wesentlichen der 2,5-fachen Umdruckgeschwindigkeit (v0) und im wesentlichen der 2,2-fachen umgekehrten Umdruckgeschwindigkeit (v0) betrieben wird.
8. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abführkanal (52) drei Transportwalzenpaare (T45 - T47) enthält, deren angetriebene
Transportwalzen zu einer Gruppe mit einem Abführkanal-Schrittmotor (M45) zusammengefaßt
sind.
9. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Abführkanal-Schrittmotor (M45) abhängig von der Betriebsart mit der Umdruckgeschwindigkeit
(v0), im wesentlichen der 4-fachen Umdruckgeschwindigkeit (v0) und im wesentlichen der 2,2-fachen umgekehrten Umdruckgeschwindigkeit (v0) betrieben wird.
10. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Umdruck-Transportweg (44) in Förderrichtung nach dem Eingabeabschnitt (28)
zwei Transportwalzenpaare (T31, T32) enthält, deren angetriebene Transportwalzen zu
einer Gruppe mit einen ersten Schrittmotor (M31) zusammengefaßt sind.
11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Schrittmotor (M31) abhängig von der Betriebsart mit der Umdruckgeschwindigkeit
(v0) oder im wesentlichen der 2,5-fachen Umdruckgeschwindigkeit (v0) betrieben wird.
12. Gerät nach einem der vorhergehenden Anspruche, dadurch gekennzeichnet, daß die angetriebenen Transportwalzen einer jeden Gruppe durch Zahnriemen untereinander
verbunden sind.
13. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht zu Gruppen zusammengefaßten Transportwalzenpaare (T30, T36, T44, T55, T56,
T64, T65, T48) jeweils durch einzelne Schrittmotoren (M30, X46, M44, M55, M56, M64,
M65, M58) separat angetrieben sind.
14. Gerät nach einen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß, der erste Umdruck-Transportweg (44), der Verbindungskanal (48) und ein Zuführkanal
(50) einen geschlossenen Transportweg bilden, wobei der Zuführkanal in beiden Richtungen
blattförmiges Material transportieren kann und blattförmiges Material dem zweiten
Umdruck-Transportweg zuführt.
15. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Umdruck-Transportweg (46), der Verbindungskanal (48) und ein Abführkanal
(52) für blattförmiges Material einen geschlossenen Transportweg bilden, wobei der
Abfuhrkanal (52) blattförmiges Material in beiden Richtungen fördern kann und den
ersten Umdruck-Transportweg (44) mit dem Ausgabeabschnitt (42) verbindet.
16. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingabeabschnitt (28) eine erste Weiche (W1) enthält, daß an der Verbindungsstelle
zwischen erstem Umdruck-Transportweg (44) und Verbindungskanal (48) und Abfuhrkanal
(52) eine zweite Weiche (W2) angeordnet ist, daß an der Verbindungsstelle zwischen
Verbindungskanal (48), zweitem Umdruck-Transportweg (46) und Zuführkanal (50) eine
dritte Weiche (W3) angeordnet ist, und daß an der Verbindungsstelle zwischen zweitem
Umdruck-Transportweg (46) und Abführkanal (52) eine vierte Weiche (W4) angeordnet
ist.
17. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Transportwalzenpaar eine Abtastvorrichtung angeordnet ist.
18. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastvorrichtung zwei Lichtschranken (L) für das Erkennen der Vorderkante und
der Hinterkante enthält.
1. Apparatus, particular printer or copier, comprising a first electrographic printing
unit (D1) that prints an image pattern on a sheet-shaped material,
comprising an input section (28) via which the sheet-shaped material can be supplied
individually in succession to a delivery channel (50),
comprising an output section (42) over which the printed, sheet-shaped material is
output from a discharge channel (52) individually in succession,
whereby a turning device for the sheet-shaped material is provided,
whereby an essentially identical second printing unit (D2) is provided in the apparatus
(10), sheet-shaped material being suppliable thereto via the common input section
(28),
whereby the sheet-shaped material printed by the second printing unit (D2) is output
via the common output section (42),
whereby transport roller pairs (T30-T65) driven by drives (M30-M65) are arranged in
the transport path (44, 46, 50, 52) for the sheet-shaped material from the input section
(28) to the output section (4), said transport roller pairs having a spacing from
one another slightly smaller than the dimension of the material in conveying direction,
whereby the transport roller pairs (T30-T65) have different rotational speeds and
conveying directions dependent on the operating mode of the apparatus,
whereby stepping motors with reversible rotational sense or clock-controlled motors
(M30-M65) are provided as drives,
whereby predetermined, driven transport rollers are combined to form groups and are
directly coupled to one another and are respectively driven by a single drive, whereby
a first transfer printing transport path (44) along the first printing unit (D1) and
a separate, second transfer printing transport path (46) along the second printing
unit (D2) are provided,
whereby the input section (28) contains a shunt (W1) that supplies the sheet-shaped
material either to the first transfer printing transport path (44) or to the second
transfer printing transport path (46),
whereby the first transfer printing transport path (44) and the second transfer printing
transport path (46) are connected by a connecting channel (48) through which sheet-shaped
material can be conveyed in one or in both conveying directions,
whereby a sensor means is arranged at a plurality of transport roller pairs, said
sensor means signaling the passage of an edge of the sheet-shaped material, and
whereby a predetermined transport roller pair is accelerated or retarded dependent
on the signals of the sensor means.
2. Apparatus according to claim 1, characterized in that the shunt (W1) supplies sheet-shaped material to the first transfer printing transport
path (44) and the second transfer printing transport path (46) in alternation.
3. Apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that the connecting channel (48) contains two transport roller pairs (T49, T50) whose
driven transport rollers are combined to form a group with a connecting channel stepping
motor (M49).
4. Apparatus according to claim 3, characterized in that the connecting channel stepping motor (49) is operated, dependent on the operating
mode, with the transfer printing speed v0, essentially 2.2 times the transfer printing speed (v0) and essentially 2.5 times the transfer printing speed (v0).
5. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the turning means contains a shunt (W2, W3, W4); that, for being turned, the sheet-shaped
material is first conducted past the shunt (W2, W3, W4) on a first transport path
in a transport direction into a turning section (52, 50); in that, subsequently, the transport direction is reversed; and in that the shunt (W2, W3, W4) conveys the sheet-shaped material to a second transport path
in the other transport direction.
6. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the delivery channel (50) contains four transport roller pairs (T51, T54) whose driven
transport rollers are combined to a group with a delivery channel stepping motor (51).
7. Apparatus according to claim 6, characterized in that the delivery channel stepping motor (M51) is operated, dependent on the operating
mode, with the transfer printing speed (v0), essentially four times the transfer printing speed (v0), essentially 2.5 times the transfer printing speed (v0) and essentially 2.2 times the reverse transfer printing speed (v0).
8. Apparatus according to one of the preceding claims characterized in that the discharge channel (52) contains three transport roller pairs (T45-T47) whose
driven transport rollers are combined to a group with a discharge channel stepping
motor (M45).
9. Apparatus according to claim 8, characterized in that the discharge channel stepping motor (M45) is operated, dependent on the operating
mode, with the transfer printing speed (v0), essentially for time transfer printing speed (v0) and essentially 2.2 times the reverse transfer printing speed (v0).
10. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the first transfer printing transport path (44) contains two transport roller pairs
(T31, T32) in conveying direction following the input section (28), the driven transport
rollers thereof being combined to a group with a first stepping motor (M31).
11. Apparatus according to claim 10, characterized in that the first stepping motor (M31) is operated, dependent on the operating mode, with
the transfer printing speed (v0) or essentially 2.5 times the transfer printing speed (v0).
12. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the driven transport rollers of each and every group are connected to one another
by toothed belts.
13. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the further transport roller pairs (T30, T36, T44, T55, T56, T64, T65, T48) not combined
into groups are respectively separately driven by individual stepping motors (M30,
M46, M44, M55, M56, M64, M65, M58).
14. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the first transfer printing transport path (44), the connecting channel (48) and
a delivery channel (50) form a closed transport path, whereby the delivery channel
can transport sheet-shaped material in both directions and supplies sheet-shaped material
to the second transfer printing transport path.
15. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the second transfer printing transport path (46), the connecting channel (48) and
a discharge channel (52) for sheet-shaped material form a closed transport path, whereby
the discharge channel (52) can convey sheet-shaped material in both directions and
connects the first transfer printing transport path (44) to the output section (42).
16. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the input section (28) contains a first shunt (W1); in that a second shunt (W2) is arranged at the junction between first transfer printing transport
path (44) and connecting channel (48) and discharge channel (52); in that a third shunt (W3) is arranged at the junction between connecting channel (48), second
transfer printing transport path (46) and delivery channel (50); and in that a fourth shunt (W4) is arranged at the junction between second transfer printing
transport path (46) and discharge channel (52).
17. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a sensor means is arranged at every transport roller pair.
18. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the sensor means contains two light barriers (L) for recognizing the leading edge
and the trailing edge.
1. Appareil, en particulier appareil d'impression ou copieur, comportant
un premier dispositif d'impression électrographique (D1), lequel imprime une trame
d'image sur une matière en feuilles,
une section d'entrée (28) par laquelle la matière en feuilles peut être amenée séparément
et successivement à un canal d'amenée (50),
une section de sortie (42) par laquelle la matière en feuilles imprimée est délivrée
séparément et successivement par un canal de sortie (52),
étant prévu un dispositif de retournement pour la matière en feuilles,
étant prévu, dans l'appareil (10), un second dispositif d'impression (D2), sensiblement
de même type, auquel une matière en feuilles peut être amenée par la section d'entrée
(28),
la matière en feuilles imprimée par le second dispositif d'impression (D2) étant délivrée
par la section de sortie commune (42),
dans le chemin de défilement (44, 46, 50, 52) pour la matière en feuilles, allant
de la section d'entrée à la section de sortie, étant agencées des paires de rouleaux
de défilement (T30 à T65), entraînées par des dispositifs d'entraînement (M30 à M65),
qui sont à une distance les unes des autres légèrement inférieure à la dimension de
la matière dans le sens de défilement,
les paires de rouleaux de défilement (T30 à T65) ayant des vitesses de rotation différentes
dans le sens de défilement selon le mode de fonctionnement de l'appareil,
des servomoteurs à sens de rotation réversible ou bien des moteurs synchrones (M30
à M65) étant prévus comme dispositifs d'entraînement,
des rouleaux de défilement entraînés prédéterminés étant rassemblés en groupes et
étant couplés les uns aux autres sans embrayages ni engrenages, et étant à chaque
fois entraînés par un seul dispositif d'entraînement,
un premier chemin de défilement et de duplication (44) étant prévu le long du premier
dispositif d'impression (D1) et un second chemin de défilement et d'impression séparé
(46) étant prévu le long du second dispositif d'impression (D2),
la section d'entrée (28) comportant un dispositif d'aiguillage (W1) qui amène une
matière en feuilles soit au premier chemin de défilement et de duplication (44) soit
au second chemin de défilement et de duplication (46),
le premier chemin de défilement et de duplication (44) et le second chemin de défilement
et de duplication (46) étant reliés par un canal de raccordement (48) par lequel une
matière en feuilles peut être transportée dans un sens ou dans les deux sens de défilement,
un dispositif d'exploration étant agencé au niveau de plusieurs paires de rouleaux
de défilement, lequel dispositif signale le passage d'un bord de la matière en feuilles,
et
une paire prédéterminée de rouleaux de défilement accélérant ou bien ralentissant
en fonction des signaux délivrés par les dispositifs d'exploration.
2. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'aiguillage (W1) amène une matière en feuilles alternativement au
premier chemin de défilement et de duplication (44) et au second chemin de défilement
et de duplication (46).
3. Appareil selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le canal de raccordement (48) comporte deux paires de rouleaux de défilement (T49,
T50), dont les rouleaux de défilement entraînés sont rassemblés en un groupe comportant
un moteur pas-à-pas de canal de raccordement (M49).
4. Appareil selon la revendication 3, caractérisé en ce que le moteur pas-à-pas de canal de raccordement (M49) fonctionne à la vitesse de duplication
(v0), sensiblement à 2,2 fois la vitesse de duplication (v0), et sensiblement à 2,5 fois la vitesse de duplication (v0), selon le mode de fonctionnement.
5. Appareil selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de retournement comporte un dispositif d'aiguillage (W2, W3, W4), en ce que la matière en feuilles en vue du retournement est transporté dans une section de
retournement (52, 50) en passant tout d'abord par le dispositif d'aiguillage (W2,
W3, W4) sur un premier chemin de défilement dans un sens de défilement, en ce que le sens de défilement est ensuite inversé, et en ce que le dispositif d'aiguillage (W2, W3, W4) transporte la matière en feuilles à un second
chemin de défilement dans l'autre sens de défilement.
6. Appareil selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le canal d'amenée (50) comporte quatre paires de rouleaux de défilement (T51 à T54),
dont les paires de rouleaux de défilement entraînées sont rassemblées en un groupe
comportant un moteur pas-à-pas de canal d'amenée (M51).
7. Appareil selon la revendication 6, caractérisé en ce que le moteur pas-à-pas de canal d'amenée (M51) fonctionne à la vitesse de duplication
(v0), sensiblement à 4 fois la vitesse de duplication (v0), sensiblement à 2,5 fois la vitesse de duplication (v0), et sensiblement à 2,2 fois la vitesse de duplication (v0), selon le mode de fonctionnement.
8. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le canal d'amenée (52) comporte trois paires de rouleaux de défilement (T45 à T47),
dont les rouleaux de défilement entraînés sont rassemblés en un groupe comportant
un moteur pas-à-pas de canal d'amenée (M45).
9. Appareil selon la revendication 8, caractérisé en ce que le moteur pas-à-pas de canal d'amenée (M45) fonctionne à la vitesse de duplication
(v0), sensiblement à 4 fois la vitesse de duplication (v0), et sensiblement à 2,2 fois la vitesse de duplication (v0), selon le mode de fonctionnement.
10. Appareil selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier chemin de défilement et de duplication (44) comporte, par référence au
sens de transport, en aval de la section d'entrée (28), deux paires de rouleaux de
défilement (T31, T32) dont les rouleaux de défilement entraînés sont rassemblés en
un groupe comportant un premier moteur pas-à-pas (M31).
11. Appareil selon la revendication 10, caractérisé en ce que le premier moteur pas-à-pas (M31) fonctionne à la vitesse de duplication (v0) ou sensiblement à 2,5 fois la vitesse de duplication (v0), selon le mode de fonctionnement.
12. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les rouleaux de défilement entraînés d'un groupe donné sont raccordés ensemble par
des courroies crantées.
13. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les paires de rouleaux de défilement qui ne sont pas rassemblés en groupes (T30,
T36, T44, T55, T56, T64, T65, T48) sont entraînées séparément par des moteurs pas-à-pas
distincts (M30, M46, M44, M55, M56, M64, M65, M58), respectivement.
14. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier chemin de défilement et de duplication (44), le canal de raccordement
(48) et un canal d'amenée (50) forment un chemin de défilement fermé, le canal d'amenée
pouvant faire défiler dans les deux sens une matière en feuilles et amenant une matière
en feuilles au second chemin de défilement et de duplication.
15. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le second chemin de défilement et de duplication (46), le canal de raccordement (48)
et un canal d'amenée (52) forment un chemin de défilement fermé pour une matière en
feuilles, -le canal d'amenée (52) pouvant transporter une matière en feuilles dans
les deux sens et reliant le premier chemin de défilement et de duplication (44) à
la section de sortie (42).
16. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la section d'entrée (28) comporte un premier dispositif d'aiguillage (W1), en ce qu'un deuxième dispositif d'aiguillage (W2) est agencé à l'emplacement de raccordement
entre le premier chemin de défilement et de duplication (44), le canal de raccordement
(48) et le canal d'amenée (52), en ce qu'un troisième dispositif d'aiguillage (W3) est agencé à l'emplacement du raccordement
entre le canal de raccordement (48), le second chemin de défilement et de duplication
(46) et le canal d'amenée (50), et en ce qu'un quatrième dispositif d'aiguillage (W4) est agencé à l'emplacement du raccordement
entre le second chemin de défilement et de duplication (46) et le canal d'amenée (52).
17. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif d'exploration est agencé au niveau de chaque paire de rouleaux de défilement.
18. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'exploration comporte deux barrettes lumineuses (L) pour la détection
du bord avant et du bord arrière.