[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Stulpschiene, insbesondere zum Überdecken einer
mindestens einteiligen Treibstange, zum Befestigen an einer Beschlagnut eines Fensters,
einer Tür oder dgl., wobei die zumindest einteilige Stulpschiene mittels wenigstens
eines in die Beschlagnut eingreifenden Halteelements an oder in der Beschlagnut festhaltbar
ist.
[0002] Aus der EP 0 056 484 A2 ist ein "mit einem Stulpschienenbeschlag ausgerüsteter Tür-
oder Fensterflügel" bekannt geworden. An die Stulpschiene werden mehrere U-förmige
Halter angeschraubt, die mit quer abstehenden Zungen ausgestattet sind. Letztere untergreifen
quer nach innen vorstehende Stege des Flügelprofils. Der Stulpschienenbeschlag kann
auf die Beschlagnut aufgesetzt und dann in diese hineingedrückt werden. Dabei gleiten
dann die Zungen an den Stegen des Profils vorbei. Sobald sie die Stege passiert haben,
federn sie elastisch nach außen und verhindern auf diese Weise das Herausziehen des
Stulpschienenbeschlags aus der Beschlagnut. Der Vorteil dieser Ausführung liegt darin,
dass man den Stulpschienenbeschlag montieren und in der Beschlagnut gegen Herausfallen
sichern kann, ohne dass hierzu irgendwelche Schrauben eingedreht oder sonstige Befestigungsmittel
betätigt werden müssen. Der Nachteil dieser Konstruktion wird aber darin gesehen,
dass sie grundsätzlich die Verwendung eines im Beschlagnutbereich besonders gestalteten
Nutquerschnitts verlangen, nämlich das Vorhandensein der erwähnten Stege, die besonders
angeordnet und dimensioniert sein müssen.
[0003] Es liegt nun die Aufgabe vor, unter Beibehaltung des Vorteils der Arretierung zumindest
einer Stulpschiene, am Rahmenprofil auf eine spezielle Ausbildung der Beschlagnut,
insbesondere das Anformen von Stegen der genannten Art verzichten zu können. Dabei
soll es zunächst grundsätzlich unerheblich sein, ob es sich um eine Stulpschiene allein
oder um eine Stulpschiene handelt, die Bestandteil eines Stulpschienenbeschlags ist.
An bestimmten Bereichen eines Flügels, bspw. im Eckbereich eines Drehkippflügels findet
sich nämlich im Eckbereich der Stulpschiene keine Treibstange, wenn keine Umlenkung
der Treibstangenbewegung vorgesehen ist. Andererseits kann aber eine solche Stulpschiene
durchaus ein Beschlagteil tragen, bspw. die flügelseitige Lagerhälfte.
[0004] Bei der Montage des gattungsgemäßen Beschlags tritt grundsätzlich das Problem auf,
dass bei liegendem Flügel die in die Beschlagnut eingesetzte oder auf diese aufgesetzte
Stulpschiene unabhängig davon, ob sie Bestandteil eines Stulpschienenbeschlags ist
oder nicht, ganz oder zumindest teilweise aus der Beschlagnut herausrutscht, bevor
die Befestigungsschrauben oder dgl. in den Rahmen eingedreht worden sind. Besonders
schwierig ist insoweit die Montage eines Beschlags mit einer mehrteiligen Stulpschiene,
die aber andererseits den Normfall darstellt. Aus diesem Grunde benötigt man, wenn
die Lösung gemäß EP 0 056 484 C2 nicht zur Verfügung steht, zuweilen eine Hilfsperson,
welche die Stulpschiene solange in der Beschlagnut festhält, bis an einigen Punkten
des Flügels Befestigungsschrauben eingedreht sind.
[0005] Zur Lösung der gestellten Aufgabe wird bei einer Stulpschiene der gattungsgemäßen
Art erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass das Halteelement zum Festhalten in der Beschlagnut
quer zur Montagerichtung und quer zur Längsachse der Stulpschiene federelastisch zusammendrückbar
ist, wobei in Längsrichtung der Stulpschiene verlaufende Vorsprünge oder Wandaußenflächen
jedes Halteelements an der jeweils zugeordneten Beschlagnut-Seitenwand federelastisch
angedrückt sind.
[0006] Anstelle der beim Stand der Technik vorgenommenen Verrastung der Treibstange bzw.
des Stulpschienenbeschlags mit quer abstehenden Stegen des Profils, wird bei der erfindungsgemäßen
Ausbildung die Stulpschiene mit allen damit zusammenhängenden Teilen und Elementen
einfach in die Beschlagnut hineingedrückt und dort durch Reibung gehalten. Selbstverständlich
müssen dabei die Halteelemente entsprechend der Beschlagnut dimensioniert und gestaltet
werden, jedoch ist das bei den vorbekannten Halteelementen nicht anders. Durch das
federelastische Zusammendrücken der federelastischen Schenkel des oder der Halteelemente
erreicht man den notwendigen Reibschluss in der Beschlagnut der ausreicht, um die
Stulpschiene gegen Herausfallen zu sichern. Infolgedessen kann diese derart festgehaltene
Stulpschiene von einer einzigen Person anschließend mit entsprechenden Schrauben oder
dgl. Befestigungselementen fest montiert werden. In gleicher Weise ist dann auch später
eine Demontage ohne Zuhilfenahme irgendwelcher Werkzeuge und ohne Zerstörung, bspw.
der Halteelemente möglich.
[0007] Jedes Halteelement ist in Weiterbildung der Erfindung rastend oder klemmend an der
Stulpschiene gehalten. Dabei kann man die Verbindung mittelbar oder unmittelbar vornehmen.
So sieht bspw. eine weitere Ausgestaltung der Erfindung vor, dass das Halteelement
an einem, mit der Stulpschiene fest verbundenen Beschlagteil, insbesondere einem Führungsglied
für eine Treibstange, befestigt oder angeformt ist. Derartige Führungsglieder sind
ansich bekannt und sie ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen.
Sie lassen sich, ohne dass dazu irgendwelche Abänderungen des Führungsglieds notwendig
sind, unmittelbar nutzen, jedoch ist je nach Ausgestaltung des jeweiligen Führungsglieds
eine förmliche Anpassung des Halteglieds erforderlich oder zumindest zweckmäßig. Wenn
man die Halteelemente zweckmäßigerweise separat aus federelastischem Kunststoff fertigt,
wie dies Anspruch 4 vorschlägt, so entstehen keine nennenswerten Kosten, wenn man
bedenkt, dass es sich bei Fenster- und Türbeschlägen um Massenartikel handelt.
[0008] Eine weitere Ausbildung der Erfindung ergibt sich aus Anspruch 5. Die darin erwähnte
U-Form oder Bogen-Form ermöglicht eine problemlose und rasche Montage, ohne Zuhilfenahme
von Werkzeugen. Auch insoweit ist dies ein Erfordernis von Massenware.
[0009] Wie die Stulpschiene und die verschiedenen Varianten der Halteelemente im Einzelnen
aussehen und an die Stulpschiene bzw. einen Stulpschienenbeschlag angepasst sein können,
ergibt sich aus den Unteransprüchen.
[0010] Desweiteren ergeben sich Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung nicht
nur aus den Unteransprüchen, sondern auch der nachfolgenden Beschreibung, in der unter
Bezugnahme auf die Zeichnung mehrere Ausführungsbeispiele im Einzelnen erläutert sind.
Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils
einzeln für sich oder in verschiedenen Kombinationen erfindungswesentlich sein. In
der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Vorderansicht einer ersten Ausführungsform eines Halteelements;
- Figur 2
- eine abgebrochene Schrägbilddarstellung mit dem Halteelement der Figur 1 in Einbaustellung;
- Figur 3
- einen Schnitt gemäß der Linie III-III der Figur 1;
- Figur 4
- in vergrößertem Maßstab einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV eines zweiten Ausführungsbeispiels
des Halteelements;
- Figur 5
- eine Draufsicht auf das Halteelement der Figur 4;
- Figur 6
- eine abgebrochene Schrägbilddarstellung eines Stulpschienenbeschlags mit der zweiten
Ausführungsform des Halteelements;
- Figur 7
- einen Schnitt gemäß der Linie VII-VII der Figur 6;
- Figur 8
- ebenfalls in vergrößertem Maßstab eine Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform
des Halteelements;
- Figur 9
- wiederum eine abgebrochene Schrägbilddarstellung eines Stulpschienenbeschlags mit
der dritten Ausführungsform des Halteelements gemäß Figur 8;
- Figur 10
- einen Schnitt gemäß der Linie X-X der Figur 9;
- Figur 11
- eine der Figur 4 entsprechende Darstellung einer vierten Variante;
- Figur 12
- analog zu Figur 5 eine Draufsicht auf Figur 11.
[0011] Insbesondere die Figuren 2, 6 und 8 und 11 zeigen vier verschiedene Ausführungen
des Halteelements 1 bzw. 2 bzw. 3 bzw. 37, das wesentlicher Bestandteil der vorliegenden
Erfindung ist. Das Halteelement 1 wird gemäß Figur 2 am freien Ende einer Stulpschiene
4 gehalten. Bei dem abgebrochen gezeichneten Stulpschienenteil handelt es sich im
Speziellen um den einen Schenkel einer winkelförmigen Stulpschiene, wie man sie bei
Dreh-Kipp-Fenstern und -Türen kennt. Dabei kann an dem dargestellten Winkelschenkel
der Stulpschiene bspw. eine flügelseitige Lagerhälfte angebracht, insbesondere angenietet
sein. Das freie Ende der Stulpschiene bzw. dieses Winkelschenkels ist in an sich bekannter
Weise mit einem winkelförmigen Ansatz 5 ausgestattet, der durch zweimaliges Umbiegen
geschaffen wurde. In den Zwischenraum zwischen dem Ende der Stulpschiene 4 und dem
freien Winkelschenkel 6 des Ansatzes 5 ist das Halteelement 1 eingeschoben. Gemäß
Figur 3 ist die Höhe des Halteelements 1 so gewählt, dass es bevorzugt mit leichter
Vorspannung in den Zwischenraum 7 passt. Damit es nicht herausfallen kann, besitzt
es an der Außenseite seines U-Mittelstücks 8 einen warzenartigen Vorsprung 9, der
in eine Ausnehmung 10, vorzugsweise eine Bohrung am freien Winkelschenkel 6, einrastet.
[0012] Ein Holm 11 eines Fensters, einer Tür oder dgl., vorzugsweise ein Flügelholm, ist
in bekannter Weise mit einer Beschlagnut 12 versehen. Sie ist randoffen und beim Ausführungsbeispiel
nach außen hin absatzartig erweitert. Vor diese Nut wird nun die Stulpschiene 4 mit
dem Halteelement 1 gehalten und dann im Sinne des Pfeils 13 hineingedrückt. Dabei
ist die Breite des Halteelements 1 geringfügig größer als die Nutbreite bzw. bei einer
absatzartig erweiterten Nut als die Breite des innenliegenden schmäleren Nutteils.
Alle Halteelemente 1, 2, 3 sind mit unterschiedlich gestalteten Vorsprüngen versehen.
Die Vorsprünge 14 und 15 des Halteelements 1 legen sich bei montierter Stulpschiene
4 federelastisch angepresst, an die parallelen Nutseitenwände 16 bzw. 17 an und bewirken
dadurch das klemmende Festhalten dieser Stulpschiene 4. Bei der in Figur 3 zu sehenden
Beschlagnut 12 handelt es sich um eine bekannte und auch vielfach übliche Querschnittsform
für eine solche Beschlagnut. Sie ermöglicht die nach außen hin bündige versenkte Montage
der Stulpschiene 4.
[0013] Wenn auf die geschilderte Weise die Stulpschiene in der Beschlagnut 12 unverrückbar
und sicher provisorisch gehalten ist, kann man durch die Bohrung 18 der Stulpschiene
4 oder sogar durch die Ausnehmung 10 und das darunter liegende Befestigungsloch hindurch
eine Befestigungsschraube bzw. in Längsrichtung der Stulpschiene 4 gesehen mehrere
Befestigungsschrauben ins Holz des Holms 11 oder auch in ein Gewinde eines anderen
Holmmaterials eindrehen. Auf jeden Fall kann auf diese Weise die Stulpschiene ohne
eine Hilfsperson von einem einzigen Mann montiert werden.
[0014] Ergänzend wird noch angefügt, dass die beiden Vorsprünge 14 und 15 gemäß Figur 2
in Längsrichtung der Stulpschiene 4 verlaufen und bei dem im wesentlichen U-förmigen
Grundkörper 19 des Halteelements 1 außen an dessen U-Schenkeln angeformt sind (Figur
1). Der Querschnitt der Vorsprünge 14 und 15 ist etwa winkelförmig, jedoch kann man
mit Blick auf die Figur 1 leicht einsehen, dass er auch etwa T-förmig sein kann. Bei
einer stufenförmig abgesetzten Beschlagnut 12 ist die Gesamtbreite des Halteelements
1 geringer als die Breite des erweiterten Nutteils. Außerdem verlaufen die freien
Außenflächen der Vorsprünge 14 und 15 leicht geneigt zueinander, damit das Halteelement
leicht und ohne Beschädigung in den schmaleren Nutteil hineingleiten kann.
[0015] Eine zweite Ausführungsform eines Halteelements ergibt sich insbesondere aus den
Figuren 4 und 5. Dieses Halteelement 2 besitzt ebenfalls einen U-förmigen Grundkörper
19, mit an der Außenseite seiner U-Schenkel angeformten Vorsprüngen 20 und 21. Ihre
Querschnittsform weicht von derjenigen der Figur 1 etwas ab, weswegen sie bevorzugterweise
auf jeder Seite auch mindestens paarförmig vorhanden sind. Sie haben eine widerhakenartige
Gestalt, welche einerseits ein leichtes Hineindrücken in Montagerichtung 13 und andererseits
ein gutes Absichern der montierten Stulpschiene 4 in Gegenrichtung gewährleisten.
[0016] An der Außenseite des U-Mittelstücks 8 des Halteelaments 2 befindet sich ein Verrastansatz
22, der in eine Rastaufnahme 23 der Stulpschiene 4 eingreift (Figur 7). Es handelt
sich dabei um eine längsgeschlitzte Hülse, die vorzugsweise an ihrem freien Ende einen
Verrastaußenbund 24 trägt. Aus Stabilitätsgründen ist lediglich das freie Ende des
Verrastansatzes mit einem kurzen Längsschlitz 25 versehen. Dies reicht aus, um ein
federelastisches Einsprengen in die Rastaufnahme 23 zu ermöglichen, wobei es sich
insoweit um eine angefaste Bohrung der Stulpschiene 4 handelt, die beim Ausführungsbeispiel
zugleich eine Befestigungsbohrung für die Stulpschiene 4 ist. Eine nicht dargestellte
Befestigungsschraube wird demzufolge in Richtung des Pfeils 13 in diese Befestigungsbohrung
eingesteckt, wobei sie zunächst den Verrastansatz 22 und dann bei tieferem Einstecken
und auch beim Eindrehen das gesamte Halteelement 2 durchsetzt. Sie wird dann ins Material
des Holms 11 oder im Falle eines Metall- oder Kunststoffensters in eine dort bevorzugterweise
vorhandene Gewindebohrung eingedreht.
[0017] Figur 7 entnimmt man, dass in Analogie zu Figur 3 die Vorsprünge 20 und 21 für einen
sicheren provisorischen Sitz der Stulpschiene 4 in der Beschlagnut 12 sorgen. Die
Beschlagnut 12 entspricht derjenigen in Figur 3. Ein Unterschied besteht aber insofern,
als sich zwischen dem im Querschnitt U-förmigen Grundkörper 19 der Stulpschiene 4
noch eine an sich bekannte Treibstange 26 befindet, an der Schließzapfen und dgl.
befestigt sein können. Insoweit handelt es sich bei Figur 7 um einen Treibstangenbeschlag.
Am Übergang des Verrastansatzes 22 zum U-förmigen Grundkörper 19 befindet sich noch
eine im wesentlichen ovale Verstärkung 27, die in ein Langloch 28 der Treibstange
26 eingreift und zur Längsführung herangezogen werden kann.
[0018] Das Halteelement 3, der in den Figuren 8 bis 10 gezeigten Variante, weicht insofern
von den beiden vorne beschriebenen Ausführungsformen prinzipiell ab, als sein Grundkörper
29 keine U-Form sondern eine Bogenform besitzt. Das hängt damit zusammen, dass es
nicht unmittelbar an der Stulpschiene 4 angebracht wird, sondern mittelbar an einem
im wesentlichen T-förmigen Führungsglied 30, welches in an sich bekannter Weise fest
mit der Stulpschiene 4 verbunden, bspw. vernietet ist. Gemäß Figur 9 handelt es sich
auch dort um einen Treibstangenbeschlag, der im wesentlichen aus der Stulpschiene
4, der Treibstange 26, sowie weiteren an sich bekannten Elementen, wie Schließglieder,
Schwenklaschen und dgl. besteht. Auch dieser Treibstangenbeschlag soll in Analogie
zu den beiden erläuterten Ausführungsbeispielen in Pfeilrichtung 13 (Figur 10) in
eine Beschlagnut 12 eingeschoben, darin durch wenigstens ein Halteelement 3 festgehalten
und anschließend mittels Befestigungsschrauben am Rahmenholm 11 endgültig anmontiert
werden.
[0019] Das Halteelement 3 trägt an seinen beiden, beim dritten Ausführungsbeispiel parallelen
Bogenschenkeln in Gegenrichtung quer abstehende Vorsprünge 14 und 15, welche man gemäß
Figur 10 grob als im Querschnitt winkelförmig bezeichnen kann. Ihre freien Winkelschenkel
ragen dabei etwas nach außen hin, so dass insgesamt außen eine V-förmige Kontur entsteht
(Figur 9), welche das leichte Eindrücken in die Beschlagnut 12 und auch das klemmende
Festhalten gegen Herausfallen gewährleistet.
[0020] Aufgrund einer speziellen Form des T-förmigen Führungsglieds 30, auf dessen T-Längssteg
31 das Halteelement 3 in Pfeilrichtung 32 (Figur 8) aufgeschoben ist, wurde an die
Innenseite des einen Grundkörperschenkels ein Rastansatz 33 angeformt, der in der
Montageendstellung in eine Rastaufnahme 34 oder einen Querdurchbruch des T-Längsstegs
31 des Führungsglieds 30 einrastet. Gemäß Figur 10 befindet sich bei dieser Variante
das Halteelement 3 zwischen der Treibstange 26 und der Stulpschiene 4, die auch hier
bündig in eine Nuterweiterung eingebracht ist. Das T-förmige Führungsglied 30 ist
mittels eines insbesondere angeformten Nietzapfens 35 fest mit der Stulpschiene 4
verbunden. Demzufolge durchsetzt das ein Langloch 36 der Treibstange 26.
[0021] Die in den Figuren 11 und 12 gezeigte Variante lehnt sich an diejenige der Figuren
4 bis 7 an. Es findet dabei allerdings kein U- oder Bogen-förmiger Grundkörper Verwendung
sondern ein blockförmiger, vorzugsweise prismenförmiger Grundkörper 38. Auf seiner
in Figur 11 nach oben weisenden breiteren Schulter 39 liegt die Treibstange 26 eines
Treibstangenbeschlags auf. Darüber befindet sich die Stulpschiene 4. Der aus Figur
4 bekannte Verrastaußenbund 24 hält die genannten Teile zusammen.
[0022] Am in Figur 11 unteren schmäleren Ende des Grundkörpers 38 sind in bogenförmigem
Übergang zwei leistenförmige Vorsprünge 14 und 15 angeformt, die etwa denjenigen in
Figur 10 entsprechen. Auch dieser Treibstangenbeschlag wird auf die Beschlagnut aufgesetzt
und im Sinne des Pfeils 14 eingedrückt. Dabei handelt es sich analog zu Figur 7 um
eine absatzartig nach außen erweiterte Beschlagnut, wobei der erweiterte Beschlagnutteil
die Stulpschiene 4 bündig aufnimmt. Insofern ist also die Breite der Stulpschiene
4 größer als die größte Breite am freien Ende der Vorsprünge 14 und 15. Deren V-förmige
Anordnung erleichtert das Eindrücken dieser Einheit in die Beschlagnut.
[0023] Am in Figur 11 unteren Ende des Halteelements 37 befindet sich eine im Querschnitt
rechteckige Ausnehmung 41. Wenn beim Einsetzen und Eindrehen einer Befestigungsschraube
im Sinne des Pfeils 40 durch die Höhlung 42 sich der Werkstoff am Nutgrund des diesen
Beschlag aufnehmenden Holms insbesondere Flügelholms etwas aufwirft, so kann die Ausnehmung
41 einen derart entstehenden oder entstandenen Materialwulst aufnehmen. Hinsichtlich
weiterer Einzelheiten bspw. auch der ovalen Verstärkung 27 oder des Längsschlitzes
25 wird auf die vorstehenden Ausführungen vor allen Dingen zur Variante nach den Figuren
4 bis 7 verwiesen.
1. Stulpschiene, insbesondere zum Überdecken einer wenigstens einteiligen Treibstange,
zum Befestigen an einer Beschlagnut (12) eines Fensters, einer Tür o.dgl., wobei die
zumindest einteilige Stulpschiene (4) mittels wenigstens eines in die Beschlagnut
eingreifenden Halteelements an oder in der Beschlagnut festhaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (1, 2, 3) zum Festhalten in der Beschlagnut (12) quer zur Montagerichtung
(13) und quer zur Längsachse der Stulpschiene (4) federelastisch zusammendrückbar
ist, wobei in Längsrichtung der Stulpschiene (4) verlaufende Vorsprünge (14, 15; 20,
21) oder Wandaußenflächen jedes Halteelements (1, 2, 3) an der jeweils zugeordneten
Beschlagnut-Seitenwand (16 bzw. 17) federelastisch andrückbar sind.
2. Stulpschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Halteelement (1,
2, 3) rastend oder klemmend zumindest indirekt an der Stulpschiene (4) gehalten ist.
3. Stulpschiene nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement
(1, 2, 3) an einem mit der Stulpschiene (4) fest verbundenen Beschlagteil, insbesondere
einem Führungsglied (30) für eine Treibstange (26), befestigt oder angeformt ist.
4. Stulpschiene nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass das Halteelement (1, 2, 3) separat aus federelastischem Kunststoff gefertigt
ist.
5. Stulpschiene nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das Halteelement (1, 2, 3) einen im Querschnitt im Wesentlichen U-förmigen (19)
oder einen bogenförmigen (29) Grundkörper aufweist, wobei sich die Vorsprünge (14,
15; 20, 21) außen an den U- oder Bogenschenkein befinden.
6. Stulpschiene nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (1) an
einem in die Beschlagnut (12) ragenden winkelförmigen Ansatz (5) der Stulpschiene
(4) der sich insbesondere am Ende eines Schenkels einer winkelförmigen Stulpschiene
befindet, gehalten ist, wobei das Halteelement (1) zwischen dem freien Schenkel (6)
des winkelförmigen Ansatzes (5) und der Stulpschiene (4) angeordnet ist.
7. Stulpschiene nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement
(1) mit etwa U-förmigem Querschnitt an der Außenseite des U-Mittelstücks (8) einen
warzenartigen Vorsprung (9) zum Einrasten in eine Ausnehmung (10), insbesondere Bohrung
des freien Winkelschenkels (6) des winkelförmigen Stulpschienen-Ansatzes (5) aufweist,
wobei die Höhe des Halteelements (1) etwa dem lichten Abstand des freien Winkelschenkels
(6) von der Stulpschiene (4) entspricht.
8. Stulpschiene nach Anspruch 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich an der Stulpschiene
(4) wenigstens ein in die Beschlagnut (12) eingreifendes, im Wesentlichen T-förmiges
Führungsglied (30) für eine Treibstange (26) befindet, dessen T-Längssteg (31) mit
der Stulpschiene (26) verbunden ist und dessen freier T-Quersteg im Montagezustand
die Treibstange (26) untergreift und dem Nutgrund zugeordnet ist, und dass das bogenförmige
Halteelement (3) in Längsrichtung dieser beiden Elemente (4, 26) dieses Stulpschienenbeschlags
auf den T-Längssteg (31) aufgeschoben und in der Verschiebeendstellung damit verrastet
ist, wobei es die Treibstange (26) nach beiden Seiten hin seitlich überragt.
9. Stulpschiene nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich zum Verrasten an der
Innenseite zumindest des einen Bogenschenkels des Halteelements (3) ein insbesondere
angeformter Rastansatz (33) befindet, der in der Montageendstellung in eine Rastaufnahme
(34) oder einen Querdurchbruch des T-Längsstegs (31) des Führungsglieds (30) einrastet.
10. Stulpschiene nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Halteelement
(3) zwischen der Treibstange (26) und der Stulpschiene (4) befindet.
11. Stulpschiene nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Halteelement
(3) zwischen dem T-Quersteg des Führungsglieds (30) für die Treibstange und der Treibstange
(26) befindet.
12. Stulpschiene nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das im Querschnitt im Wesentlichen
U-förmige Halteelement (2) an der Außenseite seines U-Mittelstücks (8) einen Verrastansatz
(22) aufweist, der in eine Rastaufnahme (23) der Stulpschiene (4) einrastbar ist.
13. Stulpschiene nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Verrastansatz (22)
durch eine wenigstens auf einer Teillänge längsgeschlitzten (25) Hülse besteht deren
freies Ende einen Verrast-Außenbund (24) aufweist.
14. Stulpschiene nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Verrastansatz (22)
in eine Befestigungsbohrung (23) der Stulpschiene (4) von deren Innenseite her eingreift.
15. Stulpschiene nach wenigstens einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Treibstange (26) eines Stulpschienenbeschlags zwischen dem U-förmigen
Grundkörper (19) des Halteelements (2) und der Stulpschiene (4) befindet.
16. Stulpschiene nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 15, gekennzeichnet durch im
Querschnitt winkelförmige oder leistenförmige (14, 15) oder T-förmige oder zahnförmige
(20, 21), quer abstehende Vorsprünge der U-Schenkel oder der Bogenschenkel des Halteelements
(1, 2, 3), wobei vorzugsweise die Gesamtbreite des montierten Halteelements geringer
ist als die Breite der Stulpschiene (4).
17. Stulpschiene nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, 13, 14 oder 16, dadurch
gekennzeichnet, dass das Halteelement (37) einen blockförmigen, vorzugsweise prismenförmigen
Grundkörper (38) aufweist, der an seinem einen Ende mit einem rohrförmigen Verrastansatz
(22) und an seinem gegenüberliegenden Ende mit zwei winklig zueinander angeordneten
leistenförmigen Vorsprüngen (14, 15) versehen ist.
18. Stulpschiene nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibstange (26) eines
Treibstangenbeschlags und die Stulpschiene (4) vom rohrförmigen Verrastansatz (22)
quer durchsetzt und durch einen Verrastaußenbund (24) niedergehalten sind.