[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Fenster- oder Türflügel aus zwei Glasscheiben
ohne äußeren Rahmen mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus WO 98/02 632 sind rahmenlose Isolierglas-Fenster- oder Türflügel mit zwei über
einen Abstandhalterahmen miteinander verbundenen Glasscheiben bekannt, deren eine
Scheibe -bevorzugt die einem Innenraum zugewandte- die andere Scheibe -bevorzugt die
nach außen gewandte- allseitig um einen Überstand überragt, so daß ihr Rand letztere
sowie den Rand einer wandseitigen Öffnung allseitig überragt. Vom Innenraum her sieht
man damit eine ungerahmte Fenster-Glasfläche.
[0003] Der Abstandhalterahmen, der üblicherweise mit einem Lufttrocknungsmittel versehen
ist, springt zumindest gegenüber dem Rand der größeren Glasscheibe, meist aber gegenüber
den Rändern beider Glasscheiben nach innen zurück, so daß zwischen seiner äußeren
Mantelfläche und den beiden parallel umlaufenden, randseitig überstehenden Innenflächen
der Glasscheiben eine Rinne oder Nut gebildet ist. Darin ist ein Aufnahmeprofil mit
einer Nut zum Aufnehmen und Befestigen von Beschlägen (Scharniere, Riegel und dgl.)
als separates Bauteil fest eingesetzt (geschraubt, geklebt). Bei der bekannten Lösung
ist zumindest ein Schenkel des umlaufenden Beschlagaufnahmeprofils mit dem die kleinere
Glasscheibe überragenden inneren Randbereich der größeren Glasscheibe verklebt. In
einer Ausführungsform umfaßt das Beschlagaufnahmeprofil ferner einen von der Nut getrennten
Hohlraum, in einer anderen Ausführungsform übergreift das mit einer Metallarmierung
versehene Beschlagaufnahmeprofil den Rand der kleineren Glasscheibe und liegt an deren
außenliegender Hauptfläche randnah mit einer Dichtlippe an.
[0004] Ein Kantenschutz für die größere Glasscheibe ist bei dieser Konstruktion allerdings
nicht vorgesehen. Deren Last wird ausschließlich über die auf Schub belastete Klebeverbindung
auf das Beschlagaufnahmeprofil übertragen. Das fällt umso mehr ins Gewicht, als bei
dieser Konstruktion die größere Glasscheibe auch deutlich dicker als die kleinere
Scheibe ist.
[0005] Bei einem ähnlichen bekannten Fenster- oder Türflügel (DE 195 09 206 A1 ) kann das
Beschlagaufnahmeprofil einstückig mit dem Abstandhalterahmen oder als separates Bauteil
ausgebildet sein. Jedenfalls sind seine mit den Innenseiten der Glasscheiben verklebten
Schenkel durch eine Abwinkelung verlängert, welche die Ränder der Glasscheiben übergreift.
[0006] Derartige Fenster- oder Türflügel mit Abstandhalte- und Beschlagaufnahmeprofilen
aus Metall haben eine gute Langzeit-Standfestigkeit, da man über bewährte Klebesysteme
verfügt. Man muß die Kleberschicht allerdings gegen Versprödung durch Ultraviolettanteile
des einfallenden Lichts schützen. Dies erreicht man in bekannter Weise durch eine
auf die dem Kleber zugewandte Innenseite aufgetragene Emailschicht. Diese wird z.
B. durch Siebdrucken in einer der Klebeschichtbreite entsprechenden Breite aufgebracht
und anschließend eingebrannt. Andere Beschichtungsverfahren haben sich wegen geringerer
Lebensdauer und Farbstabilität nicht durchsetzen können.
[0007] Durch das notwendige Einbrennen der Emailschicht wird jedoch auch die bedruckte Glasscheibe
selbst vorgespannt (sogenanntes Einscheiben-Sicherheitsglas). Die Verwendung vorgespannter
Glasscheiben kann zwar auf der Flügelinnenseite von Vorteil sein, ist jedoch auf der
Außenseite nicht unbedingt erforderlich. Als Nebeneffekt wird der Kleber durch die
besagte Emailschicht auch unsichtbar, so daß die optische Anmutung ansprechender als
bei einer nicht verdeckten Kleberschicht ist.
[0008] Im Vergleich mit Kunststoffprofilen ist die Wärmeleitfähigkeit der Metallprofile,
z. B. aus Aluminium, als Abstandhalter oder Beschlagaufnahme deutlich höher. Deshalb
treten bei derartigen Fenstern Wärmeverluste im Randbereich auf, so daß der Wärmedurchgangswert
des gesamten Fensters wesentlich ungünstiger wird als bei Verwendung von Kunststoffprofilen.
Aus DE 93 04 381 U1 ist ein mehrteiliger Abstandhalterahmen bekannt, dessen metallische
Außen- und Innenteile jeweils mit den zugehörigen Scheibenseiten über Kontaktflächen
verklebt sind. Beide Rahmenteile sind umlaufend durch Isolierstege aus Kunststoff
miteinander verbunden, welche die Wärmeleitung zwischen den beiden Rahmenteilen unterbinden.
Auch ein zugeordneter Außenrahmen ist entsprechend mit zwei Rahmenteilen und diese
verbindenden Isolierstegen ausgeführt, so daß insgesamt schon eine gute Wärmedämmung
zu erwarten ist. Jedoch ist diese Rahmenkonstruktion relativ aufwendig und damit teuer.
[0009] Die DE 29 43 090 A1 beschreibt ein Flügelrahmenprofil für Isolierglasfenster und
-türen, das zur Verbesserung der Wärmedämmung mit einem weichelastischen Wärmedämmprofil
verbunden ist, das auf der Hauptfläche der außenliegenden Fensterscheibe anliegt und
in Schließstellung zwischen dieser und dem Blendrahmenprofil eingefaßt ist.
[0010] Aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 298 14 676 U1 ist ein Fenster- oder Türflügel
mit mindestens zwei Glasscheiben, deren eine die andere allseitig um einen Überstand
überragt und die in der Art einer Isolierglasscheibe mittels eines Abstandhalterprofils
dicht miteinender verbunden sind, bekannt. Weiterhin ist bei diesem Fenster- oder
Türflügel ein umlaufendes Beschlagaufnahmeprofil vorgesehen ist, das einen zumindest
mit dem die kleinere Glasscheibe überragenden inneren Randbereich der größeren Glasscheibe
verbundenen Schenkel und zumindest eine Anschlussfläche für Beschläge aufweist, wobei
das Beschlagaufnahmeprofil ferner mit einem den Rand der kleineren Glasscheibe übergreifenden
Wärmedämmprofil fest verbunden ist.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fenster- oder Türflügel der eingangs
genannten Art dahingehend weiterzuentwickeln, daß das Aussehen des rahmenlosen Flügels
erhalten bleibt, jedoch der Lastabtrag auf das Beschlagaufnahmeprofil und die Wärmeisolationswirkung
verbessert werden.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Die Merkmale der Unteransprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen dieses
Gegenstands an.
[0013] Das Beschlagaufnahmeprofil hat auf seiner von dem mit einer Glasscheiben-Innenseite
verklebten Schenkel abgewandten Seite eine Aufnahme, an der ein den Rand der kleineren
Glasscheibe außen übergreifendes Wärmedämmprofil befestigt ist. Dieses verhindert
den direkten Kontakt zwischen der zum Außenraum weisenden Glasscheibe und dem wandfesten
Ausschnittrahmen und stellt schon damit eine verbesserte Wärmedämmung sicher. Ein
weiterer direkter Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß das Wärmedämmprofil
auch den mit einer Klebemasse ausgefüllten Spalt zwischen dem Beschlagaufnahmeprofil
und der kleineren Glasscheibe abdecken kann, so daß man keine gesonderten Maßnahmen
zum optischen Kaschieren und UV-Schutz dieses Bereichs treffen muß.
[0014] Des weiteren schließt sich an den mit der größeren Glasscheibe verklebten Steg des
Beschlagaufnahmeprofils eine beim Verbinden des Beschlagaufnahmeprofils mit der Glasscheibe
deren Stirnseite als Kantenschutz überdeckende und den Außenumfang des mit dem Wärmedämmprofil
versehenen Flügels bestimmende Abwinkelung an. Damit sind der die Aufnahme umfassende
Teil des Beschlagaufnahmeprofils und das eingesetzte Wärmedämmprofil so bemessen und
angeordnet, daß sie, auf die Hauptfläche des Fenster- oder Türflügels projiziert,
vom Überstand der größeren Glasscheibe überdeckt sind. Die Abwinkelung trägt an der
Unterkante des Fenster- oder Türflügels wesentlich zum Übertragen der Last auf das
Beschlagaufnahmeprofil bei. Außerdem schützt sie die äußere Glaskante gegen Beschädigung
und bildet bei der Montage einen Anschlag für die Einschiebetiefe der Einzelabschnitte
des Beschlagaufnahmeprofils.
[0015] Schließlich sind in einen Hohlraum im Beschlagaufnahmeprofil Eckverbinder als Versteifungselemente
eingesetzt.
[0016] Der Lastabtrag von den Glasscheiben auf das Beschlagaufnahmeprofil wird noch weiter
verbessert, wenn zwischen der kleineren Glasscheibe und dem Beschlagaufnahmeprofil
ein Klotzprofil eingepaßt ist, das vorzugsweise formschlüssig mit dem Beschlagaufnahmeprofil
verbunden ist.
[0017] Eine besonders enge Einbettung des Beschlagaufnahmeprofils in den Fenster- oder Türflügel
und damit ein guter Lastabtrag des Flügelgewichts über die Klebeverbindung auf die
Flügelbeschläge lassen sich erreichen, wenn die äußere Mantelfläche des Abstandhalterahmens
mit den überstehenden Randbereichen der zueinanderweisenden Innenseiten beider Glasscheiben
eine zum Scheibenumfang hin offene Rinne umschreibt, in welcher das Beschlagaufnahmeprofil
dreiseitig von Klebemasse umfangen ist.
[0018] Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß die größere Glasscheibe die kleinere allseitig
überragt, sondern es könnte auch ein Überstand an wenigstens einer oder zwei Seiten
genügen (z. B. an der Unterseite und an der Schamierseite), wenn der Blendrahmen entsprechend
angepaßt wird, um allseitige Dichtheit sicherzustellen.
[0019] Man kann aber auch zur Vereinfachung der Montage die Kantenlängen der kleineren Glasscheibe
und damit deren Überstände gegenüber dem Abstandhalterahmen so bemessen, daß ein bereits
fertig zusammengefügter Rahmen aus Beschlagaufnahmeprofilen gerade noch darüberpaßt
und zum Verkleben auf den in diesem Fall vorzugsweise allseits überstehenden Rand
der größeren Glasscheibe aufgelegt werden kann.
[0020] Die Aufnahme für das Wärmedämmprofil ist vorzugsweise als Einstecknut gestaltet,
und das Wärmedämmprofil hat eine darin lösbar einsteckbare Fußleiste. Damit wird ein
Austausch des Wärmedämmprofils nach einer eventuellen Beschädigung sehr vereinfacht.
[0021] Darüber hinaus deckt das Wärmedämmprofil bei entsprechender Ausbildung einen Randstreifen
der Fläche der außenliegenden Glasscheibe ab, der der Breite der darunterliegenden
Kleberschicht entspricht. Das hat den weiteren Vorteil, daß man auf dieser Glasscheibe
keine Emailschicht als UV-Schutz mehr aufbringen muß und diese kostengünstig aus nicht
vorgespanntem unbeschichtetem Glas bestehen kann.
[0022] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung liegt das Wärmedämmprofil unter Vorspannung
mit einer Lippe an der Glasscheibe an und weist Öffnungen zum Belüften und Entwässern
eines unterhalb der Lippe befindlichen Hohlraums auf.
[0023] Zur Verbesserung der Wärmedämmwirkung und zur Materialreduzierung ist in vorteilhafter
Weiterbildung in das aus einem elastischen Polymerwerkstoff geformte Wärmedämmprofil
wenigstens eine über dessen Längsverlauf erstreckende Hohlkammer eingeformt.
[0024] In noch einer vorteilhaften Ausprägung ist die zu verklebende Oberfläche des Schenkels
mit Abstandhaltern zum Einstellen einer vorgegebenen Dicke der Klebeschicht versehen,
die vorzugsweise als Kunststoffstreifen, Klebebänder oder einzelne Klebepunkte auf
PU-Basis ausgeführt sind und eine direkte Berührung des Metalls mit dem Glas verhindern.
[0025] Man kann die Wärmedämmwirkung des Fenster- oder Türflügels noch weiter optimieren,
wenn das Beschlagaufnahmeprofil als Verbund einer den Schenkel umfassenden Metallschiene
und einem die Einstecknut für das Wärmedämmprofil umfassenden Kunststoffprofilstrang
hergestellt ist. Bevorzugt sind die Metallschiene und der Kunststoffprofilstrang formschlüssig
miteinander verbunden, man kann die beiden Bauteile aber auch koextrudieren und ggf.
zusätzlich durch Formschlußelemente ihren Zusammenhalt sichern.
[0026] Insgesamt ist der äußere Umriß des Flügels vom Außenrand der größeren Glasscheibe
bestimmt. Jedoch bildet der im Zentimeterbereich liegende Überstand der größeren Glasscheibe
über die kleinere einen Spielraum hinsichtlich der konstruktiven Gestaltung der Einstecknut,
des Wärmedämmprofils und des Zusammenwirkens dieser Komponenten mit dem wandfesten
Ausschnittrahmen. Insgesamt ist der hier beschriebene Tür- oder Fensterflügel nach
dem Bestücken mit den geeigneten Beschlägen (Scharniere, Riegel etc.) ohne weiteres
in eine mit dem angepaßten Ausschnitt- oder Blendrahmen versehene Fenster- oder Türöffnung
einsetzbar, um diese fest oder mit Öffnungsmöglichkeit zu verschließen.
[0027] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Gegenstands der Erfindung gehen aus der Zeichnung
eines Ausführungsbeispiels und deren sich im folgenden anschließender eingehender
Beschreibung hervor.
[0028] Die einzige Figur zeigt in vereinfachter Darstellung einen Querschnitt durch eine
Ausführungsform des Fenster- oder Türflügels.
[0029] Wie aus
Fig. 1 im einzelnen ersichtlich ist, umfaßt der Fenster- oder Türflügel 1 eine äußere Glasscheibe
2 und eine innere, größere Glasscheibe 3, welche die äußere Glasscheibe 2 am Rand
um einige Zentimeter Überstand überragt. Dieser bildet mit seiner inneren, d. h. der
zur kleineren Glasscheibe 2 hin orientierten Seite beim Einsatz solcher Flügel als
Dreh- oder Kippflügel einen Anschlagrand, der sich im geschlossenen Zustand gegen
einen wandfesten Blend- oder Ausschnittrahmen anlegen kann. Bei sich nach innen öffnenden
Fenster- oder Türflügeln bildet daher die größere Glasscheibe die zum Raum hin gewandte
Scheibe des Isolierglases, während sie bei nach außen öffnenden Fenstern die Außenscheibe
bildet. Natürlich könnten derartige Flügel aber auch als unbewegliche Fenster eingesetzt
werden.
[0030] Die folgende Beschreibung widmet sich einer nach innen öffnenden Konfiguration. Der
gezeigte Ausschnitt des Randbereichs des Fenster- oder Türflügels ist für dieses Beispiel
repräsentativ für dessen gesamten Umfang.
[0031] Die beiden Glasscheiben 2 und 3 sind in der Art einer Isolierglasscheibe über einen
Abstandhalterahmen 4 in einem festen Abstand miteinander verbunden. Der Abstandhalterahmen
4 hat vorzugsweise, wie bei Isolierglasscheiben üblich, einen im wesentlichen rechteckigen
Querschnitt. Er kann in nicht näher gezeigter Weise mit einem Trockenmittel, beispielsweise
einem Molekularsieb, gefüllt und zum Luftzwischenraum 5 hin mit Diffusionsöffnungen
versehen sein. Er ist beidseitig mit den Innenflächen der Glasscheiben mittels einer
Klebeschicht 6 (Butylkleber) verklebt. Seine äußere Mantelfläche springt gegenüber
den Außenrändern beider Glasscheiben zurück, so daß sie den Boden einer umlaufenden,
zum Umfang der Glasscheiben hin offenen Nut oder Rinne bildet, welche weitere Bauteile
aufgenehmen kann.
[0032] Zumindest die Glasscheibe 3 ist entlang dem Rand ihrer Innenseite in der üblichen
Weise rahmenartig mit einer lichtundurchlässigen Emailschicht 7 versehen, welche auch
noch die Butyl-Klebeschicht 6 zwischen dem Abstandhalterahmen 4 und der Innenseite
der Glasscheibe 3 überdeckt. Die Emailschicht 7 verhindert sowohl die Durchsicht auf
die dahinter liegenden Anordnungen als auch den Durchtritt von UV-Strahlen, die langfristig
zu einer Schädigung der Klebeverbindung führen könnten.
[0033] Weil solche Ganzglasfenster oder -türen keine tragende Rahmenkonstruktion haben,
und einwirkende Kräfte von den Glasscheiben selbst aufzunehmen sind, werden letztere
in der Regel zur Erhöhung ihrer Biege- und Schlagfestigkeit vorgespannt. Es kann gegebenenfalls
ausreichen, nur eine der beiden Glasscheiben vorzuspannen. Dies geschieht vorzugsweise
in bekannter Weise unmittelbar nach dem Einbrennen der Emailschicht 7.
[0034] In der schon erwähnten Nut oder Rinne zwischen dem Abstandhalterahmen 4 und den über
diesen auskragenden Randbereichen der Glasscheiben 2 und 3 ist ein Beschlagaufnahmeprofil
8' aus Metall, vorzugsweise Aluminium, fest angeordnet. Es ist hier bevorzugt ein
vom Abstandhalterahmen 4 getrenntes Bauteil, kann aber bekanntlich bei Bedarf auch
einstückig mit diesem ausgeformt sein. Es ist des weiteren grundsätzlich so gestaltet,
daß man in seinem zum Umfang der Glasscheiben hin offenen Anschlußbereich, der als
Beschlagaufnahmenut 9 ausgeführt ist, handelsübliche, sogenannte verdeckt liegende
Beschlagsysteme anordnen kann, beispielsweise Kantengetriebe, Seilzüge, Drehbeschläge,
Drehkippbeschläge usw.
[0035] Das Beschlagaufnahmeprofil 8' hat ferner einen länglichen Schenkel 10, der sich in
Einbaulage parallel zur Innenseite der inneren Glasscheibe 3 erstreckt. Er begrenzt
eine Seite der Beschlagaufnahmenut 9, zusammen mit einem als Formschlußelement dienenden
auskragenden Ansatz 11. Rückseitig ist der Schenkel 10 über seine ganze Höhe vom Abstandhalterahmen
4 bis zum Rand der Glasscheibe 3 unlösbar mit der letzteren verklebt. Man kann hierzu
Polysulfidkleber benutzen, aber auch andere geeignete Klebersysteme. Um den Abstand
und die Klebeschichtdicke zwischen dem Metall des Schenkels und der Glasfläche möglichst
genau einzustellen (eine Schichtdicke von ca. 2 mm wird bevorzugt), sind als Abstandhalter
entlang den beiden Enden des Schenkels entsprechend dicke parallele Doppelklebebandstreifen
12' auf PU-Basis aufgeklebt. Auf die dazwischenliegende Fläche wird vor der Montage
eine Raupe aus der eigentlichen PU-Klebemasse 13 aufgebracht, die sich im Einbauzustand
im Raum zwischen dem Schenkel 10, der Glasscheibe 3 und den beiden Klebebändern verteilt.
Letztere verhindern des weiteren einen direkten Kontakt zwischen Aluminium und Glas.
[0036] Am freien Ende des Schenkels 10 ist eine über die Stirnseite der Glasscheibe 3 nach
außen auskragende Abwinkelung 14 vorgesehen. Sie liegt unter Zwischenlage eines elastischen
Streifens 15 an der Glaskante. Dieser verhindert einen direkten Kontakt zwischen dem
Metall / Aluminium und der Glaskante, wenn das Beschlagaufnahmeprofil 8 nach dem Auftragen
der Klebeschicht in die besagte Nut oder Rinne eingeschoben wird. Der eigentliche
Montagevorgang wird später noch näher erörtert.
[0037] Die Abwinkelung 14 und der Streifen 15 bilden außerdem einen Kantenschutz für die
Stirnseite der Glasscheibe 3. Damit ist neben der erwähnten Lastabtragfunktion an
der Unterkante des Fenster- oder Türflügels auch deren gesamte, gegen Stöße empfindliche
Kante durch eine vorgesetzte Metallkante geschützt.
[0038] Man sieht ferner, daß die von der Abwinkelung 14 abgewandte Seite des Schenkels 10
eine Anschlagfläche bildet, mit der der rahmenlose Fenster- oder Türflügel 1 gegen
den hier nur angedeuteten Blend- oder Ausschnittrahmen 16 anläuft und welche die geschlossene
Stellung des Flügels definiert. Eine dünne Dichtung 17 an der Anschlagfläche, die
in eine in den Schenkel 10 gegenüber der Abwinkelung 14 eingeformte Nut eingesteckt
ist, schließt den zwischen dem Fenster- oder Türflügel 1 und dem Ausschnittrahmen
16 gebildeten Hohlraum -in den noch die hier nicht gezeigten Beschläge einzubauen
sindgegen den Innenraum (in der Darstellung rechts vom Fenster- oder Türflügel 1)
ab.
[0039] Der Boden der Beschlagaufnahmenut 9 ist durch eine Bodenwand 18 des Beschlagaufnahmeprofils
8' gebildet, welche einen darüberliegenden Hohlraum 19' abschließt. Die erwähnten,
in der Beschlagaufnahmenut 9 anzuordnenden Beschlagteile können an dieser Bodenwand
18 mit geeigneten Schrauben -z. B. Selbstbohrschrauben- befestigt werden.
[0040] Eine dem Schenkel 9 gegenüberliegende Seitenwand 20 der Beschlagaufnahmenut 9 schließt
sich rechtwinklig an die Bodenwand 18 bzw. den Hohlraum 19' an. Sie ist noch vom Überstand
der größeren Glasscheibe 3 überdeckt, ragt jedoch über den Umriß der kleineren Glasscheibe
2 hinaus. Auf ihrer Rückseite, d. h. der von der Beschlagaufnahmenut 9 abgewandten
Seite, ist eine von einem etwa C-förmigen Umriß umschriebene, hinterschnittene Einstecknut
21 vorgesehen, die sich parallel zur Beschlagaufnahmenut 9 erstreckt. Darin ist eine
elastische hohle Fußleiste 22 eines Wärmedämmprofils 23, deren Form auf den Querschnitt
der Einstecknut abgestimmt ist, lösbar befestigt.
[0041] Zwischen die Stirnkante der kleineren Glasscheibe 2 und die darunterliegende äußere
Seitenwand der Einstecknut 21 ist ferner ein Klotzprofil 41 eingepaßt. Darüber wird
nun auch die Last der kleineren Glasscheibe direkt auf das Beschlagaufnahmeprofil
abgetragen. Außerdem ist damit der Raum für die Klebemasse 28', mit der das Beschlagaufnahmeprofil
8'mit den Glasscheiben und dem Abstandhalterrahmen 4 verklebt ist, nach außen abgeschlossen.
Mit einer Rippe 42 faßt das Klotzprofil 41 formschlüssig in eine Rille 43, die an
die Außenwand des Hohlraums 19' angeformt ist. Das Wärmedämmprofil 23 hat eine zusätzliche
Stützlippe 44, die von außen am Klotzprofil 41 anliegt.
[0042] Das Wärmedämmprofil 23 besteht aus einem thermoplastischen Extrusionsprodukt. Über
seinen Längsverlauf erstrecken sich zahlreiche Hohlkammern 24. Es ist im Querschnitt
im wesentlichen L-förmig und über die Stirnseite der äußeren Glasscheibe 2 hinwegführend
so abgewinkelt, daß es sich mit einer Lippe 25 unter geringer Vorspannung an die Hauptfläche
der Glasscheibe 2 mit Abstand von deren Stirnseite anlegen kann. Ausdrücklich sei
angemerkt, daß man die hier gezeigte Ausbildung des Formschlusses zwischen der Einstecknut
21 und der Fußleiste 22 bei Bedarf auch noch aufwendiger und widerstandsfähiger gestalten
wird. Die gezeigte Steck- oder Clipsverbindung ermöglicht jedenfalls den raschen Austausch
des Wärmedämmprofils bei eventueller Beschädigung oder Verschleiß. Auch sind natürlich
je nach Bedarf Variationen der Position und der Winkellage der Einstecknut möglich,
solange der benötigte freie Querschnitt der Beschlagaufnahmenut unbeeinträchtigt bleibt.
[0043] Man erkennt in der Zeichnung auch, daß das Wärmedämmprofil 23 im Anlagebereich zur
Glasscheibe 2 zwischen dieser und einer wandfesten Rahmen- oder Tropfschiene 26 leicht
eingefaßt ist. Die resultierende Druckkraft darf natürlich nicht die Hohlkammern 24
zu weit komprimieren, da sonst die Wärmedämmwirkung ihres Innenvolumens gemindert
würde oder sogar verloren ginge. Andererseits genügt die Vorspannkraft, um das Eindringen
von Wasser und Schmutz bei geschlossenem Fenster- oder Türflügel praktisch zu verhindern.
Ohnehin sind in dem Wärmedämmprofil 23 auch noch Öffnungen 27 zum Entwässern und Belüften
des unterhalb der Lippe 25 liegenden Freiraums vorgesehen.
[0044] Man wird die eigene Vorspannung des elastischen Wärmedämmprofils -durch konstruktive
Gestaltung des Winkels zwischen der Fußleiste und der Lippe im entspannten Zustand-
so wählen, daß eine hinreichende Sicherheit gegen das Eindringen von Wasser und Schmutz
auch dann gewährleistet ist, wenn der Fenster- oder Türflügel geöffnet oder gekippt
sein sollte.
[0045] Man hat bisher die äußere Glasscheibe 2 ebenfalls mit einer rahmenartigen Emailschicht
versehen müssen, um die von ihr überdeckte Klebemasse vor Licht zu schützen. In der
hier vorgestellten Bauform kann die Emailschicht auf der äußeren Glasscheibe 2 jedoch
entfallen, weil der Kleber 28 von dem Wärmedämmprofil bzw. dessen Lippe überdeckt
ist. Da die Glasscheibe 2 somit keinen Einbrand benötigt, kann man sie auch aus nicht
vorgespanntem Glas und damit preiswerter fertigen.
[0046] Innerhalb des von der erwähnten Tropfschiene 26 überdeckten Raums ist noch eine weitere
elastische Dichtleiste 29 wandfest angeordnet. Diese legt sich mit einer Dichtlippe
30 gegen den unteren, sich unmittelbar auf die Fußleiste 22 abstützenden Bereich des
Wärmedämmprofils 18 an. Sie bildet zusätzlich zur Dichtung 12 eine weitere Schwelle
gegen Zugluft und Wärmeverluste. Zwischen der Dichtung 12, dem Ausschnittrahmen 16,
der Beschlagaufnahmenut 9, dem Wärmedämmprofil 23 und der Dichtlippe 30 ist so ein
umlaufender Kanal abgedichtet, der bei geschlossenem Fenster- oder Türflügel einen
guten Puffer gegen Wärmeverluste bildet.
[0047] Abschließend soll noch kurz auf die Herstellung und Montage eines Fenster- oder Türflügels
eingegangen werden.
[0048] Man schneidet zwei Glasscheiben mit den benötigten Abmessungen zu. Mindestens eine
davon (Glasscheibe 3 der Figuren) wird dann mit der randseitigen Emailschicht versehen
und durch das Einbrennen und anschließendes rasches Abkühlen vorgespannt. Hiernach
verbindet man die beiden Glasscheiben mittels des Abstandhalterahmens, der auch vollständig
aus Kunststoff gefertigt sein kann, durch Kleben. Das Einhalten der vorgegebenen Abstände
des Abstandhalterahmens zum Rand der beiden Glasscheiben wird durch geeignete Anschläge
einer Montagevorrichtung sichergestellt.
[0049] Als Kleber wird eine Butylrundschnur verwendet, die beim Auflegen der Glasscheiben
verquetscht wird. Nach deren Abbinden ist der eigentliche Fenster- oder Türflügel
fertig.
[0050] Die Kantenlängen der kleineren Glasscheibe 2 und damit deren Überstände gegenüber
dem Abstandhalterahmen 4 sind so weit verkürzt, daß man den bereits fertig zusammengefügten
Rahmen aus Beschlagaufnahmeprofilen 8' gerade noch darüberschieben und zum Verkleben
auf den überstehenden Rand der größeren Glasscheibe 3 auflegen kann. Zwischen der
inneren, d. h. dem Abstandhalterahmen 4 zugewandten Mantelfläche des Rahmens aus Beschlagaufnahmeprofilen
8' und der äußeren Mantelfläche des Abstandhalterahmens 4 muß ein mit Klebemasse 28
ausfüllbarer Spalt bestehen bleiben. Die an den Beschlagaufnahmeprofilen 8' umlaufende
Abwinkelung 14 zentriert den Rahmen bezüglich der größeren Glasscheibe 3 und stellt
auch den besagten Spalt exakt ein.
[0051] Ein aus Beschlagaufnahmeprofilen 8', beispielsweise mit Hilfe von in den Hohlraum
19' eingesteckten Eckverbinder vormontierter Rahmen paßt gerade über den Außenumfang
der kleineren Glasscheibe 2; seine lichten Innenabmessungen sind mindestens gleich
groß oder geringfügig größer als die Außenabmessungen der kleineren Glasscheibe 2.
Auf den Überstand der größeren Glasscheibe ist vor dem Auflegen des Rahmens die erforderliche
Menge an PU-Klebemasse 13 aufzutragen. Dies ist in so genauer Dosierung möglich, daß
ein Herausquellen der Klebemasse nicht zu befürchten ist und anstelle der erwähnten
Doppelklebebandstreifen auch relativ kleinflächige, diskontinuierliche Abstandhalter
12' verwendet werden können, die leichter und schneller anzubringen sind.
1. Fenster- oder Türflügel (1) mit mindestens zwei Glasscheiben (2, 3), die in der Art
einer Isolierglasscheibe mittels eines Abstandhalterahmens (4) dicht miteinander verbunden
sind und deren eine (3) die andere (2) zumindest auf einer Seite um einen Überstand
überragt, und mit einem umlaufenden Beschlagaufnahmeprofil (8'), das neben einem Anschlußbereich
(9) für Beschläge
- eine Aufnahme (21) hat, an der ein den Rand der kleineren Glasscheibe (2) übergreifendes,
zwischen dieser und einer wandfesten Rahmenschiene (26) einfaßbares Wärmedämmprofil
(23) befestigt ist,
- zumindest einen mit dem der kleineren Glasscheibe (2) zugewandten inneren Randbereich
der größeren Glasscheibe (3) verbundenen, insbesondere verklebten Schenkel (10) mit
einer die Stirnseite der größeren Glasscheibe (3) überdekkenden und den Außenumfang
des mit dem Wärmedämmprofil (23) versehenen Fenster- oder Türflügels bestimmenden
Abwinkelung (14) aufweist, und
- einen Hohlraum (19') umfaßt, in welchen Eckverbinder zum Fügen der Enden von rahmenartig
aneinanderzusetzenden Einzelstücken des Beschlagaufnahmeprofils (8') und als Versteifungselemente
eingesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der kleineren Glasscheibe (2) und dem Beschlagaufnahmeprofil (8') ein Klotzprofil
(41) eingepaßt ist.
2. Fenster- oder Türflügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine formschlüssige Verbindung (42, 43) zwischen dem Klotzprofil (41) und dem Beschlagaufnahmeprofil
(8') vorgesehen ist.
3. Fenster- oder Türflügel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an das Wärmedämmprofil (23) eine an dem Klotzprofil (41) anliegende Stützlippe (44)
angeformt ist.
4. Fenster- oder Türflügel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende äußere Mantelfläche des Abstandhalterahmens (4) mit überstehenden
Randbereichen der zueinanderweisenden Innenseiten beider Glasscheiben (2, 3) eine
zum Scheibenumfang hin offene Rinne umschreibt.
5. Fenster- oder Türflügel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme für das Wärmedämmprofil (23) als Einstecknut (21) ausgebildet ist und
daß das Wärmedämmprofil (23) eine darin lösbar einsteckbare Fußleiste (22) hat.
6. Fenster- oder Türflügel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das im Querschnitt im wesentlichen L-förmige Wärmedämmprofil (23) einen Randstreifen
der Außenseite der kleineren Glasscheibe (2) zumindest einschließlich des Bereichs
der Verklebung der Glasscheibe (2) mit dem Abstandhalterahmen (4) überdeckt.
7. Fenster- oder Türflügel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Wärmedämmprofil (23) unter Vorspannung mit einer Lippe (25) an der Glasscheibe
(2) anliegt und Öffnungen (27) zum Belüften und Entwässern eines unterhalb der Lippe
(25) befindlichen Hohlraums aufweist.
8. Fenster- oder Türflügel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in das aus einem elastischen Polymerwerkstoff geformte Wärmedämmprofil (23) wenigstens
eine sich über dessen Längsverlauf erstrekkende Hohlkammer (24) eingeformt ist.
9. Fenster- oder Türflügel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschlagaufnahmeprofil (8') auch mit dem inneren Randbereich der kleineren Glasscheibe
(2) und mit dem Abstandhalterahmen (4) mittels einer Kleberschicht (28) verklebt ist,
deren Adhäsionsbereich von dem Wärmedämmprofil (23) überdeckt ist.
10. Fenster- oder Türflügel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der zu verklebenden Oberfläche des Schenkels (10) und der ihm zugekehrten
Fläche der Glasscheibe (3) Abstandhalter (12') zum Einstellen einer vorgegebenen Dicke
der Klebeschicht vorgesehen sind.
11. Fenster- oder Türflügel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter (12') als Kunststoffstreifen, Klebebänder oder diskontinuierlich
ausgeführt sind.
12. Fenster- oder Türflügel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der von der Glasscheibe (3) abgewandten Seite des Schenkels (10) eine zur Anlage
an einen wandfesten Ausschnittrahmen (16) bestimmte Dichtung (17) befestigt ist.
13. Fenster- oder Türflügel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschlagaufnahmeprofil als Verbund einer den Schenkel (10) umfassenden Metallschiene
und einem die Einstecknut (21) für das Wärmedämmprofil (23) umfassenden Kunststoffprofilstrang
hergestellt ist.
14. Fenster- oder Türflügel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschiene und der Kunststoffprofilstrang formschlüssig miteinander verbunden
sind.
15. Fenster- oder Türflügel nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffprofilstrang an die Metallschiene angeformt ist.
16. Fenster- oder Türflügel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die lichten Innenabmessungen eines aus Beschlagaufnahmeprofilen (8') zusammengesetzten
Rahmens gleich oder geringfügig größer als die Außenabmessungen der kleineren Glasscheibe
(2) sind.
17. Verwendung eines Fenster- oder Türflügels nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche in einer mit einem angepaßten Blendrahmen (16) versehenen Fenster- oder
Türöffnung.
1. Window or door wing (1) having at least two glass panes (2, 3) which are sealingly
connected to one another in the form of an insulating glass pane by means of a spacer
frame (4) and one (3) of which projects beyond the other (2) at least on one side
by an overhang, and having a peripheral furniture receiving profile (8') which, in
addition to a connection region (9) for furniture, has
- a seat (21) on which there is fastened an insulating profile (23) that overlaps
the edge of the smaller glass pane (2) and can be mounted between the latter and a
frame rail (26) that is fixed to the wall,
- at least one leg (10) that is connected, in particular glued, to the inner edge
region of the larger glass pane (3) that faces the smaller glass pane (2), said leg
(10) having an angled portion (14) that covers the end side of the larger glass pane
(3) and determines the outer periphery of the window or door wing that is provided
with the insulating profile (23), and
- comprises a cavity (19') in which corner connectors for attaching the ends of individual
parts of the furniture receiving profile (8') that are to be placed next to one. another
in the form of a frame are inserted and used as stiffening elements, characterized in that a block profile (41) is fitted tightly between the smaller glass pane (2) and the
furniture receiving profile (8').
2. Window or door wing according to Claim 1, characterized in that a form-fitting connection (42, 43) is provided between the block profile (41) and
the furniture receiving profile (8').
3. Window or door wing according to Claim 1 or 2, characterized in that a supporting lip (44) that bears against the block profile (41) is integrally formed
on the insulating profile (23).
4. Window or door wing according to one of the preceding claims, characterized in that the peripheral outer surface of the spacer frame (4) with overhanging edge regions
of the facing inner sides of the two glass panes (2, 3) circumscribes a channel that
is open in the direction of the periphery of the pane.
5. Window or door wing according to one of the preceding claims, characterized in that the seat for the insulating profile (23) is designed as an insertion groove (21)
and in that the insulating profile (23) has a baseboard (22) that can be detachably inserted
therein.
6. Window or door wing according to one of the preceding claims, characterized in that the insulating profile (23), which is essentially L-shaped in cross section, covers
an edge strip of the outer side of the smaller glass pane (2) at least including the
region where the glass pane (2) is glued to the spacer frame (4).
7. Window or door wing according to Claim 6, characterized in that the insulating profile (23) bears with prestress with a lip (25) against the glass
pane (2) and has openings (27) for the purpose of ventilating and draining a cavity
that is situated beneath the lip (25).
8. Window or door wing according to one of the preceding claims, characterized in that integrally formed in the insulating profile (23) moulded from an elastic polymer
material is at least one hollow chamber (24) that extends over the longitudinal extent
thereof.
9. Window or door wing according to one of the preceding claims, characterized in that the furniture receiving profile (8' ) is also glued to the inner edge region of the
smaller glass pane (2) and to the spacer frame (4) by means of an adhesive layer (28),
the region of adhesion of which is covered by the insulating profile (23).
10. Window or door wing according to one of the preceding claims, characterized in that spacers (12') for setting a predefined thickness of the adhesive layer are provided
between the surface of the leg (10) that is to be glued and the surface of the glass
pane (3) that faces it.
11. Window or door wing according to Claim 10, characterized in that the spacers (12') are designed as plastic strips, adhesive tapes or in a discontinuous
manner.
12. Window or door wing according to one of the preceding claims, characterized in that a seal (17) which is intended to bear against a part-frame (16) that is fixed to
the wall is fastened on that side of the leg (10) that faces away from the glass pane
(3).
13. Window or door wing according to one of the preceding claims, characterized in that the furniture receiving profile is produced as an assembly of a metal rail comprising
the leg (10) and a plastic extruded profile that comprises the insertion groove (21)
for the insulating profile (23).
14. Window or door wing according to Claim 13, characterized in that the metal rail and the plastic extruded profile are connected to one another in a
form-fitting manner.
15. Window or door wing according to Claim 13 or 14, characterized in that the plastic extruded profile is integrally formed on the metal rail.
16. Window or door wing according to one of the preceding claims, characterized in that the clear internal dimensions of a frame composed of furniture receiving profiles
(8') are the same as or slightly greater than the external dimensions of the smaller
glass pane (2).
17. Use of a window or door wing according to one or more of the preceding claims in a
window or door opening provided with a suitable window or door frame (16).
1. Vantail de fenêtre ou de porte (1) comprenant au moins deux vitres en verre (2, 3)
qui sont reliées entre elles de manière étanche à la manière d'une vitre en verre
isolant au moyen d'un cadre d'écartement (4) et dont une vitre (3) dépasse l'autre
vitre (2) d'une partie en saillie au moins d'un côté, et un profilé de logement de
ferrures (8') périphérique qui, outre une zone de raccordement (9) pour des ferrures,
- a un logement (21) auquel est fixé un profilé d'isolation thermique (23) recouvrant
le bord de la plus petite vitre en verre (2) et pouvant être inséré entre celle-ci
et un rail de cadre fixé au mur (26) ;
- présente au moins une aile (10) reliée avec la zone de bordure intérieure de la
plus grande vitre en verre (3) tournée vers la plus petite vitre en verre (2), en
particulier collée, avec un coude (14) recouvrant la face d'extrémité de la plus grande
vitre en verre (3) et déterminant le pourtour extérieur du Vantail de fenêtre ou de
porte muni du profilé d'isolation thermique (23) ; et
- comprend un espace creux (19') dans lequel sont insérées des attaches en équerre
pour assembler les extrémités d'éléments à juxtaposer les uns à côté des autres du
profilé de logement de ferrures (8') à la manière d'un cadre et comme éléments raidisseurs,
caractérisé par le fait qu'un profilé en bloc (41) est encastré entre la vitre en verre la plus petite (2) et
le profilé de logement des ferrures (8').
2. Vantail de fenêtre ou de porte selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'une liaison solidaire avec correspondance de forme (42, 43) est prévue entre le profilé
en bloc (41) et le profilé de logement de ferrures (8' ).
3. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé par le fait qu'une lèvre d'appui (44) reposant sur le profilé en bloc (41) est formée sur le profilé
d'isolation thermique (23).
4. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la surface périphérique extérieure du cadre d'écartement (4) délimite, avec des zones
de bordure en saillie des faces intérieures tournées l'une vers l'autre des deux vitres
en verre (2, 3), une gouttière ouverte vers le pourtour de la vitre.
5. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le logement du profilé d'isolation thermique (23) est formé comme une rainure d'insertion
(21) et que le profilé d'isolation thermique (23) a une baguette (22) pouvant être
insérée dedans de manière séparable.
6. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le profilé d'isolation thermique (23), dont la section est essentiellement en forme
de L, recouvre une bande de bordure de la face extérieure de la vitre en verre la
plus petite (2), au moins y compris la zone de collage de la vitre en verre (2) avec
le cadre d'écartement (4).
7. Vantail de fenêtre ou de porte selon la revendication 6, caractérisé par le fait que le profilé d'isolation thermique (23) repose sous une précontrainte avec une lèvre
(25) contre la vitre en verre (2) et présente des ouvertures (27) pour aérer et assécher
un espace creux se trouvant au-dessous de la lèvre (25).
8. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'au moins une chambre creuse (24) est formée dans le profilé d'isolation thermique
(23) réalisé dans un matériau polymère élastique et s'étend sur le tracé longitudinal
dudit profilé.
9. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le profilé de logement de ferrures (8') est collé aussi avec la zone de bordure intérieure
de la vitre en verre la plus petite (2) et avec le cadre d'écartement (4) au moyen
d'une couche de colle (28) dont la zone d'adhérence est recouverte par le profilé
d'isolation thermique (23).
10. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que des écarteurs (12') sont prévus pour régler une épaisseur prédéterminée de la couche
de colle entre la surface à coller de l'aile (10) et la surface tournée vers elle
de la vitre en verre (3).
11. Vantail de fenêtre ou de porte selon la revendication 10, caractérisé par le fait que les écarteurs (12' ) sont réalisés comme des bandes en matière plastique, des bandes
adhésives ou sont discontinus.
12. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'un joint (17) destiné à reposer contre un cadre découpé (16) fixé au mur est fixé
sur la face de l'aile (10) opposée à la vitre en verre (3).
13. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le profilé de logement de ferrures est réalisé comme un composé d'un rail métallique
entourant l'aile (10) et d'une barre profilée en matière plastique entourant la rainure
d'insertion (21) du profilé d'isolation thermique (23).
14. Vantail de fenêtre ou de porte selon la revendication 13, caractérisé par le fait que le rail métallique et la barre profilée en matière plastique sont reliés entre eux
de manière solidaire avec correspondance de forme.
15. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications 13 ou 14, caractérisé par le fait que la barre profilée en matière plastique est formée sur le rail métallique.
16. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les dimensions intérieures d'un cadre composé de profilés de logement de ferrures
(8') sont égales ou légèrement supérieures aux dimensions extérieures de la vitre
en verre la plus petite (2).
17. Utilisation d'un vantail de fenêtre ou de porte tel que défini à l'une ou plusieurs
des revendications précédentes dans une ouverture de fenêtre ou de porte munie d'un
dormant (16) adapté.