[0001] Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruches 1
angegebenen Gattung bzw. auf eine Bodenfläche der im Anspruch 6 angegebenen Gattung.
[0002] Es gibt eine Fülle von Vorgehensweisen bzw. technischen Lösungen, plötzlich anfallendes
Regenwasser so aufzufangen, das es nachfolgend beispielsweise einer landwirtschaftlichen
Nutzung zugeführt werden kann, etwa durch Nutzung von porösen Schotterschichten. So
zeigt die US-4 878 780 einen Bodenaufbau aus Schotter od. dgl., um einen künstlichen
Wasserspiegel über die dortige Einrichtung permanent auf gleichem Niveau zu halten,
und einen Wasserüberlauf. Einen unterirdischen, großflächen Regenwasserregulator zeigt
auch das DE-296 11 700-U1, wobei eine der Pflanzenaufzucht dienende Lösung aus der
DE-40 33 117-A1 hervorgeht.
[0003] Andere Lösungen, die insbesondere das Eindringen von Schadstoffen, wie Chemikalien
oder an Tankstellen überlaufende Treibstoffe, in das umgebende Erdreich verhindern
sollen, zeigen GB-2 294 077-A, EP-704 573-A, DE-93 16 175-U oder DE-93 06 131-U, um
nur einige Literaturstellen aus der Fülle ähnlicher Lösungen zu nennen.
[0004] Es hat sich gezeigt, daß bei Anfallen plötzlicher größerer Regenmengen vielfach die
bestehenden Abwassersysteme überfordert sind oder aber, daß Neubauten so groß dimensioniert
werden, daß sie dem größtmöglich denkbaren Wasserzufluß gewachsen sind, was dazu führt,
daß diese Systeme sehr preisaufwendig sind.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, anfallendes Regenwasser gezielt
zwischenzulagern, um es dem herkömmlichen Abwasserleitungssystem gedrosselt wieder
zuführen zu können.
[0006] Mit einem Verfahren der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung
dadurch gelöst, daß anfallendes Regenwasser über ein Drainagerohrsystem der Schotterschicht
zugeführt und gezielt über ein Drainagerohrsystem aus der Schotterschicht gedrosselt
einem Abwasserkanalsystem zugeleitet wird. Damit kann man während eines Regenschauers
anfallendes Regenwasser über einen längeren Zeitraum von der Fläche absetzen und anschließend
kontrolliert abfließen lassen.
[0007] Durch die Abflußdrosselung soll eine Streckung der Abflußzeiten und Verringerung
des Abflußvolumens erreicht werden. Die üblicherweise in einem dem Regenwasser angepaßten
Schwall anfallende und entsprechend zu kontrollierende und zu lenkende Wassermenge
kann nunmehr erfindungsgemäß an der Fläche aufgefangen und während des Regenereignisses
und danach stark verzögert in entsprechend geminderter Abflußmenge abgeleitet werden.
Die Abflußmenge kann dabei über einen vorher eingestellten Durchflußmesser, der ein
entsprechendes Drosselventil oder ähnliches Organ automatisch betätigt, genau vorgegeben
werden. Aber auch eine manuelle Voreinstellung der zu drosselnden Abflußmenge über
einen z.B. verengten Abflußdurchmesser oder einer spaltweiten Öffnung eines Ventils
ist denkbar. Ebenso kann der entsprechend ausgelegte Durchmesser des Abflußrohres
aus dem Speicher heraus bzw. die Versickerungsleistung einer nachfolgenden Mulde als
Drosselorgan fungieren.
[0008] Annähernd dem Abflußverzögerungsfaktor entsprechend, können auch alle vor- oder nachgeschalteten
Abflußbauteile bzw. Wasseraufbereitungskomponenten kleiner dimenensionierter Ausführung
vorgesehen werden, aber auch alle anderen Systeme können entsprechend kleiner ausgelegt
werden. Dies führt z.B. dazu, daß im Vergleich zur heutigen Technik sehr kleine Direkteinleitungssysteme,
wie Sickermulden, Rieselstränge, Rigolen und Sickerschächte, möglich sind, da das
in der Fläche Zwischengespeicherte über einen längeren Zeitraum verrieselt werden
kann. Vergleichbares gilt auch für die Dimensionierung von Kanälen und Vorfluterreserven.
Rückhaltebecken, Zisternen oder Staustrecken werden nicht mehr benötigt.
[0009] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. So kann
vorgesehen sein, daß zur Zuführung des anfallenden Regenwassers ein innerhalb der
Schotterschicht in Schwerkraftrichtung oben liegendes Drainagerohrsystem und zur Abführung
ein im Bereich der Sperrschicht angeordnetes Drainagerohrsystem eingesetzt wird. Je
nach Art der Flüssigkeitszufuhr und der Nutzung der entsprechenden Bodenfläche kann
auch alternativ dazu vorgesehen sein, daß zur Zuführung und Abführung von anfallendem
Regenwasser dasselbe Drainagerohrsystem eingesetzt wird.
[0010] Die Erfindung sieht auch vor, daß das anfallende Regenwasser, wie an sich bekannt,
in der Schotterschicht einer mechanischen und/oder biologischen und/oder chemischen
Reinigung unterzogen wird.
[0011] Die Dichtheit der wasserundurchlässigen Sperrschicht kann erfindungsgemäß über eine
Überwachungseinrichtung überprüft werden.
[0012] Zur Lösung der gestellten Aufgabe sieht die Erfindung auch eine Bodenfläche als Aufnhame
und Zwischenspeicherung von anfallendem Regenwasser vor mit einer wasserundurchlässigen
Sperrschicht sowie einer darauf angeordneten wasseraufnehmenden Schotterschicht als
Speicherreservoir sowie einer die Schotterschicht überdeckenden, Belastungen standhaltenden
Nutzschicht als Verkehrs-, Wege-, Gewerbe-, Industrie-, Gartenbau- und Landwirtschaftsfläche,
die sich auszeichnet durch ein Drainagerohrsystem zur Zuführung des Regenwassers in
die Schotterschicht und ein Drainagerohrsystem zur gezielten Abgabe des Wassers an
ein Drosselorgan eines Kanalsystems.
[0013] Dabei besteht der Flächenaufbau aus einer im Erdreich unterhalb der Nutz-, Schotter-
bzw. Tragschicht angeordneten Sperrschicht, die das Versickern des auf der Fläche
niedergegangenen bzw. eingeleiteten Regenwassers, Regenwasser-/ Schadstoffgemisches
oder sonstige Flüssigkeit verhindert und das Wasser oberhalb der Sperrschicht in den
Hohl- bzw. Zwischenräumen der Schüttungen der Schotter- bzw. Tragschichten anstaut,
zwischenspeichert und gezielt in der geforderten oder benötigten Menge zur vorgesehenen
Bestimmung ableitet.
[0014] Als eigentlicher Flüssigkeitsspeicher dienen somit die Zwischenräume der aus Schotter
bestehenden Tragschichten des Oberbaues von Straßen und Wegen sowie der Verkehrsflächen
in Gewerbe und Industrie, aber auch der Mutterboden oder andere Nutzböden im Bereich
der Landwirtschaft und des Gartenbaues bieten sich als Wasserspeicher an.
[0015] Um dies zu ermöglichen, ist als Basis eines möglichst sicheren und bodensparenden
Schutzsystems eine Fläche mit mindestens einer Sperrschicht vorgesehen, die als Auffangwanne,
-becken oder -schicht ausgebildet ist und, entsprechend der Flächennutzung, auf sich
einen beliebigen Bodenbelag zuzüglich des üblicherweise mehrschichtigen Oberbaues
für z.B. Pflastersteine, Beton oder Betonplatten, Asphaltbeläge sowie verdichteter
Schotter oder ähnliches aufweist und von der baulichen Bestimmung her die Aufgabe
eines Rückhalte- bzw. Sammelbeckens erfüllt.
[0016] Auf diese Weise werden Flächen geschaffen, die sehr große Flüssigkeitsmengen in hauptsächlich
ihrem Oberbau aufnehmen können, um auf die sonst üblichen naturfächenintensiven Stauseen,
Rückhaltebecken, Zisternen oder Staustrecken verzichten zu können.
[0017] Weitere Ausgestaltungen einer derartigen erfindungsgemäßen Bodenfläche ergeben sich
aus den weiteren, die Bodenfläche betreffenden Ansprüchen, wobei hier die gleichen
Vorteile gelten, wie sie oben schon in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Verfahrensweise
aufgezeigt wurden.
[0018] Mit einem Drainagerohrsystem lassen sich auch die schwallartig anfallenden Wassermengen
in einfacher Weise in die Schotterschicht einleiten und bei Bedarf auch wieder ausleiten,
wobei das Drainagerohrsystem in unterschiedlichen Ebenen innerhalb der Schotterschicht
angeordnet sein kann, um Zufluß und Abfluß zu verwirklichen. Es kann aber auch in
der identischen Ebene sein bzw. das identische Drainagerohrsystem kann zu beiden Zwecken
benutzt werden.
[0019] Eine Sperrschicht wird bei vielen Anwendungsfällen vorzugsweise aus elastischen Schweißbahnen
(z.B. PE HD) erstellt, die in vielen Ausführungsformen, wie z.B. genoppt oder anders
strukturiert sowie faserverstärkt, im Markt erhältlich ist. Aber auch viele andere
der jeweiligen Aufgabenstellung entsprechend auszuwählende Materialien, wie u.a. Folie,
auch genoppt oder anders strukturiert oder faserverstärkt, Beton (gegossen oder gespritzt),
Bitumen (in Bahnen, flüssig aufgetragen oder gespritzt) oder Kunststoffe (flüssig
aufgetragen oder gespritzt), Bleche oder mineralische Abdichtschichten aus verdichtetem
Schüttgut oder Bentonit sind denkbar. Dabei sind die Sperrschichten nicht zwingend
als Wanne zu gestalten, sondern können auch als weitestgehend horizontale Schicht
eingesetzt werden, wenn sichergestellt ist, daß nur kleine Schadstoffmengen anfallen,
die bei ihrer maximalen Verteilung im Oberbau nicht den Außenbereich der Fläche erreichen
bzw. die anfallenden Wasser-/ Schadstoffgemische vor Erreichen der Außenbereiche in
eine Aufbereitungsanlage abgeleitet (drainiert) werden können.
[0020] Um die Sperrschicht insbesondere in sensiblen Bereichen überwachen zu können, ist
diese mit Leckagewarneinrichtungen ausstattbar, die eine Beschädigung der Schicht
visuell oder akustisch anzeigt. Für diesen Zweck erscheinen in engem Abstand auf einer
ggf. selbstklebenden Trägerfolie oder ähnlichem aufgebrachte durchgeschleifte Strom-
oder pneumatische oder hydraulische Rörchendruckleitungen sinnvoll, die an ihren beiden
Enden in einem Kontrollkasten an ein entsprechendes Warngerät angeschlossen werden.
Zerreißt einer der dünnen Stromleitungen bzw. wird eine der Rörchenleitungen undicht,
würde der von dieser Schleife betroffene Kontrollbereich als beschädigt angezeigt
werden. Auf diese Weise ist eine Lokalisierung des Leckagebereiches direkt gegeben.
[0021] Liegt die Kontrolleitung oberhalb der Sperrschicht, ist eine Warnung bereits vor
dem Undichtwerden der Sperrschicht möglich. Liegt die Kontrolleitung unterhalb der
Sperrschicht, wird diese ggf. erst ein wirkliches Leck anzeigen und nicht bereits
den Beginn eines sich anbahnenden Leckes melden. Sollte eine Leckwarnung erfolgen,
ist ein oberhalb der Sperrschicht angeordnetes Warnsystem auch auf Fehlermeldungen
hin einfacher zu kontrollieren als ein unterhalb liegendes System, da die Sperrschicht
nicht durchdrungen werden muß. Da sowohl Sperrschicht wie auch das Warnsystem als
meistens erste Schichten im Untergrund angeordnet werden, sind diese langfristig sicher
gegen witterungsbedingte und mechanische Beschädigungen geschützt.
[0022] Um eine grundsätzliche Aussage über die Dichtheit eines Behältnisses zu treffen,
reicht es in der Regel aus zu kontrollieren, ob im ruhenden Zustand das eingelagerte
Volumen unverändert erhalten bleibt. Vermindert sich das eingelagerte Volumen, kann
dies bei Flüssigkeiten an Verdunstung, undichten Ventilen oder einem Leck in der Behälterwandung
(Sperrschicht) liegen. Die Verdunstungerate ist in der Regel vernachlässigbar, so
daß als primäre Leckagequellen die Absperrorgane oder die Behälterwandung verbleiben.
[0023] Diesem Grundsatz folgend ist es somit über eine Füllstandskontrolle möglich, neben
der Menge des eingelagerten Volumens auch eine Aussage zur Dichtheit des Behältnisses
zu treffen.
[0024] Die erfindungsgemäße Leckageüberwachung beruht daher auf einer Füllstandsangezeige
bzw. -kontrolle, die je nach Einstufung der Gefahrenklasse des eingelagerten Mediums
mehr oder weniger schnell auf ein unbeabsichtigtes Absinken des Füllstandsnieveaus
reagieren sollte.
[0025] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, wenigstens eine doppellagige
Sperrschicht vorzusehen.
[0026] Aufgrund der Doppelschaligkeit kann zudem auf eine spezielle Geographie der Sperrschicht
verzichtet werden, was gerade im Randbereich eine einfachere Verarbeitung ermöglicht.
[0027] Um die doppelte Sperrschicht auf Dichtheit zu überprüfen, stehen mehrere Möglichkeiten
zur Verfügung. Zum einen kann zwischen den zwei Schichten durch Abstandhalter ein
freier Luftraum geschaffen werden, über den im Falle eines Leckes die eindringende
Flüssigkeit zu einem entsprechend reagierenden Sensor oder anders gearteter Kontrollmöglichkeit
geleitet werden kann. Auch durch sporadisches Absaugen der Zwischenluft ist eine Aussage
zum Vorhandensein eines Lekkes möglich. Als weitere Mögichkeit könnte dieser Zwischenraum
zwischen den Sperrschichten mit einer Kontrollfüssigkeit befüllt sein, die im Falle
eines Leckes an die Umgebung abgeleitet wird. Das dabei absinkende Flüssigkeitsniveau
ist feststellbar und kann zur Auslösung einer entsprechenden Meldung oder Signals
genutzt werden.
[0028] Beide vorgenannten doppelschaligen Überwachungsysteme sind ebenfalls in Teilflächen
unterteilbar und somit auch für die Feststellung einer Leckagelagelinie einsetzbar.
[0029] Vorteilhaft ist es, wenn, wie dies die Erfindung ebenfalls vorsieht, ein Verrieselungssystem
unterhalb der Sperrschicht zur Versickerung des das Zwischenvolumen gezielt verlassenden
Regenwassers vorgesehen ist, wobei in der Verrieselungsschüttung die Drainagezuleitungsrohre
für das Regenwasser vorgesehen sind.
[0030] In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß Schotterschichten unterschiedlicher
Korngröße zur Zwischenlagerung des anfallenden Regenwassers vorgesehen sind, wobei
die einzelnen Schotterschichten mittels wasserdurchlässiger Rieselschutzfolien voneinander
getrennt sind.
[0031] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Diese zeigt in den Figuren mehrere Ausführungsbeispiele. So zeigt
- Fig. 1
- einen schematischen, perspektivischen Querschnitt durch eine gepflasterte Bodenfläche
(Bester Weg zur Ausführung des Verkehrsflächenaufbaus mit z.B. wasserdurchlässigem
Pflaster),
- Fig. 2
- einen schematischen, perspektivischen Querschnitt durch eine gepflasterte Bodenfläche
entsprechend Fig. 1 mit einem in der Fläche angeordneten Sumpf,
- Fig. 3
- einen schematischen, perspektivischen Querschnitt durch eine gepflasterte Bodenfläche
entsprechend Fig. 1 mit einer zusätzlichen Verrieselung,
- Fig. 4
- einen schematischen, perspektivischen Querschnitt durch eine gepflasterte Bodenläche
entsprechend Fig. 1 mit einem Anschlußschacht außerhalb der Bodenfläche,
- Fig. 5
- einen Vertikalschnitt durch eine Straße,
- Fig. 6
- einen perspektivischen Querschnitt durch eine rinnenförmige Bodenfläche für die Landwirtschaft
(Bester Weg zur Ausführung des landwirtschaftlichen Flächenaufbaus),
- Fig. 7
- eine Ansicht in Pfeilrichtung A aus Fig. 6 ohne den Wasserverteiler,
- Fig. 8
- einen Querschnitt durch eine feldartige Bodenfläche mit zusätzlichen Bewässerungsrohren
oberhalb des Wurzelwerkes,
- Fig. 9
- einen perspektivischen Querschnitt durch eine asphaltierte Bodenfläche,
- Fig. 10
- einen Ausschnitt als Vergrößerung des linken Bereiches A der asphaltierten Bodenfläche
entsprechend Fig. 9,
- Fig. 11
- einen Ausschnitt als Vergrößerung des rechten Bereiches B der asphaltierten Bodenfläche
entsprechend Fig. 9,
- Fig. 12
- einen perspektivischen Querschnitt durch eine betonierte Bodenfläche,
- Fig. 13
- einen Ausschnitt als Vergrößerung des linken Bereiches A der betonierten Bodenfläche
entsprechend Fig. 12,
- Fig. 14
- einen Ausschnitt als Vergrößerung des rechten Bereiches B der betonierten Bodenfläche
entsprechend Fig. 12,
- Fig. 15
- eine Aufsicht der Sperrschichtgeographie der asphaltierten Bodenfläche entsprechend
Fig. 9,
- Fig. 16
- eine Aufsicht der Sperrschichtgeographie der betonierten Bodenfläche entsprechend
Fig. 12,
- Fig. 17
- ein laserunterstütztes, dezentrales Füllstandmeßsystem.
[0032] Die in Fig. 1 dargestellte Bodenfläche 10 stellt eine weitestgehend übliche, mit
dem gewachsenen Erdreich 11 auf gleicher Höhe endende Pflasterfläche 12 dar, wie sie
bereits seit vielen Jahren Anwendung findet. Dieser standardisierte Aufbau 12, 13,
14, 15 besteht zuoberst aus einer Schicht wasserdurchlässiger Pflastersteine 21, unter
der sich eine Ausgleichsschicht 13 aus wasserdurchlässigem Pflastermix 14 und eine
verdichtete, wasserspeicherfähige Schotterschicht 5 befindet, die in ihrer Dicke der
geforderten Belastbarkeit der Fläche 10 angepaßt ist.
[0033] Um diese Fläche 10 in ihrer Anwendung zu erweitern, ist eine wasserdurchlässige Granulatschicht
16 mit eingelagerten Drainagerohren 17 unterhalb der Schotterschicht 15 angeordnet,
unter der sich eine flüssigkeitsundurchlässige und druckfeste Sperrschicht 18 aus
verschweißten PE-HD-Bahnen anschließt, welche im Randbereich 19 bis zur obersten Kante
20 der Pflastersteine 21 hochgezogen ist, um eine dichte Sperrschichtwanne 22 zu bilden.
[0034] Damit die abgesunkene Flüssigkeit möglichst restlos in die Drainagerohre 17 abfließen
kann, ist noch eine zweite, untere Ausgleichsschicht 23 unterhalb der Sperrschicht
18 angeordnet, die zu den Drainagerohren 17 hin mit Gefälle ausgebildet wird und somit
für die erforderliche Schräglage der PE-HD-Bahnen 18 zu den Drainagerohren 17 hin
sorgt.
[0035] Desweiteren ist aus Fig. 1 zu ersehen, daß die im Granulat 16 eingebetteten, parallel
zueinander angeordneten, auf der Sperrschicht 18 aufliegenden Drainagerohre 17 über
T-Stücke 24 in einem um 90° zu den Drainagerohren 17 versetzten Sammelrohr 25 enden,
das die Flüssigkeit wiederum über ein T-Stück 26 zum manuell zu betätigenden Absperrventil
27 leitet, von wo aus die zurückgehaltene Flüssigkeit nach Bedarf z.B. zu einer zentralen
Kläranlage abgeleitet werden kann.
[0036] Die in der Fig. 2 dargestellte Bodenfläche 10 bietet sich in ihrer Ausgestaltungsweise
für den Einsatz im kritischen Bereich der Industrie oder ähnlichem an. Der Aufbau
der Fläche 10 ist dem Aufbau der Fläche 10 aus Fig. 1 sehr ähnlich, der Unterschied
besteht in der tiefergelegten Pflastersteinschicht 21 mit umlaufender Bordsteinkante
28, hinter der die Sperrschicht 18 aus säurefester PE-HD-Schweißbahn 18 bis zur oberen
Kante 20 des Erdreiches 11 bzw. der Bordsteine 28 gezogen ist. Auf diese Weise ist
bei einem zerberstenden Tank eine zusätzliche Sicherheitsschwelle 28 für die eventuell
bis an den Rand der Fläche 10 schwappende Säure geschaffen. Um die Fläche 10 auch
gegen unbeabsichtigtes Öffnen zu sichern, ist statt des Absperrventiles ein Sumpf
29 vorgesehen, in dem die Sammelrohre 25 enden und aus dem die in der Fläche 10 zurückgehaltene
Flüssigkeit abgesogen werden kann. Zur Leckagekontrolle der Sperrschicht 18 ist diese
mit einem innerhalb der Fläche 10 auf der Sperrschicht 18 angebrachten Leckagewarnsystem
30 ausgestattet.
[0037] Bei Fig. 3 handelt es sich um eine Bodenfläche 10, die der aus Fig. 1 entspricht,
wobei unterhalb der unteren Ausgleichsschicht 23 ein Verrieselungssystem 31 angeordnet
ist. Das Verrieselungssystem 31 verrieselt das von der Kläranlage kommende, von Kontaminationen
gereinigte Regenwasser direkt unter der Fläche 10, auf der es zuvor als Regen niedergegangen
ist. Die Verrieselung 31 arbeitet nach dem bekannten System der in jeweils eigenen
Kiesbetten 33 angeordneten, parallelen Verrieselungsrohrstränge 32.
[0038] In Fig. 4 ist die Bodenfläche 10 entsprechend der Fläche 10 aus Fig. 3 dargestellt,
jedoch in einer um 90° nach rechts gedrehten Weise mit einem zusätzlichen Anschlußschacht
34. Aufgrund des zusätzlichen Anschlußschachtes 34 ist das Absperrventil 27 vorteilhafterweise
in diesem angeordnet und mit einer zusätzlichen Anschlußkupplung 35 für eine Saug-,
Ablauf- oder Bodenspülleitung versehen. Unterhalb des Absperrventiles 27 sind zwei
Abflüsse 36 zu den Verrieselungssträngen 32 zu erkennen. Bei diesem Beispiel ist vorgesehen,
die Bodenfläche 10 an ein mobiles Aufbereitungssystem (z.B. DORA von der Firma Zeppelin)
anzuschließen, wobei das aufbereitete Wasser zur Verrieselung einfach in den Anschlußschacht
34 abgelassen und von dort aus ins Verrieselungssystem 31 eindringt. Ein z.B. in diesem
Anschlußschacht 34 zusätzlich vorstellbarer Flüssigkeitsfilter oder Abscheider ist
nicht dargestellt.
[0039] Fig. 5 stellt einen Straßenaufbau 37 dar, der zuoberst aus einer Feinasphaltschicht
38 und darunter aus einer Grobasphaltschicht 39 gebildet ist, unter dem die übliche
Schotterschicht 15 zu erkennen ist. Rechts und links der Straßendecke 40 sind aus
Rinnensteinen 41 gebildete Regenwasserrinnen 42 vorgesehen, die das anfallende Wasser
zu beidseitig vorhandenen Abflüssen 43 ableiten. Das Wasser gelangt von dort aus über
Verriesel-/Drainagerohre 44 in die wasserdurchlässige bzw. wasserspeichernde Schotterschicht
15, um dort bei ggf. starken Regenfällen einige Zeit zwischenzulagern. Die Verriesel-/Drainagerohre
44 sind an einer über ein Absperrventil 27 absperrbare Ablaufleitung 45 angeschlossen,
welche das Wasser zu einem Reinigungsschacht 46 leitet, in dem ein auswechselbarer
Schwebstoff-Filter 47 mit nachgeschaltetem Flüssigkeitsfilter 48 eingelagert ist.
Um die Filterkapazität nicht zu-übersteigen, ist oberhalb der Ablaufleitung 45 eine
Drosselplatte 49 angebracht, die das in der Fläche 10 zwischengelagerte Wasser weitestgehend
gleichmäßig an den darunter angeordneten Filter 47, 48 abgibt. Das gereinigte Wasser
wird danach über eine Verrieselungsleitung 32 an ein Kiesbett 33 abgegeben, um von
da aus ins Erdreich 11 zu versickern und den nur kurz unterbrochenen Weg zum Grundwasser
als gereinigtes, unbedenkliches Regenwasser fortzusetzen.
[0040] Die in Fig. 6 dargestellte Bodenfläche 77 stellt einen Ausschnitt aus einer parallel
angeordneten, mehrreihigen Plantagenanordnung für Orangenbäume 69 dar. Alle Bäume
69 sind in festgelegten Abständen in der rinnenförmigen Bodenfäche 77 eingepflanzt.
Zum Anlegen der Bodenfläche 77 wurde im felsigen Untergrund 51 ein Graben 72 ausgebrochen,
der mit örtlich vorhandenem Sand 52 in die erforderliche Form 76 der Bodenfläche 77
gebracht wurde. In diese so entstandene Rinne wurde die Sperrschicht 57 aus Bentonitmatten
verlegt. Daraufhin wurde im unteren Bereich der Sperrschicht 57 ein Bewässerungs-
und Drainagerohr 65 verlegt, das zur besseren späteren Wasserverteilung zum Mutterboden
58 hin in eine Aufschüttung örtlich gebrochenen Gesteinssplitts 74 eingebettet wurde.
Um die Durchwurzelung des Gesteinssplitts 74 zu begrenzen, wurde ein entsprechend
behandeltes, wasserdurchlässiges Geotextil 59 zwischen dem Gesteinssplitt 74 und dem
anschließend aufgeschütteten Mutterboden 58 eingelegt. Nach dem Einpflanzen der Orangenbäume
69 in den Mutterboden 58 wurde die gesamte als Rinne ausgeführte Bodenfläche 77 mit
einer Klimafaserbahn 71 abgedeckt. Zur Fixierung der Bahn 71 und zum Schutz vor Beschädigungen
direkter Sonneneinstrahlung und Hitzeentwicklung, wurde die Klimafaserbahn 71 mit
Steinen 55 und Sand 52 bedeckt. Zur Wasser- bzw. Flüssigkeitsversorgung liegen die
Bodenflächen 77 zwischen zwei Hauptleitungen 62, 67, von denen je Stirnseite eine
von Verteiler 66 zu Verteiler durchgehende Bewässerungs-Drainageleitung 65 in die
Bodenfläche 77 eingeführt ist.
[0041] An der gegenüberliegenden Seite der Verteiler 66 gehen wiederum Bewässerungs-Drainageleitungen
65 ab, die ebenfalls Bodenflächen 77 mit Flüssigkeit versorgen. Auf diese Weise sind
große zusammenhängende Agrarflächen realisierbar. Da die Plantage im Flachland liegt,
wurden alle Bodenflächen 77 und Verteiler 66 auf ein gleiches Höhenniveau ausgerichtet.
Dadurch kann in den Bodenflächen 77 und den Verteilern 66 permanent ein Flüssigkeitsniveau
zur optimalen Bewässerung vorgehalten werden, dessen Füllstand in der Bodenfläche
77 nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren an der auf dem Wasserspiegel im Verteiler
66 aufschwimmenden Verdunstungssperre 63 aus Holz überwacht werden kann.
[0042] Fig. 7 stellt eine Ansicht in Pfeilrichtung A der Bodenfläche 77 gemäß Fig. 6 dar.
Deutlich ist zu erkennen, wie in trockenen, lebensfeindlichen Bedingungen aus Fels
51 und Sand 52 eine landwirtschaftliche Nutzung realisiert wird.
[0043] Die ins Gestein 51 gebrochene Grube 72 ist entsprechend der Sperrschicht form 57
mit Sand 76 verfüllt. Innerhalb der Sperrschichtwanne 57 ist zuunterst das Bewässerungs-Drainagerohr
65 angeordnet. Darauf befindet sich eine flüssigkeitsführende Schicht 60 aus Gesteinssplitt
74, die von einer Durchwurzelungssperre 59 abgedeckt ist. Oberhalb dessen bis nahe
an die Oberfläche ist die Wachstumsschicht 58 aus Mutterboden angelegt, in der ein
Orangenbaum 69 gepflanzt ist. Zum Feuchtigkeitserhalt in der oberen Mutterbodenschicht
58 ist diese ebenfalls mit einem Gewebe 71 aus Klimafaser (z.B. Symatex, Gore Tex
oder ähnlichem) abgedeckt und mit einer Schutzschicht 70 aus Steinen 55 und Sand 52
fixiert.
[0044] Fig. 8 zeigt den Zusammenschluß mehrerer Pflanzenreihen in einer Bodenfläche 77,
wobei die Bodenaufbauten denen aus Fig. 6 und 7 ähneln. Zusätzlich wurde unterhalb
des Rieselschutzes 79 aus Geotextil jede Pflanzenreihe mit einer zusätzlichen Bewässerungsleitung
78 ausgestattet, um die Pflanzen 69 auch von oben mit Wasser, Dünger und Pestiziden
versorgen zu können. Desweiteren ist der Bewässerungsstutzen 53 zu erkennen, der durch
das Geotextil 79 hindurch bis ins Wurzelwerk 75 der Pflanzen reicht und eine individuelle
Pflanzenversorgung ermöglicht.
[0045] Die in Fig. 9 dargestellte industrielle Lagerfläche mit einem Flächenbelag 102 aus
Asphalt leitet das niedergegangene Regenwasser mit den vom Flächenbelag 102 aufgenommenen
Schadstoffen über eine Senke 103 und Ablaufrohr 139 zu einem außerhalb der Fläche
liegenden Schlamm- und Schwebstoffabscheider. Von dort wird das vorgereinigte Wasser-/
Schadstoffgemisch über eine in die Fläche zurückführende Wassereinlaufleitung 104
an ein Verteilerrohr 105 abgeleitet, von wo aus die Flüssigkeit an mehrere daran angeschlossene
Versickerungsrohre 106 gleichmäßig verteilt wird. Beim Durchströmen des Oberbaues
100 werden aus der Flüssigkeit weitere Schadstoffe ausgefiltert und den im Oberbau
100 sowie der Drainageschicht 99 angesiedelten Bakterien die Schadstoffe als Nahrung
zugeführt, so daß innerhalb der Fläche eine erhebliche Schadstoffminderung erreicht
wird.
[0046] Das aufbereitete Wasser wird über die Drainageleitungen 98 an die Doppel-T-Stücke
93 geleitet und von dort über das Sammelrohr 87, 138 aus der Fläche abgeleitet. Um
das Wasser-/Schadstoffgemisch zurückzuhalten, ist auf der Ausgleichsschicht eine Sperrschicht
85 aus PE-HD-Kunststoffdichtungsbahnen angeordnet, auf der das Drainagesystem 98,
93 innerhalb einer Glasascheschüttung 99 untergebracht ist. Die zum Drainage- und
Ableitungssystem gehörenden Doppel-T-Stücke 93 mit aufgesetztem Revisionsschacht 95
ermöglichen einen direkten Zugriff zum Flüssigkeitsniveau, mit der daraus resultierenden
Möglichkeit der Leckagekontrolle von jeweils einer, vom Drainagerohr 98 zu entleerenden
und dadurch abgegrenzten Sperrschichtteilfläche.
[0047] Der am unteren Rand des Revisionsschachtes 95 angebrachte Betonkragen 94 ist in der
Lage, eine auf dem Revisionsschachtdeckel 126 wirkende Last von 60 Mg an den Oberbau
100 abzuleiten. Die untere Sperrschicht 85 ist mit einer Sperrschichtkammlinie 97
bis zur Unterkante der Drainageleitungen 98 versehen. Das gesamte Drainagesystem 93,
98, 99 fällt wiederum gleichmäßig in Richtung des Flächenabflusses 138 ab. Als umlaufende
Einfassung der Sperrschicht 85 sind Randsteine 83 bzw. Bordsteine 83 dargestellt,
an denen der obere Rand der Sperrschicht 85 unter Zuhilfenahme eines Flansches 141
angeschlossen ist.
[0048] Entsprechend der baurechtlichen Vorschriften ist die Randeinfassung 83, 141 auf einem
Streifenfundament 82 gegründet, das im Anschluß von der flächenabgewandten Seite mit
Erdreich 84 verfüllt wurde. Von der oberen Sperrschichtabkantung bis hinunter zur
Drainageschicht 99 ist die Sperrschicht zur Leckagekontrolle doppelwandig 85; 86 ausgeführt,
um zum einen im Teilbereich A über ein am tiefsten Punkt der Doppelsperrschicht 85,
86 angeschlossenem Rohr 88 zur Ableitung von Leckageflüssigkeit oder im Teilbereich
B über das Absinken eines angeschlossenen Flüssigkeitsniveaus eine Leckage feststellen
zu können.
[0049] In Fig. 10 wird insbesondere auf den in Fig. 9 dargestellten Teilbereich A genauer
eingegangen. Darin ist zu erkennen, daß die im leckageüberwachten Randbereich (von
der unteren, weitestgehend horizontal verlaufende Sperrschicht 85 bis zum Anschlußflansch
111) auf der Ausgleichsschicht 81 verlegte Sperrschicht 85 aus der ganzflächig in
der Wanne verlegten Sperrschicht 85 selbst mit darauf aufliegender Noppenbahn 86 und
einer Schutzvliesauflage 107 besteht.
[0050] Die Noppenbahn 86, aus dem selben Material wie die ganzflächig verlegte Sperrschicht
85, ist in einzeln auf Leckagen zu überprüfende Teilflächen unterteilt. Das abdeckende
Schutzvlies 107 schützt die Noppenbahn 86 vor Beschädigungen durch das grobkörnige
Oberbaumaterial 100. Oberhalb des Oberbaus 100 ist eine bituminöse Tragschicht 101
mit abschließendem, asphaltierten Flächenbelag 102 dargestellt, der bis an den Anschlußflansch
111 der Sperrschicht 85 reicht.
[0051] Am unteren Ende der Noppenbahn 86 ist das Sammelrohr 88 zu erkennen, das evtl. in
den Zwischenraum von Sperrschicht 85 und Noppenbahn 86 eindringende Leckageflüssigkeit
in ein zentrales Sammelbehältnis leitet, von dem beim Einlaufen von Flüssigkeit ein
Signal abgegeben wird. Unterhalb des Doppel-T-Stückes 93 ist das Sperrschichttal 127
zu erkennen. Von da aus nach rechts der Sperrschicht 85 folgend steigt diese bald
darauf nach einer Aufkantung senkrecht auf und wird nur wenige Zentimeter oberhalb
des Sperrschichtkammniveaus 97 nochmals abgekantet und wieder nach unten zurückgeführt,
um dann auf dem Niveau der Drainagerohranschlußunterkante 112 wieder in die horizontale
Verlegung zurückzukehren.
[0052] Diese Aufkantung 92 dient der Trennung von zwei Leckageprüfbereichen. Zum einen dem
Teilbereich, in dem sich die Doppel-T-Stücke 93 mit den den Teilbereich drainierenden
Verbindungsrohren 87 befinden, und den Teilbereichen, die durch die angeschlossenen
Drainagerohre 98 entwässert werden. Bei einer Lecksuche ist sicherzustellen, daß das
Flüssigkeitsniveau sich immer knapp unterhalb der abtrennenden Aufkantungen 92 befindet
bzw. die Prüfniveauobergrenze 97 (entspricht den Sperrschichtkämmen 130) nicht überschritten
wird, um eine genaue, teilbereichbezogene Leckageprüfung und -ortung durchführen zu
können.
[0053] Fig. 11 stellt den rechten Teilbereich B der Fig. 9 dar und unterscheidet sich im
Aufbau des Randbereiches nur in der Art, daß zur Leckageüberwachung der Zwischenraum
zwischen Sperrschicht 85 und Noppenbahn 86 mit einer Flüssigkeit gefüllt ist, deren
Ausgleichsbehälter über eine kommunizierende Röhre 90 mit dem Zwischenraum verbunden
ist. Im Falle eines Leckes würde ein Teil der Kontrollflüssigkeit aus dem Zwischenraum
auslaufen und durch das Nachlaufen der Flüssigkeit aus dem Ausgleichbehälter würde
ein darin angeordneter Schalter mit Meldeeinheit ein entsprechendes Signal absetzen.
[0054] Fig. 12 stellt eine mit Fig. 9 vergleichbare Industriefläche mit einer Fahrbahn aus
Beton 102 dar. Um auf die Noppenbahn 86 und deren aufwendige Verarbeitung verzichten
zu können, wurde in diesem Beispiel die trennende Sperrschichtaufkantung 92 bis unter
die Betonschicht 102 geführt.
[0055] In Fig. 13 ist der Teilbereich A der Fig. 12 im Detail dargestellt, wobei zu erkennen
ist, daß nur im Bereich des grobkörnigen Oberbaumaterials 100 ein Schutzvlies 107
erforderlich ist. Soll im Randbereich eine Leckageortung stattfinden, ist die gesamte
Randteilfläche bis unter den Beton 102 mit Wasser zu befüllen, um beim nachfolgenden
leckagebedingten Senkungsvorgang des Flüssigkeitsspiegels die Leckagelinie genau ermitteln
zu können. Von daher sollten die Randteilflächen möglichst klein gehalten werden.
[0056] Um auch im Randbereich mit wenig Wasser prüfen zu können, wurde in Fig. 14 (Teilbereich
B aus Fig. 12) die Sperrschichtaufkantung 85, 107, 108 geneigt eingebaut. Dadurch
entsteht ein Zwischenraum zwischen Aufkantung 85, 107, 108 und der Randsperrschicht
85, 107, der mit dem aus einer Sperrschicht 85 und einer Noppenbahn 86 gebildeten
Zwischenraum vergleichbar ist und zudem erheblich weniger Wasser zur Leckageprüfung
oder -ortung benötigt als gemäß Teilbereich A der Fig. 13 erforderlich. Auch diese
Teilfläche ist mit einem separaten Drainagerohr versehen, so daß auch diese Teilfläche
separat prüfbar ist.
[0057] In Fig. 15 ist die Sperrschichtgeographie 127-136 der Fig. 9, 10, 11 dargestellt,
die im Randbereich am Sammeldrainagerohr 87 beginnend von der tiefsten Stelle 0' über
Höhe 1' bis 2' ansteigt. Seitlich und etwas höher liegend ist das parallele Sperrschichttal
0, 1, 2 128 angeordnet. Von diesem Tal aus steigen die drei dargestellten, angeschlossenen
Drainageleitungen 98 von 0 bis 1, 1 bis 2 und 2 bis 3 an. Die Sperrschichttäler 128,
129, 140 folgen diesem Verlauf. Die Sperrschichten 85 zwischen den Drainagerohren
treffen sich alle auf dem Niveau 4 130, das als Sperrschichtkamm 130 oder Prüfniveauobergrenze
97 definiert ist. Von den einzelnen Höhen 0' bis 4 aus wird im Randbereich die Sperrschicht
85 bis zum oberen Rand 5 des Flächenbelages 102 hochgezogen.
[0058] Fig. 16 gibt die Sperrschichtgeographie 127-136 der Fläche aus Fig. 12, 13, 14 wieder.
Im horizontalen, mittleren Teilbereich ist die Ausführung identisch mit der der Fig.
9, 10, 11. Nur der Randbereich ist in Teilen anders aufgebaut, da das Sperrschichttal
135 (ansteigend von 6 bis 7) aufgrund des zusätzlich erforderlich Drainagerohres dies
erfordert. Das dort zusätzlich verlaufende Drainagerohr hat einen Revisionsschacht
110 und als Kupplung ein Doppelwinkelstück 141, um den Anschluß an ein weiterführendes,
ableitendes Drainagerohr 98 zu ermöglichen.
[0059] Die Leckageprüfung und -ortung erfolgt z.B. über das in Fig. 17 dargestellte Lasermeßsystem
115-125. Zur Überprüfung einzelner Teilflächen wird das Meßrohr 120 durch den Revisionsschacht
95, 96, 110 bis in den Drainagerohranschluß 112 eingeführt und dort durch Aufpumpen
des Dichtschlauches 116 darin verankert. Entweder von selbst oder durch kurzes Ansaugen
wird das in der zu prüfenden Teilfläche befindliche Wasser ins Meßrohr 120 befördert.
Dort stellt sich aufgrund der kommunizierenden Röhre 115 umgehend ein in der Teilfläche
und dem Meßrohr 120 identisches Füllstandsniveau ein. Der auf dem im Meßrohr 120 befindlichen
Wasserstand aufschwimmende, reflektierende Schwimmer 123 kann nun vom Laserstrahl
als Bezugsfläche angestrahlt werden. Durch zeitlich versetzte Messungen ist eine Veränderung
des Füllstandes innerhalb des Meßrohres 120 und damit auch der kommunizierenden Teilfläche
nachvollziehbar.
1. Verfahren zur Aufnahme und Zwischenlagerung von anfallendem Regenwasser unter Einsatz
eines Speicherreservoirs aus einer Wasser aufnehmenden Schotterschicht auf einer wasserundurchlässigen
Sperrschicht sowie einer die Schotterschicht überdeckenden, Belastungen standhaltenden
Nutzschicht als Verkehrs-, Wege-, Gewerbe-, Industrie-, Gartenbau-, Landwirtschaftsfläche,
dadurch gekennzeichnet,
daß anfallendes Regenwasser über ein Drainagerohrsystem der Schotterschicht zugeführt
und gezielt über ein Drainagerohrsystem aus der Schotterschicht gedrosselt einem Abwasserkanalsystem
zugeleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Zuführung des anfallenden Regenwassers ein innerhalb der Schotterschicht in Schwerkraftrichtung
oben liegendes Drainagerohrsystem und zur Abführung ein im Bereich der Sperrschicht
angeordnetes Drainagerohrsystem eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Zuführung und Abführung von anfallendem Regenwasser in die Schotterschicht hinein
bzw. aus der Schotterschicht heraus dasselbe Drainagerohrsystem eingesetzt wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das anfallende Regenwasser, wie an sich bekannt, in der Schotterschicht einer mechanischen
und/oder biologischen und/oder chemischen Reinigung unterzogen wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtheit der wasserundurchlässigen Sperrschicht über eine Überwachungseinrichtung
überprüft wird.
6. Bodenfläche als Aufnahme und Zwischenspeicherung von anfallendem Regenwasser mit einer
wasserundurchlässigen Sperrschicht sowie einer darauf angeordneten wasseraufnehmenden
Schotterschicht als Speicherreservoir sowie einer die Schotterschicht überdeckenden,
Belastungen standhaltenden Nutzschicht als Verkehrs-, Wege-, Gewerbe-, Industrie-,
Gartenbau-, Landwirtschaftsfläche,
gekennzeichnet durch
ein Drainagerohrsystem zur Zuführung des Regenwassers in die Schotterschicht und ein
Drainagerohrsystem zur gezielten Abgabe des Wassers an ein Drosselorgan eines Kanalsystems.
7. Bodenfläche nach Anspruch 6,
gekennzeichnet durch
ein anfallendes Regenwasser zur Schüttung zuleitendes Drainagerohrsystem sowie ein
im Bereich der Sperrschicht angeordnetes, das Wasser gezielt ableitende, weiteres
Drainagerohrsystem.
8. Bodenfläche nach Anspruch 6,
gekennzeichnet durch
ein die Regenwasserzufuhr wie die -abfuhr übernehmendes gemeinsames Drainagerohrsystem.
9. Bodenfläche nach Anspruch 6 oder einem der folgenden,
gekennzeichnet durch
ein Leckagen in der Sperrschicht anzeigendes Überwachungssystem.
10. Bodenfläche nach Anspruch 6 oder einem der folgenden,
gekennzeichnet durch
eine wenigstens doppellagige Sperrschicht mit Hohlräumen zwischen den Schichten zur
Ableitung von Leckagewasser mit einer Einrichtung zur Überwachung von anfallendem
Leckagewasser.
11. Bodenfläche nach Anspruch 6 oder einem der folgenden,
gekennzeichnet durch
ein Verrieselungssystem unterhalb der Sperrschicht zur Versickerung des das Zwischenvolumen
gezielt verlassenden Regenwassers, wobei in der Verrieselungsschüttung Drainagezuleitungsrohre
für das Regenwasser vorgesehen sind.
12. Bodenfläche nach Anspruch 6 oder einem der folgenden,
daudurch gekennzeichnet,
daß Schotterschichten unterschiedlicher Korngröße zur Zwischenlagerung des anfallenden
Regenwassers vorgesehen sind, wobei die einzelnen Schotterschichten mittels wasserdurchlässiger
Rieselschutzfolien voneinander getrennt sind.
1. A method for the collection and interim storage of any rainwater that falls by using
a storage reservoir made of a water absorbing gravel layer on top of an impermeable
barrier layer, plus, covering the gravel layer, a load-bearing working layer for road
use. paths, commercial use, industry, horticultural or agricultural use,
characterised by
the fact that any rainwater that falls is channelled into the gravel layer via a drainage
pipe system and is systematically directed via a drainage pipe system at a curbed
rate out of the gravel layer to a sewer system.
2. A method as per claim 1,
characterised by
the fact that for channelling in any rainwater that falls a drainage pipe system is
used that lies on top in the direction of gravity within the gravel layer and that
for channelling it away a drainage pipe system is utilised that is installed in the
barrier layer area.
3. A method as per claim 1,
characterised by
the fact that for channelling any rainwater that falls into and away from the gravel
layer the same drainage pipe system is used.
4. A method as per any one of the foregoing claims,
characterised by
the fact that any rainwater that falls, as known per se, is mechanically and/or biologically
and/or chemically cleaned within the gravel layer.
5. A method as per any one of the foregoing claims,
characterised by
the fact that the watertight status of the impermeable barrier layer is checked via
a monitoring system.
6. An area of ground, as collector and interim store of any rainwater that falls, with
an impermeable barrier layer, with a water-absorbent layer of gravel arranged on top
of it as a storage reservoir, plus, covering the gravel layer, a load-bearing working
layer as an area for road use, paths, commercial use, industry, horticultural or agricultural
use
characterised by
a drainage pipe system to feed the rainwater into the gravel layer and a drainage
pipe system to discharge the water systematically to a flow suppressor in a sewer
system.
7. An area of ground as per claim 6,
characterised by
a drainage pipe system leading any rainwater that falls to the gravel plus a further
drainage pipe system installed in the barrier layer area that systematically leads
the water away.
8. An area of ground as per claim 6,
characterised by
a common drainage pipe system taking over both feeding in the rainwater and leading
it away.
9. An area of ground as per claim 6 or one of the following,
characterised by
a monitoring system showing any leakage in the barrier layer.
10. An area of ground as per claim 6 or one of the following,
characterised by
a barrier layer with at least two layers and hollow spaces between the layers for
leading off any leaks that occur and a device for monitoring any leaking water.
11. An area of ground as per claim 6 or one of the following,
characterised by a trickle filter system beneath the barrier layer to seep away the rainwater systematically
leaving the temporarily stored amount, with drainage feed pipes for the rainwater
provided in the trickle filter gravel.
12. An area of ground as per claim 6 or one of the following,
characterised by
the fact that gravel layers of differing pebble size are provided for interim storage
of any rainwater that falls, with the individual gravel layers separated from each
other by means of permeable protective trickle liners.
1. Un procédé d'accumulation et de stockage intermédiaire de précipitations avec la mise
en oeuvre d'un réservoir de stockage sous la forme d'une couche d'agrégat pouvant
s'imprégner d'eau et disposée sur une couche d'étanchement imperméable à l'eau, ainsi
qu'une couche d'utilisation résistante aux charges, recouvrant la couche d'agrégat,
et
pouvant servir de surface de circulation, de chemin, de surface commerciale, industrielle,
de jardinage ou pour l'agriculture,
l'invention étant caractérisée par le fait,
que les eaux de pluie sont collectées par l'intermédiaire d'un système de canalisations
de drainage pour être conduites à la couche d'agrégat, puis recyclées de manière ciblée
hors de la couche d'agrégat vers un système d'évacuation des eaux usées après un étranglement
de ralentissement.
2. Un procédé conforme à la revendication 1,
caractérisé par le fait,
que pour la conduite des précipitations on utilise un système de drainage situé au sein
de la couche d'agrégat et disposé dans le sens de la gravité et dans la partie supérieure
de la couche d'agrégat, et pour leur évacuation un système de canalisations de drainage
situé dans la zone de la couche d'agrégat
3. Un procédé conforme à la revendication 1,
caractérisé par le fait,
que pour la collecte et pour l'évacuation des précipitations vers l'intérieur de la couche
d'agrégat ou vers l'extérieur de la couche d'agrégat, on met en oeuvre le même système
de canalisations de drainage.
4. Un procédé conforme à une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait,
que les eaux de pluie tombées sont épurées dans la couche d'agrégat par un procédé connu,
mécanique et/ou biologique et/ou chimique.
5. Un procédé conforme à une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait,
que l'étanchéité de la couche d'étanchement imperméable à l'eau, sera contrôlée par l'intermédiaire
d'un dispositif de surveillance.
6. Un élément de sol destiné à la collecte et au stockage intermédiaire de précipitations,
et qui comporte une couche d'étanchement imperméable à l'eau ainsi que, disposée au-dessus
d'elle, une couche d'agrégat perméable à l'eau et servant de réservoir de stockage,
ainsi qu'une couche utilitaire solide recouvrant la couche d'agrégat et résistante
au charges, pouvant servir de surface de circulation de chemin, de surface commerciale,
industrielle, de jardinage ou pour l'agriculture,
caractérisé par
un système de canalisation de drainage pour la collecte des eaux de pluie dans la
couche d'agrégat et un système de canalisation de drainage pour une évacuation ciblée
des eaux vers un organe d'étranglement d'un système d'évacuation des eaux.
7. Un élément de sol conforme à la revendication 6,
caractérisé par
un système de canalisation de drainage pour la collecte d'eaux de pluies ainsi qu'un
autre un système de canalisation de drainage situé dans la zone de la couche d'étanchement
et permettant d'évacuer les eaux de manière ciblée.
8. Un élément de sol conforme à la revendication 6,
caractérisé par
un système de canalisation de drainage commun permettant la collecte et l'évacuation
des eaux de pluie.
9. Un élément de sol conforme à la revendication 6 ou une des suivantes,
caractérisé par
un système de surveillance indicateur de fuites dans la couche d'étanchement.
10. Un élément de sol conforme à la revendication 6 ou une des suivantes,
caractérisé par
une couche d'étanchement possédant au moins deux couches avec des espaces vides entre
les couches destinés à la dérivation des eaux de fuite et un dispositif de surveillance
de la présence éventuelle d'eaux de fuite.
11. Un élément de sol conforme à la revendication 6 ou une des suivantes,
caractérisé par un système d'épandage situé sous la couche d'étanchement pour l'infiltration ciblée
des eaux de pluie quittant les volumes intermédiaires, et dans l'empierrement d'infiltration
sont prévues des canalisations de drainage d'alimentation en eaux de pluie.
12. Un élément de sol conforme à la revendication 6 ou une des suivantes,
caractérisé par le fait,
que des couches d'agrégat de diverses grosseurs de grain sont prévues pour le stockage
intermédiaire des eaux de pluie, les différentes couches d'agrégat sont séparées entre
elles à l'aide de feuilles plastique perméables de protection contre l'infiltration.