[0001] Die Erfindung betrifft eine Stülpfilterzentrifuge zur Trennung eines Feststoff-Flüssigkeits-Gemisches
mit nachgeschaltetem Feststofftrockner, wobei in der Stülpfilterzentrifuge durch Schleudern,
Druckgaspressen und Wärmekonvektion mit Hilfe eines strömenden Trockengases und im
Feststofftrockner durch Wärmekonvektion mit Hilfe eines strömenden Trockengases eine
Entfeuchtung und Trocknung des Feststoffes stattfindet.
[0002] Es sind Stülpfilterzentrifugen bekannt (DE 43 16 081 C1), bei denen in der rotierenden
Schleudertrommel eine mechanische Entfeuchtung und Trocknung des an der Trommelwand
haftenden Filterkuchens stattfindet und der Filterkuchen zur weiteren Entfeuchtung
mit Trockengas durchströmt wird, wobei die Effizienz der Entfeuchtung und Trocknung
naturgemäß von der Temperatur und Geschwindigkeit des durchströmenden Gases abhängt.
Auch ist es bekannt, bei solchen Stülpfilterzentrifugen vor dem Durchströmen des Filterkuchens
mit Trockengas die Kapillaren des Filterkuchens mit einem unter relativ hohem Druck
stehenden Gas freizublasen, um so dem Trockengas den Weg zu öffnen.
[0003] Weiterhin ist es bekannt, in den Fällen, in denen die Entfeuchtung und Trocknung
in der Stülpfilterzentrifuge nicht ausreichen, der Zentrifuge thermische Aggregate
in Gestalt eines Feststofftrockners nachzuschalten, in welchem der von der Stülpfilterzentrifuge
abgezogene Feststoff durch Wärmekontakt im Wege einer Beheizung und/oder durch Wärmekonvektion
mit Hilfe eines strömenden Trockengases behandelt wird, um eine weitere Entfeuchtung
und Trocknung des Feststoffes bis zum gewünschten Endwert zu erreichen. Vielfach ist
es auch erforderlich, den verlangten Endtrocknunggrad (Restfeuchte) durch eine Endtrocknung
im Vakuum zu erreichen. Auch eine Desagglomerierung des Feststoffes durch abwechselndes
Anlegen von Vakuum und Druck ist möglich. In der Regel geschieht die Endtrocknung
oder Desagglomerierung durch Vakuum im Feststofftrockner, obwohl grundsätzlich diese
Vorgänge auch in der Stülpfilterzentrifuge ausgeführt werden können.
[0004] Als Trockengas kommt Luft oder ein anderes, insbesondere ein Inertgas in Frage. Wird
das Trockengas beim Entfeuchtungs- und Trocknungsvorgang sowohl in der Stülpfilterzentrifuge
als auch im Feststofftrockner mit Schadstoffen kontaminiert, muß es entweder entsorgt
oder in einer Aufbereitungsanlage behandelt werden, so daß das gereinigte Trokkengas
im Kreislauf zur Entfeuchtung und Trocknung in der Stülpfilterzentrifuge und im Feststofftrockner
wieder verwendet werden kann und der Frischgasverbrauch auf ein Minimum reduziert
wird.
[0005] Bei der Überführung des in der Stülpfilterzentrifuge vorgetrockneten Feststoffes
in den Feststofftrockner machen sich häufig größere Feststoff-Agglomerate störend
bemerkbar, die durch zu hohe Verdichtung oder zu hohe Kapillarbindungskräfte entstehen
können. In diesem Falle muß vor dem Eintritt des Feststoffes in den Feststofftrockner
eine Desagglomerierung, d.h. Zerkleinerung, durchgeführt werden.
[0006] Im herkömmlichen Betrieb von Stülpfilterzentrifugen und Feststofftrocknern sind diese
entkoppelt, d.h. jeder dieser Apparate wird im Hinblick auf das bei einem bestimmten
Produkt zu erzielende Ergebnis für sich dimensioniert und gesteuert. Dabei muß im
konkreten Anwendungsfall die Größe jedes Apparates nach den in Betracht zu ziehenden,
möglicherweise auftretenden schlechtesten Ergebnissen ausgerichtet werden, wobei die
Verweilzeit in der Stülpfilterzentrifuge oder im Feststofftrockner, z.B. bedingt durch
einzukalkulierende Fehlchargen, zu lange werden kann.
[0007] Da bei bekannten Anlagen weder die Entfeuchtung und Trocknung in der Stülpfilterzentrifuge
noch die Entfeuchtung und Trocknung im Feststofftrockner in ihren Ergebnissen aufeinander
abgestimmt werden können, arbeiten die aus Stülpfilterzentrifuge und Feststofftrockner
bestehenden Aggregate infolge von Warte- oder Stillstandszeiten häufig unwirtschaftlich.
Auch werden solche Aggregate im Hinblick auf die Erfüllung bestimmter Produktionserwartungen
häufig mit zu hoher Sicherheit ausgelegt, was unmittelbar die Gestehungskosten der
Aggregate und deren Betriebskosten negativ beeinflußt.
[0008] Auch kann der in der Stülpfilterzentrifuge durch mechanisches Schleudern erreichbare
Entfeuchtungsgrad begrenzt sein, so daß z.B. durch ein thixotropes Verhalten des abgetrennten
Feststoffes dieser an unerwünschten Stellen ankleben oder "anbacken" kann und einen
Weitertransport des Produktes in den Feststofftrockner erschwert. Auch hierdurch können
unerwünschte Stillstandszeiten entstehen. Außerdem können zusätzliche Ausrüstungen
erforderlich werden, welche die notwendigen Investitionen ebenfalls in die Höhe treiben.
[0009] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Stülpfilterzentrifuge mit nachgeschaltetem
Feststofftrockner so weiterzubilden, daß sich Stülpfilterzentrifuge und Feststofftrockner
im Betrieb zur Erzielung eines bestimmten Entfeuchtungsgrades gegenseitig synergetisch
ergänzen, wobei insbesondere der Einsatz der thermischen Energie des Trockengases
optimiert werden soll.
[0010] Diese Aufgabe wird durch den Anspruch 1 gelöst.
[0011] Der Betrieb einer erfindungsgemäßen Anlage wird also von dem Gedanken beherrscht,
produkt- und ergebnisabhängig die Trocknungsarbeit optimal auf die Stülpfilterzentrifuge
und den Feststofftrockner aufzuteilen, wobei bedarfsweise Entfeuchtungs- und Trocknungsvorgänge
nicht in der Stülpfilterzentrifuge, sondern im Feststofftrockner und umgekehrt vorgenommen
werden.
[0012] Die nachstehende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient
im Zusammenhang mit beiliegender Zeichnung der weiteren Erläuterung. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine Stülpfilterzentrifuge mit nachgeschaltetem Feststofftrockner bei
geschlossener Schleudertrommel und
- Fig. 2
- die Stülpfilterzentrifuge aus Fig. 1 mit geöffneter Schleudertrommel.
[0013] Die auf der Zeichnung dargestellte Stülpfilterzentrifuge 1 umfaßt in einem Maschinengehäuse
2 eine drehbar gelagerte Hohlwelle 3, die über einen (nicht dargestellten) Motor in
raschen Umlauf versetzt werden kann. Die Hohlwelle 3 erstreckt sich über eine das
Maschinengehäuse 2 an dessen Vorderseite abschließende Trennwand 4 hinaus und weist
eine (ebenfalls nicht dargestellte) axial verlaufende Keilnut auf, in welcher ein
Keilstück 5 axial verschieblich ist. Dieses Keilstück 5 ist starr mit einer im Innern
der Hohlwelle 3 verschiebbaren Welle 6 verbunden, die somit gemeinsam mit der Hohlwelle
3 umläuft, jedoch in dieser axial verschieblich ist.
[0014] An dem über die Trennwand 4 hinausragenden Ende der Hohlwelle 3 ist eine topfförmige
Schleudertrommel 7 drehfest angeflanscht. An ihrer kreiszylindrischen Seitenwand weist
die Schleudertrommel 7 radial verlaufende Durchlaßöffnungen auf. Die Trommel 7 ist
einseitig durch einen Boden 8 verschlossen und an ihrer dem Boden 8 gegenüberliegenden
Stirnseite offen. An dem die offene Stirnseite umgebenden Rand ist ein im wesentlichen
kreiszylindrisch ausgebildetes Filtertuchs 9 dicht eingespannt, dessen gegenüberliegender
Rand dicht mit einem Bodenstück 11 verbunden ist. Das Bodenstück 11 ist starr mit
der verschiebbaren, den Boden 8 frei durchdringenden Welle 6 verbunden.
[0015] An dem Bodenstück 11 ist über Stehbolzen 12 unter Freilassung eines Zwischenraums
starr ein Schleuderraumdeckel 13 befestigt, der in Fig. 1 den Innenraum der Schleudertrommel
7 dicht verschließt und in Fig. 2 gemeinsam mit dem Bodenstück 11 durch axiales Herausschieben
der Welle 6 aus der Hohlwelle 3 frei von der Schleudertrommel 7 abgehoben ist. In
Fig. 1 ist das Filtertuch 9 zur Innenseite der Schleudertrommel 7 eingestülpt, in
Fig. 2 ist dieses Tuch nach außen umgestülpt.
[0016] Die geschlossene Schleudertrommel 7 (Fig. 1) läuft in einem bestimmten Abschnitt
des Maschinengehäuses 2 um. Flüssigkeit (Filtrat), welches aus der Schleudertrommel
7 herausgepreßt wird, gelangt in eine Abführleitung 14, die über einen Faltenbalg
15 flexibel an das Maschinengehäuse 2 angeschlossen ist. Die Abführleitung 14 ist
durch ein Absperrventil 16 verschließbar. In einem weiteren Abschnitt des Maschinengehäuses
2, der - vgl. Fig. 2 - das umgestülpte Filtertuch 9 und den Schleuderraumdeckel 13
aufnimmt, erfolgt das Abschleudern des von der Flüssigkeit abgetrennten Feststoffes
vom Filtertuch 9. Dieser Abschnitt des Maschinengehäuses 2 ist über einen Faltenbalg
17 flexibel mit einem Feststofftrockner 10 verbunden. Der Feststofftrockner 10 ist
durch ein Absperrventil 18 gegenüber dem Maschinengehäuse 2 dicht verschließbar. Bei
der dargestellten Ausführungsform ist zwischen Maschinengehäuse 2 und Feststofftrockner
10 (oberhalb des Absperrventils 18) noch ein Desagglomerierer 19 angeordnet, welcher
der vorherigen Zerkleinerung des in den Feststofftrockner gelangenden Feststoffes
20 dient. Dieser Desagglomerierer ist nicht unbedingt erforderlich.
[0017] Der den abgeschleuderten und gegebenenfalls zerkleinerten Feststoff 20 aufnehmende
eigentliche Feststofftrockner 10 umfaßt einen Behälter 21, der durch eine z.B. elektrische
Heizvorrichtung 22 aufheizbar ist. Die Wärme wird dabei durch Wärmekontakt auf den
Feststoff 20 übertragen, wodurch der Feststoff 20 einer Trocknung unterworfen wird.
[0018] Der Behälter 21 ist an seiner Unterseite durch eine schwenkbare Klappe 23, welche
mit durchgehenden Perforationen 24 versehen ist, verschließbar. Bei geöffneter Klappe
23 gelangt der getrocknete Feststoff 20 in einen weiteren Behälter 25, dessen Auslaß
durch ein Absperrventil 26 wahlweise dicht verschließbar ist. Mit dem Auslaß des Behälters
25 kann ein Produktaufnahmegefäß verbunden werden, in welches bei geöffnetem Absperrventil
26 der fertig getrocknete Feststoff 20 eingefüllt wird. Der Behälter 25 weist einen
Einlaßstutzen 27 für Trockengas auf, welches durch die Perforationen 24 der Klappe
23 den Feststoff 20 im Behälter 21 durchströmt und über eine Leitung 28 abfließt.
[0019] Die Stülpfilterzentrifuge 1 ist weiterhin mit einem Füllrohr 29 versehen, welches
zum Zuführen einer in ihre Feststoff- und Flüssigkeitsbestandteile zu zerlegenden
Suspension in den Innenraum der Schleudertrommel 7 dient (Fig. 1) und in dem in Fig.
2 dargestellten Betriebszustand in eine Bohrung 31 der verschiebbaren Welle 6 eindringt,
wobei die Verschiebung der Welle 6 und damit das öffnen und Schließen der Schleudertrommel
7 über (nicht dargestellte, auf der Zeichnung rechts gelegene) Antriebsmotoren, z.B.
hydraulisch, erfolgt.
[0020] Im Schleuderbetrieb nimmt die Stülpfilterzentrifuge 1 die in Fig. 1 gezeichnete Stellung
ein. Die verschiebbare Welle 6 ist in die Hohlwelle 3 zurückgezogen, wodurch das Filtertuch
9 derart in die Schleudertrommel eingestülpt ist, daß es in deren Innerem die Durchlaßöffnungen
im Trommelmantel überdeckt. Der Schleuderraumdeckel 13 verschließt dabei die offene
Stirnseite der Schleudertrommel 7. Bei rasch rotierender Schleudertrommel 7 wird über
das Füllrohr 29 kontinuierlich zu filtrierende Suspension eingeführt. Die flüssigen
Bestandteile der Suspension treten als Filtrat durch das Filtertuch 9 und die Durchlaßöffnungen
im Trommelmantel hindurch in das Maschinengehäuse 2 ein und werden dort in die Abführleitung
14 geleitet. Die Feststoffteilchen der Suspension werden in Form eines Filterkuchens
vom Filtertuch 9 zurückgehalten.
[0021] Bei weiterhin - gewöhnlich langsamer - rotierender Schleudertrommel 7 und nach Abschaltung
der Suspensionszufuhr am Füllrohr 29 mit einem Ventil 30 wird nun entsprechend Fig.
2 die Welle 6 (nach links) verschoben, wodurch sich das Filtertuch 9 umstülpt und
die an ihm haftenden Feststoffteilchen nach auswärts abgeschleudert werden. Die Feststoffteilchen
gelangen - gegebenenfalls nach Durchtritt durch den Desagglomerierer 19 - bei geöffnetem
Absperrventil 18 in den Behälter 21 des Feststofftrockners 10, wo der Feststoff 20
in der bereits oben angedeuteten Weise weiter entfeuchtet und getrocknet wird.
[0022] Nach beendetem Abwurf des Feststoffes 20 vom Filtertuch 9 wird die Stülpfilterzentrifuge
durch Zurückschieben der Welle 6 wieder in die Betriebsstellung gemäß Fig. 1 gebracht,
wobei sich das Filtertuch 9 in entgegengesetzter Richtung zurückstülpt. Auf diese
Weise ist ein Betrieb der Stülpfilterzentrifuge 1 mit ständig rotierender Schleudertrommel
7 möglich.
[0023] Die beschriebene Anordnung einschließlich Maschinengehäuse 2 und Schleudertrommel
7 ist in sich starr ausgebildet und um eine horizontale Drehachse 32 schwenkbar gelagert.
Die Achse 32 ist ihrerseits auf einem elastischen Pufferelement 33 angeordnet, das
seinerseits auf einem ortsfesten, z.B. mit dem Erdboden verbundenen Sockel 34 aufruht.
Zwischen dem Maschinengehäuse 2 und dem Sockel 34 ist im Abstand von der Drehachse
32 ein Kraftmeß-Element 35 angeordnet. Somit wirkt die ganze Anordnung als eine Art
Balkenwaage: Durch die in die Schleudertrommel 7 über das Füllrohr 29 eingeführte
Substanz wird die links von der Drehachse 32 gelegene Seite der Stülpfilterzentrifuge
1 belastet, wodurch das rechts von der Drehachse 32 gelegene Kraftmeß-Element 35,
das beispielsweise durch Zug beanspruchbar ist, entsprechend beeinflußt wird. Das
auf diese Weise gemessene Gewicht kann für die Kontrolle der Füllmenge der Schleudertrommel
7 ausgenutzt werden. Auch kann das Kraftmeß-Element 35 als Sensor für den vorliegenden
Entfeuchtungsgrad des Feststoffes ausgenutzt werden, da die abgeschleuderte Flüssigkeit
zu einer Gewichtsverringerung führt.
[0024] Die oben erwähnten Faltenbalge 15, 17 an Filtratabführleitung 14 und Feststofftrockner
10 verhindern eine Störung der Gewichtsmessung, weil sie die "Balkenwaage" insoweit
von den ortsfesten Teilen 14 und 10 entkoppeln. Eine solche Entkopplungseinrichtung
- auf der Zeichnung nicht sichtbar - ist natürlich auch am Füllrohr 29 vorgesehen,
beispielsweise in Form eines ebenfalls faltenbalgartigen Schlauches, der außerhalb
des Maschinengehäuses 1 liegt und einen Teil des Füllrohrs 29 bildet.
[0025] Wie dargestellt, ist das Füllrohr 29 mit einer Leitung 41 verbunden, über welche
ein Gas in den Innenraum der Schleudertrommel 7 eingeführt werden kann. Das freie
Ende des Füllrohrs 29 ist zu diesem Zweck über eine drehbare Dichtung 42 gasdicht
in die Schleudertrommel 7 eingeführt. Auf diese Weise kann ein unter relativ hohem
Druck stehendes Gas in den Innenraum der Schleudertrommel 7 eingeleitet werden, welches
zum Durchblasen der noch mit Feuchtigkeit gefüllten Kapillaren des am Filtertuch 9
haftenden Feststoffes (Filterkuchen) dient. Weiterhin kann über die Leitung 41 auch
ein auf eine bestimmte Temperatur vorgeheiztes Trockengas in die geschlossene Schleudertrommel
7 eingeführt werden, welches den Filterkuchen durchströmt und den Feststoff trocknet.
Das Abgas, welches den Feststoff durchdrungen hat, wird über einen Auslaßstutzen 43
und eine Leitung 44 abgeführt. Auf diese Weise kann die rein mechanische Schleudertrocknung
mit einer Trocknung durch Wärmekonvektion mit Hilfe eines strömenden Gases kombiniert
werden. Außerdem ist ein Druckgaspressen des Filterkuchens zum Freiblasen von dessen
Kapillaren möglich.
[0026] Die Leitung 41, welche ein Absperrventil 45 enthält, ist an ihrem dem Füllrohr 29
gegenüberliegen Ende mit einer Vorrichtung 46 zur Lieferung der den angegebenen Zwecken
dienenden Gase verbunden. Die Vorrichtung 46 enthält (in an sich bekannter und nicht
dargestellter Weise) außer einer Gasquelle insbesondere einen Kompressor und Heizeinrichtungen,
um das über das Füllrohr 29 zugeführte Gas auf den gewünschten Druck und die gewünschte
Temperatur zu bringen. Die Vorrichtung 46 dient gleichzeitig auch der Wiederaufbereitung
des über die Leitung 44 zugeführten Abgases. Zu diesem Zweck enthält die Vorrichtung
46 in an sich bekannter Weise insbesondere Entfeuchtungseinrichtungen (Kondensatoren),
Filtereinrichtungen, Gaswascheinrichtungen, Adsorptionseinrichtungen u.dgl. Das aufbereitete
Gas wird zirkulierend über die Leitung 41 wieder der Stülpfilterzentrifuge 1 zugeführt.
[0027] Über eine mit dem Einlaßstutzen 27 am Behälter 25 verbundene Leitung 47, die ein
Ventil 48 enthält, kann aus der Vorrichtung 46 Trockengas in den Feststofftrockner
10 eingeleitet werden, wo es den Feststoff 20 durchdringt, trocknet und über die Leitung
28 abgeführt wird. Die Leitung 28 transportiert das mit Feuchtigkeit befrachtete Abgas
in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise zur Vorrichtung 46 zurück, wo es wieder
aufbereitet und über die Leitung 47 im Kreisgang wieder dem Feststofftrockner 10 zugeführt
wird.
[0028] Die Leitung 28 enthält im Strömungsweg hinter dem Feststofftrockner 10 ein Filter
51 zur Abscheidung von Schadstoffen. Über eine von der Leitung 41 abgezweigte Leitung
52 mit Ventil 53 kann das Filter 51 rückgespült werden. Während der Rückspülung wird
ein in der Leitung 28 vorgesehenes Ventil 54 geschlossen.
[0029] Von der Leitung 28, die in der Nähe der Vorrichtung 46 ein weiteres Ventil 55 enthält,
zweigt eine Leitung 56 mit Ventil 57 ab, die eine Vakuumpumpe 58 (Saugpumpe) enthält
und zur Vorrichtung 46 zurückführt, so daß auch von der Vakuumpumpe 58 abgezogenes
Gas dort wiederaufbereitet werden kann. Bei geschlossenen Ventilen 53, 55 und geöffneten
Ventilen 54, 57 kann somit im Behälter 21 des Feststofftrockners 10 ein Vakuum (Unterdruck)
erzeugt werden, der die Entfeuchtung des Feststoffes 20 im Behälter 21 begünstigt.
Normalerweise ist in diesem Falle das Ventil 48 in der Leitung 47 geschlossen. Es
kann jedoch günstig sein, das Ventil 48 geringfügig zu öffnen, so daß über die Leitung
47 eine geringe Trockengasmenge eintritt und den Feststoff 20 als sogenanntes "Schleichgas"
durchströmt. Dieses Schleichgas dient der besseren Mitnahme und Abführung des im Vakuum
entstehenden Dampfes über die Leitung 28.
[0030] Mit Hilfe der Vakuumpumpe 58 kann über die Leitung 28 der Feststoff 20 im Behälter
21 auch einer Druckwechselbeanspruchung unterzogen werden, was zu einer Desagglomerierung
oder Zerkleinerung des Feststoffes 20 führt. Ursächlich hierfür ist der im agglomerierten
Feststoff 20 entstehende Dampfdruck. Für die Durchführung dieser Desagglomerierung
durch Druckwechsel werden unter den oben beschriebenen Vakuumbedingungen das Ventil
54 in der Leitung 28 und das Ventil 48 in der Leitung 47 abwechselnd geöffnet und
geschlossen. Die Ventile 54 und 48 sind zu diesem Zwecke mit entsprechenden Steuereinrichtungen
61 bzw. 62 verbunden.
[0031] Die auf der Zeichnung dargestellte Anlage enthält außer dem bereits erwähnten, als
Kraftmeß-Element 35 ausgebildeten und beispielsweise der Feststellung des Entfeuchtungsgrades
dienenden Sensor noch weitere Sensoren: An der Leitung 47 ist ein Sensor 63 angeordnet,
der der Messung von Druck und/oder Temperatur des über diese Leitung 47 zugeführten
Trockengases dient. Weitere Sensoren 64, die am Feststofftrockner 10 angeordnet sind,
dienen der Bestimmung der Temperatur und/oder der Restfeuchte des Feststoffes 20 bzw.
der Temperatur und/oder des Feuchtigkeitsgehaltes des Abgases im Trockner 10. Ein
Sensor 65 an der Flüssigkeits-Abführleitung 14 wird dazu verwendet, die Durchflußmenge
und/ oder den pH-Wert des Filtrats zu bestimmen. Ein Sensor 66 an der Welle 3 der
Stülpfilterzentrifuge 1 dient der Messung der Umdrehungsgeschwindigkeit der Schleudertrommel
7. Über einen Sensor 67 in der Abgasleitung 44 kann die Temperatur des Abgases und
die in ihm enthaltene Feuchtigkeitsmenge festgestellt werden. Ein Sensor 68 in der
Leitung 41 dient der Bestimmung des Druckes und der Feuchtigkeit des über das Füllrohr
29 der Schleudertrommel 7 zugeführten Gases. Am Füllrohr 29 schließlich ist ein Sensor
69 zum Abfühlen der Zuflußmenge und/oder der Temperatur der zugeführten Suspension
angeordnet. Alle diese Sensoren, zu denen im Bedarfsfall noch weitere Sensoren treten
können, sind über Leitungen, die der Übersichtlichkeit halber auf der Zeichnung nicht
eigens dargestellt sind, mit einer Steuereinrichtung 71 verbunden, die an die Vorrichtung
46 zur Lieferung und Wiederaufbereitung der benötigten Gase angeschlossen ist. Diese
Steuereinrichtung 71 ist in an sich bekannter Weise programmierbar, so daß der Betriebsablauf
der beschriebenen Anordnung in kontrollierter, sich selbst regelnder Weise automatisch
gesteuert werden kann, wobei insbesondere die Dauer und Intensität der im einzelnen
ablaufenden Trocknungsvorgänge, also beispielsweise die Dauer des Schleudervorgangs
oder die Dauer der Zuführung von Trockengas über die Leitung 47 entsprechend abgestimmt
wird. Einzelheiten über diese Steuervorgänge werden nachstehend noch erläutert.
[0032] Wichtig für die Funktionsweise der beschriebenen Anordnung zum Trennen von Flüssigkeit
und Feststoff und anschließendem Entfeuchten und Trocknen des Feststoffes ist die
mechanische dichte Trennung der Stülpfilterzentrifuge 1 vom Feststofftrockner 10 durch
das vom Absperrventil 18 gebildete Verschlußelement. Stülpfilterzentrifuge 1 und Feststofftrockner
10 bilden zwar eine Einheit oder ein Gesamtsystem, jedoch ist sowohl die Stülpfilterzentrifuge
1 wie auch der Feststofftrockner 10 ein eigenes, in sich geschlossenes System.
[0033] Sämtliche Maßnahmen, die zur Trocknung des Feststoffes im Feststofftrockner 10 führen,
beeinträchtigen die gleichzeitig in der Stülpfilterzentrifuge 1 ablaufenden Vorgänge
nicht. Zu den Trocknungsvorgängen im Feststofftrockner 10 kann außer der bereits erwähnten
Kontakttrocknung (Heizeinrichtung 22), Konvektivtrocknung (Trockengaszuführung über
die Leitung 47) und Vakuumtrocknung (Vakuumpumpe 58) auch noch eine Trocknung in einer
Wirbel- oder Flugschicht kommen, die durch Trockengas, das unter entsprechend hohem
Druck über die Leitung 47 zugeführt wird, im Behälter 21 des Feststofftrockners 10
erzeugt wird. Wegen der Trennung der beiden Systeme durch das Absperrventil 18 wird
im übrigen auch von den Vorgängen im Feststofftrockner 10 eine z.B. gravimetrisch
oder radiometrisch (γ-Strahlen) vorgenommene Füllsteuerung der Schleudertrommel 7
sowie gegebenenfalls ein zum Zwecke einer Abdichtung in das Maschinengehäuse 2 eingeleiteter
Gasstrom nicht beeinflußt.
[0034] Wenn, wie dargestellt und beschrieben, die über die Leitungen 41 und 47 zugeführten
Gase über die Leitungen 44 bzw. 28 zurückgeführt und nach Aufbereitung in der Vorrichtung
46 wiederverwendet werden, ergibt sich eine besonders günstige Möglichkeit, die betreffenden
Gase zweckmäßig und energiesparend, also ökonomisch auf die beiden Systeme der Stülpfilterzentrifuge
1 bzw. des Feststofftrockners 10 aufzuteilen.
[0035] Nachstehend wird ein Beispiel für eine solche Aufteilung des Gasstromes angegeben,
wobei die Aufteilung sowohl in der Stülpfilterzentrifuge 1 als auch im Feststofftrockner
10 in jeweils zwei Abschnitten oder Prozeßschritten vorgenommen wird.
[0036] In der Stülpfilterzentrifuge 1 werden in einem ersten Abschnitt die Schritte des
Füllens, Zwischenschleuderns, Waschens und Endschleuderns, gegebenenfalls Schleuderns
unter Druck, durchgeführt. In diesem Abschnitt wird bei allen Schritten, ausgenommen
Schleudern unter Druck, kein Gas und beim Druckschleudern nur eine geringfügige Menge
an Gas benötigt.
[0037] Im zweiten Abschnitt wird der Feststoff (Filterkuchen) in der Stülpfilterzentrifuge
1 zum Zwecke einer konvektiven Trocknung mit Gas durchströmt. Das Trocknungsergebnis
ist hierbei sowohl vom Zustand des Gases (Feuchtigkeit, Temperatur) als auch von der
Gasmenge und der Durchfluβgeschwindigkeit abhängig. In diesem Abschnitt wird eine
relativ große Menge an Gas benötigt.
[0038] Im Feststofftrockner 10 liegen die Verhältnisse mit Bezug auf die oben beschriebenen
Vorgänge in der Stülpfilterzentrifuge 1 gerade umgekehrt. In einem ersten Abschnitt
wird der Feststoff 20 im Behälter 21 von einer großen Menge an Gas durchströmt, selbst
wenn man eine zusätzliche Kontakttrocknung über die Heizeinrichtung 22 anwendet. Wenn
anschließend in einem zweiten Abschnitt im Feststofftrockner 10 eine Endtrocknung
unter Vakuum vorgenommen wird, wird theoretisch keine Gasdurchströmung benötigt. Es
hat sich allerdings, wie bereits erwähnt, als vorteilhaft erwiesen, den Feststoff
20 mit einer geringen Menge an Gas, einem sogenannten "Schleichgas" zu durchströmen,
weil hierdurch der Transport der letzten, unter Einfluß des Vakuums verdampfenden
Flüssigkeit erleichtert wird. In diesem zweiten Abschnitt wird jedoch praktisch kein
oder nur eine äußerst geringe Menge an Gas benötigt.
[0039] Eine energetisch günstige Aufteilung des gesamten Entfeuchtungs- und Trocknungsvorganges
wie auch die Unterteilung in die oben erwähnten Abschnitte kann durch Versuche ermittelt
werden, wobei verfahrenstechnische Gesichtspunkte und Kosten-Parameter berücksichtigt
werden können. Die so ermittelte Aufteilung gilt jedoch häufig nur für einen bestimmten
Moment des Gesamtverfahrens. Viele Produkte liegen in einer Suspension nicht homogen
verteilt vor oder haben z.B. aufgrund von Aufbaukristallisation oder Kornbruch sich
verändernde Korngrößen. Außerdem erfolgt in Anlagen der beschriebenen Art ein häufiger
Produktwechsel, wobei jeweils die optimalen Einstellungen der Betriebsdaten neu bestimmt
werden müssen.
[0040] Die optimale Aufsplittung in die einzelnen Trocknungsabschnitte sowohl in der Stülpfilterzentrifuge
1 wie auch im Feststofftrockner 10 wird durch einen sich selbst steuernden Prozeß
im Sinne eines Regelkreises, wie zuvor beschrieben, erreicht, wobei, wie ebenfalls
bereits angegeben, mehrere Sensoren und die Steuereinrichtung 71, die mit der das
Trockengas liefernden Vorrichtung 46 verbunden ist, eingesetzt werden. Hierdurch kann
die kleinstmögliche Gesamtzeit der Gesamtabtrennung von Flüssigkeit und Feststoff
einschließlich Entfeuchtung und Trocknung des Feststoffes erzielt werden, wenn nämlich
die Entfeuchtungs- und Trocknungsvorgänge in der Stülpfilterzentrifuge 1 und im Feststofftrockner
10 durch die Sensoren, die auf Temperatur, Feuchtigkeit, Gewicht, Durchflußmenge,
Druck, etc. ansprechen, fortlaufend überwacht werden. Die gemessenen Werte werden
dann ständig mit den zu erreichenden Zielwerten für die Entfeuchtung und Trocknung
sowohl in der Stülpfilterzentrifuge 1 als auch im Feststofftrockner 10 verglichen.
Die Zielwerte ihrerseits basieren dabei auf bekannten oder ermittelten Betriebsdaten,
die für eine wirtschaftliche Entfeuchtung und Trocknung maßgeblich sind.
[0041] Werden die vorgegebenen Zielwerte erreicht, wird der Trocknungsvorgang im Feststofftrockner
10 beendet und gleichzeitig der Trocknungsvorgang in der Stülpfilterzentrifuge 1 unterbrochen.
Der Feststofftrockner 10 wird durch öffnen der Klappe 23 entleert, und aus der Stülpfilterzentrifuge
1 wird neuer, vorgetrockneter Feststoff in den Feststofftrockner 10 überführt.
[0042] Gestaltet sich der Trocknungsvorgang im Feststofftrockner 10 so, daß die Zielwerte
noch nicht erreicht sind, auch wenn die Stülpfilterzentrifuge 1 ihren Zielwert bereits
erreicht hat, so kann das Trocknungsergebnis in der Stülpfilterzentrifuge 1 z.B. durch
eine Erhöhung des Gasdurchsatzes in der Schleudertrommel 7, eine Temperaturerhöhung
des Trocknungsgases, etc. verbessert werden. Ebenfalls kann gegebenenfalls die Drehzahl
der Zentrifuge erhöht werden, um die mechanische Trocknung (Entwässerung) zu verbessern.
Hierdurch kann dem Feststofftrockner ein stärker vorgetrocknetes Produkt zugeführt
werden, das dann im kürzerer Zeit im Feststofftrockner getrocknet werden kann. Die
Betriebszeiten von Stülpfilterzentrifuge und Feststofftrockner stimmen sich hierdurch
harmonisch aufeinander ab. Umgekehrt können, falls das Erreichen der Zielwerte im
Feststofftrockner 10 festgestellt wird, bevor die Stülpfilterzentrifuge 1 ihre Zielwerte
erreicht, die Betriebsdaten des Feststofftrockners 10 entsprechend umgestellt werden.
Auch eine Umstellung der Betriebsdaten sowohl der Stülpfilterzentrifuge 1 als auch
des Feststofftrockners 10 ist möglich, um so ein harmonisches oder synergetisches
Zusammenspiel dieser beiden Apparate zu erreichen.
[0043] Gemäß dem hier vorgeschlagenen Vorgehen optimieren sich die von der Stülpfilterzentrifuge
1 und dem Feststofftrockner 10 gebildeten Systeme selbst mit der Zielsetzung z.B.
einer minimalen Gesamtbetriebszeit, wobei die Anteile der mechanisch durch Schleudern
erzielten Entfeuchtung und der thermisch durch Trockengas durchgeführten Entfeuchtung
von Charge zu Charge zeitlich und ergebnismäßig erheblich voneinander abweichen können.
[0044] Der Betriebsablauf der aus der Stülpfilterzentrifuge 1 und dem Feststofftrockner
10 bestehenden Anlage kann grundsätzlich auch so gesteuert werden, daß man feste,
z.B. für das jeweilige Produkt durch Versuche ermittelte Zeiten vorgibt, und nach
dem jeweiligen Ablauf dieser Zeiten die Entfeuchtungs- und Trocknungsvorgänge in der
Stülpfilterzentrifuge 1 und im Feststofftrockner 10 unterbricht. Möglich ist z.B.
eine Aufteilung der Entfeuchtungs- und Trocknungszeiten in Stülpfilterzentrifuge 1
und Feststofftrockner 10 im Verhältnis 1:1 oder auch in anderen Verhältnissen, je
nach den vorliegenden Betriebsbedingungen und zu erreichenden Zielwerten unter Einhaltung
einer möglichst wirtschaftlichen und rationellen Arbeitsweise.
1. Stülpfilterzentrifuge (1) zur Trennung eines Feststoff-Flüssigkeits-Gemisches mit
nachgeschaltetem Feststofftrockner (10), wobei in der Stülpfilterzentrifuge (1) durch
Schleudern, Druckgaspressen und Wärmekonvektion mit Hilfe eines strömenden Trockengases
und im Feststofftrockner (10) durch Wärmekonvektion mit Hilfe eines strömenden Trockengases
eine Entfeuchtung und Trocknung des Feststoffes stattfinden kann,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Stülpfilterzentrifuge (1) und der Feststofftrockner (10) über eine eine dichte
Trennung von Stülpfilterzentrifuge und Feststofftrockner ermöglichende Verschlußeinrichtung
(18) miteinander zu einer Einheit verbunden sind;
an der Stülpfilterzentrifuge (1) und am Feststofftrockner (10) Sensoren (35, 63, 64,
65, 66, 67, 68, 69) zur Messung des dort jeweils herrschenden Entfeuchtungs- und Trocknungsgrades
sowie dort vorliegender weiterer Betriebsparameter, wie beispielsweise Gewicht des
Trommelinhalts, Druck, Temperatur, Durchflußmenge und/oder pH-Wert des Filtrats, Drehzahl,
Feuchtigkeit, Zuflußmenge der zugeführten Suspension angeordnet sind;
eine gemeinsame Steuervorrichtung (71) vorgesehen ist, welche durch die von den Sensoren
abgegebenen Meßwerte betätigbar ist und in Abhängigkeit hiervon die Betriebsdaten,
wie beispielsweise Drehzahl der Stülpfilterzentrifuge (1), einen Gasdruck, die Strömungsgeschwindigkeit
eines Gases und/oder die Temperatur eines Gases sowie gegebenenfalls die Temperatur
von den Feststoff (20) kontaktierenden Flächen (21) regelt; und
die Steuervorrichtung die Regelung dieser Betriebsdaten selbsttätig durchführt, so
daß die Betriebszeiten für die Entfeuchtung und Trocknung in der Stülpfilterzentrifuge
(1) und im Feststofftrockner (10) sich aufeinander abstimmen und gleichzeitig die
Aufteilung der mechanischen Schleuderenergie und der thermischen Energien in Stülpfilterzentrifuge
(1) und Feststofftrockner (10) optimiert wird.
2. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie und der Feststofftrockner
(10) mit einer gemeinsamen Vorrichtung (46) zur Lieferung des benötigten Gases verbunden
sind.
3. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie und der Feststofftrockner
(10) mit einer gemeinsamen Vorrichtung (46) zur Wiederaufbereitung des benötigten
Gases verbunden sind.
4. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung
(71) mit der Vorrichtung (46) verbunden ist und die jeweiligen Aufteilungen der Betriebszeiten
und Energien in Stülpfilterzentrifuge (1) und Feststofftrockner (10) selbsttätig durchführt.
5. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Feststofftrockner
(10) eine Heizvorrichtung (22) vorgesehen ist, über die der Feststoff (20) durch Wärmekontakt
aufheizbar ist.
6. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen ihr und
dem Feststofftrockner (10) ein Desagglomerierer (19) angeordnet ist.
7. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß abwechselnd unter
Überdruck und Unterdruck gesetzte Leitungen (47, 28) am Feststoff (20) einen Druckwechsel
vollziehen und hierdurch den Feststoff (20) desagglomerieren.
8. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die Steuervorrichtung
(71) feste Zeiten eingebbar sind, nach deren Ablauf jeweils die Entfeuchtungs- und
Trocknungsvorgänge in der Stülpfilterzentrifuge (1) und im Feststofftrockner (10)
beendet werden.
1. An invertible filter centrifuge (1) for separating a solids-liquid mixture with a
post-connected solids dryer (10), wherein a dehumidification and drying of the solids
can take place in the invertible filter centrifuge (1) by centrifugation, pressure
gas compression and heat convection with the aid of a flow of drying gas,
characterised in that the invertible filter centrifuge (1) and the solids dryer (10) are connected to one
another to form a unit via a closure device (18) that enables a sealed separation
of invertible filter centrifuge and solids drier; sensors (35, 63, 64, 65, 66, 67,
68, 69) are disposed on the invertible filter centrifuge (1) and on the solids dryer
(10) for measuring the degree of dehumidification and drying respectively prevailing
there, as well as additional operating parameters present there, such as, for example,
weight of the drum contents, pressure, temperature, rate of flow and/or pH value of
the filtrate, rotational speed, moistness, inflow of the suspension that is supplied;
a common control device (71) is provided, which can be actuated by the measured values
yielded by the sensors and as a function thereof regulates the operating data, such
as, for example, rotational speed of the invertible filter centrifuge (1), a gas pressure,
the flow velocity of a gas and/or the temperature of a gas as well as, where applicable,
the temperature of surfaces (21) contacting the solids (20); and
the control device carries out the regulation of these operating data automatically,
so that the operating times for the dehumidification and drying in the invertible
filter centrifuge (1) and in the solids dryer (10) are coordinated with one another
and at the same time the division of the mechanical centrifugal energy and the thermal
energies in the invertible filter centrifuge (1) and solids dryer (10) is optimised.
2. An invertible filter centrifuge according to Claim 1,
characterised in that it and the solids dryer (10) are connected to a common device (46) for the supply
of the required gas.
3. An invertible filter centrifuge according to Claim 1,
characterised in that it and the solids dryer (10) are connected to a common device (46) for the reprocessing
of the required gas.
4. An invertible filter centrifuge according to Claim 1, 2 and 3,
characterised in that the control device (71) is connected to the device (46) and automatically carries
out the respective divisions of the operating times and energies in the invertible
filter centrifuge (1) and solids dryer (10).
5. An invertible filter centrifuge according to Claim 1,
characterised in that provided on the solids dryer (10) is a heating device (22) via which the solids (20)
can be heated as a result of heat contact.
6. An invertible filter centrifuge according to Claim 1,
characterised in that a deagglomerator (19) is disposed between it and the solids dryer (10).
7. An invertible filter centrifuge according to Claim 1,
characterised in that pipes (47, 28) that are alternately subjected to overpressure and underpressure perform
a change in pressure at the solids (20) and hereby deagglomerate the solids (20).
8. An invertible filter centrifuge according to Claim 4,
characterised in that fixed times can be entered into the control device (71), after which the dehumidification
and drying processes in the invertible filter centrifuge (1) and in the solids dryer
(10) can be terminated.
1. Centrifugeuse à filtre à retournement (1) destinée à la séparation d'un mélange de
matières solides et de liquides et comprenant en aval un séchoir à matières solides
(10), de sorte qu'il peut se produire une déshumidification et un séchage des matières
solides par centrifugation, par pressage à l'aide d'un gaz sous pression, et par convection
thermique à l'aide d'un gaz de séchage en écoulement dans la centrifugeuse à filtre
à retournement (1) et par convection thermique à l'aide d'un gaz de séchage en écoulement
dans le séchoir à matières solides (10),
caractérisée en ce que
- la centrifugeuse à filtre à retournement (1) et le séchoir à matières solides (10)
sont reliés l'une à l'autre pour former une unité au moyen d'un dispositif de fermeture
(18) qui permet une séparation étanche de la centrifugeuse à filtre à retournement
et du séchoir à matières solides ;
- sur la centrifugeuse à filtre à retournement (1) et sur le séchoir à matières solides
(10) sont agencés des capteurs (35, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69) pour mesurer le degré
de déshumidification et de séchage qui y règne respectivement, ainsi que d'autres
paramètres de service qui y sont présents, comme par exemple le poids du contenu du
tambour, la pression, la température, le débit et/ou la valeur du pH du filtrat, la
vitesse de rotation, l'humidité, le débit de la suspension amenée ;
- il est prévu un dispositif de commande commun (71), lequel est susceptible d'être
actionné par les valeurs de mesure fournies par les capteurs et régule en dépendance
de ces valeurs de mesure les données de fonctionnement, comme par exemple la vitesse
de rotation de la centrifugeuse à filtre à retournement (1), la pression d'un gaz,
la vitesse d'écoulement d'un gaz et/ou la température d'un gaz, ainsi que le cas échéant
la température des surfaces (21) en contact avec les matières solides (20) ; et
- le dispositif de commande exécute de façon autonome la régulation de ces données
de fonctionnement, de sorte que les temps de fonctionnement pour la déshumidification
et le séchage dans la centrifugeuse à filtre à retournement (1) et dans le séchoir
à matières solides (10) s'adaptent l'un à l'autre et que l'on optimise simultanément
la répartition de l'énergie de centrifugation mécanique et les énergies thermiques
dans la centrifugeuse à filtre à retournement (1) et dans le séchoir à matières solides
(10).
2. Centrifugeuse à filtre à retournement selon la revendication 1, caractérisée en ce
qu'elle est reliée, avec le séchoir à matières solides (10), à un dispositif commun
(46) pour la fourniture du gaz nécessaire.
3. Centrifugeuse à filtre à retournement selon la revendication 1, caractérisée en ce
qu'elle est reliée, avec le séchoir à matières solides (10), à un dispositif commun
(46) pour le retraitement du gaz nécessaire.
4. Centrifugeuse à filtre à retournement selon la revendication 1, 2 et 3, caractérisée
en ce que le dispositif commande (71) est relié au dispositif (46), et en ce qu'il
exécute de façon autonome les répartitions respectives des temps de fonctionnement
et des énergies dans la centrifugeuse à filtre à retournement (1) et dans le séchoir
à matières solides (10).
5. Centrifugeuse à filtre à retournement selon la revendication 1, caractérisée en ce
qu'il est prévu dans le séchoir à matières solides (10) un dispositif chauffant (20)
au moyen duquel les matières solides (20) peuvent être chauffées par contact thermique.
6. Centrifugeuse à filtre à retournement selon la revendication 1, caractérisée en ce
qu'il est prévu un dispositif de désagglomération (19) agencé entre la centrifugeuse
et le séchoir à matières solides (10).
7. Centrifugeuse à filtre à retournement selon la revendication 1, caractérisé en ce
que des conduites (47, 28) mises alternativement sous dépression et sous surpression
établissent des changements de pression au niveau des matières solides (20) et assurent
grâce à cela la désagglomération des matières solides (20).
8. Centrifugeuse à filtre à retournement selon la revendication 4, caractérisé en ce
que des durées fixes sont susceptibles d'être imposées au dispositif de commande (71),
après expiration desquelles les opérations respectives de déshumidification et de
séchage dans la centrifugeuse à filtre à retournement (1) et dans le séchoir à matières
solides (10) sont terminées.