[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen einer Frontplatte oder - blende
an einem Schubkasten, bestehend aus:
- je einer Frontplattenhalterung an den beiden Seitenwänden oder Seitenzargen des Schubkastens,
die einen zur Ermöglichung einer Seitenausrichtung mit parallelen Langlochöffnungen
versehenen Flansch Stützlappen oder eine Tragplatte zur Anlage der Frontplatte aufweist,
- durch die Langlochöffnungen einführbaren Befestigungsschrauben
- und Spreizdübeln in welche die Befestigungsschrauben eingreifen und die ihrerseits
in Öffnungen oder Sackbohrungen der Frontplatte oder Frontblende einführbar sind.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 38 01 195 A bekannt. Dabei ist die Frontplattenhalterung
ihrerseits einstellbar an der Seitenzarge befestigbar und mit den erwähnten Langlöchern
versehen. Die Dübel sind über ein in eine Vertiefung der Frontplattenhalterung einsetzbares,
ebenfalls aus Kunststoff gefertigtes Formstück zu einer Dübelbrücke verbunden. Die
Gesamtkonstruktion ist äußerst aufwendig und hat den weiteren Nachteil, daß sie nicht
im vormontierten Zustand ausgeliefert werden kann. Eine Einstellbarkeit der Frontplattenhalterung
gegenüber der Frontplatte selbst ist erwünscht, um bei dem mit dem Schubkasten ausgestatteten
Möbelstück oder sonstigen Bauelement gleichmäßige Seitenfugen um die Frontplatte einstellen
zu können. Bei anderen aus relativ weichem Material, z. B. Zinkdruckguß, hergestellten
Frontplattenhalterungen ist es bekannt, eine Schiebeverbindung zwischen den hier einfach
ausgebildeten und nur je einer Schraube zugeordneten Dübeln und der Frontplattenhalterung
vorzusehen, wobei der Verbindungsteil der Frontplattenhalterung in die Dübelbohrung
einragt. Die Einstellung erfolgt hier unter entsprechender Verformung des Verbindungsteiles
und kann daher bei aus hartem oder sprödem Material, z.B. Stahl, hergestellten Frontplattenhalterungen
nicht verwendet werden.
[0003] Demnach besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die auch bei der Herstellung der Frontplattenhalterungen aus hartem
oder sprödem Material mit einfachen Mitteln und ohne erhöhten Montageaufwand eine
entsprechende Seitenausrichtung der Frontplatte oder -blende zuläßt und es ermöglicht,
die Schrauben mit den Dübeln und der Frontplattenhalterung in vormontiertem Zustand
zu handhaben und gegebenenfalls zu versenden.
[0004] Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Spreizdübel drehfest mit dem übrigen
Dübelkörper verbundene Kopfteile aufweisen, mit denen sie von der in der Befestigungsstellung
zur Frontplatte weisenden Seite her in die Langlöcheröffnungen einschnappbar sind,
an diesen Kopfteilen mit Führungsflanschen zum drehfesten, aber verschiebbaren Eingriff
in Abstufungen der Ränder der Langlöcheröffnungen versehen sind und die Kopfteile
mittels der angezogenen Befestigungsschrauben gegen die Öffnungswandungen der Langlochöffnungen
festklemmbar sind.
[0005] Bei dieser Ausführung ist es möglich, den Dübel einfach in die Langlochöffnung einzuschnappen
und anschließend eine Vormontierung der Schraube vorzunehmen. Solange die Schraube
nicht fest angezogen ist, kann die Frontplattenhalterung entsprechend der Langlochführung
verstellt und eingestellt werden, ist aber nach Festziehen der Schraube ausreichend
und eindeutig fixiert. Eine Nacheinstellung ist durch Lockern der Schrauben möglich.
Es kann eine größere und damit entsprechend wirksamere Klemmhöhe des Dübels erzielt
werden.
[0006] Nach einer bevorzugten Ausführung sind die Längsränder der Langlochöffnungen zur
Bildung der Abstufungen von der Einführseite der Befestigungsschrauben her von einer
äußeren Verbreiterung auf eine dem Einführungsdurchmesser der Dübelkopfteile entsprechende
Weite abgesetzt verengt und in diese Abstufungen eingreifende Führungsflansche oder
-lappen der Kopfteile der Dübel sind durch einen Spalt des Dübelkopfes voneinander
abgeteilt, so daß sie sich beim Einschnappen in die Langlochöffnungen elastisch ausspreizen.
[0007] Die Führungsflansche oder -lappen ergeben nicht nur eine sichere Führung im Langloch
bei einer Seitenverstellung der Frontplattenhalterung gegenüber der Frontplatte, sondern
bilden gleichzeitig auch die wirksame Verdrehungssicherung für den Dübel, so daß sich
beim Aus- und Eindrehen der Schrauben keine Schwierigkeiten ergeben.
[0008] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden
Zeichnungsbeschreibung.
[0009] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es
zeigen
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung bei im Vertikalschnitt in der Nähe einer Seitenzarge
dargestellter Frontplatte mit Dübelbefestigungen, wobei bei der oberen Befestigung
die Befestigungsschraube angezogen und bei der unteren Befestigung die Schraube in
einer vormontierten Montagestellung dargestellt ist,
- Fig. 2
- als Detail in größerem Maßstab einen Schnitt durch Frontplatte, Frontplattenhalterung
und Dübel an einer Befestigungsstelle und
- Fig. 3
- die Befestigungsstelle nach Fig. 2 bei im Schnitt dargestellter Schraube von der Einführungsseite
der Schraube her.
[0010] Für die Befestigung der Frontplatte 1 eines Schubkastens an einer Seitenzarge 2 ist
eine Frontplattenhalterung 3 vorgesehen, die mit einem Haltelappen in einem Bereich
4 über eine eine Höheneinstellung zulassende Befestigungsvorrichtung mit der Zarge
2 verbunden ist und oben und unten Halteflansche 5, 6 aufweist, in denen untereinander
parallele, horizontale Langlöcher 7, 8 vorgesehen sind. Wie Fig. 2 zeigt, besitzen
diese Langlöcher 7, 8 einen außen weiteren und innen engeren, abgestuften Rand mit
einer ausgeprägten Abstufung 9.
[0011] Entsprechend den Langlöchern 7, 8 sind in der Frontplatte 1 Sacköffnungen 10, 11
vorhanden, die für die Aufnahme je eines Spreizdübels 12 bestimmt sind. Eine zugehörige
Befestigungsschraube wurde mit 13 und ihr Kopf mit 14 bezeichnet.
[0012] Jeder Spreizdübel 12 besitzt einen Kopfteil aus zwei durch einen Spalt 15 mit mittlerer
Einführungsöffnung 16 für die Schraube 13 geteilten Flanschhälften 17, die, wie insbesondere
die Fig. 2 und 3 zeigen, in die Abstufungen 9 einrasten und Längsführungen zwischen
Dübel 12 und Langloch 7, 8 bilden. Jede Flanschhälfte 17 besitzt überdies einen Kamm
18, an dem der Kopf 14 der festgezogenen Schraube 13 anliegt und dessen nach außen
abfallende Seiten Führungsflächen bilden.
[0013] Der Spreizdübel 12 wird zur Vormontage mit seinem aus den Flanschhälften 17 bestehenden
Kopfteil von hinten in das zugehörige Langloch 7, 8 eingeschnappt, was durch die erwähnten
Führungsflächen an den Kämmen 18 erleichtert wird. Anschließend wird der Spreizdübel
12 (siehe Fig. 1 unten) durch Einstecken bzw. geringes Eindrehen der Schraube 13,
welche ein Zurückschnappen der Flanschhälften 17 verhindert, in der vormontierten
Stellung gegen Herausfallen, z.B. beim Versand, gesichert. Bei der Endmontage kann
nach dem Einführen der Spreizdübel 12 in die Sacköffnungen 10, 12 zunächst eine Ausrichtung
der Frontplatte 1 erfolgen, die dann durch Festziehen der Schrauben 13 endgültig befestigt
wird.
[0014] Die Sacköffnungen 10, 11 sind vorzugsweise als Sackbohrungen ausgeführt, wobei auch
der Großteil des Körpers der Spreizdübel 12 eine entsprechende zylindrische Grundform
hat. Auch vom Einführende jedes Dübels 12 geht ein Spalt 19 aus und die beiden Dübelhälften
hängen zwischen den Spalten 15 und 19 an relativ dünnen Stegen 20 zusammen. Der in
der Grundform rechteckige, aus den Flanschen 17 gebildete Kopfteil ist an den erwähnten,
im wesentlichen zylindrischen Dübelkörper angeformt.
1. Vorrichtung zum Befestigen einer Frontplatte oder -blende an einem Schubkasten, bestehend
aus:
- je einer Frontplattenhalterung (3) an den beiden Seitenwänden oder Seitenzargen
(2) des Schubkastens, die einen zur Ermöglichung einer Seitenausrichtung mit parallelen
Langlochöffnungen (7, 8) versehenen Flansch (5, 6), Stützlappen oder eine Tragplatte
zur Anlage der Frontplatte (1) aufweist,
- durch die Langlochöffnungen (7, 8) einführbaren Befestigungsschrauben (13)
- und Spreizdübeln (12) in welche die Befestigungsschrauben (13) eingreifen und die
ihrerseits in Öffnungen oder Sackbohrungen (10, 11) der Frontplatte (1) oder Frontblende
einführbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizdübel (12) drehfest mit dem übrigen Dübelkörper verbundene Kopfteile (17)
aufweisen, mit denen sie von der in der Befestigungsstellung zur Frontplatte (1) weisenden
Seite her in die Langlöcheröffnungen (7, 8) einschnappbar sind, an diesen Kopfteilen
(17) mit Führungsflanschen zum drehfesten, aber verschiebbaren Eingriff in Abstufungen
(9) der Ränder der Langlöcheröffnungen (7,8) versehen sind und die Kopfteile (17)
mittels der angezogenen Befestigungsschrauben (13) gegen die Öffnungswandungen der
Langlochöffnungen (7, 8) festklemmbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsränder der Langlochöffnungen (7, 8) zur Bildung der Abstufungen von der
Einführseite der Befestigungsschrauben (13) her von einer äußeren Verbreiterung auf
eine dem Einführungsdurchmesser der Dübelkopfteile (17) entsprechende Weite abgesetzt
verengt sind und in diese Abstufungen (9) eingreifende Führungsflansche oder -lappen
der Kopfteile (17) der Dübel (12) durch einen Spalt (15) des Dübelkopfes voneinander
abgeteilt sind, so daß sie sich beim Einschnappen in die Langlochöffnungen (7, 8)
elastisch ausspreizen.
1. A device for fixing a front plate or panel on a drawer, consisting of:
- a front panel mounting (3) at each of the two side walls or side frames (2) of the
drawer, which mounting comprises a flange (5, 6) provided with parallel slot openings
(7, 8) to permit lateral alignment, support tabs or a carrying panel for abutment
of the front panel (1) ,
- fixing screws (13) introducible through the slot openings (7, 8),
- and expanding dowels (12) in which the fixing screws (13) engage and which are in
turn introducible into openings or blind bores (10, 11) in the front plate (1) or
front panel,
characterised in that the expanding dowels (12) have head parts (17) which are non-rotatably connected
to the rest of the dowel body and by means of which they are adapted to snap into
the slot openings (7, 8) from the side which points towards the front plate (1) in
the fixing position, the said head parts (17) being provided with guide flanges for
the non-rotatable but displaceable engagement in steps (9) of the edges of the slot
openings (7, 8) and the head parts (17) are adapted to be clamped against the walls
of the slot openings (7, 8) by means of the tightened fixing screws (13).
2. A device according to claim 1, characterised in that in order to form the steps the longitudinal edges of the slot openings (7, 8) are
reduced in size, from the introduction side for the fixing screws (13), from an outer
widening to a width corresponding to the introduction diameter of the dowel head parts
(17) and guide flanges or tabs of the head parts (17) of the dowels (12) engaging
in said steps (9) are divided off from one another by a gap (15) of the dowel head
so that they expand elastically on snapping into the slot openings (7, 8).
1. Dispositif de fixation d'une plaque ou panneau avant sur un tiroir, composé de :
- respectivement une fixation pour plaque avant (3) sur les deux parois latérales
ou faces latérales (2) du tiroir, qui présente un rebord (5, 6), des languettes d'appui
ou une plaque support, muni(es) d'ouvertures en trous oblongs (7, 8) parallèles pour
permettre une orientation latérale, pour la mise en appui de la plaque avant (1),
- des vis de fixation (13), susceptibles d'être introduites à travers les ouvertures
en trous oblongs (7, 8),
- et des chevilles d'écartement (12), dans lesquelles s'engagent les vis de fixation
(13) et qui sont susceptibles d'être introduites de tous côtés dans des ouvertures
ou des trous borgnes (10, 11) de la plaque avant (1) ou du panneau avant,
caractérisé en ce que les chevilles d'écartement (12) présentent des parties de tête (17), reliées de façon
assujettie en rotation au reste du corps de cheville, à l'aide desquelles elles sont
susceptibles d'être encliquetées dans les ouvertures en trous oblongs (7, 8), depuis
la face tournée vers la plaque avant (1), une fois en position de fixation, les chevilles
d'écartement étant munies, sur ces parties de tête (17), de rebords de guidage pour
assurer l'engagement, assujetti en rotation mais cependant coulissant, dans des étagements
(9) des bords des ouvertures en trous oblongs (7, 8), et les parties de tête (17)
sont susceptibles d'être bloquées par serrage contre les parois des ouvertures en
trous oblongs (7, 8) à l'aide des vis de fixation (13) ayant été bloquées par serrage.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les bords longitudinaux des ouvertures en trous oblongs (7, 8) sont rétrécis de façon
dégradée pour former les étagements, depuis le côté introduction des vis de fixation
(13), en allant d'un élargissement extérieur à une largeur correspondant au diamètre
d'introduction des parties de tête de cheville (17), et des rebords ou languettes
de guidage des parties de tête (17), s'engageant dans ces étagements (9), des chevilles
(12) sont séparées les un(e)s des autres par une fente (15) de la tête de cheville,
de sorte que les rebords ou languettes s'écartent élastiquement lors de l'encliquetage
dans les ouvertures en trous oblongs (7, 8).