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(11) |
EP 0 940 792 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.07.2004 Patentblatt 2004/31 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.02.1999 |
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Verfahren zum Detektieren von Fahrzeugen
Method to detect vehicles
Procédé de détection de véhicules
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE DK FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
04.03.1998 DE 19809058
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.09.1999 Patentblatt 1999/36 |
| (73) |
Patentinhaber: Rheinmetall Defence Electronics GmbH |
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28309 Bremen (DE) |
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Erfinder: |
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- Hermstrüwer, Günther
28832 Achim (DE)
- Hölscher, Ursula
28203 Bremen (DE)
- Knötsch, Rainer
28832 Achim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Thul, Hermann, Dipl.-Phys. et al |
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Zentrale Patentabteilung,
Rheinmetall AG,
Rheinmetall Allee 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 237 721 US-A- 5 619 616
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DE-C- 19 542 871
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Detektieren von sich einem Überwachungsbereich
nähernden Fahrzeugen der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung.
[0002] Ein solches Verfahren wird vorzugsweise in Weckvorrichtungen eingesetzt, die dazu
dienen, autonome Systeme zur Überwachung von Geländebereichen auf und/oder zur Sicherung
von Geländebereichen gegen das Eindringen von Objekten, hier Fahrzeugen, erst dann
zu aktivieren (wecken), wenn einigermaßen sicher feststeht, daß solche Objekte im
Überwachungsbereich auftauchen und/oder daß es sich bei den auftauchenden Objekten
auch um die überwachungsspezifischen Objekte und nicht um andere handelt. Dabei muß
das Wecken mit möglichst geringer Falschalarmrate so rechtzeitig erfolgen, daß das
Objekt sich noch innerhalb des Aktionsradius des Systems befindet.
[0003] Bei einem bekannten Verfahren zur Detektion von Fußgängern, die einen Überwachungsort
passieren (DE 195 42 871 C1) werden als Sensoren ein Geophon und ein Mikrofon verwendet
und deren Ausgangssignale signaltechnisch geeignet vorverarbeitet. In den vorverarbeiteten
Ausgangssignalen des Mikrofons werden fortlaufend für vorgegebene Zeitstücke Signalspitzen
oder- impulse detektiert, und in den gleichermaßen vorverarbeiteten Ausgangssignalen
des Geophons werden Signalspitzen oder -impulse an denjenigen Stellen eliminiert,
an denen in gleichen Zeitstücken des Mikrofonausgangssignals Signalspitzen oder -impulse
auftreten. In den durch diese Impulselimination bereinigten Zeitstücken des Geophonausgangssignals
wird eine vorgegebene maximale Zahl der größten Signalspitzen oder -impulse extrahiert
und mittels der extrahierten Signalspitzen oder -impulsen die Wahrscheinlichkeit einer
Fußgängerdetektion bewertet.
[0004] Bei diesem Verfahren werden durch Eliminieren von Signaturen im Geophonausgangssignal,
die auch im Mikrofonausgangssignal auftreten, solche Schallereignisse, z.B. entfernte
Luftknalle, bei der Detektion ausgeschossen, die im Medium Luft Schallimpulse erzeugen,
die ihrerseits in den Erdboden einkoppeln und im Geophonausgangssignal eine ähnliche
Signatur hervorrufen wie die Schritte des Fußgängers. Die Detektionssicherheit wird
dadurch angehoben, daß das Detektionsergebnis nicht mehr mit einer ja/nein-Entscheidung
angezeigt, sondern hinsichtlich seiner Warscheinlichkeit bewertet wird, so daß der
Operateur aufgrund des Wahrscheinlichkeitsgrades oder Konfidenzmaßes der Detektion
nochmals die Zuverlässigkeit des Detektionsergebnisses ins eigene Kalkül einbeziehen
kann.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Detektion von Fahrzeugen
der eingangs genannten Art mit hoher Detektionswahrscheinlichkeit und geringer Falschalarmrate
zu schaffen, das ohne Interpretation oder Bewertung durch einen Operateur auskommt,
also vollautonom ist, und nur eine relativ einfache Signalverarbeitung erfordert,
so daß es in unbeaufsichtigten Weckvorrichtungen, die einen Massenartikel darstellen,
eingesetzt werden kann.
[0006] Die Aufgabe ist bei einem Verfahren der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Gattung erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichenteil des Anspruchs 1 gelößt.
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß durch die Unabhängigkeit der
Weckstufen sich jede Weckstufe einfach bezüglich des benötigten Zeit- und Frequenzbereichs,
der Methode und des Umfangs für die Signalverarbeitung realisieren läßt. Die Ausnutzung
unterschiedlicher physikalicher Merkmale in den Sensorsignalen zur Detektion in den
verschiedenen Weckstufen führt zu einer deutlichen Verbesserung des Detektionsverfahrens
bezüglich seiner Zuverlässigkeit der Fahrzeugerkennung und Robustheit gegenüber Störungen
und zu einer hohen Funktionssicherheit einer mit einem solchen Verfahren betriebenen
Weckvorrichtung. Die in den einzelnen Weckstufen verarbeiteten Signale können von
einem einzigen oder von mehreren Sensoren abgenommen werden. Der Austausch der Sensoren
ist problemlos, so daß sich das Verfahren leicht an Besonderheiten des Einsatzgebietes
anpassen läßt. Die Verknüpfung der in jeder Weckstufe erzeugten Slave-Wecksignale
zu dem eigentlichen Detektions- oder Wecksignal, dem sog. Master-Wecksignal, erfolgt
nach einfachen heuristischen Regeln, die leicht geändert und an die Besonderheiten
des Einsatzgebietes angepaßt werden können und darüber hinaus leicht zu implementieren
sind. Entsprechend den Anforderungen bezüglich der Falschalarmrate und der Detektionswahrscheinlichkeit
bezogen auf den vertretbaren Aufwand kann die Zahl der vorhandenen Weckstufen frei
gewählt und verschiedene Weckstufen unterschiedlich kombiniert werden. Damit kann
eine nach dem Verfahren arbeitende Weckvorrichtung problemlos auf die gestellten Anforderungen
in einem spezifischen Einsatzgebiet sowohl technisch als auch preislich zugeschnitten
werden.
[0008] Die Verknüpfung der Slave-Wecksignale zu dem Master-Wecksignal kann z.B. durch Hintereinanderschaltung
der Weckstufen erfolgen, so daß jedes Slave-Wecksignal einer Weckstufe die nachfolgende
Weckstufe aktiviert und die in der Reihenfolge letzte Weckstufe das Master-Wecksignal
erzeugt. Dies hat den Vorteil, daß zunächst nur die Stufen mit geringem Energieverbrauch
eingeschaltet werden und die qualitativ höherwertigen Weckstufen mit entsprechend
größerem Energieverbrauch erst nach Treffen einer auf Fahrzeuge hinweisenden Vorentscheidung
aktiviert werden.
[0009] Die einzelnen Weckstufen können auch parallel betrieben werden, also gleichzeitig
eingeschaltet werden, und deren Slave-Wecksignale verknüpft werden, wobei die Verknüpfung
gewichtet entsprechend den Konfidenzmaßen der einzelnen Slave-Wecksignale erfolgt.
Dies hat den Vorteil, daß trotz geringer Signal-/Stör- Verhältnisse große Detektionsreichweiten
möglich sind und die Falschalarmrate gering gehalten wird. Zusätzlich ist ein frühzeitiges
Wecken möglich.
[0010] Zweckmäßige Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens mit vorteilhaften
Weiterbildungen und Ausgestalltungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren ist anhand einer in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung
zum Durchführen des Verfahrens im folgenden näher beschrieben. Dabei zeigt die Zeichnung
ein Blockschaltbild einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitenden, auf Fahrzeuggeräusche
ansprechenden Weckvorrichtung.
[0012] Die in der Zeichnung im Blockschaltbild dargestellte Weckvorrichtung dient zum Aktivieren
oder Wecken autonomer Systeme zur Überwachung von Geländebereichen bezüglich des Eindringens
von oder des Überfahrens durch Fahrzeuge alle Art, wobei das autonome System ein Aufklärungssystem
zur Erfassung von Truppenbewegungen oder ein Bekämpfungssystem, z.B. ein Minensystem,
zur Zerstörung aller oder selektierter Fahrzeuge sein kann.
[0013] Die zusammen mit dem autonomen System im Gelände ausgebrachte Weckvorrichtung weist
eine aktustische Antenne 10 auf, die drei um 120° gegeneinander sternförmig versetzt
angeordnete Antennenarme 11, 12 und 13 besitzt. Auf jedem Antennenarm 11 bis 13 sind
drei Mikrofone 14 im konstanten Abstand voneinander angeordnet. Im Sternpunkt der
drei Antennenarme 11 bis 13 ist ein weiteres Mikrofon 14 vorhanden.
[0014] Eine Signalverarbeitung zur Aufbereitung und Auswertung der Ausgangssignale der Mikrofone
14 und zum Erzeugen eines Wecksignals, dem sog. Master-Wecksignal, wenn mit ausreichend
hohem Sicherheitsgrad ein Fahrzeug im Überwachungsbereich detektiert wird, ist in
drei einzelne Weckstufen 15, 16 und 17 aufgeteilt, die unabhängig voneinander arbeiten
und qualitativ unterschiedliche Merkmale, die signifikant für das Vorhandensein von
Fahrzeuggeräuschen sind, in den ihnen zugeführten Signalen extrahieren und bewerten
und bei ausreichender Konfidenz der extrahierten Merkmale jeweils ein Wecksignal,
das sog. Slave-Wecksignal erzeugen. Die Slave-Wecksignale werden einer die Weckstufen
15 bis 17 funktionell verbindenden Verknüpfungseinheit 18 zugeführt, die ihrerseits
das Master-Wecksignal generiert.
[0015] Die Verknüpfung der Slave-Wecksignale kann in unterschiedlicher Weise erfolgen. Im
einfachsten Fall werden die Weckstufen 15 bis 17 durch die Verknüpfungseinheit 18
hintereinander geschaltet, d. h. das Slave-Wecksignal der Weckstufe 15 wird zum Aktivieren
der Weckstufe 16 und das Slave-Wecksignal der Weckstufe 16 zum Aktivieren der Weckstufe
17 verwendet. Das Slave-Wecksignal der letzten Weckstufe 17 ist dann das Master-Wecksignal.
Die Reihenfolge der Aktivierung der Weckstufen 15 bis 17 kann dabei getauscht werden.
Vorteilhaft wird dabei die Weckstufe mit dem geringsten Energieverbrauch (hier die
Weckstufe 15) zuerst eingeschaltet und die nachfolgenden Stufen mit qualitativ höherwertiger
Signalverarbeitung und damit wesentlich größerem Energieverbrauch erst dann eingeschaltet,
wenn jeweils in der vorhergehenden Weckstufe eine weitere Vorentscheidung in Richtung
auf die Warscheinlichkeit einer Fahrzeugdetektion getroffen worden ist.
[0016] Durch die Verknüpfungseinheit 18 können die Weckstufen 15 bis 17 auch parallel geschaltet
werden, d. h. die Slave-Wecksignale der gleichzeitig arbeitenden Weckstufen 15 bis
17 werden in der Verknüpfungseinheit 18 unter Gewichtung ihrer Konfidenz nach vorgegebenen
Regeln miteinander verknüpft und das Master-Wecksignal wird aus der konfidenzgewichteten
Verknüpfung generiert.
[0017] Die Weckstufe 15 ist mit einem einzigen Mikrofon 14 der akustischen Antenne 10 verbunden,
die Weckstufe 16 ist mindestens an die auf einem Antennenarm 11, 12, 13 angeordneten
Mikrofone 14 angeschlossen, im Ausführungsbeispiel an alle drei Antennenarme 11 bis
13, und die Weckstufe 17 ist mit allen Mikrofonen 14 der akustischen Antenne 10 verbunden.
[0018] Im einzelnen werden in der Weckstufe 15 in zwei getrennten Signalverarbeitungskanälen
21, 22 zwei zeitabhängige Pegelsignale erzeugt, indem in beiden Signalverarbeitungskanälen
21, 22 das verstärkte Mikrofonausgangssignal gefiltert, gleichgerichtet und integriert
wird, wobei im ersten Signalverarbeitungskanal 21 eine auf das Fahrzeuggeräusch abgestimmte
breitbandige Filterung in einem Bandpaß 23 mit einer Bandbreite, die dem Frequenzbereich
von Fahrzeuggeräuschen bei einem guten Nutz/Störverhältnis (Signal Noise Ratio SNR)
entspricht (im folgenden kurz Frequenzbereich von Fahrzeuggeräuschen genannt), und
die Integration nach Gleichrichtung mit einer großen Zeitkonstante im Block 24 erfolgt,
während das verstärkte Mikrofonausgangssignal im zweiten Signalverarbeitungskanal
22 breitbandig gefiltert wird (Bandpaß 25 mit einer großen Bandbreite, in der typischerweise
von prädiktiven Ereignissen im Überwachungsgebiet, z.B. Knall, Windboen u. dgl., hervorgerufene
schmale Peaks liegen), und im Block 26 nach Gleichrichtung mit einer kleinen Zeitkonstante,
integriert wird. Die große Zeitkonstante entspricht der Zeitbewertung FAST (F) und
die kleine Zeitkonstante entspricht der Zeitbewertung IMPULS (I) oder kürzer gemäß
DIN IEC 651. Die beiden Pegelsignale werden einer Analyse- und Bewertungseinheit 27
zugeführt. Hier wird das zweite Pegelsignal aus dem Signalverarbeitungskanal 22 auf
Signalspitzen (Peaks) analysiert und die Konfidenz der Peakerkennung bewertet. In
dem ersten Pegelsignal aus dem Signalverarbeitungskanal 21 wird sowohl der Hintergrundpegel
als auch die Anteile von Fahrzeuggeräuschen geschätzt und die Konfidenz der Fahrzeuggeräusch-Erkennung
bewertet. Das Verhalten der zur Schätzung benutzten Schätzfilter wird dabei bezüglich
ihrer Funktionsweise, ihrer einzustellende Funktionsparameter sowie ihre Entscheidungsschwellen
durch die Konfidenzen von Peakerkennung und Fahrzeuggeräusch-Erkennung beeinflußt.
Von der Analyse- und Bewertungseinheit 27 wird schließlich bei ausreichender Konfidenz
der Fahrzeugerkennung das Slave-Wecksignal an die Verknüpfungseinheit 18 ausgegeben.
[0019] Die beiden Signalverarbeitungskanäle 21, 22 können alternativ auch jeweils getrennt
an je einem Mikrofon 14 der akustischen Antenne 10 angeschlossen sein.
[0020] Die zweite Weckstufe 16 weist drei parallele Signalverarbeitungskanäle 31, 32, 33
auf, die in einer Analyse-und Bewertungseinheit 34 zusammengeführt sind. Jeder Signalverarbeitungskanal
31 bzw. 32 bzw. 33 ist an die Mikrofone 14 eines Antennenarms 12 bzw. 13 bzw. 14 der
akustischen Antenne 10 angeschlossen. In jedem Signalverarbeitungskanal 31 bzw. 32
bzw. 33 werden die verstärkten Ausgangssignale der Mikrofone 14 mittels eines Addierers
35 aufaddiert und mittels eines Bandpasses 38 bzw. 39 bzw. 40 im Frequenzbereich von
Fahrzeuggeräuschen gefiltert. In der Analyse- und Bewertungseinheit 34 werden die
Spektren der digitalisierten Summensignale gebildet und darin schmalbandige Signalanteile,
sog. Linien, detektiert und die Konfidenz der Linienerkennung ermittelt. Bei ausreichender
Konfidenz generiert die Analyse- und Bewertungseinheit 34 das Slave-Wecksignal. Ein
hierfür geeignetes Verfahren zur Bildung normalisierter Spektren und Extraktion von
Linien ist in der DE 30 35 757 C2 beschrieben. Ein Verfahren zur Ermittlung des Konfidenzmaßes
zeigt die DE 195 42 871 C2. In einer vereinfachten Ausführungsform der zweiten Weckstufe
16 können ein oder zwei der parallelen Signalverarbeitungskanäle 31 bis 33 entfallen,
so daß sich der Aufwand für die Signalverarbeitung reduziert.
[0021] Für den Fall, daß die Mikrofone 14 der akustischen Antenne 10 nicht auf drei sternförmig
ausgerichteten, linienförmigen Antennenarmen 11, 12, 13 angeordnet, sondern räumlich
beliebig in einem Array plaziert sind und jeder Signalverarbeitungskanal 131, 132,
133 an einer Gruppe von Mikrofonen 14 angeschlossen ist, die beispielsweise jeweils
ein Drittel der Gesamtzahl der Mikrofone 14 umfaßt, so erfolgt eine Aufaddierung der
kohärenten Ausgangssignale der der Gruppe zugehörigen Mikrofone 14, wozu jeder Addierer
35 bzw. 36 bzw. 37 durch einen sog. Beamformer ersetzt wird, in dem die Mikrofonausgangssignale
geeignet phasenverschoben und anschließend aufaddiert werden.
[0022] Alternativ kann jeder oder aber auch nur ein Signalverarbeitungskanal 31 - 33 der
Weckstufe 16 an nur einem Mikrofon 14 angeschlossen sein, wobei dann lediglich die
Addierer 35 - 37 entfallen.
[0023] In der dritten Weckstufe 17 werden die Ausgangssignale aller Mikrofone 14 der akustischen
Antenne 10 in dem Frequenzbereich von Fahrzeugen gefiltert, wozu ein Bandpaß 41 mit
einer schmalen Bandbreite im Frequenzbereich von Fahrzeuggeräuschen vorgesehen ist.
Die so gefilterten Ausgangssignale werden digitalisiert und einem sog. Beamformer
42 zugeführt, der durch entsprechende Zeitverzögerung und Addition der zeitverzögerten,
digitalisierten Signale Empfangsrichtungen größter Empfindlichkeit, sog. preformed
beams, bildet. In der Analyse- und Auswerteeinheit 43 wird das Maximum des Emfangspegels
in den verschiedenen preformed beams ermittelt, und durch die Richtung des preformed
beams mit dem maximalen Emfangspegel ist die Einfallsrichtung eines Fahrzeuggeräusches
und damit der Peilwinkel zum Fahrzeug festgelegt. In der Analyse- und Auswerteeinheit
43 wird nunmehr eine Peilverfolgung durchgeführt und deren Konfidenz bewertet. Bei
ausreichender Konfidenz wird das Slave-Wecksignal ausgegeben. Die von den drei Analyse-
und Bewertungseinheiten 27, 34 und 43 ausgegebenen Slave-Wecksignale werden in der
Verknüpfungseinheit 18 in der vorstehend beschriebenen Weise miteinander verknüpft,
und am Ausgang der Verknüpfungseinheit 18 ist das sog. Master-Wecksignal abnehmbar,
das zur Aktivierung eines autonomen Überwachungs- oder Bekämpfungssystem benutzt werden
kann.
1. Verfahren zum Detektieren von sich einem Überwachungsbereich nähernden Fahrzeugen,
bei dem die Ausgangssignale mindestens eines zum Empfang der Fahrzeuggeräusche im
Überwachungsbereich ausgelegten Sensors signaltechnisch aufbereitet und bezüglich
fahrzeuggeräuschspezifischer Merkmale analysiert werden und bei Auffinden solcher
Merkmale ein eine Fahrzeugdetektion anzeigendes elektrisches Detektions- oder Wecksignal
ausgegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalanalyse in mehreren, voneinander unabhängigen Weckstufen (15, 16, 17) nach
qualitativ unterschiedlichen Merkmalen durchgeführt und in jeder Weckstufe(15, 16,
17) nach Extrahieren eines solchen Merkmals mit ausreichender Konfidenz ein Slave-Wecksignal
generiert wird und daß die Slave-Wecksignale zu einem das Detektions- oder Wecksignal
darstellenden Master-Wecksignal verknüpft werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verknüpfung derart erfolgt, daß das Slave-Wecksignal einer Weckstufe (15 bzw.
16) jeweils die nachfolgende Weckstufe (16 bzw. 17) aktiviert und das Slave-Wecksignal
der in der Reihenfolge letzten Weckstufe (17) das Master-Wecksignal darstellt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verknüpfung derart erfolgt, daß die Slave-Wecksignale der Weckstufen (15, 16,
17) durch eine konfidenzgewichtete Verknüpfung das Master-Wecksignal generieren.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Sensor eine akustische Antenne (10) mit einer Vielzahl von Mikrophonen (14) verwendet
wird und die Weckstufen (15,16,17) an den Mikrophonausgang eines Mikrophons (14) und/oder
an die Mikrophonausgänge mindestens einer Mikrophongruppe (11 bzw. 12 bzw. 13) angeschlossen
werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Ausgangsignal eines Mikrofons (14) zwei zeitabhängige Pegelsignale erzeugt
werden, von denen das erste Pegelsignal durch eine breitbandige Filterung, Gleichrichtung
und Integration mit einer an Fahrzeuggeräuschen angepaßten langen Zeitkonstante und
das zweite Pegelsignal durch eine schmalbandige Filterung, Gleichrichtung und Integration
mit einer an ein prädiktives Ereignis im Überwachungsbereich, z. B. Knall oder Windböen,
angepaßten langen Zeitkonstanten gewonnen wird, daß das zweite Pegelsignal auf Signalspitzen
(Peaks) analysiert und die Konfidenz der Peakerkennung bewertet wird, daß in dem ersten
Pegelsignal der Hintergrundpegel und die Anteile von Fahrzeuggeräuschen geschätzt
und die Konfidenz der Fahrzeuggeräusch-Erkennung bewertet wird, wobei die Schätzung
durch die Konfidenzen von Peakerkennung und Fahrzeugeräuscherkennung beeinflußt wird,
und daß das Slave-Wecksignal bei ausreichender Konfidenz der Fahrzeuggeräuscherkennung
ausgegeben wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere oder alle Ausgangssignale der Mikrofone (14) mindestens einer Mikrofongruppe
(11 bzw. 12 bzw. 13) der akustischen Antenne (10) kohärent aufaddiert und die Summensignale
im Frequenzbereich von Fahrzeuggeräuschen gefiltert werden, daß im Spektrum der digitalisierten
Summensignale schmalbandige Signalanteile, sog. Linien, detektiert werden und daß
die Konfidenz der Linienerkennung ermittelt und bei ausreichender Konfidenz das Slave-Wecksignal
ausgegeben wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrofone (14) auf drei sternförmig angeordneten, um gleiche Drehwinkel zueinander
versetzten, stabförmigen Antennenarmen (11, 12, 13) mit Abstand voneinander nebeneinander
aufgereit werden und daß jeweils die auf einem Antennenarm (11 bzw. 12 bzw. 13) plazierten
Mikrofone (14) zu einer Mikrofongruppe zusammengefaßt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, d.h. daß das Ausgangssignal mindestens eines Mikrofons
(14) im Frequenzbereich von Fahrzeuggeräuschen gefiltert wird, daß im Spektrum des
digitalisierten Ausgangssignals schmalbandige Signalanteile, sog. Linien, detektiert
werden und daß die Konfidenz der Linienerkennung ermittelt und bei ausreichender Konfidenz
das Slave-Wecksignal ausgegeben wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangssignale aller Mikrofone (14) der akustischen Antenne (10) in dem Frequenzbereich
von Fahrzeuggeräuschen gefiltert und durch Addition der entsprechend zeitverzögerten,
digitalisierten Signale Richtungen größter Emfangsempfindlichkeit, sog. preformed
beams, gebildet werden, daß die Einfallsrichtung von Fahrzeuggeräuschen bestimmt (gepeilt)
wird und daß eine Peilverfolgung durchgeführt und deren Konfidenz bewertet und bei
ausreichender Konfidenz das Slave-Wecksignal ausgegeben wird.
1. Method for detection of vehicles which are approaching a monitoring area, in which
the output signals from at least one sensor which is designed to receive the vehicle
noise in the monitoring area are subjected to signal processing and are analysed to
determine features which are specific to vehicle noise and, if such features are found,
an electrical detection or alarm signal which indicates vehicle detection is emitted,
characterized in that the signal analysis is carried out in a number of mutually independent alarm stages
(15, 16, 17) on the basis of qualitatively different features, and a slave alarm signal
is generated in each alarm stage (15, 16, 17) after extraction of such a feature with
sufficient confidence, and in that the slave alarm signals are linked to a master alarm signal which represents the
detection or alarm signal.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the logic process is carried out in such a manner that the slave alarm signal of
an alarm stage (15 or 16, respectively) in each case activates the subsequent alarm
stage (16 or 17, respectively), and the slave alarm signal from the last alarm stage
(17) in the sequence represents the master alarm signal.
3. Method according to Claim 1, characterized in that the logic process is carried out in such a manner that the slave alarm signals from
the alarm stages (15, 16, 17) generate the master alarm signal by means of a confidence-weighted
logic process.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that an acoustic antenna (10) having a large number of microphones (14) is used as the
sensor, and the alarm stages (15, 16, 17) are connected to the microphone output of
a microphone (14), and/or to the microphone outputs of at least one microphone group
(11, 12 or 13, respectively).
5. Method according to Claim 4, characterized in that the output signal from a microphone (14) is used to produce two time-dependent level
signals, of which the first level signal is obtained by broadband filtering, rectification
and integration with a long time constant matched to vehicle noise, and the second
level signal is obtained by narrowband filtering, rectification and integration with
a long time constant which is matched to a predictive event in the monitoring area,
for example a crack or wind gusts, in that the second level signal is analysed for signal peaks, and the confidence of the peak
identification is assessed, in that the background level and the components of the vehicle noise in the first level signal
are estimated and the confidence of the vehicle noise identification is assessed,
with the estimation being influenced by the confidences of peak identification and
vehicle noise identification, and in that the slave alarm signal is emitted if there is sufficient confidence in the vehicle
noise identification.
6. Method according to Claim 4 or 5, characterized in that two or more or all of the output signals from the microphones (14) in at least one
microphone group (11, 12 or 13) in the acoustic antenna (10) are added coherently,
and the sum signals have vehicle noise filtered out from them in the frequency domain,
in that narrowband signal components, so-called lines, are detected in the spectrum of the
digitized sum signals, and in that the confidence of the line identification is determined, and the slave alarm signal
is emitted if the confidence level is sufficient.
7. Method according to Claim 6, characterized in that the microphones (14) are arranged in a row alongside one another, at a distance from
one another, on three antenna arms (11, 12, 13) which are arranged in the form of
a star, are offset through the same rotation angle with respect to one another and
are in the form of rods, and in that the microphones (14) which are placed on one antenna arm (11, 12 or 13) are each
combined to form a microphone group.
8. Method according to Claim 4 or 5, that is to say that the output signal from at least
one microphone (14) has vehicle noise filtered out of it in the frequency domain,
in that narrowband signal components, so-called lines, are detected in the spectrum
of the digitized output signal, and in that the confidence of the line identification
is determined, and the slave alarm signal is emitted if the confidence level is sufficient.
9. Method according to one of Claims 4 to 8, characterized in that the output signals from all of the microphones (14) in the acoustic antenna (10)
have vehicle noise filtered out of them in the frequency domain, and directions of
maximum reception sensitivity, so-called preformed beams, are formed by addition of
the correspondingly delayed, digitized signals, in that the incidence direction of vehicle noise is determined (its direction is found),
and in that direction tracking is carried out, its confidence is assessed, and the slave alarm
signal is emitted if the confidence level is sufficient.
1. Procédé pour la détection de véhicules se rapprochant d'une zone de surveillance,
pour lequel les signaux de sortie d'au moins un détecteur prévu pour la réception
des bruits de véhicules dans la zone de surveillance sont préparés selon la technique
des signaux et sont analysés en ce qui concerne des caractéristiques spécifiques de
bruits de véhicules, et pour lequel en cas de détection de telles caractéristiques,
un signal de détection ou d'appel électrique indiquant la détection d'un véhicule
est émis, caractérisé en ce que l'analyse des signaux est réalisée selon plusieurs niveaux d'appels (15, 16, 17)
indépendants les uns des autres en fonction de caractéristiques de qualité différentes,
et en ce que dans chaque niveau d'appel (15, 16, 17), après l'extraction d'une telle caractéristique
avec suffisamment de confiance, un signal d'appel esclave est généré, et en ce que les signaux d'appel esclaves sont enchaînés pour former un signal d'appel maître
représentant le signal de détection ou d'appel.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'enchaînement s'effectue de manière à ce que le signal d'appel esclave d'un niveau
d'appel (15 et/ou 16) active respectivement le niveau d'appel (16 et/ou 17) suivant,
et en ce que le signal d'appel esclave du dernier niveau d'appel (17) de la suite, représente
le signal d'appel maître.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'enchaînement s'effectue de manière à ce que les signaux d'appel esclaves des niveaux
d'appel (15, 16, 17) génèrent le signal d'appel maître grâce à un enchaînement pondéré
en fonction de la confiance.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on utilise une antenne acoustique (10) avec une multitude de microphones (14) en
guise de détecteur, et en ce que les niveaux d'appel (15, 16, 17) sont raccordés à la sortie de microphone d'un microphone
(14) et/ou aux sorties de microphone d'au moins un groupe de microphones (11 et/ou
12 et/ou 13).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'à partir du signal de sortie d'un microphone (14), on génère deux signaux de niveau
asservis au temps, dont le premier signal de niveau est obtenu grâce à un filtrage
à large bande, un redressement et une intégration avec une constante de temps longue
adaptée aux bruits des véhicules, et dont le deuxième signal de niveau est obtenu
grâce à un filtrage à bande étroite, un redressement et une intégration avec une constante
de temps longue adaptée à un événement prédictif dans la zone de surveillance, par
exemple une détonation ou des bourrasques de vent, en ce que le deuxième signal de niveau est analysé en ce qui concerne les crêtes de signaux
(peaks) et en ce que la confiance de la reconnaissance du peak est évaluée, en ce que dans le premier signal de niveau, le niveau de bruit de fond et les parts de bruits
de véhicules sont estimés et en ce que la confiance concernant la reconnaissance des bruits de véhicules est évaluée, moyennant
quoi l'estimation est influencée par les confiances concernant la reconnaissance du
peak et la reconnaissance du bruit des véhicules, et en ce que le signal d'appel esclave est émis lorsque la confiance concernant la reconnaissance
du bruit des véhicules est suffisante.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que plusieurs ou tous les signaux de sortie des microphones (14) d'au moins un groupe
de microphones (11 et/ou 12 et/ou 13) de l'antenne acoustique (10) sont additionnés
de manière cohérente, et en ce que les signaux de la somme sont filtrés dans la plage de fréquence de bruits de véhicules,
en ce que l'on détecte des fractions de signaux à bande étroite, des dénommées lignes, dans
le spectre des signaux de la somme numérisés, et en ce que la confiance concernant la reconnaissance des lignes est déterminée et en ce que le signal d'appel esclave est émis en cas de confiance suffisante.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que les microphones (14) sont alignés les uns à côté des autres à distance les uns des
autres sur trois bras d'antennes (11, 12, 13) en forme de tige disposés en forme d'étoile,
en décalage les uns par rapport aux autres autour d'angles de rotation identiques,
et en ce que les microphones (14) placés sur un bras d'antenne (11 et/ou 12 et/ou 13) sont respectivement
regroupés pour former un groupe de microphones.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que le signal de sortie d'au moins un microphone (14) est filtré dans la plage de fréquence
de bruits de véhicules, en ce que l'on détecte des fractions de signaux à bande étroite, des dénommées lignes, dans
le spectre du signal de sortie numérisé, et en ce que la confiance concernant la reconnaissance des lignes est déterminée et en ce que le signal d'appel esclave est émis en cas de confiance suffisante.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que les signaux de sortie de tous les microphones (14) de l'antenne acoustique (10) sont
filtrés dans la plage de fréquence de bruits de véhicules, et en ce que par addition des signaux numérisés à retardement correspondant, des directions d'extrême
sensibilité de réception, des dénommées preformed beams, sont formées, en ce que la direction d'incidence des bruits de véhicules est déterminée (repérée par radiogonio),
et en ce qu'une poursuite par repérage est réalisée, dont la confiance est évaluée, et en ce que le signal d'appel esclave est émis en cas de confiance suffisante.
