| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 940 801 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
21.01.2004 Patentblatt 2004/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.02.1999 |
|
|
| (54) |
Ultraschallwandlereinrichtung mit Zentrier-Formteil
Ultrasonic transducer with moulded centering element
Transducteur ultrasonore muni d'une pièce moulée de centrage
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
04.03.1998 DE 19809206
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
08.09.1999 Patentblatt 1999/36 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
|
80333 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Thurn, Rudolf,Dipl.-Phys.
92690 Pressath (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 234 896 DE-A- 3 823 477
|
DE-A- 3 734 070 US-A- 5 329 682
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Ultraschallwandlereinrichtung mit einem eine
Piezokeramikscheibe und eine Anpaßschichtscheibe aufweisenden Ultraschallwandler,
der teilweise in einem Gehäuse mittels eines Polymer-Schaumstoffs eingebettet ist.
[0002] Eine gattungsgemäße Ultraschallwandlereinrichtung ist aus der DE 33 01 848 C2 und
DE 37 34 070 C2 bereits bekannt. Hier werden zur Einbettung des Ultraschallwandlers
getriebene oder syntaktische Schäume verwendet. Die Einbettung der Ultraschallwandler
hat im wesentlichen drei Funktionen zu erfüllen. Es sollen eine positionsgenaue und
zuverlässige mechanische Halterung des Ultraschallwandlers, eine mechanische Dämpfungswirkung
sowie eine optisch ansprechende und gegenüber Umwelteinflüssen unempfindliche Wandlersichtfläche
erreicht werden. Die mechanische Dämpfungswirkung erfolgt in der Weise, daß die Wandlerschwingung
zur Erzielung hoher akustischer Empfindlichkeit mäßig und reproduzierbar gedämpft
wird.
[0003] Bei der Fertigung solcher Ultraschallwandlereinrichtungen ist auf exaktes Positionieren
und Zentrieren der Ultraschallwandler zu achten, was üblicherweise mit einem hohem
Aufwand unter Anwendung mit speziellen Vorrichtungen verbunden ist. An der Sichtfläche
der Ultraschallwandlereinrichtungen treten aufgrund des Schäumens häufig Lunker und
Luftblasen auf, die aufwendig nachgebessert oder ausgemustert werden müssen.
[0004] Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die obengenannte Ultraschallwandlereinrichtung
derart zu verbessern, daß der Ultraschallwandler auf einfache Weise zentriert ist
und zugleich eine optisch ansprechende, lunkerfreie Sichtfläche gewährleistet ist.
[0005] Die Aufgabe wird dadurch erreicht, daß die Anpaßschichtscheibe an ihrer Umfangsfläche
durch ein Schaumstoff-Formteil zentriert ist. Es besteht hierbei der Vorteil, daß
derartige Schaumstoff-Formteile sich maßgenau und kostengünstig, beispielsweise durch
Ausstanzen aus Schaumstoffplatten, herstellen lassen. Der Einsatz derartiger vorgefertigter
und damit vorprüfbarer Zentrier-Formteile an der Wandlersichtfläche ermöglicht eine
Serienfertigung mit sehr einfachen und kostengünstigen Vorrichtungen bei gleichzeitiger
Minimierung des Ausschusses aufgrund von optischen Fehlern an der Sichtfläche. Moderne
Schaumstoffe, wie z.B. diverse Zellkautschuk-Werkstoffe, Polyethylen- oder Polyurethan-Schaumstoffe
sind mechanisch robust und beständig gegenüber klimatischen und chemischen Einflüssen.
[0006] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß das Schaumstoff-Formteil
als Ring ausgebildet ist, an dem die Umfangsfläche der Anpaßschichtscheibe anliegt.
Dies ist eine bezüglich der Formgebung sehr einfache und dabei stabile Ausführung
des Schaumstoff-Formteils.
[0007] Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das Schaumstoff-Formteil bündig
mit der Abstrahlfläche der Anpaßschichtscheibe abschließt.
[0008] Um schädliche Einflüsse durch Feuchtigkeit oder ähnlichem von außen her zu vermeiden,
hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das Schaumstoff-Formteil aus einem Schaumstoff
mit geschlossenzelliger Struktur hergestellt ist. Andernfalls ist nicht auszuschließen,
daß beim Verguß des Ultraschallwandlers kleine Mengen an gießbarer Schaummasse in
die Zellstruktur eindringen und diese damit verhärten, was die Schwingungsdämpfung
sehr nachteilig beeinflußt.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- FIG 1
- eine Ultraschallwandlereinrichtung mit bündiger Sichtfläche und
- FIG 2
- eine Ultraschallwandlereinrichtung mit einem elastischen Abstandshalter.
[0010] FIG 1 zeigt eine Ultraschallwandlereinrichtung mit einem Ultraschallwandler, der
im wesentlichen eine Anpaßschichtscheibe 1 und eine Piezokeramikscheibe 2 aufweist.
Der Ultraschallwandler 1,2 ist hier durch ein als Zentrierring 4 ausgebildetes Schaumstoff-Formteil
zentriert, das bündig mit der Wandlersichtfläche und einem zylindrischen Gehäuse 3
abschließt. Im Innenraum des Gehäuses 3 ist der Ultraschallwandler 1,2 in einem Schaumstoff
5 eingebettet, so daß sich eine form- und kraftschlüssige mechanische Halterung des
Ultraschallwandlers 1,2 im Gehäuse 3 ergibt. Das Schaumstoff-Formteil 4 gewährleistet
eine einwandfreie, lunkerfreie Sichtfläche. Wegen der Dichtungswirkung des Schaumstoff-Formteils
4 kann der Verguß mit dem Schaumstoff 5 praktisch ohne jeglichen Vorrichtungsaufwand
durchgeführt werden.
[0011] Das weitere Ausführungsbeispiel gemäß FIG 2 zeigt eine geringfügige Abwandlung des
Ausführungsbeispiels nach FIG 1. Diese besteht darin, daß ein weiteres Schaumstoff-Formteil
6 als elastischer Abstandshalter und Dichtungsring zwischen der Frontfläche des Ultraschallwandlers
1,2 und dem hier auf der Frontseite nach innen überstehenden Gehäuse 3 eingesetzt
ist. Bei dieser Ausführung ist das Schaumstoff-Formteil 6 weitgehend durch den Überstand
des Gehäuses 3 abgedeckt, wodurch eine Schutzfunktion gegen mechanische Einwirkungen
gegeben ist.
1. Ultraschallwandlereinrichtung mit einem eine Piezokeramikscheibe (2) und eine Anpaßschichtscheibe
(1) aufweisenden Ultraschallwandler, der teilweise in einem Gehäuse (3) mittels eines
Polymer-Schaumstoffs (5) eingebettet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpaßschichtscheibe (1) an ihrer Umfangsfläche durch ein Schaumstoff-Formteil
(4) zentriert ist.
2. Ultraschallwandlereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaumstoff-Formteil als Ring (4) ausgebildet ist, an dem die Umfangsfläche der
Anpaßschichtscheibe (1) anliegt.
3. Ultraschallwandlereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaumstoff-Formteil (4) bündig mit der Ultraschallwellen-Abstrahlfläche der
Anpaßschichtscheibe (1) abschließt.
4. Ultraschallwandlereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaumstoff-Formteil (4) aus einem Schaumstoff mit geschlossenzelliger Struktur
hergestellt ist.
1. Ultrasound transducer device with a piezoceramic disk (2) and an ultrasound transducer
with an adaptor disk (1), that is partially embedded in a housing (3) by means of
a polymer foam (5), characterized in that the adapter disk (1) is centered at its circumferential surface by a foam molding
(4) .
2. Ultrasound transducer device in accordance with claim 1, characterized in that the foam molding is formed as a ring (4) against which the circumferential surface
of the adaptor disk (1) lies.
3. Ultrasound transducer device in accordance with claim 1, characterized in that the foam molding (4) is flush with the surface of the adaptor disk (1) that radiates
ultrasound waves.
4. Ultrasound transducer device in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the foam molding (4) is manufactured from a foam with a closed cellular structure.
1. Dispositif à transducteur ultrasonore comportant un transducteur ultrasonore qui comporte
une galette piézocéramique (2) et une galette de couche d'adaptation (1) et qui est
partiellement encastré dans un boîtier (3) au moyen d'un polymère alvéolaire (5),
caractérisé par le fait que la galette de couche d'adaptation (1) est centrée au niveau de sa surface circonférentielle
par une partie moulée en mousse (4).
2. Dispositif à transducteur ultrasonore selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la partie moulée en mousse est conçue comme un anneau (4) sur lequel s'appuie la
surface circonférentielle de la galette de couche d'adaptation (1).
3. Dispositif à transducteur ultrasonore selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la partie moulée en mousse (4) se termine à fleur de la surface de rayonnement d'ondes
ultrasonores de la galette de couche d'adaptation (1).
4. Dispositif à transducteur ultrasonore selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que la partie moulée en mousse (4) est fabriquée à partir d'une mousse ayant une structure
à alvéoles fermés.
