[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherung, insbesondere für die Kraftfahrzeugtechnik.
[0002] Auf diesem technischen Gebiet finden derzeit im Wesentlichen Schmelzsicherungen Verwendung,
die bei Überschreiten des Nennstroms die Stromversorgung zu einem oder mehreren nachgeschalteten
Verbrauchern durch das Schmelzen eines Schmelzbereichs unterbrechen.
[0003] Diese Sicherungen erfordern jedoch für eine relativ lange Zeit eine hohe Stromstärke,
die wesentlich über dem Nennstrom der Sicherung liegt. Demzufolge müssen nachfolgende
Kabel entsprechend überdimensioniert sein, um einen Kabelbrand und damit eine Gefährdung
des KFZ zu vermeiden.
[0004] Zudem entsteht bei Schmelzsicherungen ein Lichtbogen, der sich störend auswirken
kann. Auch erfordert das Schmelzen eine Abschirmung der Sicherung, um zu vermeiden,
dass Tröpfchen geschmolzenen Metalls störende Wirkungen hervorrufen.
[0005] Aus der DE-A-195 27 997 ist eine Sicherungsvorrichtung bekannt, bei der die Stromstärke
durch eine übliche Schmelzsicherung mittels eines separaten Stromstärke-Sensors erfasst
wird, wobei bei Überschreiten einer vorbestimmten Schwelle für die Stromstärke ein
der Schmelzsicherung nachgeschalteter Thyristor gezündet und über den Thyristor ein
Strom gegen Masse geführt wird, der höher als der Nennstrom für die Schmelzsicherung
ist. Diese wird dadurch zerstört.
[0006] Auch bei dem in der US-A-3 958 206 beschriebenen Sicherungselement, welches mittels
einer kleinen Explosivladung zerstörbar ist, wenn die Auslösetemperatur für die Explosivladung
überschritten wird, kann ein Stromsensor mit nachgeschaltetem Schwellwertschalter
verwendet werden, um die Explosivladung über eine zusätzliche ansteuerbare Heizung
schneller zu zünden, als dies bei einer Zündung durch die rein thermische Erwärmung
durch den durch das Sicherungselement fließenden Strom der Fall wäre.
[0007] Eine ähnliche, ein oder mehrere kleine Explosivladung aufweisende Sicherung ist aus
der US-A-4 677 412 bekannt. Die Explosivladung kann durch den Sicherungsstrom selbst
oder eine Heizeinrichtung ausgelöst werden.
[0008] Sicherungselemente mit Explosivstoffen unterliegen jedoch in den meisten Staaten
behördlichen Zulassungsverfahren, was die Herstellung bzw. Markteinführung solcher
Sicherungen verteuert. In jedem Fall ist die Herstellung solcher Sicherungen aufwändiger,
da jedes Risiko für Personen ausgeschlossen werden muss.
[0009] Aus der DE-PS 708 704 ist eine Unterbrechungseinrichtung für elektrische Stromkreise
bekannt, bei der ein feste Kontakte überbrückendes Schaltglied mit den festen Kontakten
verlötet ist. Für das Auslösen der Einrichtung ist eine Fremdheizung vorgesehen, wobei
das Schaltglied bei Überschreiten der Erweichungstemperatur für das Lot abfällt und
so der Stromkreis aufgetrennt wird.
[0010] Eine ähnliches Thermo-Sicherungselement ist aus der DE-A-32 34 826 bekann, bei dem
zwei unter Vorspannung stehende Federdrähte an einem Ende verlötet sind. Zur Verkürzung
der Ansprechzeit ist in der Nähe der Lötstelle ein Heizwiderstand vorgesehen.
[0011] Schließlich ist aus der US-A-5 084 691 eine steuerbare Sicherung bekannt, bei der
auf einer flachen Trägerplatte zwei elektrisch leitende Flächen vorgesehen sind, die
mittels eines elektrisch leitenden Elements überbrückt sind. Das elektrisch leitende
Element kann lediglich aus einer Lötmasse oder einem mit den leidenden Flächen verlöteten
Element bestehen, welches unter der Vorspannung einer Feder steht. An der Rückseite
der Platte ist eine elektrisch leitende Heizfläche aus einem geeigneten Material vorgesehen,
welches bei Stromdurchfluss die für das Auslösen der Sicherung erforderliche Hitze
erzeugt. Bei Überschreiten einer Temperatur, die über dem Erweichungspunkt des Lots
liegt, wird das aufgelötete Element abgezogen bzw. wird die elektrische Verbindung
dadurch unterbrochen, dass sich die Lotmasse in Folge der Oberflächenspannung von
wenigstens einer der leitenden Flächen zurückzieht. Ein Auslösen der Sicherung ohne
aktive Heizung ist nicht vorgesehen.
[0012] Der vorliegenden Erfindung liegt ausgehend von diesem Stand der Technik die Aufgabe
zugrunde, eine Sicherung, insbesondere für die Kraftfahrzeugtechnik, zu schaffen,
bei welcher praktisch keine Überdimensionierung der nachgeschalteten Kabel erforderlich
ist und bei welcher ein störender Lichtbogen bei der Unterbrechung des Stroms vermieden
wird.
[0013] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0014] Durch das Verwenden einer Verbindung zwischen dem eigentlichen Sicherungselement
und wenigstens zwei Kontaktelementen, welche bei Überschreiten einer entsprechenden
Temperatur (die wesentlich unter der Schmelztemperatur der Materialien liegt), z.B.
bedingt durch das Überschreiten des Nennstroms der Sicherung, erweicht und auf diese
Weise das Sicherungselement von den Kontaktelementen gelöst wird, ergibt sich der
Vorteil einer wesentlich geringerer Wärmemenge, die für das Auslösen der Sicherung
erforderlich ist. Mit anderen Worten, die Sicherung reagiert bereits auf geringere
Leistungsüberschreitungen im Vergleich zum Normalbetrieb. Nachteile von Schmelzprozessen
bei hohen Temperaturen werden vermieden.
[0015] Die Sicherung ist erfindungsgemäß so ausgestaltet, dass der Widerstandswert zwischen
den Anschlusskontakten der Sicherung, welcher im Wesentlichen durch das Sicherungselement
und/oder die Kontaktelemente bestimmt ist, als Shunt zur Erfassung des Stroms zu einem
oder mehreren nachgeschalteten Verbrauchern verwendbar ist. Hierzu müssen diese Elemente
und die Verbindungen den gewünschten Widerstandswert aufweisen.
[0016] Damit können durch die Erfassung des Stroms zu den Verbrauchern mit einer geeigneten
Auswerte- und Steuereinheit abhängig von der Stromstärke weitere Aktionen ausgelöst
werden.
[0017] Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Verbindung zwischen dem
Sicherungselement und den Kontaktelementen durch Verlöten hergestellt. Auf diese Weise
wird bereits beim Schmelzen des Lots, welches beispieIsweise bei Temperaturen von
ca. 180° erfolgt, eine Unterbrechung des Stroms durch das Lösen des Sicherungselements
von den Kontaktelementen erreicht. Die Gefahr des Entstehens eines Lichtbogens, welche
bei bekannten Schmelzsicherungen durch das Auftreten der hohen Schmelztemperaturen
gefördert wird, ist praktisch nicht gegeben.
[0018] Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist das eigentliche Sicherungselement derart
mit der Kraft eines federnden Elements beaufschlagt, dass unabhängig von der Lage
der Sicherung bei einem Schmelzen bzw. Erweichen der Verbindung zwischen dem Sicherungselement
und den Kontaktelementen das Sicherungselement von den Kontaktelementen abgehoben
wird.
[0019] Um bei einem bestimmten bzw. unterschiedlichen Nennstrom eine Unterbrechung des Stromflusses
zum Verbraucher zu erreichen, kann die Sicherung mit einer zusätzlichen Heizung ausgestattet
sein. Die Beheizung erfolgt dabei insbesondere so, dass die unmittelbare Umgebung
der Verbindungen zwischen dem Sicherungselement und dem Kontaktelementen beheizt wird.
[0020] In bevorzugter Weise erfolgt das Beheizen durch das Erzeugen eines zusätzlichen Stroms
über das Sicherungselement bzw. eines oder mehrerer Kontaktelemente. Dieser für die
Beheizung genutzte Strom wird dem den nachgeschalteten Verbrauchern zugeführten Strom
überlagert.
[0021] Zur Erzeugung dieses zusätzlichen Stroms kann der Verbraucher so dimensioniert werden,
dass es bei einer direkten Verbindung mit der Batterie über die Sicherung theoretisch
zu einem unzulässig hohen Strom käme. Der "überschüssige" Strom kann dann über einen
Widerstand abgeführt werden, welcher mit einem Anschlusskontakt bzw. dem Sicherungselement
verbunden ist. Das Abführen erfolgt vorzugsweise gegen Masse. Der Wert des Widerstands,
über welchen der zusätzliche Heizstrom fließt, bestimmt die Temperatur der Verbindungen
zwischen dem Sicherungselement und den Kontaktelementen im normalen Betrieb. Demzufolge
kann durch diesen Widerstandswert der Nennstrom der Sicherung festgelegt werden.
[0022] Das Beheizen kann auch in der Weise erfolgen, dass die Temperatur der Verbindungen
bzw. der Kontaktelemente oder des Sicherungselements erfasst wird und in einer geschlossenen
Regelschleife konstant gehalten wird: Anstelle dessen kann auch die Umgebungstemperatur
erfasst werden und im Sinne einer Steuerung die Beheizung abhängig von der Umgebungstemperatur
durchgeführt werden. Hierdurch ergibt sich ein von der Umgebungstemperatur unabhängiger
Nennstrom der Sicherung.
[0023] In einem Gesamtsystem zur Absicherung der Verbraucher kann dann der Spannungsabfall
erfasst, hieraus der zum Verbraucher fließende Strom bestimmt und bei Überschreiten
eines Schwellenstroms ein aktives Unterbrechungselement zur Unterbrechung des Stroms
zum Verbraucher angesteuert werden.
[0024] Die Sicherung kann dabei so ausgebildet sein, dass ein steuerbarer Schalter, beispielsweise
ein Relais oder dergleichen, mit einem Kontaktelement oder dem Sicherungselement verbunden
ist und im Fall des Detektierens eines Überschreitens des Schwellenstroms so angesteuert
werden, dass der Strom zu einem wesentlichen Teil oder vollständig, vorzugsweise gegen
Masse, abgeführt wird.
[0025] Bei dieser Ausführungsform ist zum einen gewährleistet, dass der detektierte unzulässig
hohe Strom zum Verbraucher teilweise oder vollständig auf Null reduziert wird und
zum anderen entsteht ein hoher Strom über die Sicherung, welcher seinerseits zu einem
Auslösen der Sicherung führt. Auf diese Weise wird eine sehr reaktionsschnelle Sicherung
geschaffen, die zudem (im Allgemeinen zeitlich verzögert) eine irreversible Trennung
des Verbrauchers von der Stromquelle gewährleistet.
[0026] Anstelle dieser ansteuerbaren elektrischen Auslöseheizung kann auch ein selbstauslösendes
oder ansteuerbares Heizelement anderer Art verwendet werden. Dies kann z.B. ein auf
einer exothermen chemischen Reaktion beruhendes Heizelement sein, das entweder mittels
eines z.B. elektrischen Signals aktivierbar ist oder ab einer vorbestimmten Temperatur
die exotherme Reaktion auslöst. Beispielsweise kann das Heizelement in unmittelbarer
Nähe der Verbindungen zwischen den Kontaktelementen und dem Sicherungselement vorgesehen
werden, so dass bei Überschreitung des Nennstroms der Sicherung, was zu erhöhten Temperatur
führt, die Schwellentemperatur des Auslöseheizelements überschritten und das Heizen
ausgelöst wird. Hierdurch kann bereit bei einer relativ geringen Überschreitung des
Nennstroms ein sehr rasches Auslösen der Sicherung erreicht werden.
[0027] Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0028] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittdarstellung einer Sicherung nach der Erfindung und;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung der Sicherung in Fig. 1, erweitert um eine zusätzliche
elektrische Beheizung und eine aktive Unterbrechungseinrichtung.
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Sicherung mit einer
aktivierbaren Auslöseheizung.
[0029] Die in Fig. 1 dargestellte Sicherung 1 besteht im Wesentlichen aus einem elektrisch
nicht leitenden Träger 3, auf welchem zwei elektrische Kontaktelemente 5 angeordnet
sind. Die elektrischen Kontaktelemente 5 sind über ein Sicherungselement 7 verbunden.
Die Verbindung der Kontaktelemente 5 mit dem Sicherungelement 7 kann vorzugsweise
durch Löten in Kontaktbereichen 9 erfolgen. Das Lot zur Herstellung der elektrischen
Verbindung zwischen den Kontaktelementen 5 und den Sicherungselementen 7 in den Kontaktbereichen
9 kann abhängig von den Materialien für die Kontaktelemente 5 und das Sicherungselement
7 in geeigneter Weise gewählt werden. Zudem kann das Lot so gewählt werden, dass der
Erweichungs- bzw. Schmelzpunkt bei einer vorbestimmten Temperatur erreicht wird.
[0030] Es hat sich gezeigt, dass sich im normalen Betrieb beispielsweise eine Temperatur
der Kontaktelemente bzw. des Sicherungselements von ca. 80° ergibt. Bei üblichen Loten
beträgt die Erweichungs- bzw. Schmelztemperatur ca. 180°. Wird der dem Verbraucher
über die Sicherung 1 zugeführte Strom I
a größer als ein vorbestimmter Wert, so steigt die Temperatur schließlich bis auf die
Temperatur des Erweichungs- bzw. Schmelzpunkts an, wodurch der Kontakt zwischen dem
Sicherungselement 7 und den Kontaktelementen 5 und damit der Stromfluss der Verbraucher
unterbrochen wird .
[0031] Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform wird das Sicherungselement 7 an seiner
den Kontaktelementen 5 zugewandten Seite von einem federnden Element 11, beispielsweise
einer Schraubenfeder, beaufschlagt, das sich mit dem anderen Ende gegen die ihm zugewandte
Seite des Trägers 3 abstützt. Durch eine Vorspannung des federnden Elements 11 kann
erreicht werden, dass nach Erreichen des Erweichungs- bzw. Schmelzpunkts des Lots
das Sicherungselement 7 sicher und dauerhaft von den Kontaktelementen 5 abgehoben
wird. Selbstverständlich kann die Sicherung 1 ein nicht näher dargestelltes Gehäuse
umfassen, so dass das Sicherungselement 7 nach einem Auslösen der Sicherung gegen
eine Innenwandung des Gehäuses gedrückt und in dieser Position fixiert werden kann.
[0032] Anstelle des Verlötens der Kontaktelemente 9 mit dem Sicherungselement 7 können selbstverständlich
auch andere Verbindungen gewählt werden, die abhängig von der Temperatur der Elemente
bzw. der Verbindung bei Überschreiten eines Schwellwertes ein Lösen der Verbindung
gewährleisten.
[0033] Fig. 2 zeigt die Sicherung in Fig. 1, wobei diese zusätzlich beheizt wird.
[0034] Für eine Beheizung kann selbstverständlich jede beliebige Wärmequelle, beispielsweise
eine externe Widerstandsheizung oder eine auf einer exothermen chemischen Reaktion
beruhende Heizung verwendet werden.
[0035] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wurde jedoch die einfache und
kostengünstig realisierbare Heizung mittels eines zusätzlichen Stroms über die Sicherung
1 gewählt. Hierzu ist mit dem ausgangsseitigen Kontaktelement 5 ein Widerstand 13
verbunden, der einen bestimmten Strom I
h gegen Maße abführt. Dieser zusätzliche Heizstrom I
h, welcher zusätzlich zudem zum Verbraucher geführten Strom I
a über die Sicherung 1 geführt wird, bewirkt eine zusätzlicher Erwärmung der Kontaktelemente
5 bzw. des Sicherungselements 7 und der Kontaktbereiche 9. Der Wert des Widerstands
13 ist so gewählt, dass die Spannung der nicht näher dargestellten Batterie, welche
an dem eingangsseitigen Kontaktelement 5 anliegt, nicht oder nur unwesentlich beeinflusst
wird, so dass auch an der Ausgangsseite der Sicherung ohne Belastung durch einen Verbraucher
praktisch die Leerlaufspannung der Batterie zur Verfügung steht.
[0036] Des Weiteren wird der Widerstand 13 seinem Wert nach so gewählt, dass sich ein Heizstrom
I
h ergibt, der im normalen Betriebsfall zu einer vorbestimmten Temperatur der Kontaktelemente
5 bzw. des Sicherungselement 7 und damit der Kontaktbereiche 9 führt. Je näher diese
Temperatur am Erweichungs- bzw. Schmelzpunkt des Lots bzw. des Verbindungsmittels
liegt, um so geringer wird der Nennstrom der Sicherung 1. Auf diese Weise ist es allein
durch die Wahl des Widerstands 13 möglich, mit ein und derselben Sicherung verschiedene
Nennströme zu realisieren. Zudem besteht die Möglichkeit, den Widerstand veränderbar
oder steuerbar zu gestalten, so dass abhängig von bestimmten Gegebenheiten der Nennstrom
der Sicherung 1 verändert werden kann.
[0037] Bei dem in Fig. 2 dargestelltem Ausführungsbeispiel ist dem Widerstand 13 die Reihenschaltung
eines steuerbaren Schalters 15 und eines Widerstands 17 parallel geschaltet. Der Widerstand
17 kann gegebenenfalls auch entfallen, wenn die elektrischen Verbindungen zwischen
dem betreffenden Kontaktelement 5 und der Maße bzw. der Aufbau des steuerbaren Schalters
15 einen Kurzschlußstrom zulassen bzw. der steuerbare Schalter bereits einen entsprechenden
Innenwiderstand aufweist.
[0038] Der steuerbare Schalter 15 ist von einer Auswerte- und Steuereinheit 19 ansteuerbar.
Die Auswerte- und Steuereinheit 19 ist mit entsprechenden Eingängen mit den Kontaktelementen
5 verbunden, so dass auf diese Weise der Spannungsabfall über die Sicherung 1 ermittelt
werden kann. Ist die Sicherung so ausgebildet, dass sie durch eine geeignete Wahl
der Materialien und Geometrie der Kontaktelemente 5 des Sicherungselements 7 sowie
der Verbindungen in den Bereichen 9 einen für einen Shunt geeigneten Widerstandswert
aufweist, so kann aus dem über die Sicherung 1 detektierten Spannungsabfall der zum
Verbraucher fließende Strom I
a ermittelt werden. In diesem Zusammenhang sei bemerkt, dass der Strom I
a am Ausgang der Sicherung 1 durch die Spannungsmessung praktisch nicht verfälscht
wird.
[0039] Die Auswerte- und Steuereinheit 19 ist so ausgebildet, dass diese ständig oder in
vorbestimmten Zeitintervalen den zum Verbraucher fließenden Strom I
a ermittelt und bei Überschreiten einer vorbestimmten Schwelle den steuerbaren Schalter
15 in den geschlossenen Zustand steuert. Sofort nach Schließen des Schalters 15 wird
der als unzulässig hoch dediktierte Strom I
a drastisch, jedenfalls auf einen Wert unterhalb des Schwellwerts, reduziert. Durch
die Wahl des Widerstands 17 derart, dass durch den über den Schalter 15 fließenden
Auslöse-Heizstrom I
ha die Sicherung soweit beheizt wird, dass es zu einem Auslösen kommt, ergibt sich der
Vorteil, dass der Verbrauch sicher und dauerhaft von der Stromquelle getrennt wird.
[0040] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist somit gewährleistet, dass sofort nach einem
Überschreiten eines Schwellwerts für den Strom I
a dieser Strom drastisch reduziert und dadurch der Verbraucher praktisch von der Stromquelle
getrennt wird und dass nach einer gewissen Zeit ein mechanisches irreversibles Unterbrechen
der elektrischen Leitung zwischen Stromquelle und Verbraucher erfolgt. Auf diese Weise
müssen die Kabel zwischen dem Ausgang der Sicherung 1 und den nachgeschalteten Verbrauchern
nicht mehr, wie bisher, bei üblichen Schmelzsicherungen erforderlich, entsprechend
überdimensioniert werden.
[0041] Selbstverständlich kann die in Fig. 2 dargestellte Möglichkeit der Verwendung eines
steuerbaren Schalters auch dann realisiert werden, wenn keine zusätzliche Heizung
der Sicherung im Normalbetrieb über einen Widerstand 13 vorgesehen ist.
[0042] Zusätzlich kann auch im Strompfad zum Verbraucher ein steuerbarer Schalter vorgesehen
sein, der den Strom nach dem Detektieren eines unzulässig hohen Wertes unterbricht.
Dies kann sich beispielsweise dann als notwendig herausstellen, wenn der Verbraucher
eine sehr geinge Impedanz aufweist, so dass bei einem Schließen des Schalters zur
Erzeugung des Auslöse-Heizstroms der Strom zum Verbraucher nicht auf einen zulässigen
(minimalen) Wert reduziert wird.
[0043] Das Vorsehen eines steuerbaren Schalters am Strompfad zum Verbraucher bietet sich
auch in Fällen an, in denen eine externe Heizung für das Trennen des Sicherungselements
von den Kontaktelementen nach einem Detektieren eines unzulässig hohen Stroms zum
Verbraucher aktiviert wird.
[0044] Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist keine zusätzliche Heizung für
das Erreichen einer vorbestimmten Temperatur im Normalbetrieb vorgesehen.
[0045] In Ausnehmungen in den Kontaktelementen 5 sind in unmittelbarer Nahe der Kontakt-
oder Verbindungsbereiche 9 Auslöseheizelemente 21 vorgesehen. Diese sind von der Auswerte-
und Steuereinheit 19 ansteuerbar, insbesondere wenn die Auswerte- und Steuereinheit
19 einen unzulässig hohen Strom I
a über die Sicherung detektiert. Damit kann ein rasches Auslösen der Sicherung gewährleistet
werden, auch wenn der Übergangswiderstand der Kontaktbereiche 9 und damit die hierdurch
zugeführte thermische Verlustleistung relativ gering ist.
[0046] Des Weiteren können die Auslöseheizelemente 21 auch selbstauslösend ausgebildet sein.
Beispielsweise können Stoffe verwendet werden, die bei Überschreiten einer vorbestimmten
Auslösetemperatur eine exotherem Reaktion in Gang setzen, wodurch rasch die erforderliche
Wärmemenge für das Auslösen der Sicherung 1 zugeführt wird.
[0047] Im Gegensatz zu der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist bei der Ausführungsform
nach Fig. 3 jedoch nicht unmittelbar nach einem Ansteuern der Auslöseheizelemente
21 eine Unterbrechung bzw. Reduzierung des Stroms I
a gewährleistet, da erst die erforderliche Wärmemenge für das Auslösen der Sicherung
erzeugt werden muss.
1. Sicherung, insbesondere für die Kraftfahrzeugtechnik,
a) mit einem Sicherungselement (7), welches mit wenigstens zwei Kontaktelementen (5)
verbunden ist,
b) wobei die Verbindung so ausgestaltet ist, dass bei Überschreiten einer vorbestimmten
Temperatur der elektrische Kontakt zwischen dem Sicherungselement (7) und den wenigstens
zwei Kontaktelementen (5) getrennt wird.
dadurch gekennzeichnet,
c) dass das Sicherungselement (7) und/oder die Kontaktelemente (5) so hinsichtlich
des Widerstandswertes so ausgestaltet sind, dass sie gleichzeitig als Shunt zur Erfassung
des Stromes zu einem oder mehreren nachgeschalteten Verbrauchern verwendbar sind.
2. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung so beschaffen ist, dass sie einen vorbestimmten elektrischen Übergangswiderstand
aufweist, der zu einer Erwärmung der Verbindung abhängig von der über die Sicherung
fließenden Stromstärke führt.
3. Sicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung durch Verlöten des Sicherungselements (7) mit den Kontaktelementen
(5) hergestellt ist.
4. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (7) mit der Kraft eines federnden Elements (11) beaufschlagt
ist und die Kraft in einer die Kontaktelemente (5) und das Sicherungselement (7) trennenden
Richtung wirkt.
5. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente (5) und/oder das Sicherungselement (7) zusätzlich beheizbar sind,
vorzugsweise in unmittelbarer Umgebung der Verbindungsbereiche (9).
6. Sicherung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Beheizen durch das Erzeugen eines zusätzlichen Stroms (Ih) über das Sicherungselement (7) und/oder die Kontaktelemente (5) erfolgt.
7. Sicherung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere der wenigstens zwei Kontaktelemente (5) oder das Sicherungselement
(7) mit einem Widerstand (13) verbunden ist, über welchen der zusätzliche Heizstrom(Ih), vorzugsweise gegen Masse, abfließt.
8. Sicherung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung von Sicherungen mit einem vorbestimmten Nennstrom das zusätzliche Beheizen
derart erfolgt, dass die Verbindungen zwischen den Kontaktelementen (5) und dem Sicherungselement
(7) eine entsprechende vorbestimmte Temperatur annehmen.
9. Sicherung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Beheizen zur Erreichung einer von der Umgebungstemperatur unabhängigen
Temperatur der Verbindungen zwischen den Kontaktelementen (5) und dem Sicherungselement
(7) gesteuert oder geregelt erfolgt.
10. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere steuerbare Schalter (15) vorgesehen sind, welche nach erfolgter
Ansteuerung vor einem thermischen Lösen der Verbindung zwischen den Kontaktelementen
(5) und dem Sicherungselement (7) den über die Sicherung (1) zum Verbraucher fließenden
Strom (Ia) reduzieren oder unterbrechen.
11. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein selbstätig auslösendes oder ansteuerbares Auslöseheizelement vorgesehen ist,
welches nach einem Auslösen oder einem Ansteuern die Verbindungen zwischen dem Sicherungselement
(7) und den Kontaktelementen (5) so stark erwärmen, dass diese gelöst wird.
12. Sicherung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseheizelement als elektrisch beheizbares Element oder ein mittels einer
exothermen chemischen Reaktion beheizbares Element, vorgesehen ist.
1. Fuse, in particular for automotive engineering,
a) with a fuse element (7), which is connected to at least two contact elements (5),
b) the connection being designed in such a way that, if a predetermined temperature
is exceeded, the electrical contact between the fuse element (7) and the least two
contact elements (5) is separated,
characterized
c) in that the fuse element (7) and/or the contact elements (5) are designed in such
a way with regard to the resistance value that they can be used at the same time as
a shunt for registering the current to one or more downstream loads.
2. Fuse according to Claim 1, characterized in that the connection is of such a kind that it has a predetermined electrical transition
resistance, which leads to a heating up of the connection in accordance with the intensity
of the current flowing via the fuse.
3. Fuse according to Claim 1 or 2, characterized in that the connection is produced by soldering the fuse element (7) to the contact elements
(5).
4. Fuse according to one of the preceding claims, characterized in that the fuse element (7) is acted on by the force of a resilient element (11) and the
force acts in a direction separating the contact elements (5) and the fuse element
(7).
5. Fuse according to one of the preceding claims, characterized in that the contact elements (5) and/or the fuse element (7) are additionally heatable, preferably
in the direct vicinity of the connecting regions (9).
6. Fuse according to Claim 5, characterized in that the additional heating takes place by the generation of an additional current (Ih) via the fuse element (7) and/or the contact elements (5).
7. Fuse according to Claim 6, characterized in that one or more of the at least two contact elements (5) or the fuse element (7) is connected
to a resistor (13), via which the additional heating current (Ih) flows away, preferably to earth.
8. Fuse according to one of Claims 4 to 7, characterized in that, to produce fuses with a predetermined rated current, the additional heating takes
place in such a way that the connections between the contact elements (5) and the
fuse element (7) assume a corresponding predetermined temperature.
9. Fuse according to Claim 8, characterized in that the additional heating to achieve a temperature of the connections between the contact
elements (5) sind the fuse element (7) that is independent of the ambient temperature
takes place under open-loop or closed-loop control.
10. Fuse according to one of the preceding claims, characterized in that one or more controllable switches (15) are provided, which, once activated, reduce
or interrupt the current (Ia) flowing via the fuse (1) to the load before a thermal disconnection of the connection
between the contact elements (5) and the fuse element (7).
11. Fuse according to one of the preceding claims, characterized in that an automatically triggering or activatable triggering-heating element is provided,
which after triggering or activation heats up the connections between the fuse element
(7) and the contact elements (5) to such an extent that they are disconnected.
12. Fuse according to Claim 11, characterized in that the triggering-heating element is provided as an electrically heatable element or
an element which can be heated by means of an exothermal chemical reaction.
1. Coupe-circuit, en particulier pour la technique automobile
a) avec un élément de coupe-circuit (7) qui est relié avec au moins deux éléments
de contact (5),
b) la liaison étant conçue de façon à ce qu'en cas de dépassement d'une température
prédéterminée, le contact électrique entre l'élément de coupe-circuit (7) et les au
moins deux éléments de contact (5) soit interrompu.
caractérisé en ce,
c) qu'en ce qui concerne la valeur de la résistance, l'élément de coupe-circuit (7)
et/ou les éléments de contact (5) sont conçus de telle manière qu'ils soient simultanément
utilisables comme shunt pouvant conduire le courant s'écoulant vers un ou plusieurs
consommateurs situés en aval.
2. Coupe-circuit selon la revendication 1, caractérisé en ce que la liaison est conçue de manière à présenter une résistance électrique de passage
prédéterminée, qui conduit à un réchauffement de la liaison en fonction la valeur
du courant passant par le coupe-circuit.
3. Coupe-circuit selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la liaison est réalisée par brasage de l'élément de coupe-circuit (7) sur les éléments
de contact (5).
4. Coupe-circuit selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce sur l'élément de coupe-circuit (7) est appliquée la force d'un élément électrique
élastique (11) et en ce que la force agit dans une direction selon laquelle les éléments
de contact (5) et l'élément de coupe-circuit (7) se séparent.
5. Coupe-circuit selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de contact (5) et/ou l'élément de coupe-circuit (7) peuvent faire l'objet
d'un chauffage supplémentaire, de préférence à proximité immédiate des zones de liaison
(9).
6. Coupe-circuit selon la revendication 5, caractérisé en ce que le chauffage supplémentaire a lieu par le passage d'un courant additionnel (Ih) dans l'élément de coupe-circuit (7) et/ou dans les éléments de contact (5).
7. Coupe-circuit selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs des au moins deux éléments de contact (5) ou l'élément de coupe-circuit
(7) est(sont) relié(s) à une résistance (13), à travers laquelle s'écoule le courant
de chauffage supplémentaire (Ih), de préférence vers la masse.
8. Coupe-circuit selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que pour la réalisation de coupe-circuit à courant nominal prédéterminé, le chauffage
supplémentaire a lieu de telle manière que les liaisons entre les éléments de contact
(5) et l'élément de coupe-circuit (7) soient soumises à une température correspondante
prédéterminée.
9. Coupe-circuit selon la revendication 8, caractérisé en ce que le chauffage supplémentaire pour atteindre entre les éléments de contact (5) et l'élément
de coupe-circuit (7) une température des liaisons indépendante de la température ambiante
a lieu de manière pilotée ou régulée.
10. Coupe-circuit selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs commutateurs pouvant être pilotés (15) sont prévus qui, lorsque la
commande a eu lieu, réduisent ou interrompent le courant (Ia) circulant à travers le coupe-circuit (1) vers le consommateur, et ceci avant une
interruption thermique de la liaison entre les éléments de contact (5) et l'élément
de coupe-circuit (7).
11. Coupe-circuit selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un élément de chauffage déclencheur à déclenchement automatique ou pouvant être commandé
est prévu qui, après un déclenchement ou une commande, réchauffe suffisamment les
liaisons entre l'élément de coupe-circuit (7) et les éléments de contact (5) pour
que celles-ci soient séparées.
12. Coupe-circuit selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'élément de chauffage déclencheur est prévu comme élément pouvant faire l'objet
d'un chauffage électrique ou comme élément pouvant être chauffé au moyen d'une réaction
chimique exothermique.