[0001] Die Erfindung betrifft eine in eingeschwenktem Zustand sicherbare Schwenkhebelbetätigung
für den Verschluß von Schaltschranktüren oder dgl., mit einer auf der Außenfläche
der Tür oder dgl. aufsetzbaren Mulde, in der die Antriebseinrichtung für den Verschluß,
wie Zahnradantrieb, Hebelantrieb oder Verschlußwelle angeordnet ist, an welcher Antriebseinrichtung
ein Betätigungshebel um ein parallel zur Auflagefläche der Mulde verlaufende Achse
aus der Mulde herausschwenkbar angelenkt ist, wobei am Betätigungshebel eine Hakeneinrichtung
vorgesehen ist, die bei eingeschwenktem Betätigungshebel eine Hintergrifffläche der
Mulde in Eingriff nimmt und dadurch den Betätigungshebel in der eingeschwenkten Stellung
festhält, und wobei der Betätigungshebel an seinem freien Ende über die Mulde vorspringt
und der Betätigungshebel eine Entriegelung mit einer Betätigungsfläche für die Hakeneinrichtung
trägt.
[0002] Eine derartig sicherbare Schwenkhebelbetätigung ist bereits aus der US 5 620 213
(Ellis) bekannt.
[0003] Bei dieser bekannten Anordnung bildet der Betätigungshebel in seiner in die Mulde
eingeschwenkter Stellung eine obere, von der Tür weggerichtete Oberfläche, die in
Richtung auf das freie Ende vorspringt und dadurch weiter in den vor der Tür liegenden
Raum vorspringt.
[0004] Des weiteren sei auf die US 5 467 623 (Takigen) hingewiesen. Nachteilig bei dieser
bekannten Anordnung ist, daß die Betätigungsfläche stets in Richtung des Türblatts
gedrückt werden muß, um die Arretierung durch den Haken zu lösen und den Handhebel
aus seiner eingeschwenkten Stellung herausschwenken zu können, d. h., daß das Entriegeln
(Drücken) in Konflikt gerät mit dem Herausschwenken, also Ziehen des Betätigungshebels.
Es besteht auch keine Möglichkeit, den Fingerhebel derart anzuordnen, daß die Druckrichtung
bei seiner Betätigung mit der Öffnungsrichtung des Betätigungshebels übereinstimmt.
Bei dieser Anordnung ist man daher gezwungen, das Ausschwenken des Betätigungshebels
durch eine starke Druckfeder zu unterstützen, während das Betätigen des Fingerhebels
gegen die Kraft einer Feder mit relativ geringem Widerstand erfolgen muß, damit die
beiden Federwirkungen sich nicht gegenseitig stören.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, die bekannte Anordnung dahingehend weiterzubilden;
daß der Betätigungshebel möglichst wenig in den vor der Tür liegenden Raum vorspringt.
[0006] Des weiteren sollte die Betätigungsfläche der Entriegelungseinrichtung derart betätigt
werden können, daß das Ausschwenken des Betätigungshebels durch den Entriegelungsvorgang
nicht behindert wird.
[0007] Bei der US 5 467 623 läßt sich der Betätigungshebel zusätzlich durch ein Zylinderschloß
verriegeln. Dies sollte weiterhin möglich sein. Eine derartige zusätzliche Verriegelung
ist dann von Vorteil, wenn der Schwenkhebelverschluß starken Vibrationen ausgesetzt
sein kann. Derartige starke Vibrationen sind beispielsweise durch Erdbebeneinwirkungen
möglich, oder bei Anordnung der Verschlußeinrichtungen an Schaltschränken, die auf
Maschinen angeordnet sind, die im Betrieb stark vibrieren, wie es beispielsweise bei
Krananlagen der Fall sein kann.
[0008] Desweiteren sollte die Anordnung derart gestaltet sein, daß ein Vorhängeschloß einsetzbar
ist.
[0009] Gelöst wird die Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
[0010] Weitere Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen 2 bis 9 enthalten.
[0011] Die Erfindung wird anhand von Konstruktionen und Ausführungsbeispielen näher erläutert,
die in den Zeichnungen dargestellt sind, wobei erfindungsgemäße Ausführungsformen
in den Fig. 24 bis 31 gezeigt sind, während die vorhergehenden Figuren nur der Erläuterung
dienen.
[0012] Es zeigt:
Fig. 1
in einer Seitenansicht eine sicherbare Schwenkhebelbetätigung für den Verschluß einer
Schaltschranktür, hier in Verbindung mit einem in einem Schaltschrank eingebauten
Flachstangenverschluß;
Fig. 2
eine Querschnittsansicht durch die Anordnung gemäß Fig. 1 entlang der Linie II-II
der Fig. 1;
Fig. 3
die in Fig. 1 erkennbare Schwenkhebelbetätigung, hier jedoch in Verbindung mit einem
Rundstangenverschluß und mit einer zusätzlichen Sicherungseinrichtung, durch die ein
Vorhängeschloß gesteckt werden kann;
Fig. 4
eine Querschnittsdarstellung durch den Verschluß gemäß Fig. 3 entlang der Schnittlinie
IV-IV der Fig. 3;
Fig. 5
eine geschnittene Seitenansicht (annähernd maßstäblich) einer Schwenkhebelbetätigung
ähnlich der der Fig. 1;
Fig. 6
eine Seitenansicht des Schwenkhebels der Anordnung der Fig. 5;
Fig. 7
eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 5;
Fig. 8
eine vergrößerte Detaildarstellung der Verriegelungseinrichtung der Anordnung gemäß
Fig. 5 in verriegelter Stellung;
Fig. 9
in einer ähnlichen Ansicht wie Fig. 8 die Verriegelungseinrichtung in entriegelter
Stellung;
Fig. 10 bis Fig. 14
in ähnlichen Darstellungen wie bei den Fig. 5 bis 9 eine andere Konstruktion;
Fig. 15 bis Fig. 19
entsprechend eine noch andere Konstruktion;
Fig. 20
in Seitenansicht eine Darstellung eines Schwenkhebels, bei dem eine Öse vorgesehen
ist, die eine zusätzliche Sicherung durch ein Vorhängeschloß ermöglicht;
Fig. 21
eine Ansicht von vorn auf die Schwenkhebelbetätigung gemäß Fig. 20 mit eingehängtem
Vorhängeschloß;
Fig. 22
eine in der Längsachse geschnittene Seitenansicht der Schwenkhebelbetätigung gemäß
Fig. 21;
Fig. 23
eine Rückansicht auf die Mulde der Anordnung gemäß Fig. 21;
Fig. 24
eine Draufsicht auf eine Ausführungsform der erfindungsgemäß ausgestalteten Schwenkhebelbetätigung;
Fig. 25
eine in der Längsachse geschnittene Seitenansicht der Ausführungsform gemäß Fig. 24;
Fig. 26
eine Seitenansicht der Anordnung gemäß Fig. 24 mit gestrichelt dargestelltem herausgeschwenktem
Schwenkhebel;
Fig. 27
in einer Teilschnittansicht eine gegenüber der Fig. 25 etwas abgewandelte ebenfalls erfindungsgemäße Ausführungsform;
Fig. 28
in einer Draufsicht eine noch anders ausgebildete erfindungsgemäße Schwenkhebelbetätigung;
Fig. 29
eine in Längsrichtung geschnittene Seitenansicht der Ausführungsform gemäß Fig. 28;
Fig. 30
eine Ansicht von hinten auf die Mulde gemäß Fig. 29; und
Fig. 31
eine Abwandlung gegenüber Fig. 29.
[0013] In Fig. 1 ist in einer Seitenansicht eine Schwenkhebelbetätigung 10 für den Verschluß
12 einer Schaltschranktür 14, Gehäusewand, Blechkastendeckel oder dgl. zu erkennen,
mit einer auf der Außenfläche 16 der Schaltschranktür 14 oder dgl. aufgesetzten Mulde
18, in der eine Verschlußwelle 20 angeordnet ist, die in nicht näher dargestellter
Weise beispielsweise einen Vorreiber 22 trägt und hier auch entlang dem Türblatt verlaufende
Flachbandverriegelungsstangen 24 oder, gemäß Fig. 3, Rundstangen 26 antreibt. In diesem
Zusammenhang sei wegen näherer Einzelheiten auf die europäischen Patentschriften 0
054 225, 0 261 266 und 0 261 267 verwiesen.
[0014] An dem freien, vom Vorreiber weggerichteten Ende dieser Verschlußwelle 20 ist ein
Betätigungshebel 28 um eine quer zur Achse der Welle 20 verlaufende Achse 30 aus der
Mulde 18 herausschwenkbarangelenkt. In dem ausgeschwenkten Zustand, wie er gestrichelt
in Fig. 26 zu erkennen ist, kann mit dem Betätigungshebel 28 die Welle 20 um ihre
Achse 32 verdreht werden, um beispielsweise einen Vorreiber 22 hinter den Türrahmen
36, siehe Fig. 2, eines Schaltschrankes, hier nicht dargestellt, zu schwenken und
dadurch die Tür zu verschließen. Alternativ oder zusätzlich wird gemäß Fig. 1 durch
Flachbandstangen 24, die nach oben und unten verschoben werden können, eine Türverschlußposition
erreicht, wobei ein Auflaufrad 34 auf die in Fig. 1 dargestellte Kante eines Schaltschrankgehäuses
26 aufläuft und das Türblatt 14, an dem die Verriegelungsstange 24 mit Hilfe von Stangenführungen
38 geführt ist, festhält. Bei den in Fig. 1 und 3 dargestellten Konstruktionen befinden
sich die Verriegelungsstangen 24 in der verriegelten Stellung, bei der der Betätigungshebel
28 nach unten weist, wie auch in Fig. 26 zu erkennen ist. In dieser Stellung kann
der Betätigungshebel 28 in die Mulde 18 eingeschwenkt werden, in welcher Stellung
der Betätigungshebel 28 von den Muldenrändern im wesentlichen umschlossen ist. Die
im folgenden beschriebenen Einrichtungen sollen nun dazu dienen, den Betätigungshebel
in dieser eingeschwenkten Stellung festzuhalten, in der der Betätigungshebel 28 infolge
dieses Umschließens durch die Muldenränder daran gehindert ist, aus seiner zur Mulde
ausgerichteten Stellung herausgedreht zu werden. Ein Öffnen der Tür ist daher in dieser
Stellung nicht möglich.
[0015] Befindet sich der Betätigungshebel 28 in seiner senkrecht nach unten gerichteten
Stellung, kann seine eigene Schwerkraft und Reibung an sich ausreichen, ihn in dieser
Stellung zu halten. Bei Rüttelbewegungen, wie sie beispielsweise bei Krananlagen vorkommen
können, besteht jedoch die Gefahr, daß sich der Betätigungshebel 28 aus seiner eingeschwenkten
Stellung wieder weg bewegt und in die in Fig. 26 in gestrichelten Linien dargestellte
ausgeschwenkte Stellung gelangt. In dieser Stellung kann durch weitere Rüttelbewegung
dann auch eine Verdrehung um die Achse 32 erfolgen, wodurch sich u. U. der Verschluß
12 öffnet und damit in ungewünschter Weise das Innere eines Schaltschrankes freigelegt
wird. Auch ist möglich, daß eine unberechtigte Person den Betätigungshebel 28 ausschwenkt
und durch Drehung um die Achse 32 den Türverschluß aus seiner verschlossenen Stellung
in eine offene Stellung bringt und dadurch die Möglichkeit erhält, die Tür 14 eines
Schaltschrankes zu öffnen.
[0016] Um dies zu verhindern kann man den Handhebel 28 gemäß Fig. 6 mit einem Vorsprung
39 an seinem freien Ende versehen, in den ein Zylinderschloß 41 aufgenommen sein kann,
siehe Fig. 5. Der Daumen des entsprechenden Zylinders kann so gelagert sein, daß er
im ausgeschlossenen Zustand bei eingeschwenktem Handhebel 28 sich an eine rückseitige
Fläche 43 des Türblatts 14 legt und dadurch ein ungewolltes Ausschwenken des Handhebels
28 aus seiner eingeschwenkten Stellung heraus verhindert.
[0017] Alternativ kann sich ein derartiger Daumen auch hinter eine von einem aufgeschraubten
Kasten 45 gebildete Anlagefläche legen. Allerdings ist nicht unbedingt sichtbar, ob
der Zylinder 49 ausgeschlossen ist, d. h., daß die Kontrolle des Verschlußzustandes
erschwert ist. Um eine zusätzliche oder alternative Sicherung zu schaffen, ist ein
von der Mulde 118 getragener Ansatz 40 vorgesehen, siehe Fig. 3 und Fig. 22, an dessen
freien Ende eine Öse 42 angeordnet ist. Bei eingeschwenktem Betätigungshebel 128 reicht
diese Öse durch einen Durchbruch 44 dieses Handhebels hindurch und ermöglicht das
Hindurchstecken des Bügels 46 eines Vorhängeschlosses 48, was ebenfalls ein Ausschwenken
des Handhebels 128 aus seiner eingeschwenkten Stellung verhindert.
[0018] Die Sicherung mittels eines Vorhängeschlosses 48 hat den großen Vorteil, daß z. B.
zu bestimmten Zeiten und Anlässen ein individuelles, einer bestimmten Person gehörendes
Vorhängeschloß 48 eingesetzt werden kann, um dieser einen Person die Möglichkeit zu
geben, eine Tür gegen unberechtigtes Öffnen zu sichern. Nur diese Person kann dann
auch mit Hilfe eines zugehörigen Schlüssels das Vorhängeschloß wieder öffnen, aushängen
und dann durch Ausklappen und anschließendes Drehen des Betätigungshebels den zugehörigen
Türverschluß öffnen.
[0019] Um ein Festhalten des Betätigungshebels in der eingeschwenkten Stellung zu erreichen,
ist am Schwenkhebel 128 eine Hakeneinrichtung 58 vorgesehen, die bei eingeschwenktem
Betätigungshebel 128 eine Hintergrifffläche 60 der Mulde 18 in Eingriff nimmt und
dadurch den Betätigungshebel 128 in der eingeschwenkten Stellung festhält. Der Haken
58, der hier um eine von dem Betätigungshebel 128 gebildete Achse 62 schwenkbar gehalten
ist, weist eine erste Betätigungsfläche 64 auf, die über das Ende des Betätigungshebels
128 vorspringt und so gerichtet ist, daß eine Bedienungsperson unter den Hebel 66
auf diese Fläche 64 des Hebels 66 fassen muß, entsprechend einer Öffnungsbewegung
des Handhebels 128, um den Haken 58 aus seiner arretierten Stellung herauszuschwenken
(gemäß Fig. 5, 6, 8 und 9 entgegen der Uhrzeigerrichtung), welche Zugrichtung nicht
nur den Haken 58 aus seiner Verriegelungsstellung herausschwenkt, wie in Fig. 9 gezeigt,
sondern auch nach dem Lösen des Hakens anschließend den Betätigungshebel 128 aus seiner
eingeschwenkten Stellung herauszieht. Dieser Bedienungsablauf ist einer Bedienungsperson
intuitiv eingegeben und stellt daher eine besonders günstige Ausführungsform dieser
Hakeneinrichtung 51 dar.
[0020] Mittels einer hier vorgesehenen zweiten Betätigungsfläche 70, die über die Ebene
52 des Betätigungshebels 28 vorspringt, kann aber auch mit einer Druckbewegung in
Richtung der Betätigungshebeloberfläche 52 der Haken 58 aus seiner Verriegelungsstellung
herausgeschwenkt werden. Der diese Betätigungsfläche 70 bildende weitere Hebelarm
trägt im übrigen auf seiner Rückseite eine Einsenkung 72, in die eine Ende einer Druckfeder
68 aufgenommen ist, während das andere Ende der Druckfeder 68 in einer Einsenkung
74 festgehalten wird, die innerhalb des Betätigungshebels 128 gebildet ist.
[0021] Der Betätigungshebel 128 kann im Bereich seiner Achse 30 mit einer weiteren Federeinrichtung
versehen sein, wie beim Stand der Technik, um ihn bei Bedarf automatisch aus seiner
eingeschwenkten Stellung herauszubringen. Wenn in diesem Fall auf die Betätigungsfläche
70 die Hakeneinrichtung 58 gedrückt wird, kommt dieser Haken frei und die Federwirkung
drückt den Betätigungshebel aus seiner eingeschwenkten Stellung heraus, sofern er
nicht von dem Zylinderschloß 41 oder einem eingehängten Vorhängeschloß 48 festgehalten
wird. Eine derartige Konstruktion zeigt die Fig. 21 in einer Draufsicht, die Fig.
22 in einer Längsschnittansicht und die Fig. 23 in einer Rückansicht. Diese Fig. 21,
22 und 23 zeigen im übrigen noch eine weitere Verriegelungsmöglichkeit. Es handelt
sich um einen etwa mittig auf dem Betätigungshebel 128 angeordneten Kopfbolzen 76,
der in einem eingesenkten Durchbruch 78 des Betätigungshebels 128 drehbar gelagert
sein mag. Das freie Ende des Bolzens 76 weist einen Querstift 80 auf, der in bestimmter
Stellung des Kopfbolzens 76 beim Einschwenken des Betätigungshebels 128 in eine Öffnung
82 der Mulde 118 aufgenommen werden kann. Der diese Öffnung 82 bildende Bereich der
Mulde 118 steht etwas vor, so daß sich Hintergriffflächen 84 bilden, hinter die sich
die Enden des Stiftes 80 legen, wenn jetzt der Kopfbolzen 76 um 90° gedreht wird.
Es handelt sich somit um eine Art Bajonettverschluß, der es ermöglicht, den Betätigungshebel
128 in seiner eingeschwenkten Stellung mit Hilfe dieses Kopfbolzens 76 ebenfalls zu
arretieren. Eine Torsionsfeder sorgt für automatische Verriegelung, und mit Schraubenzieher
(oder Steckschlüssel bei anderer Kopfform) wird gegen Federdruck geöffnet. Das Drehen
des Kopfbolzens 76 in die Verriegelungsstellung hinein und aus dieser wieder heraus
kann mit Hilfe eines Werkzeuges erfolgen, hier mittels eines Schraubenziehers, nicht
dargestellt, der in einen Schlitz 86 des Kopfbolzens 76 eingeführt wird. Diese Aufgabe
kann aber auch durch einen Riegel oder eine verschwenkbare Zunge gelöst werden, wenn
sie durch einen Exzenter oder drehstarre Verbindung gegen Federkraft bewegt werden
kann, eventuell mit Freilauf.
[0022] Die Mulde weist gemäß Fig. 1 und Fig. 3 einen durch das Türblatt 16 hindurchreichenden
Vorsprung 88 auf, der dort Teil einer Verschlußwellenlagerung ist, und der beispielsweise
gemäß Fig. 1 mit einem Verschlußkasten in Verbindung steht, der zwischen sich und
der Mulde 18 das Türblatt 16 einklemmt und dadurch die Mulde festhält. Der dafür im
Türblatt vorzusehene Durchbruch ist in diesem Falle rechteckförmig, ähnlich wie sie
die Konstruktion gemäß der bereits erwähnten europäischen Patentschrift 0 261 267
erfordert.
[0023] Gemäß Fig. 3 ist eine Konstruktion vorgesehen, bei der anstelle eines Schloßkastens
eine Scheibe 13 vorgesehen ist, von der zum einen die Vorreiberzunge 22, zum anderen
Ansätze für das Anlenken der Rundstangen 26 ausgehen.
[0024] In dem (hier zweiteiligen) Schloßkasten 11 ist ein die Antriebsstangen 24 antreibendes
Ritzel gelagert, das seinerseits von der Antriebswelle 22 angetrieben wird, an dem
der Betätigungshebel 28 ausschwenkbar angelenkt ist, siehe Fig. 6. Die Befestigung
des Schloßkastens 11 an der Mulde 18 erfolgt gemäß der hier dargestellten Konstruktion
mit Hilfe von Schrauben 15, die durch Durchbrüche 19, die vom Schloßkasten 11 gebildet
werden, frei hindurchreichen und dann in etwas engere Bohrungen 17 eingeschraubt werden,
die von der Mulde 18 gebildet sind. Das Muldenmaterial wird normalerweise Kunststoff
sein, so daß es möglich ist, mit entsprechend geformten Befestigungsschrauben in die
Bohrung 17 ein Gewinde einzuschneiden, so daß das vorherige Einbringen von Gewindebohrungen
nicht erforderlich ist.
[0025] Beim Festschrauben des Schloßkastens 11 an der Mulde 18 wird der Randbereich des
Durchbruchs im Türblatt eingeklemmt, wie die Fig. 5 erkennen läßt. In ähnlicher Weise
wird am anderen Ende der Mulde mit Hilfe eines Deckels 25 der durch das Türblatt 14
hindurchreichende Vorsprung 87 der Mulde 18 umschlossen, welcher Vorsprung 87 auch
die bereits erwähnte Hintergrifffläche 16 für die Hakeneinrichtung 58 bildet. Auch
sind im Deckel 25 Durchbrüche 19 vorgesehen, durch die Befestigungsschrauben hindurchgesteckt
werden können, die sich dann in Bohrungen 17 der Mulde 18 eingraben und dadurch den
Deckel auf der Mulde 18 festlegen können. Dabei wird wiederum der Randbereich des
Durchbruchs im Türblatt 14 zwischen dem Rand oder Stirnfläche 27 des Deckels 25 einerseits
und der Schulter 29 der flanschartig vorspringenden Mulde 18 eingeklemmt und dadurch
die Gesamtanordnung festgehalten.
[0026] Des weiteren sei noch erwähnt, daß der Kopf der Befestigungsschraube 15, in Fig.
9 nicht dargestellt, innerhalb einer Einsenkung 31, die vom Deckel 25 bzw. von dem
Schloßkasten 11 gebildet wird, aufnehmbar ist und in dem Bereich dieser Einsenkung
31 auch ringförmige Vorsprünge 33 zu erkennen sind, auf die sich die Auflagefläche
des Schraubenkopfes auflegt und eine Abdichtung bildet.
[0027] Während Fig. 8 die Hakeneinrichtung 58 in verschlossenem Zustand zeigt, gibt die
Fig. 9 die Anordnung wieder, nachdem eine Bedienungsperson unter die Bedienungsfläche
64 gefaßt hat und dadurch den Haken 58 gegen die Uhrzeigerrichtung geschwenkt hat.
Dadurch ist der Haken von der Hintergrifffläche 60 der Mulde 18 freigekommen und der
Betätigungshebel 28 kann daher nach oben aus der Mulde herausgeschwenkt werden. Läßt
die Bedienungsperson die Betätigungseinrichtung jetzt los, drückt die Druckfeder 68
gegen die Federaufnahme 72 der Hakeneinrichtung 58 und dreht diese um die Achse 62
in Richtung des Uhrzeigers bis zum Anschlagen der Fläche 47 der Hakeneinrichtung 58
an der Anschlagfläche 49 der Mulde 18.
[0028] Bei der umgekehrten Bewegung, d. h. beim Hereindrücken des Handhebels 28 in die Mulde
trifft eine Schrägfläche 51 des Hakenendes 53 auf die Schrägfläche 55 der Mulde 18,
wodurch die Hakeneinrichtung 58 wieder entgegen der Uhrzeigerrichtung um die Achse
62 geschwenkt wird, bis das Hakenende 58 in die Hintergriffstellung 60 gelangt und
der Haken sich in die Uhrzeigerrichtung bewegt und sich verriegelt.
[0029] Er hat dann wieder die in Fig. 8 dargestellte Stellung erreicht.
[0030] Fig. 7 läßt erkennen, wie der Betätigungshebel 28 an seinem freien Ende die um die
Achse 62 schwenkbare Hakeneinrichtung 58 U-förmig umgreift und dadurch eine besonders
sichere Lagerung ermöglicht.
[0031] Die hier dargestellte Konstruktion erfordert es, daß beim Eindrücken des Betätigungshebels
28 in die Mulde sich die Hakeneinrichtung 58 frei bewegen kann, also nicht beispielsweise
dadurch der Betätigungshebel 28 eingedrückt wird, daß auf die Fläche 55 der Hakeneinrichtung
58 gedrückt wird. In diesem Falle könnte passieren, daß der Haken mit seiner Schrägfläche
51 nicht an der Schrägfläche 55 der Mulde 18 vorbeikommt, weil ihm das Ausweichen
entgegen der Uhrzeigerrichtung durch den Druck auf die Fläche 55 nicht ermöglicht
wird.
[0032] Andererseits neigt eine Betätigungsperson dazu, den Betätigungshebel 28 an seinem
freien Ende zu ergreifen und in die Mulde hineinzudrücken. Die in den Fig. 10 bis
14 dargestellte Konstruktion nimmt auf diesen ,Sachverhalt stärker Rücksicht.
[0033] Das Ende 157 des Handhebels 28 ist gemäß den Fig. 10 bis 14 fest mit dem Handhebel
28 verbunden, beeinflußt also nicht die Bewegung der Hakeneinrichtung 158. Man kann
daher in dieser Konstruktion den Handhebel an seinem freien Ende 154 ergreifen und
in die Mulde hineindrücken, ohne daß dabei die Gleitbewegung der Schrägflächen 151
des Hakenendes 153 entlang der Schrägfläche 155 der Mulde 18 von auf die Hakeneinrichtung
158 einwirkenden Druckkräften behindert wird. Im Gegenteil, sollte der Daumen der
Bedienungsperson über die Fläche des Endes 157 des Handhebels 128 in Richtung auf
die Druckfläche 170 rutschen, würde die Ausweichbewegung sogar noch unterstützen.
[0034] Gleichwohl ist es möglich, auch hier in einfacher Weise eine Entriegelung vorzunehmen,
obwohl bei dieser Ausführungsform eine zur Türgrifffläche weisende Betätigungsfläche
für die Hakeneinrichtung 158 nicht zur Verfügung steht. Statt dessen ist nämlich eine
Zugfläche 164 vorhanden, die beim Betätigen der Fläche 170 mittels z. B. des Daumens
der Bedienungsperson gleichzeitig den Betätigungshebel 128 aus seiner eingeschwenkten
Stellung herausziehen kann, und zwar z. B. mit der Zeigefingerfläche. Hier wird also
durch den engen räumlichen Zusammenhang zwischen der Zugfläche 164 und der Druckfläche
170 die erfindungsgemäße Wirkung erreicht, mit einem Griff den Schwenkhebel 128 sowohl
zu entriegeln als auch aus seiner eingeschwenkten Stellung herauszuziehen, was der
Stand der Technik nicht ermöglicht.
[0035] Eine noch andere und noch günstigere Konstruktion zeigen die Fig. 15 bis 19, wo die
Hakeneinrichtung 258 so gestaltet ist, daß sich eine Freilaufwirkung ergibt. Hakenende
253 und Hakenschwenkachse 262 sind jeweils an der annähernd gleichen Stelle angeordnet,
wie bei der Konstruktion gemäß Fig. 8. Die Druckfeder 268 ist in einer von der Hakeneinrichtung
gebildeten Tasche untergebracht, in der sie sich an einem Ende abstützt, während das
andere Ende der Druckfeder 268 an einer von der Mulde 18 gebildeten Anlagefläche abgestützt
wird. Der die Druckfläche 170 bildende Hebel 266 bildet einen Hintersteg 263, der
beim Hochziehen durch Druck auf die Fläche 264 des Hebels 266 sich an die Fläche 267
der Hakeneinrichtung 258 anlegt und diese entgegen der Richtung des Uhrzeigers um
die Welle 262 schwenkt.
[0036] Wenn nun der ausgeschwenkte Betätigungshebel 28 in die Mulde 18 wieder eingeschwenkt
wird, kann die Schrägfläche 251 des Hakenendes 253 an der Schrägfläche 260 der Mulde
18 entlanggleiten und dabei den Haken 253 entgegen Uhrzeigerrichtung wegschwenken,
ohne daß dabei auch der Hebel 266 nach oben schwenken müßte. Vielmehr hebt sich in
diesem Moment die Fläche 267 von dem Steg 263 ab, wie die Fig. 19 erkennen läßt, so
daß ein Druck auf die Fläche 170 zum Schließen des Handhebels hier nicht störend in
Erscheinung tritt.
[0037] Die in den Fig. 1 bis 19 geschilderten Konstruktionen werden in ein Türblatt eingebaut,
das zwei im wesentlichen rechteckförmige und vorzugsweise symmetrisch zur Türmitte
angeordnete Durchbrüche aufweist. Bei der Konstruktion gemäß Fig. 20 bis 23 besitzt
die dort dargestellte Mulde 118 einen Ansatz 188, der kreisförmigen Außenquerschnitt
und ein Außengewinde aufweist, ggf. mit Abflachungen 187, um den Ansatz 188 in kreisförmige
mit entsprechenden Einschnürungen versehene Durchbrüche in Blechschranktüren einsetzen
zu können. Auf dem Ansatz 188 kann dann eine Befestigungsschraube (Überwurfmutter)
aufgesetzt und das Türblatt zwischen dieser Mutter und der Muldenauflagefläche 118
eingeklemmt werden, wie es in Fig. 25 dargestellt ist.
[0038] Die Fig. 20 bis 23 sind ein Beispiel dafür, wie die Anordnung mit einem durch ein
Vorhängeschloß sicherbaren Schwenkhebel verbunden werden kann. Die für das Vorhangschloß
48 vorgesehene Öse 42 wird von einem Ansatz 40 getragen, der mit der Mulde 108 einstückig
sein kann, aus Festigkeitsgründen (wenn z. B. die Mulde aus Kunststoff besteht) aber
auch so gestaltet sein kann, daß dieser Ansatz 40 ein separates Bauteil aus Metall
ist, der eine Fußplatte 92 aufweist. Diese Fußplatte läßt sich von hinten in eine
entsprechende Einsenkung 94 der Mulde 118 einlegen, derart, daß ihre Grundfläche mit
der Grundfläche der Mulde 118 fluchtet, wie die Fig. 22 erkennen läßt. Die Ränder
der Fußplatte werden dann von den Vorsprüngen 196 der Mulde 118 festgehalten. Alternativ
könnte der Ansatz 40 in das Material der Mulde 128 auch eingespritzt sein.
[0039] Das in Fig. 22 dargestellte Vorhängeschloß 48 steht schräg nach außen, wodurch das
Schloß leicht zugänglich wird.
[0040] Die in den Fig. 24 bis 26 bzw. 27 dargestellten Ausführungsformen repräsentieren
die Erfindung. Diese erfindungsgemäßen Ausführungsformen vermeiden ein störendes Vorstehen
des Schlosses 48.
[0041] Der hauptsächliche Unterschied zu der Konstruktion gemäß den Fig. 20 bis 23 liegt
darin, daß der Ansatz 140 an das untere Ende der Mulde 218 gerückt ist und dadurch
das Vorhängeschloß 48 Platz bekommt, frei nach unten zu hängen. Das in den Figuren
untere Ende 65 des Betätigungshebels 228 ist etwas von dem Türblatt 14 und der Mulde
weggebogen und erleichtert dadurch das Herausziehen des Betätigungshebels 228 aus
seiner eingeschwenkten Stellung, bei gleichzeitiger Betätigung der Hakeneinrichtung
158, was mit einer Hand möglich ist. Dieses Herausziehen wird man natürlich erst dann
vornehmen können, wenn das Vorhängeschloß 48 aus der Öse 142 herausgenommen ist.
[0042] Die Öse 142 ist hier so konzipiert, daß sie von einem Ansatz 140 mit einem Fuß 192
gebildet wird, dessen Form ähnlich gestaltet sein kann, wie der Vorsprung 188, in
dem die Verschlußwelle 32 gelagert ist, also mit einem Außengewinde und ggf. zwei
oder vier Abflachungen, auf welches Außengewinde eine Befestigungsmutter 190 aufgeschraubt
werden kann, die zwischen sich und der Mulde 218 das Türblatt 14 einklemmt. Die Mulde
218 wird ihrerseits durch einen Ring 193 festgehalten, der von dem Fuß 192 gebildet
wird und in eine entsprechende Einsenkung 194 im Inneren der Mulde aufgenommen ist.
[0043] Der Vorteil der in den Fig. 24 und 25 dargestellten erfindungsgemäßen Konstruktion
ist zum einen die größere Stabilität durch Befestigung mittels zwei über die Auflagefläche
der Mulde vorstehender und mit einer Überwurfmutter 90 bzw. 190 versehene Vorsprünge
188, 192, und zum anderen das weniger vorstehende Vorhängeschloß 48.
[0044] Ein anderer Vorteil ist die Einsetzbarkeit sowohl als Links- wie auch als Rechtsverschluß,
falls die Durchbrüche für die Vorsprünge symmetrisch zur Türmitte angeordnet werden.
Ähnliche Vorteile gelten auch für die Ausführungsformen, bei denen zwei rechteckförmige
Durchbrüche vorgesehen sind.
[0045] Es sei noch ergänzt, daß mittels Dichtungsringen 95 zwischen Türblattaußenfläche
und Mulde im Bereich der Vorsprünge 188 und 192 der innere Bereich des Schaltschrankes
gegenüber seinem Außenbereich abgedichtet werden kann, sofern auch die Welle 32, an
der einerseits die Handhebelbetätigung 228 bei 30 angelenkt ist, andererseits der
Vorreiber 22 mittels Schraube 21 festgelegt sein mag, mit einer O-Ring-Dichtung 23
ausgestattet ist.
[0046] Fig. 27 zeigt eine etwas abgewandelte, aber ebenfalls erfindungsgemäße Ausführungsform,
bei der anstelle der Befestigung mit einer Überwurfmutter 90 der Ansatz 240 ähnlich
wie der Ansatz 40 gemäß Fig. 22 von der Mulde 318 getragen wird. Die Mulde 318 selbst
wird am oberen Ende ähnlich wie bei Fig. 26 durch eine Mutter 90 gehalten, an ihrem
unteren Ende jedoch durch einen Schraubbolzen 91, der mit seinem Bolzenkopf auf der
Rückseite des Türblatts 14 angeordnet ist, und mit seinem Gewindeteil in eine entsprechende
Gewindebohrung 89 innerhalb des Materials der Mulde 318 reicht.
[0047] Während bei den Ausführungsformen der Fig. 24 bis 27 die Öse des Vorsprungs 140 noch
um ein Maß a über die Oberfläche des Betätigungshebels 228 hervorragt, ist bei der
nunmehr geschilderten Ausführungsform, siehe die Fig. 28 bis 31, dies nicht mehr der
Fall. Der Ansatz 340 ist noch kürzer gehalten, ermöglicht dadurch, daß der Betätigungshebel
428 wie auch die Mulde 418 für den Bügel des Vorhängeschlosses 48 noch stärker eingesenkt
sind, als es bei den vorhergehenden Ausführungsformen der Fall war. Zusätzlicher Raum
wird dadurch geschaffen, daß der vordere Bereich 465 des Betätigungshebels 428 bis
in eine Ausnehmung 497 der Mulde 418 hineinreicht, und dadurch ausreichende Materialstärke
behält. Der obere Bereich der Öse 340 ragt somit über die obere Fläche des Betätigungshebels
428 nicht mehr vor.
[0048] Auch das Vorhängeschloß 48 bleibt unterhalb der Fluchtlinie der Forderfläche des
eingeschwenkten Betätigungshebels, so daß hier eine extrem flache Ausführungsform
vorliegt.
[0049] Diese extrem flache Version ist besonders gut geeignet, um in Fluchtwegen angeordnet
zu werden, weil keine vorspringenden Teile fliehende Personen behindern. Auch hier
springt das Ende des Handhebels 428 soweit vor, daß mit einem Griff sowohl die Betätigungsfläche
der Hakeneinrichtung 458 betätigt werden kann, als auch der Betätigungshebel aus seiner
Mulde ausgezogen werden kann.
[0050] Die erfindungsgemäße Anordnung ist auch einsetzbar bei solchen Verschlüssen, die
bereits beim Herausschwenken des Betätigungshebels aus der Mulde betätigt werden,
also keine anschließende Verdrehung des Schwenkhebels erfordern.
Bezugszeichenliste:
[0051]
- 108
- Mulde
- 10
- Schwenkhebelbetätigung
- 11
- Schloßkasten
- 12
- Verschluß
- 13
- Scheibe
- 14
- Schaltschranktür, Türblatt
- 15
- (Befestigungs)Schrauben
- 16
- Außenfläche
- 17
- Bohrungen
- 18, 118, 218, 318, 418
- Mulde, Muldenauflagefläche
- 19
- Durchbrüche
- 20
- Verschlußwelle
- 21
- Schraube
- 22
- Vorreiber(zunge)
- 23
- O-Ring-Dichtung
- 24
- Flachbandverriegelungsstangen
- 25
- Deckel
- 26
- Rundstangen
- 27
- Stirnfläche
- 28, 128, 228, 428
- Betätigungshebel
- 29
- Schulter
- 30
- Achse
- 31
- Einsenkung
- 32
- Achse
- 33
- Vorsprünge
- 34
- Auflaufrad
- 36
- Schaltschrankgehäuse
- 36
- Türrahmen
- 39
- Vorsprung
- 40, 140, 240, 340
- Ansatz
- 41
- Zylinderschloß
- 42, 142, 340
- Öse
- 43
- rückseitige Fläche
- 44, 144, 344
- Durchbruch
- 45
- Kasten
- 46
- Bügel
- 47
- Fläche
- 48
- Vorhängeschloß
- 49
- Zylinder
- 51,251
- Hakeneinrichtung, Schrägfläche
- 52
- Ebene, Betätigungshebeloberfläche
- 53,253
- Hakenende
- 154
- freies Ende
- 55
- Schrägfläche
- 157
- Ende
- 58, 158, 258, 358, 458
- Haken(einrichtung), Betätigungshaken, Hakenende
- 49
- Anschlagfläche
- 60, 160, 260
- Hintergrifffläche, -stellung
- 62, 262
- Achse, Hakenschwenkachse
- 263
- Hintersteg
- 64, 164, 264, 364
- erste Betätigungsfläche, Bedienungsfläche, Zugfläche
- 65, 465
- Ende, vordere Bereich
- 66, 266
- Hebel
- 267
- Fläche
- 68, 268
- Druckfeder
- 70, 170, 370
- zweite Betätigungsfläche, Druckfläche
- 72
- Einsenkung, Federaufnahme
- 74
- Einsenkung
- 76
- Kopfbolzen
- 78
- Durchbruch
- 80
- Querstift
- 82
- Öffnung
- 84
- Hintergrifffläche
- 86
- Schlitz
- 87, 187
- Vorsprung, Abflachungen
- 88, 188
- Vorsprung, Ansatz
- 89
- Gewindebohrung
- 90,190
- Befestigungsmutter
- 01
- Schraubbolzen
- 92, 192
- Fuß(platte)
- 193
- Ring
- 94, 194
- Einsenkung
- 95
- Dichtungsringe
- 196
- Vorsprünge
- 497
- Ausnehmung
1. Im eingeschwenkten Zustand sicherbare Schwenkhebelbetätigung für den Verschluß von
Schaltschranktüren oder dgl., mit einer auf der Außenfläche der Tür oder dgl. aufsetzbaren
Mulde (218, 318, 418), in der die Antriebseinrichtung für den Verschluß, wie Zahnradantrieb,
Hebelantrieb oder Verschlußwelle (20) angeordnet ist, an welcher Antriebseinrichtung
ein Betätigungshebel (228, 428) um eine parallel zur Auflagefläche der Mulde verlaufende
Achse (30) aus der Mulde (218, 318, 418) herausschwenkbar angelenkt ist, wobei am
Betätigungshebel (228, 428) eine Hakeneinrichtung (158, 258, 458) vorgesehen ist,
die bei eingeschwenktem Betätigungshebel (228, 428) eine Hintergrifffläche (160) der
Mulde (218, 318, 418) in Eingriff nimmt und dadurch den Betätigungshebel in der eingeschwenkten Stellung festhält, und wobei der Betätigungshebel
an seinem freien Ende über die Mulde vorspringt und der Betätigungshebel eine Entriegelungseinrichtung
mit einer Betätigungsfläche für die Hakeneinrichtung trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die obere, von der Tür weggerichtete Oberfläche desin die Mulde eingeschwenkten Betätigungshebels
(228, 428) nahe seinem freien Ende in Richtung auf die Tür zurückspringt, daß von
der Mulde ein Ansatz (140, 240, 340) ausgeht, an dessen freien Ende eine Öse (142)
derart angeordnet ist daß bei in die Mulde (218, 318, 418) eingeschwenkten Betätigungshebel
(228, 428) der Ansatz (140, 240, 340) durch einen einen Durchbruch (144, 344) in dem
Betätigungshebel hindurchreicht und ein durch die Öse gehängtes Vorhängeschloß (48)
ein Herausschwenken des Betätigungshebels verhindert, daß der Betätigungshebel (228,
428) im Bereich des Durchbruchs eine rückspringende Oberfläche bildet, die den durch
die Öse (142) hindurchgesteckten Bügel (46) des Vorhängeschlosses (48) passend aufnimmt,
daß auch die Mulde (218, 318, 418) im Bereich des Bügels (46) eine Einsenkung aufweist,
die den Bügel passend aufnimmt.
2. Schwenkhebelbetätigung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Entriegelungsbewegung der Hakeneinrichtung gegen Federkraft (68) erfolgt.
3. Schwenkhebelbetätigung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Hakeneinrichtung und der die Hakeneinrichtung betätigenden Hebelanordnung
eine Freilaufeinrichtung vorgesehen ist.
4. Schwenkhebelbetätigung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel gegen Federkraft in die Mulde einschwenkbar ist.
5. Schwenkhebelbetätigung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel auch eine werkzeugbetätigbare Verriegelung (76) aufweist.
6. Schwenkhebelbetätigung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mulde (18) zwei durch das Türblatt (14) oder dgl. hindurchreichende Vorsprünge
aufweist, wobei der eine Vorsprung eine Lagerung für die Verschlußwelle bildet, während
der andere Vorsprung (39) die Hintergrifffläche für die Hakeneinrichtung (58) umfaßt.
7. Schwenkhebelbetätigung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (188) Umfangsgewinde bilden, auf die Befestigungsmuttern (90, 190)
aufschraubbar sind, die das Türblatt oder dgl. zwischen sich und der Mulde (438) einklemmen.
8. Schwenkhebelbetätigung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge rechteckigen Querschnitt aufweisen und auf sie Deckeleinrichtungen
oder Schloßkasteneinrichtungen (11) aufschraubbar sind, die zwischen sich und der
Mulde (18) das Türblatt (14) einklemmen.
9. Schwenkhebelbetätigung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur Betätigung eines Flachstangenverschlusses, eines Rundstangenverschlusses,
und/oder eines Vorreiberverschlusses eingesetzt ist.
1. A pivot lever actuation which can be secured in the pivoted-in state, for the locking
of control cabinet doors or the like, with a trough (218, 318, 418) able to be placed
on the outer surface of the door or the like, in which the activating mechanism for
the locking, such as a gear wheel activation, lever activation or locking shaft (20)
is arranged, at which activating mechanism an actuating lever (228, 428) is linked around an axle (30), running parallel to the bearing surface of the trough, in such a manner as to be
able to be pivoted out of the trough (218, 318, 418), whereby, at the actuating lever (228, 428) a hook mechanism (158, 258, 458) is provided,
which, when the actuating lever (228, 428) is pivoted in, engages with a rear gripping
surface (160) of the trough (218, 318, 418) and thereby holds the actuating lever
in the pivoted-in position, and whereby the actuating lever, at its free end, protrudes
over the trough and the actuating lever carries a releasing mechanism with an actuating
surface for the hook mechanism, characterised in that the upper surface, directed away from the door, of the actuating lever (228, 428) which has pivoted into the trough, near its free end, returns back in the direction
of the door, that a lug (140, 240, 340) comes out of the trough, at the free end of
which a loop (142) is arranged such that, when the actuating lever (228, 428) has
pivoted into the trough (218, 318, 418), the lug (140, 240, 340) reaches through an
aperture (144, 344) in the actuating lever and a padlock (48) which is hung through
the loop prevents the actuating lever from pivoting out, that the actuating lever
(228, 428) forms a returning surface in the area of the aperture, which returning
surface receives the clip (46) which penetrates through the loop (142) of the padlock
(48), in a fitting manner, that the trough (218, 318, 418), in the area of the clip
(46), also has an indentation which receives the clip in a fitting manner.
2. The pivot lever actuation according to Claim 1, characterised in that the releasing movement of the hook mechanism occurs against spring force (68).
3. The pivot lever actuation according to Claim 1, characterised in that, between the hook mechanism and the lever arrangement which actuates the hook mechanism,
a freewheel mechanism is provided.
4. The pivot lever actuation according to one of Claims 1 to 2, characterised in that the actuating lever is able to be pivoted into the trough against spring force.
5. The pivot lever actuation according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the actuating lever also has a locking mechanism (76) able to be actuated by a tool.
6. The pivot lever actuation according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the trough (18) has two protrusions which reach through the door leaf (14) or the
like, whereby one of the protrusions forms a bearing for the locking shaft, whilst
the other protrusion (39) includes the rear gripping surface for the hook mechanism
(58).
7. The pivot lever actuation according to Claims 1 to 6, characterised in that the protrusions (188) form peripheral threads, onto which mounting nuts (90, 190)
are able to be screwed, which clamp the door leaf or the like between themselves and
the trough (438).
8. The pivot lever actuation according to one of Claims 1 to 7, characterised in that the protrusions have a rectangular cross-section and that cap mechanisms or lock
socket mechanisms (11) are able to be screwed onto them, which clamp the door leaf
(14) between themselves and the trough (18).
9. The pivot lever actuation according to one of Claims 1 to 8, characterised in that it is used to actuate a flat rod lock, a rounded rod lock and/or a sash lock.
1. Commande à levier pivotant verrouillable après pivotement vers l'intérieur pour la
fermeture de portes d'armoires électriques ou analogues avec un creux (218, 318, 418)
pouvant être placé sur la surface extérieure de la porte ou analogue, dans lequel
est disposé le dispositif d'entraînement pour la serrure, tel qu'un entraînement à
roue dentée, à levier ou un arbre de fermeture (20), un levier de commande (228, 428)
étant articulé sur ledit dispositif d'entraînement de manière à pouvoir être pivoté
hors du creux (218, 318, 418) autour d'un axe (30) s'étendant parallèlement à la surface
de butée du creux, un dispositif à crochet (158, 258, 458) étant prévu sur le levier
de commande (228, 428), qui agrippe, lorsque le dispositif de commande (228, 428)
est pivoté vers l'intérieur, une surface d'agrippement (160) du creux (218, 318, 418)
et qui fixe ainsi le levier de commande dans la position pivotée vers l'intérieur
et le levier de commande étant en saillie en son extrémité libre par rapport au creux
et le levier de commande portant un dispositif de déverrouillage avec une surface
de commande pour le dispositif à crochet, caractérisée en ce que la surface supérieure, s'écartant de la porte, du levier de commande (228, 428) pivoté
dans le creux, à proximité de son extrémité libre, revient en arrière vers la porte,
en ce qu'un épaulement (140, 240, 340) part du creux, qui présente, en son extrémité libre,
un oeillet (142) tel que lorsque le levier de commande (228, 428) est pivoté dans
le creux (218, 318, 418), l'épaulement (140, 240, 340) passe dans un passage (144,
344) dans le levier de commande et un cadenas (48) suspendu à l'oeillet empêche le
pivotement du levier de commande, en ce que le levier de commande (228, 428) forme au niveau du passage une surface en retrait
qui reprend de manière adaptée la boucle (46) du cadenas (48) passée dans l'oeillet
(142), en ce que le creux (218, 318, 418) présente également, au niveau de la boucle (46) un creux
qui reprend la boucle de manière adaptée.
2. Commande à levier pivotant selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le mouvement de déverrouillage du dispositif à crochet est réalisé contre une force
de ressort (68).
3. Commande à levier pivotant selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'on a prévu, entre le dispositif à crochet et le dispositif à levier commandant le
dispositif à crochet, un dispositif à mouvement libre.
4. Commande à levier pivotant selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le levier de commande peut être pivoté dans le creux contre une force de ressort.
5. Commande à levier pivotant selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le levier de commande présente également un verrouillage (76) pouvant être commandé
par un outil.
6. Commande à levier pivotant selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le creux (18) présente deux parties en saillie passant dans la feuille de porte (14)
ou analogue, une partie en saillie formant un logement pour l'arbre de fermeture alors
que l'autre partie en saillie (39) comprend la surface d'agrippement pour le dispositif
à crochet (58).
7. Commande à levier pivotant selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que les parties en saillie (188) forment des filetages périphériques sur lesquels on
peut visser des écrous de fixation (90, 190) qui enserrent la feuille de porte ou
analogue entre eux et le creux (438).
8. Commande à levier pivotant selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que les parties en saillie présentent une section rectangulaire et qu'on peut y visser
des dispositifs à couvercle ou des dispositifs à boîtier de serrure (11) qui enserrent
la feuille de porte (14) entre eux et le creux (18).
9. Commande à levier pivotant selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'elle est utilisée pour commander une serrure à tige plate, une serrure à tige ronde
et/ou une serrure à verrou.