| (19) |
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(11) |
EP 0 941 399 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.01.2003 Patentblatt 2003/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.07.1998 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F02M 53/04 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9801/888 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9901/7015 (08.04.1999 Gazette 1999/14) |
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| (54) |
WÄRMESCHUTZHÜLSE
HEAT PROTECTIVE JACKET
GAINE DE PROTECTION THERMIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
30.09.1997 DE 19743103
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.09.1999 Patentblatt 1999/37 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- TRUTSCHEL, Ralf
D-70806 Kornwestheim (DE)
- PILGRAM, Guido
D-71701 Schwieberdingen (DE)
- NORGAUER, Rainer
D-71642 Ludwigsburg (DE)
- PREUSSNER, Christian
D-71706 Markgröningen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 451 458 DE-C- 19 546 134
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DE-A- 3 000 061 GB-A- 759 524
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Wärmeschutzhülse für ein in eine Aufnahmebohrung eines
Zylinderkopfes einer Brennkraftmaschine einsetzbares Brennstoffeinspritzventil zur
direkten Einspritzung von Brennstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine, insbesondere
für ein Benzin-Direkteinspritzventil oder Diesel-Direkteinspritzventil.
[0002] Die Erfindung geht aus von einer Wärmeschutzhülse nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Es ist bereits aus der DE 30 00 061 C2 bekannt, eine Wärmeschutzhülse an dem Düsenkörper
eines Brennstoffeinspritzventils vorzusehen. Ein Flansch der Wärmeschutzhülse ist
in eine Innenrille des Brennstoffeinspritzventils eingesetzt und mittels eines Dichtrings
gegen die Aufnahmebohrung des Zylinderkopfes abgedichtet. Am abspritzseitigen Ende
weist die Wärmeschutzhülse einen ringförmigen, nach innen gebogenen Kragen auf, an
welchem sich ein elastischer Wärmeschutzring abstützt. Der Wärmeschutzring ist zwischen
dem abspritzseitigen Ende des Düsenkörpers des Brennstoffeinspritzventils und dem
ringförmigen, nach innen gebogenen Kragen der Wärmeschutzhülse angeordnet.
[0003] Bei einer aus der GB-PS 759 524 bekannten Brennstoffeinspritzdüse ist ein zwischen
einer Stirnfläche des Düsenkörpers und einem Kragen einer Spannmutter eingelegtes,
nachgiebiges Wärmeschutzglied als scheibenförmiger Wärmeschutzring aus einem wärmeisolierenden
Werkstoff gebildet. Um die von dem Kragen und von dem Düsenkörper nicht bedeckte Innenseite
des Wärmeschutzrings vor dem Angriff von Verbrennungsgasen zu schützen, ist diese
Innenseite von einem aus einem dünnen Metallblech geformten Ring mit U-förmigem Querschnitt
eingefaßt.
[0004] Bei der gattungsgemäßen Wärmeschutzhülse ist nachteilig, daß diese einen relativ
großen Montageaufwand erfordert, da die Wärmeschutzhülse an dem Brennstoffeinspritzventil
vormontiert werden muß. Ferner ist zur Abdichtung der Aufnahmebohrung des Zylinderkopfes
gegen die Verbrennungsgase ein zusätzlicher Dichtring erforderlich, wodurch der Fertigungs-
und Montageaufwand und nicht zuletzt der Kostenaufwand erhöht wird. Eine Abführung
der an dem Düsenkörper infolge der Verbrennung der Brennkraftmaschine entstehenden
Wärme über die Wärmeschutzhülse zu dem Zylinderkopf, ist bei der bekannten Ausgestaltung
der Wärmeschutzhülse nur begrenzt möglich.
[0005] Aus der DE 195 46 134 C1 ist bereits eine Kraftstoffeinspritzdüse für Brennkraftmaschinen
bekannt, die einen Düsenkörper und am brennraumseitigen Ende des Düsenkörpers eine
Hülse aufweist. Die Hülse ist plastisch verformbar ausgebildet, so dass sich bei Temperaturerhöhungen
die Kontaktfläche zwischen der Hülse und dem Düsenkörper verringert. Eine wesentliche
Aufgabe besteht darin, dass der abzuspritzende Kraftstoffstrahl nur mit so viel Wärme
befrachtet wird, dass sich keine festen Ablagerungen im Düsenleitungsbereich bilden
und keine Dampfblasen entstehen. Die Wärme soll dabei nicht durch Umwandlung hochwertiger
mechanischer Energie (Kraftstoffpumpe), sondern aus einem zwangsläufigen Wärmeübergang
der Brenngase des Brennraums an dem Düsenkörper gewonnen werden. Um die heißen Brenngase
wirksam der Hülse zuzuführen, ragt der Düsenkörper zusammen mit der Hülse ohne Wandungskontakt
zum Zylinderkopf in den Brennraum hinein. Die Umbördelungen bzw. Einrollungen an den
Enden der Hülse haben lediglich Befestigungsfunktionen und keine Wärmekopplungsfunktion
zum Zylinderkopf hin.
Vorteile der Erfindung
[0006] Die erfindungsgemäße Wärmeschutzhülse mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß die Montage erheblich erleichtert wird. Durch einen
umgelegten Abschnitt ist die erfindungsgemäße Wärmeschutzhülse in diesem Bereich radial
elastisch ausgebildet. Die Wärmeschutzhülse liegt daher im Bereich des umgelegten
Abschnitts sowohl an dem Düsenkörper des Brennstoffeinspritzventils als auch an der
Aufnahmebohrung des Zylinderkopfes elastisch an. Durch einen konischen Abschnitt der
Wärmeschutzhülse, die an einem sich verjüngenden Abschnitt des Düsenkörpers eng anliegt,
wird eine axiale Kraftübertragung von dem Düsenkörper des Brennstoffeinspritzventils
auf die Wärmeschutzhülse ermöglicht. Durch die konische Ausbildung ist dabei eine
Selbstzentrierung gewährleistet. Ferner bewirkt die konische Ausbildung bei der Montage
eine gewisse Aufweitung des radial elastischen, umgelegten Abschnitts, so daß die
axiale Montagekraft verringert wird.
[0007] Der umgelegte Abschnitt gewährleistet wegen seiner engen Anlage sowohl an dem Düsenkörper
als auch an der Aufnahmebohrung für das Brennstoffeinspritzventil eine ausreichende
Abdichtung der Aufnahmebohrung des Zylinderkopfes gegen die in dem Brennraum der Brennkraftmaschine
entstehenden Verbrennungsgase. Ein zusätzlicher Dichtring ist für die Abdichtung nicht
erforderlich. Durch die elastische Anlage des umgelegten Abschnitts sowohl an dem
Düsenkörper des Brennstoffeinspritzventils als auch an der Aufnahmebohrung des Zylinderkopfes
wird hier eine gute Wärmekopplung zwischen dem Düsenkörper des Brennstoffeinspritzventils
und dem Zylinderkopf erreicht, wodurch einer Überhitzung des Düsenkörpers entgegengewirkt
wird.
[0008] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Wärmeschutzhülse möglich. Wenn
zwischen einer inneren Lage und einer äußeren Lage des umgelegten Abschnitts ein Spalt
ausgebildet ist, ergibt sich eine besonders hohe radiale Elastizität des umgelegten
Abschnitts. Dabei kann der umgelegte Abschnitt im Querschnitt U-förmig gebogen sein.
Wenn sich der umgelegte Abschnitt unmittelbar an den konischen Abschnitt des Hülsenkörpers
anschließt, ergibt sich eine besonders wirkungsvolle Aufweitung des umgelegten Abschnitts
bei der Montage des Brennstoffeinspritzventils. Wenn der Hülsenkörper einen hohlzylinderförmigen
Abschnitt aufweist, dessen Innendurchmesser größer bemessen ist als der Außendurchmesser
des im montierten Zustand in den hohlzylinderförmigen Abschnitt eingeschobenen Abschnitts
des Düsenkörpers ergibt sich in diesem Bereich ein ausreichendes Spiel zwischen dem
Düsenkörper des Brennstoffeinspritzventils und der Aufnahmebohrung in dem Zylinderkopf.
[0009] Ein an dem dem abspritzseitigen Ende gegenüberliegenden Ende angeformter Kragen ergibt
einen Anschlag der Wärmeschutzhülse an einer Stufe der als Stufenbohrung ausgebildeten
Aufnahmebohrung des Zylinderkopfes, welcher die Montageendposition des Brennstoffeinspritzventils
in der Wärmeschutzhülse festlegt. Der Hülsenkörper und der Kragen können vorzugsweise
als einstückiges, tiefgezogenes Blechteil ausgebildet sein, was besonders kostengünstig
herstellbar ist. Der umgelegte Abschnitt ist durch Bördeln oder Biegen ebenfalls kostengünstig
herstellbar.
Zeichnung
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein mit einer erfindungsgemäßen Wärmeschutzhülse in eine Aufnahmebohrung eines Zylinderkopfes
eingesetztes Brennstoffeinspritzventil, wobei die Wärmeschutzhülse und der nur auszugsweise
dargestellte Zylinderkopf geschnitten dargestellt sind; und
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts II in Fig. 1.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0011] In Fig. 1 ist ein Zylinderkopf 1 einer Brennkraftmaschine auszugsweise geschnitten
dargestellt. In dem Zylinderkopf 1 ist eine als Stufenbohrung ausgebildete Aufnahmebohrung
2 ausgebildet, die sich bis zu einem Brennraum 3 symmetrisch zu einer Längsachse 4
erstreckt. In die Aufnahmebohrung 2 des Zylinderkopfes 1 ist ein Brennstoffeinspritzventil
5 eingesetzt. Das Brennstoffeinspritzventil 5 dient dem direkten Einspritzen von Brennstoff,
z. B. Benzin- oder Dieselbrennstoff, in den Brennraum 3 der Brennkraftmaschine. Das
Brennstoffeinspritzventil 5 ist vorzugsweise über ein elektrisches Verbindungskabel
6 elektromagnetisch betätigbar. Der Brennstoff tritt über einen Brennstoff-Zulaufstutzen
7 in das Brennstoffeinspritzventil 5 ein. An seinem abspritzseitigen Ende 8 weist
das Brennstoffeinspritzventil 5 einen Düsenkörper 9 auf, der eine oder mehrere Abspritzöffnungen
zum Einspritzen des Brennstoffs in den Brennraum 3 der Brennkraftmaschine aufweist.
An dem Düsenkörper 9 ist ein sich in Richtung auf das abspritzseitige Ende 8 verjüngender,
konischer Abschnitt 10 ausgebildet.
[0012] Um den Düsenkörper 9 gegen eine Überhitzung zu schützen, ist eine geschnitten dargestellte,
erfindungsgemäß ausgebildete Wärmeschutzhülse 11 in der Aufnahmebohrung 2 vorgesehen.
Die Wärmeschutzhülse 11 gliedert sich in einen sich im wesentlichen axial zu der Längsachse
4 erstreckenden Hülsenkörper 12 und einen vorzugsweise radial zu der Längsachse 4
des Hülsenkörpers 12 nach außen ragenden oberen Kragen 13. Der Hülsenkörper 12 und
der Kragen 13 können als umlaufender, in Umfangsrichtung vollständig geschlossener
Körper ausgebildet sein. Es ist jedoch auch möglich, den Hülsenkörper 12 und den Kragen
13 mit einem axialen Längsschlitz zu versehen, um die radiale Elastizität der erfindungsgemäßen
Wärmeschutzhülse 11 weiter zu verbessern.
[0013] Der Kragen 13 stützt sich an einer ersten Stufe 14 der als Stufenbohrung ausgebildeten
Aufnahmebohrung 2 des Zylinderkopfes 1 ab und legt damit die Einschubtiefe des Hülsenkörpers
12 in einen sich zwischen der ersten Stufe 14 und einer zweiten näher zum Brennraum
3 liegenden Stufe 15 der als Stufenbohrung ausgebildeten Aufnahmebohrung 2 erstreckenden
Teilabschnitt 16 der Aufnahmebohrung 2 fest. Der Teilabschnitt 16 kann einen sich
in Richtung auf den Brennraum 3 verjüngenden Abschnitt 17 nahe der Stufe 14 aufweisen,
wodurch das Einführen der Wärmeschutzhülse 11 und des Düsenkörpers 9 des Brennstoffeinspritzventils
5 erleichtert wird.
[0014] An seinem abspritzseitigen Ende 18 weist der Hülsenkörper 12 einen zweilagig ausgebildeten,
umgelegten Abschnitt 19 auf. Der umgelegte Abschnitt ist z. B. durch Biegen oder Bördeln
herstellbar. Ferner ist ein sich in Richtung auf das abspritzseitige Ende 18 verjüngender,
konischer Abschnitt 20 vorgesehen, der im monierten Zustand an dem sich verjüngenden,
konischen Abschnitt 10 des Düsenkörpers 9 des Brennstoffeinspritzventils 5 eng anliegt.
[0015] Die Ausbildungen des umgelegten Abschnitts 19 und des konischen Abschnitts 20 sind
aus Fig. 2 besser zu ersehen, welche den Bereich II in Fig. 1 vergrößert darstellt.
Bereits beschriebene Elemente sind mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen, so
daß sich insoweit eine wiederholende Beschreibung erübrigt.
[0016] Der umgelegte Abschnitt 19 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel an dem abspritzseitigen
Ende 18 des Hülsenkörpers 12 U-förmig gebogen, so daß der Hülsenkörper 12 in dem Bereich
des umgelegten Abschnitts 19 zweilagig ausgebildet ist. Vorzugsweise liegt eine innere
Lage 30 elastisch eng an dem Düsenkörper 9 an, während eine äußere Lage 31 des vorzugsweise
nach außen umgelegten Abschnitts 19 an der Aufnahmebohrung 2 des Zylinderkopfes 1
elastisch eng anliegt. Durch die enge Anlage der inneren Lage 30 an dem Düsenkörper
9 und der äußeren Lage 31 an der Aufnahmebohrung 2 wird eine gute Wärmekopplung des
Düsenkörpers 9 mit dem Zylinderkopf 1 in diesem Bereich erzielt und einer Überhitzung
der weiter stromaufwärtigen, dem Brennraum 3 abgelegenen Bereiche des Brennstoffeinspritzventils
5 entgegengewirkt. Vorzugsweise ist zwischen der inneren Lage 30 und der äußeren Lage
31 des umgelegten Abschnitts 19 ein Spalt 32 ausgebildet, wodurch die radiale Elastizität
des umgelegten Abschnitts 19 weiter verbessert wird.
[0017] Zwischen dem abspritzseitigen Ende 18 des Hülsenkörpers 12 und der zweiten Stufe
15 der als Stufenbohrung ausgebildeten Aufnahmebohrung 2 des Zylinderkopfes 1 ist
vorzugsweise ein mit a gekennzeichneter Abstand vorgesehen, so daß die Montageendposition
der Wärmeschutzhülse 11 in der Aufnahmebohrung 2 durch den Anschlag des Kragens 13
an der ersten Stufe 14 der Aufnahmebohrung 2 in eindeutiger Weise festgelegt ist.
Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, daß die Montageendposition durch einen Anschlag
des abspritzseitigen Endes 18 des Hülsenkörpers 12 an der zweiten Stufe 15 der Aufnahmebohrung
2 vorgegeben ist. Der Kragen 13 kann dann entfallen.
[0018] Wie bereits beschrieben, liegt ein sich in Richtung auf das abspritzseitige Ende
18 des Hülsenkörpers 12 verjüngender, konischer Abschnitt 20 an dem sich ebenfalls
verjüngenden, konischen Abschnitt 10 des Düsenkörpers 9 im in Fig. 2 dargestellten
montierten Zustand eng an. Dadurch wird eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem
Düsenkörper 9 und der erfindungsgemäßen Wärmeschutzhülse 11 geschaffen, so daß die
Wärmeschutzhülse 11 mit dem Brennstoffeinspritzventil 5 bei der Montage axial mitgeführt
wird, bis der Kragen 13 an der ersten Stufe 14 der Aufnahmebohrung 2 anschlägt. Der
konische Abschnitt 20 ist dabei vorzugsweise unmittelbar benachbart zu dem umgelegten,
zweilagigen Abschnitt 19 angeordnet, so daß bei der Montage eine geringfügige elastische
Aufweitung des umgelegten Abschnitts 19 bewirkt wird, wodurch die axiale Montagekraft
verringert wird.
[0019] Durch die enge Anlage der inneren Lage 30 des umgelegten Abschnitts 19 an dem Düsenkörper
9 und der äußeren Lage 31 des umgelegten Abschnitts 19 an der Aufnahmebohrung 2 des
Zylinderkopfes 1 wird eine wirksame Abdichtung zwischen dem Düsenkörper 9 und dem
Zylinderkopf 1 gegen die in dem Brennraum 3 erzeugten Verbrennungsgase erzielt. Ein
zusätzliches Bauteil, insbesondere ein zusätzlicher Dichtring, sind dabei nicht erforderlich.
Da der umgelegte Abschnitt 19 vorzugsweise aus Metall gebildet ist, ist diese durch
den umgelegte Abschnitt 19 gebildete Dichtung im Vergleich zu einem aus einem gummielastischen
Material gebildeten Dichtring auch äußerst wärmebeständig.
[0020] Der Hülsenkörper 12 weist vorzugsweise auf der dem umgelegte Abschnitt 19 abgelegenen
Seite des konischen Abschnitts 20 einen hohlzylinderförmigen Abschnitt 33 auf. Um
in diesem Bereich eine gewisse Wärmeisolation zu bewirken, liegt der hohlzylinderförmige
Abschnitt 33 an dem Düsenkörper 9 des Brennstoffeinspritzventils 5 nicht eng und bündig
an, sondern ist von dem Düsenkörper 9 durch einen ringförmigen Spalt 34 beabstandet.
Der Spalt 34 entsteht, weil der hohlzylinderförmige Abschnitt 33 einen Innendurchmesser
D aufweist, der größer bemessen ist als der Außendurchmesser d des von dem hohlzylinderförmigen
Abschnitt 33 umschlossenen Bereichs des Düsenkörpers 9. Der hohlzylinderförmige Abschnitt
33 kann an der Aufnahmebohrung 2 des Zylinderkopfes 1 bündig anliegen. Durch das Zusammenwirken
des sich verjüngenden, konischen Abschnitts 10 des Düsenkörpers 9 und des sich verjüngenden,
konischen Abschnitts 20 des Hülsenkörpers 12 ergibt sich eine Selbstzentrierung des
Düsenkörpers 9 innerhalb des hohlzylinderförmigen Abschnitts 33 des Hülsenkörpers
12, so daß der Düsenkörper 9 von dem hohlzylinderförmigen Abschnitt 33 im wesentlichen
gleichmäßig beabstandet ist.
[0021] Der Hülsenkörper 12 kann mitsamt dem Kragen 13 als ein einstückiges Blechteil ausgebildet
sein. Die erfindungsgemäße Wärmeschutzhülse 11 kann daher durch Tiefziehen oder auch
durch Walzen in einem kostengünstigen, voll- oder teilautomatischen Fertigungsverfahren
gefertigt werden. Eine aufwendige Vormontage der erfindungsgemäßen Wärmeschutzhülse
11 an dem Brennstoffeinspritzventil 5 ist nicht erforderlich. Bei der Montage wird
entweder die Wärmeschutzhülse 11 auf den Düsenkörper 9 des Brennstoffeinspritzventils
5 zumindest teilweise aufgeschoben und die Einheit aus Brennstoffeinspritzventil 5
und Wärmeschutzhülse 11 wird in die Aufnahmebohrung 2 eingeführt oder die Wärmeschutzhülse
11 wird in die Aufnahmebohrung 2 eingelegt, bevor der Düsenkörper 9 in die Aufnahmebohrung
2 eingeführt wird. Die durch den umgelegten Abschnitt 19 erzielte Elastizität der
Wärmeschutzhülse 11 begrenzt dabei die erforderliche, in axialer Richtung aufzubringende
Montagekraft.
[0022] Wie beschrieben, vereinigt die erfindungsgemäße Wärmeschutzhülse 11 die Funktionen
einer erleichterten Montage, einer wirksamen Abdichtung gegen die Verbrennungsgase
und einer wirksamen Wärmeabführung.
1. Wärmeschutzhülse (11) für ein in eine Aufnahmebohrung (2) eines Zylinderkopfes (1)
einer Brennkraftmaschine einsetzbares Brennstoffeinspritzventil (5) zur direkten Einspritzung
von Brennstoff in den Brennraum (3) der Brennkraftmaschine mit einem einen Düsenkörper
(9) des Brennstoffeinspritzventils (5) zumindest teilweise umschließenden Hülsenkörper
(12), der an seinem abspritzseitigen Ende (18) einen umgelegten Abschnitt (19), in
welchem der Hülsenkörper (12) zweilagig ausgebildet ist, und einen sich in Richtung
auf das abspritzseitige Ende (18) verjüngenden konischen Abschnitt (20), der im montierten
Zustand an einem sich verjüngenden Abschnitt (10) des Düsenkörpers (9) eng anliegt,
aufweist, wobei der Hülsenkörper (12) so ausgebildet ist, daß im montierten Zustand
dessen zweilagiger, umgelegter Abschnitt (19) mit einer inneren Lage (30) an den Düsenkörper
(9) des Brennstoffeinspritzventils (5) eng anlegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Hülsenkörper (12) im Bereich des umgelegten Abschnitts (19) radial elastisch ausgebildet
ist, so dass eine äußere Lage (31) des umgelegten Abschnitts (19) an der Wandung der
Aufnahmebohrung (2) des Zylinderkopfes (1) eng anlegbar ist.
2. Wärmeschutzhülse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der inneren Lage (30) und der äußeren Lage (31) des zweilagigen, umgelegten
Abschnitts (19) ein Spalt (32) ausgebildet ist.
3. Wärmeschutzhülse nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hülsenkörper (12) an seinem abspritzseitigen Ende (18) zur Ausbildung des zweilagigen,
umgelegten Abschnitts (19) U-förmig gebogen ist.
4. Wärmeschutzhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich der umgelegte Abschnitt (19) des Hülsenkörpers (12) unmittelbar in stromabwärtiger
Richtung an den konischen Abschnitt (20) des Hülsenkörpers (12) anschließt.
5. Wärmeschutzhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hülsenkörper (12) einen hohlzylinderförmigen Abschnitt (33) aufweist, der sich
an den konischen Abschnitt (20) auf der dem umgelegten Abschnitt (19) abgelegenen
Seite anschließt.
6. Wärmeschutzhülse nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Innendurchmesser (D) des hohlzylinderförmigen Abschnitts (33) größer bemessen
ist als ein Außendurchmesser (d) eines im montierten Zustand in den hohlzylinderförmigen
Abschnitt (33) eingeschobenen Abschnitts des Düsenkörpers (9).
7. Wärmeschutzhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmeschutzhülse (11) einen Kragen (13) aufweist, der sich an den Hülsenkörper
(12) an dessen dem abspritzseitigen Ende (18) abgewandten Ende anschließt.
8. Wärmeschutzhülse nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kragen (13) sich senkrecht zu einer Längsachse (4) des Hülsenkörpers (12) erstreckt.
9. Wärmeschutzhülse nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hülsenkörper (12) und der Kragen (13) einstückig als vorzugsweise tiefgezogenes
Blechteil ausgebildet sind.
10. Wärmeschutzhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der umgelegte Abschnitt (19) durch Bördeln oder Biegen herstellbar ist.
1. Heat protection jacket (11) for a fuel injection valve (5) capable of being inserted
into a receiving bore (2) of a cylinder head (1) of an internal combustion engine
and intended for the direct injection of fuel into the combustion space (3) of the
internal combustion engine, with a jacket body (12) which at least partially surrounds
a nozzle body (9) of the fuel injection valve (5) and has, at the injection-side end
(18) of said jacket, a folded-round portion (19), in which the jacket body (12) has
a two-ply form, and a conical portion (20) which narrows in the direction of the injection-side
end (18) and which, in the assembled state, comes to bear snugly against a narrowing
portion (10) of the nozzle body (9), the jacket body (12) being designed in such a
way that, in the assembled state, its two-ply folded-round portion (19) can be brought
to bear snugly with an inner ply (30) against the nozzle body (9) of the fuel injection
valve (5), characterized in that the jacket body (12) is designed radially elastically in the region of the folded-round
portion (19), so that an outer ply (31) of the folded-round portion (19) is capable
of coming to bear snugly against the wall of the receiving bore (2) of the cylinder
head (1).
2. Heat protection jacket according to Claim 1, characterized in that a gap (32) is formed between the inner ply (30) and the outer ply (31) of the two-ply
folded-round portion (19).
3. Heat protection jacket according to one of Claims 1 and 2, characterized in that the jacket body (12) is bent in a U-shaped manner at its injection-side end (18)
to form the two-ply folded-round portion (19).
4. Heat protection jacket according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the folded-round portion (19) of the jacket body (12) directly adjoins the conical
portion (20) of the jacket body (12) in the downstream direction.
5. Heat protection jacket according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the jacket body (12) has a hollow-cylindrical portion (33) which adjoins the conical
portion (20) on the side remote from the folded-round portion (19).
6. Heat protection jacket according to Claim 5, characterized in that an inside diameter (D) of the hollow-cylindrical portion (33) is dimensioned larger
than an outside diameter (d) of a portion of the nozzle body (9) which, in the assembled
state, is pushed into the hollow-cylindrical portion (33).
7. Heat protection jacket according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the heat protection jacket (11) has a collar (13) which adjoins the jacket body (12)
at its end facing away from the injection-side end (18).
8. Heat protection jacket according to Claim 7, characterized in that the collar (13) extends perpendicularly to a longitudinal axis (4) of the jacket
body (12).
9. Heat protection jacket according to Claim 7 or 8, characterized in that the jacket body (12) and the collar (13) are produced in one piece as a preferably
deep-drawn sheet-metal part.
10. Heat protection jacket according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the folded-round portion (19) can be produced by flanging or bending.
1. Gaine de protection thermique (11) pour un injecteur (5) pouvant être monté dans un
alésage d'accueil (2) d'une culasse (1) de moteur à combustion interne, afin d'injecter
directement du carburant dans une chambre de combustion (3) du moteur, dans laquelle
:
- entourant au moins en partie le corps de buse (9) de l'injecteur de carburant (5),
un corps de gaine (12) présente à son extrémité (18) située vers l'injection, une
partie rabattue (19) dans laquelle le cors de gaine (12) comporte deux couches, ainsi
qu'une partie conique (20) qui va en se rétrécissant en direction de l'extrémité (18)
située vers l'injection et qui, à l'état monté, est étroitement appliquée sur une
partie correspondante (10) du corps de buse (9),
- le corps de gaine (12) est configuré de manière qu'à l'état monté, dans sa partie
(19) rabattue à deux couches, la couche interne (30) peut être étroitement appliquée
sur le corps de buse (9) de l'injecteur (5),
caractérisée en ce que
le corps de gaine (12) dans la zone de sa partie rabattue (19) est élastique radialement,
de sorte que la couche externe (31) de cette partie (19) peut être étroitement appliquée
sur la paroi de l'alésage d'accueil (2) de la culasse (1).
2. Gaine de protection thermique selon la revendication 1,
caractérisée en ce qu'
il existe une fente (32) entre la couche interne (30) et la couche externe (31) de
la partie rabattue à deux couches (19).
3. Gaine de protection thermique selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisée en ce que
le corps de gaine (12), à son extrémité (18) située vers l'injection, est replié en
forme de U pour créer la partie rabattue à deux couches (19).
4. Gaine de protection thermique selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
la partie rabattue (19) du corps de gaine (12) fait suite directement, dans le sens
opposé à l'écoulement, à la partie conique (20) du corps de gaine (12).
5. Gaine de protection thermique selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
le corps de gaine (12) présente une partie cylindrique creuse (33) qui fait suite
à la partie conique (20) du côté opposé à la partie rabattue (19).
6. Gaine de protection thermique selon la revendication 5,
caractérisée en ce que
le diamètre intérieur (D) de la partie cylindrique creuse (33) est supérieur au diamètre
extérieur (d) d'une partie du corps de buse (9) qui, à l'état monté, est à l'intérieur
de la partie cylindrique creuse (33).
7. Gaine de protection thermique selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce qu'
elle présente un col (13) raccordé au corps de gaine (12) à l'extrémité de celui-ci
qui est éloignée de l'extrémité (18) située vers l'injection.
8. Gaine de protection thermique selon la revendication 7,
caractérisée en ce que
le col (13) s'étend perpendiculairement à l'axe longitudinal (4) du corps de gaine
(12).
9. Gaine de protection thermique selon l'une quelconque des revendications 7 ou 8,
caractérisée en ce que
le corps de gaine (12) et le col (13) sont constitués en une seule pièce, de préférence
en tôle formée par étirage.
10. Gaine de protection thermique selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que
la partie rabattue (19) peut être réalisée par bordage ou pliage.

