| (19) |
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(11) |
EP 0 941 403 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.12.2001 Patentblatt 2001/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.10.1997 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9705/870 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9823/860 (04.06.1998 Gazette 1998/22) |
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| (54) |
AXIALKOLBENMASCHINE MIT LAGERSPÜLUNG
AXIAL PISTON MOTOR WITH BEARING FLUSHING
MOTEUR A PISTONS AXIAUX A RIN AGE DES PALIERS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
27.11.1996 DE 19649195
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.09.1999 Patentblatt 1999/37 |
| (73) |
Patentinhaber: BRUENINGHAUS HYDROMATIK GMBH |
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89275 Elchingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MOYA, Juan
D-72160 Horb (DE)
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| (74) |
Vertreter: Körfer, Thomas, Dipl.-Phys. |
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Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, Sonnenstrasse 33 80331 München 80331 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 728 945 DE-A- 2 625 730
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DE-A- 2 207 658 DE-A- 3 134 537
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Axialkolbenmaschine in Schwenkschlittenbauweise mit einer
internen Lagerspülung.
[0002] Die Erfindung geht aus von einer Axialkolbenmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, wie sie z.B. aus der DE 42 15 869 C1 oder EP-A-728945 bekannt ist. Diese Druckschrift
offenbart eine Axialkolbenmaschine in Schwenkschlittenbauweise. Die bekannte Axialkolbenmaschine
umfaßt eine schwenkbare Zylindertrommel, und eine in einer Triebwellenlagerung gelagerte
Triebwelle. Die Triebwelle ist mit einem Triebwellenflansch verbunden, in welchem
in Zylinderbohrungen der Zylindertrommel bewegliche Kolben angelenkt sind und an welchem
sich die Zylindertrommel über einen Mittelzapfen abstützt. Ferner ist zwischen der
Zylindertrommel und einer stirnseitigen Abschlußplatte ein linsenförmiger Steuerspiegelkörper
vorgesehen, der Steuernieren zur zyklischen Verbindung der Zylinderbohrungen mit den
Arbeitsleitungen aufweist. Zum Verschwenken der Zylindertrommel mitsamt dem Steuerspiegelkörper
ist eine bei der DE 42 15 869 C1 im einzelnen nicht dargestellte Stelleinrichtung
vorgesehen. Um die Triebwellenlagerung mit Spülmittel zu versorgen, ist in dem Mittelzapfen
und in der Triebwelle ein Spülkanal vorgesehen. Das aufgrund der Lagerspülung aus
der Triebwellenlagerung ablaufende Lecköl wird durch ein an dem Triebwellenflansch
vorgesehenes Schaufelrad in Richtung auf eine Gehäuseöffnung abgefördert.
[0003] Aus der DE 36 38 890 C2 ist es bekannt, eine Axialkolbenmaschine in Schiefachsenbauweise
mit konstantem, nicht verstellbarem Verdrängungsvolumen mit einem Spülmittelkanal
zu versehen, welcher sich durch den Mittelzapfen und die Triebwelle erstreckt. Das
Spülmittel wird mittels einer druckabhängig verschiebbaren Ventilnadel aus der Niederdruck
führenden Steuerniere des Steuerteils entnommen.
[0004] Diese konstruktive Lösung läßt sich jedoch nicht bei Axialkolbenmaschinen in Schwenkschlittenbauweise
mit zur Veränderung des Verdrängungsvolumens verschwenkbarer Zylindertrommel einsetzen,
ohne daß sich in der Praxis nicht zu überwindende Probleme ergeben. Insbesondere hat
sich gezeigt, daß es zu Funktionsstörungen der Ventilnadel kommt, wenn der Steuerspiegelkörper
auch die Anschlagmittel aufschlägt, die jeweils das minimale und maximale Verdrängungsvolumen
festlegen. Durch dabei auftretende Stoßbelastungen verklemmt sich die Ventilnadel
und es kann zu Rissen in dem Steuerspiegelkörper kommen. Desweiteren hat sich die
aus der DE 36 38 890 C2 bekannte Lösung mit integrierter Ventilnadel auch deshalb
nicht bewährt, weil die für die Aufnahme der Spülnadel notwendigen Bohrungen und Ausnehmungen
zu einer Abschwächung des Steuerspiegelkörpers führen und die Speisedruckabsicherung
für das Spülmittel wegen der Rotation und der Schwenkbewegung der Zylindertrommel
und des Steuerspiegelkörpers nicht konstant ist. Ferner ist nachteilig, daß die Speisedruckeinstellung
für das Spülmittel nicht von außen eingestellt werden kann, da das Speisedruckventil
nicht von außen zugänglich ist, und das in dem Steuerspiegelkörper integrierte Spülventil
nenngrößenabhängig ist, da der Abstand der Steuernieren für jede Nenngröße der Axialkolbenmaschinen
verschieden ist. Auch hat sich gezeigt, daß die von dem in dem Steuerspiegelkörper
integrierten Spülventil in den Spülkanal eingeleitete Spülmittelmenge für manche Anwendungen
nicht ausreichend ist.
[0005] Aus den vorstehend genannten Gründen hat sich die aus der DE 36 38 890 C2 für Axialkolbenmaschinen
mit konstantem Verdrängungsvolumen bekannte Lösung bei Axialkolbenmaschinen mit variablem
Verdrängungsvolumen in Schwenkschlittenbauweise in der Praxis nicht bewährt.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für eine Axialkolbenmaschine in Schwenkschlittenbauweise
eine geeignete Spülmittelversorgung zur Verfügung zu stellen.
[0007] Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 in Verbindung
mit den gattungsbildenden Merkmalen gelöst.
[0008] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß der Spülmittelkanal für die Spülmittelversorgung
der Triebwellenlagerung und ggfs. zusätzlich für die Gehäusespülung in einfacher Weise
durch den Stellzapfen und den Steuerspiegelkörper hindurch bis an den Mittelzapfen
geführt werden kann. Das Spül- und Speisedruckventil kann dann außerhalb des Steuerspiegelkörpers
angeordnet sein, was die Konstruktion des Steuerspiegelkörpers wesentlich vereinfacht,
so daß die mechanische Festigkeit des Steuerspiegelkörpers durch die für die Ausbildung
des Spülkanals erforderlichen Maßnahmen nicht geschwächt wird. Zudem bietet sich der
Vorteil, daß ein extern vorsehbares Spül- und Speisedruckventil von außen einstellbar
ist und die in den Spülmittelkanal eingeleitete Spülmittelmenge an den tatsächlichen
Bedarf in einfacher Weise angepaßt werden kann.
[0009] Die Ansprüche 2 bis 8 beinhalten vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
[0010] Die Zentralbohrung des Steuerspiegelkörpers zur Aufnahme des Stellzapfens kann entsprechend
Anspruch 2 gleichzeitig Teil des Spülmittelkanals sein, so daß an dem Steuerspiegelkörper
zur Ausbildung des Spülmittelkanals keine konstruktiven Veränderungen notwendig sind.
In dem Stellzapfen kann entsprechend Anspruch 3 eine Bohrung ausgebildet sein, die
in diesem Bereich den Spülmittelkanal bildet und in die Zentralbohrung des Steuerspiegelkörpers
ausmündet. Die einzig notwendige Modifikation des Stellzapfens für den Spülmittelkanal
ist dabei die Ausbildung dieser Bohrung. Die Bohrung kann mit einem derart geringen
Durchmesser ausgebildet werden, daß die mechanische Festigkeit des Stellzapfens durch
diese Maßnahme unwesentlich, insbesondere um weniger als 1 %, geschwächt wird.
[0011] Die Stelleinrichtung kann entsprechend Anspruch 4 einen hydraulisch betätigbaren
Stellkolben aufweisen, in welchem eine Querbohrung ausgebildet ist, um den Stellzapfen
aufzunehmen. Der Stellkolben kann entsprechend Anspruch 5 in einer in einer Abschlußplatte
ausgebildeten Längsbohrung geführt sein, die mit einer Längsrille versehen ist, in
die die Bohrung des Stellzapfens entweder unmittelbar oder mittelbar über die Querbohrung
des Stellkolbens ausmündet. Die Längsrille gewährleistet dabei eine Spülmittelversorgung
in jeder Stellung des Stellkolbens und des in diesen eingesetzten Stellzapfens. Unabhängig
von der Schwenkposition der Zylindertrommel, des Steuerspiegelkörpers und des in den
Stellkolben eingesetzten Stellzapfens ist dabei eine Verbindung der Bohrung des Stellzapfens
mit der in der Abschlußplatte vorgesehenen Längsrille sichergestellt. Die Längsrille
kann entsprechend Anspruch 6 mit einer Zufuhrleitung für das Spülmittel verbunden
sein. Das Spül- und Speisedruckventil zur Einleitung des Spülmittels in den Spülmittelkanal
kann an der Ausmündung der Zuführleitung extern an der Abschlußplatte montiert sein.
Das Spül- und Speisedruckventil ist dabei besonders gut von außen zugänglich und einstellbar.
[0012] Entsprechend Anspruch 8 kann der erfindungsgemäße Spülmittelkanal neben einer Spülmittelversorgung
der Triebwellenlagerung gleichzeitig auch einer Gehäusespülung dienen. Dadurch ergibt
sich eine besonders günstige Wärmebilanz der Axialkolbenmaschine, da durch das Spülmittel
die Verlustwärme der Axialkolbenmaschine mit abgeführt wird.
[0013] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine;
und
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 1.
[0014] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine
in Schwenkschlittenbauweise in einem axialen Längsschnitt.
[0015] In einem Gehäuse 2 der Axialkolbenmaschine 1 ist eine Triebwelle 3 über zwei Wälzlager
4 und 5 drehbar gelagert. An die Triebwelle 3 ist ein Triebwellenflansch 6 im Ausführungsbeispiel
einstückig angeformt. In dem Gehäuseinnenraum 7 ist eine Zylindertrommel 8 um eine
Schwenkachse senkrecht zur Zeichenebene schwenkbar angeordnet. In der Zylindertrommel
8 sind mehrere auf einem Teilkreis mit gleichem Abstand angeordnete Zylinderbohrungen
9, 10 vorgesehen. In den Zylinderbohrungen 9, 10 sind Kolben 11, 12 verschiebbar geführt,
die außerhalb der Zylindertrommel 8 zu Kugelköpfen 13, 14 ausgeformt sind. Die Kugelköpfe
13, 14 der Kolben 11, 12 sind in sphärischen Lagern 15 des Triebwellenflansches 6
angelenkt.
[0016] Die Zylindertrommel 8 ist an dem Triebwellenflansch 6 über einen Mittelzapfen 16
drehbar und verschwenkbar gelagert. Zwischen einer Abschlußplatte 17 und der Zylindertrommel
8 ist an der dem Triebwellenflansch 6 abgewandten Seite der Zylindertrommel 8 ein
im Ausführungsbeispiel linsenförmig ausgebildeter Steuerspiegelkörper 18 angeordnet.
Die Zylindertrommel 8 ist über eine in dem Mittelzapfen 16 vorgesehene Feder 19 gegen
den Steuerspiegelkörper 18 bzw. die Abschlußplatte 17 vorgespannt. Der Mittelzapfen
16 weist ebenfalls einen Kugelkopf 20 auf, der in einem weiteren sphärischen Lager
21 des Triebwellenflansches 6 drehbar und schwenkbar gelagert ist.
[0017] Beim Verschwenken der in Fig. 1 in maximal ausgeschwenkter Position dargestellten
Zylindertrommel 8 dient der Steuerspiegelkörper 18 als Schwenkschlitten. Eine gegenüber
der Zylindertrommel 8 gelegene teilzylinderförmige oder sphärische Begrenzungsfläche
22 des Steuerspiegelkörpers 18 gleitet beim Verstellen der Zylindertrommel 8 an einer
entsprechend ausgeformten Gleitfläche 23 der Abschlußplatte 17 entlang. Dabei dient
die Stellschraube 24 der Einstellung des minimalen Verdrängungsvolumens der Axialkolbenmaschine
1.
[0018] Der Steuerspiegelkörper 18 weist eine Zentralbohrung 24 auf, in welche ein Stellzapfen
25 so eingesetzt ist, daß der Stellzapfen 25 zum Ausgleich der Schwenkbewegung des
Steuerspiegelkörpers 18 in dessen Zentralbohrung 24 schwenkbar und axial verschiebbar
ist.
[0019] Zur hydraulischen Verstellung des Schwenkwinkels der Zylindertrommel 8 ist eine allgemein
mit dem Bezugszeichen 26 versehene Stelleinrichtung vorgesehen, die einen in einer
Längsbohrung 27 der Abschlußplatte 17 verschiebbaren Stellkolben 28 umfaßt. Der Stellzapfen
25 ist in eine Querbohrung 29 des Stellkolbens 28 eingesetzt. Der Stellkolben 28 ist
über eine an einem Anschluß 30 anschließbare Stelldruckleitung mit einem Stelldruck
so beaufschlagbar, daß der Stellkolben 28 gegen eine Rückstellfeder 31 verschiebbar
ist. Dabei wird die Axialkolbenmaschine 1 in Richtung auf kleineres Verdrängungsvolumen
zurückgeschwenkt.
[0020] Erfindungsgemäß ist die Axialkolbenmaschine 1 mit einem Spülmittelkanal zur Spülmittelversorgung
der Triebwellenlagerung 4, 5 versehen. Der Spülmittelkanal umfaßt eine in der Abschlußplatte
17 vorgesehene Zuführleitung 40, an welcher ein Spül- und Speisedruckventil 41 angeschlossen
ist. Das Spül- und Speisedruckventil 41 ist extern an der Abschlußplatte 17 angeordnet
und zur Einstellung des Spülmitteldrucks und der Spülmittelmenge daher von außen leicht
zugänglich. Die Zuführleitung 40 mündet in eine Längsrille 42, die peripher an der
Längsbohrung 27 vorgesehen ist. Weiterhin ist in dem Stellzapfen 25 eine Bohrung 43
vorgesehen, die auf der dem Steuerspiegelkörper 18 abgelegenen Seite entweder unmittelbar
in die Längsrille 42 ausmündet oder, wie im in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel,
mittelbar über die Querbohrung 29 in die Längsrille 42 ausmündet. Die Länge der Längsrille
42 ist so bemessen, daß in jeder Schwenkstellung der Zylindertrommel 8 eine Verbindung
zwischen der Bohrung 43 des Stellzapfens 25 und der Längsrille 42 sichergestellt ist.
[0021] Zur besseren Verdeutlichung der Spülmittelkanalführung in diesem Bereich ist in Fig.
2 ein Schnitt entlang der Linie A-A dargestellt. Gezeigt ist ein Querschnitt der Abschlußplatte
17 und der in der Abschlußplatte 17 zur Führung des Stellkolbens 28 vorgesehenen Längsbohrung
27. Erkennbar ist ferner der nur ausschnittsweise dargestellte, in die Querbohrung
29 des Stellkolbens 28 eingesetzte Stellzapfen 25. Wie bereits beschrieben, weist
der Stellzapfen 25 eine axiale Bohrung 43 auf, die Teil des erfindungsgemäßen Spülmittelkanals
ist. Die Zuführleitung 40 ist, wie ebenfalls aus der Fig. 2 zu erkennen, mit der peripher
an der Längsbohrung 27 vorgesehenen Längsrille 42 verbunden. Die Bohrung 43 des Stellzapfens
25 mündet mittelbar über die in dem Bereich 44 durch den Stellzapfen 25 nicht ausgefüllte
Querbohrung 29 des Stellkolbens 28 in die Längsrille 42 aus. Es ist jedoch auch möglich,
daß die Bohrung 43 des Stellzapfens 25 in die Längsrille 42 unmittelbar ausmündet,
wenn der Stellzapfen 25 die Querbohrung 29 vollständig ausfüllt.
[0022] Durch die in dem Stellzapfen 25 vorgesehene Bohrung 43 wird die mechanische Festigkeit
des Stellzapfens 25 nur unwesentlich beeinträchtigt. Der Durchmesser der Bohrung 43
kann derart gering bemessen werden, daß sich eine Verringerung der mechanischen Festigkeit
von weniger als 1 % ergibt. Auch die mechanische Festigkeit des Steuerspiegelkörpers
18 wird durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen nicht beeinflußt, da die erfindungsgemäße
Lösung keine konstruktive Änderung des Steuerspiegelkörpers 18 notwendig macht.
[0023] Wie aus Fig. 1 zu erkennen, verläuft der Spülmittelkanal im weiteren durch die Zentralbohrung
24 des Steuerspiegelkörpers 18. Dabei ist hervorzuheben, daß die ohnehin vorhandene
Zentralbohrung 24 des Steuerspiegelkörpers 18 ohne weitere Modifikation auch die Aufgabe
der Zuleitung des Spülmittels übernimmt. Der Spülmittelkanal verläuft im weiteren
durch eine Axialbohrung 44 in der Zylindertrommel 8 und eine Bohrung 45 in dem Federteller
46, um in den Federraum 47 des Mittelzapfens 16 einzumünden. In dem Mittelzapfen 16
verläuft daran anschließend eine Zentralbohrung 48 von dem Federraum 47 bis zu dem
sphärischen Lager 21. In der Triebwelle 3 sind weitere Verbindungskanäle 49, 50 und
51 vorgesehen, die unmittelbar im Bereich der Wälzlager 4, 5 ausmünden. An dem sphärischen
Lager 21 sind sowohl die Zentralbohrung 48 des Mittelzapfens 16 als auch die Einmündung
des Verbindungskanals 49 mit trompetenförmigen Erweiterungen versehen, um sicherzustellen,
daß in jeder Verschwenkposition der Zylindertrommel 8 ein Spülmittelfluß ermöglicht
wird.
[0024] Nach Durchströmen der Triebwellenlagerung 4, 5 strömt das Spülmittel in den Gehäuseinnenraum
7 ein, um diesen über die Gehäuseöffnung 52 als Leckfluid zu verlassen. Dadurch wird
gleichzeitig eine Gehäusespülung gewährleistet, die u.a. der Wärmeabführung der Verlustwärme
dient. Auf diese Weise wird die Wärmebilanz der Axialkolbenmaschine 1 verbessert.
[0025] Der Spülmittelfluß ist zur besseren Veranschaulichung der Erfindung durch die in
Fig.1 eingezeichneten Pfeile dargestellt.
[0026] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel begrenzt. Insbesondere
könnte der Spülmittelzufluß zu dem Stellzapfen 25 auch in anderer Weise, z.B. über
den Stellkolben 28, erfolgen.
1. Axialkolbenmaschine (1) in Schwenkschlittenbauweise mit
einer schwenkbaren Zylindertrommel (8),
einer in einer Triebwellenlagerung (4, 5) gelagerten Triebwelle (3), die mit einem
Triebwellenflansch (6) verbunden ist, an welchem in Zylinderbohrungen (9, 10) der
Zylindertrommel (8) bewegliche Kolben (11, 12) angelenkt sind und an welchem sich
die Zylindertrommel (8) über einen Mittelzapfen (16) abstützt, wobei in dem Mittelzapfen
(16) und in der Triebwelle (3) ein Spülkanal (45, 47 bis 51) zur Spülmittelversorgung
der Triebwellenlagerung (4, 5) vorgesehen ist,
einem Steuerspiegelkörper (18) mit Steuernieren, um die Zylinderbohrungen (9, 10)
zyklisch mit einer Hoch- und einer Niederdruckleitung zu verbinden, und
einer Stelleinrichtung (26), durch deren Betätigung die Zylindertrommel (8) mitsamt
dem Steuerspiegelkörper (18) verschwenkbar ist, wobei die Stelleinrichtung (26) über
einen Stellzapfen (25) mit dem Steuerspiegelkörper (18) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Spülmittelkanal (43, 24 ) durch den Stellzapfen (25) und den Steuerspiegelkörper
(18) hindurch bis zu dem Mittelzapfen (16) geführt ist.
2. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerspiegelkörper (18) eine Zentralbohrung (24) aufweist, in welcher der Stellzapfen
(25) geführt ist und die Teil des Spülmittelkanals ist.
3. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Stellzapfen (25) eine Bohrung (43) ausgebildet ist, die Teil des Spülmittelkanals
ist und die in die Zentralbohrung (24) des Steuerspiegelkörpers (18) ausmündet.
4. Axialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (26) einen hydraulisch betätigbaren Stellkolben (28) umfaßt,
der eine Querbohrung (29) aufweist, in welche der Stellzapfen (25) eingesetzt ist.
5. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stellkolben (28) in einer in einer Abschlußplatte (17) ausgebildeten Längsbohrung
(27) geführt ist, die mit zumindest einer Längsrille (42) versehen ist, in die die
Bohrung (43) des Stellzapfens (25) unmittelbar oder mittelbar über die Querbohrung
(29) des Stellkolbens (28) ausmündet.
6. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Abschlußplatte (17) eine Zuführleitung (40) ausgebildet ist, um das Spülmittel
der Längsrille (42) zuzuführen.
7. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuführleitung (40) an ein Spül- und Speisedruckventil (41) angeschlossen ist.
8. Axialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch den Spülmittelkanal (40 - 43, 24, 44, 45, 47 - 51) gleichzeitig eine Gehäusespülung
erfolgt und das Spülmittel über eine Gehäuseöffnung (52) aus dem Gehäuse (2) der Axialkolbenmaschine
(1) austritt.
1. Axial piston machine (1) of the pivoting carriage type of construction, having
- a pivotable cylinder drum (8),
- a drive shaft (3) which is mounted in a drive shaft bearing arrangement (4, 5) and
is connected to a drive shaft flange (6) on which pistons (11, 12) movable in cylinder
bores (9, 10) in the cylinder drum (8) are articulated and on which the said cylinder
drum (8) is supported via a central journal (16), a flushing duct (45, 47 to 51) for
supplying the drive shaft bearing arrangement (4, 5) with flushing agent being provided
in the central journal (16) and in the drive shaft (3),
- a control mirror body (18) having control nodules in order to connect the cylinder
bores (9, 10) cyclically to a high-pressure line and a low-pressure line, and
- a positioning arrangement (26) through the actuation of which the cylinder drum
(8), together with the control mirror body (18), can be tilted, wherein the positioning
arrangement (26) is connected to the control mirror body (18) via a positioning journal
(25),
characterised in that
the flushing agent duct (43, 24) is routed through the positioning journal (25) and
the control mirror body (18) as far as the central journal (16).
2. Axial piston machine according to claim 1,
characterised in that
the control mirror body (18) has a central bore (24) in which the positioning journal
(25) is guided and which is part of the flushing agent duct.
3. Axial piston machine according to claim 2,
characterised in that
a bore (43), which is part of the flushing agent duct and which opens into the central
bore (24) in the control mirror body (18), is constructed in the positioning journal
(25).
4. Axial piston machine according to one of claims 1 to 3,
characterised in that
the control arrangement (26) comprises a hydraulically actuatable positioning piston
(28) which has a transverse bore (29) in which the positioning journal (25) is inserted.
5. Axial piston machine according to claims 3 and 4,
characterised in that
the positioning piston (28) is guided in a longitudinal bore (27) which is constructed
in a closing plate (17) and is provided with at least one longitudinal groove (42)
into which the bore (43) in the positioning journal (25) opens, either directly or
else indirectly via the transverse bore (29) in the positioning piston (28).
6. Axial piston machine according to claim 5,
characterised in that
an in-feed line (40) is constructed in the closing plate (17) in order to feed in
the flushing agent to the longitudinal groove (42).
7. Axial piston machine according to claim 6,
characterised in that
the in-feed line (40) is connected to a flushing and feeding pressure valve (41).
8. Axial piston machine according to one of claims 1 to 7,
characterised in that
flushing of the housing takes place at the same time by means of the flushing agent
duct (40 - 43, 24, 44, 45, 47 - 51), and the flushing agent leaves the housing (2)
of the axial piston machine (1) via an opening in the said housing (52).
1. Moteur (1) à pistons axiaux du type de réalisation à coulisse pivotante, comprenant
un tambour cylindrique pivotant (8),
un arbre menant (3) monté dans une portée (4, 5) et relié à une bride (6) sur laquelle
des pistons mobiles (11, 12) sont articulés dans des alésages cylindriques (9, 10)
du tambour cylindrique (8), et sur laquelle ledit tambour cylindrique (8) prend appui
par l'intermédiaire d'un tenon central (16), sachant qu'un canal de rinçage (45, 47
à 51) est prévu dans le tenon central (16) et dans l'arbre menant (3), pour alimenter
la portée (4, 5) dudit arbre menant en fluide de rinçage,
un corps spéculaire de commande (18) muni de cames réniformes de commande, pour raccorder
cycliquement les alésages cylindriques (9, 10) à un conduit de haute pression et à
un conduit de basse pression, et
un dispositif de réglage (26) par l'actionnement duquel le tambour cylindrique (8)
peut être animé de pivotements, conjointement au corps spéculaire de commande (18),
ledit dispositif de réglage (26) étant relié audit corps spéculaire de commande (18)
par l'intermédiaire d'un tenon de réglage (25),
caractérisé par le fait
que le canal (43, 24) à fluide de rinçage parcourt intégralement le tenon de réglage
(25) et le corps spéculaire de commande (18), jusqu'au tenon central (16).
2. Moteur à pistons axiaux selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que le corps spéculaire de commande (18) présente un alésage central (24) dans lequel
le tenon de réglage (25) est guidé, et qui fait partie du canal à fluide de rinçage.
3. Moteur à pistons axiaux selon la revendication 2,
caractérisé par le fait
qu'un alésage (43), usiné dans le tenon de réglage (25), fait partie du canal à fluide
de rinçage et débouche dans l'alésage central (24) du corps spéculaire de commande
(18).
4. Moteur à pistons axiaux selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé par le fait
que le dispositif de commande (26) comprend un piston de réglage (28) actionnable hydrauliquement,
doté d'un alésage transversal (29) dans lequel le tenon de réglage (25) est inséré.
5. Moteur à pistons axiaux selon les revendications 3 et 4,
caractérisé par le fait
que le piston de réglage (28) est guidé dans un alésage longitudinal (27) qui est pratiqué
dans une plaque obturatrice (17), et est pourvu d'au moins une rainure longitudinale
(42) dans laquelle l'alésage (43) du tenon de réglage (25) débouche directement, ou
indirectement par l'intermédiaire de l'alésage transversal (29) du piston de réglage
(28).
6. Moteur à pistons axiaux selon la revendication 5,
caractérisé par le fait
qu'un conduit d'amenée (40) est ménagé dans la plaque obturatrice (17), afin de délivrer
le fluide de rinçage à la rainure longitudinale (42).
7. Moteur à pistons axiaux selon la revendication 6,
caractérisé par le fait
que le conduit d'amenée (40) est raccordé à une vanne (41) de rinçage et d'alimentation
sous pression.
8. Moteur à pistons axiaux selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé par le fait
que le canal (40-43, 24, 44, 45, 47-51) à fluide de rinçage assure simultanément un rinçage
du carter, et le fluide de rinçage sort du carter (2) dudit moteur (1) à pistons axiaux
en empruntant un orifice (52) dudit carter.

