| (19) |
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(11) |
EP 0 941 534 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.07.2001 Patentblatt 2001/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.11.1997 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: G08G 1/0968 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9702/819 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9824/080 (04.06.1998 Gazette 1998/22) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR ERMITTLUNG VON FAHRTROUTENDATEN
METHOD FOR DETERMINING ITINERARY DATA
PROCEDE DE DETERMINATION DE DONNEES D'ITINERAIRES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
27.11.1996 DE 19650844
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.09.1999 Patentblatt 1999/37 |
| (73) |
Patentinhaber: MANNESMANN Aktiengesellschaft |
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40213 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHULZ, Werner
D-40670 Meerbusch (DE)
- SIEVERS, Christel
D-47804 Krefeld (DE)
- ALBRECHT, Uwe
D-80807 München (DE)
- SCHLOTTBOM, Karlheinz
D-40885 Ratingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Meissner, Peter E., Dipl.-Ing. |
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Meissner & Meissner,
Patentanwaltsbüro,
Hohenzollerndamm 89 14199 Berlin 14199 Berlin (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 293 724 WO-A-89/02142 US-A- 4 390 951
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EP-A- 0 752 692 WO-A-96/29688
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- DANOWSKI K: "EIN BEITRAG ZUR WISSENSBASIERTEN MODELLIERUNG VON ENTSCHEIDUNGSPROZESSEN
IN VERKEHRSLEIT- UND VERKEHRSINFORMATIONSSYST EMEN A CONTRIBUTION TO KNOWLEDGE BASED
MODELLING OF DECISION PROCESSES IN TRAFFIC CONTROL AND INFORMATION SYSTEMS" AUTOMATISIERUNGSTECHNISCHE
PRAXIS - ATP, Bd. 35, Nr. 12, 1.Dezember 1993, Seiten 677-682, XP000414646
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung von Fahrtroutendaten nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Verfahren zur Ermittlung von Fahrtroutendaten, insbesondere im Rahmen der Zielführung
eines Fahrzeugs, sind grundsätzlich bekannt und beispielsweise in der WO 89/02142
ausführlich beschrieben. Im einzelnen werden dabei in einer zentralen Leitstelle Verkehrswege
segmentweise in einer digitalen Karte, insbesondere einer digitalen Straßenkarte verwaltet,
wobei jedes Segment einen Verkehrsweg zwischen zwei Knoten, die Kreuzungen, Einmündungen
oder dergleichen sein können, darstellt und durch statische oder dynamische Parameter
beschrieben wird. Die statischen Parameter umfassen dabei im wesentlichen bauliche
Merkmale des Verkehrsweges, wie Straßentyp, Straßenzustand, Anzahl der Spuren, zulässige
Geschwindigkeit und Attribute wie kurvenreich, starke Steigungen oder Gefälle. Darüber
hinaus ist es bekannt, jedem Segment ortsfeste Sensoren zuzuordnen, mit denen dynamische
Parameter, wie die Anzahl der ein Segment pro Zeiteinheit passierenden Fahrzeuge sowie
deren Geschwindigkeit, erfaßt werden. Einfüging von 5.1a.
[0003] Die Schrift W096/29688 beschreibt ein Verfahren, das eine digitale Karte dynamisch
anhand von durch "floating cars" gemessene aktuelle Verkehrsdaten ändert. Daneben
existiert eine sogenannte "historische Datenbank", die Informationen von induktiven
Schleifen erhält und mit der die Informationen verifiziert und abgeglichen werden.
[0004] Außerdem ist aus der DE 195 25 291 bekannt, durch mit entsprechenden Mitteln ausgestattete
Probefahrzeuge dynamische Verkehrsdaten aufzunehmen und an eine zentrale Leitstelle
zu übertragen.
[0005] Darüber hinaus sind die dynamischen Parameter um Wetterinformationen und temporäre
Einschränkungen, wie Baustellen, ergänzbar.
[0006] Aus den in der Leitstelle gesammelten statischen und dynamischen Daten lassen sich
in bekannter Weise über Fundamentaldiagramme Prognosen über die kommende Verkehrssituation
in jedem Segment herleiten, die die Grundlage für die Zielführung von Fahrzeugen bilden.
[0007] Derartig gewonnenen Prognosen haftet jedoch der Mangel an, daß zwar durch eine ermittelte
Zielführung entlang einer Mehrzahl von Segmenten anhand der in der Leitstelle verfügbaren
tatsächlichen und prognostizierten Verkehrsdaten eine benötigte Reisezeit ermittelbar
ist, jedoch bleibt das zielgeführte Fahrzeug an die vorgegebene Streckenführung auch
bei unvorhersehbaren, behindernden Ereignissen gebunden.
[0008] Darüber hinaus bleibt jede Prognose auf der Basis von Fundamentaldaten ungenau, da
prinzipbedingte aktuelle dynamische Parameter unberücksichtigt bleiben. Dieser Effekt
wird dadurch verstärkt, daß analytisch geschlossene mathematische Zusammenhänge zwischen
den Fundamentaldaten sehr komplex und damit sehr aufwendig in der rechentechnischen
Verarbeitung sind.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der gattungsgemäßen
Art anzugeben, das zeitaktuelle dynamische Parameter berücksichtigen kann und trotzdem
mit einfachen rechentechnischen Mitteln beherrschbar ist. Es soll nicht nur zur Planung
von Fahrtrouten und zur Zielführung von Fahrzeugen entlang geplanter Fahrtrouten geeignet
sein, sondern auch für Prognosetätigkeiten etwa zur Verkehrswegepianung oder zur Bewertung
geplanter Fahrtrouten (Ermittlung der voraussichtlichen Fahrtzeit) eingesetzt werden
können.
[0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit den Mitteln des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüche 2 bis 15 beschrieben.
[0011] Dabei werden zeitaktuelle dynamische Daten (insbesondere die in einem Streckenabschnitt
aktuell mögliche oder durchschnittliche Geschwindigkeit) vorzugsweise durch Messungen
gewonnen, die mittels in Fahrzeugen angeordneten Meßeinrichtungen aufgenommen werden,
wobei die Fahrzeuge im Verkehr mitschwimmen (Floating Cars). Es können zusätzlich
auch Daten von straßenseitig installierten Meßeinrichtungen verwendet werden.
[0012] Vorteilhafterweise wird dadurch eine hohe Aktualität der Verkehrsdaten erreicht,
und die darauf aufbauende Zielführung von Fahrzeugen ist schneller den tatsächlichen
Verkehrsdaten anpaßbar. Das heißt, die Reaktionszeit vom Eintreten eines verkehrsbeschränkenden
Ereignisses über dessen Erkennung bis hin zur Verteilung von Zielführungsinformationen
an Fahrzeuge, die sich auf die Verkehrsbeschränkungen zubewegen, wird minimal.
[0013] Darüber hinaus entfällt die Abarbeitung hochkomplexer mathematischer Simulationsrechnungen
mit vorgebbaren Modellen auf der Basis der sogenannten Fundamentaldaten, die im wesentlichen
auf Annahmen bezüglich baulicher, also statischer Parameter beruhen, die die Reaktionszeit
nachhaltig verlängern. Vielmehr ist durch die bevorzugte Messung am fahrenden Objekt
nicht nur der konkrete Ort des verkehrsbeschränkenden Ereignisses bekannt, sondern
durch Mehrfachmessungen mit verschiedenen mit Meßeinrichtungen ausgestatteten Fahrzeugen
ist innerhalb desselben Verkehrsweges auch eine naheliegende Ursache der Verkehrsbeschränkung
ableitbar. Aus beiden Tatbeständen ist beispielsweise eine sofortige Reaktion auf
das verkehrsbeschränkende Ereignis durch eine die Verkehrsbeschränkung berücksichtigende
Zielführung von Fahrzeugen möglich. Es lassen sich realistische Bewertungen geplanter
Fahrtrouten durchführen, also insbesondere relativ zuverlässige Aussagen über die
zu erwartende Fahrtzeit machen, wobei anhand aktueller Verkehrsdaten extrapolierte
Daten und/oder aus einer Erfahrungsdatenbank entnommene Daten als Eingangsdaten eingesetzt
werden können. Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich sehr gut im Sinne eines Simulationsmodells
einsetzen, um beispielsweise Verkehrsprognosen zur Verkehrswegeplanung zu erstellen.
[0014] Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Die Erfindung geht dabei aus von einer in einer zentralen Leitstelle vorgehaltenen
digitalen Karte, in der für die erfaßten Verkehrswege statische und dynamische Parameter
hinterlegt werden. Dabei umfassen die statischen Parameter zumindest bauliche Merkmale
der einzelnen Verkehrswege, wie Anzahl der Fahrspuren, Steigungen/Gefälle und Straßentyp.
Kennzeichnend für die Erfindung ist es, daß die Fahrtroutendaten auf der Basis der
relevanten dynamischen Parameter ermittelt werden, wobei die dynamischen Parameter
einmalig zur Vorgabe von Startwerten aus den baulichen Merkmalen abgeleitet werden
und fortan bei sicherer Verfügbarkeit dynamischer Daten unabhängig von statischen
Parametern kontinuierlich an die realen Verhältnisse der jeweiligen Streckenabschnitte
der Verkehrswege angepaßt werden.
[0015] Die dynamischen Parameter umfassen zumindest einen Leitwert und eine Lastfunktion
des zugehörigen Verkehrsweges (d.h. des jeweils betrachteten spezifischen Straßenabschnitts).
Der Leitwert repräsentiert ein Maß für die mögliche Geschwindigkeit in dem gewählten
Verkehrsweg und wird vorzugsweise aus der mittleren Geschwindigkeit der Fahrzeuge
im jeweiligen Streckenabschnitt gebildet. Alternative Darstellungsformen, wie mittlere
gefahrene Zeit, Zeit pro km o. ä. liegen selbstverständlich im Rahmen der Offenbarung.
[0016] Die Last, beispielsweise die Zahl der Fahrzeuge, auf dem betrachteten Streckenabschnitt
eines Verkehrswegs wird die mögliche Geschwindigkeit beeinflussen. Die Abhängigkeit
des Leitwertes von der Last wird durch eine Lastfunktion dargestellt. In der Regel
wird der Leitwert mit steigender Last abfallen. Sowohl der Leitwert als auch die Last
haben Obergrenzen, die durch die maximal mögliche bzw. erlaubte Geschwindigkeit und
durch die Kapazitätsobergrenze, die beispielsweise durch die Zahl der Fahrspuren begrenzt
ist, bestimmt sind. Die Lastfunktion ist das wesentliche Klassifizierungsmerkmal eines
Verkehrsweges beispielsweise im Rahmen der erfindungsgemäßen Zielführung von Fahrzeugen,
da sie für einen bestimmten Verkehrsweg aus der aktuellen Last das entscheidungsrelevante
Merkmal Leitwert ermittelt. Die Lastdaten können dabei sowohl aus aktuellen Informationen
als auch aus extrapolierten oder simulierten Daten oder aus einer Erfahrungsdatenbank
stammen, so daß insbesondere Prognosen über zukünftige Verkehrsentwicklungen möglich
sind. Es lassen sich auch zukünftige Leitwerte ermitteln, um z.B. Reisezeiten für
eine bestimmte geplante Fahrtroute zu prognostizieren. Im Gegensatz zu konventionellen
Fahrtroutenermittlungsverfahren, in denen rein deskriptive Parameter zur Charakterisierung
von Streckenabschnitten eingesetzt werden, die innerhalb eines zeitlichen Aktualisierungsintervalls
unverändert bleiben, erreicht man durch die Verwendung einer Lastfunktion eine stets
dynamisch bleibende Beschreibung der verkehrlichen Eigenschaften.
[0017] In der praktischen Ausführung wird die Lastfunktion zweckmäßig als Näherungsfunktion
beschrieben. Hierzu werden den Streckenabschnitten in der digitalen Karte in einem
Rechner in der zentralen Leitstelle die Parameter der Näherungsfunktion zugeordnet.
Zur Parametrisierung der Lastfunktion können alle einschlägigen Interpolationsverfahren
wie Geraden- oder Polynomdarstellung, Spline-Verfahren u. a. verwendet werden.
[0018] Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, daß die Lastfunktion
nicht durch formale bauliche Merkmale wie z. B. das Merkmal "Autobahn" bestimmt ist.
Die Lastfunktion zwar wird in einem ersten Ansatz einmal durch Standardvorgaben beispielsweise
für Autobahnen, Landstraßen usw. definiert. Abhängig von der Verfügbarkeit von qualifizierten
Informationen wird die Lastfunktion jedoch individuell verfeinert. Es erfolgt also
eine Anpassung der dynamischen Parameter an die relevanten Verhältnisse des jeweiligen
Streckenabschnitts. Neben weiteren formalen Informationen wie beispielsweise Geschwindigkeitsbeschränkungen,
Gefällestrecken o. ä. ist vor allem vorgesehen, die tatsächliche Lastfunktion vorzugsweise
selbsttätig zu lernen. Jeder Verkehrsweg erhält also nach entsprechender Lernphase
eine individuelle Lastfunktion "nach bester Erfahrung".
[0019] Dieses Erlernen der Lastfunktion erfolgt beispielsweise durch die mit Meßeinrichtungen
ausgestatteten Fahrzeuge, die sich entlang des jeweiligen Verkehrsweges bewegen, Daten
aufnehmen und an die zentrale Leitstelle zur Verarbeitung senden, sowie gegebenenfalls
durch zusätzliche ortsfeste Meßeinrichtungen.
[0020] Der hohe Nutzen der Erfindung soll am Beispiel eines dreispurigen Autobahnabschnitts
erläutert werden. Die Lastfunktion sei durch einen Satz Parameter eines einschlägigen
Interpolationsverfahrens beschrieben. Aufgrund der baulichen Merkmale (dreispurig,
keine Geschwindigkeitsbeschränkung) wird ein Standard-Parametersatz vorgegeben, der
bereits eine gewisse Vordifferenzierung enthalten kann. Anhand von Meßdaten sowohl
zur Anzahl der Fahrzeuge wie auch zur Geschwindigkeit wird ggf. nach hinreichender
statischer Überprüfung eine Feinabstimmung dieser Parameter durchgeführt. Bei jeder
Verkehrslage erlaubt die Lastfunktion anhand einiger weniger Meßdaten Rückschlüsse
auf die Verkehrslage in diesem Streckenabschnitt.
[0021] Wird dieser Streckenabschnitt durch eine Baustelle auf eine zweispurige Fahrbahn
mit Geschwindigkeitsbeschränkung reduziert, so stehen die Meßwerte sehr schnell in
Widerspruch zu der unterstellten Lastfunktion. Ist die Baustelle in der Zentrale bekannt,
so können die Parameter der Lastfunktion entsprechend manuell umgesetzt werden. Die
permanente Plausibilitätskontrolle mit den Meßwerten führt allerdings im Sinne eines
selbstlernenden Systems bei hinreichend starken Abweichungen auch ohne manuelle Eingabe
schnell zu einer Korrektur der Lastfunktion, so daß die aktuellen Eigenschaften des
Straßenabschnitts korrekt wiedergegeben werden, ohne daß zusätzliche Attribute wie
"Baustelle" o.ä. manuell gepflegt werden müßten, weil die Verträglichkeitsprüfung
der aktuellen Verkehrsdaten mit den aktuellen dynamischen Parametern bei hinreichend
starken Abweichungen zu entsprechenden Anpassungen führen würde.
[0022] Zur Zielführung von Fahrzeugen ist weiterhin vorgesehen, daß die Entscheidung oder
Empfehlung, über welche Verkehrswege jedes Fahrzeug zum Ziel geführt wird, ausschließlich
auf der Basis der aktuellen dynamischen Parameter getroffen wird.
[0023] Wenn beispielsweise auf einem Verkehrsweg, der ein Autobahnabschnitt ist, entgegen
allen Erwartungen alle mit Meßeinrichtungen ausgestatteten Fahrzeuge in einem Abschnitt
ohne Parkmöglichkeit in ihrer Geschwindigkeit deutlich reduziert werden, ist es wahrscheinlich,
daß sich ein Stau gebildet hat oder in Bildung begriffen ist. Dies kann mit hoher
Sicherheit vermutet werden, wenn darüber hinaus auch fest installierte Meßeinrichtungen
im jeweiligen Streckenabschnitt eine sehr niedrige oder sogar Null betragende Durchschnittsgeschwindigkeit
bestätigen. Nachfolgende zielgeführte Fahrzeuge, die noch nicht in diesen Verkehrsweg
eingefahren sind, können auf dieses Ereignis hin bereits zum Umfahren dieses Abschnitts
veranlaßt werden. Vorteilhafterweise liegt der Zeitpunkt der Wahrnehmung des Ereignisses
synchron zum Eintreten des Ereignisses.
[0024] In Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, daß die dynamischen Parameter in
vorgebbaren geschlossenen geographischen Bereichen manuell oder auch automatisch skaliert
werden.
[0025] Vorteilhafterweise wird damit erreicht, daß deutliche Veränderungen der Lastfunktion
bereits vor Eintreten oder synchron zum Eintreten eines Ereignisses pauschal an zu
erwartende Werte anpaßbar sind und somit bei der Zielführung von Fahrzeugen über die
Gesamtstrecke berücksichtigt werden können, ohne daß der Lernprozeß abgewartet werden
muß.
[0026] Diese Skalierung ist besonders vorteilhaft anwendbar bei vorzeitig bekannten Ereignissen
wie etwa bei Errichtung von Baustellen auf einzelnen Verkehrswegen und bei hereinbrechenden
verkehrsrelevanten Wetteränderungen für Bereiche von Verkehrswegen. Im übrigen kann
die Skalierung z.B. nach Wochentag, Tageszeit und Witterung vordifferenziert sein.
[0027] Dabei kann es vorteilhaft sein, die während eines andauernden Ereignisses gelernten
dynamischen Parameter als Szenario in einer ereignisbezogenen Datenbasis von Erfahrungsdaten
in der zentralen Leitstelle zu speichern und beim Eintreten eines vergleichbaren Ereignisses
für dieselben betroffenen Verkehrswege als aktuelle dynamische Parameter (Standardvorgaben)
zu laden. Als derartige Ereignisse gelten insbesondere Großveranstaltungen wie Messen,
Beginn oder Ende der Schulferien oder regional typische Wettereinflüsse.
[0028] Darüber, hinaus ist dieses Merkmal der Erfindung vorteilhaft in der Verkehrssimulation
und Verkehrsplanung anwendbar. So ist beispielsweise der Effekt der Erhöhung der Anzahl
der Fahrspuren für einen vorgebbaren Verkehrsweg direkt simulierbar.
[0029] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist es vorgesehen, generell oder zumindest
bei wiederholt temporär beschränktem Verkehrsfluß auf einem Verkehrsweg alternative
Verkehrswege zur Umgehung des jeweiligen Verkehrsweges zu ermitteln und in einen Alternativenparameter
einzubeziehen, der dem jeweiligen, also insbesondere dem in seinem Verkehrsfluß beschränkten
Verkehrsweg in der digitalen Karte zugeordnet wird. Dabei umfaßt der Alternativenparameter
zweckmäßig im Sinne einer Parameterliste zumindest die Anzahl der alternativen Verkehrswege
sowie deren Güte und Länge (ggf. Umweglänge).
[0030] Für die Zielführung von Fahrzeugen ist die Anzahl bzw. das Bestehen möglicher Alternativrouten
ein vielfach entscheidendes Bewertungsmerkmal für einen Verkehrsweg.
[0031] Für viele Routen bestehen nur wenige sinnvolle Alternativen, die vielfach über immer
die gleichen Verkehrswege führen. Diese neuralgischen Punkte können beispielsweise
Flußbrücken oder Tunnels sein. Da beispielsweise der gesamte einen Fluß überquerende
Verkehr einer betrachteten Region über nur wenige Brücken führt, ist die Verkehrssituation
auf diesen Brücken entscheidend für die Bewertung sehr vieler Routen. Die Bewertung
der möglichen und sinnvollen Alternativen zu einem Verkehrsweg wird durch den Alternativenparameter
ausgedrückt. Die Bedeutung dieses Alternativenparameters soll an einem Ausführungsbeispiel
erläutert werden.
[0032] In einer einfachen Anwendung wird der Alternativenparameter gleich dem für eine Alternative
notwendigen Umweg gesetzt. Je weiter also der Umweg über eine Alternativroute ist,
um so größer wird der Alternativenparameter. Dieses Maß kann durch weitere Einflußgrößen,
wie Anzahl der Alternativrouten oder auch Kapazität der Alternativrouten weiter verfeinert
werden. Der Alternativenparameter bewertet letztlich den Verkehrsweg danach, ob es
sich lohnt, nach einer Alternativroute zu suchen. Je höher der Alternativenparameter,
um so weniger lohnt der Aufwand für die Suche nach einer Alternative.
[0033] Der Alternativenparameter kann dabei einen Mittelwert über viele mögliche Routen
darstellen. Diese können beispielsweise durch Erfahrung oder auch durch geeignete
Simulationen erzeugt werden. Der Vorteil in der Nutzung dieses Klassifizierungsmerkmals
liegt in der drastischen Reduzierung des notwendigen Rechenaufwandes zur Ermittlung
von Alternativrouten.
[0034] Eine andere Möglichkeit der Generierung dieses Parameters bietet eine Auswertung
der Topologie der zugrundeliegenden Verkehrsnetzkarte. Mit Hilfe einschlägiger Verfahren
werden zusammenhängende, gut vernetzte Großräume identifiziert. Die Umrandung dieser
Großräume wird nur durch wenige Verkehrsverbindungen durchquert. Diese Zufahrten bilden
die neuralgischen Strecken, die sich durch einen hohen Alternativenparameter auszeichnen.
Beispiele hierfür sind Großstädte, aber auch regionale Ballungsgebiete.
[0035] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, aufeinanderfolgende Verkehrswege
einer Route mit geringem Verzweigungsgrad zu Verkehrswegkomplexen zusammenzufassen
und zur Zielführung als einen einzigen Verkehrsweg zu berücksichtigen sowie in Abhängigkeit
vom Verzweigungsgrad des Verkehrsflusses an Knotenpunkten aufeinanderfolgender Verkehrswege
jedem der aufeinanderfolgenden Verkehrswege einen Komplexitätsparameter zuzuordnen.
[0036] So wird ein langes Autobahnstück über das "flache Land" mit wenigen, normalerweise
wenig Verkehr führenden Auf- und Abfahrten beispielsweise durch einen niedrigen Komplexitätsparameter
beschrieben. Streckenabschnitte mit gleichbleibend niedrigem Komplexitätsparameter
können daher zu einem übergeordneten Streckenabschnitt zusammengefaßt werden: Es geht
im wesentlichen "geradeaus", und fast alles, was an einem Ende hineinfährt, muß am
anderen Ende wieder herauskommen.
[0037] Dieses Klassifizierungsmerkmal kann vorteilhaft insbesondere bei Steuerung des internen
Rechenaufwandes, bei der Steuerung der Informationserhebung, insbesondere der Verkehrslageerfassung,
aber auch bei der Darstellung der relevanten Information, eingesetzt werden.
[0038] Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorteilhaft im Rahmen eines offboard-Zielführungssystems
angewendet, bei dem von einer Zentrale eine Routenempfehlung als Fahrtroutendaten
ermittelt wird, wobei die Entscheidung, über welche Verkehrswege das Fahrzeug im Rahmen
der Routenempfehlung geführt werden soll, vorrangig oder ausschließlich auf der Basis
der relevanten dynamischen Parameter getroffen wird. Die entsprechenden Zielführungsinformationen
können beispielsweise mittels zellularem Mobilfunk an das Fahrzeug übermittelt werden.
Das Verfahren kann aber auch vorteilhafte Verwendung bei einem onboard-Zielführungssystem
finden, bei dem die Routenplanung und die Ausgabe der Zielführungsinformationen autark
im Fahrzeug erfolgen. Bei einem solchen System kann es empfehlenswert sein, vor oder
während einer Fahrt die geplante Route an die Zentrale zu übermitteln, nach den aktuell
vorliegenden relevanten dynamischen Parametern bewerten und ggf. ändern zu lassen
und das Ergebnis an das Fahrzeug zurückzuübertragen, um dann die Zielführung autark
durchzuführen. Bei einer Routenplanung kann die Bewertung alternativer Routenvorschläge
zweckmäßig anhand des Komplexitätsparameters und gegebenenfalls weiterer Kriterien,
insbesondere Fahrzeit und Fahrtstrecke, erfolgen.
1. Verfahren zur Ermittlung von Fahrtroutendaten, insbesondere im Rahmen der Zielführung
eines Fahrzeuges, unter Verwendung einer in einer zentralen Leitstelle vorgehaltenen
digitalen Karte, in der für die erfaßten Verkehrswege streckenabschnittsweise statische
und dynamische Parameter hinterlegt werden, wobei die statischen Parameter zumindest
bauliche Merkmale des jeweiligen
Verkehrsweges umfassen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dynamischen Parameter zumindest einen Leitwert und eine Lastfunktion des jeweiligen
Streckenabschnitts des Verkehrsweges umfassen, wobei der leitwert ein Maß für die
mögliche Geschwindigkeit in dem gewählten Verkehrsweg ist, und die Lastfunktion die
Abhängigkeit des Leitwertes von der Last kennzeichnet,
daß die dynamischen Parameter einmalig zur Vorgabe von Startwerten aus den baulichen
Merkmalen abgeleitet werden und fortan bei sicherer Verfügbarkeit dynamischer Daten
unabhängig von statischen Parametern kontinuierlich an die realen Verhältnisse der
jeweiligen Streckenabschnitte der Verkehrswege angepaßt werden und
daß die Fahrtroutendaten auf der Basis der relevanten dynamischen Parameter ermittelt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Leitwert aus der mittleren Geschwindigkeit der Fahrzeuge im jeweiligen Streckenabschnitt
der Verkehrswege gebildet wird und daß die Lastfunktion die Abhängigkeit des Leitwerts
von der Anzahl der Fahrzeuge auf den jeweiligen Streckenabschnitt beschreibt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lastfunktion als Näherungsfunktion, insbesondere in Polynominaldarstellung,
beschrieben wird und jedem Streckenabschnitt die Parameter der Näherungsfunktion zugeordnet
werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ermittelten Fahrtroutendaten eine Routenempfehlung beinhalten und
daß die Entscheidung, über welche Verkehrswege das Fahrzeug im Rahmen der Routenempfehlung
zum Ziel geführt wird, vorrangig oder ausschließlich auf der Basis der relevanten
dynamischen Parameter getroffen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß als relevante dynamische Parameter die jeweils aktuellen dynamischen Parameter
herangezogen werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dynamischen Parameter in vorgebbaren geschlossenen geographischen Bereichen
ereignisbezogen manuell oder automatisch skaliert werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Skalierung, die insbesondere nach Wochentag, Tageszeit und/oder Witterung
vordiffenziert sein kann, bei verkehrsrelevanten Wetteränderungen und vorzeitig bekannten
Ereignissen, insbesondere bei Ferienbeginn, bei Einrichtung von Baustellen und bei
Großveranstaltungen, anhand von Standardvorgaben aus einer Erfahrungsdatenbank erfolgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß alternative Verkehrswege zur Umgehung des jeweiligen Verkehrsweges ermittelt werden
und Eingang in einen Alternativenparameter finden, der dem jeweiligen Verkehrsweg
in der digitalen Karte zugeordnet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Alternativenparameter im Sinne einer Parameterliste zumindest die Anzahl der
alternativen Verkehrswege sowie deren Güte und Länge umfaßt.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Alternativenparameter zumindest für Verkehrswege ermittelt wird, deren Verkehrsfluß
wiederholt temporären Beschränkungen unterlegen hat.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß aufeinanderfolgende Verkehrswege mit geringem Verzweigungsgrad zu Verkehrswegkomplexen
zusammengefaßt und zur Zielführung als ein Verkehrsweg berücksichtigt werden und
daß in Abhängigkeit vom Verkehrsweg und vom Verzweigungsgrad des Verkehrsflusses an
Knotenpunkten aufeinanderfolgender Verkehrswege jedem der aufeinanderfolgenden Verkehrswege
ein Komplexitätsparameter zugeordnet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Routenplanung alternative Routenvorschläge anhand des Komplexitätsparameters
und gegebenenfalls weiterer Kriterien, insbesondere Fahrtzeit und Fahrtstrecke, bewertet
werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anpassung der dynamischen Parameter im Sinne eines selbstlernenden Systems
erfolgt, wobei aktuelle Verkehrsdaten erhoben werden, die Verträglichkeit dieser Daten
mit den aktuellen dynamischen Parametern überprüft wird und bei hinreichend starken
Abweichungen die dynamischen Parameter angepaßt werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Erhebung zumindest eines Teils der Verkehrsdaten, insbesondere der in einem
Streckenabschnitt aktuellen Durchschnittsgeschwindigkeit, durch im Verkehrsstrom mitschwimmende
Fahrzeuge erfolgt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß anhand der dynamischen Parameter Verkehrsprognosen zur Verkehrswegeplanung abgeleitet
oder Fahrtzeiten für geplante Fahrtrouten prognostiziert werden, wobei aus Lastdaten,
die extrapoliert sind oder aus einer Erfahrungsdatenbank entnommen werden, über die
jeweilige Lastfunktion zukünftige Leitwerte ermittelt werden.
1. Method of determining itinerary data, in particular in the context of the destination
guidance of a vehicle, using a digital map which is kept in a central control centre
and in which statistical and dynamic parameters are stored in sections for the detected
traffic routes, the statistical parameters comprising at least structural features
of the respective traffic route, characterised in that the dynamic parameters comprise
at least one conductivity and a load function of the respective section of the traffic
route, the conductivity characterising a measurement of the possible speed in the
selected traffic route and the load function characterising the dependency of the
conductivity on the load, in that the dynamic parameters are derived in one go in
order to specify start values from the structural features, and from then on if there
is reliable availability of dynamic data, independently of statistical parameters,
are continuously adapted to the real conditions of the respective sections of the
traffic routes, and in that the itinerary data are determined on the basis of the
relevant dynamic parameters.
2. Method according to claim 1, characterised in that the conductivity is formed from
the average speed of the vehicles in the respective section of the traffic route and
in that the load function describes the dependency of the conductivity on the number
of vehicles on the respective section.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the load function is described
as an approximation function, in particular in polynomial representation, and the
parameters of the approximation function are allocated to each section.
4. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that the detected itinerary
data contain a route recommendation and in that the decision as to along which traffic
routes the vehicle is guided to its destination in the context of the route recommendation
is made according to priority or solely on the basis of the relevant dynamic parameters.
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that as relevant dynamic
parameters, the respectively current dynamic parameters are applied.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the dynamic parameters
are scaled manually or automatically relating to events in specifiable, closed geographical
regions.
7. Method according to claim 6, characterised in that the scaling, which may be pre-differentiated
according to the day of the week, time of day and/or weather conditions may, in the
case of traffic-relevant weather changes and events known in advance, in particular
at the start of public holidays or in the setting up of building sites and large institutions,
is effected with the aid of standard stipulations from an experience database.
8. Method according to one of claims 4 to 7, characterised in that alternative traffic
routes are determined in order to bypass the respective traffic route and find entry
into an alternative parameter which is allocated to the respective traffic route in
the digital map.
9. Method according to claim 8, characterised in that the alternative parameter comprises
according to a parameter list at least the number of alternative traffic routes as
well as their quality and length.
10. Method according to claim 8 or 9, characterised in that the alternative parameter
is determined at least for traffic routes whose traffic flow has repeatedly been subject
to temporary restrictions.
11. Method according to one of claims 4 to 10, characterised in that consecutive traffic
routes with a low degree of branching are grouped into traffic route complexes and
are taken into account for destination guidance as one traffic route and in that,
depending on the traffic route and the degree of branching of the traffic flow at
junctions of consecutive traffic routes, a complexity parameter is allocated to each
of the consecutive traffic routes.
12. Method according to claim 11, characterised in that in route planning alternative
route suggestions are evaluated by means of the complexity parameter and optionally
further criteria, in particular travel time and travel distance.
13. Method according to one of claims 1 to 12, characterised in that the adaptation of
dynamic parameters is effected according to a self-learning system, actual traffic
data being surveyed, the compatibility of these data with the actual dynamic parameters
being tested, and in the case of sufficiently strong deviations the dynamic parameters
being adapted.
14. Method according to claim 13, characterised in that the surveying of at least some
of the traffic data, in particular of the current average speed in a section, is effected
by vehicles going with the traffic flow.
15. Method according to one of claims 1 to 14, characterised in that by means of the dynamic
parameters, traffic prognoses are derived for traffic route planning or travel times
for planned itineraries are prognosticated, and from load data which are extrapolated
or taken from an experience database, future conductivity values are determined via
the respective load function.
1. Procédé pour déterminer des données d'itinéraire, en particulier dans le cadre du
guidage d'un véhicule, en utilisant une carte numérique conservée dans un endroit
de guidage central, où sont stockés des paramètres dynamiques et statiques, par section,
pour les voies routières concernées, les paramètres statiques comportant au moins
des caractéristiques constructives de la voie routière respective,
caractérisé en ce que les paramètres dynamiques comportent au moins une valeur de
guidage et une fonction de charge de la section respective de la voie routière, la
valeur de guidage étant une mesure de la vitesse possible sur la voie routière choisie,
et la fonction de charge caractérisant la dépendance de la valeur de guidage de la
charge, en ce que les paramètres dynamiques sont dérivés, de façon unique, pour l'allocation
de valeurs de départ à partir des caractéristiques constructives et, dès lors, pour
une disponibilité sûre de données dynamiques de façon indépendante de paramètres statiques,
sont adaptés de façon continue aux conditions réelles des sections respectives des
voies routières, et en ce que les données d'itinéraire sont déterminées sur la base
des paramètres dynamiques pertinents.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la valeur de guidage est formée à partir de la vitesse moyenne
des véhicules dans la section respective des voies routières, et en ce que la fonction
de charge décrit la dépendance de la valeur de guidage du nombre des véhicules sur
la section respective.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la fonction de charge est décrite comme fonction d'approximation,
en particulier en représentation polynomiale, et les paramètres de la fonction d'approximation
sont associés à chaque section.
4. Procédé selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que les données d'itinéraire déterminées comportent un itinéraire
recommandé, et en ce que la décision, concernant le fait de savoir sur quelles voies
routières le véhicule est guidé vers la destination dans le cadre de l'itinéraire
recommandé, est prise, de façon prioritaire ou exclusive, sur la base des paramètres
dynamiques pertinents.
5. Procédé selon une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que les paramètres dynamiques à chaque fois actuels sont utilisés
comme paramètres dynamiques pertinents.
6. Procédé selon une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que les paramètres dynamiques sont cadrés, manuellement ou automatiquement,
de façon liée aux événements, dans des zones géographiques fermées pouvant être prédéfinies.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que le cadrage, qui peut être prédifférencié en particulier suivant
le jour de la semaine, le moment du jour et/ou les conditions atmosphériques, est
effectué à partir d'une banque de données empiriques en référence à des normes standards
pour des modification du temps pertinentes pour le trafic et des événements connus
au préalable, en particulier le début des vacances, l'installation de chantiers et
de grandes manifestations.
8. Procédé selon une des revendications 4 à 7,
caractérisé en ce que des voies routières alternatives, pour contourner la voie routière
respective, sont déterminées et entrent dans un paramètre alternatif qui est associé
à la voie routière respective sur la carte numérique.
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que le paramètre alternatif comporte, dans le sens d'une liste de
paramètres, au moins le nombre des voies routières alternatives, ainsi que leur qualité
et leur longueur.
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9,
caractérisé en ce que le paramètre alternatif est déterminé au moins pour des voies
routières dont le flux de circulation a subi, de façon répétée, des limitations temporaires.
11. Procédé selon une des revendications 4 à 10,
caractérisé en ce que des voies routières successives ayant un faible degré de bifurcation
sont rassemblées en complexes de voies routières et, pour le guidage, sont prises
en compte comme une voie routière, et en ce que, de façon dépendant de la voie routière
et du degré de bifurcation du flux de circulation en des points nodaux de voies routières
successives, un paramètre de complexité est associé à chacune des voies routières
successives.
12. Procédé selon la revendication 11,
caractérisé en ce que, pour la planification d'itinéraire, d'autres propositions d'itinéraire
sont évaluées en référence au paramètre de complexité et, le cas échéant, à d'autres
critères, en particulier la durée de parcours et l'étendue de parcours.
13. Procédé selon une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que l'adaptation des paramètres dynamiques est effectuée dans le
sens d'un système auto-adaptatif, des données de trafic actuelles étant établies,
la cohérence de ces données avec les paramètres dynamiques actuels étant surveillée,
et les paramètres dynamiques étant adaptés pour des écarts suffisamment importants.
14. Procédé selon la revendication 13,
caractérisé en ce que l'établissement d'au moins une partie des données de trafic,
en particulier de la vitesse moyenne actuelle sur une section, est effectué par des
véhicules circulant dans le flux de trafic.
15. Procédé selon une des revendications 1 à 14,
caractérisé en ce que, en référence aux paramètres dynamiques, des pronostics de trafic
pour la planification des voies routières sont dérivés ou des temps de parcours pour
des itinéraires planifiés sont pronostiqués, des valeurs de guidage futures étant
déterminées par la fonction de charge respective à partir de données de charge qui
sont extrapolées ou sont prélevées d'une banque de données empiriques.