(19)
(11) EP 0 942 876 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.10.2000  Patentblatt  2000/41

(21) Anmeldenummer: 97951962.6

(22) Anmeldetag:  24.11.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B65D 71/00, B65D 5/52
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9706/558
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9824/707 (11.06.1998 Gazette  1998/23)

(54)

VERFAHREN ZUR STAPELUNG VON MIT NICHT SELBSTTRAGENDEN GEBINDEN BEFÜLLBAREN UMVERPACKUNGEN MIT TRAYS UND STÜLPDECKELN

PROCESS FOR STACKING ENVELOPING PACKAGING UNITS WITH TRAYS AND HOODED LIDS WHICH CAN BE FILLED WITH NON-SELF-SUPPORTING CONTAINERS

PROCEDE D'EMPILAGE D'EMBALLAGES ENVELOPPANTS CONSTITUE DE PLATEAUX ET DE COUVERCLES COIFFANTS ET POUVANT ETRE REMPLIS DE CONTENANTS NON AUTOPORTANTS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IT LI NL PT SE

(30) Priorität: 02.12.1996 DE 19649884

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.09.1999  Patentblatt  1999/38

(73) Patentinhaber: Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien
40589 Düsseldorf-Holthausen (DE)

(72) Erfinder:
  • FILECCIA, Salvatore
    D-46049 Oberhausen (DE)
  • OBERDORF, Dirk
    D-58285 Gevelsberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 238 072
WO-A-92/04239
US-A- 5 251 753
EP-A- 0 238 073
US-A- 4 062 448
US-A- 5 370 233
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Stapelung von mit nicht selbsttragenden Gebinden befüllbaren Umverpackungen mit Trays und Stülpdeckeln (vgl. US-A-5 251 753).

    [0002] Um Waschmittelbeutel oder andere, flexible, nicht selbsttragende Gebinde, die auf Paletten gestapelt sind, verkaufsfähig präsentieren zu können, werden bislang die für den Transport und die Lagerung verwendeten Umverpackungen, bestehend aus einem Tray und einem Stülpdeckel, in mehreren Lage übereinander gestapelt. Soll das verkaufsfähige Produkt, beispielsweise der Waschmittelbeutel, in einem Ladengeschäft präsentiert werden, ist es nur möglich, von der obersten Lage der Palette, d.h. von den in der obersten Lage befindlichen Umverpackungen, den Stülpdeckel zu entfernen. Die Waschmittelbeutel sind dann mit ihrer Front- bzw. Seitenansicht für den interessierten Käufer zu erkennen und aus der Umverpackung zu entnehmen. Die Displaywirkung einer solchen Verkaufspalette ist naturgemäß äußerst gering.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Lösung zu schaffen, mit der die Displaywirkung erhöht wird, insbesondere dergestalt, daß möglichst viele Verkaufsverpackungen in der Verkaufslage im Ladengeschäft zu sehen sind, ohne daß der gesamte Stapel zusammenbricht, bzw. die nicht selbsttragenden Gebinde zusammengedrückt werden.

    [0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

    [0005] Mit diesem Verfahren wird einerseits vermieden, daß die nicht selbsttragenden Gebinde bei Entfernung der Stülpdeckel der Umverpackungen in der Verkaufslage zusammengedrückt werden. Gleichzeitig wird erreicht, daß von den Umverpackungen nur noch die jeweiligen Trays, d.h. die Unterteile stehen bleiben, die Außenseiten der Waschmittelbeutel sind hingegen vom potentiellen Käufer zu erkennen. Es ergibt sich insgesamt eine Displaypalette, die auf allen Lagen, d.h. von der untersten bis zu obersten Lage, das Produkt präsentiert. Hiermit wird eine äußerst große Aufmerksamkeitswirkung erzielt, gleichzeitig bleibt eine stabile Palettierung gewährleistet.

    [0006] In vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, daß Kartonzuschnitte mit an der Unterseite angeordneten Schlitzen zum Einstecken auf die Trayseitenwände zur Verbindung wenigstens zweier benachbarter Trays eingestellt werden. Auf diese Weise können zwei oder mehrere Trays zu einem Verbund zusammengefügt werden. Dadurch wird die Palettierung weiter stabilisiert, durch die nach vorne offene Ansicht wird eine optimale Facing-Fläche erreicht.

    [0007] Die Erfindung sieht auch ein Verfahren vor, bei den bei mehreren benachbart angeordneten Umverpackungen der Stülpdeckel nur von einzelnen, nicht von allen Umverpackungen entfernt und nur in die offenen Trays Kartonzuschnitte eingestellt werden. Hiermit kann die Displaypalette variiert werden. Beispielsweise kann nur bei jeder zweiten Lage die Facing-Fläche der Gebinde sichtbar gemacht werden, was einen zusätzlichen optischen Reiz ausmachen kann. Die Außenflächen der Stülpdeckel können mit zusätzlichen Werbebeschriftungen-, Aufdrucken oder dgl. versehen werden usw. Wie in der Vertikalen ist auch in der Horizontalen ein solches Stehenlassen von Stülpdeckeln möglich. Bei einer solchen Verfahrensweise kann die entsprechende Anzahl von Kartonzuschnitten eingespart werden. Auch kann ggf. durch das teilweise Belassen von Stülpdeckeln die Tragfähigkeit und Stabilität der Displaypalette je nach Stapelhöhe günstig beeinflußt werden.

    [0008] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Diese zeigt in
    Fig 1
    eine perspektivische Explosionsansicht einer Teil-Palette mit einer ersten Lage von Umverpackungen mit Trays und Stülpdeckeln, einer zweiten Lage mit Tray und U-förmigen Kartonzuschnitten und einem Krempel-tray.
    Fig. 2
    eine Draufsicht auf die zweite Lage einer Umverpakkung mit einem Tray und zwei U-förmigen Kartonzuschnitten sowie darin eingestellten Gebinden,
    Fig.
    3 einen Faltzuschnitt eines U-förmigen Kartonzuschnitts mit zwei Perforationen und zwei Einsteckschlitzen,
    Fig. 4
    eine perspektivische Explosionsansicht einer Displayteilpalette mit einer ersten Lage von Umverpakkungen mit Trays und Stülpdeckeln, einer zweiten Lage von Umverpackungen mit Trays ohne Stülpdeckel, aber mit U-förmigen Kartonzuschnitten, und einem Krempel-Tray.
    Fig. 5
    eine Draufsicht auf eine Lage Umverpackungen mit und ohne Stülpdeckel und mit und ohne Kartonzuschnitten,
    Fig. 6
    einen Faltzuschnitt eines einfachen, U-förmigen Kartonzuschnitts ohne Schlitze,


    [0009] Eine erfindungsgemäße, allgemein mit 1 bezeichnete Umverpackung zur Stapelung von nicht selbsttragenden Gebinden 2 weist zunächst ein als Unterteil ausgebildetes Tray 3 auf, auf das in der Transportlage ein Stülpdeckel 4 aufgesteckt ist. Mehrere derartige Umverpackungen 1 sind auf einer in der Fig. 1 nur teilweise dargestellten Palette 5 aufeinandergestapelt. In der Verkaufslage werden die Stülpdeckel 4 ganz oder teilweise entfernt und durch erfindungsgemäße, senkrecht stehende, als Tragelemente 6 ausgebildete Kartonzuschnitte 6 ersetzt. Auf die oberste Lage der offenen Trays 2 mit Kartonzuschnitten 6 wird ein Krempeltray 7 gestülpt.

    [0010] Das Tragelement 6 weis in dem in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Perforationen 8 auf, um in aufgerichtetem Zustand U-förmig aufgestellt werden zu können, d.h. die beiden seitlichen Flügel 6a des Kartonzuschnitts 6 werden im rechten Winkel zu dem mittleren, beispielsweise mit zwei Schlitzen 9 versehenen Mittelteil 6b rechtwinklig weggeklappt. Die Schlitze 9 weisen Radien 10 auf und ermöglichen ein Einstecken des Tragelementes 6 auf die senkrecht stehenden Wandbereiche 11 der Trays 3, so daß wie im dargestellten Ausführungsbeispiel ersichtlich, mehrere Trays zu einem Verbund zusammengefügt werden können. Die Radien 10 erleichtern das Zusammenstecken. Die einzelnen Trays 3 können in jeder Lage in einer Art Baukastensystem zu stabilen Einheiten zusammengesteckt werden. Dadurch wird eine genügende Stabilität der Umverpackungen 1 auf der jeweiligen Palette 5 erreicht. Gleichzeitig sind die in die Trays 3 eingestellten, nicht selbsttragenden Gebinde 2 von außen mit ihrer sogenannten Facing-Fläche gut erkennbar.

    [0011] Die Figuren 4 bis 6 zeigen ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Trays 3 stehen hier nur teilweise parallel zueinander, teilweise jedoch auch um 90° versetzt hintereinander, wie in Fig. 4 mit den Bezugszeichen 3a und 3b kenntlich gemacht. Bei dieser Ausführungsform wird in jedes einzelne Tray 3a, 3b jeweils ein Tragelement 6 eingesetzt. Da in diesem Fall die Kartonzuschnitte 6 die Seitenwände 11 der Trays 3 nicht übergreifen, kann auf zusätzliche Schlitze 9 an der Unterseite des Kartonzuschnitts 6 verzichtet werden. Der Kartonzuschnitt 6 weist in diesem Fall lediglich ebenfalls Perforationslinien 8 auf, um die Seitenteile 6a rechtwinklig zu dem Mittelteil 6b einklappen zu können.

    [0012] Fig. 5 zeigt eine weitere Variante insoweit, als nur von den beiden parallel zueinander ausgerichteten Trays 3 der Stülpdeckel 4 entfernt ist und Tragelemente 6 in die Trays 3 eingestellt sind. Hingegen bleibt bei dem dahinter in einem Winkel von 90° quer gestellten weiteren Tray 3 der Stülpdeckel 4 aufgesteckt. Hierdurch erhöht sich die Stabilität der gesamten Umverpackung 1, gleichzeitig bleibt die offene Ansicht der Gebinde 2 im Bereich der von den Stülpdeckeln 4 befreiten Trays 3b erhalten. Auch in den in den Figuren 4 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispielen wird die oberste Lage der mit Gebinden 2 gefüllten Trays 3 mit einem Krempeltray 7 abgedeckt.

    [0013] Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Weitere Ausgestaltungen sind möglich, ohne den durch die Ansprüche definierten Bereich zu verlassen. So ist es beispielsweise auch möglich, die Tragelemente 6 L-, S- und/oder Z-förmig auszubilden, d.h. beispielsweise statt zwei Perforationen 8 nur eine oder mehr als zwei derartige Perforationen 8 vorzusehen, die seitlichen Schenkel 6a länger auszubilden, sie in entgegengesetzte Richtung einzuklappen und auch in diesen Schenkeln 6a Schlitze 10 vorzusehen, um sie auf Trayseitenwände 11 aufzustecken und dgl. Auch ist es bei entsprechendem Zuschnitt und Größendimensionierung der Stülpdeckel 4 möglich, die als Tragelemente ausgebildeten Kartonzuschnitte 6 aus entsprechend vorbereiteten Stülpdeckeln 4 zu bilden. Dies hat den Vorteil, daß Material eingespart und zweifach verwendet werden kann. Die Kartonzuschnitte 6 können in zahlreichen Variationen in ein oder mehrere Trays 3 eingestellt werden, die Facing-Flächen der in die Umverpackungen 1 eingestellten Gebinde 2 können damit den jeweiligen örtlichen Erfordernissen und Verkaufsmodalitäten angepaßt werden und dgl.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Stapelung von mit Gebinden (2) befüllten Umverpackungen (1) mit Trays (3), wobei zwischen den Gebinden (2) senkrecht stehende, als Tragelemente (6) ausgebildete Kartonzuschnitte angeordnet sind,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Trays (3) mit nicht selbsttragenden Gebinden (2) befüllt sind und auf die Trays (3) jeweils ein Stülpdeckel (4) aufgesetzt ist, daß man in der Verkaufslage die Stülpdeckel (4) entfernt und erst danach die Tragelemente (6) zwischen die Gebinde (2) einstellt.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß Kartonzuschnitte (6) mit an der Unterseite angeordneten Schlitzen (9) zum Einstecken auf die Trayseitenwände (11) zur Verbindung wenigstens zweier benachbarter Trays (3) eingestellt werden.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß bei mehreren benachbart und/oder übereinander angeordneten Umverpackungen (1) der Stülpdeckel (4) nur von einzelnen, nicht von allen Trays (3) entfernt und nur in die offenen Trays Kartonzuschnitte (6) eingestellt werden.
     


    Claims

    1. A method of stacking outer packs (1) comprising trays (3) filled with containers (2), vertical paperboard blanks designed as supporting elements (6) being arranged between the containers (2), characterized in that the trays (3) are filled with non-self-supporting containers (2) and a telescope cover (4) is fitted onto the trays, in that the telescope cover (4) is removed in the retail position and only then are the supporting elements (6) erected between the containers (2).
     
    2. A method as claimed in claim 1, characterized in that paperboard blanks (6) with slots (9) underneath for fitting onto the side walls (11) of the trays are erected for joining at least two adjacent trays (3)
     
    3. A method as claimed in claim 1 or 2, characterized in that, where there are several outer packs (1) arranged adjacent and/or above one another, the telescope cover (4) is only removed from individual trays but not from all trays (3) and paperboard blanks (6) are only erected in the open trays.
     


    Revendications

    1. Procédé d'empilages d'emballages enveloppants (1), remplis d'emballages (2),avec des plateaux (3), dans lesquels sont disposées des découpes en carton constituées sous la forme d'éléments porteurs (6) se tenant verticalement entre les emballages (2),
    caractérisé en ce que

    • les plateaux (3) sont remplis d'emballages (2) non autoporteurs, et l'on met sur les plateaux (3) respectivement un couvercle cloche (4), et

    • on enlève le couvercle cloche (4) dans la position de vente et l'on met seulement ensuite les éléments porteurs (6) entre les emballages (2).


     
    2. Procédé selon la revendication 1,
    caractérisé en ce qu'
    on met des découpes en carton ou éléments porteurs (6), avec des fentes (9) disposées sur la face inférieure, ces découpes servant à l'enfichage sur les parois latérales des plateaux (11) de façon à relier au moins deux plateaux voisins (3).
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    dans le cas de plusieurs emballages enveloppants (1) disposés de façon voisine et/ou les uns sur les autres, le couvercle cloche (4) n'est enlevé que de certains plateaux individuels, et pas de tous les plateaux (3), tandis que des découpes en carton (6) sont mises seulement dans les plateaux ouverts.
     




    Zeichnung