[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Stapelung von mit nicht selbsttragenden
Gebinden befüllbaren Umverpackungen mit Trays und Stülpdeckeln (vgl. US-A-5 251 753).
[0002] Um Waschmittelbeutel oder andere, flexible, nicht selbsttragende Gebinde, die auf
Paletten gestapelt sind, verkaufsfähig präsentieren zu können, werden bislang die
für den Transport und die Lagerung verwendeten Umverpackungen, bestehend aus einem
Tray und einem Stülpdeckel, in mehreren Lage übereinander gestapelt. Soll das verkaufsfähige
Produkt, beispielsweise der Waschmittelbeutel, in einem Ladengeschäft präsentiert
werden, ist es nur möglich, von der obersten Lage der Palette, d.h. von den in der
obersten Lage befindlichen Umverpackungen, den Stülpdeckel zu entfernen. Die Waschmittelbeutel
sind dann mit ihrer Front- bzw. Seitenansicht für den interessierten Käufer zu erkennen
und aus der Umverpackung zu entnehmen. Die Displaywirkung einer solchen Verkaufspalette
ist naturgemäß äußerst gering.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Lösung zu schaffen, mit der die Displaywirkung
erhöht wird, insbesondere dergestalt, daß möglichst viele Verkaufsverpackungen in
der Verkaufslage im Ladengeschäft zu sehen sind, ohne daß der gesamte Stapel zusammenbricht,
bzw. die nicht selbsttragenden Gebinde zusammengedrückt werden.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Mit diesem Verfahren wird einerseits vermieden, daß die nicht selbsttragenden Gebinde
bei Entfernung der Stülpdeckel der Umverpackungen in der Verkaufslage zusammengedrückt
werden. Gleichzeitig wird erreicht, daß von den Umverpackungen nur noch die jeweiligen
Trays, d.h. die Unterteile stehen bleiben, die Außenseiten der Waschmittelbeutel sind
hingegen vom potentiellen Käufer zu erkennen. Es ergibt sich insgesamt eine Displaypalette,
die auf allen Lagen, d.h. von der untersten bis zu obersten Lage, das Produkt präsentiert.
Hiermit wird eine äußerst große Aufmerksamkeitswirkung erzielt, gleichzeitig bleibt
eine stabile Palettierung gewährleistet.
[0006] In vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, daß Kartonzuschnitte mit an der Unterseite
angeordneten Schlitzen zum Einstecken auf die Trayseitenwände zur Verbindung wenigstens
zweier benachbarter Trays eingestellt werden. Auf diese Weise können zwei oder mehrere
Trays zu einem Verbund zusammengefügt werden. Dadurch wird die Palettierung weiter
stabilisiert, durch die nach vorne offene Ansicht wird eine optimale Facing-Fläche
erreicht.
[0007] Die Erfindung sieht auch ein Verfahren vor, bei den bei mehreren benachbart angeordneten
Umverpackungen der Stülpdeckel nur von einzelnen, nicht von allen Umverpackungen entfernt
und nur in die offenen Trays Kartonzuschnitte eingestellt werden. Hiermit kann die
Displaypalette variiert werden. Beispielsweise kann nur bei jeder zweiten Lage die
Facing-Fläche der Gebinde sichtbar gemacht werden, was einen zusätzlichen optischen
Reiz ausmachen kann. Die Außenflächen der Stülpdeckel können mit zusätzlichen Werbebeschriftungen-,
Aufdrucken oder dgl. versehen werden usw. Wie in der Vertikalen ist auch in der Horizontalen
ein solches Stehenlassen von Stülpdeckeln möglich. Bei einer solchen Verfahrensweise
kann die entsprechende Anzahl von Kartonzuschnitten eingespart werden. Auch kann ggf.
durch das teilweise Belassen von Stülpdeckeln die Tragfähigkeit und Stabilität der
Displaypalette je nach Stapelhöhe günstig beeinflußt werden.
[0008] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Diese zeigt
in
- Fig 1
- eine perspektivische Explosionsansicht einer Teil-Palette mit einer ersten Lage von
Umverpackungen mit Trays und Stülpdeckeln, einer zweiten Lage mit Tray und U-förmigen
Kartonzuschnitten und einem Krempel-tray.
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die zweite Lage einer Umverpakkung mit einem Tray und zwei U-förmigen
Kartonzuschnitten sowie darin eingestellten Gebinden,
- Fig.
- 3 einen Faltzuschnitt eines U-förmigen Kartonzuschnitts mit zwei Perforationen und
zwei Einsteckschlitzen,
- Fig. 4
- eine perspektivische Explosionsansicht einer Displayteilpalette mit einer ersten Lage
von Umverpakkungen mit Trays und Stülpdeckeln, einer zweiten Lage von Umverpackungen
mit Trays ohne Stülpdeckel, aber mit U-förmigen Kartonzuschnitten, und einem Krempel-Tray.
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine Lage Umverpackungen mit und ohne Stülpdeckel und mit und
ohne Kartonzuschnitten,
- Fig. 6
- einen Faltzuschnitt eines einfachen, U-förmigen Kartonzuschnitts ohne Schlitze,
[0009] Eine erfindungsgemäße, allgemein mit 1 bezeichnete Umverpackung zur Stapelung von
nicht selbsttragenden Gebinden 2 weist zunächst ein als Unterteil ausgebildetes Tray
3 auf, auf das in der Transportlage ein Stülpdeckel 4 aufgesteckt ist. Mehrere derartige
Umverpackungen 1 sind auf einer in der Fig. 1 nur teilweise dargestellten Palette
5 aufeinandergestapelt. In der Verkaufslage werden die Stülpdeckel 4 ganz oder teilweise
entfernt und durch erfindungsgemäße, senkrecht stehende, als Tragelemente 6 ausgebildete
Kartonzuschnitte 6 ersetzt. Auf die oberste Lage der offenen Trays 2 mit Kartonzuschnitten
6 wird ein Krempeltray 7 gestülpt.
[0010] Das Tragelement 6 weis in dem in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
zwei Perforationen 8 auf, um in aufgerichtetem Zustand U-förmig aufgestellt werden
zu können, d.h. die beiden seitlichen Flügel 6a des Kartonzuschnitts 6 werden im rechten
Winkel zu dem mittleren, beispielsweise mit zwei Schlitzen 9 versehenen Mittelteil
6b rechtwinklig weggeklappt. Die Schlitze 9 weisen Radien 10 auf und ermöglichen ein
Einstecken des Tragelementes 6 auf die senkrecht stehenden Wandbereiche 11 der Trays
3, so daß wie im dargestellten Ausführungsbeispiel ersichtlich, mehrere Trays zu einem
Verbund zusammengefügt werden können. Die Radien 10 erleichtern das Zusammenstecken.
Die einzelnen Trays 3 können in jeder Lage in einer Art Baukastensystem zu stabilen
Einheiten zusammengesteckt werden. Dadurch wird eine genügende Stabilität der Umverpackungen
1 auf der jeweiligen Palette 5 erreicht. Gleichzeitig sind die in die Trays 3 eingestellten,
nicht selbsttragenden Gebinde 2 von außen mit ihrer sogenannten Facing-Fläche gut
erkennbar.
[0011] Die Figuren 4 bis 6 zeigen ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die
Trays 3 stehen hier nur teilweise parallel zueinander, teilweise jedoch auch um 90°
versetzt hintereinander, wie in Fig. 4 mit den Bezugszeichen 3a und 3b kenntlich gemacht.
Bei dieser Ausführungsform wird in jedes einzelne Tray 3a, 3b jeweils ein Tragelement
6 eingesetzt. Da in diesem Fall die Kartonzuschnitte 6 die Seitenwände 11 der Trays
3 nicht übergreifen, kann auf zusätzliche Schlitze 9 an der Unterseite des Kartonzuschnitts
6 verzichtet werden. Der Kartonzuschnitt 6 weist in diesem Fall lediglich ebenfalls
Perforationslinien 8 auf, um die Seitenteile 6a rechtwinklig zu dem Mittelteil 6b
einklappen zu können.
[0012] Fig. 5 zeigt eine weitere Variante insoweit, als nur von den beiden parallel zueinander
ausgerichteten Trays 3 der Stülpdeckel 4 entfernt ist und Tragelemente 6 in die Trays
3 eingestellt sind. Hingegen bleibt bei dem dahinter in einem Winkel von 90° quer
gestellten weiteren Tray 3 der Stülpdeckel 4 aufgesteckt. Hierdurch erhöht sich die
Stabilität der gesamten Umverpackung 1, gleichzeitig bleibt die offene Ansicht der
Gebinde 2 im Bereich der von den Stülpdeckeln 4 befreiten Trays 3b erhalten. Auch
in den in den Figuren 4 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispielen wird die oberste
Lage der mit Gebinden 2 gefüllten Trays 3 mit einem Krempeltray 7 abgedeckt.
[0013] Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
Weitere Ausgestaltungen sind möglich, ohne den durch die Ansprüche definierten Bereich
zu verlassen. So ist es beispielsweise auch möglich, die Tragelemente 6 L-, S- und/oder
Z-förmig auszubilden, d.h. beispielsweise statt zwei Perforationen 8 nur eine oder
mehr als zwei derartige Perforationen 8 vorzusehen, die seitlichen Schenkel 6a länger
auszubilden, sie in entgegengesetzte Richtung einzuklappen und auch in diesen Schenkeln
6a Schlitze 10 vorzusehen, um sie auf Trayseitenwände 11 aufzustecken und dgl. Auch
ist es bei entsprechendem Zuschnitt und Größendimensionierung der Stülpdeckel 4 möglich,
die als Tragelemente ausgebildeten Kartonzuschnitte 6 aus entsprechend vorbereiteten
Stülpdeckeln 4 zu bilden. Dies hat den Vorteil, daß Material eingespart und zweifach
verwendet werden kann. Die Kartonzuschnitte 6 können in zahlreichen Variationen in
ein oder mehrere Trays 3 eingestellt werden, die Facing-Flächen der in die Umverpackungen
1 eingestellten Gebinde 2 können damit den jeweiligen örtlichen Erfordernissen und
Verkaufsmodalitäten angepaßt werden und dgl.
1. Verfahren zur Stapelung von mit Gebinden (2) befüllten Umverpackungen (1) mit Trays
(3), wobei zwischen den Gebinden (2) senkrecht stehende, als Tragelemente (6) ausgebildete
Kartonzuschnitte angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Trays (3) mit nicht selbsttragenden Gebinden (2) befüllt sind und auf die
Trays (3) jeweils ein Stülpdeckel (4) aufgesetzt ist, daß man in der Verkaufslage
die Stülpdeckel (4) entfernt und erst danach die Tragelemente (6) zwischen die Gebinde
(2) einstellt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Kartonzuschnitte (6) mit an der Unterseite angeordneten Schlitzen (9) zum Einstecken
auf die Trayseitenwände (11) zur Verbindung wenigstens zweier benachbarter Trays (3)
eingestellt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei mehreren benachbart und/oder übereinander angeordneten Umverpackungen (1)
der Stülpdeckel (4) nur von einzelnen, nicht von allen Trays (3) entfernt und nur
in die offenen Trays Kartonzuschnitte (6) eingestellt werden.
1. A method of stacking outer packs (1) comprising trays (3) filled with containers (2),
vertical paperboard blanks designed as supporting elements (6) being arranged between
the containers (2), characterized in that the trays (3) are filled with non-self-supporting
containers (2) and a telescope cover (4) is fitted onto the trays, in that the telescope
cover (4) is removed in the retail position and only then are the supporting elements
(6) erected between the containers (2).
2. A method as claimed in claim 1, characterized in that paperboard blanks (6) with slots
(9) underneath for fitting onto the side walls (11) of the trays are erected for joining
at least two adjacent trays (3)
3. A method as claimed in claim 1 or 2, characterized in that, where there are several
outer packs (1) arranged adjacent and/or above one another, the telescope cover (4)
is only removed from individual trays but not from all trays (3) and paperboard blanks
(6) are only erected in the open trays.
1. Procédé d'empilages d'emballages enveloppants (1), remplis d'emballages (2),avec des
plateaux (3), dans lesquels sont disposées des découpes en carton constituées sous
la forme d'éléments porteurs (6) se tenant verticalement entre les emballages (2),
caractérisé en ce que
• les plateaux (3) sont remplis d'emballages (2) non autoporteurs, et l'on met sur
les plateaux (3) respectivement un couvercle cloche (4), et
• on enlève le couvercle cloche (4) dans la position de vente et l'on met seulement
ensuite les éléments porteurs (6) entre les emballages (2).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on met des découpes en carton ou éléments porteurs (6), avec des fentes (9) disposées
sur la face inférieure, ces découpes servant à l'enfichage sur les parois latérales
des plateaux (11) de façon à relier au moins deux plateaux voisins (3).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
dans le cas de plusieurs emballages enveloppants (1) disposés de façon voisine et/ou
les uns sur les autres, le couvercle cloche (4) n'est enlevé que de certains plateaux
individuels, et pas de tous les plateaux (3), tandis que des découpes en carton (6)
sont mises seulement dans les plateaux ouverts.