[0001] Die Erfindung betrifft einen Falschdrallgeber für einen synthetischen Multifilament-Faden
zur Verwendung in Falschdralltexturiermaschinen nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Bei Falschdralltexturiermaschinen geht man von dem Prinzip aus, daß der synthetische
Multifilament-Faden bei seinem Lauf durch einen Falschdrallgeber in einen gezwirnten
Zustand mit z.B. mehr als 2.000 U/m versetzt und in diesem gezwirnten Zustand bis
an die Plastifizierungsgrenze erhitzt und sodann wieder auf eine Temperatur, die unterhalb
des Umwandlungspunktes erster Ordnung liegt, abgekühlt wird.
[0003] Zur Drallgebung wird ein Falschdrallgeber eingesetzt, der aus der US 4,235,071 (Bag.
1110) bekannt ist. Der Falschdrallgeber besteht aus drei Sätzen von jeweils auf einer
Achse angeordneten gleichsinnig rotierenden Scheiben. Die Achsen sind auf den Eckpunkten
eines gleichseitigen Vielecks angeordnet, so daß sich die Scheiben im Zentrum des
Vielecks überlappen. Der Faden wird im Zentrum des Vielecks durch den Falschdrallgeber
geführt, wobei der Faden die Umfangsfläche der rotierenden Scheiben berührt und somit
verzwirnt wird. Die durch die Zwirngebung vorgegebene Form wird durch Erhitzen und
anschließende Abkühlung in der Falschdralltexturiermaschine fixiert, so daß nach Auflösung
der Zwirnung eine Kräuselung im Faden erhalten bleibt.
[0004] Dabei ist zu berücksichtigen, daß in den Falschzwirntexturiermaschinen heute vorzugsweise
Fäden aus Polyester, insbesondere Polyethylenterephthalat, Polyamid 6 (Perlon) oder
Polyamid 6.6 (Nylon) bearbeitet werden. Dabei werden die Fäden als vororientierte
Garne vorgelegt. Diese vororientierten Garne sind mit hoher Geschwindigkeit ersponnen
und werden daher auf der Texturiermaschine noch einer geringen Verstreckung im Verhältnis
von weniger als 2:1 bei Polyester, vorzugsweise weniger als 1, 8:1, bei Polyamiden
vorzugsweise weniger als 1, 3:1 unterworfen.
[0005] Bei dieser Verstreckung werden Polyesterfäden in der Heizzone auf Temperaturen von
190°C bis 210°C, Nylonfäden von 190°C bis 205°C und Perlonfäden von ca. 170°C unterworfen.
[0006] Die technologische Forderung, daß die effektive Fadentemperatur in der Heizzone 180°C,
vorzugsweise 200°C, überschreiten muß, führt bei wachsenden Fadengeschwindigkeiten
und den bekannten Kühleinrichtungen dazu, daß der Faden mit einer überhöhten Temperatur
in den Falschdrallgeber einläuft. Die Fadentemperatur kann bei Eingang in den Falschdrallgeber
> 100°C sein.
[0007] Die vergrößerten Fadenlaufgeschwindigkeiten bei der Falschdrallgebung bedingen höhere
Fadenspannungen, um einen stabilen Texturierprozeß zu erhalten. Derartige Fadenspannungen
lassen sich durch Erhöhung des Verstreckverhältnisses erreichen, was wiederum zu unerwünschten
Änderungen der Fadeneigenschaften (vor allem niedrigere Dehnung) führt.
[0008] Demnach ist Aufgabe der Erfindung, einen Falschdrallgeber der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, daß innerhalb einer Falschdrallzone bei einer Falschdralltexturiermaschine
ein stabiler Fadenlauf bei Fadenlaufgeschwindigkeiten von über 1.000 m/min, insbesondere
über 1.200 m/min, erreicht werden.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Falschdrallgeber mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
[0010] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß unter Aufrechterhaltung eines stabilen
Prozesses bei vergrößerter Fadengeschwindigkeit die Fadenspannung weniger stark angehoben
werden muß, wenn die Scheiben des Falschdrallgebers an ihren vom Faden kontaktierten
Umfangsflächen einen entsprechend großen Radius aufweisen. Meßtechnisch stellt man
eine Verringerung des Reibwertes fest. Dies ist insofern überraschend, als der Radius
des Scheibenmantels - im Radialschnitt der Scheiben gesehen - ungewöhnlich groß ist,
so daß wegen der dadurch bedingten Verlängerung der Berührstrecke des mit Avivage
benetzten Fadens mit einem Anstieg des Reibwertes bzw. der Fadenspannung (Eulersches
Gesetz) zu rechnen ist, während nach dem Eitelweinschen Gesetz damit zu rechnen ist,
daß der Reibwert bzw. die Fadenspannung ausschließlich von dem Umschlingungswinkel,
nicht aber von dem Radius bzw. der Länge der umschlungenen Fläche abhängt. Tatsächlich
beruht die Verringerung des Reibwertes bzw. der Fadenspannung auf der durch einen
größeren Krümmungsradius bedingten verringerten inneren Reibung im Faden. Die innere
Reibung im Faden resultiert aus der Wechselbiegebelastung des Fadens innerhalb des
Falschdrallgebers. Durch Vergrößerung der Umfangsflächenradien können entsprechend
diese Wechselbiegebelastungen reduziert werden. Da die Wechselbiegebelastung des Fadens
mit kleinerem Fadendurchmesser anwächst, hat sich herausgestellt, daß der Radius r
der Umfangsfläche im Verhältnis zum Durchmesser d
F des gedrallten Fadens eine bestimmte Größe aufweisen muß, die mindestens das 35-fache
des Durchmessers d
F des gedrallten Fadens ist. Im folgenden ist mit "Umfangsfläche" diejenige Fläche
an der Scheibe gemeint, die vom Faden kontaktiert wird, mit Außenfläche die gesamte
Scheibenfläche (ohne die Stirnseiten).
[0011] In den Falschzwirntexturiermaschinen werden heute vorzugsweise Fäden aus Polyester
oder Polyamid bearbeitet. Dabei werden vorzugsweise Polyamidfäden mit Titern < 170
dtex und Polyesterfäden auch mit Titern von > 170 dtex verarbeitet. Die Weiterbildung
der Erfindung gemäß Anspruch 2 wird daher insbesondere zur Bearbeitung von Polyesterfäden
eingesetzt.
[0012] Um vorteilhaft Polyamidfäden zu bearbeiten, ist der erfindungsgemäße Falschdrallgeber
entsprechend Anspruch 3 auszuführen.
[0013] Bei einer besonders bevorzugten Ausführung des erfindungsgemäßen Falschdrallgebers
ist der Umfangsflächenradius r im Verhältnis zur Scheibenhöhe h derart ausgebildet,
daß der Mittelpunkt des Umfangsflächenradiuses außerhalb der Mittelebene der Scheibe
vorzugsweise zwischen der Einlaufkante und der Mittelebene der Scheibe liegt. Damit
kann speziell bei Scheiben mit hohen Reibwerten erreicht werden, daß die Umfangsfläche
im wesentlichen gleich der Außenfläche ist und der Faden nicht über die Kanten der
Stirnflächen läuft. Durch die Drallgebung wird der Faden beim Umschlingen der Scheibe
derart beeinflußt, daß der Faden auf die Umfangsfläche der Scheibe mit einem größeren
Schrägungswinkel aufläuft und von der Umfangsfläche mit einem kleineren Schrägungswinkel
ausläuft. Durch den asymmetrischen Aufbau der Scheibe steht somit auf der Einlaufseite
nur ein kürzerer Abschnitt der Torusfläche als auf der Auslaufseite zur Verfügung.
Bei dieser Ausbildung der Falschdrallgeber, die vorzugsweise für Scheiben aus reibintensiven
Materialien wie beispielsweise Polyurethan oder Kautschuk verwendet wird, können die
Scheiben nur in einer bestimmten Einbaulage eingesetzt werden. Um bei der Montage
Einbaufehler zu vermeiden, sind die Stirnflächen derartiger Scheiben gekennzeichnet
(beispielsweise mit Aufdruck, Ringnut, usw.).
[0014] Um trotz der hohen Fadengeschwindigkeit die erforderliche Verdrehung (von beispielsweise
mehr als 2.000 U/m) bei ausreichender Prozeßstabilität in den Faden einzubringen,
sind die Scheiben einer bevorzugten Weiterbildung des Falschdrallgebers aus einem
wärmebeständigen Elastomer hergestellt. Die Wärmebeständigkeit des Elastomers ermöglicht
dabei eine Fadentemperatur von größer 100°C an den Scheiben.
[0015] Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung bestehen die Scheiben
aus einem wärmebeständigen Kautschuk, insbesondere mit Wasserstoff abgesättigtem Nitrilkautschuk.
Dieses Material ist besonders vorteilhaft, da es bei hoher Wärmebeständigkeit auch
besonders verschleißfest ist und darüber hinaus gute Reibeigenschaften gegenüber den
synthetischen Multifilamentfäden aufweist. Es ist daher für die Bearbeitung der Fäden
bei hohen Fadengeschwindigkeiten und hohen Temperaturen besonders geeignet.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel wird im folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben.
[0017] Es stellen dar:
- Fig. 1
- schematisch einen Falschdrallgeber;
- Fig. 2 und 3
- die Scheibe eines Falschdrallgebers im Schnitt sowie den Fadenlauf über die Scheibe.
[0018] In Fig. 2 ist schematisch ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Falschdrallgebers
dargestellt. Der Falschdrallgeber könnte beispielsweise in der Texturiermaschine gemäß
EP 0 641 877 (Bag. 2147) eingesetzt sein. Somit wird auf den Inhalt dieser Druckschrift
Bezug genommen.
[0019] Der Falschdrallgeber besteht aus drei parallelen Wellen 4.1, 4.2 und 4.3. Die Wellen
4.1, 4.2 und 4.3 sind an einem Ende (Antriebsende) drehbar in einem Lagerbock 1 gelagert
und derart angeordnet, daß die Wellen jeweils in einem Eckpunkt eines gleichseitigen
Dreiecks liegen. Auf der Welle 4.1 ist ein Scheibensatz 3 vom freien Ende auf die
Welle 4.1 aufgesteckt. Der Scheibensatz 3 besteht aus dem in Abstand zueinander angeordneten
einzelnen Scheiben 3.1, 3.2 und 3.3. Auf der Welle 4.2 ist der Scheibensatz 6 und
auf der Welle 4.3 der Scheibensatz 5 aufgesteckt. Der Scheibensatz 6 und der Scheibensatz
5 bestehen ebenfalls aus jeweils drei in Abstand zueinander angeordneten Einzelscheiben.
Die Scheiben der Scheibensätze 3, 5 und 6 überlappen sich im mittleren Bereich des
durch die Wellen gebildeten gleichseitigen Dreiecks. Die Wellen 4.1, 4.2 und 4.3 sind
an dem Antriebsende mit einem hier nicht gezeigten Antrieb verbunden. Durch den Antrieb
werden die Wellen und damit die Scheiben der Scheibensätze 3, 5 und 6 gleichsinnig
angetrieben. Der Antrieb könnte beispielsweise durch einen Riementrieb erfolgen, wie
aus der EP 0 744 480 (Bag. 2322) bekannt. Es wird insoweit auf diese Druckschrift
Bezug genommen.
[0020] Die Anzahl der Scheiben innerhalb eines Scheibensatzes ist beispielhaft. Es können
auch mehr oder weiniger Scheiben auf einer Welle aufgesteckt sein.
[0021] Auf der Einlaufseite des Falschdrallgebers ist ein Fadenführer 7 angeordnet. Über
den Fadenführer 7 gelangt der Faden 2 in den Überlappungsbereich, im wesentlichen
im Bereich des Mittelpunktes dieses gleichseitigen Dreiecks. Der Faden 2 wird sodann
schraubenlinienförmig zur Antriebsseite des Falschdrallgebers geführt. Hierbei werden
die Scheiben der Scheibensätze 3, 5 und 6 an ihren Umfangsflächen vom Faden umschlungen.
Der Faden wird hierzu mit einer vorbestimmten Abzugsgeschwindigkeit durch ein dem
Falschdrallgeber nachgeschalteten Lieferwerk abgezogen. Somit wird dem Faden 2 ein
Falschdrall aufgeprägt, der in einer dem Falschdrallgeber vorgeschalteten Falschdrallzone
fixiert wird. Um die Fadenspannungsverluste innerhalb des Falschdrallgebers zu vermindern,
weisen die Scheiben einen relativ großen Radius an ihrer Umfangsfläche auf.
[0022] Wie in Fig. 2 dargestellt, ist die Umfangsfläche der Scheibe wie die Fläche der Zone
einer Kugel bzw. eines Toroides mit konstantem Radius ausgebildet. In Fig. 2 ist ein
Radialschnitt durch eine Scheibe des in Fig. 1 gezeigten Falschdrallgebers dargestellt.
In der erfindungsgemäßen Ausführung der Scheibe ist der Radius r der Umfangsfläche
11 derart groß ausgeführt, daß die gesamte Umfangsfläche im Bereich der Scheibenhöhe
h gleichmäßig gekrümmt ist. In Fig. 2 ist beispielhaft die Scheibe 3.1 des in Fig.
1 gezeigten Falschdrallgebers dargestellt. In diesem Beispiel ist die Scheibe 3.1
symmetrisch ausgebildet. Der Mittelpunkt M des Umfangflächenradius r liegt in der
Mittelebene 9 der Scheibe 3.1. Die Umfangsfläche 11 wird von dem Faden 2 über der
gesamten Scheibenhöhe h umschlungen. der Faden 2 läuft über die Einlaufkante 8 auf
die Umfangsfläche 11 auf. Auf der Unterseite der Scheibe verläßt der Faden 2 die Umfangsfläche
11 über die Auslaufkante 10. Hierbei sind der Einlaufwinkel α des Fadens 2 auf der
Einlaufseite und der Auslaufwinkel α auf der Auslaufseite der Scheibe 3.1 gleich groß.
[0023] Der Umfangsflächenradius r ist erfindungsgemäß mindestens 35mal so groß wie der Fadendurchmesser
d
F des gedrallten Fadens. Der Fadendurchmesser d
F läßt sich aus dem Fadentiter, der Einkräuselung und der Dichte des Fadenmaterials
berechnen. Damit besteht die Möglichkeit für jeden Fadendurchmesser eine optimale
Auslegung der Friktionsscheiben vorzunehmen. Beispielsweise kann für einen Faden aus
Polyester mit einem Fadentiter von 335 dtex der Fadendurchmesser d
F zu 0,198 mm bestimmt werden. Erfindungsgemäß ergibt sich daraus, daß der Radius r
der Umfangsfläche eine Mindestgröße von 8 mm aufweisen sollte. Bei einem weiteren
Beispiel eines Fadens aus Polyamid mit einem Fadentiter von 110 dtex errechnet sich
der Fadendurchmesser d
F zu 0,123 mm. Erfindungsgemäß müssen die Scheiben des Falschdrallgebers an ihren Umfangsflächen
einen Radius r von beispielsweise 5 mm aufweisen, um den Faktor 35 einzuhalten.
[0024] In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Scheibe gezeigt, wie sie in
dem Falschdrallaggregat aus Fig. 1 einsetzbar wäre. Bei der in Fig. 3 gezeigten Scheibe
liegt der Mittelpunkt M des Umfangsflächenradius r nicht in der Mittelebene 9. Die
Umfangfläche 11 ist innerhalb der Scheibenhöhe h asymmetrisch ausgebildet. Insbesondere
bei Scheibenwerkstoffen mit hohen Reibwerten führt die Drallgebung am Faden dazu,
daß der Einlaufwinkel und der Auslaufwinkel des Fadens ungleich sind. In der Regel
ist der Einlaufwinkel α1 auf der Einlaufseite der Scheibe kleiner als der Auslaufwinkel
α2 auf der Auslaufseite der Scheibe. Um über der gesamten Höhe h der Scheibe gleichmäßige
Berührung des Fadens auf der Umfangsfläche 11 zu erhalten, muß daher der Mittelpunkt
entsprechend der Winkelaufteilung auf der Mittelebene 9 versetzt werden. Der gesamte
Umschlingungswinkel des Fadens an der Scheibe 3.1 ergibt sich aus der Summe der Winkel
α1 + α2.
[0025] Durch die warm- und verschleißfeste Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Falschdrallgebers
sowie durch die Verminderung des Fadenspannungsverlustes durch große Rundungsradien
an den Umfangsflächen der Scheiben können Fäden mit großer Stabilität bei hoher Produktionsgeschwindigkeit
texturiert werden. Die Erfindung beschränkt sich nicht nur auf die genannten Scheibenmaterialien
wie Elastomer oder Kautschuk. Selbstverständlich können die Scheiben des Falschdrallgebers
auch aus Metall oder Keramik hergestellt sein.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Lagerblock
- 2
- Faden
- 3
- Scheibensatz, Scheibe
- 4
- Welle
- 5
- Scheibensatz, Scheibe
- 6
- Scheibensatz, Scheibe
- 7
- Fadenführer
- 8
- Einlaufkante
- 9
- Mittelebene
- 10
- Auslaufkante
- 11
- Umfangsfläche
1. Falschdrallgeber für einen synthetischen Multifilament-Faden zur Verwendung in Falschdrall-Texturiermaschinen,
der aus mindestens drei Sätzen von jeweils auf einer Achse angeordneten gleichsinnig
rotierenden Scheiben besteht, wobei die Achsen auf den Eckpunkten eines gleichseitigen
Vielecks angeordnet sind und die Scheiben sich im Zentrum des Vielecks derart überlappen,
daß sie im Zentrum des Vielecks einen schraubenlinienförmig gewundenen Fadenlauf mit
ihren Umfangsflächen bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsfläche der Scheiben die Fläche der Zone einer Kugel oder eines Toroides
mit einem im Radialschnitt der Kugel bzw. des Toroides gelegenen Radius (r) mit einer
Größe von mindestens den 35-fachen des Durchmessers (dF) des gedrallten Fadens ist.
2. Falschdrallgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfangsflächenradius (r) bei einem texturierten Faden mit einem Fadentiter >
170 dtex größer als das 35-fache des Durchmessers (dF) des gedrallten Fadens ist.
3. Falschdrallgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfangsflächenradius (r) bei einem texturierte Faden mit einem Fadentiter < 170
dtex größer als das 40-fache des Durchmessers (dF) des texturierten Fadens ist.
4. Falschdrallgeber nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfangsflächenradius (r) im Verhältnis zur Scheibenhöhe (h) derart ausgebildet
ist, daß der Mittelpunkt (M) des Umfangsflächenradiuses außerhalb der Mittelebene der Scheibe
vorzugsweise zwischen der Einlaufkante und der Mittelebene der Scheibe liegt.
5. Falschdrallgeber nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben zumindest im Bereich der Umfangsfläche aus einem wärmebeständigen Elastomer
mit einer Wärmebeständigkeit von größer 100°C besteht.
6. Falschdrallgeber nach Anspruch 5 oder nach dem Oberbegriff des Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben aus einem wärmebeständigem Kautschuk, insbesondere mit Wasserstoff abgesättigtem
Nitrilkautschuk (hydrierter Nitril Butadien Kautschuk (HNBR)) bestehen.
1. False twist device for a synthetic multifilament yarn for use in false twist texturing
machines, which comprises at least three sets of disks that are each mounted on an
axle for rotation in the same direction, the axles being arranged in the comers of
an equilateral polygon, and the disks overlapping in the center of the polygon, so
that they form in the center of the polygon a helically winding yarn path with their
circumferential surfaces, characterized in that the circumferential surface of the disks is the surface of the zone of a sphere or
a torus with a radius (r) in the radial section of the sphere and the torus respectively
of a magnitude of at least 35 times the diameter (dF) of the twisted yarn.
2. False twist device according to claim 1, characterized in that in the case of a textured yarn with a denier > 170 dtex the circumferential surface
radius (r) is greater than 35 times the diameter (dF) of the twisted yarn.
3. False twist device according to claim 1, characterized in that in the case of a textured yarn with a denier < 170 dtex the circumferential surface
radius (r) is greater than 40 times the diameter (dF) of the twisted yarn.
4. False twist device according to one of the foregoing claims, characterized in that the circumferential surface radius (r) is formed in relationship to the disk height
(h) such that the center (M) of the circumferential surface radius lies outside the
center plane of the disk, preferably between the inlet edge and the center plane of
the disk.
5. False twist device according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the disks consist at least in the region of the circumferential surface of a heat-resistant
elastomer with a resistance to heat greater than 100 °C.
6. False twist device according to claim 5 or as defined in the preamble of claim 1,
characterized in that the disks consist of a heat-resistant rubber, in particular hydrogen-saturated nitrile
rubber (hydrated nitrile-butadiene rubber (HNBR)).
1. Dispositif de fausse torsion pour un fil multifilament pour l'utilisation dans des
machines à texturer de fausse torsion qui est constitué d'au moins trois ensembles
de disques agencés respectivement sur un axe et rotatifs dans le même sens, les axes
étant agencés sur les points d'angles d'un polygone équilatéral et les disques se
recouvrant dans le centre du polygone de telle manière qu'avec leurs surfaces périphériques
elles forment un trajet de fil de forme hélicoïdale dans le centre du polygone, caractérisé en ce que la surface périphérique des disques est la surface d'une zone sphérique ou toroïdale
avec un radius (r) se trouvant dans la coupe radiale de la sphère respectivement du
toroïde d'une taille d'au moins 35 fois le diamètre (dF) du fil tordu.
2. Dispositif de fausse torsion selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans le cas d'un fil texturé ayant un titre de fil > 170 dtex le radius de surface
périphérique (r) est plus grand que 35 fois le diamètre (dF) du fil tordu.
3. Dispositif de fausse torsion selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans le cas d'un fil texturé ayant un titre de fil < 170 dtex le radius de surface
périphérique (r) est plus grand que 40 fois le diamètre (dF) du fil texturé.
4. Dispositif de fausse torsion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que par rapport à la hauteur de disque (h) le radius de surface périphérique (r) est
réalisé de telle manière que le point central (M) du radius de surface périphérique
(r) se trouve à l'extérieur du plan médian du disque, de préférence entre le bord
de guidage et le plan médian du disque.
5. Dispositif de fausse torsion selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les disques sont constitués au moins dans la zone de la surface périphérique par
un élastomère résistant à la chaleur avec une résistance à la chaleur de plus de 100
°C.
6. Dispositif de fausse torsion selon la revendication 5 ou selon le préambule de la
revendication 1, caractérisé en ce que les disques sont constitués par un caoutchouc, notamment par un caoutchouc nitrile
saturé à l'hydrogène (caoutchouc nitrilo-butadiène hydrogéné (HNBR)).