| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 943 055 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
01.10.2003 Patentblatt 2003/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.07.1998 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F02P 17/12 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE9801/839 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9901/8350 (15.04.1999 Gazette 1999/15) |
|
| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR ERFASSUNG DES IONENSTROMS AN BRENNKRAFTMASCHINEN
METHOD AND DEVICE FOR DETERMINING THE ION FLOW IN INTERNAL COMBUSTION ENGINES
PROCEDE ET DISPOSITIF DE DETERMINATION DU FLUX IONIQUE SUR LES MOTEURS A COMBUSTION
INTERNE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE FR IT SE |
| (30) |
Priorität: |
07.10.1997 DE 19744163
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
22.09.1999 Patentblatt 1999/38 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
|
70442 Stuttgart (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- KETTERER, Markus
D-70439 Stuttgart (DE)
- GUENTHER, Achim
D-70499 Stuttgart (DE)
- NIESSNER, Udo
D-74379 Ingersheim (DE)
- FOERSTER, Juergen
D-09123 Chemnitz (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die DE-A-3128027 offenbart eine Vorrichtung zum Erkennen des Klopfens bei Brennkraftmaschinen
mit mindestens einem den Ionenstrom messenden Sensor, wobei eine Vergleichseinrichtung
zum Vergleich des Ionenstrom-Signals eines gezündeten Zylinders mit dem Ionenstrom-Signal
eines nicht gezündeten Zylinders vorgesehen ist,
und wobei
jeweils ein Integrator der Vergleichseinrichtung (10) vorgeschaltet ist, der das Ionenstrom
des gezündeten und des nicht gezündeten Zylinders innerhälb eines Meßfensters aufintegriert.
[0002] Bei Verbrennungen kann durch chemische und physikalische Vorgänge eine Ionisierung
der beteiligten Gase erfolgen.
Wird an zwei voneinander isoliert in das Gas hineinragenden Elektroden eine Spannung
angelegt, kann ein Strom gemessen werden. Dieser wird nachfolgend als Ionenstrom bezeichnet.
[0003] Dieses Phänomen ist auch an Brennkraftmaschinen, z.B. an Ottomotoren, zu beobachten.
Seit langem wird versucht, den Ionenstrom für verschiedene Motorsteuerungs- und Diagnosefunktionen
einzusetzen, beispielsweise für Klopfdetektion, Aussetzererkennung, Phasenerkennung,
Schätzung des Verbrennungsdruckes bzw. der Lage des Druckmaximums, Bestimmung der
Gemischzusammensetzung und Erkennung der Magerlaufgrenze.
[0004] Als Meßsonde wird üblicherweise die Zündkerze verwendet. Nach Anlegen einer Spannung
zwischen Mittelelektrode und Masse kann nach Abklingen des Zündfunkens der Ionenstrom
gemessen werden.
[0005] Dabei treten folgende Probleme auf:
[0006] Aufgrund von Nebenschlußwiderständen außerhalb und innerhalb der Zündkerze (z.B.
Verschmutzung des Zündkerzenisolators) kommt es zu einem Stromoffset, der eine exakte
Erfassung des durch die Verbrennung erzeugten Ionenstromes stört. Dieser Stromoffset
ist zu eliminieren.
[0007] Während der Brenndauer des Zündfunkens ist keine Ionenstrommessung möglich. Eine
Ausblendung kann im Ionenstrommeßsignal zu Signalsprüngen führen, welche beispielsweise
bei einer nachfolgenden Klopferkennung zu Fehldetektionen führt. Der Zündvorgang ist
ohne Störung des Meßsignals auszublenden.
[0008] Zur Auswertung des Ionenstromsignals kommen in Analogtechnik realisierte Verfahren
und Komponenten, z.B. Kurzzeitintegratoren, oder in Digitaltechnik realisierte Verfahren
und Komponenten zur Anwendung. Es ist üblich, die Meßsignale mehrere Zylinder nacheinander
auf diese Resourcen zu schalten, um Kosten zu sparen (Multiplexing). Das Multiplexing
ist ohne Übersprechen zwischen den Zylinderkanälen auszuführen. Weiterhin ist zu verhindern,
daß die nun kürzeren zylinderindividuellen Signalabschnitte zu einer Qualitätsminderung
bei der Offsetkorrektur führen. Verbesserung der Sicherheit und Robustheit von Motorsteuerungs-
und Diagnosefunktionen durch Nutzung dieser Signale mit verbessertem Störabstand zur
Merkmalsbildung .
[0009] Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Angabe eines Verfahrens, das die genannten
Probleme löst.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung, gemäß Anspruch
1, 2 bzw. 11, 12, zur Erfassung des Ionenstroms an Brennkraftmaschinen wird im folgenden
anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die Figuren 1 bis 4 erläutert.
[0011] Die Einbindung des Verfahrens und der Vorrichtung in das technische Umfeld wird in
Figur 1 in Form einer Blockdarstellung verdeutlicht. Konkrete Ausgestaltungen der
wesentlichen Signalverarbeitungsblöcke werden in Figur 2 bis Figur 4 unter Einbeziehung
von Signalbeispielen näher erläutert.
[0012] Im einzelnen ist in Figur 1 die komplette Signalverarbeitungskette dargestellt. Am
Anfang dieser Kette steht der Verbrennungsprozeß (2), der durch die Zündung (1) eingeleitet
wird. Bei ordnungsgemäßer Gemischverbrennung findet im Brennraum eine Ionisation statt.
Das Mittel (3) dient zur Erzeugung und Messung eines Ionenstromsignals (s1), welches
Rückschlüsse auf den Ionisationsprozeß während der Gemischverbrennung zuläßt. Daran
schließt sich ein Mittel (4) an, in welcher die erfindungsgemäße Maskierung und Offsetwertkorrektur
des Ionenstromsignals stattfindet. Mit Hilfe einer Multiplexereinrichtung (5) werden
die Ionenstromsignale (s2) von unterschiedlichen Zylindern vorteilhafterweise zu einem
Summensignal (s3) zusammengefaßt. Die erfindungsgemäße Aufbereitung des Signals (s3)
ermöglicht die Nutzung desselben neben der Aussetzererkennung auch für weiterreichende
Anwendungen (9), wie z.B. der Klopfdetektion.
Für die Signalauswertung bietet sich eine rechnergestützte Weiterverarbeitung an.
Für die Umsetzung des zeit- und wertekontinuierlichen Ionenstromsignals (s3) in eine
digitale Signalfolge (s4) kann eine Einheit (6) aus Antialiasing-Filter (6.1) und
Analog/Digital-Umsetzer (6.2) verwendet werden. Aus der digitalen Signalfolge (s4)
extrahiert ein Merkmalsbildner (7) zylinderindividuelle Merkmalsvektoren (s5). Auf
der Basis dieser Merkmalsvektoren (s5) findet im nachfolgenden Klassifikator (8) die
Erkennung von Verbrennungsaussetzern statt.
Für die zeitliche Ansteuerung der Zündung (1) sowie des erfindungsgemäßen Mittels
(4) zur Offsetkorrektur und Maskierung wird eine Steuereinheit (10) benötigt.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Offsetwertkorrektur und zur Zündfunkenmaskierung
des mit Hilfe des Mittels (3) erzeugten Ionenstromsignals (s1) wird in Figur 2 veranschaulicht.
In einem ersten Schritt wird dazu aus dem Signal (s1) das Signal (s1c) derart erzeugt,
daß innerhalb eines definierten Meßfensterbereiches das Signal (s1) durchgeschleift
wird und außerhalb dieses Meßfensterbereiches auf einen konstanten Ersatzwert (s1b)
umgeschaltet wird. Insbesondere wird der Anteil des Zündfunkens im Ionenstrom (s1)
mit diesem Ersatzwert (s1b) maskiert. Der Ersatzwert (s1b) soll dabei größenordnungsmäßig
dem Restoffset des Ionenstromsignals (s1) entsprechen. Zu diesem Zweck wird der Ersatzwert
(s1b) zyklusindividuell kurz vor dem Zündvorgang mittels eines Abtasthalteschaltung
(4.2) ermittelt. Vorteilhafterweise wird für die Ermittlung des Haltewertes (s1b)
nicht auf das Ionenstromsignal (s1) direkt zugegriffen, sondern auf ein störbereinigtes
Signal (s1a). Die Störbereinigung des Signals (s1) kann beispielhaft mit einem angepaßten
Filter (4.1) erfolgen. Durch Subtraktion des Ersatzwertes (s1b) von dem Hilfssignal
(s1c) entsteht schließlich das Ausgangssignal (s2). Dieses Signal (s2) ist dadurch
gekennzeichnet, daß es sprungfrei ist und von Zündeinflüssen sowie von einem durch
Nebenschlüssen verursachten Stromoffsets bereinigt ist.
In Figur 3 ist das anschließende Signalmultiplexing (5) dargestellt. Aufgrund der
besonderen Eigenschaft der zylinderindividuellen Signale nach Art von (s2) können
die Signale von mehreren Zylindern vorteilhafterweise in Form eines zeitlichen Multiplexings
zu einem gemeinsamen Signal (s3) zusammengefaßt werden. Dabei ist aufgrund der in
(4) erfolgten Meßfenstermaskierung eine gegenseitige Beeinflussung der gemultiplexten
Signale ausgeschlossen.. Dadurch läßt sich der Ressourcenaufwand für die Signalübertragung
und die anschließende Digitalisierung stark verringern.
Vor dem Analog/Digital-Umsetzer (6.2) kann vorteilhafterweise noch ein Antialiasing-Filter
(6.1) in den Signalweg geschalten werden. Durch entsprechende Ausgestaltung dieses
Filters besteht ferner die Möglichkeit das Signal (s3) speziell an niedere Abtastraten
anzupassen. Am Ausgang des Analog/Digital-Umsetzers (6.2) steht eine diskrete Signalfolge
(s4) zur Verfügung.
[0014] Mit Hilfe eines Merkmalsbildners (7) werden aus dem Signal (s4) zylinderindividuelle
Merkmalsvektoren (s5) gebildet. In Figur 4 ist beispielhaft eine mögliche Realisierung
des Merkmalsbildners (7) dargestellt.
Zuerst erfolgt mit Hilfe eines Mittels (7.1) die Aufspaltung des kontinuierlichen
Datenstroms (s4) in die zylinderindividuellen Anteile. In einfachster Ausführung kann
anschließend für jeden zylinderindividuellen Verbrennungszyklus ein zweidimensionaler
Merkmalsvektor, bestehend aus dem Ionenstrommaximalwert und dem Kurzzeitintegral über
das Ionenstrommeßfenster, gebildet werden.
[0015] Ein nachgeschalteter Klassifikator (8) kann anhand der Merkmalsvektoren (s5) durch
Vergleich mit entsprechend berechneten Schwellwerten eine Unterscheidung von regulären
Verbrennungen und Verbrennungsaussetzern vornehmen.
[0016] In Anlehnung an das vorgestellte Verfahren kann ein, alternatives Verfahren, das
durch die Figuren 5 und 6 näher erläutert wird, genutzt werden.
[0017] Dieses alternative Verfahren ersetzt die in Figur 1 beschriebenen Mittel 3,4,5 und
10, benutzt das Signal aus dem Verbrennungsprozeß (2) und liefert ein Signal s8.3,
das in gleicher Weise wie Signal s3 erfindungsgemäß verarbeitet wird.
[0018] In dem ersten erfindungsgemäßen Schritt wird in der Auswahleinheit (8.1) unter mehreren
von unterschiedlichen Zylindern in vorteilhafter Weise ein Ionenstrom ausgewählt.
Dieses Ionenstromsignal wird mit Mittel (8.2) gemessen, bevor es in Mittel (8.3) die
erfindungsgemäße Offsetkorrektur und Maskierung des Zündfunkens erfährt. Die Maskierung
des Zündfunkens und die Offsetkorrektur wird in Figur 6 veranschaulicht.
Bevor das Mittel (8.1) die Auswahl der Ionenströme verändert, wird mit Mittel (8.3.5)
auf einen zuvor erfindungsgemäß festgelegten, konstanten Wert umgeschaltet, welcher
keinen Sprung im Signal (s8.3) zuläßt. Während dieser Maskierung wird zunächst ein
neuer Offsetwert mit den Mitteln (8.3.1) und (8.3.2) gebildet, der mit Mittel (8.3.4)
von dem ursprünglichen Signal aus Mittel (8.2) abgezogen wird. Die Bestimmung des
Offsetwertes ist erfindungsgemäß abgeschlossen, bevor im Ionenstromsignal der Zündfunke
sichtbar wird. Die Störbereinigung des Signals aus dem Verbrennungsprozeß (2) kann
beispielhaft mit einem angepaßten Filter (8.3.1) erfolgen. Ist im Anschluß daran der
Einfluß des Zündfunkens auf das Ionenstromsignal zu Ende, wird mit Mittel (8.3.5)
auf den Ausgang des Mittels (8.3.4) zurückgeschalten. In der Abtasthalteschaltung
(8.3.2) wird der ermittelte Wert aus Mittel (8.3.1) bis zum nächsten Umschalten der
Mittel (8.3.5) und (8.1) gehalten, so daß nach Mittel (8.3.5) ein erfindungsgemäß
offsetwertbereinigtes und störbereinigtes Signal (s8.3) zur weiteren Verarbeitung
in Mittel (6) vorliegt. Für die zeitliche Ansteuerung der Mittel 1, 8.1, 8.2 und 8.3
wird eine Steuereinheit 8.4 benötigt.
1. Verfahren zur Verarbeitung von Ionenstromsignalen einer Brennkraftmaschine mit mindestens
einem Zylinder,
- bei dem durch eine Offsetkorrektur und eine Maskierung ein 2. Signal gebildet wird,
- wobei die Offsetkorrektur erfolgt indem durch Messung des Ionenstromsignals in dem
Zylinder vor jedem Zündvorgang der Pegel des Ionenstromsignals des Zylinders erfasst
und daraus ein Offsetwert ermittelt wird und bis zum nächsten Zündvorgang vom Ionenstromsignal
der Offsetwert subtrahiert wird,
- wobei die Maskierung erfolgt indem das Ionenstromsignal während eines Zündvorgangs
durch den Offsetwert ersetzt wird.
2. Verfahren zur Verarbeitung von Ionenstromsignalen einer Brennkraftmaschine mit mindestens
einem Zylinder,
- bei dem durch eine Offsetkorrektur und eine Maskierung ein 2. Signal gebildet wird,
- wobei die Offsetkorrektur erfolgt indem vor einem Zündvorgang der Pegel des Ionenstromsignals
des Zylinders erfasst und daraus ein Offsetwert ermittelt wird der vom ursprünglichen
Ionenstromsignal abgezogen wird,
- wobei die Maskierung erfolgt indem während eines Zündvorgangs und der davor erfolgenden
Ermittlung des Offsetwerts das Ionenstromsignal durch einen zuvor festgelegten konstanten
Wert ersetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Zylinder vorgesehen sind, dass aus den 2. Signalen der mehreren Zylinder
der Brennkraftmaschine ein 3. Signal gebildet wird, indem in Fall des Anspruchs 1
nach der Offsetkorrektur und Maskierung die 2. Signale durch einen Multiplexer zusammengefasst
und im Fall des Anspruchs 2 vor der Offsetkorrektur und Maskierung die Ionenstromsignale
der verschiedenen Zylinder durch eine Auswahleinheit ausgewählt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das so aufbereitete 3. Signal mittels eines Verfahrens zur Klopferkennung weiterverarbeitet
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die ermittelten Offsetwerte durch Vergleich mit festen oder betriebszustandsabhängigen
Schwellwerten zur Diagnose des Zündsystems und des Kerzenzustandes (Kerzenverschmutzung)
verwendet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch Kurzzeitintegration des 3. Signals innerhalb von den einzelnen Zylindern zugeordneten
Messfenstern ein 1. Merkmal entsteht, welches durch Vergleich mit festen oder betriebszustandsabhängigen
Schwellwerten eine Aussetzererkennung ermöglicht
7. Verfahren nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch Maximalwertauswertung des 3. Signals innerhalb von den einzelnen Zylindern
zugeordneten Messfenstern ein 2. Merkmal entsteht, welches durch Vergleich mit festen
oder betriebszustandsabhängigen Schwellwerten eine Aussetzererkennung ermöglicht.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das 1. und 2. Merkmal in einem zweidimensionalen Merkmalsraum zur Erkennung von Aussetzern
verwendet werden.
9. Verfahren nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das 3. Signal einer Tiefpassfilterung und Analog-Digitalwandlung unterzogen wird
und in einem geeigneten Mikrorechner als Grundlage weiterer Motorsteuerungsfunktionen
verwendet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 6 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussetzererkennung nach einer Digitalisierung im Mikrorechner durchgeführt wird.
11. Vorrichtung zur Verarbeitung von Ionenstromsignalen einer Brennkraftmaschine mit mindestens
einem Zylinder,
- bei dem durch eine Offsetkorrektur und eine Maskierung ein 2. Signal gebildet wird,
- wobei die Offsetkorrektur erfolgt indem durch Messung des Ionenstromsignals in dem
Zylinder vor jedem Zündvorgang der Pegel des Ionenstromsignals des Zylinders erfasst
und daraus ein Offsetwert ermittelt wird und bis zum nächsten Zündvorgang vom Ionenstromsignal
der Offsetwert subtrahiert wird,
- wobei die Maskierung erfolgt indem das Ionenstromsignal während eines Zündvorgangs
durch den Offsetwert ersetzt wird.
12. Vorrichtung zur Verarbeitung von Ionenstromsignalen einer Brennkraftmaschine mit mindestens
einem Zylinder,
- bei dem durch eine Offsetkorrektur und eine Maskierung ein 2. Signal gebildet wird,
- wobei die Offsetkorrektur erfolgt indem vor einem Zündvorgang der Pegel des Ionenstromsignals
des Zylinders erfasst und daraus ein Offsetwert ermittelt wird der vom ursprünglichen
Ionenstromsignal abgezogen wird,
- wobei die Maskierung erfolgt indem während eines Zündvorgangs und der davor erfolgenden
Ermittlung des Offsetwerts das Ionenstromsignal durch einen zuvor festgelegten konstanten
Wert ersetzt wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Zylinder vorgesehen sind, dass aus den 2. Signalen der mehreren Zylinder
der Brennkraftmaschine ein 3. Signal gebildet wird, indem in Fall des Anspruchs 11
nach der Offsetkorrektur und Maskierung die 2. Signale durch einen Multiplexer zusammengefasst
und im Fall des Anspruchs 12 vor der Offsetkorrektur und Maskierung die Ionenstromsignale
der verschiedenen Zylinder durch eine Auswahleinheit ausgewählt werden.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das so aufbereitete 3. Signal mittels eines Verfahrens zur Klopferkennung weiterverarbeitet
wird.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass die ermittelten Offsetwerte durch Vergleich mit festen oder betriebszustandsabhängigen
Schwellwerten zur Diagnose des Zündsystems und des Kerzenzustandes (Kerzenverschmutzung)
verwendet werden.
16. Vorrichtung nach Anspruch 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass durch Kurzzeitintegration des 3. Signals innerhalb von den einzelnen Zylindern zugeordneten
Messfenstern ein 1. Merkmal entsteht, welches durch Vergleich mit festen oder betriebszustandsabhängigen
Schwellwerten eine Aussetzererkennung ermöglicht
17. Vorrichtung nach Anspruch 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass durch Maximalwertauswertung des 3. Signals innerhalb von den einzelnen Zylindern
zugeordneten Messfenstern ein 2. Merkmal entsteht, welches durch Vergleich mit festen
oder betriebszustandsabhängigen Schwellwerten eine Aussetzererkennung ermöglicht.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das 1. und 2. Merkmal in einem zweidimensionalen Merkmalsraum zur Erkennung von Aussetzern
verwendet werden.
19. Vorrichtung nach Anspruch 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das 3. Signal einer Tiefpassfilterung und Analog-Digitalwandlung unterzogen wird
und in einem geeigneten Mikrorechner als Grundlage weiterer Motorsteuerungsfunktionen
verwendet wird.
20. Vorrichtung nach Anspruch 16 - 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussetzererkennung nach einer Digitalisierung im Mikrorechner durchgeführt wird.
1. Method for processing ion-current signals of an internal combustion engine having
at least one cylinder,
- in which a 2nd signal is formed by an offset correction and a masking,
- the offset correction being performed by detecting the level of the ion-current
signal of the cylinder by measuring the ion-current signal in the cylinder before
each ignition process, and an offset value being determined therefrom, and the offset
value being subtracted from the ion-current signal by the time of the next ignition
process, and
- the masking being performed by replacing the ion-current signal by the offset value
during an ignition process.
2. Method for processing ion-current signals in an internal combustion engine having
at least one cylinder,
- in which a 2nd signal is formed by means of an offset correction and a masking,
- the offset correction being performed by detecting the level of the ion-current
signal of the cylinder before an ignition process and determining therefrom an offset
value which is subtracted from the original ion-current signal, and
- the masking being performed by replacing the ion-current signal by a previously
fixed constant value during an ignition process and the determination of the offset
value performed prior thereto.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that a plurality of cylinders are provided, in that the 2nd signals of the plurality of cylinders of the internal combustion engine are
used to form a 3rd signal by virtue of the fact that in the case of Claim 1 after
the offset correction and masking the 2nd signals are combined by a multiplexer, and
in the case of Claim 2 the ion-current signals of the various cylinders are selected
by a selection unit before the offset correction and masking.
4. Method according to Claim 3, characterized in that the 3rd signal thus conditioned is further processed by means of a method for knock
recognition.
5. Method according to Claims 1 - 4, characterized in that the determined offset values are used to diagnose the ignition system and the sparking-plug
condition (sparking-plug fouling) by means of comparison with threshold values that
are fixed or dependent on operating state.
6. Method according to Claims 3 to 5, characterized in that short-term integration of the 3rd signal inside measurement windows assigned to the
individual cylinders generates a 1st feature which permits misfire detection by means
of comparison with threshold values that are fixed or dependent on operating state.
7. Method according to Claims 3 to 5, characterized in that maximum value evaluation of the 3rd signal inside measurement windows assigned to
the individual cylinders generates a 2nd feature which permits misfire detection by
means of comparison with threshold values that are fixed or dependent on operating
state.
8. Method according to Claim 6 or 7, characterized in that the 1st and 2nd features are used in a two-dimensional feature space for the detection
of misfires.
9. Method according to Claims 3 to 5, characterized in that the 3rd signal is subjected to low pass filtering and analogue-to-digital conversion,
and is used in a suitable microcomputer as the basis for further engine control functions.
10. Method according to Claims 6 - 8, characterized in that the misfire detection is carried out after digitization in the microcomputer.
11. Device for processing ion-current signals in an internal combustion engine having
at least one cylinder,
- in which a 2nd signal is formed by an offset correction and a masking,
- the offset correction being performed by detecting the level of the ion-current
signal of the cylinder by measuring the ion-current signal in the cylinder before
each ignition process, and an offset value being determined therefrom, and the offset
value being subtracted from the ion-current signal by the time of the next ignition
process, and
- the masking being performed by replacing the ion-current signal by the offset value
during an ignition process.
12. Device for processing ion-current signals in an internal combustion engine having
at least one cylinder,
- in which a 2nd signal is formed by means of an offset correction and a masking,
- the offset correction being performed by detecting the level of the ion-current
signal of the cylinder before an ignition process and determining therefrom an offset
value which is subtracted from the original ion-current signal, and
- the masking being performed by replacing the ion-current signal by a previously
fixed constant value during an ignition process and the determination of the offset
value performed prior thereto.
13. Device according to Claim 11 or 12, characterized in that a plurality of cylinders are provided, in that the 2nd signals of the plurality of cylinders of the internal combustion engine are
used to form a 3rd signal by virtue of the fact that in the case of Claim 11 after
the offset correction and masking the 2nd signals are combined by a multiplexer, and
in the case of Claim 12 the ion-current signals of the various cylinders are selected
by a selection unit before the offset correction and masking.
14. Device according to Claim 13, characterized in that the 3rd signal thus conditioned is further processed by means of a method for knock
recognition.
15. Device according to Claims 11 - 14, characterized in that the determined offset values are used to diagnose the ignition system and the sparking-plug
condition (sparking-plug fouling) by means of comparison with threshold values that
are fixed or dependent on operating state.
16. Device according to Claims 13 to 15, characterized in that short-term integration of the 3rd signal inside measurement windows assigned to the
individual cylinders generates a 1st feature which permits misfire detection by means
of comparison with threshold values that are fixed or dependent on operating state.
17. Device according to Claims 13 to 15, characterized in that maximum value evaluation of the 3rd signal inside measurement windows assigned to
the individual cylinders generates a 2nd feature which permits misfire detection by
means of comparison with threshold values that are fixed or dependent on operating
state.
18. Device according to Claim 16 or 17, characterized in that the 1st and 2nd features are used in a two-dimensional feature space for the detection
of misfires.
19. Device according to Claims 13 to 15, characterized in that the 3rd signal is subjected to low pass filtering and analogue-to-digital conversion,
and is used in a suitable microcomputer as the basis for further engine control functions.
20. Device according to Claims 16 - 18, characterized in that the misfire detection is carried out in the microcomputer after digitization.
1. Procédé de traitement de signaux de courant ionique d'un moteur à combustion interne
ayant au moins un cylindre, selon lequel
- par une correction de décalage et un masquage on forme un second signal,
- la correction de décalage se fait par la mesure du signal de courant ionique dans
le cylindre avant chaque opération d'allumage en détectant le niveau du signal de
courant ionique du cylindre pour en déduire une valeur de décalage et jusqu'à l'opération
d'allumage suivante on soustrait la valeur de décalage du signal de courant ionique,
- et le masquage se fait en remplaçant le signal de courant ionique pendant une opération
d'allumage par la valeur de décalage.
2. Procédé de traitement de signaux de courant ionique d'un moteur à combustion interne
comportant au moins un cylindre, selon lequel
- par une correction de décalage et un masquage on forme un second signal,
- on saisit la correction de décalage en ce qu'avant l'opération d'allumage on saisit
le niveau du signal de courant ionique du cylindre et on en déduit une valeur de décalage
que l'on retranche du signal d'origine de courant ionique,
- et le masquage se fait pendant l'opération d'allumage et la détermination qui précède
de la valeur de décalage, en remplaçant le signal de courant ionique par une valeur
constante fixée préalablement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
il y a plusieurs cylindres et à partir des seconds signaux de plusieurs cylindres
du moteur à combustion interne on forme un troisième signal, et dans le cas de la
revendication 1, les seconds signaux sont regroupés après la correction de décalage
et le masquage des deux signaux par un multiplexeur, et dans le cas de la revendication
2, avant la correction de décalage et le masquage une unité de sélection sélectionne
les signaux ioniques des différents cylindres.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
le troisième signal ainsi préparé est traité par un procédé de détection de cliquetis.
5. Procédé selon les revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
les valeurs de décalage obtenues sont utilisées pour être comparées à des valeurs
de seuil fixes ou dépendant de l'état de fonctionnement pour le diagnostic du système
d'allumage et de l'état des bougies (encrassage de bougies).
6. Procédé selon les revendications 3 à 5,
caractérisé en ce que
par une intégration en temps court du troisième signal à l'intérieur des fenêtres
de mesure associées aux différents cylindres, on obtient une première caractéristique
utilisée pour la détection d'un raté par comparaison avec des seuils fixes ou dépendant
de l'état de fonctionnement.
7. Procédé selon les revendications 3 à 5,
caractérisé en ce que
par l'exploitation de la valeur maximale du troisième signal à l'intérieur des fenêtres
de mesure associées aux différents cylindres, on obtient une troisième caractéristique
permettant une détection de ratés par comparaison à des valeurs de seuil fixes ou
dépendant de l'état de fonctionnement.
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce qu'
on utilise la première et la seconde caractéristique dans un espace de caractéristique
à deux dimensions pour détecter des ratés d'allumage.
9. Procédé selon les revendications 3 à 5,
caractérisé en ce que
le troisième signal est soumis à un filtrage passe-bas et à une conversion analogique/numérique
et il est utilisé dans un microcalculateur approprié comme base d'autres fonctions
de commande de moteur.
10. Procédé selon les revendications 6 à 8,
caractérisé en ce qu'
on effectue la détection de ratés après une numérisation dans le microcalculateur.
11. Dispositif de traitement de signaux de courant ionique d'un moteur à combustion interne
comprenant au moins un cylindre,
- selon lequel, par une correction de décalage et un masquage on forme un second signal,
et
- on effectue la correction de décalage en saisissant le niveau du signal de courant
ionique du cylindre par la mesure du signal de courant ionique dans le second cylindre,
avant chaque opération d'allumage, et on en déduit une valeur de décalage et on retranche
cette valeur de décalage du signal de courant ionique jusqu'à l'opération d'allumage
suivante,
- et le masquage consiste à remplacer le signal de courant ionique par la valeur de
décalage pendant une opération d'allumage.
12. Dispositif de traitement de signaux de courant ionique d'un moteur à combustion interne
comportant au moins un cylindre,
- selon lequel, par une correction de décalage et un masquage on forme un second signal,
- la correction de décalage se fait en saisissant le niveau du signal de courant ionique
du cylindre avant une phase d'allumage et on en déduit une valeur de décalage que
l'on retranche du signal d'origine de courant ionique,
- et on effectue le masquage en ce que pendant une phase d'allumage et la détermination
de la valeur de décalage faite précédemment, on remplace le signal de courant ionique
par une valeur constante fixée préalablement.
13. Dispositif selon la revendication 11 ou 12,
caractérisé en ce qu'
il y a plusieurs cylindres et à partir des seconds signaux des différents cylindres
du moteur à combustion interne on forme un troisième signal, et selon la revendication
11, après la correction de décalage et le masquage on regroupe les seconds signaux
avec un multiplexeur et dans le cas de la revendication 12, avant la correction de
décalage et le masquage, on sélectionne les signaux de courant ionique des différents
cylindres par une unité de sélection.
14. Dispositif selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
le troisième signal ainsi préparé est ensuite traité par un procédé de détection de
cliquetis.
15. Dispositif selon les revendications 11-14,
caractérisé en ce que
les valeurs de décalage obtenues sont utilisées pour la comparaison avec des valeurs
de seuil fixes ou dépendant de l'état de fonctionnement pour diagnostiquer le système
d'allumage ou l'état des bougies (encrassage des bougies).
16. Dispositif selon les revendications 13 à 15,
caractérisé en ce que
par intégration brève du troisième signal à l'intérieur de la fenêtre de mesure associée
aux différents cylindres, on obtient une première caractéristique permettant une détection
de ratés d'allumage par comparaison à des valeurs de seuil fixes ou dépendant de l'état
de fonctionnement.
17. Dispositif selon les revendications 13 à 15,
caractérisé en ce que
par l'exploitation de la valeur maximale du troisième signal à l'intérieur de fenêtres
de mesure associées aux différents cylindres, on obtient une deuxième caractéristique
permettant une détection de ratés par comparaison à des valeurs de seuil fixes ou
dépendant de l'état de fonctionnement.
18. Dispositif selon la revendication 16 ou 17,
caractérisé en ce qu'
on utilise la première et la seconde caractéristique dans un espace de caractéristique
à deux dimensions pour détecter des ratés d'allumage.
19. Dispositif selon les revendications 13 à 15,
caractérisé en ce qu'
on soumet le troisième signal à un filtrage passe-bas et à une conversion analogique/numérique
et on l'utilise dans un microcalculateur approprié comme base d'autres fonctions de
commande de moteur.
20. Dispositif selon les revendications 16 à 18,
caractérisé en ce qu'
on effectue la détection de ratés après numérisation dans un microcalculateur.