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EP 0 943 731 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.06.2001 Patentblatt 2001/24 |
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Anmeldetag: 20.03.1998 |
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Filtermaterial mit einstellbarer Benetzbarkeit und Verfahren zu seiner Herstellung
Filter material with adjustable wettability and process for its manufacture
Matière filtrante avec mouillabilité réglable et son procédé de fabrication
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB IE IT NL SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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SI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.09.1999 Patentblatt 1999/38 |
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Patentinhaber: PAPCEL - PAPIER UND CELLULOSE, TECHNOLOGIE UND HANDELS-GmbH |
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D-76584 Gernsbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Grauer, Günter
76593 Gernsbach (DE)
- Le Brech, Yves
29230 Scaer (DE)
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Vertreter: Henkel, Feiler, Hänzel |
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Möhlstrasse 37 81675 München 81675 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 011 968 EP-A- 0 632 163 GB-A- 1 307 637 US-A- 4 713 285
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EP-A- 0 287 910 GB-A- 1 053 933 US-A- 4 289 580 US-A- 5 595 659
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Filtermaterial, insbesondere Teebeutel, sowie ein Verfahren
zur Herstellung und Verwendung desselben.
Stand der Technik:
[0002] Üblicherweise werden Filterbeutel für die Kalt- und Heißfiltration, z.B. Teebeutel,
Kaffeebeutel (siehe auch DE-C-39 02 298), Filterbeutel für Aromen, Gewürze sowie Kochbeutel
z.B. für Reis und Gemüse; Filterpapiere für Tee und Kaffee, für die Getränkeindustrie,
für medizinische Anwendungen und sowie zur Filtration von Ölen und Emulsionen aus
heißsiegelfähigen und nicht heißsiegelfähigen Filtermaterialien hergestellt.
[0003] Es ist dabei bekannt, daß hydrophile Filterpapiere unmittelbar nach dem Kontakt mit
Wasser ein Quellverhalten zeigen, das sich dahingehend auswirkt, daß das Papier stark
Feuchtigkeit absorbiert, eine Quellung der Papierfasern einsetzt und sich dadurch
die Anzahl der Öffnungen zwischen den Fasern und die Größe der Öffnungen ändert.
[0004] Das äußert sich bei einem Teebeutel, der z.B. mit stark ausgasenden Kräutern, Heilpflanzen
oder Tee gefüllt ist, darin, daß er aufgrund des entstehenden Gasdruckes beim Übergießen
mit heißem Wasser sogar aufplatzen kann.
[0005] Darüber hinaus kann bei Verwendung eines solchen hydrophilen Filtermaterials zur
Herstellung eines Tee- oder Kaffeefilters durch das starke hydrophile Verhalten des
Filtermaterials die Kontaktzeit des Tees bzw. Kaffees mit dem kochenden Wasser stark
vermindert werden. Dadurch lassen der Geschmack des Tees bzw. des Kaffees sowie die
damit verbundene Farbentwicklung zu wünschen.
[0006] Zur Lösung dieses Problems schlägt beispielsweise die DE 19 51 360.0 A1 die Verwendung
von Papieren mit großer Porenweite vor.
[0007] Eine weitere Möglichkeit, die Feuchtigkeitsaufnahme der Papierfasern zu verhindern,
besteht darin, sie u.a. mit einer Latex-Dispersion zu hydrophobieren, so wie es in
der EP 0 632 163 A1 vorgeschlagen wurde, wodurch die Wasseraufnahmefähigkeit praktisch
Null wird.
[0008] Ein Nachteil dieser Hydrophobierung besteht jedoch darin, daß die wasserabstoßende
Fasereigenschaft bei einer Auslaugung eines daraus gefertigten Teebeutels eine wesentlich
größere Zeit in Anspruch nimmt, als bei einem unbehandelten herkömmlichen Beutel.
[0009] Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß so ein Teebeutel, der wegen der Hydrophobierung
des Papiers nur schwer benetzt wird, direkt nach dem Aufguß mit heißem Wasser die
Tendenz zeigt, so schnell wie möglich zur Wasseroberfläche aufzuschwimmen. Dort ist
erfahrungsgemäß die Wassertemperatur geringer als in der Gefäßmitte und im unteren
Teil des Gefäßes. Außerdem wird dadurch auch nur ein Teil des Beutels vom Wasser umschlossen,
so daß die Auslaugung des Inhaltes verlangsamt wird.
[0010] Ein Tee- oder Kaffeefilter, der aus einem derartigen, hydrophobierten Filtermaterial
hergestellt ist, kann die Filtrierzeit des Wassers im Filter so weit erhöhen, daß
bei einem maschinellen Aufguß die Gefahr besteht, daß der Filter überläuft.
[0011] Die US-A-4 289 580 beschreibt ein heißsiegelfähiges Material für Teebeutel, dessen
Heißsiegelschicht zur Verbesserung der Teediffusion strukturiert und zur Verbesserung
der Benetzbarkeit mit einem Netzmittel auf Polyoxyethylenbasis behandelt ist.
[0012] Die EP-0 011 968 (A1) beschreibt einen aus Polypropylenfasern bestehenden oder Polypropylenfasern
enthaltenden Beutel für Waschmittel, der mit einem wasserlöslichen Material oder einem
entfernbaren wasserunlöslichen Material beschichtet ist.
[0013] Die GB-1 307 637 beschreibt einen Infusionsbeutel für Getränke, der sich unter Einfluß
von heißem Wasser öffnet. Der durch heißes Wasser zu öffnende Verschluß des Beutels
besteht beispielsweise aus Gelatine, einem Alginsäuresalz oder -ester, Methylzellulose,
Carboxymethylzellulose oder einer Mischung hiervon.
[0014] Die US-A-4 713 285 beschreibt ein Glasfaserfiltermaterial zur Verwendung unter Hochtemperaturbedingungen,
z.B. als Filter in der Automobilindustrie zum Filtieren von Heißluft aus Lacktrocknungsöfen.
Die Fasermatrix enthält ein in kaltem Wasser unlösliches, in heißem Wasser lösliches
organisches Bindemittel.
[0015] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, durch Steuerung der
Wasserbenetzbarkeit und Wasseraufnahmefähigkeit des Filtermaterials, d.h. durch eine
geeignete Behandlung des Filtermaterials, ein Zusammenspiel zwischen hydrophoben und
hydrophilen Eigenschaften (amphiphil) des Filtermaterials zu erreichen, so daß ein
Filtermaterial erhalten wird, bei dem nach Verarbeitung zu einem Aufgußbeutel oder
zu einem Filter die oben geschilderten Nachteile vermieden werden. Weitere Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen
Filtermaterials anzugeben.
[0016] Gegenstand einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist somit das Filtermaterial
gemäß Anspruch 1. Bevorzugte Ausführungsformen dieses Filtermaterials sind in den
Unteransprüchen 2 bis 11 sowie im Anspruch 12 dargestellt.
[0017] Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung
eines derartigen Filtermaterials gemäß Patentanspruch 13, sowie Verwendung desselben.
[0018] Das erfindungsgemäße Filtermaterial, das mit einer hydrophilen und einer hydrophoben
Substanz imprägniert ist, hat zweckmäßigerweise ein Flächengewicht zwischen 10-120
g/m
2, bevorzugt 12-40 g/m
2, wobei das Filtermaterial nicht heißsiegelfähig oder auch heißsiegelfähig sein kann.
[0019] Das erfindungsgemäße Filtermaterial besitzt eine gesteuerte Wasserbenetzbarkeit und
Wasseraufnahmefähigkeit. Unter dem Begriff "gesteuerte Wasserbenetzbarkeit und Wasseraufnahmefähigkeit"
wird hier und im folgenden verstanden, daß das Filtermaterial eine Wasserbenetzbarkeit
und Wasseraufnahmefähigkeit besitzt, die zwischen denjenigen eines vollständig hydrophobierten
Filtermaterials (0 %) und denjenigen eines hydrophilen Filtermaterials (100 %) liegt.
Zweckmäßigerweise besitzt das erfindungsgemäße Filtermaterial eine Wasserbenetzbarkeit
und Wasseraufnahmefähigkeit im Bereich von 10 % bis 90 %, vorzugsweise im Bereich
von 10 % bis 50 %. Die Wasserbenetzbarkeit und Wasseraufnahmefähigkeit läßt sich beispielsweise
mithilfe eines Saughöhentests bestimmen, d.h. je hydrophiler das Filtermaterial ist,
(wenn der Anteil an Hydrophilierungsmittel größer ist) desto höher ist die Saughöhe.
Erfindungsgemäß wurde der Saughöhentest unter den Bedingungen gemäß DIN 53106 (synonym
zu ISO 8787) durchgeführt.
[0020] Als zur Imprägnierung des Filtermaterials verwendbare, hydrophobe Substanzen kommen
unter anderem in Frage:
[0021] Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymere, Styrol-Butadien-Copolymere, Polystyrol (PS),
Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyvinylacetat (PVAc),
Polyacrylamid, Polymethacrylate, Polyacrylate, Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylidenchlorid
(PVDC), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Siliconharze, Terpenharze, Ketonharze, Cumaronharze,
Styrol-Acrylsäure-Copolymere, wie n-Butylacrylat-Styrol-Copolymer, Ethylcellulose
(EC), Celluloseacetat und Dimethylpolysiloxane, vorzugsweise Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymere,
Styrol-Butadien-Copolymere und Styrol-Acrylsäure-Copolymere, insbesondere n-Butylacrylat-Styrol-Copolymer.
[0022] Als zur Imprägnierung des Filtermaterials verwendbare, hydrophile Substanzen kommen
unter anderem in Frage:
[0023] Polyethylenglykole (PEG), Methylcellulose (MC), Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC),
Hydroxypropylcellulose (HPC), Hydroxypropyl-methylcellulose-phthalat (HPMCP), Polyvinylpyrrolidon
(PVP), Polyvinylalkohol (PVA), Polyacrylsäuren, Gelatine, Alginate und Sulfosuccinate,
vorzugsweise Sulfosuccinate, insbesondere Natriumdialkylsulfosuccinat.
[0024] Die Zugabemenge ist bei den hydrophoben Substanzen zweckmäßigerweise 0,5 - 20 %,
vorzugsweise 10 %, und bei den hydrophilen Substanzen zweckmäßigerweise 0,01-5%, vorzugsweise
0,05%, bezogen auf das Papiergewicht.
[0025] Bei der Verwendung des Filtermaterials als Teebeutel beträgt die Zugabemenge vorzugsweise
0,05% hydrophiler und 10 % hydrophober Substanzen.
[0026] Bei dem Verfahren zur Herstellung eines Filtermaterials mit gesteuerter Wasserbenetzbarkeit
und Wasseraufnahmefähigkeit gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Filtermaterial
mit einer hydrophoben und einer hydrophilen Substanz behandelt.
[0027] Im allgemeinen erfolgt die Herstellung eines Filtermaterials nach auf dem einschlägigen
Fachgebiet bekannter Weise durch Aufbringen einer wäßrigen Suspension von Naturfasern
und/oder synthetischen Fasern auf ein Papiermaschinensieb.
[0028] Im Falle der Produktion eines heißsiegelfähigen Papiers werden in einer zweiten Stufe
die heißsiegelfähigen, synthetischen Fasern auf der ersten Schicht abgelagert und
durch einen nachfolgenden Trocknungsprozeß die synthetischen Fasern angeschmolzen,
so daß sie sich mit den Naturfasern der ersten Schicht verbinden.
[0029] Um das Filtermaterial im Rahmen des erfindungegemäßen Verfahrens mit einer hydrophoben
und einer hydrophilen Substanz zu behandeln, bieten sich während des Produktionsprozesses
verschiedene Verfahrensstufen als Zugabeort der hydrophoben und hydrophilen Substanzen
an:
1) Die Zugabe der hydrophoben und hydrophilen Substanzen kann beispielsweise in der
Masse vor dem Stoffauflauf der Papiermaschine erfolgen.
2) Ferner kann die Zugabe der hydrophoben und hydrophilen Substanzen in der Leimpresse
(wäßrige Lösung, Emulsion, Dispersion) während des Produktionsprozesses erfolgen.
3) Des weiteren besteht die Möglichkeit der Zugabe im Rahmen weiterer Verfahrensstufen,
z.B. beim Sprühbalken oder bei der Befeuchtungseinrichtung am Ende des Produktionsprozesses.
[0030] Das erfindungsgemäß hergestellte Filtermaterial läßt sich hervorragend zur Herstellung
von Filtern zur wäßrigen Heiß- oder Kaltfiltration, Filterbeuteln für Getränke oder
Aromen, Kochbeuteln, Filtern für medizinische Anwendungen sowie von Filtern zur Filtration
von Emulsionen oder Ölen verwenden.
[0031] Bevorzugt verwendbar ist das erfindungsgemäße Filtermaterial zur Herstellung von
Teebeuteln. Gegenstand einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ist folglich ein aus dem erfindungsgemäßen Filtermaterial hergestellter Teebeutel.
Kurze Beschreibung der Figuren:
[0032] Figur 1 zeigt rechts einen Teebeutel, dessen Papier nur hydrophob ausgerüstet ist
und bei dem Aufguß nach oben schwimmt, wobei ein Teil des Beutels vom Wasser nicht
benetzt wird.
[0033] Der linke Teebeutel, dessen Papier zusätzlich hydrophiliert ist, befindet sich im
unteren Teil des Gefäßes und wird völlig benetzt. Durch die genaue Einstellung einer
amphiphilen Papiereigenschaft kann der daraus gefertigte Teebeutel dann z.B. in der
Gefäßmitte gehalten werden, wo erfahrungsgemäß die Temperatur sehr hoch ist und die
Infusion am schnellsten erfolgt.
[0034] Figur 2 zeigt den Verlauf der Farbintensitätsentwicklung des Extraktes beim Aufguß
eines Teebeutels als Funktion der Zeit.
[0035] Die Kurve 1 zeigt den Verlauf der Farbentwicklung eines Extraktes aus einem Teebeutel,
der aus einem nur hydrophob ausgerüsteten Filtermaterial gefertigt wurde. Die Kurve
2 zeigt die Farbentwicklung eines Extraktes aus einem Teebeutel aus einem zusätzlich
hydrophilierten Filtermaterial. Deutlich ist die schnellere Farbentwicklung (Kurve
2) innerhalb etwa 2 min. beim zusätzlich hydrophilierten Beutel zu beobachten.
[0036] Die Entwicklung der Farbe, die zugleich Hand in Hand mit einer Geschmacksentwicklung
verläuft, ist gerade innerhalb der ersten 2 min. wichtig, da die gewohnheitsmäßigen
Aufbrühzeiten der Teetrinker sich mehr und mehr verkürzen.
Erläuterung der Meßmethode für die Farbentwicklung:
[0037] Ein Teebeutel wird in einem Becherglas mit kochendem Wasser übergossen und die Flüssigkeit
mit einem Magnetrührer konstant in Bewegung gehalten.
[0038] Durch eine kontinuierlich arbeitende Pumpe wird der Teeaufguß durch eine Zelle in
das Spektralphotometer geführt. Bei einer festgelegten Wellenlänge wird dann in der
Abhängigkeit von der Zeit (X-Achse) die spektrale Absorption des Lichtes (Y-Achse)
des Teeaufgusses bestimmt.
1. Filtermaterial, dadurch gekennzeichnet, daß es zur Steuerung der Wasserbenetzbarkeit
und Wasseraufnahmefähigkeit mit einer hydrophilen und einer hydrophoben Substanz behandelt
ist.
2. Filtermaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Filtermaterial ein
Flächengewicht zwischen 10 und 120 g/m2 aufweist.
3. Filtermaterial nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Filtermaterial ein
Flächengewicht zwischen 12 und 40 g/m2 aufweist.
4. Filtermaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die hydrophobe Substanz aus mindestens einer der folgenden Substanzen ausgewählt ist:
Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymere, Styrol-Butadien-Copolymere, Styrol-Acrylsäure-Copolymere,
Polystyrol (PS), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyvinylacetat
(PVAc), Polyacrylamid, Polymethacrylate, Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylidenchlorid
(PVDC), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Siliconharze, Terpenharze, Ketonharze, Cumaronharze,
Ethylcellulose (EC), Celluloseacetat und Dimethylpolysiloxane.
5. Filtermaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die hydrophile Substanz aus mindestens einer der folgenden Substanzen ausgewählt ist:
Polyethylenglykole (PEG), Methylcellulose (MC), Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC),
Hydroxypropylcellulose (HPC), Hydroxypropyl-methylcellulose-phthalat (HPMCP), Polyvinylpyrrolidon
(PVP), Polyvinylalkohol (PVA), Polyacrylsäuren, Gelatine, Alginate und Sulfosuccinate.
6. Filtermaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die hydrophobe Substanz in einer Menge von 0,5 bis 20 %, bezogen auf das Papierflächengewicht,
aufgetragen wurde.
7. Filtermaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die hydrophobe Substanz in einer Menge von 10 %, bezogen auf das Papierflächengewicht,
aufgetragen wurde.
8. Filtermaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die hydrophile Substanz in einer Menge von 0,01 bis 5%, bezogen auf das Papierflächengewicht,
aufgetragen wurde.
9. Filtermaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die hydrophile Substanz in einer Menge von 0,05%, bezogen auf das Papierflächengewicht,
aufgetragen wurde.
10. Filtermaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
es sich bei dem Filtermaterial um ein heißsiegelfähiges Filtermaterial handelt.
11. Filtermaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es sich
bei dem Filtermaterial um ein nicht heißsiegelfähiges Filtermaterial handelt.
12. Teebeutel, hergestellt aus einem Filtermaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
13. Verfahren zur Herstellung eines Filtermaterials, dadurch gekennzeichnet, daß man das
Filtermaterial zur Steuerung der Wasserbenetzbarkeit und Wasseraufnahmefähigkeit mit
einer hydrophoben und einer hydrophilen Substanz behandelt.
14. Verwendung eines Filtermaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Herstellung
von Filtern zur wäßrigen Heiß- oder Kaltfiltration, Filterbeuteln für Getränke oder
Aromen, Kochbeuteln, Filtern für medizinische Anwendungen sowie von Filtern zur Filtration
von Emulsionen oder Ölen.
15. Verwendung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Filtermaterial zur Herstellung
von Teebeuteln, Teefiltern, D Kaffeebeuteln und Kaffeefiltern verwendet wird.
1. Filter material, characterized in that it is treated with a hydrophilic substance
and a hydrophobic substance to control the water wettability and water absorption
capability.
2. Filter material according to Claim 1, characterized in that the filter material has
a basis weight between 10 and 120 g/m2.
3. Filter material according to Claim 2, characterized in that the filter material has
a basis weight between 12 and 40 g/m2.
4. Filter material according to any of the preceding claims, characterized in that the
hydrophobic substance is selected from at least one of the following substances: styrene-maleic
anhydride copolymers, styrene-butadiene copolymers, styrene-acrylic acid copolymers,
polystyrene (PS), polyethylene (PE), polypropylene (PP), polyvinyl chloride (PVC),
polyvinyl acetate (PVAc), polyacrylamide, polymethacrylates, polytetrafluoroethylene
(PTFE), polyvinylidene chloride (PVDC), polyvinylidene fluoride (PVDF), silicone resins,
terpene resins, ketone resins, coumarone resins, ethylcellulose (EC), cellulose acetate
and dimethylpolysiloxanes.
5. Filter material according to any of the preceding claims, characterized in that the
hydrophilic substance is selected from at least one of the following substances: polyethylene
glycols (PEG), methylcellulose (MC), hydroxypropylmethylcellulose (HPMC), hydroxypropylcellulose
(HPC), hydroxypropyl methylcellulose phthalate (HPMCP), polyvinylpyrrolidone (PVP),
polyvinyl alcohol (PVA), polyacrylic acids, gelatin, alginates and sulphosuccinates.
6. Filter material according to any of the preceding claims, characterized in that the
hydrophobic substance was applied in an amount of 0.5 to 20%, based on the paper basis
weight.
7. Filter material according to any of the preceding claims, characterized in that the
hydrophobic substance was applied in an amount of 10%, based on the paper basis weight.
8. Filter material according to any of the preceding claims, characterized in that the
hydrophilic substance was applied in an amount of 0.01 to 5%, based on the paper basis
weight.
9. Filter material according to any of the preceding claims, characterized in that the
hydrophilic substance was applied in an amount of 0.05%, based on the paper basis
weight.
10. Filter material according to any of the preceding claims, characterized in that it
is heat-sealable.
11. Filter material according to any of Claims 1 to 9, characterized in that it is non-heat-sealable.
12. Tea bag manufactured from a filter material according to any of the preceding claims.
13. Process for producing a filter material, characterized in that the filter material
is treated with a hydrophobic substance and a hydrophilic substance to control the
water wettability and water absorption capability.
14. Use of a filter material according to any of Claims 1 to 11 for manufacturing filters
for aqueous hot or cold filtration, filter bags for beverages or aromas, boil-in-the-bag
bags, filters for medical applications and also filters for filtering emulsions or
oils.
15. Use according to Claim 14, characterized in that the filter material is used for manufacturing
tea bags, tea filters, coffee bags and coffee filters.
1. Matériau filtrant, caracterisé en ce qu'il est traité avec une substance hydrophile
et une substance hydrophobe pour réguler la mouillabilité par l'eau et la capacité
d'absorption vis-à-vis de l'eau.
2. Matériau filtrant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau filtrant
présente une masse surfacique comprise entre 10 et 120 g/m2.
3. Matériau filtrant selon la revendication 2, caractérisé en ce que le matériau filtrant
présente une masse surfacique comprise entre 12 et 40 g/m2.
4. Matériau filtrant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la substance hydrophobe est choisie parmi au moins une des substances suivantes
: les copolymères anhydride maléique/styrène, les copolymères butadiène/styrène, les
copolymères acide acrylique/styrène, le polystyrène (PS), le polyéthylène (PE), le
polypropylène (PP), le poly(chlorure de vinyle) (PVC), le poly(acétate de vinyle)
(PVAc), le polyacrylamide, les polyméthacrylates, le polytétrafluoréthylène (PTFE),
le poly(chlorure de vinylidène) (PVDC), le poly(fluorure de vinylidène) (PVDF), les
résines siliconées, les résines terpéniques, les résines cétoniques, les résines de
coumarone, l'éthylcellulose (EC), l'acétate de cellulose et le diméthylpolysiloxane.
5. Matériau filtrant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la substance hydrophile est choisie parmi au moins une des substances suivantes
: les polyéthylèneglycols (PEG), la méthylcellulose (MC), l'hydroxypropylméthylcellulose
(HPMC), l'hydroxypropylcellulose (HPC), le phtalate d'hydroxypropylméthylcellulose
(HPMCP), la polyvinylpyrrolidone (PVP), le poly(alcool vinylique) (PVA), les poly(acides
acryliques), les gélatines, les alginates et les sulfosuccinates.
6. Matériau filtrant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la substance hydrophobe a été appliquée en une quantité de 0,5 à 20%, rapportée
à la masse surfacique du papier.
7. Matériau filtrant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la substance hydrophobe a été appliquée en une quantité de 10%, rapportée
à la masse surfacique du papier.
8. Matériau filtrant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la substance hydrophile a été appliquée en une quantité de 0,01 à 5%, rapportée
à la masse surfacique du papier.
9. Matériau filtrant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la substance hydrophile a été appliquée en une quantité de 0,05%, rapportée
à la masse surfacique du papier.
10. Matériau filtrant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le matériau filtrant dont il est question est un matériau filtrant thermosoudable.
11. Matériau filtrant selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en
ce que le matériau filtrant dont il est question est un matériau filtrant non thermosoudable.
12. Sachet de thé, fabriqué à partir d'un matériau filtrant selon l'une quelconque des
revendications précédentes.
13. Procédé pour fabriquer un matériau filtrant, caractérisé en ce que l'on traite le
matériau filtrant avec une substance amphiphile ou avec une substance hydrophobe et
une substance hydrophile pour réguler la mouillabilité par l'eau et la capacité d'absorption
vis-à-vis de l'eau.
14. Utilisation d'un matériau filtrant selon l'une quelconque des revendications 1 à 11
pour fabriquer les filtres pour la filtration aqueuse à froid ou à chaud, les sachets
filtres pour boissons ou arômes, les sachets de cuisson, les filtres pour les applications
médicales ainsi que les filtres pour la filtration d'émulsions ou d'huiles.
15. Utilisation selon la revendication 14, caractérisée en ce que le matériau filtrant
est utilisé pour la fabrication de sachets de thé, filtres à thé, sachets de café
et filtres à café.

