[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Kochmulde mit mindestens einem Gasbrenner und
einer diesen Gasbrenner als flächiger, plattenförmiger Formkörper umgebenden Kochfläche
aus Glaskeramik oder einem anderen temperaturbeständigen Werkstoff mit niedrigem Wärmeausdehnungskoeffizienten,
wie speziellen Gläsern oder Keramiken, wobei die Kochfläche die Kochmulde abdeckt,
wobei Komponenten oder funktionelle Teile der Komponenten jedes Gasbrenners im Bereich
einer, dem jeweiligen Brenner zugeordneten Öffnung im Formkörper unterhalb, oberhalb
oder in der Hauptebene des Formkörpers angeordnet sind, und wobei der Gasbrenner von
dem Formkörper getragen ist.
[0002] Seit einigen Jahren sind Gas- oder Elektro-/ Gas-Herde, sogenannte Mixt-Herde mit
Glaskeramikkochflächen am Markt eingeführt. Diese Kochgeräte werden mit atmosphärischen
Gasbrennern betrieben, wie sie weitestgehend baugleich auch in den normalen Edelstahl-
oder Stahlemailmulden seit vielen Jahren Verwendung finden.
[0003] Gasherde mit Glaskeramikkochflächen setzen sich insbesondere wegen der Ästhetik und
Reinigungfreundlichkeit der Glaskeramikkochflächen, die z. B. auch als Arbeitsplatten
verwendet werden können, durch. Gerade wegen dieser Kaufmotive wird die Einbindung
eines metallischen Gasbrenners in der heute bekannten Bauart als nachteilig empfunden.
Das Gesamterscheinungsbild des Kochgerätes und insbesondere auch die Reinigungsfreundlichkeit
in dem Verbindungsbereich von Glaskeramikkochfläche und atmosphärischem Gasbrenner
ist schlecht. Für die Einbindung der atmosphärischen Gasbrenner ist des weiteren oft
eine sehr aufwendige Verbindungstechnik erforderlich, damit der Brenner mechanisch
einwandfrei und flüssigkeitdicht mit der Glaskeramikkochfläche verbunden ist. Die
bekannten Montagesysteme sind zeitaufwendig und teuer.
[0004] So ist aus der europäischen Patentschrift EP 0 536 619 B1 eine Brenneranordnung,
beispielsweise für Kochmulden bekannt, bei der mindestens ein Gasbrenner in einem
Trägerrahmen angebracht und die Umgebungsfläche des Gasbrenners bzw. der Gasbrenner
mittels eines Formkörpers aus sprödbrüchigem Material, wie Glas, Glaskeramik oder
Keramik, abgedeckt ist, wobei sich jeder Gasbrenner durch einen Durchlaß in dem aus
sprödbrüchigem Material bestehenden Formkörper bis über dessen Oberseite erstreckt,
wobei der bzw. die Gasbrenner von dem aus sprödbrüchigem Material bestehenden Formkörper
getragen ist bzw. sind und zwischen dem Formkörper und jedem Gasbrenner eine dauerelastisch
nachgiebige Verbindungs- und Dichtungseinrichtung angebracht ist, die zur Befestigung
und zugleich Flüssigkeitsabdichtung des Gasbrenners im Durchlaß des Formkörpers ein
fest und flüssigkeitsdicht auf den Randbereich des Durchlasses im Formkörper und auf
mindestens eine vom Gasbrenner gebildete Verbindungsfläche greifendes Verbindungs-
und Dichtungselement aufweist, wobei zwischen dem Gasbrenner bzw. den Gasbrennern
und dem Trägerrahmen Sicherungs- und Halteeinrichtungen angebracht sind, die bei Wegfall
des tragenden Formkörpers unter Zulassung begrenzter Beweglichkeit bezüglich Zurückhalte-
und Verdrehsicherung für jeden der Gasbrenner wirksam sind.
[0005] Bei auf dem Markt bekannten Gasherden bzw. Kochmulden mit Brenneranordnungen dieser
Art ist die die Umgebungsfläche der Gasbrenner abdeckende Platte dabei mit einer wesentlich
größeren Durchbrechung versehen, als für den jeweiligen Gasbrenner eigentlich erforderlich
wäre. Der dadurch gebildete relativ breite Ringspalt zwischen dem Gasbrenner und dem
Durchbrechungsrand muß wirksam abgedichtet werden. Diese Abdichtung gelingt teilweise
nur unzureichend und so kann Übergekochtes in die Fuge zwischen der Platte und dem
Gasbrenner eindringen. Das Reinigen dieser Einrichtungen macht daher oftmals eine
zumindest teilweise Demontage der Anordnung notwendig.
[0006] Weiter beschreibt die PCT-Anmeldung WO 97/00407 eine Herdplatte aus Glaskeramik für
Gasherde, die mindestens eine Öffnung für die Aufnahme des Gasbrenners und mehrere
Wölbungen gleicher Höhe aufweist, die um diese Öffnung verteilt und als Träger für
ein Gargerät dienen, das mit Hilfe des Brenners erhitzt werden soll, wobei die Wölbungen
wesentlicher Teil der Herdplatte selbst sind.
Bei dieser WO 97/00407 geht es darum im Rahmen der Umstellung von Gasherden mit Brennern
mit einer offenen Flamme auf eine Glaskeramikplatte das Traggitter, den sogenannten
Topfträger wegfallen zu lassen, der bei den konventionellen Gasherden mit offenen
Gasbrennern notwendig ist. Gelöst wird diese Aufgabe nach der WO-Anmeldung, indem
verteilt um eine Öffnung für den Brenner in der Glaskeramikplatte mehrere gleichhohe,
und über den Brenner hinausragende Wölbungen als Träger für das Gargerät, also den
Topf einstückig in der Glaskeramikplatte ausgeformt sind.
[0007] In der deutschen Patentschrift DE 43 33 334 C2 wird eine Platte aus Glaskeramik als
Bestandteil eines Kochgerätes vorgestellt, wobei mindestens ein Bereich der einstückigen
Platte von der Hauptebene der Platte abweicht, wobei Bereiche der einstückigen Platte
von der Hauptebene der Platte unter Ausbildung von Kreiskegelstümpfen, Kugelsegmenten
und / oder Kreiskegeln, von Prismen, Tetraedern, Pyramiden und / oder deren Stümpfen
abweichen (Anspruch 5). Die Hauptebene der einstückigen Platte kann dabei Durchbrechungen
und Montageöffnungen zum Durchführen der Gasbrenner aufweisen. Aufgabe dieser DE 43
33 334 C2 ist es, eine neue, funktionelle Ausführungsform einer Platte aus Glaskeramik
als Kochfeld vorzuschlagen, die ohne große Änderung bestehender Konstruktionen einfach
montiert werden kann und deren Bedarf an zusätzlichen Rahmen- und Befestigungsteilen
minimal ist. Die Gestaltung einer bestimmter Brenneranordnung für Kochmulden mit Gasbrennern
ist der DE 43 33 334 C2 nicht zu entnehmen.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, bei einer Brenneranordnung eine
für den praktischen Gebrauch voll wirksame Abdichtung zwischen dem Gasbrenner und
dem aus Glaskeramik bestehenden Formkörper vorzusehen und Bruch durch Verspannungen
auszuschließen, wobei die Montage dieser Brenneranordnung einfach und mit geringem
Aufwand an Zeit, Material und Kosten durchführbar sein soll. Weiter ist es Aufgabe
der Erfindung die Reinigungsfreundlichkeit und die Gesamtästhetik gegenüber den bekannten
Kochsystemen deutlich zu verbessern.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, daß
der Formkörper im Bereich der Brenner derart ausgeformt ist, daß er den Brenner und
/ oder Komponenten des Brenners direkt trägt oder hält und / oder Teile und / oder
Komponenten des Brenners selbst ausbildet.
[0010] Das heißt, insbesondere die Glaskeramikkochfläche oder eine Fläche aus einem anderen
temperaturbeständigen Werkstoff mit niedrigem Wärmeausdehnungskoeffizienten, wie speziellen
Gläsern, insbesondere Quarzglas, Keramiken oder Sinterkeramiken kann im Brennerbereich
Teil des Brenners selbst werden und dadurch erfolgt zwangsläufig eine Integration
der Brennstelle in das Kochgerät. Hierdurch ist ein sanfter Übergang von Kochfläche
und Brennstelle gewährleistet, der einfach zu reinigen ist, der ästhetisch ansprechend
ist, die Montage des Kochgerätes deutlich vereinfacht und damit auch zu einer Kostenreduzierung
führt.
Mit dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform lassen sich insbesondere die spezifischen
Vorteile einer Glaskeramik ausnutzen, da in dem heißen Brennerbereich gegenüber dem
kalten Kochflächenbereich keine thermischen Spannungen induziert werden, wodurch eine
solche Ausführungsform überhaupt erst möglich ist. Wegen der hohen Temperaturunterschiede
zwischen der Brennstelle und dem kalten Kochflächenbereich ist diese erfindungsgemäße
Ausführungsform insbesondere mit Glaskeramik darstellbar. Traditionelle Kochgeräte
mit Edelstahl- oder Stahlemail-Abdeckung lassen eine solche Ausführungsform nicht
zu.
Die Formgebung der Glaskeramik kann dabei in bekannter Weise durch Vakuumverformung,
Heißformpressen, Formwalzen oder Sintern erfolgen.
[0011] In einer spezielleren Ausführungsform der Erfindung weicht der Formkörper im Bereich
des Brenners aus seiner Hauptebene unter Ausbildung eines offenen Kreiskegelstumpfes,
Kugelsegmentes, eines offenen Prismas, Tetraeders, oder einer Pyramide ab, auf deren
Öffnungsrand der Brenner aufliegt und dadurch getragen bzw. gehalten ist.
[0012] Die Ausformungen des Formkörpers können dabei nach oben und / oder nach unten aus
seiner Hauptebene abweichen.
[0013] In einer weiteren sehr bevorzugten Ausführungsform definiert der Formkörper unter
Ausbildung einer ringförmigen Aufwölbung eine Wandung auf der dann der Brenner direkt
aufliegt und deren Rand den Brenner trägt. Innerhalb der Aufwölbung entsteht dadurch
ein Raum mit einem Boden, der Komponenten oder Teile des Brenners, insbesondere zusammen
mit dem Deckel des Brenners die Mischkammer oder Teile der Mischkammer des Brenners
bildet.
Dabei kann der Formkörper unter Ausbildung einer ringförmigen Aufwölbung als Wandung
auch einen Raum mit einer zur Hauptebene des Formkörpers weiteren parallelen Ebene
als Boden definieren, der ebenfalls zusammen mit dem Deckel des Brenners die Mischkammer
zur Verwirbelung von Gas und Luft darstellt.
[0014] Nach der vorliegenden Erfindung kann der im Bereich der Brenner ausgeformte Formkörper,
inbesondere aus Glaskeramik in seinem oberen, dem Brennerdeckel zugewandten Randbereich
Öffnungen oder Schlitze, oder auch beides als Brennerkanäle aufweisen.
[0015] Die für den Gasdurchtritt erforderlichen Öffnungen können vorteilhafterweise aber
auch in Form von Bohrungen und Schlitzen in einem separaten Zwischenring, der zwischen
dem Brennerdeckel und Formkörper angeordnet ist, ausgebildet sein. Der Zwischenring
besteht dabei insbesondere aus Metall oder Keramik.
Der Brennerdeckel kann nach der Erfindung so gestaltet sein, daß er gleichzeitig den
Topfträger ausbildet.
Besonders vorteilhaft nach der vorliegenden Erfindung ist es den Brennerdeckel dabei
ebenfalls insbesondere aus Glaskeramik auszubilden, was eine Steigerung der Reinigungsfreundlichkeit
zur Folge hat und auch den ästhetischen Gesamteindruck weiter verbessert.
[0016] Nach der vorliegenden Erfindung können als Gasbrenner offene atmosphärische Brenner,
aber auch Gasstrahlungsbrenner, insbesondere mit Brennermatten auf Basis von keramischen,
nichtoxidischen Faserwerkstoffen und / oder Mischformen von Brennern eingesetzt werden.
[0017] Soweit aus funktionstechnischen Gründen eine Integration der Thermoelementüberwachung
und der Zündkerze für die automatische Zündung im rundsymmetrischen Aufbau des Brenners
nicht erreicht werden kann, ist auch eine separate Ausgestaltung inbesondere der Glaskeramik
für die Aufnahme dieser Zusatzelemente nach der Erfindung vorgesehen, d. h. Zündkerzen
und Thermoelemente sind ebenfalls in den im Bereich der Brenner ausgeformten Formkörper
integriert.
Besonders vorteilhaft nach der vorliegenden Erfindung ist es, wenn der Formkörper
im weiteren Umgebungsbereich der Brenner aus seiner Hauptebene unter Ausbildung von
geschlossenen Kreiskegelstümpfen, Kugelsegmenten und / oder Kreiskegeln, von geschlossenen
Prismen, Tetraedern, Pyramiden und / oder deren Stümpfe abweicht, und so Topfträger
ausbildet, die ebenfalls aus der Platte selbst gebildet werden.
[0018] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen 1 -
6 näher erläutert.
[0019] Es zeigen:
Figur 1 einen schematischen Querschnitt eines gemäß der Erfindung ausgebildeten Gasbrenners
Figur 2 einen schematischen Querschnitt einer abgewandelten Ausführung eines Gasbrenners
nach der Erfindung
Figur 3 wiederum einen schematische Querschnitt einer weiteren Ausführung eines gemäß
der Erfindung ausgebildeten Brenners
Figur 4 einen schematischen Querschnitt einer vierten Ausführungsform eines gemäß
der Erfindung ausgebildeten Brenners
Figur 5 einen schematischen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Brenners mit integrierten
Thermoelementen und einer Zündkerze
Figur 6 einen weiteren schematischen Querschnitt einer anderen Ausgestaltungsmöglichkeit
gemäß Figur 5.
[0020] Figur 1 zeigt den Querschnitt durch einen atmosphärischen Gasbrenner 1, bei dem die
Glaskeramik 2 Teil des Brenners 1 ist.
Die Glaskeramik 2 ist im Brennerbereich rundsymmetrisch verformt mit einem Außenkragen
3, ähnlich einem Vulkan und verläuft erst konvex und dann konkav nach innen.
In der Mitte ist eine Bohrung 4 vorgesehen. Die nach innen verlaufende, hier geschwungene
Form dient zur Ausbildung einer Mischkammer 5 und zur Verwirbelung des Gas-Luft-Gemisches.
Die Vermischung wird weiter unterstützt durch ein konisches Aufweiten der Kammer 5
von innen nach außen, wobei sich ein sog. Venturi-Effekt ausbilden kann. Gemäß dieser
Figur wird in die mittlere Bohrung 4 eine Hülse 6 gesteckt, die sich am oberen Kragen
7 an der Glaskeramik 2 abstützt. In dem hier vorgestellten Fall hat die Hülse 6 dann
auf der anderen Seite ein Gewinde 9 mit dem der Düsenstock 8 verschraubt werden kann.
Denkbar ist allerdings auch, daß die Hülse 6 im oberen Bereich mit einem Gewinde ausgestattet
ist und dann einfach von oben verschraubt werden kann. In diesem Fall wäre die Hülse
6 bereits fest mit dem Düsenstock 8 verbunden. In beiden Fällen aber ist eine Verbindung
von Düsenstock 8 mit der Mischkammer 5 gegeben. Der äußere Kragen 3 des Brenners 1
ist mit schlitzförmigen Vertiefungen 10 ausgebildet. Diese können beim Formgebungsprozeß
direkt eingeformt werden oder aber auch nachträglich durch Bohren oder Einschleifen
eingebracht werden. Durch diese Öffnungen 10 strömt das Gas kontrolliert nach außen
und verbrennt. In diesem Fall ist der Deckel 11 ein einfaches Formteil ohne weitere
Gasschlitze oder Bohrungen 10. Selbstverständlich können aber die Gasbohrungen oder
Schlitze 10 auch im Deckel 11 selber integriert oder in einem - hier nicht dargestellten
- separaten Zwischenring untergebracht werden. In diesem Fall kann dann der Brennerrand
3 planeben und ohne Schlitze 10 ausgebildet sein. In beiden Fällen kann der Brennerdeckel
11 aus emailliertem Guß, aus Aluminium, aber nach der Erfindung vorteilhafterweise
aus dem Kochflächenmaterial Glaskeramik gebildet sein. In dieser vorzugsweisen Ausführungsform
wird die Gesamtästhetik und insbesondere die Reinigungsfreundlichkeit des Gerätes
noch weiter unterstützt.
[0021] In Figur 2 ist eine Brennerausführung dargestellt, die vergleichbar der Figur 1 ist.
In der dargestellten Ausführungsform ist allerdings die Formgebung der Glaskeramikkochfläche
2 einfacher. Denn hier ist lediglich ein erhabener Wulst 3 erforderlich. Nach innen
hin zur Bohrung 4 verläuft die Glaskeramik 2 auf einem Niveau 12 zwischen der Kochflächenebene
2a und der Ebene 3a des Kragens 3 planeben weiter. Die Hülse 6 in der Mitte ist in
dem gezeigten Beispiel von oben verschraubt. Auch hier ist eine Befestigungsmöglichkeit
wie zu Figur 1 beschrieben möglich. Der Venturi-Effekt wird in diesem Fall durch die
entsprechende Ausformung des Brennerdeckels 11 unterstützt. Die Gasbohrungen 10 sind
ebenfalls im Brennerdeckel 11 untergebracht. Auch hier ist die Materialauswahl für
den Brennerdeckel 11 variierbar. Vorzugsweise sollte aber auch hier wieder Glaskeramik
zum Einsatz kommen.
[0022] Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform bei der im wesentlichen der Brennerrand
13 aus der Glaskeramik 2 ausgeformt ist. Der innere Brennerteil 14 stützt sich dabei
auf einem Auflagekragen 15 auf der Stirnseite 16 des umgeformten Brennerrandes 13
ab, oder übergreift ihn auch (nicht gezeigt). Auf der Unterseite kann das Brennerinnenteil
14 beispielsweise durch ein Federelement 17 einfach verklemmt werden. Dieses Federelement
17 kann von unten auf die zylinderförmige Brennerhülse 18 übergestreift werden und
erzeugt so über einen Kraftschluß eine ausreichende Verbindung zwischen der Brennerwand
13a und der Brennerhülse 18. Zwischen der Glaskeramik 2 und der Brennerwand 13a ist
dabei ein das unterschiedliche Dehnungsverhalten zwischen der Glaskeramik 2 und der
metallischen Brennerwand 13a berücksichtigender Spalt als Kompensationsraum vorgesehen
(hier nicht gezeigt). In diesem Fall sind die Brennerkanäle 10 wieder im Brennerdeckel
11 integriert.
[0023] Figur 4 ist vergleichbar mit der Ausführungsform nach Figur 3, allerdings ist in
diesem Fall die Stirnseite 16 der Brennerwand 13a direkt mit Brennerschlitzen 10 ausgeführt.
Der Kragen 19 der Brennerhülse 18 übergreift in diesem Fall die Stirnseite 16 des
Brennerrandes 13 dann nur in Teilbereichen.
[0024] Figur 5 zeigt die Integration eines Thermoelements zur TemperaturÜberwachung und
einer Zündkerze für die automatische Zündung. Soweit es aus funktionstechnischen Gründen
nicht möglich ist ein Thermoelement für die Überwachung des Brenners und eine Zündkerze
für die automatische Zündung im rundsymmetrischnen Aufbau des Brenners 1 zu integrieren,
kann nach der Erfindung eine separate Ausgestaltung der Glaskeramik 2 für die Aufnahme
dieser Zusatzelemente 20 ermöglicht werden. In diesem Fall wird die Glaskeramik 2,
wie gezeigt partiell weiter ausgeformt und mit einem Durchbruch 21 für die Aufnahme
des Thermoelementes bzw. der Zündkerze 20 versehen. Die Elemente 20 könnten auf der
Oberseite beispielsweise mit einem angeformten Stützkragen 22 ausgebildet sein und
auf der Unterseite mit einer Spannfeder 23 befestigt werden.
[0025] Figur 6 zeigt im Vergleich mit Figur 5 eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit zur
Aufnahme einer Zündkerze und eines Thermoelementes 20. In diesem Fall wird der Brennerrand
13 um das Thermoelement bzw. die Zündkerze 20 herumgeführt und somit integraler Bestandteil
des Brenners selber.
Die Bedeutung der Bezugszeichen:
[0026]
- 1
- atmosphärischer Gasbrenner
- 2
- Glaskeramik (-Kochfläche)
- 2a
- Ebene der Glaskeramik
- 3
- als Kragen verformte Glaskeramik
- 3a
- Ebene des Kragens
- 4
- Bohrung in der Glaskeramik
- 5
- Mischkammer
- 6
- Hülse (metallisch)
- 7
- Kragen der Hülse 6
- 8
- Düsenstock
- 9
- Gewinde
- 10
- Öffnungen, Schlitze als Brennerkanäle
- 11
- Deckel des Brenners
- 12
- Niveau zwischen 2a und 3a
- 13
- Brennerrand
- 13a
- Brennerwand
- 14
- Innerer Brennerteil
- 15
- Auflagekragen von 14
- 16
- Stirnseite von 13
- 17
- Federelement
- 18
- zylinderförmige Brennerhülse
- 19
- Auflagekragen von 18
- 20
- Zusatzelemente wie Zündkerzen und Thermoelemente
- 21
- Durchbruch zur Aufnahme von 20
- 22
- Stützkragen für 20
- 23
- Spannfeder für 20
[0027] Die Vorteile der vorliegenden Erfindung sind:
- zwischen dem Brenner und dem Glaskeramikformteil ist keine komplizierte Abdichtung
mehr notwendig
- die Reinigung von Brenner und Kochfläche wird vereinfacht, da Verbindungsfugen und
Kanten entfallen
- die Montage der Komponenten ist sehr einfach und kostengünstig
- Montagefehler werden reduziert, da durch die Ausgestaltung und Vorprägung der Kochfläche
die Positionen der Brennerstellen eindeutig definiert sind
- Alle Komponenten lassen sich für Service und im Fall eines späteren Recyclings leicht
zerlegen
1. Kochmulde mit mindestens einem Gasbrenner und einer diesen Gasbrenner als flächiger,
plattenförmiger Formkörper umgebenden Kochfläche aus Glaskeramik oder aus einem anderen
temperaturbeständigen Werkstoff mit einem niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizienten,
wie speziellen Gläsern oder Keramiken, wobei die Kochfläche die Kochmulde abdeckt,
wobei Komponenten oder funktionelle Teile der Komponenten jedes Gasbrenners im Bereich
einer, dem jeweiligen Brenner zugeordneten Öffnung im Formkörper unterhalb, oberhalb
oder in der Hauptebene des Formkörpers angeordnet sind, und wobei der Gasbrenner von
dem Formkörper getragen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Formkörper im Bereich der Brenner derart ausgeformt ist, daß er den Brenner
und / oder Komponenten des Brenners direkt trägt oder hält und / oder Teile und /
oder Komponenten des Brenners selbst bildet.
2. Kochmulde nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Formkörper im Bereich der Brenner aus seiner Hauptebene unter Ausbildung von
offenen Kreiskegelstümpfen, Kugelsegmenten und / oder von offenen Prismen, Tetraedern,
Pyramiden abweicht, auf deren Öffnungsrand der Brenner aufliegt und getragen oder
gehalten ist.
3. Kochmulde nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Formkörper unter Ausbildung einer ringförmigen Aufwölbung als Wandung, die
Teile des Brenners trägt, innerhalb der Aufwölbung einen Raum mit einem Boden definiert,
der Komponenten oder Teile des Brenners, insbesondere zusammen mit dem Deckel des
Brenners die Mischkammer oder Teile der Mischkammer bildet.
4. Kochmulde nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Formkörper unter Ausbildung einer ringförmigen Aufwölbung als Wandung, die
Teile des Brenners trägt, innerhalb der Aufwölbung einen Raum mit einer zur Hauptebene
des Formkörpers weiteren parallelen Ebene als Boden definiert, der Komponenten oder
Teile des Brenners, insbesondere zusammen mit dem Deckel des Brenners die Mischkammer
oder Teile der Mischkammer bildet.
5. Kochmulde nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der im Bereich der Brenner ausgeformte Formkörper in seinem oberen, dem Brennerdeckel
zugewandten Randbereich Öffnungen oder Schlitze als Brennerkanäle aufweist.
6. Kochmulde nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die für den Gasdurchtritt erforderlichen Öffnungen, Bohrungen oder Schlitze in
einem separaten Zwischenring, der zwischen Brennerdeckel und Formkörper angeordnet
ist ausgebildet sind.
7. Kochmulde nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Brennerdeckel gleichzeitig den Topfträger ausbildet.
8. Kochmulde nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Brennerdeckel ebenfalls aus einer Glaskeramik oder aus einem anderen temperaturbeständigen
Werkstoff mit niedrigem Wärmeausdehnungskoeffizienten besteht, insbesondere aus dem
Werkstoff, aus dem auch die Kochfläche selbst besteht.
9. Kochmulde nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Gasbrenner offene, atmosphärische Brenner, und / oder Gasstrahlungsbrenner,
und / oder Mischformen von Brennern eingesetzt sind.
10. Kochmulde nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß auch Zündkerzen und Thermoelemente in den im Bereich der Brenner ausgeformten
Formkörper integriert sind.
11. Kochmulde nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Formkörper im weiteren Bereich um einen Brenner aus seiner Hauptebene, insbesondere
unter Ausbildung von geschlossenen Kreiskegelstümpfen, Kugelsegmenten und / oder Kreiskegeln,
von Prismen, Tetraedern, Pyramiden und / oder deren Stümpfen abweicht, und dadurch
Topfträger ausbildet.