[0001] Die Erfindung betrifft Mischungen von Alkoxylaten mit schaumdämpfender und desinfizierender
Wirkung und deren Verwendung in wäßrigen Reinigungsflotten für harte Oberflächen.
[0002] Die Reinigung von harten Oberflächen (wie Flaschen aus Kunststoff oder Glas, Geschirr
aus Porzellan, Keramik, Glas oder Kunststoff und andere Gegenstände aus solchenWerkstoffen
oder aus Metall) in gewerblichen und industriellen Reinigungsanlagen wird im allgemeinen
mit einer wäßrigen Lösung von Alkalimetallhydroxiden, vorzugsweise Natronlauge (alkalische
Reinigungsflotte) oder mit wäßrigen Säurelösungen (saure Reinigungsflotte) durchgeführt.
Diese Reinigungsanlagen arbeiten mit großem Durchsatz und mit hohen Flottenbewegungen
und Sprühintensitäten, um eine schnelle Ablösung und Emulgierung der anhaftenden Verunreinigungen
zu gewährleisten. Wegen der hohen mechanischen Flottenbewegungen muß das System möglichst
schaumarm oder schaumfrei sein, da übermäßige Schaumbildung zu Störungen in der Anlage
führen kann. Zusätzliche Tendenzen zur Schaumbildung werden durch die vom Reinigungsgut
in die Flotte eingeschleppten Verunreinigungen, besonders durch proteinhaltige Reste
am Reinigungsgut, hervorgerufen. Im Falle der Flaschenreinigung gilt dies besonders
auch für die zu entfernenden Etiketten, durch die Leimreste und Reste von Druckfarben
einschließlich der in letzteren enthaltenden Tensidhilfsmittel in die Reinigungsflotte
eingebracht werden.
[0003] Es ist schon seit langem bekannt, nichtionische Tenside als schaumunterdrückende
Mittel in alkalischen oder sauren wäßrigen Basislösungen für die Reinigung von harten
Oberflächen einzusetzen. Dies sind insbesondere Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid
und/oder Propylenoxid an Amine, Fettalkohole oder Alkylphenole, Polyglykoletherformale
oder -acetale oder Blockcopolymerisate des Ethylen- und Propylenoxids.
[0004] Eine weitere wichtige Forderung an Hilfsmittel für alkalische oder saure wäßrige
Reinigungsflotten ist die desinfizierende Wirkung. Man ist nämlich bestrebt, die Reinigungsanlagen
bei möglichst niedriger Temperatur zu betreiben, weil man dadurch nicht nur eine beträchtliche
Energieeinsparung, sondern auch eine mildere Behandlung des Reinigungsgutes erreicht.
Niedrige Temperaturen setzen aber voraus, daß die Reinigungsflotten (neben den genannten
Eigenschaften, Reinigungs- und Benetzungsvermögen und Schaumarmut) auch eine hohe
Mikroorganismen tötende Wirkung aufweisen.
[0005] In DE-A-25 23 588 (GB-A-1 488 108) werden Polyglykolethermischformale, in EP-B-322
781 endverschlossene Fettalkoholalkoxylate und in EP-A-694 606 Mischungen aus einem
Fettalkoholethoxylatpropoxylat und einem Fettamin oder Fettaminethoxylat als schaumdämpfende
Zusätze zu Reinigunsmitteln beschrieben. Erwähnt sei auch noch WO-A-96/10069, worin
desinfizierende Reinigungsmittel für harte Oberflächen beschrieben werden. Im einzelnen
geht es um die Verwendung einer Mischung aus einem Alkyl- und/oder Alkenyloligoglykosid
und einem Fettalkoholalkoxylat zur Verstärkung der keimreduzierenden Wirkung von Desinfektionsmitteln
enthaltenden Reinigungsmittel für harte Oberflächen. Als Desinfektionsmittel, deren
Wirkung durch Zusatz der genannten Mischung erhöht werden soll, werden unter anderem
auch Fettalkylpolyamine wie N,N-Bis-(3-aminopropyl)dodecylamin genannt. DE-A-3048642
beschreibt Tensidgemische zur Reinigung harter Oberflächen, insbesondere Flaschen,
enthaltend Alkoxylate und quartäre Ammoniumsalze.
[0006] Es wurde nun gefunden, daß man mit einer Kombination von ausgewählten Alkoxylaten
und Fettalkylpolyaminen eine unerwartet hohe synergistische Wirkung bezüglich Schaumunterdrückung
und Keimtötung sowie Reinigungs- und Benetzungsvermögen erreicht. Dieses Ergebnis
ist um so überraschender als Fettalkylpolyamine bekanntlich als starke Schaummittel
gelten.
[0007] Die erfindungsgemäßen Mischungen bestehen im wesentlichen aus
A) 30 bis 70 Gew.-%, vorzugsweise 40 bis 60 Gew.-%, von mindestens einem Alkoxylat
aus der Gruppe bestehend aus
A1) Fettalkcholethoxylatpropoxylaten der allgemeinen Formel I
RO-(C2H4O)x-(C3H6O)y-H (I)
worin R ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 6 bis 22 C-Atomen ist, vorzugsweise 8 bis
18 C-Atomen, x eine Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 7, und y eine Zahl von 1
bis 10 ist, vorzugsweise 2 bis 7,
A2) Fettalkoholethoxylat-Mischformalen der allgemeinen Formel II
R1O-(C2H4O)z-CH2-OR2 (II)
worin R1 ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 6 bis 22 C-Atomen ist, vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen,
z eine Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 7, und R2 ein Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen ist, und
A3) endverschlossenen Fettalkoholalkoxylaten der Formel III
R3O-(C2H4O)a-(C3H6O)b-R4 (III)
worin R3 ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 6 bis 22 C-Atomen ist, vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen,
a eine Zahl von 2 bis 20, vorzugsweise 4 bis 15, b eine Zahl von 0 bis 10, vorzugsweise
0 bis 5, und R4 ein Alkylrest mit 1 bis 5 C-Atomen ist,
und
B) 30 bis 70 Gew.-%, vorzugsweise 40 bis 60 Gew.-%, von mindestens einem Fettalkylpolyamin
der allgemeinen Formel IV

worin R
5 ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 6 bis 22 C-Atomen ist, vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen,
n eine ganze Zahl von 2 bis 6, vorzugsweise 3, und R
6 H, ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 6 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen,
oder ein Rest -(CH
2)
m-NH
2 ist, in dem m eine ganze Zahl von 2 bis 6, vorzugsweise 3, bedeutet.
[0008] Bevorzugte erfindungsgemäße Mischungen bestehen im wesentlichen aus
A1) 10 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 40 Gew.-%, von mindestens einem Fettalkoholethoxylatpropoxylat
der Formel I,
A2) 10 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 40 Gew.-%, von mindestens einem Fettalkoholethoxylat-Mischformal
der Formel II und/oder
A3) 0 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 0 bis 40 Gew.-%, von mindestens einem endverschlossenen
Fettalkoholalkoxylat der Formel III, mit der Maßgabe, daß die Gesamtmenge der Komponenten
A2 und A3 10 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 40 Gew.-%, beträgt, und
B) 30 bis 70 Gew.-%, vorzugsweise 40 bis 60 Gew.-%, von mindestens einem Fettalkylpolyamin
der Formel IV.
[0009] Zu den erfindungsgemäß einzusetzenden Komponenten sei noch folgendes gesagt: Die
Alkyl- und Alkenylreste können gerade oder verzweigt sein, wobei gerade bevorzugt
ist. Die Alkenylreste weisen vorzugsweise 1 bis 3 Doppelbindungen auf. Die für x,
y, z, a und b angegebenen Zahlen sind statistische Mittelwerte (Durchschnittswerte),
das heißt diese indices können jeweils eine ganze oder gebrochene Zahl sein. Die Propylenoxideinheiten
können vom Typ -CH
2-CH(CH
3)O- oder -CH(CH
3)-CH
2O- sein, wobei ersterer bevorzugt ist. Beispiele für-Alkyl- und Alkenylreste sind
n-Hexyl, n-Heptyl, n-Octyl, 2-Ethylhexyl, iso-Nonyl, n-Decyl, iso-Decyl, n-Dodecyl,
Stearyl, n-Eikosyl, Oleyl, Cocosalkyl und Talgalkyl sowie Alkyl- oder Alkenyl-Gemische,
zum Beispiel ein Gemisch aus C
12-Alkyl bis C
14-Alkyl (C
12/14). Die Komponenten A1, A2 und A3 in der beschriebenen bevorzugten Mischung können
jeweils allein oder gemeinsam eingesetzt werden, wobei das Mischungsverhältnis in
weiten Grenzen variieren kann.
[0010] Als Komponente B sind jene Aminverbindungen gemäß Formel IV bevorzugt, wenn R
5 ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 6 bis 22 C-Atomen ist, vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen,
und R
6 der genannte Rest -(CH
2 )
m-NH
2 ist, wobei m gleich n ist, das heißt m und n ist jeweils eine ganze Zahl von 2 bis
6, vorzugsweise 3. Die besonders bevorzugten Amine gemäß Formel IV sind also Fettalkyldipropylentriamine.
Alle erfindungsgemäß einzusetzenden Komponenten sind aus den eingangs genannten Druckschriften
bekannt und im Handel erhältlich.
[0011] Die Herstellung der erfindungsgemäßen Mittel erfolgt einfach durch Zusammenmischen
der Komponenten und gegebenenfalls weiterer zweckmäßiger Zusätze und Additive bei
einer Temperatur von 15 bis 50°C, vorzugsweise 20 bis 30°C, und vorteilhafterweise
unter Rühren.
[0012] Die erfindungsgemäßen Mischungen können in unverdünnter Form, das heißt als solche
oder zum Beispiel zwecks besserer Dosierbarkeit in Form wäßriger Konzentrate eingesetzt
werden, gegebenenfalls unter Zusatz eines organischen Lösungsmittels. Selbstverständlich
können die beschriebenen Komponenten auch getrennt der wäßrigen Reinigungsflotte zugesetzt
werden. Die Anwendungskonzentration in den wäßrigen Flotten (alkalisch oder sauer)
liegt zweckmäßigerweise bei 0,05 bis 10 g des erfindungsgemäßen Gemisches pro Liter
Reinigungsflotte, vorzugsweise bei 0,1 bis 2 g pro Liter. Die genannten Anwendungskonzentrationen
sind nicht-kritische Angaben, da sich die Menge in gewissem Ausmaß nach der Art der
zu reinigenden Oberflächen und nach Art und Umfang der Verunreinigungen richtet.
[0013] Wie oben erwähnt, können den erfindungsgemäßen Tensidgemischen weitere Zusatz- und
Hilfsstoffe zur Herstellung handelsüblicher Formulierungen beigegeben werden. Dies
sind beispielsweise Farbstoffe, Duftstoffe, Korrosionsinhibitoren und Desinfektionsmittel.
Hier sind ferner zu nennen die bekannten Gerüststoffe, die gegebenenfalls gleichzeitig
Komplexbildner sind. Dazu gehören die kondensierten Phosphate wie Tripolyphosphate
und Pentanatriumtriphosphat, die komplexbildend wirkenden Aminopolycarbonsäuren und
deren Salze, so zum Beispiel die Alkalisalze der Nitrilotriessigsäure und der Ethylendiamintetraessigsäure,
und die komplexbildenden Hydroxycarbonsäuren und polymeren Carbonsäuren wie Zitronensäure,
Weinsäure und dergleichen. Eine weitere Klasse von komplexbildenden Gerüststoffen
sind polyphosphonsaure Salze, wie beispielsweise die Alkalisalze von Aminophosphonsäure.
Schließlich können auch Gerüststoffe wie Silicate, beispielsweise Natriummetasilicat,
Carbonate, Bicarbonate, Borate und Citrate hinzugefügt werden. Mit Hilfe solcher Zusatzstoffe
können die erfindungsgemäßen Tensidgemische gegebenenfalls in Pulverform überführt
werden und in dieser Form zum Einsatz gelangen.
[0014] Die erfindungsgemäßen Mischungen zeichnen sich durch eine hohe desinfizierende und
schaumunterdrückende Wirkung aus. Sie besitzen eine extrem niedrige Schaumneigung
und Schaumbildungstendenz bei niedrigen und bei erhöhten Temperaturen (zum Beispiel
im Bereich von 15 bis 80°C) und auch bei starker Flottenbewegung und Anwesenheit schaumfördernder
Verschmutzungen, wie Eiweiß, Milch, Bier, Limonade, Leim oder anderen Klebstoffen
und dergleichen. Die ebenso unerwartet hohe keimtötende Eigenschaft erstreckt sich
auf alle üblichen Mikroorganismen. Die erfindungsgemäßen Mischungen weisen daneben
eine hohe Reinigungswirkung und ein hohes Schmutzaufnahmevermögen auf, was lange Betriebszeiten
ohne Beeinträchtigung der Reinigungswirkung erlaubt. Ihr gutes Netzvermögen und Ablaufverhalten
ermöglichen eine schnelle Schmutzablösung und somit einen hohen Durchsatz an Reinigungsgut.
Das gereinigte Gut ist frei von Flecken und Schlieren und zeigt hohen Glanz (das heißt
keinen Angriff auf das Aussehen) und keinerlei Beschädigungen (das heißt keine Beeinträchtigung
zum Beispiel der mechanischen Stabilität). Die erfindungsgemäßen Gemische sind auch
beständig gegen Alkali und Säuren und zusammen mit diesen über lange Zeiträume lagerstabil.
[0015] Die erfindungsgemäßen Tensidgemische eignen sich für Reinigungsflotten ganz allgemein.
Sie eignen sich insbesondere für alkalische Flotten zur maschinellen Reinigung harter
Oberflächen, so zum Beispiel für Flotten in Haushaltsgeschirrspülmaschinen und in
gewerblichen Reinigungsanlagen. Sie sind vor allem geeignet im Falle von industriellen
Reinigungsanlagen für harte Oberflächen wie Geschirr- und Flaschenspülanlagen, die
mit wäßrigen alkalischen Flotten unter hohen mechanischen Flottenbewegungen im Dauerbetrieb
arbeiten, wobei die pH-Werte
> 10 oder
> 12 sein können (hochalkalische Flotten). Als weiteres Beispiel sei die Reinigung
von Flaschen aus Glas oder Polyethylenterephthalat (PET) in Brauereien und in Abfüllanlagen
für alkoholfreie Getränke genannt. Alkalische Reinigungsflotten bestehen bekanntlich
im wesentlichen aus 95 bis 99 Gew.-% Wasser und 1 bis 5 Gew.-% Natrium- und/oder Kaliumhydroxid.
Das erfindungsgemäße Mittel eignet sich auch für wäßrige saure Reinigungsflotten,
die bekanntlich im wesentlichen aus 50 bis 80 Gew.-% Wasser und 20 bis 50 Gew.-% von
vorzugsweise Phosphorsäure oder Schwefelsäure bestehen.
[0016] Die Erfindung wird anhand von Beispielen noch näher erläutert (EO = Ethylenoxid und
PO = Propylenoxid).
Beispiele 1 bis 8
[0017] In den Beispielen werden die folgenden Verbindungen eingesetzt.
Komponente A1:
[0018]
A1/1 C10/12-Fettalkohol + 4 EO + 4 PO
A1/2: C12/14-Fettalkohol + 5 EO + 4 PO
A1/3: C12/14-Fettalkohol + 4 EO + 5 PO
Komponente A2:
[0019]
A2/1: C8/18-Fettalkohol + 2,5 EO-Methylmischformal (das heißt R2 in Formel II ist -CH3)
A2/2: C8/18-Fettalkohol + 5 EO-Methylmischformal (das heißt R2 in Formel II ist -CH3)
Komponente A3:
[0020]
A3/2: C12/16-Fettalkohol + 9 EO-Butyl-endverschlossen (das heißt R4 in Formel III ist -C4H9)
Komponente B:
[0021]
- B1:
- C8/10-Fettalkohol-dipropylentriamin (N, N-Bis(3-aminopropyl)-C8/10-fettalkylamin)
- B2:
- N,N-Bis(3-aminomropyl)-dodecylamin
[0022] Die erfindungsgemäßen Kompositionen werden bezüglich Schaumverhalten, Desinfektionswirkung
und PET-Flaschen-Stabilität geprüft. Nachstehend werden die Testmethoden angegeben:
- Schaumprüfung:
Die Prüfung des Schaumverhaltens erfolgt nach DIN 53902 (DIN = Deutsche Industrienorm)
bei 65°C. Dazu werden 1,5 g von der erfindungsgemäßen Formulierung in 1 l 1%iger Natronlauge,
hergestellt aus 10 g NaOH-Microprills in 1 l vollentsalztem Wasser, gelöst. Von dieser
Lösung werden 200 ml in den 1000-ml-Meßzylinder gegeben und mit der gelochten Schlagscheibe
30mal geschlagen. Die entstandene Schaumhöhe im Meßzylinder, ausgedruckt in Milliliter,
stellt den Schaumwert der Mischung dar.
- Desinfektion:
Als Prüflösung wird eine Mikroorganismen-Suspension, bestehend aus Schimmel (Alternaria
sp., Penicillium sp.und anderen) und Hefen (Monilia nigra, Rhadotarula rubra und anderen),
mit >106 KBE/g eingesetzt. Für die Versuchsreihen wird ein LT-CASO AGAR (CASO-Nährboden mit
Lecithin und Twenn Zusatz) verwendet. Als Screening-Test zur Prüfung der Desinfektionswirkung
werden auf dem Nährboden 0,1 ml der Mikroorganismen-Suspension aufgetragen und je
0,5 ml der erfindungsgemäßen Formulierungen zugesetzt. Für die zweite Testreihe werden
20 g NaCH-Microprills in 1 1 vollentsalztem Wasser gelöst. Von dieser Lösung werden
jeweils 50 g mit je 0,1 g, 0,25 g und 0,5 g der erfindungsgemäßen Formulierungen versetzt.
Den Mischungen werden je 0,25 ml Mikroorganismen-Suspension zugesetzt. Nach 0 Minuten,
5 Minuten und 10 Minuten werden je 0,1 ml Probe entnommen und auf den Nährboden gegeben.
Die so behandelten Nährböden werden bei Raumtemperatur 5 Tage bebrütet und das Wachstum
der Mikroorganismen auf dem Nährboden beurteilt.
- Stabilität von PET-Flaschen:
Die Flaschenstabilität wird in einem temperierten, 4 l fassenden Glasgefäß durchgeführt.
Dazu werden 120 g NaOH-Microprills in 4 l vollentsalztem Wasser gelöst und 6 g der
erfindungsgemäßen Formulierung zugegeben. Diese Lösung wird auf 60°C temperiert. In
dieses Bad, das mittels einer Schlauchpumpe umgepumpt wird, werden die PET-Flaschen
15 Minuten getaucht, anschließend mit Frischwasser gründlich gespült und 10 Minuten
mit 5 bar Druckluft beaufschlagt. Dieser Zyklus wird 25mal wiederholt. Die PET-Flaschen
werden dann bezüglich optisches Aussehen und Rißbildung im Bodenbereich (Spannungsrißkorrosion)
beurteilt.
[0023] In der nachstehenden Tabelle 1 sind die Beispiele 1 bis 8 (die angegebenen Komponentenmengen
sind Gewichtsprozente) und die Testergebnisse (++ bedeutet gut, + bedeutet mäßig und
-- bedeutet schlecht) zusammengefaßt:

1. Mischungen von Alkoxylaten mit schaumdämpfender und desinfizierender Wirkung, bestehend
im wesentlichen aus
A) 30 bis 70 Gew.-% von mindestens einem Alkoxylat aus der Gruppe bestehend aus
A1) Fettalkoholethoxylatpropoxylaten der allgemeinen Formel I
RO-(C2H4O)x-(C3H6O)y-H (I)
worin R ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 6 bis 22 C-Atomen ist, x eine Zahl von
1 bis 10 und y eine Zahl von 1 bis 10 ist,
A2) Fettalkoholethoxylat-Mischformalen der allgemeinen Formel II
R1O-(C2H4O)z-CH2-OR2 (II)
worin R1 ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 6 bis 22 C-Atomen ist, z eine Zahl von 1 bis 10
und R2 ein Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen ist,
und
A3) endverschlossenen Fettalkoholalkoxylaten der Formel III
R3O-(C2H4O)a-(C3H6O)b-R4 (III)
worin R3 ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 6 bis 22 C-Atomen ist, a eine Zahl von 2 bis 20,
b eine Zahl von 0 bis 10 und R4 ein Alkylrest mit 1 bis 5 C-Atomen ist,
und
B) 30 bis 70 Gew.-% von mindestens einem Fettalkylpolyamin der allgemeinen Formel
IV

worin R
5 ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 6 bis 22 C-Atomen ist, n eine ganze Zahl von 2
bis 6 und R
6 H, ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 6 bis 22 C-Atomen oder ein Rest -(CH
2)
m-NH
2 ist, in dem m eine ganze Zahl von 2 bis 6 bedeutet.
2. Mischungen nach Anspruch 1, bestehend im wesentlichen aus
A1) 10 bis 60 Gew.-% von mindestens einem Fettalkoholethoxylatpropoxylat der Formel
I,
A2) 10 bis 60 Gew.-% von mindestens einem Fettalkoholethoxylat-Mischformal der Formel
II und/oder
A3) 0 bis 60 Gew.-% von mindestens einem endverschlossenen Fettalkoholalkoxylat der
Formel III, mit der Maßgabe, daß die Gesamtmenge der Komponenten A2 und A3 10 bis
60 Gew.-% beträgt, und
B) 30 bis 70 Gew.-% von mindestens einem Fettalkylpolyamin der Formel IV.
3. Mischungen nach Anspruch 1, bestehend im wesentlichen aus
A) 40 bis 60 Gew.-% und
B) 40 bis 60 Gew.-%.
4. Mischungen nach Anspruch 2, bestehend im wesentlichen aus
A1) 20 bis 40 Gew.-%,
A2) 20 bis 40 Gew.-% und/oder
A3) 0 bis 40 Gew.-%, mit der Maßgabe, daß die Gesamtmenge der Komponenten A2 und A3
20 bis 40 Gew.-% beträgt,
und
B) 40 bis 60 Gew.-%.
5. Mischungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in Formel I R ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 8 bis 18 C-Atomen, x eine Zahl von
2 bis 7 und y eine Zahl von 2 bis 7 ist, daß in Formel II R1 ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 8 bis 18 C-Atomen und z eine Zahl von 2 bis 7
ist, daß in Formel III R3 ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 8 bis 18 C-Atomen, a eine Zahl von 4 bis 15 und
b eine Zahl von 0 bis 5 ist und daß in Formel IV R5 ein Alkylrest oder Alkenylrest mit 8 bis 18 C-Atomen, n 3 und R6 einen Rest -(CH2)m-NH2 bedeutet, worin m 3 ist.
6. Verwendung der Mischungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5 in wäßrigen
Reinigungsflotten zur maschinellen Reinigung harter Oberflächen.
7. Verwendung der Mischungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5 in wäßrigen
Reinigungsflotten zur maschinellen Reinigung von Flaschen aus Glas oder Polyester.
1. A mixture of alkoxylates having foam-suppressing and disinfecting action, consisting
essentially of
A) from 30 to 70 % by weight, of at least one alkoxylate from the group consisting
of
A1) fatty alcohol ethoxylate propoxylates of the formula I
RO-(C2H4O)x-(C3H6O)y-H (I)
where R is an alkyl radical or alkenyl radical having from 6 to 22 carbon atoms, x
is a number from 1 to 10, and y is a number from 1 to 10,
A2) fatty alcohol ethoxylate mixed formals of the formula II
R1O-(C2H4O)z-CH2-OR2 (II)
where R1 is an alkyl radical or alkenyl radical having from 6 to 22 carbon atoms, z is a number
from 1 to 10, and R2 is an alkyl radical having from 1 to 4 carbon atoms,
and
A3) end-capped fatty alcohol alkoxylates of the formula III
R3O-(C2H4O)a-(C3H6O)b-R4 (III)
where R3 is an alkyl radical or alkenyl radical having from 6 to 22 carbon atoms, a is a number
from 2 to 20, b is a number from 0 to 10, and R4 is an alkyl radical having from 1 to 5 carbon atoms,
and
B) from 30 to 70 % by weight, of at least one fatty alkyl polyamine of the formula
IV

where R
5 is an alkyl radical or alkenyl radical having from 6 to 22 carbon atoms, n is an
integer from 2 to 6, and R
6 is H, an alkyl radical or alkenyl radical having from 6 to 22 carbon atoms, or a
-(CH
2)
m-NH
2 radical, in which m is an integer from 2 to 6.
2. The mixture as claimed in claim 1 consisting essentially of
A1) from 10 to 60 % by weight, of at least one fatty alcohol ethoxylate propoxylate
of the formula I,
A2) from 10 to 60 % by weight, of at least one tatty alcohol ethoxylate mixed formal
of the formula II and/or
A3) from 0 to 60 % by weight, of at least one end-capped fatty alcohol alkoxylate
of the formula III, with the proviso that the total amount of components A2 and A3
is from 10 to 60 % by weight, and
B) from 30 to 70 % by weight, of at least one fatty alkyl polyamine of the formula
IV.
3. The mixture as claimed in claim 1 consisting essentially of
A) from 40 to 60 % by weight and
B) from 40 to 60 % by weight.
4. The mixture as claimed in claim 2 consisting essentially of
A1) from 20 to 40 % by weight,
A2) from 20 to 40 % by weight and/or
A3) from 0 to 40 % by weight, with the proviso that the total amount of components
A2 and A3 is from 20 to 40 % by weight,
and
B) from 40 to 60 % by weight.
5. A mixture as claimed in one or more of claims 1 to 4, wherein, in formula I, R is
an alkyl radical or alkenyl radical having from 8 to 18 carbon atoms, x is a number
from 2 to 7 and y is a number from 2 to 7, in formula II, R1 is an alkyl radical or alkenyl radical having from 8 to 18 carbon atoms and z is
a number from 2 to 7, in formula III, R3 is an alkyl radical or alkenyl radical having from 8 to 18 carbon atoms, a is a number
from 4 to 15 and b is a number from 0 to 5, and in formula IV, R5 is an alkyl radical or alkenyl radical having from 8 to 18 carbon atoms, n is 3 and
R6 is a -(CH2)m-NH2 radical, in which m is 3.
6. The use of the mixture as claimed in one or more of claims 1 to 5 in aqueous cleaning
liquors for the mechanical cleaning of hard surfaces.
7. The use of the mixture as claimed in one or more of claims 1 to 5 in aqueous cleaning
liquors for the mechanical cleaning of bottles made of glass or polyester.
1. Mélanges d'alcoxylates à effet antimousse et désinfectant, constitués essentiellement
de
A) 30 à 70 % en poids d'au moins un alcoxylate choisi parmi
A1) les éthoxylate-propoxylates d'alcool gras de formule générale I
RO-(C2H4O)x-(C3H6O)y-H (I)
dans laquelle R est un groupe alkyle ou un groupe alcényle ayant de 6 à 22 atomes
de carbone, x représente un nombre de 1 à 10 et y un nombre de 1 à 10,
A2) les aldéhydes formiques mixtes-éthoxylates d'alcool gras de formule générale II
R1O-(C2H4O)z-CH2-OR2 (II)
dans laquelle R1 est un groupe alkyle ou un groupe alcényle ayant de 6 à 22 atomes de carbone, z représente
un nombre de 1 à 10 et R2 un groupe alkyle ayant de 1 à 4 atomes de carbone,
et
A3) les alcoxylates d'alcool gras fermés en bout de chaîne de formule III
R3O-(C2H4O)a-(C3H6O)b-R4 (III)
dans laquelle R3 est un groupe alkyle ou un groupe alcényle ayant de 6 à 22 atomes de carbone, a représente
un nombre de 2 à 20, b un nombre de 0 à 10 et R4 un groupe alkyle ayant de 1 à 5 atomes de carbone,
et
B) 30 à 70 % en poids d'au moins une alkylpolyamine grasse de formule générale IV

dans laquelle R
5 est un groupe alkyle ou un groupe alcényle ayant de 6 à 22 atomes de carbone, n représente
un nombre entier de 2 à 6 et R
6 H, un groupe alkyle ou un groupe alcényle ayant de 6 à 22 atomes de carbone ou un
groupe -(CH
2)
m-NH
2, dans lequel m représente un nombre entier de 2 à 6.
2. Mélanges selon la revendication 1, constitués essentiellement de
A1) 10 à 60 % en poids d'au moins un éthoxylate-propoxylate d'alcool gras de formule
I,
A2) 10 à 60 % en poids d'au moins un aldéhyde formique mixte-éthoxylate d'alcool gras
de formule II et/ou
A3) 0 à 60 % en poids d'au moins un alcoxylate d'alcool gras fermé en bout de chaîne
de formule III, avec la condition que la quantité totale des composants A2 et A3 s'élève
à entre 10 et 60 % en poids, et
B) 30 à 70 % en poids d'au moins une alkylpolyamine grassse de formule IV.
3. Mélanges selon la revendication 1, constitués essentiellement de
A) 40 à 60 % en poids et
B) 40 à 60 % en poids.
4. Mélanges selon la revendication 2, constitués essentiellement de
A1) 20 à 40 % en poids,
A2) 20 à 40 % en poids et/ou
A3) 0 à 40 % en poids avec la condition que la quantité totale des composants A2 et
A3 s'élève à entre 20 et 40 % en poids,
et
B) 40 à 60 % en poids.
5. Mélanges selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisés en ce que dans la formule I, R représente un groupe alkyle ou un groupe alcényle ayant de 8
à 18 atomes de carbone, x représente un nombre de 2 à 7 et y un nombre de 2 à 7, en ce que dans la formule II, R1 représente un groupe alkyle ou un groupe alcényle ayant de 8 à 18 atomes de carbone
et z un nombre de 2 à 7, en ce que dans la formule III, R3 représente un groupe alkyle ou un groupe alcényle ayant de 8 à 18 atomes de carbone,
a représente un nombre de 4 à 15 et b un nombre de 0 à 5 et en ce que dans la formule IV, R5 représente un groupe alkyle ou un groupe alcényle ayant de 8 à 18 atomes de carbone,
n 3 et R6 un groupe -(CH2)m-NH2, dans lequel m est 3.
6. Utilisation des mélanges selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5 dans des
bains de lavage aqueux pour le lavage en machine de surfaces dures.
7. Utilisations des mélanges selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5 dans des
bains de lavage aqueux pour le lavage en machine de surfaces de verre ou de polyester.