[0001] Perlenketten bestehen aus einem Faden, auch als Perlseide bezeichnet, auf welchen
eine Folge von Perlen, welche durchbohrt sind, aufgereiht ist. Reißt der Faden, können
ungesicherte Perlen verlorengehen. Deshalb ist es bekannt, die Perlen einzeln oder
in Gruppen dadurch zu sichern, daß man zwischen benachbarten Perlen im Faden einen
Knoten vorsieht, der dicker ist als die Bohrung der Perle, so daß die Perle den Knoten
nicht überwinden kann. Sind alle Perlen auf diese Weise gesichert, kann bei einem
Reißen des Fadens nicht mehr als eine Perle verlorengehen. Das Verknoten der Perlen
ist eine mühsame Angelegenheit und wird üblicherweise von geübten Personen in Heimarbeit
durchgeführt. Die Schwierigkeit liegt darin, die Knoten so dicht an die Perlen zu
setzen, daß diese den geringstmöglichen Abstand voneinander haben und die Perlenkette
möglichst dicht wird. Diese Schwierigkeit besteht auch bei der in der DE-195 19 348
A1 offenbarten Vorrichtung zum Knoten von Perlenketten, welche den Vorgang des Knotens
durch Mechanisierung zwar erleichtert, aber wie beim Knoten von Hand viel Geschick
erfordert, um die Knoten dicht an die Perlen zu bringen. Die zunächst mechanisch gebildeten,
noch lockeren Knoten werden durch Straffung des Perlfadens und Verschieben einer noch
nicht verknoteten Perle gegen die zu verknotende Perle festgezogen. Dabei wandert
der Knoten jedoch nicht zwangsläufig bis zu der zu fixierenden Perle.
[0002] Der vorliegenden Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Knoten von Perlenketten zu schaffen, welche es auch
ungeübten Personen ermöglicht, Perlen auf einem Faden rasch und dicht zu verknoten.
[0003] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0004] Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat zunächst mechanische Mittel zum Bilden einer
definierten Schlaufe im Faden. Zu diesem Zweck ist ein erster Halter für eine auf
einen Faden aufgezogene, durch einen Knoten festzulegende Perle vorgesehen. Dieser
Halter hat einen Schlitz, welcher zum seitlichen Einführen des Fadens einseitig offen
ist. Die auf den Faden aufgezogene Perle stützt sich bereits einseitig an einem Knoten
ab, wird hinter dem Halter positioniert und durch Straffziehen des Fadens gegen den
Halter gezogen. Zum Bilden einer Schlaufe im straffgezogenen Faden ist ein verschwenkbarer
Schlaufenbilder vorgesehen mit einem ersten Finger, welcher in einem Abstand von dem
ersten Halter angeordnet ist, und mit einem Mitnehmer, welcher um die Schwenkachse
des Schlaufenbilders verschwenkbar ist, die näher bei dem Finger als bei dem Mitnehmer
angeordnet ist. Durch Verschwenken des Mitnehmers wird ein zwischen der Schwenkachse
und dem Finger hindurchgeführter Abschnitt des Fadens mitgenommen, wobei der Schwenkwinkel
so groß bemessen ist, daß der Mitnehmer und mit ihm der mitgenommene Abschnitt des
Fadens (nachfolgend als erster Abschnitt des Fadens bezeichnet) einen zwischen dem
ersten Halter und dem Finger verlaufenden zweiten Abschnitt des Fadens passiert hat.
Die Schlaufe, die dadurch im Faden gebildet wird, wird dadurch offen gehalten, daß
ein Schlaufenhalter in den Zwischenraum zwischen den beiden Fadenabschnitten eingreift.
Dieser Schlaufenhalter ist ein Finger, welcher quer zur Schwenkebene bewegbar ist.
Er hat eine unwirksame Stellung, in welcher er nicht in den Zwischenraum zwischen
den beiden Fadenabschnitten eingreift, und er hat eine wirksame Stellung, in welcher
er in den Zwischenraum zwischen den beiden Fadenabschnitten eingreift. In die auf
diese Weise offengehaltene Schlaufe führt man das freie Ende des Fadens ein. Um das
zu erleichtern, ist im Schwenkbereich des Mitnehmers ein die Schwenkebene durchquerender
Durchgang vorgesehen, auf welchem das freie Ende des Fadens von der einen Seite der
Schwenkebene durch die Schlaufe hindurch zur anderen Seite der Schwenkebene geführt
werden kann. Dieser Vorgang kann dadurch erleichtert werden, daß man am freien Ende
des Fadens die noch nicht verknotete Reihe von Perlen vorsieht, welche durch ihr Gewicht
das freie Ende des Fadens bereitwillig nach unten zieht. Diese Wirkung kann durch
ein am Ende des Fadens vorgesehenes Zusatzgewicht noch verstärkt werden.
[0005] Ist das freie Ende des Fadens durch die offengehaltene Schlaufe hindurchgeführt worden,
dann ist der Knoten im Prinzip gebildet, er muß jedoch noch festgezogen werden. Dem
widersetzen sich zunächst die beiden Finger. Der erste Finger, welcher Bestandteil
des Schlaufenbilders ist, wird aus der Schlaufe herausbewegt, indem der Schlaufenbilder
in seine Ausgangslage zurückbewegt wird. Das Herausgleiten des ersten Fingers aus
der Schlaufe wird dadurch erleichtert, wenn der Finger bogenförmig gestaltet ist,
so daß der Faden über ihn sanft bis zur Fingerspitze gleitet, wenn der Finger beim
Zurückbewegen des Schlaufenbilders mit seiner konvexen Seite auf den Faden trifft.
Danach verbleibt zunächst noch der zweite Finger in dem lockeren Knoten und verhindert,
daß dieser straffgezogen wird. Die Aufgabe einer Bedienungsperson besteht nun darin,
den Knoten dicht an die hinter dem ersten Halter befindliche, noch nicht verknotete
Perle zu führen und an ihr festzuziehen. Um das zu erreichen ist erfindungsgemäß ein
zweiter Halter vorgesehen, welcher einen zweiten Schlitz hat, in welchen der Faden
einführbar ist. Dieser zweite Schlitz liegt annähernd in der Flucht des ersten Schlitzes
im ersten Halter und ist ebenfalls einseitig offen; seine einseitige Öffnung liegt
in der Nachbarschaft der einseitigen Öffnung des ersten Schlitzes, so daß der Faden,
wenn er seitlich aus dem ersten Schlitz herausbewegt wird, automatisch dem zweiten
Halter zugeführt und in dessen Schlitz eingeführt wird. Außerdem sind die beiden Halter
etwas gegeneinander versetzt angeordnet, und zwar in der Weise, daß der zweite Finger,
welcher nicht nur quer zur Verschwenkebene des Schlaufenbilders, sondern auch quer
zu seiner eigenen Längserstreckung, vorzugsweise parallel zur Schwenkebene, beweglich
ist, infolge seiner Bewegung, welche geradlinig sein kann, vorzugsweise aber bogenförmig
verläuft, von der zu verknotenden Perle aus gesehen aus einer Stellung
hinter dem ersten Halter in eine Stellung
vor dem zweiten Halter überführt werden kann. Der lockere, noch nicht festgezogene Knoten
macht die Bewegung des zweiten Fingers mit; dasselbe gilt für die zu verknotende Perle,
welche auf diese Weise zusammen mit dem Finger und dem noch nicht festgezogenen Knoten
hinter den zweiten Halter gelangt. Durch Straffziehen des Fadens wird die Schlaufe
nun zunächst soweit verengt, wie es die Dicke des zweiten Fingers erlaubt. Das freie
Ende des Fadens erstreckt sich dabei zwangsläufig in einen zwischen der zu verknotenden
Perle und dem zweiten Finger gebildeten Zwickel in unmittelbarer Nachbarschaft der
Bohrung der Perle hinein. Wird nun unter fortwährendem Zug am Faden der zweite Finger
aus der Schlaufe zurückgezogen, wird der Knoten automatisch in den verschwindend geringen
Spalt zwischen dem zweiten Halter und der Perle gezogen und liegt dieser dicht und
straff an. Dieser Vorgang kann dadurch begünstigt werden, daß sich der zweite Finger
zu seiner Spitze hin allmählich verjüngt, so daß sich die Schlaufe durch Zurückziehen
des zweiten Fingers definiert verengt.
[0006] Dabei darf der Abstand des Fingers von dem zweiten Halter nicht zu groß sein, damit
die Knotenbildung nicht im freien Raum stattfindet. Optimal ist es, wenn die Bewegungsbahn
des zweiten Fingers so dicht an den zweiten Halter führt, daß sich zwischen dem zweiten
Halter und dem zweiten Finger nur noch der zur Schlaufe gebildete Faden befindet.
[0007] Für die Knotenbildung ist es günstig, wenn der Schlitz im zweiten Halter so eng wie
möglich ist, also nicht breiter als die Dicke des Fadens. Zu diesem Zweck ist es von
Vorteil, wenn sich der Schlitz ausgehend von seiner einseitigen Öffnung allmählich
verengt, oder anders ausgedrückt sich zu seiner einseitigen Öffnung hin allmählich
erweitert. Das erleichtert einerseits das Einführen des Fadens beim Überführen aus
dem ersten Schlitz in den zweiten Schlitz; zugleich kann der Faden in dem sich verengenden
Schlitz bis an die für ihn mögliche engste Stelle geführt werden. Besonders vorteilhaft
ist es, wenn der zweite Halter als federnde Zange ausgebildet ist, mit einem feststehenden
Backen und mit einem beweglichen, zum Schließen der Zange durch eine Feder beaufschlagten
Backen. Durch eine Einführschräge, in welche der Faden eingeführt werden kann, läßt
sich die Zange gegen die Kraft der Feder öffnen, der Faden ist frühzeitig eng geführt
und kann sich doch nicht verklemmen, weil die Zange federnd nachgibt. Damit sich die
Zange nicht zu weit öffnet, hat der bewegliche Backen vorzugsweise einen dritten Schlitz,
welcher beim Öffnen der Zange in die Flucht des sich öffnenden Maules der Zange wandert
und dadurch die wirksame Öffnungsweite der Zange begrenzt.
[0008] Nachdem der zweite Finger aus der Schlaufe herausgezogen worden ist, wird er in seiner
unwirksamen Stellung zweckmäßigerweise verriegelt, vorzugsweise durch ein Gesperre,
dessen Sperrglied beim Bilden der nächsten Schlaufe durch Einwirken des Mitnehmers
oder eines Fortsatzes des Mitnehmers auf das Sperrglied wieder entriegelt werden kann,
worauf der zweite Finger durch die Wirkung einer Feder in seine wirksame Stellung
bewegt wird, in welcher er in die Schlaufe eingreift und sie offen hält, bis der nächste
Knoten festgezurrt wird.
[0009] Die Gestalt des Mitnehmers ist so zu wählen, daß er eine Schlaufe bildet, die hinreichend
groß ist, um den zweiten Finger eingreifen zu lassen und das freie Ende des Fadens,
vorzugsweise mit einem Gewicht beschwert, ohne größere Behinderung hindurchführen
zu können. Zweckmäßigerweise ist der Mitnehmer deshalb an der Spitze eines sich in
der Schwenkebene erstreckenden, um die Schwenkachse herumführenden, bogenförmigen
Fadenführungsteiles angeordnet, welches auf seiner bogenförmigen Außenseite eine Nut
oder Rille zum Aufnehmen eines Abschnittes des Fadens hat und sich vorzugsweise ungefähr
über einen Viertelkreis erstreckt, dessen Mittelpunkt die Schwenkachse ist.
[0010] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können auch ungeübte Personen Perlenketten
rasch, ohne größere Mühe und ohne größeres Geschick mit einer engen Knotenfolge knüpfen.
Natürlich können nicht nur echte oder unechte Perlen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
verknotet werden, sondern auch Ketten, die mit durchbohrten Kugeln aus dekorativen
Gesteinen, Edelsteinen und Halbedelsteinen, aus Glas, aus Fossilien und dergleichen
gebildet werden.
[0011] Zur weiteren Erläuterung der Erfindung ist ein Ausführungsbeispiel zeichnerisch dargestellt
und wird nachfolgend beschrieben.
- Figur 1
- zeigt die Vorrichtung in einer Draufsicht, und zwar in Ausgangsstellung vor der Bildung
einer Schlaufe,
- Figur 2
- zeigt die Vorrichtung in einer Draufsicht wie in Figur 1, jedoch in einer Zwischenstellung
während der Schlaufenbildung,
- Figur 3
- zeigt die Vorrichtung in einer Draufsicht wie in Figur 1, jedoch in der Stellung,
in welcher eine Schlaufe gebildet ist,
- Figur 4
- zeigt in einer Draufsicht auf ein Teil der Vorrichtung den Beginn der Bildung eines
Knotens aus der zuvor gebildeten Schlaufe,
- Figur 5
- zeigt in einer Draufsicht wie in Figur 4 die Knotenbildung in einem fortgeschrittenen
Stadium,
- Figur 6
- zeigt in einer Draufsicht entsprechend der Figur 1 die Phase des Festziehens des Knotens,
- Figur 7
- zeigt die Vorrichtung in einer Vorderansicht mit teilweise entfernter Vorderwand,
und
- Figur 8
- zeigt als Detail einen als Finger ausgebildeten Schlaufenhalter der Vorrichtung mit
zugehörigem Gesperre.
[0012] Die Vorrichtung hat ein im wesentlichen quaderförmiges Gehäuse 1 mit einem Boden
2, mit Seitenwändn 3 und 4, mit einer vorderen Wand 5, mit einer Rückwand 6, mit einer
ersten Abdeckung 7, welche sich (bezogen auf die Darstellung in Figur 1 und Figur
7) im linken Bereich der Vorrichtung befindet und in der Darstellung der Figuren 1
bis 3 teilweise weggebrochen ist, und mit einer nur in der Figur 7 dargestellten zweiten
Abdeckung 8, welche die erste Abdeckung teilweise übergreift.
[0013] In der zweiten Abdeckung 8 ist eine senkrechte Achse 9 gelagert, welche durch eine
Kurbel 10 verdreht werden kann. Unter der zweiten Abdeckung 8 ist auf der Achse 9
ein Fadenbilder 11 befestigt, bestehend aus einem nahe bei der Achse 9 befestigten,
sichelförmigen, sich nach oben erstreckenden Finger 12, einem Mitnehmer 13 für einen
Faden, welcher sich in größerer Entfernung von der Achse 9 befindet und sich in ein
bogenförmiges Führungsteil 14 fortsetzt, welches sich ungefähr viertelkreisförmig
um die Achse 9 herum erstreckt und auf ihrer Außenseite eine Nut oder Rille 15 hat,
in welche ein Faden eingelegt werden kann.
[0014] In einigem Abstand von der Achse 9 ist an der Abdeckung 7 ortsfest ein erster Halter
16 befestigt, welcher durch ein sich senkrecht erstreckendes Blech gebildet ist und
einen waagerechten Schlitz 17 mit einseitiger Öffnung 18 hat. Zwischen dem ersten
Halter 16 und dem Schlaufenbilder 11 ist ein Schlaufenhalter 19 angeordnet, bei welchem
es sich um einen zweiten Finger handelt, welcher sich von unten nach oben erstreckt
und sich zur seiner Spitze hin verjüngt. Der zweite Finger 19 befindet sich am Ende
eines Hebels 20, welcher um eine vertikale Achse 21 verschwenkbar ist und dabei unter
der Wirkung einer Druckfeder 22 steht, welche ihn in seine in Figur 1 dargestellte
Ausgangslage zurückholt. Außerdem kann die den Finger 19 tragende Spitze des Hebels
20 federnd nach unten gedrückt werden und trägt zu diesem Zweck eine Stange 23, welche
aus dem Gehäuse 1 herausragt, so daß sie mit dem Finger betätigt werden kann. Wird
der Hebel 20 nach unten gedrückt, rastet er hinter eine an der ersten Abdeckung 7
pendelnd aufgehängte Sperrklinke 24 ein. Die Sperrklinke ist an einem Federblech 25
befestigt, welches um eine unter der ersten Abdeckung 7 angebrachte waagerechte Achse
26 frei pendelnd aufgehängt ist. Durch Schwerkraft bewegt sich die Sperrklinke 24
in ihre in Figur 8 dargestellte Sperrstellung. Durch Druck auf das freie Ende 27 des
Federblechs werden die Sperrklinke 24 und der Hebel 20 außer Eingriff gebracht und
dadurch das Gesperre gelöst, worauf der Hebel 20 mit dem Finger 19 durch Federkraft
aufwärts bewegt wird. Das freie Ende 27 des Federblechs 25 ist im Schwenkweg des Mitnehmers
13 angeordnet, so daß das Gesperre beim Verschwenken des Mitnehmers gelöst und der
Finger 19 nach oben getrieben wird.
[0015] In geringem Abstand, aber gegenüber dem ersten Halter 16 seitlich versetzt, ist auf
der ersten Abdeckung 7 ein zweiter Halter 28 befestigt, welcher einen waagerechten
Schlitz 29 hat, welcher ebenfalls einseitig offen ist; seine seitliche Öffnung 30
liegt der seitlichen Öffnung 18 des ersten Schlitzes 17 gegenüber. Der zweite Schlitz
29 erweitert sich zu seiner Öffnung 30 hin. Der zweite Halter 28 ist als Zange ausgebildet
mit einem oberen, feststehenden Backen 31 und einem unteren beweglichen Backen 32,
welcher um eine waagerechte Achse 33 gegen die Kraft einer Feder 34 nach unten auslenkbar
ist.
[0016] Zum Verknoten einer Perle 35 auf einem Faden 36 wird diese Perle auf den Faden 36
aufgezogen und gegen einen zuvor gebildeten Knoten 37 oder gegen eine andere Perle
38 geschoben, welche ihrerseits durch einen Knoten 37 gesichert sein kann. Die zu
verknotende Perle wird unter Einführen des Fadens 36 in den Schlitz 17 des ersten
Halters 16 an der Rückseite des ersten Halters 16 angeordnet und durch Straffziehen
des Fadens 36 vorläufig fixiert. Der Faden 36 wird zwischen der Achse 9 und dem ersten
Finger 12 hindurch zum Mitnehmer 13 und weiter durch einen Einschnitt 39 in der rechten
Seitenwand 3 geführt. Das Ende des Fadens, auf welchem sich weitere Perlen 40 befinden
können, ist durch ein Gewichtsstück 41 beschwert und hängt dadurch straff gespannt
nach unten. Aus der in Figur 1 dargestellten Ausgangslage wird der Fadenbilder 11
durch die Kurbel 10 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Dabei nimmt der Mitnehmer 13 den
Faden 36 mit. Außerdem fährt der sichelförmige Finger 12 mit seiner konkaven Seite
gegen den zwischen der Achse 9 und dem ersten Halter 16 gespannten Abschnitt 36a des
Fadens 36 und hält diesen dadurch im Nahbereich der Achse 9, wohingegen der Mitnehmer
13 den Abschnitt 36b des Fadens, auf den er einwirkt, über seinen bogenförmigen Schwenkweg
mitnimmt (Figur 2) bis in eine Lage, welche einer Drehung des Schlaufenbilders um
einen Dreiviertelkreis entspricht und durch einen nicht dargestellten Anschlag für
die Kurbel 10 begrenzt sein kann (Figur 3). Auf dem Weg dahin passiert der Abschnitt
36b des Fadens nach einem Schwenkwinkel von ungefähr 180° den Abschnitt 36a des Fadens,
wodurch eine Schlaufe gebildet wird, in welche dann der zweite Finger 19 eingreift,
nachdem der Mitnehmer 13 auf das freie Ende 17 des Federblechs 26 getroffen ist, an
welchem die Sperrklinke 24 hängt, welche den zweiten Finger 19 zunächst in seiner
unteren Lage gehalten hat, nach einem Schwenkwinkel von mehr als 180° aber auslöst,
so daß der Finger 19 nach oben in die Schlaufe getrieben wird. Nun nimmt man das freie
Ende des Fadens 36, an welchem sich das Gewichtsstück 41 befindet und läßt es von
oben her zwischen den Abschnitten 36a und 36b durch die Schlaufe gleiten. Dazu ist
ein als Rutsche ausgebildeter Durchgang 42 vorgesehen, auf welchem das Gewichtsstück
41 zwangsweise geführt wird (siehe Figur 3). Nun wird der Schlaufenbilder 11 entgegen
dem Uhrzeigersinn in seine Ausgangslage zurückgeschwenkt (Figuren 4 und 5). Dabei
gleitet der erste Finger 12 dank seiner nun wirksamen konvexen Seite aus der Schlaufe
43 heraus, in welcher sich aber immer noch der zweite Finger 19 befindet und verhindert,
daß die Schlaufe 43 zu früh zu einem Knoten zusammengezogen wird.
[0017] Das freie Ende des Fadens 36 wird nun zur Seite aus dem Schlitz 17 des ersten Halters
16 herausgezogen, in den gegenüberliegenden Schlitz 29 des zweiten Halters 28 eingeführt
und straffgezogen, wobei die zu verknotende Perle 35 und der zweite Finger 19 gegen
den zweiten Halter 28 gezogen werden. Während der Faden 36 straff gespannt bleibt,
wird nun durch Niederdrücken des Hebels 23 der Finger 19 aus der Schlaufe 43 herausbewegt,
wobei die Schlaufe 43 zu einem der Perle 35 dicht anliegenden Knoten geschlossen wird
(Figur 6).
[0018] Nun kann eine nächste Perle gegen die soeben verknotete Perle 35 geschoben, hinter
dem ersten Halter 16 positioniert und der Vorgang des Verknotens wie beschrieben wiederholt
werden.
1. Vorrichtung zum Knoten von Perlenketten, umfassend
- einen ersten Halter (16) für eine auf einen Faden (36) aufgezogene, durch einen
Knoten festzulegende Perle (35), wobei der Halter (16) einen Schlitz (17) hat, welcher
zum Einführen des Fadens (36) einseitig offen ist,
- einen Schlaufenbilder (11) mit einem ersten Finger (12), welcher in einem Abstand
von dem ersten Halter (16) angeordnet ist, und mit einem Mitnehmer (13), welcher um
eine Achse (9) in den Lauf des Fadens (36) verschwenkbar ist, die näher bei dem Finger
(12) als bei dem Mitnehmer (13) angeordnet ist, wobei der Schwenkwinkel so bemessen
ist, daß ein beim Verschwenken des Mitnehmers (13) mitgenommener erster Abschnitt
(36b) des Fadens (36) einen zwischen dem ersten Halter (16) und dem Finger (12) verlaufenden
zweiten Abschnitt (36a) des Fadens (36) passiert,
- einen Schlaufenhalter (19) in Gestalt eines sich quer zur Schwenkebene des Mitnehmers
(13) erstreckenden zweiten Fingers, welcher zum einen in seiner Längsrichtung zwischen
einer ersten, unwirksamen Stellung und einer zweiten, wirksamen Stellung hin und her
bewegbar ist, wobei er in seiner wirksamen Stellung in den Zwischenraum zwischen dem
zweiten (36a) und dem ersten Abschnitt (36b) des Fadens, welcher den zweiten Abschnitt
(36a) des Fadens passiert hat, eingreift und dadurch die durch das Verschwenken des
Mitnehmers (13) gebildete Schlaufe (43) beim Zurückschwenken des Mitnehmers (13) offenhält,
und welcher andererseits quer zu seiner Längsrichtung beweglich ist,
- einen im Schwenkbereich des Mitnehmers (13) liegenden, die Schwenkebene durchquerenden
Durchgang (42), durch welchen das freie Ende des Fadens (36) so hindurchgeführt werden
kann, daß es durch die offene Schlaufe (43) gleitet,
gekennzeichnet durch
- einen Schlitz (17) im ersten Halter (16), welcher zum seitlichen Einführen des Fadens
(36) einseitig offen ist, und durch
- einen zweiten Halter (18) mit einem zweiten Schlitz (29), welcher annähernd in der
Flucht des ersten Schlitzes (17) liegt, einseitig offen ist und seine einseitige Öffnung
(30) in der Nachbarschaft der einseitigen Öffnung (18) des ersten Schlitzes (17) hat,
wobei zwischen den beiden Haltern (16, 28) ein Versatz in der Weise vorgesehen und
auf die Beweglichkeit des zweiten Fingers (19) abgestimmt ist, daß der zweite Finger
(19) - von der zu verknotenden Perle (35) aus betrachtet, aus einer Stellung hinter
dem ersten Halter (16) in eine Stellung vor dem zweiten Halter (28) überführbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der zweite Schlitz (29) zu seiner einseitigen Öffnung (30) hin erweitert.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Halter (28) als Zange ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zange einen feststehenden Backen (31) und einen beweglichen, zum Schließen
der Zange durch eine Feder (34) beaufschlagten Backen (32) hat.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Backen (32) einen dritten Schlitz hat, welcher beim Öffnen der
Zange in die Flucht des sich öffnenden Maules der Zange wandert.
6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Finger (19) in seiner unwirksamen Lage durch ein Gesperre (Fig. 8)
verriegelbar und aus dieser unwirksamen Lage durch Einwirken des Mitnehmers (13) oder
eines Fortsatzes des Mitnehmers (13) auf das Sperrglied (24-27) des Gesperres entriegelt
werden kann, worauf der zweite Finger (19) durch die Wirkung einer Feder in seine
wirksame Stellung bewegt wird.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Finger (12) ein gebogener Haken ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (13) an der Spitze eines sich in der Schwenkebene erstreckenden,
um die Schwenkachse herumführenden, bogenförmigen Fadenführungsteils (14) angeordnet
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenführungsteil (14) auf seiner bogenförmigen Außenseite eine Nut oder
Rille (15) zum Aufnehmen eines Abschnitts des Fadens (36) hat.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich das bogenförmige Fadenführungsteil (14) ungefähr über einen Viertelkreis
erstreckt, dessen Mittelpunkt die Schwenkachse (9) ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Finger (19) sich zu seiner Spitze hin verjüngt.
12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsbahn des zweiten Fingers (19) so gewählt ist, daß sie ihn bis auf
Fadendicke an den zweiten Halter (28) heranführt.
1. Device for knotting strings of pearls having
- a first holder (16) for a pearl (35), that is threaded onto a thread (36) and is
to be fixed by a knot, the holder (16) having a slot (17) that is open on one side
to permit the thread (36) to be introduced;
- a loop former (11) comprising a first finger (12) arranged at a distance from the
first holder (16) and a tongue (13) that can be pivoted into the course of the thread
(36) upon an axis (9) arranged closer to the finger (12) than to the tongue (13),
the pivoting angle being selected to ensure that a first section (36b) of the thread
(36), which is entrained when the tongue (13) is pivoted, passes a second section
(36a) of the thread (36) that extends between the first holder (16) and the finger
(12),
- a loop holder (19) in the form of a second finger extending transversely to the
pivoting plane of the tongue (13), which on the one hand can be moved in its lengthwise
direction between a first inactive position and a second active position, and which,
in its active position, engages into the space between the second (36a) and the first
section (36b) of the thread, that has passed the second section (36a) of the thread,
thereby keeping open the loop (43) formed by the pivoting movement of the tongue (13),
as the tongue (13) is pivoted back, and which on the other hand is movable transversely
to its lengthwise direction;
- a passage (42) lying in the pivoting range of the tongue (13) and crossing the pivoting
plane, through which the free end of the thread (36) can be passed so that it slides
through the open loop (43);
characterized by
- a slot (17) in the first holder (16) that is open on one side to permit the thread
(36) to be introduced from the side and
- a second holder (18) with a second slot (29) which is approximately aligned with
the first slot (17), is open on one side and whose unilateral opening (30) lies in
the neighborhood of the unilateral opening (18) of the first slot (17), an offset
being provided between the two holders (16, 28), which offset is adapted to the movability
of the second finger (19) so that the second finger (19) - viewed from the pearl (35)
to be knotted - can be transferred from a position behind the first holder (16) into
a position before the second holder (28).
2. The device as defined in Claim 1, wherein the second slot (29) expands towards its unilateral opening (30).
3. The device as defined in Claim 1 or Claim 2, wherein the second holder (28) is configured as a pair of pliers.
4. The device as defined in Claim 3, wherein the pliers comprise a stationary jaw (31) and a movable jaw (32), which latter is
acted upon by a spring for closing the pliers.
5. The device as defined in Claim 3 or Claim 4, wherein the movable jaw (32) has a third slot that moves into alignment with the opening
mouth of the pliers when the latter are opened.
6. The device as defined in one of the preceding claims, wherein the second finger (19) can be locked in its inactive position by a locking mechanism
(Fig. 8) and can be released from that inactive position by the action of the tongue
(13) or an extension of the tongue (13) upon the locking member (24-27) of the locking
mechanism, whereupon the second finger (19) is moved into its active position under
the action of a spring.
7. The device as defined in one of the preceding claims, wherein the first finger (12) is a curved hook.
8. The device as defined in one of the preceding claims, wherein the tongue (13) is arranged at the point of the curved thread-guiding member (14)
that extends in the pivoting plane and around the pivoting axis.
9. The device as defined in Claim 8, wherein the thread-guiding member (14) comprises a groove or flute (15) on its curved outer
surface for receiving a section of the thread (36).
10. The device as defined in Claim 8 or Claim 9, wherein the curved thread-guiding member (14) extends over approximately a quarter of a circle
the center of which is defined by the pivoting axis (9).
11. The device as defined in one of the preceding claims, wherein the second finger (19) tapers towards its point.
12. The device as defined in one of the preceding claims, wherein the path of movement of the second finger (19) is selected to ensure that the finder
is approached to the second holder (28) up to a distance equal to the thread thickness.
1. Dispositif pour réaliser des noeuds sur des colliers de perles, comprenant
- un premier dispositif de maintien (16) pour une perle (35) montée sur un fil (36)
et qui doit être fixée par un noeud, le dispositif de maintien (16) possédant une
fente (17), qui est ouverte d'un côté pour l'introduction du fil (36),
- un formateur de boucles (11) comprenant un premier doigt (12) qui est disposé à
une certaine distance du premier dispositif de maintien (16) et comprenant un dispositif
d'entraînement (13) qui est à même de pivoter autour d'un axe (9) dans le passage
du fil (36), qui est disposé plus près du doigt (12) que du dispositif d'entraînement
(13), dans lequel l'angle de pivotement est mesuré de telle sorte qu'une première
section (36b) du fil (36) entraînée lors du pivotement du dispositif d'entraînement
(13) passe une deuxième section (36a) du fil (36) s'étendant entre le premier dispositif
de maintien (16) et le doigt (12),
- un dispositif de maintien de boucle (19) sous la forme d'un deuxième doigt s'étendant
transversalement par rapport au plan de pivotement du dispositif d'entraînement (13),
qui d'une part est mobile en va-et-vient dans sa direction longitudinale, entre une
première position de repos et une seconde position de travail; position dans laquelle
il vient s'insérer dans l'espace intermédiaire ménagé entre la deuxième section (36a)
et la première section (36b) du fil qui a passé la deuxième section (36a) du fil,
et il maintient de cette manière ouverte la boucle (43) formée par le pivotement du
dispositif d'entraînement (13), lors du pivotement en retour du dispositif d'entraînement
(13), et qui d'autre part est mobile transversalement par rapport à sa direction longitudinale,
- un passage (42) traversant le plan de pivotement et disposé dans la zone de pivotement
du dispositif d'entraînement (13), passage à travers lequel l'extrémité libre du fil
(36) peut être guidée de telle sorte qu'elle glisse à travers la boucle ouverte (43),
caractérisé par
- une forme (17) pratiquée dans le premier dispositif de maintien (16) qui est ouverte
d'un côté pour l'introduction latérale du fil (36), et par
- un deuxième dispositif de maintien (18) comprenant une deuxième fente (29) qui est
disposée approximativement à fleur de la première fente (17), qui est ouverte d'un
côté et dont l'ouverture unilatérale (30) est disposée à proximité de l'ouverture
unilatérale (18) de la première fente (17), dans lequel, entre les deux dispositifs
de maintien (16, 28), un décentrage est prévu et adapté à la mobilité du deuxième
doigt (19) de telle sorte que le deuxième doigt (19) - lorsqu'on regarde à partir
de la perle (35) qui doit être fixée à l'aide d'un noeud - peut passer d'une position
située derrière le premier dispositif de maintien (16) jusque dans une position située
à l'avant du deuxième dispositif de maintien (28).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la deuxième fente (29)
s'élargit dans la direction de son ouverture unilatérale (30).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le deuxième dispositif
de maintien (28) est réalisé sous la forme d'une tenaille.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que la tenaille possède une
mâchoire fixe (31) et une mâchoire mobile (32) chargée par un ressort (34) pour la
fermeture de la tenaille.
5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la mâchoire mobile
(32) possède une troisième fente qui, lors de l'ouverture de la tenaille, migre pour
venir se disposer en alignement avec la mâchoire de la tenaille qui s'ouvre.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que le deuxième doigt (19) peut être verrouillé dans sa position de repos à l'aide
d'un verrou (voir la figure 8) et peut être déverrouillé à partir de cette position
de repos lorsque le dispositif d'entraînement (13) ou une saillie du dispositif d'entraînement
(13) agit sur l'élément de verrouillage (24-27) du verrou; après quoi le deuxième
doigt (19) est amené dans sa position de travail sous l'effet d'un ressort.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que le premier doigt (12) est un crochet de forme arquée.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que le dispositif d'entraînement (13) est disposé à la pointe d'un élément de guidage
de fil (14) de forme arquée s'étendant dans le plan de pivotement et contournant l'axe
de pivotement.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'élément de guidage de
fil (14) possède, sur son côté externe de forme arquée, une rainure ou une cannelure
(15) pour la réception d'une section du fil (36).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce que
l'élément de guidage de fil (14) de forme arquée s'étend approximativement sur un
quart de cercle dont le centre représente l'axe de pivotement (9).
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que le deuxième doigt (19) se rétrécit en direction de sa pointe.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que la voie de mouvement du deuxième doigt (9) est sélectionnée de telle sorte qu'elle
rapproche ce dernier du deuxième dispositif de maintien (28) à l'exception de l'épaisseur
du fil.