[0001] Die Erfindung betrifft eine Schüttelvorrichtung zum Schütteln von in Behältern vorgesehener
Flüssigkeit. Durch das Schütteln der Behälter wird beispielsweise die in den Behältern
vorgesehene Flüssigkeit gemischt oder deren Oberfläche vergrößert, um die Sauerstoffaufnahme
der Flüssigkeit zu verbessern.
[0002] Derartige Schüttelvorrichtungen weisen einen Schütteltisch auf, auf dem die Behälter
befestigbar sind. Der Schütteltisch ist exzentrisch auf einem Schwungrad gelagert,
das beispielsweise mittels eines Riemenantriebs angetrieben ist. Aufgrund der exzentrischen
Kreisbewegung des Schütteltisches zusammen mit den auf ihm angeordneten Behältern
treten Zentrifugalkräfte auf. Durch die auftretenden Zentrifugalkräfte wird die Standfestigkeit
der Schüttelvorrichtung verringert.
[0003] Es würde die Möglichkeit bestehen, zur Kompensation der Zentrifugalkräfte an dem
Schwungrad exzentrisch zu dessen Drehachse ein Ausgleichsgewicht vorzusehen. Da ein
solches Ausgleichsgewicht eine genau festgelegte Zentrifugalkraft hervorruft, kann
von dem Ausgleichsgewicht nur eine bestimmte zu schüttelnde Masse ausgeglichen werden,
die zusammen mit dem Schütteltisch eine betragsmäßig gleiche Zentrifugalkraft hervorruft.
Sobald die zu schüttelnde Masse vergrößert oder verkleinert wird, wird durch sie eine
Zentrifugalkraft hervorgerufen, die sich von der durch das Ausgleichsgewicht hervorgerufenen
Zentrifugalkraft unterscheidet, so daß in den Schüttelvorrichtungen Vibrationen hervorgerufen
werden, die die Standfestigkeit der Schüttelvorrichtung verringern.
[0004] In US 5 558 437 ist eine Schüttelvorrichtung mit exzentrisch gelagertem Schütteltisch
beschrieben. Zum Ausgleich der durch die zu schüttelnde Masse auftretenden Zentrifugalkräfte
sind an einem mit der Drehwelle des Schütteltisches verbundenen Arm Ausgleichsgewichte
befestigt. Zum Ausgleich unterschiedlicher Zentrifugalkräfte können die an dem Arm
befestigten Ausgleichsgewichte gegen Ausgleichsgewichte unterschiedlicher Größe ausgetauscht
werden.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, die Standfestigkeit einer Schüttelvorrichtung auch
bei zu schüttelnden Massen unterschiedlicher Größe zu verbessern.
[0006] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs
1.
[0007] Erfindungsgemäß ist am Schwungrad ein Ausgleichsgewicht angeordnet, das in Abhängigkeit
von der Größe der zu schüttelnden Masse eingestellt werden kann. Hierzu ist das Ausgleichsgewicht
entlang einer Führungsvorrichtung radial zum Schwungrad stufenlos verschiebbar. Durch
die Veränderung des Abstandes zwischen dem Ausgleichsgewicht und der Drehachse des
Schwungrades ist die Größe der durch das Ausgleichsgewicht hervorgerufenen Zentrifugalkraft
veränderbar. Je größer die zu schüttelnde Masse ist, desto weiter wird das Ausgleichsgewicht
entlang der Führungsvorrichtung bzgl. der Drehachse des Schwungrades nach außen verschoben.
Es ist somit möglich, daß die durch die zu schüttelnde Masse hervorgerufene Zentrifugalkraft
durch die Ausgleichsmasse vollständig kompensiert wird. Dadurch ist die Standfestigkeit
auch bei unterschiedlichen zu schüttelnden Massen erheblich verbessert, da die Lage
des Ausgleichsgewichts vor jedem Schüttelvorgang entsprechend eingestellt werden kann.
[0008] Durch das Ausgleichsgewicht wird die gesamte zu schüttelnde Masse, d.h. die Masse
des Schütteltisches der Behälter, der Flüssigkeit und ggf. zusätzlicher auf dem Schütteltisch
befestigter Gegenstände kompensiert. Ebenso können auch zwei Ausgleichsgewichte vorgesehen
sein, wobei eine Ausgleichsmasse fest mit dem Schwungrad verbunden ist und die nicht
variierende Masse des Schütteltisches kompensiert. Die zweite Ausgleichsmasse ist
radial zum Schwungrad verschiebbar und gleicht die variierende Masse der Flüssigkeit,
der Behälter u.dgl. aus. Es ist ferner möglich, an dem verschiebbaren Ausgleichsgewicht
ein Zusatzgewicht zu befestigen, das zusammen mit dem Ausgleichsgewicht verschiebbar
ist, um größere Zentrifugalkräfte auszugleichen.
[0009] Als Führungsvorrichtung kann eine Schwalbenschwanzführung mit radial zur Drehachse
des Schwungrades verlaufender Nut und geeigneter Klemmvorrichtung vorgesehen sein.
[0010] Vorzugsweise weist die Führungsvorrichtung eine im wesentlichen senkrecht zur Drehachse
angeordnete Spindel auf, auf der das Ausgleichsgewicht in Längsrichtung verschiebbar
ist. Zum Verschieben des Ausgleichsgewichts auf der Spindel kann das Ausgleichsgewicht
eine Gewindebohrung aufweisen, so daß es durch Drehen verschiebbar ist. Ein Verändern
der Lage des Ausgleichsgewichts während des Schüttelvorgangs ist durch die Selbsthemmung
des Gewindes vermieden. Ebenso kann das Ausgleichsgewicht eine Durchgangsbohrung ohne
Gewinde aufweisen, durch die die Führungsspindel hindurchgeführt ist. Hierbei ist
die Führungsspindel in einer Gewindebohrung im Schwungrad gehalten, so daß die Lage
des Ausgleichsgewichts durch Drehen der Führungsspindel veränderbar ist.
[0011] Zur Verbesserung der Stabilität und um die Lage des Ausgleichsgewichts bzgl. des
Schwungrads möglichst genau einstellen zu können, ist die Führungsspindel vorzugsweise
drehfest mit dem Schwungrad verbunden. Das Ausgleichsgewicht, das eine Durchgangsbohrung
ohne Gewinde aufweist, ist durch Drehen einer Verstellmutter auf der Führungsspindel
verschiebbar.
[0012] Zum Verdrehen der Verstellmutter kann ein Verstellschlüssel auf diese aufgesteckt
werden. Der Verstellschlüssel weist einen Schaft mit in Längsrichtung angebrachter
Skala auf. Von der Skala kann die aktuelle Lage des Ausgleichsgewichts bzgl. der Drehachse
des Schwungrads abgelesen werden. Hieraus läßt sich die durch das Ausgleichsgewicht
hervorgerufene Zentrifugalkraft sowie die zu schüttelnde Masse berechnen, die durch
die aktuelle Lage des Ausgleichsgewichts kompensiert ist. Vorteilhafterweise ist auf
der Skala direkt das Gewicht der zu schüttelnden Masse aufgetragen, so daß die durch
die Lage des Ausgleichsgewichts kompensierte zu schüttelnde Masse direkt am Verstellschlüssel
abgelesen werden kann.
[0013] Bei einem Verfahren zum Schütteln der in den Behältern vorgesehenen Flüssigkeit wird
zuerst das Gewicht einer auf dem Schütteltisch anzuordnenden Beladung bestimmt. Die
Beladung schließt das Gewicht sämtlicher Behälter und der darin enthaltenen Flüssigkeit
sowie ggf. das Gewicht eines Tablars ein, auf dem die Behälter gehalten sind. Eine
Bestimmung der Masse des Schütteltisches ist nicht erforderlich, da diese bekannt
ist und unverändert bleibt. Nach dem Bestimmen des Gewichts der Beladung wird der
Abstand des Ausgleichsgewichts zur Drehachse des Schwungrades in Abhängigkeit von
der Größe der Beladung durch radiales stufenloses Verschieben des Ausgleichsgewichts
eingestellt.
[0014] Vorzugsweise wird der Abstand des Ausgleichsgewichts mittels des Verstellschlüssels
mit Skala durchgeführt, wobei je nach Stellung des Verstellschlüssels auf der Skala
das der Lage des Ausgleichsgewichts entsprechende Gewicht der Beladung ablesbar ist.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme
auf die anliegenden Zeichnungen näher erläutert.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht der erfindungsgemäßen Schüttelvorrichtung und
- Fig. 2
- eine schematische Schnittansicht entlang der Linie II-II in Fig. 1.
[0017] Die Schüttelvorrichtung weist ein Schwungrad 10 auf, das aus einem Schwungradfuß
12 und einem zylindrischen Schwungradansatz 14 besteht. Das Schwungrad 10 ist mittels
Lagern 16 auf einem Lagerzapfen 18 drehbar gelagert. Der Lagerzapfen 18 ist an einer
Grundplatte 20 eines Gehäuses 21 der Schüttelvorrichtung befestigt. An die Grundplatte
20 sind Füße 22 montiert, um ein sicheres Stehen der Schüttelvorrichtung auf einem
Tisch zu ermöglichen.
[0018] In dem zylindrischen Ansatz 14 des Schwungrades 10 sind umlaufende Nuten 24 vorgesehen,
in denen Riemen 26 geführt sind. Die Riemen 26 sind mit einer Abtriebswelle 28 eines
Elektromotors 30 verbunden. Statt mehreren Riemen 26 kann auch ein Keilrippenriemen
mit mehreren Nuten verwendet werden.
[0019] Mit dem Schwungrad 10 ist ein Schütteltisch 32 drehbar verbunden. Hierzu ist in einer
Ausnehmung 34 des zylindrischen Ansatzes 14 des Schwungrades 10 ein Lagerzapfen 36
drehfest gehalten. Mit dem Lagerzapfen 36 ist ein zylindrischer Ansatz 38 mit größerem
Durchmesser verbunden, der in der Ausnehmung 34 angeordnet ist. An dem zylindrischen
Ansatz ist ein Zentrierzapfen 40, der konzentrisch zu dem Lagerzapfen 36 ist, vorgesehen.
Der Zentrierzapfen 40 ist in eine Bohrung 42 in dem Schwungrad 10 aufgenommen. Um
einen größeren Hub zu erzeugen, kann der zylindrische Ansatz 38 in Fig. 1 nach links
versetzt werden. Der Zentrierzapfen 40 wird sodann von einer nicht dargestellten Bohrung,
die der Bohrung 42 entspricht aufgenommen. Um ein Drehen des Lagerzapfens 36 bzgl.
des Schwungrads 10 zu vermeiden, ist der zylindrische Ansatz 38 mittels einer außermittig
angeordneten Schraube 44 mit dem Schwungrad 10 verbunden.
[0020] Auf dem Lagerzapfen 36 ist ein Schütteltischfuß 46 des Schütteltisches 32 mittels
Lagern 48 frei drehbar gelagert. Mittels Schrauben 50 ist auf dem Schütteltischfuß
46 konzentrisch zu diesem eine Schütteltischauflage 52 fest verbunden.
[0021] Auf der Schütteltischauflage 52 ist ein Tablar 54 befestigt, auf dem die Behälter
mit der zu schüttelnden Flüssigkeit befestigt sind. Das Tablar 54 wird mittels Befestigungsstiften
56 und Federn 58 an der Schütteltischauflage 52 befestigt. Es ist dadurch möglich,
das Tablar 54 auf einfache Weise schnell an dem Schütteltisch 32 zu befestigen bzw.
von dem Schütteltisch 32 herunterzunehmen. Dadurch können Tablare 54 schnell ausgewechselt
werden.
[0022] Um das Schütteln der in den Behältern befindlichen Flüssigkeit zu verbessern, muß
das Mitdrehen des Schütteltisches 32 mit dem Schwungrad 10 vermieden werden. Würde
sich der Schütteltisch 32 mit dem Schwungrad 10 mitdrehen, so würde zwischen dem Schütteltisch
32 und dem Schwungrad 10 keine Drehung stattfinden. Hierbei würde sich die Richtung
der auf jeden Behälter wirkenden Zentrifugalkraft nicht ändern und die in den Behältern
befindliche Flüssigkeit entsprechend nicht geschüttelt werden. Um ein Mitdrehen des
Schütteltisches 32 zu vermeiden, ist zwischen dem Schütteltisch 32 und der Grundplatte
20 eine Verdrehsicherung 60 vorgesehen.
[0023] Um die Verdrehsicherung 60 günstig anordnen zu können, weist der Schütteltischfuß
46 des Schütteltisches 32 zwei radial nach außen weisende Arme 62 auf, die etwa um
90° zueinander versetzt sind. Am äußeren Ende der Arme 62 ist jeweils ein erster Lagerzapfen
64 (Fig. 2) mittels Lagern 66 drehbar gelagert. Der Lagerzapfen 64 ist drehfest mit
einem Zwischenteil 68 verbunden, in dem exzentrisch zu dem ersten Lagerzapfen 64 ein
zweiter Lagerzapfen 70 drehfest gehalten ist. Der zweite Lagerzapfen 70 ist wiederum
drehbar in einem zylindrischen Ansatz 72 mittels Lagern 74 gelagert. Der zylindrische
Ansatz 72 ist fest mit der Grundplatte 20 verbunden.
[0024] Aufgrund der exzentrischen Lagerung des Schütteltisches 32 in dem Schwungrad 10 und
der beiden mit dem Schütteltisch verbundenen Verdrehsicherungen 60 wird beim Betrieb
der Schüttelvorrichtung der Schütteltisch 32 und die darauf befindlichen Behälter
auf Kreisbahnen bewegt, wobei die Ausrichtung des Schütteltisches 32 beibehalten bleibt.
Dadurch ändert sich die auf die Behälter wirkende Richtung der Zentrifugalkräfte,
so daß die in den Behältern befindliche Flüssigkeit gut geschüttelt wird.
[0025] Zum Ausgleich der durch die exzentrische Bewegung der zu schüttelnden Masse hervorgerufenen
Zentrifugalkräfte ist mit dem Schwungradfuß eine Ausgleichsmasse 76 (Fig. 1) verbunden.
Um unterschiedliche Beladungen des Schütteltisches 32, d.h. unterschiedliche zu schüttelnde
Flüssigkeitsmengen, unterschiedliche Behältergewichte sowie unterschiedliche Gewichte
des Tablars 54 und die dadurch variierenden Zentrifugalkräfte jeweils vollständig
kompensieren zu können, ist das Ausgleichsgewicht 76 radial zum Schwungrad 10 verschiebbar.
Hierzu ist eine Führungsvorrichtung 78 vorgesehen. Die Führungsvorrichtung 78 weist
eine Führungsspindel 80 auf, die radial zum Schwungrad 10 angeordnet ist. Das dem
Schwungrad 10 zugewandte Ende der Führungsspindel 80 weist eine Drehsicherung 81 auf,
die in einer komplementären Ausnehmung des Schwungradfußes 12 aufgenommen ist und
ein Drehen der Führungsspindel 80 verhindert. Die Führungsspindel 80 ist von einer
Platte 82 und drei Schrauben 83 gehalten und fest mit dem Schwungradfuß 12 verbunden.
[0026] Parallel zu der Führungsspindel 80 sind zwei Führungsstäbe 84 ebenfalls fest mit
dem Schwungradfuß 12 verbunden. Das Ausgleichsgewicht 76 weist zwei Durchgangsbohrungen
85, durch die die Führungsstäbe 84 geführt sind, und eine Durchgangsbohrung 86, durch
die die Führungsspindel 80 geführt ist, auf. Das Ausgleichsgewicht 76 kann somit radial
zu dem Schwungrad 10 verschoben werden. Durch das Verändern des Abstandes zwischen
der Drehachse des Schwungrades 10 und dem Ausgleichsgewicht 76 ist die durch das Ausgleichsgewicht
76 hervorgerufene Zentrifugalkraft veränderbar.
[0027] Zum Einstellen der Lage des Ausgleichsgewichts 76 ist auf der Führungsspindel eine
Verstellmutter 87 mit Innengewinde vorgesehen. Durch Drehen der Verstellmutter 87
ist der Abstand zwischen dem Ausgleichsgewicht 76 und der Drehachse des Schwungrades
10 einstellbar. Um beim Vergrößern des Abstandes das Ausgleichsgewicht 76 zusammen
mit der Verstellmutter 87 in Fig. 1 nach rechts zu bewegen, kann mit der Verstellmutter
87 eine Mitnahmehülse verbunden sein. Die Mitnahmehülse kann ein Innengewinde aufweisen
und ist in dem Ausgleichsgewicht 76 drehbar gehalten. Um ein definiertes Verstellen
des Ausgleichsgewichts 76 in beide Richtungen sicherzustellen, weist die Mitnahmehülse
auf einer Seite einen Bund und auf der gegenüberliegenden Seite einen Sicherungsring
auf.
[0028] Zum Verstellen der Verstellmutter 87 ist ein Verstellschlüssel 88 vorgesehen, der
auf die Verstellmutter 87 aufsteckbar ist. Sofern es sich bei der Verstellmutter 87
um eine Sechskantmutter handelt, weist der Verstellschlüssel 88 einen entsprechenden
Innensechskant auf. Ein Schaft 89 des Verstellschlüssels ist hohl ausgebildet, so
daß der Verstellschlüssel 88 auch dann über die Führungsspindel 80 gesteckt werden
kann, wenn der Abstand zwischen dem Ausgleichsgewicht 76 und der Drehachse des Schwungrades
10 gering ist. Um den Verstellschlüssel 88 auf die Verstellmutter 87 aufstecken zu
können, ist in dem Gehäuse 21 eine Öffnung 90 vorgesehen, durch die der Verstellschlüssel
88 in das Gehäuse 21 eingeführt werden kann.
[0029] In der Öffnung 90 ist eine Führungshülse 91 vorgesehen, um ein sicheres Aufstecken
des Verstellschlüssels 88 auf die Verstellmutter 87 zu gewährleisten. Auf dem Schaft
89 des Verstellschlüssels 88 ist eine Skala vorgesehen. Die Führungshülse 90 weist
ein Sichtfenster 92 auf, durch das die Skala ablesbar ist. Da sich die Lage des Verstellschlüssels
in Abhängigkeit von der Lage des Ausgleichsgewichts 76 auf der Führungsspindel 80
verändert, kann die Position des Ausgleichsgewichts 76 aufgrund des in dem Sichtfenster
sichtbaren Skalenstrichs abgelesen werden. Auf der Skala kann entweder der Abstand
zwischen dem Ausgleichsgewicht 76 und der Drehachse des Schwungrades 10 oder die durch
die eingestellte Lage des Ausgleichsgewichts 76 ausgeglichene zu schüttelnde Masse
angegeben sein. Bei der zu schüttelnden Masse handelt es sich entweder um die gesamte
zu schüttelnde Masse oder lediglich um das Gewicht des Tablars 54 zusammen mit den
Behältern und der darin befindlichen Flüssigkeit.
[0030] Beim Verwenden der Schüttelvorrichtung wird zuerst das Tablar 54 zusammen mit den
darauf befestigten Behältern und der in diesen vorhandenen Flüssigkeit gewogen. Anschließend
wird der Abstand des Ausgleichsgewichts 76 zu der Drehachse des Schwungrades 10 mit
Hilfe des Verstellschlüssels 88 eingestellt. Um den Verstellschlüssel 88 auf die Verstellmutter
aufstecken zu können, muß die Führungsspindel 80 mit der Öffnung 90 in dem Gehäuse
21 fluchten. Da das Gehäuse 21 geschlossen ist, muß an dem Schwungrad ein Positionsgeber
vorgesehen sein, um das Schwungrad zum Verstellen des Ausgleichsgewichts 76 in die
Drehstellung zu bringen, bei der das Aufstecken des Verstellschlüssels 88 auf die
Verstellmutter 76 möglich ist. Hierzu kann beispielsweise am Schwungrad eine Markierung
vorgesehen sein, die durch ein im Gehäuse 21 angeordnetes Sichtfenster sichtbar ist
und die Drehposition des Schwungrades angibt. Ebenso kann an dem Schwungrad ein elektrischer
Positionsgeber vorgesehen sein, so daß die zum Ansetzen des Verstellschlüssels erforderliche
Drehposition elektrisch bestimmt werden kann. Somit muß zum Einstellen der erforderlichen
Drehposition lediglich ein bestimmtes Signal über eine Tastatur 93 an einem Anzeigenfeld
94 eingegeben werden, so daß das Ausgleichsgewicht 76 automatisch in eine Position
gedreht wird, in der die Führungsspindel 80 mit der Öffnung 90 in dem Gehäuse 21 fluchtet
und der Verstellschlüssel 88 aufsteckbar ist. Ferner kann über die Tastatur 93 des
Anzeigenfeldes 94 die gewünschte Drehzahl des Schwungrads 10 eingegeben werden, die
zwischen 40 und 400 Umdrehungen pro Minute einstellbar ist.
1. Schüttelvorrichtung zum Schütteln von in Behältern vorgesehener Flüssigkeit, mit einem
Schütteltisch (32), auf dem die Behälter befestigbar sind, einem angetriebenen Schwungrad
(10), auf dem der Schütteltisch (32) exzentrisch gelagert ist, und einem am Schwungrad
(10) angeordneten Ausgleichsgewicht (76) zur Kompensation von Zentrifugalkräften,
wobei das Ausgleichsgewicht (76) entlang einer Führungsvorrichtung (78) radial zum
Schwungrad (10) stufenlos verschiebbar und entsprechend der zu schüttelnden Masse
einstellbar ist.
2. Schüttelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsvorrichtung
(78) eine im wesentlichen senkrecht zur Drehachse des Schwungrads (10) angeordnete
Führungsspindel (80) aufweist, auf der das Ausgleichsgewicht (76) in Längsrichtung
verschiebbar ist.
3. Schüttelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsspindel
(80) drehfest mit dem Schwungrad (10) verbunden ist und das Ausgleichsgewicht (76)
durch Drehen einer Verstellmutter (87) auf der Führungsspindel (80) verschiebbar ist.
4. Schüttelvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur
Führungsspindel (80) mindestens ein Führungsstab (84) zur Stabilisierung der Lage
des Ausgleichsgewichts (76) vorgesehen ist.
5. Schüttelvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Drehen
der Verstellmutter (87) ein Verstellschlüssel (88) aufsteckbar ist, der einen Schaft
(84) mit in Längsrichtung angebrachter Skala zum Einstellen der Lage des Ausgleichsgewichts
(76) in Abhängigkeit der zu schüttelnden Masse aufweist.
6. Schüttelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Schütteltisch (32) und einer Grundplatte (30) eine Verdrehsicherung (60) vorgesehen
ist.
7. Schüttelvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Schwungrad
(10) ein Positionsgeber verbunden ist, der angibt, wann sich das Ausgleichsgewicht
(76) in einer bestimmten, das Ansetzen des Verstellschlüssels (88) ermöglichenden
Drehposition befindet.
8. Schüttelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß auf
dem Schütteltisch (32) ein Tablar (54) befestigt ist, auf dem die Behälter gehalten
sind.
9. Verfahren zum Schütteln von in Behältern vorgesehener Flüssigkeit mittels einer Schüttelvorrichtung
nach einem der Ansprüche 1-8, bei welchem
das Gewicht einer auf dem Schütteltisch (32) anzuordnenden Beladung bestimmt wird
und
der Abstand des Ausgleichsgewichts (76) zur Drehachse des Schwungrads (10) in Abhängigkeit
von der Größe der Beladung durch radiales stufenloses Verschieben des Ausgleichsgewichts
(76) eingestellt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstellen des Abstandes
des Ausgleichsgewichts (76) mittels eines Verstellschlüssels (88) mit Skala durchgeführt
wird, wobei je nach Stellung des Verstellschlüssels (88) auf der Skala das der Lage
des Ausgleichsgewichts (76) entsprechende Gewicht der Beladung ablesbar ist.