[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von (Zigaretten-) Packungen des
Typs Weichbecher mit einem von einer fortlaufenden Materialbahn abgetrennten Außenzuschnitt
aus Papier oder dergleichen, der durch Klebung miteinander verbundene Faltlappen aufweist.
Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Weichbecher werden weltweit vor allem für die Verpackung von Zigaretten eingesetzt.
Eine Weichbecherpackung besteht üblicherweise aus einem Innenzuschnitt aus Stanniol
oder Papier, der den Packungsinhalt - eine Zigarettengruppe - vollständig umhüllt.
Ein so gebildeter Zigarettenblock sitzt in einem Weichbecher, also einer oben offenen,
becherförmigen Packung aus Papier oder dergleichen. Der Weichbecher weist im Bereich
der Bodenwand miteinander verklebte Faltlappen auf. Eine der aufrechten, schmalen
Seitenwände besteht aus einander überdeckenden Seitenlappen, die ebenfalls durch Klebung
verbunden sind.
[0003] Bei derartigen Packungen ist vielfach eine (Steuer-) Banderole als Verschlussorgan
vorgesehen. Diese erstreckt sich U-förmig quer und mittig über eine Stirnwand des
Zigarettenblocks. Schenkel sind mit Vorder- und Rückwand des Weichbechers ebenfalls
durch Klebung verbunden.
[0004] Verpackungsmaschinen für die Fertigung derartiger (Zigaretten-) Packungen sind auf
immer höhere Leistungen ausgelegt. Diese führen zu Problemen vor allem bei der Beleimung
der Packungen bzw. der Zuschnitte.
[0005] Bekannt ist die Herstellung von quaderförmigen Packungen mit einer Außenumhüllung
aus Cellophan. Das Verpackungsmaterial ist mit einer besonderen Beschichtung versehen,
die in einem Lösungsmittel lösbar ist. Bei der Umhüllung eines Gegenstands wird vor
Faltung des Zuschnitts ein Bereich zur Bildung eines Faltlappens der Umhüllung durch
Lösungsmittel angelöst. Bei der anschließenden Faltung wird der angelöste Faltlappen
mit einem anderen Faltlappen verbunden, wobei die Beschichtung wie ein Kleber wirkt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Beleimung für Zigarettenpackung des
Typs Weichbecher im Bereich des Becherzuschnitts zu verbessern, insbesondere Störungen
durch Leimpartikel im Bereich von Faltaggregaten zu vermeiden.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren durch folgende Merkmale
gekennzeichnet:
a) die Faltlappen - Seitenlappen, Längslappen - sind durch einen mittels Lösungsmittel
aktivierbaren Leim, insbesondere durch einen wasserlöslichen Leim, miteinander verbunden,
b) individuelle Leimflächen werden auf die Materialbahn während einer Förderbewegung
derselben im Bereich der miteinander zu verbindenden Faltlappen aufgebracht und danach
ausgehärtet bzw. getrocknet,
c) nach dem Aushärten bzw. Trocknen der Leimflächen werden Zuschnitte von der Materialbahn
abgetrennt und um den Packungsinhalt - Zigarettenblock - herumgefaltet,
d) unmittelbar vor oder während der Faltung der Faltlappen werden die Leimflächen
durch Zuführung des Lösungsmittels, insbesondere von Wasser, aktiviert und sodann
aneinander gedrückt.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist durch die Merkmale des Anspruchs 5 gekennzeichnet.
[0009] Erfindungsgemäß wird demnach bei der Fertigung der Becherpackung ein grundsätzlich
bekannter Leim, nämlich insbesondere ein wasserlöslicher Leim, verwendet. Dieser ist
vor allem deshalb vorteilhaft, weil der Leim erfindungsgemäß außerhalb des Bereichs
der Faltorgane aufgebracht und im Bereich der Faltorgane durch Wasser störungsfrei
reaktiviert werden kann.
[0010] Die erfindungsgemäße Technologie wird auch für das Anbringen etwaiger (Steuer-)Banderolen
eingesetzt, und zwar in der Weise, dass der Zuschnitt an den passenden Stellen mit
(wasserlöslichen) Leimflächen versehen wird, insbesondere im Bereich von Vorderwand
und Rückwand des Bechers und dass die der Packung zugeführte Banderole an geeigneter
Stelle mit Lösungsmittel bzw. Wasser versehen wird, so dass bei Verbindung mit der
Packung die Leimflächen aktiviert werden zur Verbindung der Banderole mit der Packung.
[0011] Die Vorrichtung, nämlich eine Verpackungsmaschine, ist im Bereich eines Faltrevolvers
mit Organen für die Zufuhr von Wasserportionen versehen, insbesondere mit Düsenaggregaten,
die über Düsen kleine Leimportionen zielgenau abgeben.
[0012] Weitere Einzelheiten des Verfahrens und der Vorrichtung werden nachfolgend anhand
der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen ausgebreiteten (Außen-)Zuschnitt für einen Weichbecher,
- Fig. 2
- einen Zuschnitt für eine modifizierte Ausführung einer Weichbecherpackung,
- Fig. 3
- eine vereinfachte Ansicht einer Stirnwand einer Weichbecherpackung nach einem Zuschnitt
gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Anlage zur Fertigung von (Zigaretten-)Packungen des Typs Weichbecher in schematischem
Grundriß,
- Fig. 5
- eine Detailansicht der Anlage gemäß Fig. 4 in Richtung des Pfeils V, bei vergrößertem
Maßstab,
- Fig. 6
- eine Einzelheit für die Behandlung von Leimflächen der Verpackungsmaschine gemäß Fig.
4 und Fig. 5 in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 7
- einen Bereich eines Faltrevolvers mit Organen zum Falten eines Zuschnitts gemäß Fig.
1 in Seitenansicht,
- Fig. 8
- eine Queransicht bzw. einen Querschnitt in der Schnittebene VIII-VIII der Fig. 7 bei
vergrößertem Maßstab,
- Fig. 9
- eine Einzelheit der Faltvorrichtung für die Zuführung einer Banderole in Seitenansicht,
- Fig. 10
- eine Einzelheit eines Banderolenaggregats in einer horizontalen Schnittebene X-X der
Fig. 9, bei vergrößertem Maßstab.
[0013] Die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele befassen sich mit der Ausgestaltung
und Fertigung von (Zigaretten-)Packungen 10 des Typs Weichbecher. Diese besteht aus
einem Innenzuschnitt 11 (Fig. 8) aus Stanniol oder Papier, der den Packungsinhalt
- eine Zigarettengruppe - vollständig umhüllt. Es entsteht so ein Zigarettenblock,
der von einem Außenzuschnitt 12 aus Papier oder ähnlichem Material umgeben ist. Der
Außenzuschnitt 12 ist bei der Ausführung gemäß Fig. 1 als (Weich-)Becher ausgebildet.
Aus diesem ragt der Innenzuschnitt 11 bzw. der Zigarettenblock oben geringfügig heraus.
Die so ausgebildete Packung 10 kann von einem Folienzuschnitt umgeben sein.
[0014] Der Außenzuschnitt 12 besteht gemäß Fig. 1 aus Vorderwand 13, Rückwand 14, Seitenwänden
15 und 16 sowie einer Bodenwand 17. Die Seitenwand 16 besteht aus zwei jeweils an
gegenüberliegenden Randbereichen des Außenzuschnitts 12 angeordneten Seitenlappen
18 und 19, die einander ganz oder teilweise überdecken (z.B. Fig. 9).
[0015] Die Bodenwand 17 besteht ebenfalls aus Faltlappen, nämlich aus trapezförmig ausgebildeten
Längslappen 20 und 21 sowie weiteren rechteckigen bzw. quadratischen und dreieckigen
Bodenlappen. Die Längslappen 20, 21 sind ebenso wie die Seitenlappen 18 und 19 durch
Kleben miteinander verbunden.
[0016] Der Zuschnitt bzw. Außenzuschnitt 12 wird vor dem Faltprozeß, im vorliegenden Falle
im Bereich einer fortlaufenden Materialbahn 22 aus Papier oder dergleichen, mit Leimflächen
versehen. Diese bestehen aus einem durch Lösungsmittel, insbesondere durch Wasser
bzw. durch Feuchtigkeit aktivierbarem Leim. Beispielsweise ist hierfür ein Dextrinleim,
ein Kunstharzleim oder ein Kunstharz-Dextrin-Mischleim geeignet. Der Leim wird während
einer Förderbewegung der Materialbahn 22 entsprechend der Gestalt des Außenzuschnitts
12 (Fig. 1) auf die Materialbahn 22 aufgebracht. Hierfür wird die Materialbahn 22
an einem Leimaggregat 23 vorbeibewegt.
[0017] Das Leimaggregat 23 ist mit mindestens einer Schlitzdüse 24 ausgestattet. Diese weist
mehrere in Richtung quer zur Materialbahn 22 angeordnete Düsenschlitze auf. Diese
sind hinsichtlich der Öffnungs- und Schließstellung derart steuerbar, daß rechteckige
oder quadratische Leimflächen auf die vorbeibewegte Materialbahn 22 übertragen werden.
Die Materialbahn wird durch Stützrollen 25, 26 an die Schlitzdüse 24 angedrückt. Im
übrigen ist das Leimaggregat 23 zweckmäßigerweise in der in DE 195 35 649.7 beschriebenen
und dargestellten Weise ausgebildet.
[0018] Unter Berücksichtigung der Arbeitsweise des Leimaggregats 23 sind bei einem (Außen-)Zuschnitt
12 gemäß Fig. 1 Leimflächen in besonderer Weise angeordnet. Der (äußere) Seitenlappen
18 ist mit einer Reihe von nebeneinander angeordneten etwa quadratischen Seiten-Leimflächen
27 versehen, die sich über die volle Länge des Seitenlappens 18 erstrecken, und zwar
an der Innenseite des Außenzuschnitts 12. Die Seiten-Leimflächen 27 dienen zur Verbindung
des (äußeren) Seitenlappens 18 mit dem (inneren) Seitenlappen 19.
[0019] Zur Verbindung der Faltlappen der Bodenwand 17 ist im Bereich des außenliegenden
Längslappens 20 eine langgestreckte, rechteckige Boden-Leimfläche 28 angeordnet. Diese
verbindet den Längslappen 20 mit dem inneren Längslappen 21 und fixiert so die gesamte
Bodenwand 17.
[0020] Eine weitere Besonderheit ist die Anordnung von jeweils langgestreckten, rechteckigen
Banderolen-Leimflächen 29, 30. Diese befinden sich im Bereich der Vorderwand 13 einerseits
und der Rückwand 14 andererseits, und zwar jeweils mittig, benachbart zu einem freien,
oberen Rand des Außenzuschnitts 12. Diese Banderolen-Leimflächen 29, 30 dienen zur
Fixierung von abwärtsgerichteten Schenkeln 58, 59 einer U-förmig gefalteten Banderole
31. Die Banderolen-Leimflächen 29, 30 sind mit gleichen Abständen vom freien Rand
des Außenzuschnitts 12 angeordnet und werden durch einen Düsenschlitz der Schlitzdüse
24 aufgebracht, der auch die randseitige Seiten-Leimfläche 27 aufbringt. Der betreffende
Düsenschlitz wird zur Beleimung eines Zuschnitts dreimal geöffnet, und zwar während
des Transports des Zuschnitts 12 als Teil der Materialbahn 22 in Richtung des Pfeils
32.
[0021] Die exakte Betätigung der Schlitzdüse 24 wird durch Steuermarken 33 gewährleistet,
die in korrekten Abständen auf der Materialbahn 22 angebracht sind.
[0022] Fig. 2 zeigt einen Außenzuschnitt 12, der für eine modifizierte Packung des Typs
Weichbecher bestimmt ist. Einzelheiten über Aufbau und Fertigung dieser besonderen
Weichbecherpackung ergeben sich aus EP 0 649 797. Der ebenfalls von einer fortlaufenden
Bahn abgetrennte Zuschnitt 12 gemäß Fig. 2 bildet im Bereich der zu faltenden Bodenwand
17 zwei Faltstreifen 34, 35. Der Faltstreifen 35 wird entlang einer Faltlinie 36 gegen
den Faltstreifen 34 gefaltet, so daß der Außenzuschnitt 12 im Bereich der Bodenwand
17 doppellagig ausgebildet ist. Die Faltlappen der Bodenwand 17 werden sodann in üblicher
Weise gebildet, nämlich mit (doppellagigen) Längstappen 20, 21. Der innenliegende
Längslappen 21 ist auf der Außenseite mit der beschriebenen Boden-Leimfläche 28 versehen.
Diese ist demnach im Bereich des Faltstreifens 34 angebracht, nämlich an einer Außenlage
52 des Längslappens 21.
[0023] Auch im Bereich einer Stirnwand 56 ist diese Weichpackung entsprechend EP 0 649 797
ausgebildet, nämlich mit einem Faltstreifen zur Bildung von zwei Faltschenkeln 37,
38 einer Z-Faltung am oberen Rand des (scheinbaren) Bechers. Die beiden Faltschenkel
37, 38 sind durch Klebung miteinander verbunden. Eine etwa quadratische Z-Leimfläche
39 ist im Bereich des Faltschenkels 38 angebracht. Dieser verbindet die beiden Faltschenkel
37, 38 bei der Z-förmigen Faltung derselben. Die Z-Leimfläche 39 ist im Bereich einer
Verlängerung des Seitenlappens 18 gebildet.
[0024] Der Seitenlappen 19 dieses Zuschnitts ist hinsichtlich der Anbringung von Seiten-Leimflächen
27 in gleicher Weise ausgebildet wie der Zuschnitt gemäß Fig. 1, nämlich mit sieben
im Abstand voneinander angeordneten rechteckigen bzw. quadratischen Seiten-Leimflächen
27. Banderolen-Leimflächen 29, 30 sind im Bereich von Vorderwand 13 und Rückwand 14
positioniert, und zwar benachbart zu einer Faltkante 40, die bei diesem Packungstyp
einen oberen Rand des (Schein-)Bechers bildet.
[0025] Der Zuschnitt gemäß Fig. 2 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel im Bereich
von Faltlappen für die Stirnwand 56 - aus demselben Zuschnitt - mit zusätzlichen Leimflächen
versehen, nämlich Stirn-Leimflächen 67, 68. Diese sind so angeordnet, daß bei der
fertigen Packung die betreffenden Stirn-Leimflächen 67, 68 mittig innerhalb der Stirnwand
56 (Fig. 3) an der Außenseite positioniert sind. Die Stirnwand 56 weist - analog zur
Bodenwand 17 - unter anderem zwei Stirn-Längslappen 69, 70 auf, die aufgrund des Faltschemas
trapezförmig ausgebildet sind und einander teilweise überlappen. Die Stirn-Leimflächen
67 dienen als zusätzliches Haltemittel für die Banderole 31. Die Schlitzdüse 24 zum
Aufbringen der Leimflächen ist für die Vorbereitung des Zuschnitts gemäß Fig. 2 mit
einem zusätzlichen Düsenschlitz versehen zum Aufbringen der beiden Stirn-Leimflächen
67, 68.
[0026] Alle Leimflächen der Zuschnitte gemäß Fig. 1 und Fig. 2 sind zweckmäßig auf derselben
Seite angeordnet, und zwar auf der äußeren bzw. bedruckten oder beschichteten Seite
der Zuschnitte. Dies hat zur Folge, daß bei bestimmten Faltlappen bzw. Verbindungslappen
die Leimflächen nicht unmittelbar befeuchtet bzw. mit Wasser versorgt werden, sondern
der jeweils korrespondierende, zu verbindende Faltlappen.
[0027] Alternativ können die Leimflächen auch entsprechend der Zuführung von Feuchtigkeit
bzw. Wasser auf unterschiedlichen Seiten des Zuschnitts bzw. der Materialbahn angebracht
werden. Hierfür ist dann ein weiteres Leimaggregat erforderlich.
[0028] Für die Fertigung von Packungen 10 der beschriebenen Art dient eine Fertigungsanlage
gemäß Fig. 4. Diese besteht aus einer Verpackungsmaschine 41 und einer separaten Materialeinheit
42. Letztere ist an der Rückseite der Verpackungsmaschine 41 positioniert und zweckmäßigerweise
nach Maßgabe von DE 198 04 614.6 ausgebildet. Die Materialeinheit 42 enthält Bobinen-Magazine
für das zu verarbeitende bahnförmige Verpackungsmaterial. Es handelt sich dabei zum
einen um Stanniol-Bobinen 43 und zum anderen um Papier-Bobinen 44. Des weiteren werden
Banderolen-Bobinen 45 bereitgehalten.
[0029] Die Bobinen 43, 44, 45 werden jeweils auf einem Arbeitszapfen 46, 47, 48 drehbar
gelagert, so daß die Materialbahnen abgezogen werden können. Diese werden der Verpackungsmaschine
41 zugeführt. Im vorliegenden Falle interessiert besonders die Materialbahn 22 für
die Fertigung der (Außen-)Zuschnitte 12 aus Papier.
[0030] Die von der jeweiligen Papier-Bobine 44 auf dem Arbeitszapfen 47 abgezogene Materialbahn
22 durchläuft ein Splice-Aggregat 49, welches die Aufgabe hat, eine ablaufende Materialbahn
22 mit einer neuen Materialbahn einer anzuschließenden Bobine zu verbinden. Danach
durchläuft die Materialbahn 22 einen Bahnspeicher 50 zum Ausgleich von Bewegungsdifferenzen.
Es folgt das beschriebene Leimaggregat 23, welches hier im Bereich der Materialeinheit
42 angeordnet ist.
[0031] Im Anschluß an das Leimaggregat 23 ist ein Trockenaggregat 60 vorgesehen. Dieses
ist bei dem vorliegenden Beispiel im Bereich der Verpackungsmaschine 41 gebildet (Fig.
5). Das Trockenaggregat 60 ist mit einer für eine schnelle Trocknung der Leimflächen
geeigneten Energiequelle versehen, beispielsweise mit einem Infrarottrockner. Bei
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind innerhalb eines isolierenden Gehäuses 72
zwei Heizstäbe 73 unmittelbar oberhalb der Materialbahn 22 installiert. Die Heizstäbe
73 sind von einem bogenförmigen Reflektor 74 umgeben.
[0032] Die in der beschriebenen Weise mit Leim bzw. Leimflächen versehene Materialbahn 22
wird nach dem Trocknen der Leimflächen einem Faltaggregat zugeführt, nämlich einem
in aufrechter Ebene kontinuierlich drehenden Faltrevolver 51. Diesem sind längs des
Umfangs mit Abstand voneinander positionierte Aggregate zum Zuführen der Materialbahn
22 und zum Abtrennen der Zuschnitte 11 und 12 zugeordnet. Im übrigen kann der Faltrevolver
51 gemäß US 4 852 335 ausgebildet sein.
[0033] Im Bereich einer Papier-Station 53 (Fig. 7) des Faltrevolvers 51 wird die Materialbahn
22 aus Papier oder dergleichen zugeführt. Die Papier-Station 53 weist ein Trennaggregat
54 auf zum Abtrennen der (Außen-)Zuschnitte 12 von der Materialbahn 22.
[0034] Zur Fertigung von Packungen 10 des Typs Weichbecher ist der Faltrevolver 51 mit einer
Mehrzahl von längs des Umfangs mit Abstand voneinander angeordneten Materialaufnahmen
versehen, nämlich sogenannten Faltdornen 55. Es handelt sich dabei um langgestreckte
Hohlkörper, die an beiden Enden offen sind und in den Abmessungen den Innenabmessungen
der Packung 10 entsprechen. Die Zuschnitte, nämlich Innenzuschnitt 11 und Außenzuschnitt
12, werden auf der Außenseite der dünnwandigen Hohldorne 55 gefaltet. Der Packungsinhalt,
nämlich eine Zigarettengruppe, wird in Längsrichtung durch einen Stößel in den Faltdorn
55 eingeführt. Zur Bildung der gefüllten Packung 10 werden die Zigaretten durch den
Stößel ausgestoßen unter Mitnahme der teilweise gefalteten Zuschnitte 11, 12.
[0035] Wie aus Fig. 8 ersichtlich, werden im Bereich der Papier-Station 53 die Außenzuschnitte
12 positionsgerecht an den Faltdorn 55 bzw. an den Innenzuschnitt 11 angelegt. Ein
Materialstreifen zur Bildung von Faltlappen der Bodenwand 17 ragt in Ausgangsstellung
an der freien Seite über die mit einer Revolverscheibe 57 verbundenen Faltdorne 55
hinweg. Der Materialüberstand dient unter anderem zur Bildung der in Radialrichtung
außen- und innenliegenden Längslappen 20, 21. Diese Faltlappen der Bodenwand 17 werden
durch feststehende Faltweichen 61, 62 nacheinander gefaltet, aufgrund der Relativbewegung
der Faltdorne 55.
[0036] Vor der Faltung der Bodenwand 17 werden die Seitenlappen 18, 19 gefaltet, die in
Bewegungsrichtung der Faltdorne 55 an einer rückwärtigen Seite als Überstand gebildet
sind. Der radial außenliegende, bei der fertigen Packungen 10 innenliegende Seitenlappen
19, der die Seiten-Leimflächen 27 aufweist, wird zuerst durch ein Faltorgan gegen
die rückwärtige Seite des Faltdorns 55 gefaltet. Hierzu dient ein Faltrad 63 mit abstehenden
Faltstegen 64. Danach bzw. in einer überlagerten Bewegung wird der radial innenliegende,
bei der Packung äußere Seitenlappen 18 durch ein gesondertes, bewegbares Faltorgan
gefaltet. Hierbei handelt es sich um einen winkelförmig ausgebildeten Falter 65, der
mit einem rechtwinklig abstehenden Faltschenkel 66 den Seitenlappen 18 erfaßt und
gegen die annähernd radial gerichtete Seitenwand 16 der Packung 10 bzw. des Faltdorns
55 umfaltet. Der jedem Faltdorn 55 zugeordnete Falter 65 ist zu diesem Zweck schwenkbar
gelagert.
[0037] Vor oder während der vorstehend beschriebenen Faltschritte werden die Leimflächen
durch Zuführung von Lösungsmittel bzw. Wasser aktiviert. Die am Seitenlappen 19 angebrachten
Seiten-Leimflächen 27 werden unmittelbar mit Wasser befeuchtet. Zu diesem Zweck ist
ortsfest im Bereich der Papier-Station 53 ein Düsenaggregat 75 positioniert. Dieses
besteht im vorliegenden Falle aus mehreren in Axialrichtung nebeneinander angeordneten
Düsen 76. Jeder Seiten-Leimfläche 27 ist eine Düse 76 zugeordnet. Durch das Düsenaggregat
75 bzw. die Düsen 76 wird im Moment der Gegenüberstellung mit der Packung 10 bzw.
mit dem Seitenlappen 19 eine dosierte Portion Wasser abgegeben, die unmittelbar auf
die zugeordnete Seiten-Leimfläche 27 übertragen wird. Damit sind diese Leimflächen
aktiviert. Das Faltorgan, nämlich die Faltstege 64, sind so ausgebildet, daß sie den
Seitenlappen 19 mit den aktivierten Seiten-Leimflächen 27 im Bereich zwischen diesen
Seiten-Leimflächen 27 erfassen.
[0038] Danach bzw. in einer überlagerten Bewegung wird der radial innenliegende, äußere
Seitenlappen 18 durch ein separates, bewegbares Faltorgan gefaltet. Es handelt sich
dabei um einen winkelförmig ausgebildeten Falter 65, der mit einem rechtwinklig abstehenden
Faltschenkel 66 den Seitenlappen 18 erfaßt und gegen die annähernd radial gerichtete
Seitenfläche der Packung 10 bzw. des Faltdorns 55 bzw. des Faltdorns 55 umfaltet.
Der jedem Faltdorn 55 zugeordnete Falter 65 ist zu diesem Zweck schwenkbar gelagert.
[0039] Auch Leimflächen zur Verbindung von Faltlappen der Bodenwand 17 müssen mit Lösungsmittel,
insbesondere Wasser, aktiviert werden. Zu diesem Zweck ist im Anschluß an die Faltorgane
für die Seitenlappen 18, 19 ein weiteres Düsenaggregat 77 ortsfest neben der Bewegungsbahn
der Packungen 10 bzw. der Faltdorne 55 positioniert. Das Düsenaggregat 77 besteht
zweckmäßigerweise nur aus einer einzelnen Düse, die zur Aktivierung der langgestreckten
Boden-Leimfläche 28 mit einem längeren Öffnungstakt einer entsprechenden Düse 78 gesteuert
wird. Eine Besonderheit liegt darin, daß das Lösungsmittel/Wasser auf den außenliegenden
Längslappen 20 der Bodenwand 17 aufgebracht wird, während der innenliegende Längslappen
21 (auf der Außenseite des Zuschnitts) die Boden-Leimfläche 28 trägt. Hier findet
demnach eine indirekte Befeuchtung einer Leimfläche statt. Der in Radialrichtung weisende
innere Längslappen 20 wird an seiner Innenseite - von oben her bzw. in Radialrichtung
- mit Wasser befeuchtet und sodann durch die Faltweiche 62 infolge der Relativbewegung
aufgerichtet bis zur Anlage an dem vorher gefalteten Längslappen 21. Durch den befeuchteten
Längslappen 20 wird die Boden-Leimfläche 28 aktiviert und so die Verbindung hergestellt.
[0040] Im Anschluß an diese Faltstation für die Bodenwand 17 folgt ein ortsfestes Druckorgan,
nämlich eine Druckrolle 71, die die Verbindung der Faltlappen der Bodenwand 17 durch
Druck stabilisiert.
[0041] In entsprechender Weise wird die Banderole 31 der Packung 10 zugeführt und durch
Aktivieren der Banderolen-Leimflächen 29, 30 mit der Packung 10 verbunden. Zu diesem
Zweck ist eine Banderolen-Station 79 vorgesehen. Diese befindet sich im Bereich eines
sogenannten Trockenrevolvers (nicht gezeigt), der aus einer Anzahl von langgestreckten,
rohrförmigen Halterungen für die Packungen 10 besteht. An der Eintrittsseite der Trockenrohre
wird die Banderole 31 an die zugeordnete Packung 10 übergeben. Aufbau und Arbeitsweise
des Trockenrevolvers sowie der Banderolenübergabe ergeben sich aus US 5 544 467.
[0042] Teil der Banderolen-Station 79 ist ein Banderolen-Apparat 80. Dieser ist zweckmäßigerweise
nach dem Vorbild von DE 196 47 670.4 aufgebaut, soweit nicht nachfolgend Abweichungen
geschildert werden. Banderolen 31 werden durch den Banderolen-Apparat 80 in Radialrichtung
den Packungen 10 bzw. der Stirnwand 56 zugeführt. Zu diesem Zweck ist der Banderolen-Apparat
80 mit einem Förderer für die Banderolen 31 ausgerüstet, und zwar mit einem Saugband
81. An diesem liegen die langgestreckten, rechteckigen Banderolen 31 an.
[0043] Leimflächen, nämlich Banderolen-Leimflächen 29, 30, zum Verkleben der Banderolen
mit Vorderwand 13 und Rückwand 14, sind an dem Außenzuschnitt 12 angebracht. Zum Aktivieren
der Banderolen-Leimflächen 29, 30 wird ein entsprechender Bereich der Banderolen 31
befeuchtet. Im Bereich des Saugbandes 81 ist ein Düsenaggregat 82 positioniert. Dieses
überträgt in Horizontalrichtung Portionen bzw. Tropfen des Lösungsmittels, insbesondere
von Wasser, auf die freie Seite der Banderolen 31. Diese wird an die Packungen 10
angelegt. Bei dem vorliegenden Beispiel besteht das Düsenaggregat 82 aus zwei nebeneinanderliegenden
Düsen 83. Diese übertragen jeweils gleichzeitig einen Wassertropfen 84 auf die Banderolen
31. Es liegen demnach zwei Wassertropfen 84 jeweils an einem Randbereich der Banderole
31 nebeneinander, passend zur Positionierung der Banderolen-Leimflächen 29, 30. Diese
werden demnach ebenfalls indirekt befeuchtet, nämlich über die Befeuchtung der anzubringenden
Flächen.
[0044] Die Verbindung der Banderole 31 mit der Packung 10 erfolgt - analog zu US 5 544 467
- beim Einschub der Packungen in ein Trockenrohr unter U-förmiger Faltung der Banderole
31.
[0045] Das geschilderte Verfahren der Fertigung von Packungen mit Leimverbindungen aus (wasser-)löslichem
Leim kann auch bei anderen Packungstypen angewendet werden, wobei jeweils der Leim
außerhalb des Bereichs der Verpackungsmaschine aufgetragen wird. Dieser kann auch
fabrikmäßig bei der Herstellung des Verpackungsmaterials angebracht werden, und zwar
auch durch andere Verfahren des Auftrags, wie zum Beispiel Offset-, Tiefdruckund andere
Druckverfahren.
Bezugszeichenliste:
[0046]
- 10
- Packung
- 11
- Innenzuschnitt
- 12
- Außenzuschnitt
- 13
- Vorderwand
- 14
- Rückwand
- 15
- Seitenwand
- 16
- Seitenwand
- 17
- Bodenwand
- 18
- Seitenlappen
- 19
- Seitenlappen
- 20
- Längslappen
- 21
- Längslappen
- 22
- Materialbahn
- 23
- Leimaggregat
- 24
- Schlitzdüse
- 25
- Stützrolle
- 26
- Stützrolle
- 27
- Seiten-Leimfläche
- 28
- Boden-Leimfläche
- 29
- Banderolen-Leimfläche
- 30
- Banderolen-Leimfläche
- 31
- Banderole
- 32
- Pfeil
- 33
- Steuermarke
- 34
- Faltstreifen
- 35
- Faltstreifen
- 36
- Faltlinie
- 37
- Faltschenkel
- 38
- Faltschenkel
- 39
- Z-Leimfläche
- 40
- Faltkante
- 41
- Verpackungsmaschine
- 42
- Materialeinheit
- 43
- Stanniol-Bobine
- 44
- Papier-Bobine
- 45
- Banderolen-Bobine
- 46
- Arbeitszapfen
- 47
- Arbeitszapfen
- 48
- Arbeitszapfen
- 49
- Splice-Aggregat
- 50
- Bahnspeicher
- 51
- Faltrevolver
- 52
- Außenlage
- 53
- Papier-Station
- 54
- Trennaggregat
- 55
- Faltdorn
- 56
- Stirnwand
- 57
- Revolverscheibe
- 58
- Schenkel
- 59
- Schenkel
- 60
- Trockenaggregat
- 61
- Faltweiche
- 62
- Faltweiche
- 63
- Faltrad
- 64
- Faltsteg
- 65
- Falter
- 66
- Faltschenkel
- 67
- Stirn-Leimfläche
- 68
- Stirn-Leimfläche
- 69
- Stirn-Längslappen
- 70
- Stirn-Längslappen
- 71
- Druckrolle
- 72
- Gehäuse
- 73
- Heizstab
- 74
- Reflektor
- 75
- Düsenaggregat
- 76
- Düse
- 77
- Düsenaggregat
- 78
- Düse
- 79
- Banderolen-Station
- 80
- Banderolen-Apparat
- 81
- Saugband
- 82
- Düsenaggregat
- 83
- Düse
- 84
- Wassertropfen
1. Verfahren zum Herstellen von Zigarettenpackungen des Typs Weichbecher mit einem von
einer fortlaufenden Materialbahn (22) abgetrennten Außenzuschnitt (12) aus Papier
oder dergleichen, der durch Klebung miteinander verbundene Faltlappen aufweist,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Faltlappen - Seitenlappen (18, 19), Längslappen (20, 21) - sind durch einen mittels Lösungsmittel aktivierbaren Leim, insbesondere durch einen wasserlöslichen Leim, miteinander verbunden,
b) individuelle Leimflächen (27, 28) werden auf die Materialbahn (22) während einer
Förderbewegung derselben im Bereich der miteinander zu verbindenden Faltlappen (18,
19; 20, 21) aufgebracht und danach ausgehärtet bzw. getrocknet,
c) nach dem Aushärten bzw. Trocknen der Leimflächen (27, 28) werden Zuschnitte von
der Materialbahn (22) abgetrennt und um den Packungsinhalt - Zigarettenblock - herumgefaltet,
d) unmittelbar vor oder während der Faltung der Faltlappen werden die Leimflächen
(27, 28) durch Zuführung des Lösungsmittels, insbesondere von Wasser, aktiviert und sodann aneinander
gedrückt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Leimflächen indirekt durch Zuführen von Lösungsmittel, insbesondere Wasser, aktiviert
werden, derart, dass das Lösungsmittel/Wasser auf einen leimfreien, mit dem beleimten
Faltlappen zu verbindenden Faltlappen aufgetragen und die Leimfläche durch Anlegen
des mit Lösungsmittel versehenen Faltlappens aktiviert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, das Wasser zur Aktivierung von Leimflächen tropfenweise auf die betreffende Leimfläche
aufgebracht wird, wobei bei gleichzeitiger Aktivierung mehrerer nebeneinander angeordneter
Seiten-Leimflächen (27) gleichzeitig jeder Leimfläche ein Wassertropfen zugeführt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Materialbahn (22) wird mit Banderolen-Leimflächen (29, 30) im Bereich von Vorderwand
(13) und Rückwand (14) zur Fixierung von Schenkeln (58, 59) einer U-förmig im Bereich
einer Stirnwand (56) der Packung (10) gefalteten Banderole (31) versehen,
b) die Banderole (31) wird während der Zuführung zu einer Packung (10) auf der der
Packung (10) zugekehrten Seite mit Lösungsmittel, insbesondere mit Wassertropfen versehen,
und zwar im Bereich der Banderolen-Leimflächen (29, 30) an der Packung (10),
c) die mit dem Lösungsmittel versehene Banderole (31) wird U-förmig gefaltet, derart,
dass die Schenkel (58, 59) an den Banderolen-Leimflächen (29, 30) von Vorderwand (13)
und Rückwand (14) anliegen.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder einem der weiteren
Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) ein Beleimungsaggregat, insbesondere ein Leimaggregat (23) mit Schlitzdüsen (24)
durch welches die individellen Leimflächen (27, 28), während des Transports der Materialbahn
(22) auf diese übertragbare sind;
b) ein Trockenaggregat (60) durch welches die mit Leimflächen (27, 28) versehene Materialbahn (22) im Anschluss an
das Leimaggregat (23) zum Aushärten der Leimflächen hindurch leitbar ist;
c) Mittel durch welche der Außenzuschnitt (12) von der Materialbahn (22) abtrennbar und im Bereich
eines Faltaggregats, nämlich im Bereich eines Faltrevolvers (51), faltbar ist
d) benachbart zum Faltrevolver (51) sind ortsfeste Zuführungsorgane für Lösungsmittel
positioniert, insbesondere Düsenaggregate (75, 82) mit Düsen (76, 83) zur Abgabe von
Portionen des Lösungsmittels, insbesondere von Wassertropfen auf miteinander zu verbindende
Faltlappen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen Banderolen-Apparat (80) zur Zuführung der Banderolen (31), wobei einem Förderorgan
für die Banderolen (31) - Saugband (81) - ein Düsenaggregat (82) zugeordnet ist mit
zwei nebeneinander angeordneten Düsen (83) zur Übertragung von jeweils zwei nebeneinander
liegenden Wassertropfen (84) auf die der Packung (10) zugekehrte Seite der Banderole
(31) im Bereich von Banderolen-Leimfläche (29, 30) von Vorderwand (13) und Rückwand
(14).
1. Method of producing cigarettes packs of the soft-carton type with an outer blank (12)
made of paper or the like, which is cut off from a continuous material web (22) and
has folding flaps which are connected to one another by adhesive bonding,
characterized by the following features:
a) the folding flaps - side flaps (18, 19), longitudinal flaps (20, 21) - are connected
to one another by a glue which can be activated by means of solvent, in particular
by a water-soluble glue,
b) individual areas of glue (27, 28) are applied to the material web (22), during
a conveying movement of the latter, in the region of the flaps (18, 19; 20, 21) which
are to be connected to one another, and said areas of glue are then set and/or dried,
c) following setting and/or drying of the areas of glue (27, 28), blanks are cut off
from the material web (22) and folded around the pack contents - cigarette block,
d) immediately prior to the operation of folding the folding flaps, or during this
operation, the areas of glue (27, 28) are activated by the solvent, in particular
water, being fed, and are then pressed against one another.
2. Method according to Claim 1, characterized in that areas of glue are activated indirectly, by solvent, in particular water, being fed,
such that the solvent/water is applied to a glue-free folding flap which is to be
connected to the glued folding flap, and the area of glue is activated by the folding
flap provided with solvent being positioned against it.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the water for activating areas of glue is applied in drops to the relevant area of
glue, in which case, for simultaneous activation of a plurality of lateral areas of
glue (27) arranged one beside the other, a drop of water is fed to each area of glue
simultaneously.
4. Method according to Claim 1 or one of the further claims,
characterized by the following features:
a) the material web (22) is provided with . revenue-stamp areas of glue (29, 30) in
the region of the front wall (13) and rear wall (14) for the purpose of fixing legs
(58, 59) of a revenue stamp (31) which is folded in a U-shaped manner in the region
of an end wall (56) of the pack (10),
b) as it is fed to a pack (10), the revenue stamp (31) is provided with solvent, in
particular with drops of water, on the side which is directed towards the pack (10),
to be precise in the region of the revenue-stamped areas of glue (29, 30) on the pack
(10),
c) the revenue stamp (31) provided with solvent is folded in a U-shaped manner such
that the legs (58, 59) butt against the revenue-stamp areas of glue (29, 30) of the
front wall (13) and rear wall (14).
5. Apparatus for implementing the method according to Claim 1 or one of the further claims,
characterized by the following features:
a) a gluing subassembly, in particular a glue subassembly (23) with slit nozzles (24),
by means of which the individual areas of glue (27, 28) can be transferred to the
material web (22) during transportation of the latter;
b) a drying subassembly (60), through which the material web (22) provided with areas
of glue (27, 28) can be directed, following the glue subassembly (23), for the purpose
of setting the areas of glue;
c) means by which the outer blank (12) can be cut off from the material web (22) and
folded in the region of a folding subassembly, namely in the region of a folding turret
(51);
d) positioned adjacent to the folding turret (51) are stationary solvent-feed elements,
in particular nozzle subassemblies (75, 82) with nozzles (76, 83) for discharging
portions of the solvent, in particular droplets of water onto folding flaps which
are to be connected to one another.
6. Apparatus according to Claim 5, characterized by a revenue-stamp unit (80) for feeding the revenue stamps (31), a conveying mechanism
for the revenue stamps (31) - suction belt (81) - being assigned a nozzle subassembly
(82) with two nozzles (83) arranged one beside the other, by means of which in each
case two drops of water (84) located one beside the other are transferred to that
side of the revenue stamp (31) which is directed towards the pack (10), in the region
of the revenue-stamp area of glue (29, 30) of the front wall (13) and rear wall (14).
1. Procédé de fabrication de paquets de cigarettes du type godet souple comportant une
découpe extérieure (12) en papier ou matériau semblable détachée d'une bande continue
de matériau (22) et qui présente des pattes jointes par collage,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) les pattes - pattes latérales (18, 19), pattes longitudinales (20, 21) - sont jointes
par une colle activable par solvant, en particulier par une colle soluble dans l'eau,
b) des surfaces individuelles de colle (27, 28) sont appliquées sur la bande de matériau
(22), pendant un mouvement de transport de celle-ci, dans la zone des pattes à joindre
(18, 19 ; 20, 21), et ensuite durcies ou séchées,
c) après le durcissement ou le séchage des surfaces de colle (27, 28), des découpes
sont détachées de la bande de matériau (22) et pliées autour du contenu du paquet
- bloc de cigarettes -,
d) immédiatement avant ou pendant le pliage des pattes, les surfaces de colle (27,
28) sont activées par apport du solvant, en particulier d'eau, et ensuite pressées
l'une contre l'autre.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que des surfaces de colle sont activées indirectement par apport de solvant, en particulier
d'eau, de façon telle que le solvant ou l'eau soit appliqué sur une patte sans colle
à joindre à la patte encollée et la surface de colle soit activée par application
de la patte pourvue de solvant.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé par le fait que l'eau pour l'activation de surfaces de colle est appliquée goutte à goutte sur la
surface de colle concernée et, avec activation simultanée de plusieurs surfaces de
colle latérales placées les unes à côté des autres (27), une goutte d'eau est apportée
simultanément à chaque surface de colle.
4. Procédé selon la revendication 1 ou une des autres revendications,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) la bande de matériau (22) est pourvue de surfaces de colle pour banderole (29,
30) dans la zone d'une paroi avant (13) et d'une paroi arrière (14) pour la fixation
d'ailes (58, 59) d'une banderole (31) pliée en U dans la zone d'une paroi frontale
(56) du paquet (10),
b) la banderole (31) est, pendant son amenée à un paquet (10), pourvue de solvant,
en particulier de gouttes d'eau, sur sa face dirigée vers le paquet (10), ce dans
la zone des surfaces de colle pour banderole (29, 30) situées sur la paquet (10),
c) la banderole (31) pourvue du solvant est pliée en U de façon telle que les ailes
(58, 59) s'appuient sur les surfaces de colle pour banderole (29, 30) de la paroi
avant (13) et de la paroi arrière (14).
5. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1 ou une des autres
revendications,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) un dispositif d'encollage, en particulier un dispositif à colle (23) ayant des
buses à fente (24), qui transmet les surfaces individuelles de colle (27, 28) à la
bande de matériau (22) pendant le transport de celle-ci,
b) un dispositif de séchage (60) que la bande de matériau (22) pourvue de surfaces
de colle (27, 28) traverse après le dispositif à colle (23) pour le durcissement des
surfaces de colle,
c) des moyens qui détachent la découpe extérieure (12) de la bande de matériau (22)
et la plient dans un zone d'un dispositif de pliage, à savoir dans la zone d'un revolver
de pliage (51),
d) près du revolver de pliage (51) sont placés des organes fixes d'apport de solvant,
en particulier des dispositifs à buses (75, 82) ayant des buses (76, 83), pour l'envoi
de portions de solvant, en particulier de gouttes d'eau, sur des pattes à joindre.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé par un appareil à banderoles (80) pour l'amenée des banderoles (31), à un organe de transport
des banderoles (31) - bande aspirante (81) - étant associé un dispositif à buses (82)
comportant deux buses placées l'une à côté de l'autre (83) pour l'application par
chacune de deux gouttes d'eau situées l'une à côté de l'autre (84) sur la face de
la banderole (31) dirigée vers le paquet (10) dans la zone de surfaces de colle pour
banderole (29, 30) de la paroi avant (13) et de la paroi arrière (14).