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EP 0 947 770 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.10.2003 Patentblatt 2003/41 |
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Anmeldetag: 23.03.1999 |
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Gasbrenner
Gas burner
Brûleur à gaz
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT NL |
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Priorität: |
28.03.1998 DE 19813896
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.10.1999 Patentblatt 1999/40 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Waidner, Juergen
73274 Notzingen (DE)
- Bienzle, Marcus
73760 Ostfildern (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 009 182 FR-A- 471 656
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DE-U- 9 107 108 US-A- 5 147 201
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 007, no. 230 (M-249), 12. Oktober 1983 (1983-10-12)
& JP 58 124110 A (MATSUSHITA DENKI SANGYO KK), 23. Juli 1983 (1983-07-23)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 016, no. 030 (M-1203), 24. Januar 1992 (1992-01-24)
& JP 03 241212 A (TOSHIBA CORP;OTHERS: 01), 28. Oktober 1991 (1991-10-28)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 114 (M-473), 26. April 1986 (1986-04-26) &
JP 60 243414 A (MATSUSHITA DENKI SANGYO KK), 3. Dezember 1985 (1985-12-03)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Gasbrenner
[0001] Die Erfindung betrifft einen Gasbrenner mit einem Brennerkörper, der von einer prösen
Struktur teilweise durchdrungen ist und in dem ein Brenngas-Luftgemisch verbrennbar
ist, wobei die quer zur Strömungsrichtung des Brenngas-Luftgemisches verlaufende Querschnittsfläche
der Reaktionszone des Brennerkörpers, in der die Verbrennung stattfindet, sich in
Strömungsrichtung zumindest in einem Teilbereich des Brennerkörpers vergrößert.
[0002] Ein Gasbrenner mit einem Brennerkörper dieser Art ist aus der US 5,147,201 A bekannt.
Bei diesem Gasbrenner verteilt sich die Reaktionszone über die gesamte Strömungsrichtung
entsprechend der kontinuierlichen Querschnittsvergrößerung. Damit ist bei niedriger
Brennerleistung eine höhere Temperatur-Volumenbelastung als bei hoher Brennerleistung
möglich, jedoch über die Strömungsrichtung keine gezielte Anpassung der Reaktionszone.
[0003] Bei dem Gasbrenner nach der FR 471 656 A1 wird das Brenngas-Luftgemisch in einem
hohlkugelförigem Brennerkörper eingeleitet, der keine beliebig anpassbare Reaktionszone
darstellt. Auf diese Weise kann kein Einfluss auf die Temperatur-Volumenbelastung
genommen werden.
[0004] Der in der JP 03 241 212 A gezeigte Gasbrenner weist einen kegelstumpfförmigen Brennerkörper
auf, für den dieselben Nachteile wie beim Gasbrenner nach der US 5,147,201 A gelten.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, bei einem Gasbrenner der eingangs erwähnten Art den
Brennerkörper gezielt so auszulegen, dass die Reaktionszone in definierte Bereiche
abgeteilt und an die gewünschte Brennerleistungsstufen anzupassen.
[0006] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass sich die Querschnittsfläche
der Reaktionszone über eine oder mehrere Stufensprünge vergrößert.
[0007] Die erfindungsgemäße Ausbildung der Querschnittsvergrößerung lässt eine Anpassung
der Temperatur-Volumenbelastung abhängig von der Brennerleistung zu. Dabei sind den
Teilbereichen des Brennerkörpers bestimmte Brennerleistungen zuzuordnen.
[0008] So kann z. B. bei einem sich dreistufig vergrößernden Brennerkörper eine Abstufung
von 0 bis 40 % der Brennerleistung in der ersten Stufe, von 40 bis 60 % der Brennerleistung
in der zweiten Stufe und von 60 bis 100 % der Brennerleistung der dritten Stufe ermöglicht
wird. Damit wird im Brennerkörper auch ein Temperaturniveau verwirklicht, bei dem
sich das entstehende CO in CO
2 ausreagieren kann.
[0009] Nach einer Ausgestaltung kann die Zufuhr des Brenngas-Luftgemisch zum Brennerkörper
so ausgeführt sein, dass das Brenngas-Luftgemisch in den Brennerkörper über eine Zuleitung
einleitbar und über einen zylindrischen oder kugelförmigen Verteiler an den Brennerkörper
weiterleitbar ist.
[0010] Zur Fertigungsvereinfachung kann vorgesehen sein, dass der Brennerkörper zwei oder
mehrere zylindrische oder kreisscheibenförmige Teil-Brennerkörper aufweist, die einen
unterschiedlichen Durchmesser aufweisen, und dass die M ittellängsachsen der Teil-Brennerkörper
zueinander fluchtend angeordnet sind.
[0011] Um bestimmte Leistungsbereiche festlegen zu können, kann nach einer einfachen Art
vorgesehen sein, dass die Teil-Brennerkörper in Strömungsrichtung des Brenngas-Luftgemisches
unterschiedliche Dicken aufweisen. Denkbar ist es auch, anstelle der stufenartigen
Ausbildung dem Brennerkörper eine Ausgestaltung zu geben, die sich teilweise kontinuierlich
und teilweise über ein oder mehrere Stufensprünge vergrößert.
[0012] Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den Zeichnungen 3,4,5 dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Seitenansicht einen Brennerkörper mit stumpfkegelförmiger Geometrie,
- Fig. 2
- in schematischer Seitenansicht einen Brennerkörper mit teilweise stumpfkegelförmiger
und teilweise zylindrischer Geometrie,
- Fig. 3
- in schematischer Seitenansicht einen Brennerkörper, der aus drei Teilbrennkörpern
zusammengesetzt ist,
- Fig.4
- in schematischer Seitenansicht einen weiteren Brennerkörper der aus drei Teil-Brennkörpern
zusammengesetzt ist und
- Fig. 5
- in perspektivischer Schemazeichnung einen scheibenförmigen Brennerkörper mit einer
Zuleitung.
[0013] In der Fig. 1 ist ein Brennerkörper 10 dargestellt, der eine stumpfkelgeförmige Geometrie
aufweist. Der Brennerkörper 10 wird von einer seitlichen Mantelfläche 13, einer Eintrittsfläche
11 und einer Abgasaustrittsfläche 12 begrenzt. Die Eintrittsfläche 11 und die Abgasaustrittsfläche
12 sind kreisförmig ausgebildet. Dem Brennerkörper 10 wird ein Brenngas-Luftgemisch
über die Eintrittsfläche 11 zugeleitet. Hier strömt es in den porösen Brennerkörper
10 ein und entzündet sich. Bei geringen Brennerleistungen erstreckt sich die Reaktionszone,
in der das Brenngas-Luftgemisch umgesetzt wird, ausgehend von der Eintrittsfläche
11 nur gering in den Brennerkörper 10 hinein. Aufgrund der konischen Geometrie des
Brennerkörpers 10 wird das verfügbare Verbrennungsvolumen bei der niedrigen Brennerleistung
gering gehalten. Hierdurch entsteht eine hohe Temperatur-Flächen bzw. - Volumenbelastung.
Bei zunehmender Brennerleistung wird auch der Volumenstrom an Brenngas-Luftgemisch,
der in den Brennerkörper 10 einströmt erhöht. Die Reaktionszone erstreckt sich zunehmend
in den Brennerkörper 10 hinein. Dadurch wird auch die Reaktionszone vergrößert. Die
Temperatur-Flächen bzw. - Volumenbelastung nimmt dann ab.
[0014] In der Fig. 2 ist ein Brennerkörper 10 veranschaulicht, der zwei Teil-Brennkörper
14.1, 14.2 aufweist. Der Teil-Brennkörper 14.1 hat eine stumpfkegelförmige Geometrie.
Der Teil-Brennkörper 14.2 ist zylindrisch ausgebildet. Die beiden Teilbrennkörper
14.1, 14.2 können einzeln gefertigt werden oder es kann vorgesehen sein, daß diese
einstückig miteinander verbunden sind. In dem Teil-Brennkörper 14.1 ist eine kontinuierliche
Vergrößerung der Queschnittsfläche des Brennerkörpes 10 verwirklicht. Hier läßt sich
ein bestimmter Leistungsbereich des Gasbrenners ausfahren. Beispielsweise kann die
Leistung hier von 0 bis 40% der Gesamtleistung des Gasbrenners betragen. Im Anschluß
an den Teil-Brennkörper 14.1 verlagert sich die Reaktionszone über die Eintrittsfläche
11" in den zweiten Teil-Brennkörper 14.2. In diesem Bereich kann die restliche Leistung
des Gasbrenners ausgefahren werden.
[0015] Fig. 3 veranschaulicht einen Gasbrenner 10, bei dem sich die Querschnittsfläche in
Strömungsrichtung des Gas-Luftgemisches über Stufensprünge vergrößert. Hierzu werden
drei Teil-Brennkörper 14.1, 14.2,14.3 verwendet. Diese Teil-Brennkörper 14.1, 14.2,
14.3 haben eine zylindrische Form und sind von den Mantelflächen 13 begrenzt. Die
Mittellängsachsen der Teil-Brennkörper 14.1, 14.2, 14.3 sind fluchtend zueinander
angeordnet. Die Erstreckung der Teil-Brennkörper 14.1, 14.2, 14.3 in Strömungsrichtung
ist jeweils gleich. Jeder Teil-Brennkörper 14.1, 14.2, 14.3 ist einem spezifischem
Leistungsbereich des Gasbrenners zugeordnet. In einem mittleren Leistungsbereich dienen
beispielsweise der Teil-Brennkörper 14.1 und teilweise auch der Teil-Brennkörper 14.2
als Reaktionszone.
[0016] Fig. 4 veranschaulicht eine alternative Ausgestaltung zu dem Brennerkörper 10 gemäß
Fig. 3. Hier weisen die zylindrischen Teil-Brennkörper 14.1, 14.2, 14.3 unterschiedliche
Erstreckungen in Richtung der Strömung des Gas-Luftgemisches auf. Um im unteren Leistungsbereich
des Gasbrenners eine erhöhte Variabilität der Temperatur-Volumenbelastung erreichen
zu können, sind die beiden Teil-Brennkörper 14.1, 14.2 schmal ausgebildet.
[0017] In der Fig. 5 ist ein Brennerkörper 10 mit zylindrischer Gestalt dargestellt. In
den Brennerkörper 10 kann über eine Zuleitung 15 und einen Verteiler 16 ein Brenngas-Luftgemisch
eingeleitet werden. Dieses strömt aus dem Verteiler 16 in den porösen Brennerkörper
10 ein und entzündet sich hier. Das Brenngas-Luftgemisch entweicht dem Verteiler und
strömt in den Brennerkörper 10 ein. Bei niedrigen Brennerleistungen ist die Reaktionszone
dicht um den Verteiler 16 herum angeordnet. Bei höheren Brennerleistungen erstreckt
sich die Reaktionszone ebenfalls ringförmig zunehmend in den Brennerkörper 10 hinein.
Die bei der Verbrennung entstandenen Abgase entweichen über die Mantelfläche 13, die
als Abgasaustrittsfläche 12 dient.
1. Gasbrenner mit einem Brennerkörper (10), der von einer porösen Struktur teilweise
durchdrungen ist und in dem ein Brenngas-Luftgemisch verbrennbar ist, wobei die quer
zur Strömungsrichtung des Brenngas-Luftgemisches verlaufende Querschnittsfläche der
Reaktionszone des Brennerkörpers (10), in der die Verbrennung stattfindet, sich in
Strömungsrichtung zumindest in einem Teilbereich des Brennerkörpers (10) vergrößert,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Querschnittsfläche der Reaktionszone über eine oder mehrere Stufensprünge
vergrößert.
2. Gasbrenner nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Brenngas-Luftgemisch in den Brennerkörper (10) über eine Zuleitung (15) einleitbar
und über einen zylindrischen oder kugelförmigen Ver-teiler (16) an den Brennerkörper
(10) weiterleitbar ist.
3. Gasbrenner nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Brennerkörper (10) zwei oder mehrere zylindrische oder kreisscheibenförmige Teil-Brennerkörper
(14.1, 14.2 ... 14.n) aufweist, die einen unterschiedlichen Durchmesser aufweisen,
und
dass die Mittellängsachsen der Teil-Brennerkörper (14.1, 14.2 ... 14.n) zueinander fluchtend
angeordnet sind.
4. Gasbrenner nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teil-Brennerkörper (14.1, 14.2 ... 14.n) in Strömungsrichtung des Brenngas-Luftgemisches
unterschiedliche Dicken aufweisen.
5. Verfahren zum Verbrennen eines Brenngas-Luftgemisch in einem Gasbrenner nach einem
der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einer niedrigen Brennerleistung des Gasbrenners eine höhere Temperatur-Volumenbelastung
im Brennerkörper (10) erzeugt wird als bei einer höheren Brennerleistung.
6. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Querschnittsfläche der Reaktionszone teilweise kontinuierlich und teilweise
über einen oder mehrere Stufensprünge vergrößert.
1. Gas burner with a burner body (10) which is partially penetrated by a porous structure
and in which a fuel-gas/air mixture can be burnt, the cross-sectional surface, running
transverselly to the direction of flow of the fuel-gas/air mixture, of the reaction
zone, in which combustion takes place, of the burner body (10) increasing in the direction
of flow, at least in a part-region of the burner body (10), characterized in that the cross-sectional surface of the reaction zone increases via one or more step jumps.
2. Gas burner according to Claim 1, characterized in that the fuel-gas/air mixture can be introduced into the burner body (10) via a feed line
(15) and can be transferred to the burner body (10) via a cylindrical or spherical
distributor (16).
3. Gas burner according to Claim 1 or 2, characterized in that the burner body (10) has two or more cylindrical or circular-disc-shaped burner part-bodies
(14.1, 14.2, ... 14.n) which have a different diameter, and in that the longitudinal mid-axes of the burner part-bodies (14.1, 14.2, ... 14.n) are arranged
in alignment with one another.
4. Gas burner according to Claim 3, characterized in that the burner part-bodies (14.1, 14.2, ... 14.n) have different thicknesses in the direction
of flow of the fuel-gas/air mixture.
5. Method for burning a fuel-gas/air mixture in a gas burner according to one of Claims
1 to 4, characterized in that a higher temperature/volume load in the burner body (10) is generated in the case
of a low burner power of the gas burner than in the case of a higher burner power.
6. Gas burner according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the cross-sectional surface of the reaction zone increases partially continuously
and partially via one or more step jumps.
1. Brûleur à gaz avec un corps de brûleur (10), partiellement traversé par une structure
poreuse, et dans lequel un mélange de gaz de combustion et d'air peut être brûlé,
dans lequel la section de la zone de réaction du corps de brûleur (10) dans laquelle
la combustion se produit, transversale à la direction d'écoulement du mélange de gaz
de combustion et d'air, s'agrandit en direction de l'écoulement, au moins dans une
zone partielle du corps de brûleur (10),
caractérisé en ce que
la section transversale de la zone de réaction s'agrandit en un ou plusieurs paliers.
2. Brûleur à gaz selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le mélange de gaz de combustion et d'air dans le corps de brûleur (10) peut être apporté
par un conduit d'amenée (15) puis transmis au corps de brûleur (10) au travers d'un
répartiteur (16) cylindrique ou sphérique.
3. Brûleur à gaz selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le corps de brûleur (10) présente deux corps partiels de brûleur(14.1, 14.2 ... 14.n)
ou plus, cylindriques ou en forme de disque, qui présentent un diamètre différent,
et les axes longitudinaux médians des corps partiels de brûleur (14.1, 14.2 ... 14.n)
sont disposés de manière affleurante les uns par rapport aux autres.
4. Brûleur à gaz selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
les corps partiels de brûleur p(14.1, 14.2 ... 14.n) présentent des épaisseurs différentes
dans le sens d'écoulement du mélange de gaz de combustion et d'air.
5. Procédé de combustion d'un mélange de gaz de combustion et d'air dans un brûleur à
gaz selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'
une charge en température et en volume plus forte est créée dans le corps de brûleur
(10) pour une faible puissance de brûleur du brûleur à gaz que pour une plus forte
puissance de brûleur.
6. Brûleur à gaz selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
la section transversale de la zone de réaction s'agrandit partiellement de façon continue
et partiellement en un ou plusieurs paliers.
