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EP 0 947 798 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.02.2005 Patentblatt 2005/06 |
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Anmeldetag: 09.12.1998 |
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Tarnmaterial und Verfahren zur Herstellung eines solchen breitbandigen Tarnmaterials
Camouflage material and maufacturing process therefor
Matériau de camouflage et son procedé de fabrication
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
02.04.1998 DE 19814908 15.04.1998 DE 19816707
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.10.1999 Patentblatt 1999/40 |
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Patentinhaber: Stamoid AG |
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8193 Eglisau (CH) |
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Erfinder: |
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- Bechtold, Willi
8193 Eglisau (CH)
- Wenger, Adrian
8193 Eglisau (CH)
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| (74) |
Vertreter: Blumbach, Kramer & Partner GbR |
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Patentanwälte,
Alexandrastrasse 5 65187 Wiesbaden 65187 Wiesbaden (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 810 121 US-A- 4 529 633 US-A- 5 348 789
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GB-A- 1 605 187 US-A- 4 560 595
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Tarnmaterials und ein
Tarnmaterial selbst, insbesondere ein Tarnmaterial gemäß den Ansprüchen 1 und16.
[0002] Bei der Herstellung von breitbandig wirkenden Tarnmaterialien sind Schichtstrukturen
bekannt, bei denen mehrere Schichten mit unterschiedlichem Emisissions/Reflexionsvermögen
derart übereinander gelagert werden, daß die Tarnbeschichtungen mit einem eventuell
vorhandenen Träger als Ganzes betrachtet die gewünschte Tarnung in dem vorgesehenen
Spektralbereich ermöglichen. Das Ziel der Tarnung besteht darin, daß ein mit dem Tarnmaterial
abgedeckter Gegenstand im vorgegebenen Wellenlängenspektrum bezüglich des Reflexions-/Emissionsverhaltens
ein zur natürlichen Umgebung ähnliches Verhalten zeigt, so daß ein Detektieren zumindest
erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht wird.
[0003] Ein solches Tarnmaterial, nach dem oberbegriff des Anspruchs 1, ist beispielsweise
im USamerikanischen Patent Nr. 4,495,239 offenbart, welches ein Polymer-Trägergewebe
umfaßt, das bei einer Ausführungsform mit PVC-plastifiziert wird. Dieses PVC dient
als Grundierung für eine nachfolgende Metallschicht, die z.B. aus Aluminium bestehen
kann. Zum Schutz der Metallisierung wird eine dünne Schicht eines IR-transparenten
Polymers aufgetragen, welches ferner als Primer für den nachfolgenden Tarnlack dient.
[0004] Die im eigentlichen Sinn für die Tarnung wirksamen Schichten sind dabei dann im wesentlichen
die Metallschicht und der Tarnlack. Die Metallschicht ist einerseits für eine vorgegebene
Reflexion im IR-Bereich und andererseits, zusammen mit der geschnittenen Garnierung
des Tarnmaterials, für ein bestimmtes Reflexions- und Absorbtionsverhalten im Radarwellenbereich
verantwortlich. Der Tarnlack wirkt vor allem im sichtbaren und infraroten Bereich
des Spektrums.
[0005] Ferner kann der schweizer Patentschrift Nr. 667 524 ein weiteres Tarnmaterial entnommen
werden, bei dem eine Polyethylenschicht mit einem Metall bedampft wird. Zwei in dieser
Weise hergestellte beschichtete Polyethylenschichten werden dann über Klebstoffschichten
beidseitig an dem Gewebe angebracht.
[0006] Die US-amerikanische Patentschrift Nr. 5,348,789 beschreibt ein ebenfalls ein Tarnmaterial
aus einer Polyesterwirkware mit einer Lochstruktur. Hier sind bereits in die Polyesterwirkware
Metallfasern eingearbeitet und die Wirkware ist mit einer Polymerschicht versehen,
was ein aufwendiges Verfahren bedeutet.
[0007] Darüber hinaus sind in jüngster Zeit Tarnmaterialien bekannt geworden, die eine weitere
verbesserte Tarnung aufweisen. Diese Tarnmaterialien beruhen auf der Erkenntnis, daß
die Güte einer Tarnung davon abhängt, wie gut vom Tarnmaterial die Bodentemperatur
angenommen wird und wie gut das spektrale Verhalten der Sonne bzw. der Atmosphäre
berücksichtigt werden. Bei diesen neuartigen Materialien wird der Versuch unternommen,
eine Metallschicht direkt auf das Trägergewebe aufzubringen, um das Spektralverhalten
des Tarnmaterials zu verbessern und in zweiter Linie den strukturellen Aufbau des
Tarnmaterials zu vereinfachen. Bei der Fertigung der benannten Tarnung und beim fertigen
Produkt haben sich jedoch nicht vorhergesehene Probleme ergeben, die einer Praxistauglichkeit
des Tarnmaterials entgegenstehen. Diese Schwierigkeiten richten sich im wesentlichen
auf die Haltbarkeit und auf die Reproduzierbarkeit der Tarnanforderungen des hergestellten
Tarnmaterials.
[0008] Die möglichen Vorteile einer solchen vereinfachten Struktur hinsichtlich ihres spektralen
Verhaltens, aber auch ihre Kostenvorteile aufgrund ihres einfachen Aufbaus können
jedoch erst dann in der Praxis genutzt werden, wenn die Probleme der Fertigung gelöst
sind.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein kostengünstiges und reproduzierbares
Verfahren bzw. Tarnmaterial bereitzustellen, mittels dem über dem sichtbaren Spektralbereich,
dem nahen IR, dem fernen IR und, oder dem Radarwellenspektrum eine umfassende Tarnung
ermöglicht wird.
[0010] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt auf höchst überraschende Weise bereits durch die
Verfahrensschritte des Hauptanspruchs 1, wobei ein Trägergewebe bereitgestellt wird
und dieses weitestgehend von Webverarbeitungsmittel und Tensiden befreit wird und
auf dem gereinigten Trägergewebe nach dem Trocknen unter Vakuum eine Metallschicht
aufgebracht wird, auf die eine Grundierung abgeschieden wird, die die Trägerschicht
des Tarnlacks darstellt.
[0011] Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens hat es sich als sehr vorteilhaft erwiesen,
ein Polymer als Trägergewebe zu verwenden, welches einen polaren Charakter aufweist.
Es konnte nämlich gezeigt werden, daß durch die Gewebepolarität eine besonders gute
Haftung der Metallisierung am Gewebe sichergestellt werden kann. Ein Aufbringen einer
Grundierung, wie dies häufig beim Stand der Technik erfolgt zur Erhöhung der Haftung
auf dem Gewebe ist damit nicht mehr nötig, so daß ein Verfahrensschritt eingespart
werden konnte. Zudem hat dies den Vorteil, daß sich die für die Streuwirkung des Tarnnetzes
wichtige Oberflächenstruktur des Trägergewebes unmittelbar auf die Metallschicht überträgt.
Dabei wird die Oberflächenstruktur des Trägergewebes in der Regel derart ausgebildet,
daß sie zur diffusen Streuung einfallender IR-Strahlung, insbesondere im atmosphärischen
Fenster II (Wellenlängenbereich 3 - 5 Am), beitragen kann. Wobei dadurch ein im wesentlichen
abnehmendes Reflexionsvermögen im atmosphärischen Fenster II des Tarnmaterials erzielbar
ist.
[0012] Als Trägermaterial werden vorzugsweise polare Polymere ausgewählt. Wobei sich Polyester
durch ihre hohe mechanische Belastbarkeit vorteilhaft auszeichnen.
[0013] Ferner konnte im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahren festgestellt werden, daß
beim Schritt des Entfernens von Webverarbeitungsmitteln bzw. Avivagen und Tensiden
darauf geachtet werden muß, daß nach der Reinigung des Trägergewebes der benzinlösliche
Anteil an Tensiden möglichst kleiner als ca. 0,20°s ist und der wasserlösliche Anteil
unterhalb von ungefähr 0,02% liegt. Eine Tatsache, die bisher keine oder nur eine
geringe Beachtung gefunden hat. Sie ist jedoch gerade dann zu beachten, wenn das metallische
Material direkt auf das Trägergewebe aufgebracht wird, da bei im wesentlichen höheren
Werten die Haftfähigkeit des Gewebes hinsichtlich des Metalls stark beeinträchtigt
wird.
[0014] Wird beim erfindungsgemäßen Verfahren nach dem Trocknen des Gewebes auf dieses die
Metallbeschichtung aufgebracht, so hat es sich bei diesem Schritt als sehr positiv
herausgestellt, wenn das Aufbringen des Metalls im Vakuum stattfindet, da die daraus
resultierende Staubpartikelfreiheit eine Garantie dafür ist, daß das Spektralverhalten
des Tarnmaterials nicht durch Verunreinigung der Metallschicht negativ beeinflußt
wird. In diesem Zusammenhang hat es sich auch für einen gezielt dosierten Auftrag
des Metalls bewährt, das Metall aus einer metallischen Gasatmosphäre heraus auf das
Trägergewebe aufzudampfen. Eine so auf den Gewebeträger aufgebrachte Metallschicht
ist homogen und kann problemlos reproduziert werden.
[0015] Ein für das erforderliche multispektrale Tarnverhalten gut geeignete Metall ist beispielsweise
Aluminium. Der Flächenwiderstand des Aluminiums liegt insbesondere in Bereichen, wo
auch eine Dämpfung von Radarwellen erfolgen kann. Abhängig von der Wellenlänge bewegt
sich der Widerstand von Aluminium zwischen 30Ω und 300Ω. Mit Bezug auf das erfindungsgemäße
Tarnmaterial kann der Widerstand u.a. auch durch die Schichtdicke eingestellt werden.
Für den Fachmann ist offensichtlich, daß natürlich auch andere Metalle wie z.B. Silber
und/oder Gold verwendet werden können. Auch Kombinationen der benannten Metalle sind
denkbar.
[0016] Bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens hat sich gezeigt, daß eine Metallisierung
des Trägergewebes mit einer Flächendichte von ungefähr 100 mg/m2 bis ungefähr 200
mg/m2 oder vorzugsweise mit ungefähr 130 mg/m2 ein im wesentlichen optimales Ergebnis
hinsichtlich des spektralen Verhaltens der Metallschicht in den in Frage kommenden
Wellenlängenbereichen, insbesondere im Infraroten- und im Radarwellenbereich, gewährleistet
werden kann.
[0017] Umfaßt das Aufbringen der Grundierung das Aufbringen einer Polymerschicht auf die
Metallisierung des Gewebeträgers, so ist es von besonderem Vorteil, wenn dieses polare
Eigenschaften aufweist. Es wird dadurch eine im Vergleich zu Polyolefinen stark verbesserte
Haftung am Metall erzielt und das Tarnmaterial erhält zusätzlich eine besonders hochwertige
Witterungsbeständigkeit, insbesondere die Gewebe-Metallschicht-Polymerschicht-Struktur.
Die wasserempfindliche Metallschicht ist so sicher gegen Feuchtigkeitseinflüsse geschützt.
Durch die große Haftbeständigkeit der Schichten ist ferner eine hohe Resistenz gegenüber
mechanischer Beanspruchung gegeben.
[0018] Das Polymer ist so vernetzt, vorzugsweise teilvernetzt, daß dieses eine amorphe Struktur
aufweist und die Schicht teiltransparent erscheint, wie es für die natürliche Umgebung
im IR häufig auch der Fall ist. Die Polymerschicht stellt weiterhin eine Gewebeverfestigung
sicher, die für gleichbleibende Strukturen sorgt und eine gute Stanzbarkeit zur Erzielung
einer geschnittenen Garnierung des Tarnmaterials ermöglicht.
[0019] In bevorzugter Weise werden flammhemmende Mittel in der Polymerschicht eingesetzt.
Sind die entsprechenden Partikel, wie beispielsweise bei Antimontrioxyd oder bei entsprechend
geeigneten organischen Bromverbindungen mit einer Verteilung der Partikelgröße, so
in die Polymerschicht der Grundierung eingebettet, daß ca. 90 % der Partikel einen
Durchmesser von kleiner als 5 um aufweisen, besitzen diese nur eilen sehr geringen
Einfluß auf die Emissions- und Reflexionscharakteristik des Tarnmaterials bzw. läßt
sich dieser Einfluß entsprechend bei der Gestaltung der Schichten berücksichtigen.
Die amorphe Struktur und die Teiltransparenz der Polymerschicht im IR wird durch das
flammhemmende Mittel damit nur unwesentlich gestört.
[0020] Als polares Polymer für die Polymerschicht bieten sich beispielsweise voll - oder
teilvernetzte Polyurethane und oder Polyacrylate an, welche eine gute Haftung an der
Metallschicht gestatten, eine homogene Einbettung der flammhemmenden Mittel erlauben
und als Primer für die nachfolgende Tarnlackschicht dienen.
[0021] Zur verbesserten Praxistauglichkeit des erfindungsgemäßen Tarnetzes ist in die Grundierung
nicht nur ein Schwerentflammbarkeitsmittel einzubetten, sondern auch eine geeignete
mikrobiozide Ausrüstung. Dieser Pilz- und Bakterienschutz umfaßt vorzugsweise einen
Stoff auf Isothiazolinon-Basis. Diese zeichnen sich sowohl durch ein hohes Wirkungsspektrum
als auch durch eine gute Polymerverträglichkeit aus. D.h. auch hierdurch wird der
amorphe Charakter und die Teiltransparenz im IR des Polymers nicht beeinträchtigt.
[0022] Desweiteren kann im erfindungsgemäßen Verfahren im Rahmen der Grundierung ein weiterer
Hydrolyseschutz aufgebracht werden, der die Witterungsbeständigkeit des vorliegenden
Tarnmaterials noch verbessert. Als bevorzugtes Material hat sich dabei Carbodiimid
herausgestellt, welches sich durch eine gute Verträglichkeit mit dem in die Grundierung
eingebetteten Polymer auszeichnet. Natürlich sind auch andere Materialien vorstellbar,
die ähnliche Eigenschaften wie das oben erwähnte Carbodiimid aufweisen.
[0023] Mit Bezug auf die im Rahmen der Grundierung aufgebrachten Schichten hat es sich in
der Praxis als vorteilhaft erwiesen, daß die Flächendichte der Grundierung auf im
wesentlichen 15 bis 16 g/m2 beschränkt wird, wenn auf die Grundierung ein grüner Tarnlack
nachfolgt. Dagegen hat es sich bei einem nachfolgend olivgrauen Tarnlack bewährt,
wenn die Flächendichte der Grundierung vorzugsweise zwischen 23 und 24g/m2 liegt.
Eine mögliche höhere Schichtung der Grundierung hätte zur Folge, daß die 6dB Dämpfung
im Radarbereich nicht erreicht wird.
[0024] Eine verbesserte Tarnwirkung wird erreicht, wenn das Trägergewebe jeweils von beiden
Seiten metallisiert wird und dementsprechend wenn die beschriebene Grundierung und
Lackierung ebenfalls beidseitig erfolgt. Zudem ließe sich somit ein Tarnmaterial realisieren,
das sowohl im Winter als auch zu anderen Jahreszeiten einsetzbar ist, da auf den verschiedenen
Seiten eine jeweils angepaßte Beschichtung bzw. Lackierung möglich ist.
[0025] Für das Trägergewebe hat sich für ein Universal-Tarnmaterial ein Titer mit 550 dtex
und eine Leinwandbindung 1/1 mit einer Fadeneinstellung von Kette etwa 14,5 Fd/cm
zu Schuß von etwa 12 Fd/cm mit einer Fadendrehung der Kette von etwa 60 Touren und
einer Fadendrehung des Schusses von 0 Touren als gut herausgestellt, wenn dieses Gewebe
mit etwa 130 mg/m2 Aluminium beschichtet wurde.
[0026] Mit Universal-Tarnmaterial soll hier zum Zwecke der Beschreibung ein Material bezeichnet
werden, welches einerseits zum Tarnen von Objekten bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen
und/oder Umgebungsbedingungen und ferner auch zum Tarnen von Objekten geeignet ist,
die eine höhere Temperatur als die Umgebung besitzen.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels und unter Bezugnahme
der beigefügten Zeichnungen beschrieben. Dabei haben gleiche Teile auch die gleiche
Kennzeichnung erhalten.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts eines erfindungsgemäßen Tarnnetzes
- Fig. 2
- eine stark schematisierte Darstellung des Querschnitts der erfindungsgemäßen Grundierung
[0029] Ausgangspunkt des Tarnmaterials 1 einer bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 1
ist ein gewobenes Trägergewebe 2 aus einem polaren Polymer. Bei der bevorzugten Ausführungsform
wird zur Herstellung des Universal Tarnmaterials ein Trägergewebe aus Polyester hergestellt,
welches einen Titer mit 550 dtex und eine Leinwandbindung 1/1 mit einer Fadeneinstellung
von Kette 14,5 Fd/cm zu Schuß 12,1 Fd/cm aufweist, mit einer Fadendrehung der Kette
von 60 Touren und einer Fadendrehung des Schusses von 0 Touren.
[0030] Vor der Metallisierung werden alle Garn- und Webereihilfsmittel wie Schlichte und
Aviagen vom Gewebe entfernt, um eine größtmögliche Haftung des Metalls am Gewebe zu
erreichen. Weiterhin ist auf die Restfeuchte des Gewebes zu achten, welche der Güte
der Metallbeschichtung 3 auch abträglich ist. Aus diesem Grund erfolgt die Metallbedampfung
erfindungsgemäß auf beiden Seiten sofort nach einem Trocknungsprozeß. Wobei das Bedampfen
des Metalls stets im Vacuum stattfindet.
[0031] Durch das Bedampfen des Trägergewebes überträgt sich dessen dreidimensionale Struktur
direkt auf die Metallschicht 3. Die Oberflächenstruktur des verwandten Gewebes 1 ist
so gewählt, daß es eine diffuse Streuwirkung im atmosphärischen Fenster II, d.h. zwischen
2,5 und 5 µm, auf die einfallende Strahlung ausübt, wobei dabei die Ausstrahlung mit
zunehmender Wellenlänge einen im wesentlichen fallenden Verlauf zeigt.
[0032] Bei der bevorzugten Ausführungsform wird als Bedampfungsmaterial Aluminium mit 130
mg/m2 3 verwendet. Durch diese Flächendichte wird der Widerstand des Aluminiums derart
eingestellt, daß eine im wesentlichen optimale Dämpfung von Radarwellen erzielbar
ist.
[0033] Danach wird auf beiden Seite auf dem Fachmann bekannte Art eine Grundierungen 4a
bzw. 4b aufgebracht. Auf der Oberseite 4a umfaßt die Grundierung etwa 15,5 g/m2 und
auf der Unterseite 4b etwa 23,5 g/m2. Die Grundierung gemäß den Figuren 1 und 2 weist
auf der Metallschicht 3 ein teilvernetztes Polyurethan 6 auf. In das amorphe und in
dem thermischen IR-Fenstern II und III bzw. in den Frequenzbereichen zwischen 2,5
und 5 µm und zwischen 7 und 14 µm transparente Polyurethan ist Antimontrioxyd 7 und/oder
eine organische Bromverbindung als flammhemmendes Mittel eingebettet. Die Kristalle
weisen eine solche Größenverteilung auf, daß etwa 90% der Partikel eine Größe von
maximal 5 µm besitzen. Die Polymerschicht 6 dient als Schutz für die Metallschicht
und als Träger für die flammhemmenden Partikel 7. Daneben wird in die Polymerschicht
7 der Grundierung eine mikrobiozide Ausrüstung 8 zum Schutz vor Pilz- und Bakterienbefall
eingebettet. Ferner umfaßt die Grundierung einen aus Carbodiimid bestehenden zusätzlichen
Hydrolyseschutz 9. Die beschriebene Grundierung fungiert für die nachfolgende Tarn
Lackierung als Primer. Bei dem auf die Grundierung 4a, 4b aufgebrachten Tarnlack handelt
es sich um einen speziellen Tarnlack der Firma Schill + Seilacher. Der Tarnlack dient
im wesentlichen zur Tarnung im sichtbaren Bereich. Bei der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsform wurde auf der Oberseite eine grüne Sommerlackierung 5a aufgebracht
und auf der Unterseite eine oliv-grau Winterfarbe 5b.
[0034] Das Tarnmaterial weist im Bereich von 2,5 µm bis 4 µm einen im wesentlichen von etwa
0,9 bis auf etwa 0,55 abfallenden Emissionskoeffizienten auf. Dabei handelt es sich
am einen gemittelten Wert, der eine Streuung von ca. ±1,5 aufweist. Im Bereich zwischen
4 und 7,5 µm, in dem die Erdatmosphäre intransparent ist, geht der Emissionskoeffizient
entweder auf seinen Ausgangswert wieder zurück oder er erreicht den Wert, auf den
er dann im Frequenzbereich zwischen 7,5 µm und 14 µm im wesentlichen konstant bleibt.
Dieser Wert liegt bei etwa 0,8. Eine gewisse Streuung der benannten Werte für den
Emissionskoeffizienten können erfahrungsgemäß nicht ausgeschlossen werden. Dies ändert
jedoch nichts am prinzipiellen Emissionsverhalten.
[0035] Zum Schluß wird das fertig konfektionierte Material auf herkömmliche Weise durch
einen Stanzvorgang mit einer geschrittenen Garnierung versehen, wodurch das Reflexionsvermögen
bzw. die diffuse Streuung für Radarwellen noch verbessert werden kann.
[0036] Andere Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Tarnmaterials sind in ähnlicher Weise
leicht herstellbar. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird
beispielsweise als polares Trägergewebe ein Polyester verwandet.
[0037] Auch im Zusammenhang mit einem veränderten Transmissions/Reflexionsverhalten im IR
bzw. Radarbereich des Tarnmaterials weist das Trägergewebe bei anderen Ausführungsformen
der Erfindung vorzugsweise einen Titer mit 550 dtex und eine Leinwandbindung 1/1 mit
einer Fadeneinstellung von Kette zwischen 11 bis 16 Fd/cm zu Schuß zwischen 10 bis
14 Fd/cm auf mit einer Fadendrehung der Kette zwischen 0 bis 120 Touren und einer
Fadendrehung des Schusses von 0 Touren. Das Trägergewebe wird in verschiedenen Ausführungsformen
der Erfindung mit anderen Metallen wie beispielsweise Silber, Nickel oder Gold bedampft.
[0038] Für die Polymerschicht, die ein polares Polymer umfaßt, kommt bei einer nochmals
weiteren Ausführungsform ein teilvernetztes Polyurethan zum Einsatz. Als flammhemmendem
Mittel wird Antimontrioxyd und/oder organische Bromverbindungen verwendet. Auch in
diesem Fall ist die Verteilung der Partikelgröße des derart, daß vorzugsweise 90%
der Partikel Größen von maximal 5 µm besitzen.
[0039] Das erfindungsgemäße Tarnmaterial weist den großen Vorteil auf, je nach Vorgaben
seines spektralen Verhaltens bezüglich der Emission, Absorption und/oder Transmission
aufgrund unterschiedlicher Umgebungsbedingungen oder der zu tarnenden Objekte in einem
weiten Bereich variabel zu sein. So läßt sich leicht für die jeweilige Anwendung,
beispielsweise für eine Winter- oder eine Sommertarnung das optimale Tarnmaterial,
z. B. durch Variation der Gewebestruktur, des Metalls und dessen Schichtdicke und/oder
des aufgetragenen Tarnlacks ein für den jeweiligen Zweck optimiertes Tarnmaterial
herstellen. Gleiches gilt für die Tarnung von Objekten, die im Vergleich zur Umgebung
eine höhere Temperatur besitzen.
[0040] In einigen Fällen kann es auch sinnvoll sein, im Zuge eines weiter verbesserten Schutzes
in bestimmten Spektralbereichen zusätzliche Schichten aufzutragen.
1. Verfahren zum Herstellen eines Tarnmaterials (1) für das sichtbare Spektrum, das nahe
IR und das ferne IR und das Radarwellenspektrum,
gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte:
a) Bereitstellen eines ein polares Polymer umfassendes Trägergewebes (2),
b) Entfernen von Webverarbeitungsmitteln und Tensiden des Trägergewebes (2) und Trocknen
des Trägergewebes (2),
c) Aufbringen einer Metallschicht (3) auf das Trägergewebe (2),
d) Aufbringen einer Grundierung (4, 4a, 4b) und eines Tarnlacks auf die Metallschicht
(3).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägergewebe (2) ein Polyester umfaßt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schritt des Entfernens von Webverarbeitungsmitteln und Tensiden des Trägergewebes
(2) der benzinlösliche Anteil auf ungefähr unter 0,20% und der wasserlösliche Anteil
auf ungefähr unter 0,02% reduziert wird.
4. Verfahren nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt des Aufbringens einer Metallschicht (3) auf das Trägergewebe (2) den
Schritt der Vakuumierung umfassen.
5. Verfahren nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt des Aufbringens der Metallschicht (3) das Bedampfen des Metalls auf das
Trägergewebe (2) umfaßt.
6. Verfahren nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt des Aufbringens der Metallschicht (3) das Aufbringen von vorzugsweise
Aluminium oder einem in der elektrischen Leitfähigkeit vergleichbaren Metalls umfaßt.
7. Verfahren nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schritt des Aufbringens der Metallschicht (3) das Trägergewebe (2) mit ungefähr
100mg/m2 bis ungefähr 200mg/m2 oder vorzugsweise mit ungefähr 130mg/m2 beschichtet wird.
8. Verfahren nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt des Aufbringens einer Grundierung (4) das Aufbringen eines polaren Polymers
(6) beispielsweise eines Polyurethans oder Polyacrylats umfaßt.
9. Verfahren nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymere (6) der Grundierung (4) vorzugsweise Voll- oder Teilvernetzung aufweisen.
10. Verfahren nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt des Aufbringens einer Grundierung (4) auf die Metallschicht (3) den Schritt
des Aufbringens eines Schwerentflammbarkeitsmittels (7), vorzugsweise Antimontrioxid
und/oder eine organische Brom-Verbindung, umfaßt.
11. Verfahren nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwerentflammbarkeitsmittel (7) eine Partikelgröße von vorzugsweise ungefähr
5µm aufweist.
12. Verfahren nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt des Aufbringens einer Grundierung (4) den Schritt des Aufbringens einer
Mikrobiozid-Ausrüstung (8) gegen vorzugsweise Pilz- und Bakterienbefall umfaßt.
13. Verfahren nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt des Aufbringens einer Grundierung (4) den Schritt des Aufbringens eines
Hydrolyseschutzes (9), vorzugsweise ein Polymer auf Carbodiimid-Basis, umfaßt.
14. Verfahren nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundierung (4) eine Flächendichte von vorzugweise ungefähr 15 bis 16g/m2 auf einer nachfolgend grünen Tarnlackseite (4a) und vorzugsweise ungefähr 23 bis
24g/m2 auf einer nachfolgend olivgrauen Tarnlackseite (4b) aufweist.
15. Verfahren nach einem der vorherstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schritte:
- Aufbringen einer Metallschicht (3) auf das Trägermaterial (2)
und
- Aufbringen einer Grundierung (4) und eines Tarnlacks (5a, 5b) auf die Metallschicht
auf beiden Seiten des Trägermaterials (2) erfolgt.
16. Tarnmaterial (1), insbesondere nach einem Verfahren gemäß Anspruch 1 umfassend:
- ein Trägergewebe (2),
- eine Metallschicht(3),
- ein Grundierung (4) zum Abdeckend der Metallschicht (3)und
- eine Tarnlackierung (5a, 5b) für das IR,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Trägergewebe (2) ein polares Polymer umfaßt.
17. Tarnnetz nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägergewebe (2) einen Titer mit 550 dtex und eine Leinwandbindung 1/1 mit einer
Fadeneinstellung von Kette zwischen 11 bis 16 Fd/cm, vorzugsweise 14,5 Fd/cm zu Schuß
zwischen 10 bis 14 Fd/cm, vorzugsweise 12,0 Fd/cm aufweist mit einer Fadendrehung
der Kette zwischen 0 bis 120 Touren, vorzugsweise 60 Touren und einer Fadendrehung
des Schusses von 0 Touren.
18. Tarnmaterial (1) nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Tarnmaterial (1) eine geschnittene Garnierung aufweist.
1. A method of making a camouflage material (1) for the visible spectrum, the near IR
and the far IR and the radar wave spectrum,
characterised by the method steps:
a) preparing a carrier fabric (2) comprising a polar polymer,
b) removable of web processing agents and surfactants of the carrier fabric (2) and
drying of the carrier fabric (2),
c) application of a metal coating (3) to the carrier fabric (2),
d) application of a primer (4, 4a, 4b) and a camouflage paint to the metal coating
(3).
2. A method according to claim 1, characterised in that the carrier fabric (2) comprises a polyester.
3. A method according to claim 1 or 2, characterised in that during the step of removal of web processing agents and surfactants of the carrier
fabric (2) the benzine-soluble fraction is reduced to approximately less than 0.20%
and the watersoluble fraction to approximately less than 0.02%.
4. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that the step of applying a metal coating (3) to the carrier fabric (2) comprises the
step of vacuumising.
5. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that the step of applying the metal coating (3) comprises vapour coating the metal on
to the carrier fabric (2).
6. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that the step of applying the metal coating (3) comprises applying preferably aluminium
or a metal comparable in respect of electrical conductivity.
7. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that during the step of applying the metal coating (3) the carrier fabric (2) is coated
with approximately 100 mg/m2 to approximately 200 mg/m2 or preferably approximately 130 mg/m2.
8. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that the step of applying a primer (4) comprises applying a polar polymer (6), for example
a polyurethane or polyacrylate.
9. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that the polymers (6) of the primer (4) preferably have full or partial cross-linking.
10. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that the step of applying a primer (4) to the metal coating (3) comprises the step of
applying a difficultly flammability agent (7), preferably antimony trioxide and/or
an organic bromine compound.
11. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that the difficultly flammability agent (7) has a particle size of preferably approximately
5 µm.
12. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that the step of applying a primer (4) comprises the step of applying a microbiocidal
finish (8) to protect preferably against fungal and bacterial attack.
13. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that the step of applying a primer (4) comprises the step of applying a hydrolysis protection
(9), preferably a carbodiimide based polymer.
14. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that the primer (4) has a density per unit area of preferably approximately 15 to 16 g/m2 on a subsequently green camouflage painted side (4a) and preferably approximately
23 to 24 g/m2 on a subsequently olive-grey camouflage painted side (4b).
15. A method according to any one of the preceding claims,
characterised in that the steps:
- application of a metal coating (3) to the carrier material (2),
and
- application of a primer (4) and a camouflage paint (5a, 5b) for the metal coating
are carried out on both sides of the carrier material (2).
16. A camouflage material (1), particularly according to a method according to claim 1,
comprising
- a carrier fabric (2),
- a metal coating (3),
- a primer (4) to cover the metal coating (3) and
- a camouflage painting (5a, 5b) for the IR,
characterised in that
the carrier fabric (2) comprises a polar polymer.
17. A camouflage netting according to claim 16, characterised in that the carrier fabric (2) has a titre with 550 dtex and a linen weave 1/1 with a warp
thread setting of between 11 to 16 threads/cm, preferably 14.5 threads/cm, to a weft
of between 10 to 14 threads/cm, preferably 12.0 threads/cm, with a warp thread twist
of between 0 and 120 turns, preferably 60 turns and a weft thread twist of zero turns.
18. A camouflage material (1) according to claim 16 or 17, characterised in that the camouflage material (1) has a cut lining.
1. Procédé de fabrication d'un matériau de camouflage (1) pour le spectre visible, les
infrarouges proches, les infrarouges lointains et le spectre d'ondes radar,
caractérisé par les étapes opératoires suivantes :
a) élaboration d'un tissu substrat (2) renfermant un polymère polaire,
b) dissociation d'agents actifs de tissage et d'agents tensioactifs d'avec le tissu
substrat (2), et séchage dudit tissu substrat (2),
c) dépôt d'une couche métallique (3) sur le tissu substrat (2),
d) dépôt d'un apprêt (4, 4a, 4b) et d'une peinture camouflante sur ladite couche métallique
(3).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le tissu substrat (2) renferme un polyester.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que, lors de l'étape de dissociation d'agents actifs de tissage et d'agents tensioactifs
d'avec le tissu substrat (2), la part soluble dans de l'essence est réduite jusqu'à
environ moins de 0,20 %, et la part soluble dans l'eau est réduite jusqu'à environ
moins de 0,02 %.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'étape de dépôt d'une couche métallique (3) sur le tissu substrat (2) englobe l'étape
de mise sous vide.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'étape de dépôt de la couche métallique (3) englobe la vaporisation sous vide du
métal sur le tissu substrat (2).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'étape de dépôt de la couche métallique (3) englobe le dépôt d'aluminium, de préférence,
ou d'un métal dont la conductivité électrique est comparable.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que, lors de l'étape de dépôt de la couche métallique (3), le tissu substrat (2) est
revêtu à raison d'environ 100 mg/m2 jusqu'à environ 200 mg/m2 ou, de préférence, d'environ 130 mg/m2.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'étape de dépôt d'un apprêt (4) englobe le dépôt d'un polymère polaire (6), par
exemple d'un polyuréthanne ou d'un polyacrylate.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les polymères (6) de l'apprêt (4) présentent, de préférence, une réticulation intégrale
ou partielle.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'étape de dépôt d'un apprêt (4) sur la couche métallique (3) englobe l'étape consistant
à déposer un agent (7) à inflammabilité difficile, de préférence du trioxyde d'antimoine
et/ou une combinaison bromique organique.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'agent (7) à inflammabilité difficile présente une dimension des particules d'environ
5 µm de préférence.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'étape de dépôt d'un apprêt (4) englobe l'étape consistant à déposer une cuirasse
microbicide (8), de préférence contre l'infestation fongique et bactérienne.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'étape de dépôt d'un apprêt (4) englobe l'étape consistant à déposer une protection
hydrolytique (9), de préférence un polymère à base de carbodiimide.
14. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'apprêt (4) présente une densité superficielle d'environ 15 à 16 g/m2, de préférence, sur une face (4a) à peinture camouflante consécutivement verte, et
de préférence d'environ 23 à 24 g/m2 sur une face (4b) à peinture camouflante consécutivement gris olivâtre.
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que les étapes :
- dépôt d'une couche métallique (3) sur le matériau substrat (2)
et
- dépôt d'un apprêt (4) et d'une peinture camouflante (5a, 5b) sur ladite couche métallique
s'opèrent sur les deux faces dudit matériau substrat (2).
16. Matériau de camouflage (1), notamment selon le procédé conforme à la revendication
1, comprenant :
- un tissu substrat (2),
- une couche métallique (3),
- un apprêt (4) conçu pour recouvrir ladite couche métallique (3) et
- une peinture camouflante (5a, 5b) destinée aux infrarouges,
caractérisé par le fait que
ledit tissu substrat (2) renferme un polymère polaire.
17. Filet de camouflage selon la revendication 16, caractérisé par le fait que le tissu substrat (2) présente un titre de 550 dtex et une armature-toile 1/1 comportant
un positionnement des fils de chaîne entre 11 et 16 fils/cm, de préférence de 14,5
fils/cm, par rapport à une trame comprise entre 10 et 14 fils/cm, de préférence de
12,0 fils/cm, avec une torsion des fils de chaîne comprise entre 0 et 120 tours, de
préférence de 60 tours, et une torsion des fils de trame de 0 tour.
18. Matériau de camouflage (1) selon la revendication 16 ou 17, caractérisé par le fait que ledit matériau de camouflage (1) possède un garnissage découpé.
