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EP 0 948 909 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.05.2003 Patentblatt 2003/20 |
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Anmeldetag: 16.03.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A41D 19/015 |
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Schutzhandschuh
Protective glove
Gant de protection
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
04.04.1998 DE 29806220 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.10.1999 Patentblatt 1999/41 |
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Patentinhaber: Ziegler Mechanische Werkstatt,
Metallgewebe und Arbeitsschutz GmbH |
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75428 Illingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Ziegler, Bruno
75428 Illingen (DE)
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Vertreter: Reinhardt, Harry et al |
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Reinhardt & Pohlmann Partnerschaft,
Grünstrasse 1 75172 Pforzheim 75172 Pforzheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 513 494 FR-A- 2 748 908
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FR-A- 2 570 934
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Schutzhandschuh mit den im Oberbegriff des Anspruches
1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Ein derartiger, dem Oberbegriff des Anspuches 1 zugrundeliegender Schutzhandschuh
ist z.B. bekannt aus der DE 35 33 894 C2 und wird z.B. von Metzgern getragen, um sich
gegen Hieb-, Stich- und Schnittverletzungen zu schützen. Metallringgeflechte für solche
Schutzhandschuhe sind üblicherweise so aufgebaut, dass in ihnen von Nähten und Rändern
abgesehen jeder Ring mit vier benachbarten Ringen verkettet ist. Solche Metallringgeflechte
sind hoch flexibel und erhalten der Hand, die sie schützen soll, ihre Beweglichkeit.
[0003] Um eine ergonomische Ausgestaltung des Handschuhs und um insbesondere zu erzielen,
dass sich beim Beugen bzw. Greifen der Hand in der Handfläche des Handschuhs kein
Überschussmaterial ausbildet, während es auf der Handrückseite zu einem merkbaren
Straffen und damit einer Bewegungsbehinderung kommt, wurde in der dem Oberbegriff
zugrundeliegenden DE 35 33 894 C2 bereits vorgeschlagen, die Struktur an der Handflächenseite
des Handschuhs gegenüber der Struktur oder Teilen der Struktur an der Handrückenseite
des Handschuhs um 90° zu drehen, da festgestellt wurde, dass sich die Metallringstruktur
je nach Anordnung in Längsund Querrichtung unterschiedlich dehnt. Diese Ausführungsform
ist allerdings verhältnismäßig aufwendig, da in jedem Handschuh ein mehrfacher Versatz
vorgenommen werden muss.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, einen Schutzhandschuh der eingangs genannten Gattung derart weiterzubilden,
dass er auf eine günstige und einfache Weise hergestellt werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Schutzhandschuh mit den Merkmalen des Anspruches 1
gelöst.
[0006] Ausgehend von der Erkenntnis, dass die übliche Handform im Ruhezustand keine gestreckten
Finger aufweist und grundsätzlich auf der Handrückseite mehr Material zur Verfügung
gestellt werden muss als auf der Handvorderseite, wenn eine ergonomisch geeignete
Greifbewegung vorgenommen werden soll, wird nun das Metallringgeflecht auf der Handrückseite
gezielt erweitert. Dadurch setzt der Handschuh, der auf der Hand- bzw. Fingerrückseite
entstehenden Dehnungsbewegung beim Beugen der Finger weniger Widerstand entgegen,
was gleichzeitig dazu beiträgt, dass es auch zu einer geringeren Stauchung des Materials
auf der Handvorderseite kommt. Damit ist ein zuverlässiges Greifen des Werkzeuges
sichergestellt. Die überzähligen Ringe werden dabei an der Naht zwischen Handfläche
und Handrückseite zusammengezogen, um der Naht gleiche Ringanzahl auf beiden Seiten
zu geben, damit eine gleichmäßige, dichte und durchstichsichere Naht erreicht wird.
Dadurch kann mehr Material des Handschuhs auf der Handaußenfläche in kürzerer Querausdehnung
längs der frontal/dorsal Ebene bereitgestellt werden.
[0007] Nach Anspruch 2 erfolgt die Verlängerung vorzugsweise im Bereich der Gelenke, da
dort die Dehnung an der Hand- bzw. Fingerrückseite am größten ist.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine Ansicht einer Handrückseite,
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäß ausgestalteten Fingers des Schutzhandschuhs,
- Fig. 3
- einen vergrößerten Ausschnitt im Bereich der Naht.
[0009] Der Schutzhandschuh gemäß Fig. 1 besteht aus einem Metallringgeflecht. Ein derartiges
Metallringgeflecht ist üblicherweise so aufgebaut, dass jeder Ring 16 mit vier weiteren
Ringen verbunden ist, um über die gesamte Fläche eine gleichmäßig dichte und durchstichsichere
Schutzbekleidung zu schaffen. Die Ringstruktur des Schutzhandschuhs ist so angeordnet,
dass sie an den Stellen der Hand, an denen sich beim Greifen eine größere Dehnung
einstellt, mehr Metallringgeflecht zur Verfügung stellt als an den Stellen der Hand,
an denen sich beim Greifen eine Stauchung ergibt. Bevorzugte Stellen für eine derartige
Dehnung sind die Fingerknöchelbereiche und insofern insbesondere die Gelenke der Hand.
Um nun eine entsprechende größere Dehnung auf der Handrückseite zu ermöglichen, wird
im Bereich der Gelenke 13,14,15 sowohl von Handrücken 11 als auch von Fingerrücken
12 die Ringstruktur dadurch verlängert, dass dort einige Ringe 10 zusätzlich eingesetzt
werden.
[0010] Dadurch ist es möglich, dass sowohl Handvorderseite als auch Handrückseite in einer
industriellen Serienfertigung maschinell hergestellt werden können. Erst dann, wenn
die Handrückseite R und die Handvorderseite V miteinander an der Naht 17 vernäht werden,
werden die auf der Handrückseite überzähligen Ringe 10 im Bereich der Gelenke 13,14,15
an der Naht 17 zusammengezogen. Dieser Übergang kann allmählich geschehen. So sind
in Fig. 3 außen zunächst zwei überzählige Ringe 10 in einem Ring 16 zusammengezogen.
Vorzugsweise werden gemäß Fig. 3, Mitte je drei überzählige Ringe 10 in einem Ring
16 verbunden.
[0011] Damit sind Hand- und Fingerrücken zunächst im Bereich der Gelenke gegenüber der Handfläche
um einige Ringe 10 verlängert. Bedarfsweise können auch an anderen Stellen der Handrückseite
R des Handschuhs Einsätze vorgesehen werden, wie z.B. der Bereich 18 in Fig.2. Im
Bereich der Naht jedoch liegt die gleiche Ringanzahl auf beiden Seiten vor, so dass
eine gleichmäßige, dichte und durchstichsichere Naht erreicht wird. In seiner Ausgangsform
hat der Handschuh dann bereits die natürliche Form einer Hand, wobei sich die Finger
des Handschuhs zur Handflächeninnenseite gemäß Fig. 2 einkrümmen. Beim Greifen selbst
erlaubt das zusätzliche Material eine stärkere Dehnung auf der Handaußenseite, was
gleichzeitig dazu beiträgt, dass es auf der Handinnenseite zu einer geringeren Stauchung
kommt. Somit lässt sich die Hand viel weitgehender schließen, so dass sich auch Werkzeuge
trotz des Schutzhandschuhs besser greifen und damit führen lassen. Dies trägt letztlich
auch zur Arbeitssicherheit bei.
1. Schutzhandschuh aus einem Metallringgeflecht, dessen Ringstruktur so angeordnet ist,
dass sie an den Stellen der Hand, an denen sich beim Greifen eine größere Dehnung
einstellt, mehr Metallringgeflecht zur Verfügung stellt als an den Stellen der Hand,
an denen sich beim Greifen eine Stauchung ergibt, wobei mehr Material auf der Handrückseite
(R) als auf der Handvorderseite (V) vorhanden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Metallringgeflecht auf der Handrückseite (R) gegenüber den Ringen (16) auf der
Handvorderseite (V) um einige überzählige Ringe (10) verlängert ist, wobei zumindest
teilweise je drei überzählige Ringe (10) an der Naht (17) zwischen Handvorderseite
und Handrückseite (R) in einem Ring (16) zusammengezogen werden.
2. Schutzhandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Handrücken (11) und Fingerrücken (12.) im Bereich der Gelenke (13,14,15) um einige
Ringe (10) verlängert sind.
1. A protective glove made of a metal ring braiding whose ring structure is such that
there is more of the metal ring braiding available at those positions of the hand
where there is greater stretching during a gripping action than at those positions
where bulging occurs during a gripping action, wherein there is more material in the
back (R) of the glove than in the palm (V) of the glove,
characterised in that the metal ring braiding is extended by some excess rings (10) in the back (R) of
the glove relative to the rings (16) in the palm (V) of the glove, wherein, at least
to a partial extent, three excess rings (10) are drawn into each ring (16) at the
seam (17) between the palm and the back (R) of the glove.
2. A protective glove in accordance with Claim 1, characterised in that the back of the hand portion of the glove (11) and the backs of the finger portions
(12) are extended by some rings (10) in the vicinity of the joints (13, 14, 15).
1. Gant de protection fait d'un treillis d'anneaux métalliques dont la structure des
anneaux est disposée de manière à ce qu'aux emplacements de la main, auxquels il se
produit une plus grande extension au moment de la saisie, on ait une plus grande quantité
de treillis d'anneaux métalliques qu'aux emplacements de la main auxquels il se produit
une compression pendant la saisie, une plus grande quantité de matière se trouvant
sur le côté du dos de la main (R) que sur le côté de la paume de la main (V), caractérisé en ce que le treillis d'anneaux métalliques sur le côté du dos de la main (R) est prolongé
de quelques anneaux (10) en plus par rapport aux anneaux (16) du côté de la paume
de la main (V), au moins en partie tous les trois anneaux (10) supplémentaires étant
réunis en un anneau (16) au droit de la couture (7) entre le côté de la paume de la
main et le côté du dos de la main (R).
2. Gant de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dos de la main (11) et le dos des doigts (12) sont prolongés dans la zone des
articulations (13, 14, 15) de quelques anneaux (10).

