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EP 0 949 017 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.07.2004 Patentblatt 2004/31 |
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Anmeldetag: 17.03.1999 |
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Universalwalzgerüst
Universal rolling stand
Cage de laminoir universel
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE GB IT SE |
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Priorität: |
11.04.1998 DE 19816319
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.10.1999 Patentblatt 1999/41 |
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Patentinhaber: SMS Demag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Minnerop, Michael
40885 Ratingen (DE)
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Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Hemmerich, Valentin, Gihske, Grosse,
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 178 462 EP-A- 0 703 016 DE-A- 3 406 659 GB-A- 471 684 US-A- 1 865 286
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EP-A- 0 556 631 EP-A- 0 857 522 DE-C- 29 977 GB-A- 190 900 891 US-A- 5 457 979
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Universalwalzgerüst, umfassend einen mehrteiligen stationären
antriebsseitigen und einen mehrteiligen bedienungsseitigen, insbesondere wegfahrbaren
Walzständer, wobei die Ständer durch hydraulisch vorgespannte Zuganker oder dergleichen
miteinander verbunden sind.
[0002] Derartige Universalwalzgerüste nehmen neben Walzensätzen mit parallel zueinander
und horizontal verlaufenden Walzenachsen gleichzeitig Walzensätze mit parallel zueinander
und vertikal verlaufenden Walzenachsen auf. Die Walzständer werden üblich aus einem
Stück gegossen, und zwar vor allem deshalb, weil die Walzensätze mit den vertikalen
Walzenachsen von seitlich der vertikalen Gerüstständer nach außen kragenden Tragansätzen
getragen und abgestützt werden müssen. Um das Herstellungsverfahren vereinfachen zu
können, ist es durch die EP 0 703 016 A2 bekanntgeworden, die Walzständer des Universalwalzgerüstes
in mehrere, einfacher herzustellende Einzelkomponenten zu zerlegen und diese Einzelkomponenten
danach miteinander zu verschrauben bzw. mittels Zugankem hydraulisch vorzuspannen.
[0003] Durch die EP 0 556 631 A ist eine Sonder-Bauweise eines Universal-Walzgerüstes bekanntgeworden,
das nämlich sowohl einbaustücklos angeordnete Horizontal- als auch Vertikalwalzen
aufweist. Die Vertikalwalzen sind dabei in horizontalen seitlichen Führungsrahmen
angeordnet, die dazu Aufnahmen für die Vertikalwalzen tragenden Kassetten besitzen.
[0004] Aus der US 1 865 286 A ist es bekannt, speziell gestalteten Einbaustücken der Vertikalwalzen
ein Querhaupt zuzuordnen, um mit einer horizontalen Bewegung der Einbaustücke die
Vertikalwalzen in Anstellposition zu halten, d.h. den Walzspalt einhalten zu können.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Universalwalzgerüst
guß- und fertigungstechnisch noch einfacher und preiswerter zu gestalten.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Walzständer einerseits
aus herkömmlichen Duo-Ständerrahmen und daran fest verankerbaren Vertikalrahmen bestehen.
Derartige Duo-Ständerrahmen sind beispielsweise aus der EP 0 178 462 A1 bekannt, wobei
dort die auftretenden Horizontal-Kräfte durch hydraulisch vorgespannte Zuganker übernommen
werden, die in dem bedienungsseitigen Walzenständer ein- und ausschwenkbar angeordnet
sind und in der eingeschwenkten Position in beidseitig nach außen offene Ständernuten
eintauchen. Die erfindungsgemäße Lösung sieht für ein gattungsgemäßes Universalwalzgerüst
in einfacher Weise vor, solche Ständerrahmen, die allerdings nicht notwendigerweise
die in der Betriebsposition vertikalen Zuganker erfordert, mit der seitlichen Abstützung
des Vertikalwalzensatzes dienenden und die Walzkräfte aufnehmenden, an die beiden
Duo-Ständerrahmen jeweils anschraubbaren Vertikalrahmen zu versehen. Die Ständerrahmen
brauchen nicht mehr mit gußtechnisch aufwendigen, nach außen kragenden Tragansätzen
hergestellt zu werden, die vielmehr in einem separaten Arbeitsgang gefertigt werden
können und danach lediglich noch in Form der Vertikalrahmen angeschraubt zu werden
brauchen, um die Voraussetzungen für ein Universalgerüst zu schaffen.
[0007] Andererseits sieht die Erfindung außerdem vor, dass die Vertikalrahmen mehrteilig
sind und aus zwei in Abstand der Ständerholme der Walzständer voneinander angeordneten
Anflanschholmen und einem damit verbundenen Querhaupt bestehen. Die Auflösung des
Vertikalrahmens in im einfachsten Fall miteinander zu verschraubende Einzelteile führt
zu einer weiteren Vereinfachung bei der Gerüstherstellung. Denn alle benötigten Einzelteile
lassen sich als weitestgehend flache Körper jeweils für sich gießen, bearbeiten und
auch transportieren.
[0008] Wenn vorteilhaft die Anflanschholme mit zu den Zugankem fluchtenden Zentrierbuchsen
versehen sind, lassen sich die die beiden Walzständer ohnehin miteinander verbindenden,
oben und unten horizontal angeordneten, hydraulisch vorgespannten Zuganker sogleich
mit zum Festlegen der Vertikalrahmen an den Ständerholmen benutzen.
[0009] Es werden erfindungsgemäß sich von dem Querhaupt des bedienungsseitigen Vertikalrahmens
bis durch das Querhaupt des antriebsseitigen Vertikalrahmens erstreckende Schraubbolzen
vorgeschlagen, um die Querhäupter der beiden Vertikalrahmen in einem Zuge mit den
über die Zuganker an die Walzenständer verspannten Anflanschholmen zu verbinden.
[0010] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung, in der ein in den Zeichnungen schematisch dargestelltes
Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung näher erläutert ist. Es zeigen:
- Fig. 1
- als Einzelheit die Vorderansicht eines für ein Universalwalzgerüst verwendeten Duo-Ständerrahmens;
- Fig. 2
- als Einzelheit in der Seitenansicht einen mit dem Duo-Ständerrahmen gemäß Fig. 1 verankerbaren
Vertikalrahmen;
- Fig. 3
- den Vertikalrahmen gemäß Fig. 2 in der Seitenansicht von links her gesehen; und
- Fig. 4
- im Längsschnitt ein aus zwei Duo-Ständerrahmen der in Fig. 1 gezeigten Art mit daran
verankerten Vertikalrahmen bestehendes Universalwalzgerüst, schematisch dargestellt.
[0011] Ein in Fig. 4 gezeigtes Universalwalzgerüst 1 besteht aus einem antriebsseitigen
Walzständer 2 und einem - zum Walzenwechsel gegebenenfalls von dem stationären antriebsseitigen
Walzenständer 2 wegfahrbaren - bedienungsseitigen Walzständer 3. Sowohl der antriebsseitige
als auch der bedienungsseitige Walzständer 2 bzw. 3 basieren auf einem in Fig. 1 dargestellten,
für ein übliches Duo-Gerüst eingesetzten Duoständerrahmen 4. Dieser ist in seinen
die Fensteröffnung 5 seitlich begrenzenden Ständerholmen 6a, 6b mit Zentrierbuchsen
7 ausgebildet, die fluchtend zu jeweils zwei oberen und zwei unteren, d.h. insgesamt
vier Zugankern 8 verlaufen, von denen in Fig. 4 ein oberer und ein unterer Zuganker
zu erkennen sind; die komplementären Zuganker liegen in der Zeichnungsebene nicht
sichtbar dahinter.
[0012] Mit den Duo-Ständerrahmen 4 bzw. den Walzenständem 2, 3 sind zur Ausbildung des Univeralwalzgerüstes
1 in den Fig. 2 und 3 dargestellte Vertikalrahmen 9 verankert. Diese sind mehrteilig
ausgebildet und bestehen aus zwei Anflanschholmen 10, die im Abstand der Ständerholme
6a, 6b der Walzständer 2, 3 bzw. Duo-Ständerrahmen 4 voneinander angeordnet und gemäß
Fig. 3 durch ein diesen Abstand überbrückendes Querhaupt 11 miteinander verbunden
sind. Die Anflanschholme 10 sind ebenfalls mit Zentrierbuchsen 12 versehen, die sich
in situ (vgl. Fig. 4) in einer Deckungslage mit den Zentrierbuchsen 7 der Ständerholme
6a, 6b befinden. Die antriebsseitig einen hydraulischen Spannkopf 13 aufweisenden
Zuganker 8, über die die beiden Walzstander 2, 3 gemäß Fig. 4 miteinander verspannt
werden, werden von diesen Zentrierbuchsen somit in ihrer Lage fixiert. Auf die mit
einem freien Ende 14 aus dem bedienungsseitigen Walzständer 3 vorkragenden Zuganker
8 wird zur Vorspannung ein in Fig. 4 nicht gezeigtes, mittels Keil 15 gehaltenes Kontermittel
aufgesetzt. Die Querhäupter 11 sind im Ausführungsbeispiel mit einstückigen Schraubbolzen
16 festgelegt, für die sowohl in den Querhäuptem 11 als auch in den Anflanschholmen
10 und den Ständerholmen 6a, 6b der beiden Walzständer 2, 3 bzw. Duo-Ständerrahmen
4 entsprechend fluchtende Bohrungen 17 (vgl. Fig. 3) bzw. 18 (vgl. Fig. 1) vorgesehen
sind. Die Schraubbolzen 16 erstrecken sich somit über die - ausgehend von den Querhäuptern
11 - gesamte Breite des Universal-Walzgerüstes 1.
[0013] Die Ausführung des Universalwalzgerüstes 1 erlaubt somit eine guß- und fertigungstechnisch
einfache Herstellung, weil mit im wesentlichen glatte Flächen aufweisenden Duo-Ständerrahmen
ebenso einfach gestaltete Vertikalrahmen 9 verankert werden.
1. Universalwalzgerüst, umfassend einen mehrteiligen stationären antriebsseitigen und
einen mehrteiligen bedienungsseitigen, insbesondere wegfahrbaren, Walzenständer, wobei
die Ständer durch hydraulisch verspannte Zuganker oder dergleichen miteinander verbunden
sind,
dadurh gekennzeichnet,
daß die Walzständer (2, 3) aus herkömmlichen Duo-Ständerrahmen (4) und daran fest
verankerbaren mehrteiligen Vertikalrahmen (9) bestehen, die aus zwei im Abstand der
Ständerholme (6a, 6b) der Walzständer (2, 3) voneinander angeordneten Anflanschholmen
(10) und einem damit verbundenen Querhaupt (11) bestehen.
2. Universalwalzgerüst nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anflanschholme (10) und die Ständerholme (6a, 6b) mit zu den Zugankem (8) fluchtenden
Zentrierbuchsen (7; 12) versehen sind.
3. Universalwalzgerüst nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch
sich von dem Querhaupt (11) des bedienungsseitigen Vertikalrahmens (9) bis durch das Querhaupt (11) des antriebsseitigen Vertikalrahmens (9) streckende Schraubbolzen
(16).
1. A universal roll stand comprising a multi-part stationary roll housing on the driving
end and a multi-part roll housing that, in particular, can be displaced on the operating
end, wherein the housings are connected to one another by means of hydraulically tensioned
tie rods or the like, characterized in that the roll housings (2, 3) consist of conventional two-high housing frames (4) and
multi-part vertical frames (9) that can be rigidly anchored thereto and consist of
flange-mounted posts (10) that are spaced apart from one another by the distance between
the roll housing posts (6a, 6b) of the roll housings (2, 3) and a top rail (11) that
is connected to the flange-mounted posts.
2. The universal roll stand according to Claim 1, characterized in that the flange-mounted posts (10) and the roll housing posts (6a, 6b) are provided with
centering bushings (7; 12) that are aligned with the tie rods (8).
3. The universal roll stand according to Claim 1 or 2, characterized in that studs (16) extend from the top rail (11) of the vertical frame (9) on the operating
end through the top rail (11) of the vertical frame (9) on the driving end.
1. Cage de laminoir universelle, comportant un support de cylindres stationnaire en plusieurs
pièces côté entraînement et un support de cylindres, notamment amovible, en plusieurs
pièces côté manoeuvre, les supports étant reliés les uns aux autres par des tirants
ou similaires contraints par système hydraulique, caractérisée en ce que les supports de cylindres (2, 3) sont composés de châssis de supports en duo traditionnels
(4) et de châssis verticaux (9) en plusieurs pièces pouvant être fixement ancrés dessus
qui sont composés de deux sommiers bridés (10) disposés éloignés l'un de l'autre de
la distance des sommiers de supports (6a, 6b) des supports de cylindres (2, 3) et
en un sommet transversal (11) qui leur est relié.
2. Cage universelle selon la revendication 1, caractérisée en ce que les sommiers bridés (10) et les sommiers de supports (6a, 6b) sont pourvus de manchons
de centrage (7 ; 12) alignés avec les tirants (8).
3. Cage universelle selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par des boulons filetés (16) s'étendant depuis le sommet transversal (11) du châssis
vertical (9) côté manoeuvre jusqu'à travers le sommet transversal (11) du châssis
vertical (9) côté entraînement.