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EP 0 949 643 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.05.2003 Patentblatt 2003/22 |
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Anmeldetag: 26.03.1999 |
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Elektrisches Schaltgerät, insbesondere elektromagnetisches Schaltgerät mit Vakuumschaltröhre
Electrical switchgear, particularly electromagnetical switchgear with vacuum interrupter
Appareil de commutation électrique, notamment appareil de commutation électromagnétique
avec interrupteur à vide
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
31.03.1998 DE 19814398
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.10.1999 Patentblatt 1999/41 |
| (73) |
Patentinhaber: Moeller GmbH |
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53115 Bonn (DE) |
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Erfinder: |
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- Lankuttis, Klaus
51465 Bergisch Gladbach (DE)
- Binka, Konrad
53123 Bonn (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 758 138
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US-A- 4 032 870
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisches Schaltgerät mit einem Kontaktantrieb,
insbesondere ein elektromagnetisches Schaltgerät mit einem Magnetantrieb mit Magnetkern
und Anker und mit wenigstens einer Vakuumschaltröhre mit einem Festkontakt und einem
mit einer Hubstange in direkter linearer Wirkverbindung stehenden beweglichen Kontakt
und einer mit der Hubstange und dem Anker in Wirkverbindung stehenden Schaltwippe
zur Umsetzung der Antriebsbewegung in eine Schaltbewegung des beweglichen Kontaktes,
wobei die Hubstange an einem Ende mit dem den beweglichen Kontakt tragenden Kontaktträger
fest verbunden ist und der Kontaktträger ausgangsseitig der Vakuumschaltröhre in einem
Rohrlager in bezug auf die Längsachse der Hubstange gleitverschieblich gelagert ist.
[0002] Elektrische Schaltgeräte der gattungsgemäßen Art sind bekannt. Sie können als Standardschütze,
Hochleistungsschütze und Leistungsschalter mit Vakuumröhre(n) mit nichtlinearer Betätigung
der Vakuumschaltröhre zwecks Schalten der Schaltkontakte ausgeführt sein. Bei einer
nichtlinearen Betätigung der Schaltröhre durch die Schaltwippe, wenn diese nämlich
eine Schwenkbewegung ausführt, während die Vakuumschaltröhre über eine Hubstange in
linearer Wirkverbindung steht, kann es bei nichtlinearer Betätigung der Vakuumschaltröhre
zu einem Verkippen der Kontakte in der Vakuumschaltröhre gegeneinander kommen. Vielfach
wird nur eine einfache Lagerung der Hubstange in einem Röhrenlager der Vakuumschaltröhre
und die Gleitführungslagerung im Angriffsbereich der Schaltwippe an der Hubstange
vorgesehen. Bei einer solchen einfachen Lagerung des beweglichen Kontaktes kann es
zu einem nichtzentrischen Aufeinandertreffen der Kontakte beim Schalten infolge einer
nichtlinearen Betätigung zum Bewegen des beweglichen Kontaktes mit Verschweißungsgefahr
und Verringerung der Lebensdauer kommen. Darüber hinaus ist bei einer einfachen Lagerung
der Hubstange deren Hub beim Öffnen nicht begrenzbar.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auch bei einer nichtlinearen Ansteuerung
und Angriff der Schaltwippe auf die in linearer Wirkverbindung mit dem beweglichen
Schaltkontakt stehende Hubstange eine verbesserte Führung derselben zu erzielen, um
ein nichtzentrisches Aufeinandertreffen der Kontakte zu vermeiden. Darüber hinaus
soll eine Möglichkeit geschaffen werden, den Hub der Hubstange beim Öffnen der Schaltkontakte
in einer maximalen ausgefahrenen Position zu begrenzen.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch erfindungsgemäße Ausgestaltung eines gattungsgemäßen
Schaltgerätes in der Weise, daß die Hubstange an ihrem anderen Ende in einem zweiten
Achsführungslager in bezug auf ihre Längsachse gleitverschieblich gelagert ist und
die Wirkverbindungsstelle der Schaltwippe an der Hubstange zwischen dem Röhrenlager
und dem Achsführungslager angeordnet ist. Erfindungsgemäß wird die den beweglichen
Kontakt der Vakuumschaltröhre durch Direktverbindung betätigende Hubstange nicht nur
im Röhrenlager der Vakuumschaltröhre geführt, sondern zusätzlich hinter der Betätigungsstelle
oder Angriffsstelle der Schaltwippe an der Hubstange zur Übertragung der Schaltbewegung
des Ankers. Auf diese Weise wird erfindungsgemäß erreicht, daß trotz der nichtlinearen
Ansteuerung durch die Schaltwippe, die nämlich eine Schwenkbewegung ausführt, daß
infolge der doppelten Lagerung, nämlich einerseits Röhrenlager andererseits Achsführungslager,
die Schaltbewegung des beweglichen Kontaktes recht genau geführt werden kann. Auf
diese Weise wird erreicht, daß der Kontaktabbrand gleichmäßiger und der gesamte Bewegungsapparat
unanfälliger gegen äußere Kräfte wird, d.h. diese besser aufnehmen kann.
[0005] Vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sind den kennzeichnenden Merkmalen der Unteransprüche
entnehmbar.
[0006] Für die Ansteuerung der Schaltwippe an der Hubstange ist eine Kontaktdruckfeder koaxial
zur Hubstange zwischen den beiden Lagern vorgesehen, die sich an der dem Röhrenlager
zugewandten Seite an der Hubstange abstützt und auf der dem Achsführungslager zugewandten
Seite an den Gabelenden der Schaltwippe abstützt, so daß eine Bewegung der Schaltwippe
über die Kontaktdruckfeder auf die Hubstange und dem mit dieser verbundenen beweglichen
Kontakt übertragen wird.
[0007] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß zwischen den Gabelenden der Schaltwippe
und dem in dem Achsführungslager geführten Ende der Hubstange ein Puffer beweglich
auf der Hubstange angeordnet ist. Dieser Puffer ist bevorzugt dreiteilig ausgebildet
und besteht aus einer an der Schaltwippe bzw. deren Gabelenden anliegenden Scheibe
und einer Kegelpfanne und Kegelscheibe, die an der Kontermutter oder Rundmutter der
Hubstange im Achsführungslager anliegen. Die axiale Führung der Hubstange in dem zusätzlichen
Achsführungslager erfolgt beispielsweise mittels einer am Ende der Hubstange fest
angebrachten Rundmutter als Gleitlager, die beispielsweise auch als Kontermutter befestigt
wird. Da die Schaltwippe infolge ihrer Schwenkbewegung die Hubstange nicht ganz axial
führen kann, wird dieses jedoch durch die zusätzliche zweite axiale Führung der Hubstange
in dem Achsführungslager mittels der Rundmutter ausgeglichen bzw. die axiale Führung
verbessert.
[0008] Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist das Achsführungslager auf seiner
dem Ende der Hubstange benachbarten innenseitigen Stirnfläche mit einer Anschlagfläche
für die Rundmutter zur Begrenzung des maximalen zulässigen Öffnungsweges der Hubstange
beim Öffnen der Schaltkontakte ausgebildet. Bei normalem Öffnen der Schaltkontakte
nimmt die Kontaktdruckfeder die elektromechanischen Kräfte auf und begrenzt den Öffnungsweg
der Hubstange. In all den Fällen jedoch, in denen bei einem schlagartigen Aufreißen
der Schaltkontakte die Hubstange in Richtung Achsführungslager beschleunigt wird und
die elektromechanischen Kräfte so groß werden, daß die Kraft der Kontaktdruckfeder
den Hubstangenweg nicht ausreichend begrenzt, kommt dieser Anschlag als Notanschlag
am Achsführungslager zum Einsatz, indem die Rundmutter hier anschlägt. So kann verhindert
werden, daß der maximal verträgliche Öffnungsweg des Metallfaltenbalges der Vakuumschaltröhre
nicht überschritten wird.
[0009] Die Rundmutter gleitet in der Achslagerführung in axialer Richtung der Hubstange
unter Einwirkung des Betätigungsangriffes der Schaltwippe, wobei eine gewisse Reibung
auftritt. Aus diesem Grunde ist die Rundmutter bevorzugt aus einem gut gleitfähigen
Werkstoff hergestellt.
[0010] Das Achsführungslager kann im Bereich der seitlichen Gehäusewände des Schaltgerätes
beispielsweise mittels senkrecht zur Längsachse des Achsführungslagers und der Hubstange
beidseitig durch das Achsführungslager in das Gehäuse geführter Schrauben befestigt
werden.
[0011] Mit der erfindungsgemäßen Lagerung der eine lineare Schaltbewegung ausführenden Hubstange,
die in direkter Wirkverbindung mit dem beweglichen Schaltkontakt steht, wird eine
verbesserte und genauere Führung des Schaltkontaktes beim Schalten bei nichtlinearem
Betätigungsangriff durch die Schaltwippe erzielt. Es ist zwar ein zusätzliches Lagerteil
erforderlich und eine geringfügige zusätzliche Reibung in dem Achsführungslager zu
dulden, andererseits wird durch die verbesserte Führung ein gleichmäßigerer Abbrand
der Schaltkontakte erreicht und die Begrenzung des öffnungshubes ist auf einfache
Weise möglich. Darüber hinaus ist durch die erfindungsgemäße doppelseitige Lagerung
der Hubstange auch eine bessere Unempfindlichkeit des Schaltapparates gegen äußere
Kräfte gegeben.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1:
- einen Querschnitt durch den Schaltraum mit Vakuumschaltröhre und Schaltwippe umfassenden
Teil eines Vakuumschaltgerätes;
- Figur 2:
- den auszugsweisen Querschnitt EE von Fig. 4;
- Figur 3a:
- das Achsführungslager im Querschnitt;
- Figur 3b:
- den Schnitt BB gemäß Fig. 3a;
- Figur 4:
- eine Draufsicht auf den Schaltraum gemäß Fig. 1 ohne Deckel des Schaltgerätes;
- Figur 5:
- das Detail der Schaltwippe im Betätigungseingriff des Einschaltzustandes mit der Hubstange
gemäß Fig. 1.
[0013] Von dem Vakuumschaltgerät sind gemäß Fig. 1 die hier wesentlichen beteiligten Organe
im Querschnitt AA nach Fig. 4 dargestellt. Der Anker 10 ist an der Ankeraufnahme 11
befestigt und an der Schaltwippe 2 unter Zwischenlage der Dämpfungslager 12 mittels
des Bolzens 13 festgelegt, und zwar an dem an einem Ende der Schaltwippe 2 ausgebildeten
Wippenaufnahmelager 21. Die Schaltwippe 2 wiederum ist in dem Schienenträgergehäuse
4 bzw. dem nicht weiter dargestellten Antriebsgehäuse des Vakuumschaltgerätes schwenkbar
gelagert. Im oberen Bereich des Schienenträgergehäuses 4 ist die Vakuumschaltröhre
45 angeordnet, die an ihrem einen Ende den Festkontakt 41 tragenden Festkontaktträger
40 aufweist, der mittels Schraube 17 an der Anschlußfahne 16 befestigt ist und in
dem Schienenträgergehäuse 4 fixiert ist. Die Schaltröhre umfaßt des weiteren den beweglichen
Kontaktträger 43 mit dem beweglichen Kontakt 44, dessen Bewegung in Pfeilrichtung
P2,P2' mittels des Metallfaltenbalges 46 gegenüber der Vakuumschaltröhre 45 abgedichtet
ist. Ausgangsseitig weist die Vakuumschaltröhre 45 das Röhrenlager 47 auf, in dem
der Kontaktträger 43 in dem Gleitlager 47a in der Schaltbewegungsrichtung gleitverschieblich
gelagert ist. In linearer direkter Wirkverbindung mit dem beweglichen Kontaktträger
43 und damit dem beweglichen Kontakt 44 steht die am Ende des Kontaktträgers 43 befestigte
Hubstange 5, die in diesem Befestigungsbereich auch durch das Röhrenlager 47 geführt
ist. An ihrem anderen Ende ist die Hubstange 5 in dem Achsführungslager 6 axial geführt,
wobei das Achsführungslager 6 im Bereich der Seitenwand des Schienenträgergehäuses
4 angeordnet und dort mittels Schrauben 53, die senkrecht zur Längsachse X der Hubstange
verlaufen, angeordnet sind.
[0014] An der Hubstange ist des weiteren die zu der Anschlußschiene 15 führende Litze 14
befestigt im direkten Anschluß an das Ende des beweglichen Kontaktträgers 43 und auf
der anderen Seite mittels Sechskantmutter 54 festgelegt. Die Schaltwippe 2 greift
mit ihren Gabelenden 22a, 22b, siehe auch Fig. 4, beidseitig der Hubstange 5 zwischen
den beiden Lagern 47 und 6. Zur Übertragung der Schaltbewegung P1 der Schaltwippe,
welches eine Schwenkbewegung um das im Bereich des anderen Endes 21 der Schaltwippe
befindlichen Lagers derselben ist, ist eine Kontaktdruckfeder 7 koaxial zur Hubstange
angeordnet, die an ihrem einen Ende an der Kontermutter 55 über einen dort angeordneten
Federteller 56 mit Innengewinde anliegt und sich abstützt und fixiert ist, während
an dem anderen Ende die Kontaktdruckfeder 7 einen längsverschieblich in beiden Richtungen
längs der Achse X Federteller mit Ansatz 58 aufweist, an dem die Schaltwippe mit ihren
Gabelenden 22a, 22b angreift.
[0015] Das Achsführungslager 6 für das freie Ende der Hubstange 5 ist in den Figuren 3a,
3b näher dargestellt. Es weist eine Lagerbohrung 61 mit einer Ausgangsöffnung 62 am
stirnseitigen Ende auf, die kleiner als die Lagerbohrung 61 ist, so daß an der Innenseite
der Stirnfläche eine Anlagefläche 63 gebildet ist. Im Querschnitt gemäß Fig. 3b sind
die Durchgangsbohrungen 64, 65 der Achslagerführung zur Befestigung desselben an dem
Schienenträgergehäuse 4 ersichtlich. Am Ende der Hubstange ist zur Führung in der
Achslagerführung 6 eine Zweiloch-Rundmutter 51 aus einem gleitfähigen Werkstoff befestigt.
In dem gezeigten Ausführungsbeispiel befindet sich die die Gleitfläche und Führungsfläche
bildende Rundmutter am äußersten Ende der Hubstange und die Sechskantmutter 52 ist
dann innenliegend angeordnet. Die Zweiloch-Rundmutter 51 dient der Führung der Hubstange
in dem Ausführungslager 6, während die Sechskantmutter 52 zur Hubeinstellung dient
und mittels der Rundmutter gekontert wird. Die Schaltwippe 2 liegt mit ihren Gabelenden
22a, 22b nicht unmittelbar an dem Achsführungslager 6 an, sondern es ist ein beweglicher
längsverschieblich auf der Hubstange 5 angeordneter mehrteiliger Puffer zwischen Achsführungslager
6 und Schaltwippe 2 vorgesehen. Dieser Puffer setzt sich aus einer Scheibe 57, die
direkt an den Gabelenden der Schaltwippe anliegt, und einer Kegelpfanne 59b und Kegelscheibe
59a zusammen. Dieser Puffer dient auch dem Ausgleich des nichtlinearen Betätigungsangriffes
der Schaltwippe an der Hubstange über die Kontaktdruckfeder und dem Federteller 56
insbesondere bei der Rückführung der Hubstange in Pfeilrichtung P2' beim Öffnen der
Schaltkontakte und Rückschwenken der Schaltwippe in die in der Fig. 1 gezeigte Ausgangsposition.
Der bewegliche Kontakt 4, der bewegliche Kontaktträger 43, die Litze 14, die Muttern
54, 55, die Hubstange 5 sowie die Zweiloch-Rundmutter 51 und die Sechskantmutter 52
sind starr miteinander verbunden und insgesamt in Pfeilrichtung P2 zum Schließen der
Kontakte und in Pfeilrichtung P2' zum Öffnen der Schaltkontakte in dem Röhrenlager
47 und dem Achsführungslager 6 gleitverschieblich gelagert. Bei Bewegung der Schaltwippe
2 durch Auslösung einer entsprechenden Ankerbewegung, siehe Pfeilrichtung P3 des Ankers
10, wird die Schaltwippe aus der Ausgangsstellung, siehe Fig. 1, in Pfeilrichtung
P1 an ihren Gabelenden geschwenkt und nimmt hierbei, wie bereits erläutert, über den
Federteller mit Ansatz 58 die Kontaktdruckfeder 7, den Federteller 56 mit Innengewinde
an der Mutter 55 anschlagend die Hubstange samt der mit ihr starr verbundenen Teile
mit, wodurch die Schaltbewegung in Pfeilrichtung P2 zum Schließen der Kontakte ausgeführt
wird.
[0016] Die Schließbewegung ist in der Fig. 5 schematisch dargestellt. Die Öffnungsbewegung
erfolgt in umgekehrter Richtung, d.h. der Anker bewegt sich in Pfeilrichtung P3',
die Wippe bewegt sich wieder zurück auf Grund der Federkraft der Kontaktdruckfeder
7 in die Ausgangsstellung, wobei die Hubstange 5 mit dem beweglichen Kontakt 44 wieder
in die Öffnungsstellung zurückbewegt wird. Bei schlagartigem Aufreißen der Kontakte
wird die Hubbewegung der Hubstange 5 beim öffnen in Pfeilrichtung P2' durch Anschlagen
der Rundmutter an der Anschlagfläche des Achsführungslagers begrenzt. Dies stellt
sogleich einen Schutz für den Öffnungsweg des Metallfaltenbalges 46 dar, wobei die
Hubbegrenzung der Hubstange stets so ausgelegt ist, daß in keinem Fall ein Aufreißen
des Metallfaltenbalges 46 durch übermäßige Hubbewegung der Hubstange erfolgen kann.
1. Elektrisches Schaltgerät mit einem Kontaktantrieb, insbesondere ein elektromagnetisches
Schaltgerät mit einem Magnetantrieb mit Magnetkern und Anker und mit wenigstens einer
Vakuumschaltröhre mit einem Festkontakt und einem mit einer Hubstange in direkter
linearer Wirkverbindung stehenden beweglichen Kontakt und einer mit der Hubstange
und dem Anker in Wirkverbindung stehenden Schaltwippe zur Umsetzung der Antriebsbewegung
in eine Schaltbewegung des beweglichen Kontaktes, wobei die Hubstange an einem Ende
mit dem den beweglichen Kontakt tragenden Kontaktträger fest verbunden ist und der
Kontaktträger ausgangsseitig der Vakuumschaltröhre in einem Rohrlager in bezug auf
die Längsachse der Hubstange gleitverschieblich gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubstange (5) an ihrem anderen Ende in einem zweiten Achsführungslager (6) in
bezug auf ihre Längsachse (X) gleitverschieblich gelagert ist und die Wirkverbindungsstelle
der Schaltwippe (2) an der Hubstange (5) zwischen dem Röhrenlager (47) und dem Achsführungslager
(6) angeordnet ist.
2. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kontaktdruckfeder (7) koaxial zur Hubstange (5) zwischen den beiden Lagern (47,
6) vorgesehen ist, die sich an der dem Röhrenlager (47) zugewandten Seite an der Hubstange
abstützt und auf der dem Achsführungslager (6) zugewandten Seite an den Gabelenden
(22a, 22b) der Schaltwippe (2) abstützt, so daß eine Bewegung der Schaltwippe über
die Kontaktfeder auf die Hubstange und dem mit dieser verbundenen beweglichen Kontakt
übertragen wird.
3. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Gabelenden (22a, 22b) der Schaltwippe (2) und dem in dem Achsführungslager
(6) geführten Ende der Hubstange (5) ein Puffer (58, 59a, 59b) beweglich auf der Hubstange
angeordnet ist.
4. Schaltgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Puffer aus einer an den Gabelenden (22a, 22b) der Schaltwippe (2) anliegenden
Scheibe (57) und einer Kegelpfanne (59b) und einer Kegelscheibe (59a) besteht.
5. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf den in dem Achsführungslager (6) geführten Ende der Hubstange (5) eine Zweiloch-Rundmutter
(51) als Gleitlager zum Führen der Hubstange befestigt ist, beispielsweise mittels
einer Kontermutter (52).
6. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Hubstange (5) im Bereich des Achsführungslagers (6) eine Sechskantmutter
(52) zur Hubeinstellung der Hubstange vorgesehen ist und die Zweiloch-Rundmutter (51)
zum Kontern der Sechskantmutter (52) dient.
7. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Achsführungslager (6) auf seiner dem Ende der Hubstange (5) benachbarten innenseitigen
Stirnfläche eine Anschlagfläche (63) für die Zweiloch-Rundmutter zur Begrenzung des
maximal zulässigen Öffnungsweges der Hubstange beim Öffnen der Schaltkontakte bildet.
8. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Puffer an der Sechskantmutter im Achsführungslager (6) anliegt.
9. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die das Gleitlager bildende Rundmutter (51) am Ende der Hubstange befestigt ist und
bei der Öffnungsbewegung der Schaltkontakte die maximale Bewegung der Hubstange, sofern
diese nicht bereits durch die Kontaktdruckfeder begrenzt werden konnte, durch Anschlagen
an der Anschlagfläche (63) der Achsführung des Achsführungslagers (6) begrenzt.
10. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Achsführungslager (6) mittels senkrecht zur Längsachse des Lagers (6) und der
Hubstange (5) beidseitig durch das Achsführungslager in das Gehäuse geführter Schrauben
(53) befestigt ist.
1. Electrical switching device having a contact drive, in particular an electromagnetic
switching device having a magnetic drive with a magnet core and armature and having
at least one vacuum interrupter with a stationary contact, and having a moving contact
which is directly linearly operatively connected to a lifting mechanism, and having
a switching rocker, which is operatively connected to the lifting mechanism and to
the armature, for converting the drive movement to a switching movement of the moving
contact, with the lifting mechanism being firmly connected at one end to the contact
support to which the moving contact is fitted, and the contact support being mounted
on the output side of the vacuum interrupter in a tube support such that it can slide
with respect to the longitudinal axis of the lifting mechanism, characterized in that the lifting mechanism (5) is mounted at its other end in a second axle guide bearing
(6) such that it can slide with respect to its longitudinal axis (X), and the operative
connection point of the switching rocker (2) is arranged on the lifting mechanism
(5), between the tube bearing (47) and the axle guide bearing (6).
2. Switching device according to Claim 1, characterized in that a contact compression spring (7) is provided coaxially with respect to the lifting
mechanism (5) between the two bearings (47, 6), is supported on the lifting mechanism
on the side facing the tube bearing (47) and is supported at the fork ends (22a, 22b)
of the switching rocker (2) on the side facing the axle guide bearing (6), so that
any movement of the switching rocker is transmitted via the contact spring to the
lifting mechanism, and to the moving contact which is connected to it.
3. Switching device according to one of Claims 1 or 2, characterized in that a buffer (58, 59a, 59b) is arranged, such that it can move on the lifting mechanism,
between the fork ends (22a, 22b) of the switching rocker (2) and that end of the lifting
mechanism (5) which is guided in the axle guide bearing (6).
4. Switching device according to Claim 3, characterized in that the buffer comprises a disc (57), which rests on the fork ends (22a, 22b) of the
switching rocker (2), a conical pot (59b) and a conical disc (59a).
5. Switching device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a two-hole round nut (51) is attached to that end of the lifting mechanism (5) which
is guided in the axle guide bearing (6), as a sliding bearing for guiding the lifting
mechanism, for example being attached by means of a lock nut (52).
6. Switching device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a hexagonal nut (52) for adjusting the lift of the lifting mechanism is provided
on the lifting mechanism (5) in the area of the axle guide bearing (6), and the two-hole
round nut (51) is used for locking the hexagonal nut (52).
7. Switching device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that, on its inner end surface which is adjacent to the end of the lifting mechanism (5),
the axle guide bearing (6) has a stop surface (63) for the two-hole round nut in order
to limit the maximum permissible opening movement of the lifting mechanism during
opening of the switching contacts.
8. Switching device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the buffer rests on the hexagonal nut in the axle guide bearing (6).
9. Switching device according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the round nut (51) which forms the sliding bearing is attached to the end of the
lifting mechanism and, during the opening movement of the switching contacts, limits
the maximum movement of the lifting mechanism, if it has not already been possible
to limit this by means of the contact compression spring, by striking against the
stop surface (63) of the axle guide of the axle guide bearing (6).
10. Switching device according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the axle guide bearing (6) is attached by means of screws (53) which are passed into
the housing through the axle guide bearing on both sides at right angles to the longitudinal
axis of the bearing (6) and of the lifting mechanism (5).
1. Appareil de commutation électrique muni d'un mécanisme d'entraînement des contacts,
notamment un appareil de commutation électromécanique muni d'un mécanisme d'entraînement
magnétique comportant des noyaux magnétiques et des induits et avec au moins un interrupteur
à vide comportant un contact fixe et un contact mobile qui se trouve en liaison active
linéaire directe avec une tige d'excursion ainsi qu'une bascule de commutation qui
se trouve en liaison active avec la tige d'excursion et l'induit pour transformer
le mouvement d'entraînement en un mouvement de commutation du contact mobile, la tige
d'excursion étant reliée à demeure à une extrémité avec le porte-contact qui porte
le contact mobile et le porte-contact étant logé du côté de la sortie de l'interrupteur
à vide dans un palier tubulaire de manière à pouvoir coulisser par rapport à l'axe
longitudinal de la tige d'excursion, caractérisé en ce que la tige d'excursion (5) est logée en son autre extrémité dans un deuxième palier
de guidage d'axe (6) de manière à pouvoir coulisser par rapport à son axe longitudinal
(X) et le point de liaison active de la bascule de commutation (2) est disposé sur
la tige d'excursion (5) entre le palier tubulaire (47) et le palier de guidage d'axe
(6).
2. Appareil de commutation selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un ressort presseur de contact (7) est prévu en position coaxiale par rapport à la
tige d'excursion (5) entre les deux paliers (47, 6), lequel s'appuie sur la tige d'excursion
du côté qui fait face au palier tubulaire (47) et s'appuie sur les extrémités en fourche
(22a, 22b) de la bascule de commutation (2) du côté qui fait face au palier de guidage
d'axe (6) de manière à ce qu'un mouvement de la bascule de commutation soit transmis
à la tige d'excursion et au contact mobile qui y est lié par le biais du ressort de
contact.
3. Appareil de commutation selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un tampon (58, 59a, 59b) est monté de manière mobile sur la tige d'excursion entre
les extrémités en fourche (22a, 22b) de la bascule de commutation (2) et l'extrémité
de la tige d'excursion (5) logée dans le palier de guidage d'axe (6).
4. Appareil de commutation selon la revendication 3, caractérisé en ce que le tampon se compose d'une rondelle (57) qui repose sur les extrémités en fourche
(22a, 22b) de la bascule de commutation (2) et d'une rondelle concave (59b) et d'une
rondelle conique (59a).
5. Appareil de commutation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'un écrou rond à deux trous (51) est fixé, par exemple à l'aide d'un contre-écrou (52),
sur l'extrémité de la tige d'excursion (5) logée dans le palier de guidage d'axe (6)
en tant que palier lisse pour guider la tige d'excursion.
6. Appareil de commutation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il est prévu sur la barre d'excursion (5), dans la zone du palier de guidage d'axe
(6), un écrou hexagonal (52) pour régler la course de la tige d'excursion et l'écrou
rond à deux trous (51) sert à bloquer l'écrou hexagonal (52).
7. Appareil de commutation selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le palier de guidage d'axe (6) forme sur sa surface frontale intérieure voisine de
l'extrémité de la barre d'excursion (5) une surface de butée (63) pour l'écrou rond
à deux trous afin de limiter la course d'ouverture maximale admissible de la barre
d'excursion lors de l'ouverture des contacts de commutation.
8. Appareil de commutation selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le tampon repose sur l'écrou hexagonal dans le palier de guidage d'axe (6).
9. Appareil de commutation selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'écrou rond (51) qui forme le palier lisse est fixé à l'extrémité de la barre d'excursion
et, lors du mouvement d'ouverture des contacts de commutation, limite le déplacement
maximum de la barre d'excursion, sous réserve que celui-ci ne puisse pas déjà être
limité par le ressort presseur de contact, en venant en butée contre la surface de
butée (63) du guidage d'axe du palier de guidage d'axe (6).
10. Appareil de commutation selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le palier de guidage d'axe (6) est fixé au moyen de vis (53) insérées dans le boîtier
des deux côtés à travers le palier de guidage d'axe perpendiculairement par rapport
à l'axe longitudinal du palier (6) et de la barre d'excursion (5).