[0001] Die Erfindung betrifft einen Brennofen für die Hochtemperaturbehandlung von Materialien
mit relativ niedrigem dielektrischem Verlustfaktor unter Erwärmung des Materials durch
Absorption von Mikrowellenenergie in einem Hohlraumresonator und mit den weiteren,
im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten gattungsbestimmenden Merkmalen.
[0002] Ein derartiger Brennofen ist durch die WO95/05058 PCT/GB94/01730 bekannt.
[0003] Der bekannte Brennofen hat in einer Gestaltung, in der er zum Sintern von keramischen
Materialien in einem während des Sinterns ruhenden Stapel geeignet ist, einen quaderförmigen
Hohlraumresonator, innerhalb dessen durch eine quaderförmig gestaltete Wärmedämm-Einrichtung
der wiederum etwa quaderförmige Stapelraum abgegrenzt ist, der demjenigen Bereich
innerhalb des Resonators entspricht, in dem von einer hinreichend homogenen Verteilung
der elektrischen Feldstärke ausgegangen wird. Die Gleichmäßigkeit der elektrischen
Feldstärke bzw. des Quadrats derselben ist Voraussetzung dafür, daß das Sintergut
hinreichend "gleichmäßig" thermisch behandelbar ist. Um hierbei dem Effekt entgegenzuwirken,
daß mit zunehmender Erwärmung des Sintergutes die Wärmeabstrahlung aus den randnahen
Bereichen des Sinterstapels dazu führt, daß im Inneren desselben eine höhere Temperatur
herrscht als in den genannten Randbereichen, ein Effekt, der für Mikrowellen-Brennöfen
charakteristisch ist, ist eine Heizeinrichtung vorgesehen, die es erlaubt, die Randbereiche
des Sinterstapels konventionell, z.B. mittels einer Widerstandsheizung zusätzlich
zu erwärmen, um auf diese Weise ein ausgeglichenes Temperaturprofil innerhalb des
Sinterstapels zu erzielen.
[0004] Der bekannte Brennofen ist zwar geeignet, in einem relativ kleinen Behandlungsbereich
etwa gleiche thermische Verhältnisse im gesamten Behandlungsvolumen zu erreichen,
ist jedoch mit dem Nachteil behaftet, daß die der Mikrowellenstrahlung ausgesetzte
Wärmedämm-Einrichtung den überwiegenden Anteil der eingestrahlten Mikrowellenenergie
absorbiert, was zwangsläufig zu einem hohen Verbrauch an Mikrowellenenergie führt,
die nicht für die erwünschte thermische Behandlung des Sintergutes zur Verfügung steht.
Dies ergibt sich daraus, daß in praktischen Fällen das Gesamtvolumen an Isolationsmaterial
deutlich größer ist als das Volumen des Sintergutes. Der bekannte Brennofen ist daher
als industriell nutzbarer Ofen nicht geeignet, da eine effiziente Ausnutzung der Mikrowellenenergie
nicht gegeben ist, deren Erzeugung jedoch sehr viel kostenaufwendiger ist als die
"konventionelle" Erwärmung mittels einer elektrischen Widerstandsheizung.
[0005] Zwar ist durch die WO95/05058 auch ein als Durchlaufofen ausgebildeter Brennofen
bekannt, der als Tunnelofen mit Heizzonen unterschiedlicher Temperatur ausgebildet
ist, durch den das Sintergut über Transportrollen hindurchbewegt wird, wobei die zusätzliche
Heizung außerhalb des Behandlunsraumes angeordnet ist und die Wärmedämmung, die die
Umgebung gegen den Hochtemperatur-Bereich isoliert, den Ofen außenseitig umschließt.
Bei diesem Ofen handelt es sich jedoch um eine Anlage mit zwangsläufig ungenügender
Feld-Homogenität, d.h. einer Ofengestaltung, die dann möglich ist, wenn relativ kleine
Gegensände seriell gesintert werden, und es aufgrund des Hindurchbewegens durch inhomogene
Bereiche nicht auf eine homogene Feldverteilung ankommt.
[0006] Der bekannte Tunnelofen ist zwar für Materialien mit hohen dielektrischen Verlusten
geeignet, die Mikrowellenenergie stark absorbieren, nicht jedoch für eine Behandlung
von Sintergut mit relativ schwachen dielektrischen Verlusten, die praktisch nur in
nennenswerten Stückzahlen in einem Hohlraumresonator mit hoher Feldhomogenität behandelt
werden können.
[0007] Der bekannte Röhrenofen wäre für Materialien mit niedrigem dielektrischem Verlustfaktor,
die technisch jedoch von hohem Interesse sind, nicht geeignet.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Brennofen der eingangs genannten Art anzugeben,
der eine Hochtemperaturbehandlung von Sintermaterial mit niedrigem dielektrischem
Verlustfaktor in einem großen Behandlungsvolumen erlaubt, der aufgrund seiner Abmessungen
als Industrieofen einsetzbar ist und dabei gleichwohl mit einem hohen Nutzungsgrad
der Energie betreibbar ist. Des weiteren soll der Brennofen für Anwendungen innerhalb
eines weiten Temperaturbereiches bis 1800°C geeignet sein.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0010] Hierdurch erzielte funktionelle Eigenschaften und Vorteile des erfindungsgemäßen
Brennofens sind zumindest die folgenden:
Durch die Einhaltung der Dimensionierungsrelationen gemäß Merkmal a) ergibt sich bezogen
auf die äußeren Abmessungen des Resonators eine für ein großes Behandlungsvolumen,
in dem bei gleichmäßiger Beladung mit dem Sintergut eine hohe Anzahl von Sinter-Objekten
behandelt werden kann, geeignete Homogenität der Feldverteilung.
Durch die Verlagerung des Isoliermantels nach außen wird sichergestellt, daß der überwiegende
Anteil der erzeugten Mikrowellenstrahlung auch zum jeweils gegebenen Behandlungszweck
genutzt werden kann. Hierdurch ist ein wirtschaftlicher Betrieb des erfindungsgemäßen
Brennofens als Industrieofen erst möglich.
Durch die Verwendung von Graphit oder Material auf Graphit basis als Wandungsmaterial
für den Hohlraumresonator wird nicht nur der Temperaturbereich, innerhalb dessen eine
Hochtemperaturbehandlung von Sintergut möglich ist, drastisch erhöht, sondern es wird
auch, verglichen mit einem koventionell in Stahl-Bauweise erstellten Hohlraumresonator
auch dessen Gewicht und damit die elektrische Heizleistung der Zusatzheizeinrichtung
verringert, die für die Erzielung des erwünschten Temperaturprofils erforderlich ist.
Auch dadurch wird die Wirtschaftlichkeit des Betriebs eines als Industrieofen ausgebildeten
erfindungsgemäßen Brennofens erhöht.
[0011] In bevorzugter Gestaltung des Brennofens ist als Mikrowellen-Strahlungsquelle mindestens
ein Magnetron vorgesehen, das um eine Mittenfrequenz innerhalb einer Bandbreite B,
die durch die Beziehung B = Δf/f gegeben ist, in der mit Δf der Frequenzhub bezeichnet
ist, von etwa 1/100 durchstimmbar ist.
[0012] Ein solches Magnetron kann z.B. eine Mittenfrequenz von 2,45 GHz haben, was einem
Durchstimmbereich von zwischen 2,438 GHz bis 2,462 GHz entspricht.
[0013] Dadurch sind in dem Hohlraumresonator eine hohe Anzahl von Schwingungstypen anregbar,
die bei einem Durchstimmen des Magentrons, z.B. zeitperiodisch zwischen den Grenzfrequenzen,
zeitlich nacheinander fortlaufend angeregt werden.
[0014] Die vorteilhafte Folge hiervon ist, daß zu verschiedenen Zeiten verschiedene räumliche
Verteilungen der Feldstärke vorliegen, die im zeitlichen Mittel ein weitgehend homogenes
Feld im Behandlungsbereich ergeben.
[0015] In zweckmäßiger Gestaltung ist die Strahlungsquelle so ausgelegt, daß die Zeit für
einen Frequenzhub zwischen den Grenzfrequenzen im Zehntel-Sekundenbereich liegt, z.B.
zwischen 0,05 und 1 Sekunde, d.h. innerhalb einer Zeitspanne, die klein ist gegen
die thermische Relaxationszeit des Sintergutes.
[0016] Diese Maßnahme ist günstig, um innerhalb des Sintergutes thermische Spannungen zu
vermeiden. Derartige Spannungen könnten sich aufbauen, wenn als Folge einer zu geringen
Änderungsrate der Frequenz die einer bestimmten Frequenz entsprechende Feldverteilung,
die notwendigerweise inhomogen ist, über zu lange Zeit hinweg aufrechterhalten bliebe.
[0017] Im Sinne einer effektiven Verbreiterung des Frequenzbandes, innerhalb dessen der
Hohlraumresonator anregbar ist, kann es auch vorteilhaft sein, wenn eine Anzahl n
von Magnetrons als Mikrowellenstrahlungsquellen vorgesehen sind, die bei verschiedenen
Mittenfrequenzen f
i (i = 1 bis n) betreibbar und innerhalb ihrer jeweiligen Bandbreiten Δf
i durchstimmbar sind.
[0018] Ein quasikontinuierlicher "lückenloser" Durchstimmbereich der Frequenz ergibt sich,
wenn die Frequenzabstände einander in der Frequenzskala benachbarter Mittenfrequenzen
des Magnetrons der Beziehung (Δf
i + Δf
i+1)/2 genügen.
[0019] In bevorzugter Gestaltung des Brennofens ist dessen Hohlraumresonator quaderförmig
gestaltet, vorzugsweise so, daß die Kantenlängen l
z, l
y und l
z der Hohlraumbegrenzung mindestens dem 10-fachen der Wellenlänge λ der Mikrowellenstrahlung
entsprechen.
[0020] Alternativ hierzu kann der Hohlraumresonator, wie gemäß Anspruch 7 vorgesehen, in
derjenigen Richtung gesehen, in der ebene Begrenzungswände des Hohlraumresonators
entlang paralleler Eckkanten aneinander angrenzen, eine polygonale Form hat, d.h.
die Form eines prismatischen Hohlprofils. In diesen Gestaltungen ist der Resonator
auf einfache Weise aus plattenförmigen Elementen zusammensetzbar, insbesondere auch,
wie gemäß Anspruch 8 vorgesehen, aus plattenförmigem Graphit-Material.
[0021] Diese Ausbildung des Hohlraumresonators hat den Vorzug, daß der Brennofen bei sehr
hohen Temperaturen betreibbar ist, so daß Sinterprozesse in Temperaturbereichen bis
zu 1800°C möglich werden.
[0022] Bei entsprechend vielzahliger Polygonalität und ggf. regelmäßig-polygonaler Gestaltung
des Hohlraumresonators ist auch der Grenzfall des zylindrisch-rohrförmigen Resonators
in guter Näherung erreichbar.
[0023] Diese Gestaltung hat unter konstruktiven Gesichtspunkten den Vorteil, daß die Bauform
des Resonators besser an ein üblicherweise zylindrisches Außengefäß angenähert werden
kann, das evakuierbar ist und/oder mit Schutzgas spülbar ist.
[0024] Um die z.B. für ein Sintern des Behandlungsgutes erforderliche hohe Mikrowellenleistung
in einer gleichmäßigen räumlichen Verteilung in den Hohlraumresonator einkoppeln zu
können, ist es vorteilhaft, eine Antennen-Anordnung zu wählen, die gemäß Anspruch
9 eine Rundstrahlcharakteristik hat, d.h. eine Richtwirkung weitgehend vermeidet.
Eine derartige Antenne ist gemäß den Merkmalen des Anspruchs 10 als ein mehrere Einzelstrahler
umfassender Gruppenstrahler ausgebildet, dessen Einzelstrahler in einer statistisch
verteilten Phasenlage speisbar sind.
[0025] Ein solcher Gruppenstrahler ist in bevorzugter Gestaltung des Ofens gemäß Anspruch
11 als Schlitzstrahler ausgebildet, der eine Mehrzahl von Abstrahlschlitzen einer
Schlitzlänge zwischen λ/4 und λ/2 und einer verglichen mit dieser kleinen Schlitzweite
w umfaßt, die, in Ausbreitungsrichtung des Mikrowellenfeldes im speisenden Hohlleiter
gesehen, über dessen Länge derart verteilt angeordnet sind, daß pro Schlitz gleiche
oder annähernd gleiche Beträge, von Mikrowellenenergie in den Hohlraumresonator einkoppelbar
sind, wobei, in Ausbreitungsrichtung des Mikrowellenfeldes im Hohlleiter gesehen,
die Ausdehnung der
einzelnen Schlitze zwischen w und λ/2 beträgt, des weiteren der in Ausbreitungsrichtung des
Mikrowellenfeldes im Hohlleiter gemessene Abstand aufeinanderfolgender Schlitze der
Schlitzantenne zwischen λ/2 und 3λ/4 beträgt und, bezogen auf die in der Ausbreitungsrichtung
verlaufende Längsmittelebene des Hohlleiters, der seitliche Abstand der Schlitze von
dieser Mittelebene, über die Länge des Hohlleiters hinweg, schrittweise zunimmt, und
daß eine statistische Verteilung der Längsschlitze, die die einzelnen Abstrahlelemente
bilden, bezüglich der Längsmittelebene des Hohlleiters vorgesehen ist
[0026] Bei dieser Gestaltung der Schlitzantenne wird eine sehr gute Rundstrahlcharakteristik
schon dann erzielt, wenn mindestens 20 Einzelschlitze vorgesehen sind, wobei sich
mit zunehmender Anzahl der Schlitze eine immer effektivere Annäherung der Antennencharakteristik
an die Rundstrahlcharakteristik ergibt.
[0027] In der gemäß Anspruch 13 vorgesehenen, speziellen Gestaltung des Schlitzstrahlers
können mindestens einzelne seiner Schlitze auch schräg zur Ausbreitung des Mikrowellenfeldes
im Hohlleiter verlaufen.
[0028] Unter dem Gesichtspunkt eines gleichmäßigen Energieeintrages in den Hohlraumresonator
kann es auch vorteilhaft sein, wenn mehrere Gruppenstrahler der vorgenannten Art vorgesehen
sind, wobei sich zum einen statistisch eine gleichmäßigere Verteilung der Phasenlagen
der über die einzelnen Antennenelemente eingekoppelten Mikrowellenenergie erzielen
läßt und zum anderen auch ein entsprechend erhöhter Energieeintrag möglich wird, der
zur Aufheizung eines großvolumigen Sinterstapels geeignet ist.
[0029] Sowohl aus konstruktiven Gründen als auch aus Gründen der Abstrahlcharakteristik
("Horn"-Wirkung der Resonatorwände) kann es besonders zweckmäßig sein, wenn die Antenne(n)
in streifenförmigen Randbereichen ebener Teile der Resonatorwände angeordnet ist/sind,
die in unmittelbarer Nähe von Kanten der Resonatorwandung verlaufen, entlang derer
ebene Resonator-Innenflächen aneinander anstoßen.
[0030] Die den Resonator und den bzw. die Hohlleiter, über den/die die Antenne(n) gespeist
wird/werden, umgebende Zusatzheizung ist als eine elektrisch steuerbare Widerstandheizung
ausgebildet, die, entsprechend einem durch ein Programm vorgegebenen Temperatur-Verlauf
angesteuert wird, der dem Temperaturverlauf im Sintergut entsprechen soll, der seinerseits
mittels eines Temperatursensors, vorzugsweise einem Pyrometer, überwacht wird und
zum Soll-Ist-Wert-Vergleich für die Heizung der Resonatorwand herangezogen wird, deren
Temperatur im Sinne einer Nachlaufregelung an die Temperatur des Sintergutes angeglichen
wird, die im wesentlichen durch die eingestrahlte Mikrowellenleistung bestimmt wird.
[0031] Hierbei ist es zweckmäßig, daß Temperatursensoren für verschiedene Wandbereiche des
Resonators vorgesehen sind, mittels derer die gegebenenfalls verschiedenen Resonatorwand-Temperaturen
erfaßbar sind, und daß die Heizung den individuell überwachten Wandbereichen zugeordnete
Heizelemente umfaßt, die ihrerseits individuell ansteuerbar sind, wobei es zweckmäßig
ist, im Fall des quaderförmigen Resonators jeder der Resonatorwände ein eigenes Heizelement
und einen eigenen Temperatursensor zuzuordnen.
[0032] Bei der erfindungsgemäß vorgesehenen Anordnung der wärmedämmenden Isolation außerhalb
des. Resonator-Hohlraumes und auch außerhalb der Heizelemente ist die Isolation selbst
aus Graphit oder aus einem Material auf Graphitbasis gebildet , z.B. Graphitfilz und
vermittelt dann, eine Anordnung an der Innenseite des den Resonator umgebenden Gehäuses
vorausgesetzt, aufgrund der Leitfähigkeit des Graphitmaterials eine wirksame Unterdrückung
jeglicher Mikrowellen-Leckstrahlung nach außen.
[0033] Weitere Einzelheiten des erfindungsgemäßen Brennofens ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines speziellen Ausführungsbeispiels und möglicher Abwandlungen desselben
anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Brennofens für eine Hochtemperaturbehandlung
von keramischem Sintergut mit niedrigem dielektrischem Verlustfaktor, das innerhalb
eines quaderförmigen Hohlraumresonators des Brennofens durch Absorption von Mikrowellenenergie
aufheizbar ist, in schematisch vereinfachter Blockschaltbild-Darstellung,
- Fig. 1a
- eine schematisch vereinfachte, perspektivische Ansicht des Hohlraumresonators und
der Anordnung der Behandlungs-Toleranzen;
- Fig. 2
- Einzelheiten einer zur Einkopplung von Mikrowellenenergie in den Hohlraumresonator
des Brennofens gemäß Fig. 1 vorgesehenen Schlitzantennenanordnung, in schematisch
vereinfachter, teilweise abgebrochener perspektivischer Ansichtsdarstellung und
- Fig. 2a
- die Schlitzantenne gemäß Fig. 2 in vereinfachter Draufsicht.
[0034] Der in der Fig. 1 insgesamt mit 10 bezeichnete Brennofen ist für eine Temperafcurbehandlung,
insbesondere zum Sintern, lediglich schematisch angedeuteter Werkstücke 11 gedacht,
die durch diese thermische Behandlung erst ihre für einen bestimmungsgemäßen Gebrauch
der fertigen Werkstücke erforderlichen Materialeigenschaften und/oder räumliche Abmessungen
erlangen.
[0035] Typische Werkstücke 11, die auf der Basis von nitrid-keramischem Material, insbesondere
Si
3N
4 hergestellt sind, z.B. Kugellager, Ventilkörper- und Gehäuse, Düsen, oder auf der
Basis von oxid-keramischem Material herstellbar sind, z.B. Dichtscheiben und -Ringe,
und einer sinternden Behandlung bedürfen, sollen in dem Brennofen 10 dieser thermischen
Behandlung aussetzbar sein.
[0036] Hierbei handelt es sich um Materialien mit relativ niedrigem dielektrischem Verlustfaktor
(tan δ < 0.01), die in einem insgesamt mit 12 bezeichneten Stapel angeordnet sind.
[0037] Die Erwärmung des durch die Werkstücke 11 insgesamt gebildeten Sintergutes erfolgt
durch Absorption von Mikrowellen-Energie, die von einer Mikrowellenquelle 13 erzeugt
wird und über eine insgesamt mit 14 bezeichnete Antennen-Anordnung mit Rundstrahl-Charakteristik
in einen insgesamt mit 16 bezeichneten Hohlraumresonator mit elektrisch leitenden
Wänden 16
1 bis 16
6 eingekoppelt wird, der beim dargestellten, speziellen Ausführungsbeispiel die Form
eines Quaders hat, dessen Abmessungen l
x, l
y und l
z sigifikant, z.B. etwa 10 mal größer sind als die Wellenlänge λ der mittels der Mikrowellenquelle
13 erzeugbaren Mikrowellen, und jeweils in der Größenordnung

liegen, wobei mit V
res das Volumen des Hohlraumresonators 16 bezeichnet ist (V
res = l
x . l
y . l
z). Der Behandlungsraum, innerhalb dessen das Sintergut stapelförmig als dielektrische
Beladung des Hohlraumresonators 16 auf nicht eigens dargestellte Weise gehalten wird,
ist in der Fig. 1a schematisch als mit dem Inneraum des Hohlraumresonators 16 geometrisch
ähnlicher, zentraler Teilraum 17 repräsentiert, dessen zur thermischen Behandlung
des Sintergutes 11 nutzbares Volumen ca. 1/3 des Resonatorvolumens V
res betragen kann.
[0038] In einem solchen Resonator 16 lautet die Resonanzbedingung für die Wellenlänge der
Mikrowellenstrahlung, die in dem Resonator 16 resonant ist

wobei mit m, n und o die ganzzahligen Quanten-Zahlen bezeichnet sind, mit denen die
Beziehung (1) erfüllbar ist.
[0039] Die in einem solchen Hohlraumresonator resonant anregbaren Schwingungstypen ergeben
innerhalb des Hohlraumresonators einen in den drei Koordinatenrichtungen x, y und
z einen periodisch variierenden Feldverlauf, wobei das Quadrat (E
2) der elektrischen Feldstärke (E) des im Hohlraumresonator erzeugten elektrischen
Feldes zwischen 0 und einem Maximalbetrag variiert, d.h. eine Feldverteilung, die
räumlich extrem inhomogen ist.
[0040] Die für eine qualitativ gleichwertige Behandlung eines über den Behandlungs-Teilraum
17 verteilten Sintergutes erforderliche gleichmäßige Verteilung der elektrischen Feldenergie
ist in guter Näherung erreichbar, wenn der Hohlraumresonator in einer hohen Zahl resonanter
Schwingungstypen anregbar ist und diese Schwingungstypen zumindest im zeitlichen Mittel
überlagerungsfähig sind, wobei die Anzahl ΔN der anregbaren Schwingungstypen durch
die Beziehung

gegeben ist, in der mit V
res das Volumen des Hohlraumresonators, mit λ die Vakuumwellenlänge der Mikrowellenstrahlung
und mit Q
gesamt die Gesamtgüte der insoweit erläuterten Anordnung 10, 11, 12, 13, 14 bezeichnet ist,
die ihrerseits durch die Beziehung

gegeben ist. In dieser Beziehung ist mit Q
res die Güte der Resonatorwand bezeichnet, die durch die Beziehung

gegeben ist, mit Q
ant die Güte der Antennenanordnung, für die die Beziehung

gilt, mit Q
diel die Güte des dielektrischen Sintergutes, für welche die Beziehung

gilt und mit Q
quelle die Güte der Mikrowellenquelle (13) bezeichnet ist, die durch die Beziehung

gegeben ist.
[0041] In den Beziehungen (4), (5), (6) und (7) sind mit
- Ares
- die Fläche der Resonatorwand insgesamt,
- e
- die Eindringtiefe in die Resonatorwand
- Aant
- die abstrahlenden Flächen der Antennenanordnung 14, mit
- Vdiel
- das Volumen des dielektrischen Behandlungsgutes 11, mit
- εr
- die Dielektrizitätszahl des Sintergutes 11, mit
- tan δ
- der dielektrische Verlustfaktor des Sintergutes und mit
- B
- die Bandbreite der Mikrowellenquelle 13
bezeichnet.
[0042] Bei dem zur Erläuterung gewählten Brennofen 10 ist als Mikrowellen-Strahlungsquelle
13 ein Magnetron mit einer Grundfrequenz von 2,45 GHz vorgesehen. Das Resonatorvolumen
V
res beträgt 1,4 m
3, so daß das Verhältnis V
res /λ
3 einen Wert von etwa 770 hat. Für den Wert A
res der Gesamtfläche der Resonatorwände 16
1 bis 16
6 ist ein Wert von 7,6 m
3 angenommen. Die Resonatorwände 16
1 bis 16
6 bestehen aus plattenförmigem Graphit-Material, so daß sich bei der angegebenen Frequenz
der Mikrowellenquelle eine Eindringtiefe e von 32µm ergibt, was einer Güte der Resonatorwand
von etwa 8600 entspricht.
[0043] Für die "strahlende" Antennenfläche ist ein Wert A
ant von 60cm
2 angenommen, was einer Güte Q
ant der Antennen-Anordnung von etwa 48000 entspricht. Für das vom Sintergut 11 eingenommene
Volumen von ca. 0.03m
3 ergibt sich ein Wert der Güte Q
diel des Sintergutes von 2100, wenn für dessen Dielektrizitätszahl ein Wert von 8 und
ein Verlustfaktor von 0.008 angesetzt wird. Bei einem Betrieb des Magnetrons 13 bei
fester Frequenz ist die Bandbreite B der von dem Magnetron erzeugten Mikrowellenstrahlung
kleiner als 10
-6, was einer Quellengüte Q
quelle von mehr als 10
6 entspricht. Bei dielektrischer Beladung des Hohlraumresonators im angegebenen Umfang
entspricht die Gesamtgüte Q
ges ungefähr der Güte Q
diel des dielektrischen Gutes und die Zahl der anregungsfähigen Schwingungstypen ΔN etwa
einen Wert von 9. Hieraus ergibt sich, daß eine genügende Zahl von Schwingungstypen,
die für eine hinreichend gleichmäßige Verteilung des elektrischen Feldes im Hohlraumresonator
notwendig sind, sich nur durch eine breitbandige Mikrowellenquelle erreichen läßt.
[0044] Demgemäß ist der Brennofen 10 dahingehend ausgelegt, daß die folgende Beziehung gilt:

[0045] Die Antennenanordnung 14, mittels derer von dem Magnetron 13 erzeugte Mikrowellenenergie
in den Hohlraumresonator 16 einkoppelbar ist, ist als Schlitzstrahler ausgebildet,
der eine Mehrzahl von Abstrahlschlitzen 18 umfaßt, deren jeder ein Antennenelement
bildet, dessen strahlende Antennenfläche der lichten Schlitzfläche entspricht. Diese
Abstrahlschlitze 18 sind in einer gleichzeitig auch einen Innenwandbereich des Hohlraumresonators
bildenden Längswand 19 eines Rechteck-Hohlleiters 21 (Fig. 2) angeordnet, in dem die
von dem Magnetron 13 erzeugte, am einen Ende des Hohlleiters 21 in diesen eingespeiste
Mikrowellenenergie nur in der TE
10-Mode (Grundschwingungstyp) beim dargestellten Anordnungs-Beispiel in der z-Richtung
ausbreitungsfähig ist, derart, daß der elektrische Feldvektor rechtwinklig zu der
mit den Schlitzen 18 versehenen Hohlleiter-Längswand 19 verläuft und die Feldverteilung
des elektrischen Feldes im Innenraum des Rechteck-Hohlleiters im wesentlichen symmetrisch
zu dessen Längsmittelebene 23 verläuft, die sich ihrerseits in Ausbreitungsrichtung
des Mikrowellenfeldes im Hohlleiter 21 erstreckt. Diese Abstrahlschlitze 18 sind,
über die Länge l
z des Rechteck-Hohlleiters 21 derart verteilt angeordnet, daß pro Abstrahlschlitz 18
jeweils gleiche oder annähernd gleiche Beträge von Mikrowellenenergie in den Hohlraumresonator
16 einkoppelbar sind, und daß die Phasenlagen der durch die Abstrahlschlitze in den
Hohlraumresonator 16 eingekoppelten elektromagnetischen Felder in einer statistischen
Folge verschieden sind.
[0046] In Ausbreitungsrichtung des Mikrowellenfeldes im Hohlleiter 21 gesehen, beträgt der
Abstand d (Fig. 2a) aufeinanderfolgender Schlitze der Schlitzantenne 14 zwischen λ/2
und 3λ/4, wobei abweichend von der zur Erläuterung gewählten Darstellung, in der die
längeren Schlitzränder parallel zur Längsmittelebene 23 des Hohlleiters 21 verlaufen,
auch Schlitzkonfigurationen mit schräg zu dieser oder gar rechtwinklig zu dieser verlaufenden
Längsrändern möglich sind. Bei der dargestellten Konfiguration der Schlitzantenne
14, bei der die Abstrahlschlitze parallel zu dieser Längsmittelebene 23 verlaufen,
beträgt die Länge 1 der einzelnen Schlitze 18 zwischen λ/4 und λ/2 und ist signifikant
größer als die rechtwinklig zur Längsmittelebene 23 bzw. der Ausbreitungsrichtung
der Mikrowellenenergie im Rechteck-Hohlleiter gemessene Weite w der Schlitze. Über
die Länge des Rechteck-Hohlleiters 21 hinweg gesehen, an dessen einem Ende die von
dem Magnetron 13 erzeugte Mikrowellenenergie eingespeist wird, nimmt der seitliche
Abstand a der Abstrahlschlitze von der Längemittelebene 23 des Rechteck-Hohlleiters
21 schrittweise zu.
[0047] Die Anordnungsfolge der jeweils auf einer Seite der Längsmittelebene angeordneten
Abstrahlschlitze 18' und 18'' (Fig. 2a) entspricht im Abstandsraster der Schlitzabstände
d, gesehen in Ausbreitungsrichtung des Mikrowellenfeldes im Rechteck-Hohlleiter 21,
einer "binären" Zufallsfolge von Schlitz-Paarungen (1,0) und (0,1), wobei (1,0) bedeutet,
daß ein Schlitz 18' auf der einen, "linken" Seite der Längsmittelebene 23 des Rechteck-Hohlleiters
21 vorhanden ist, jedoch nicht ein zu diesem symmetrisch angeordneter schlitz 18''
und die Kombination (0,1), daß auf der anderen "rechten" Seite der Längsmittelebene
23 ein Abstrahlschlitz 18'' vorhanden ist, nicht jedoch auf der der gegenüberliegenden,
"linken" Seite. Die Kombination (1,1), die einem Phasenunterschied des über einander
genau gegenüberliegend angeordnete Abstrahlschlitze 18' und 18'' abgestrahlten Feldes
von π/2 entsprechen würde, sowie die Kombination (0,0) sind bei dem zur Erläuterung
gewählten Ausführungsbeispiel, ohne Beschränkung der Allgemeinheit, ausgeschlossen.
Die insoweit ihrem prinzipiellen Aufbau nach erläuterte Schlitzantenne wirkt als Gruppenstrahler,
dessen durch die Schlitze 18 bzw. 18' und 18" gebildeten Einzelstrahler mit statistisch
verteilter Phasenlage speisbar sind, wodurch die Abstrahicharakteristik der Antennen-Anordnung
14 in sehr guter Näherung eine Rundstrahlcharakteristik ist.
[0048] Der zur Speisung der Abstrahlschlitze 18 der Anennenanordnung 14 vorgesehene Rechteck-Hohlleiter
21 ist, entsprechend der schematischen Darstellung der Fig. 1 in einen prismatischen
Graphitkörper 24 integriert, dessen äußere Querschnittskontur derjenigen eines gleichschenklig-rechtwinkligen
Dreiecks entspricht, durch dessen Hypothenuse 26 in der Darstellung der Fig. 1 eine
Resonatorhohlraum-Begrenzungsfläche repräsentiert ist, die in einem Eckbereich des
Hohlraumresonators 16 zwischen den im Bereich der Antennenanordnung 14 rechtwinklig
aneinander angrenzenden Resonatorwänden 16
2 und 16
4 vermittelt, wobei die den Hohlleiter-Innenraum 22 begrenzenden Wellenleiter-Flächen
paarweise parallel bzw, senkrecht zu der schrägen inneren Längebegrenzungsfläche 26
des Hohlraumresonators 16 verlaufen, die durch die "Hypothenusen"-Fläche des Graphitkörpers
24 gebildet ist.
[0049] Um zur Erhöhung der Anzahl der im Hohlraumresonator anregbaren Schwingungstypen,
was der Gleichmäßigkeit der Feldverteilung im Hohlraumresonator zugute kommt, die
"effektive" Güte Q
quelle des als Energiequelle vorgesehenen Magnetrons zu verringern, ist eine Gestaltung
des Magnetrons 13 vorgesehen, bei der dessen Schwingungsfrequenz innerhalb einer Bandbreite
von 1/100 der Grundfrequenz f von 2,45 GHz variierbar ist. Die Zykluszeiten der Frequenzvariation,
die mittels einer elektronischen Steuer einheit 27 steuerbar ist, sind auf das thermische
Relaxationsverhalten des Sintergutes 11 dahingehend abgestimmt, daß sie klein gegen
die thermische Relaxationszeit des jeweils zu behandelnden Sintergutes sind. Demgemäß
ist die elektronische Steuereinheit 27 so ausgelegt, daß die Zykluszeiten zwischen
0,05 und 1 Sekunde betragen können.
[0050] Dem Zweck einer - im zeitlichen Mittel - Reduzierung der Quellengüte Q
quelle kann, was nicht eigens dargestellt ist, auch die Maßnahme dienen, daß mehrere Magnetrons
als Mikrowellen-Strahlungsquelle vorgesehen sind, die bei verschiedenen Grundfrequenzen
fi (i = 1...n) betreibbar sind und jeweils entsprechende charakteristische Bandbreiten
B
i haben, wobei es dann zweckmäßig ist, daß die Frequenzabstände Δf
l der einander in der Frequenzskala benachbarten Magnetron-Schwingungsfrequenzen, zumindest
annähernd dem Wert

entsprechen.
[0051] Wenn zur Einstrahlung von Mikrowellenenergie in den Hohlraumresonator 16 zwei oder
mehr Antennen Anordnungen 14 vorgesehen sind, so ist es zweckmäßig, wenn diese azimutal
etwa äquidistant um eine parallel zu den Polygonkanten des Resonator-Hohlraumes verlaufende
"zentrale" Achse gruppiert sind, um eine gleichmäßige Einstrahlung von Mikrowellenenergie
in den Behandlungsraum 17 des Hohlraum-Resonators zu erzielen.
[0052] Der Brennofen 10 ist mit einer insgesamt mit 28 bezeichneten Heizeinrichtung versehen,
die entsprechend der Anzahl der großflächigen Wandelemente 16
1 bis 16
6 des Hohlraumresonators 16 ihrerseits sechs elektrische Widerstands-Heizelemente 28
1 bis 28
6 umfaßt (Die Widerstands-Heizelemente 28
5 und 28
6 sind nicht dargestellt, weil Figur 1 einen Querschnitt zeigt), deren Heizleistungen
individuell steuerbar sind, so daß die Temperatur der Wandelemente 16
1 bis 16
6 individuell beeinflußbar ist. Die Wandelemente 16
1 bis 16
6 sind mit mindestens je einem Temperatursensor 29
1 bis 29
6 bestückt (Die Temperatursensoren 29
5 und 29
6 sind nicht dargestellt, weil Figur 1 einen Querschnitt zeigt), die für die Istwerte
der Wandtemperaturen charakteristische elektrische Ausgangssignale erzeugen.
[0053] Des weiteren ist ein insgesamt mit 32 bezeichnetes Pyrometer vorgesehen, mittels
dessen die Temperatur des Sintergutes 11 erfaßbar ist. Dieses Pyrometer 32 umfaßt
einen an geeingeter Stelle im Stapel 12 angeordneten Probekörper 33 und einen elektronisch-optischen
Sensor 34, mittels dessen die Strahlungstemperatur des Probekörpers 33 erfaßbar ist,
so daß ein hierfür charakteristisches elektrisches Ausgangssignal des Sensors 34 ein
genaues Maß für die Temperatur des Sintergutes 11 ist. Die elektronische Steuereinheit
31 der Heizeinrichtung 28 vermittelt eine vergleichende Verarbeitung der Istwert-Ausgangssignale
der Pyrometer-Anordnung 32 sowie der Temperatursensoren 29
1 bis 29
6 und vermittelt auch eine Ansteuerung der Heizelemente 28
1 bis 28
6 sowie der Leistungs-Steuerung der Mikrowellenquelle 13 in dem Sinne, daß die Wandtemperatur
des Hohlraumresonators 16 insgesamt möglichst exakt der Temperatur des Sintergutes
11 entspricht. Der zeitliche Verlauf der Ofentemperatur, d.h. sowohl der Temperatur
des Sintergutes als auch der Resonator-Wandtemperatur(en) wird nach einem Programm
gesteuert, das unter Berücksichtung der Materialeigenschaften und der geometrischen
Abmessungen der Werkstücke 11 ein qualitativ gutes Behandlungsergebnis ergibt.
[0054] Der Hohlraumresonator 16 und die zur Beheizung seiner Wände 16
1 bis 16
6 vorgesehenen Heizelemente 28
1 bis 28
6 der Heizeinrichtung 28 sind innerhalb eines stabilen Stahlgehäuses 36 angeordnet,
das zum Zweck der Möglichkeit einer Schutzgas-Spülung seines Innenraumes 17 einschließlich
des Resonator-Hohlraumes oder einer Evakuierung derselben gasdicht ausgeführt ist.
Das Stahlgehäuse 36 ist zum Zweck der Wärmeisolierung seines Innenraumes gegenüber
dem Umgebungsraum des Brennofens 10 innenseitig mit einer Wärmedämmschicht 38 ausgekleidet,
die aus einem hochtemperaturfesten Isolationsmaterial, z.B. Graphitfilz besteht.
1. Brennofen (10) für die Hochtemperaturbehandlung von Materialien mit relativ niedrigem
dielektrischen Verlustfaktor (tan δ) unter Erwärmung des Materials durch Absorbtion
von Mikrowellenenergie in einem Hohlraumresonator, in dem das Behandlungsgut innerhalb
eines zentralen Teilbereiches des Resonators angeordnet ist, in dem, z.B. durch breitbandige
Einstrahlung von Mirkowellenenergie und/oder durch zeitliche Variation der Frequenz
der eingestrahlten Mikrowellenenergie, gleichmäßige Energiedichte des Mikrowellenfeldes
gegeben ist, derart, daß in jedem Volumenelement des Behandlungsbereiches das Quadrat
der elektrischen Feldstärke des Mikrowellenfeldes zumindest im zeitlichen Mittel innerhalb
eines geringen Toleranzbereiches denselben Betrag hat, wobei eine elektrische Heizeinrichtung
vorgesehen ist, mittels derer die Resonatorwand auf die im Behandlungsgut herrschende
Temperatur aufheizbar ist, z.B. im Sinne einer Nachlaufregelung der Temperatur des
Behandlungsgutes nachführbar ist, und wobei ein wärmeisolierender wärmedamm mantel
(38) vorgesehen ist, der die Wärmeabfuhr aus dem Brennofen in die Umgebung dämmt,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
a) Der Hohlraumresonator (16) und eine die Mikrowellenenergie erzeugende Strahlungsquelle
(13) sind dahingehend aufeinander abgestimmt, daß die Relation:

erfüllt ist, worin mit V das Volumen des Hohiraumresonators (16), mit λ die Wellenlänge
der Mikrowellenstrahlung und mit B deren Bandbreite bezeichnet sind, des weiteren
die Größe V/λ3 einen Wert von mindestens 300 hat und die lichten Abmessungen lx, ly und lz des Hohlraumresonators
(16) in den Koordinatenrichtungen x, y und z jeweils einen Wert um

haben;
b) die Heizeinrichtung (28) ist außerhalb des Hohlraumresonators (16), die Resonatorwand
unmittelbar umgebend angeordnet, und der Wärmedämmmantel (38) ist die den Hohlraumresonator
(16) und die Heizeinrichtung (28) umfassende Baugruppe außenseitig umschließend angeordnet;
c) die Resonatorwand (161 bis 166) besteht aus Graphit oder aus temperaturbeständigem und elektrisch leitfähigem Material
auf Graphitbasis.
2. Brennofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Mikrowellen-Strahlungsquelle (13) ein Magnetron vorgesehen ist, das bei einer
Grundfrequenz f innerhalb einer Bandbreite B = Δf/f von vorzugsweise 1/100 durchstimmbar
ist.
3. Brennofen nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Zeitspannen, innerhalb derer eine kontinuierlich oder schrittweise Variation einer
Schwingungsfrequenz der Mikrowellen-Strahlungsquelle (13) erfolgt, zwischen 0,05 und
1s, vorzugsweise um 100ms betragen.
4. Brennofen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl n von Magnetrons als Mikrowellen-Strahlungsquelle vorgesehen sind, die
bei verschiedenen Mittenfrequenzen fi (i = 1 bis n) betreibbar sind und jeweils charakteristische Bandbreiten Bi haben.
5. Brennofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Frequenzabstände der einander in einer Frequenzskala benachbarten Magnetron-Mittenfrequenzen
annähernd und vorzugsweise den Wert (Δfi + Δfi+1)/2 haben.
6. Brennofen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraumresonator (16) quaderförmig gestaltet ist, wobei die abmessengen oder
Kantenlängen lx, ly und lz der Hohlraum-Begrenzung mindestens dem 10-fachen Wert der Wellenlänge der Mikrowellenstrahlung
entsprechen.
7. Brennofen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraumresonator (16) einen polygonalen Querschnitt hat.
8. Brennofen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraumresonator (16) aus vorzugsweise plattenförmigem Graphit-Material (161 bis 166) zusammengesetzt ist.
9. Brennofen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einkopplung der Mikrowellenenergie in den Hohlraumresonator (16) eine Antennenanordnung
(14) vorgesehen ist, die eine Rundstrahlcharakteristik hat.
10. Brennofen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Antennen-Anordnung (14) als Gruppenstrahler ausgebildet ist, der eine Mehrzahl
von Einzelstrahlern umfaßt, die mit einer statistisch verteilten Phasenlage speisbar
sind.
11. Brennofen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Gruppenstrahler als Schlitzstrahler ausgebildet ist, der eine Mehrzahl von Abstrahlschlitzen
(18) einer Schlitzlänge zwischen λ/4 und λ/2 und einer hiergegenüber kleinen Schlitzweite
w umfaßt, die, in Ausbreitungsrichtung des Mikrowellenfeldes in einem speisenden Hohlleiter
(21) gesehen, über dessen Länge derart verteilt angeordnet sind, daß pro Schlitz (18)
gleiche oder annähernd gleiche Beträge von Mikrowellenenergie in den Hohlraumresonator
(16) einkoppelbar sind, wobei, in Ausbreitungsrichtung des Mikrowellenfeldes im Hohlleiter
gesehen, die Ausdehnung der einzelnen Schlitze (18) zwischen w und λ/2 beträgt, des
weiteren der in Ausbreitungsrichtung des Mikrowellenfeldes im Hohlleiter gemessene
Abstand aufeinanderfolgender Schlitze der Schlitzantenne zwischen λ/2 und 3λ/4 beträgt
und, bezogen auf die in der Ausbreitungsrichtung verlaufende Längsmittelebene (23)
des Hohlleiters (21), der seitliche Abstand der Schlitze von dieser Mittelebene (23),
über die Länge des Hohlleiters hinweg, schrittweise zunimmt, und daß eine statistische
Verteilung der Längsschlitze, die die einzelnen Abstrahlelemente bilden, bezüglich
der Längsmittelebene (23) des Hohlleiters vorgesehen ist.
12. Brennofen nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß über die Länge des zur Speisung der Antennenschlitze (18) vorgesehenen Hohlleiters
(21) mindestens 20 Einzelschlitze vorgesehen sind.
13. Brennofen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einzelne der Einkoppelschlitze schräg und/oder rechtwinklig zur Ausbreitungsrichtung
des Mikrowellenfeldes im Hohlleiter (21) verlaufen.
14. Brennofen nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einkopplung der Mikrowellenenergie in den Hohlraumresonator (16) mindestens zwei
Gruppenstrahler, insbesondere Schlitzantennen-Anordnungen (14,18) vorgesehen sind.
15. Brennofen nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppenstrahler (14) symmetrisch bezüglich einer ausgezeichneten Achse des Hohlraumresonators
angeordnet sind.
16. Brennofen nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Antennenanordnung (14) in einem streifenförmigen Randbereich der Resonatorwand
angeordnet ist, die in unmittelbarer Nähe einer Innenkante der Resonatorwand verläuft.
17. Brennofen nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Einstellung eines erwünschten Temperaturprofils im Behandlungsbereich des
Hohlraum-Resonators vorgesehene Heizeinrichtung (28) als elektrische Widerstandsheizung
ausgebildet ist, die die Temperatur der Resonatorwände (161 bis 166) auf einem Wert hält, der dem Wert der Temperatur in einem zentralen Bereich des
Sintergut-Stapels (12) entspricht, der, vorzugsweise mittels eines Pyrometers (32),
als Temperatur-Istwert erfaßt wird, und seinerseits programmgesteuert einer vorgegebenen
Zeitabhängigkeit folgend, einstellbar ist.
18. Brennofen nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß verschiedenen Wandbereichen (161-166) des Hohlraumresonators (16) einzeln zugeordnete Temperatursensoren (291 bis 296) vorgesehen sind, mittels derer die ggf. verschiedenen Resonatorwand-Temperaturen
erfaßbar sind, und daß die Heizeinrichtung (28) den hinsichtlich der Temperatur individuell
überwachten Wandbereichen zugeordnete Heizelemente (281 bis 286) umfaßt, die ihrerseits individuell ansteuerbar sind.
19. Brennofen nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Wärmeisolation des Hohlraumresonators (16) gegenüber der äußeren Umgebung
des Brennofens (10) vorgesehene Wärmedämmmantel als eine an der Innenseite eines den
Hohlraumresonator (16) und die Heizeinrichtung (28) aufnehmenden Ofen-Gehäuses (36)
angeordnete, ihrerseits auf der Basis eines Graphit-Materials, insbesondere Graphitfilz
hergestellte, mit einer Mindest-Leitfähigkeit behaftete Auskleidungsschicht (38) ausgebildet
ist.
1. Baking oven (10) for the high-temperature treatment of materials with relatively low
dielectric loss factor (tan δ) by heating the material by absorption of microwave
energy in a resonant chamber, in which the material to be treated is arranged within
a central area of the resonator, wherein a uniform energy density of the microwave
field is achieved, for example, by irradiating with broadband microwave energy and/or
by varying the frequency of the irradiated microwave energy over time, so that in
each volume element of the treatment area the square of the electric field strength
of the microwave field has the same value, at least over time, within a minor tolerance,
wherein an electric heating device is provided, with which the resonator wall can
be heated to the same temperature as within the material to be treated, for example,
in the sense of a servo control the temperature of the material to be treated can
be followed, and wherein a heat insulating envelope (38) is provided, which insulates
the baking oven against heat loss into the environment,
characterized by the following features:
a) the resonator chamber (16) and a the microwave energy generating radiation source
(13) are sufficiently attuned to each other, so that the relation

is satisfied, wherein V is the volume of the resonator chamber (16), λ is the wavelength
of the microwave radiation and B is their band width, further the amount V/λ3 has a value of at least 300 and the transparent dimensions lx, ly and lz of the resonator chamber (16) in the coordinate directions x, y and z have a value
of

each;
b) the heating device (28) is arranged outside of the resonator chamber (16) in the
immediate vicinity of the resonator wall, and the heat insulating envelope (38) is
arranged so that it encompasses the resonator chamber (16) and the heating device
(28) from the outside,
c) the resonator wall (161 through 166) consists of graphite or of temperature maintaining and electrically conductive material
based on graphite.
2. Baking oven according to claim 1, thereby characterized, that, as microwave radiation source (13) a magnetron is provided, which is tunable about
a basic frequency f within a band width B = Δf/f of preferably 1/100.
3. Baking oven according to claim 1 or claim 2, thereby characterized, that time intervals in which within a continuous or stepwise variation of an oscillation
frequency of the microwave radiation source (13) occurs, lies between 0.05 and 1s,
preferably around 100ms.
4. Baking oven according to one of claims 1 through 3, thereby characterized, that an amount n of magnetrons are provided, which are operable at various central frequencies
fi (i = 1 through n) and each have characteristic band widths Bi.
5. Baking oven according to claim 4, thereby characterized, that frequency separations of the center frequencies of the magnetrons which are next
to each other in a frequency scale satisfy the equation (Δfi + Δfi+i)/2.
6. Baking oven according to one of claims 1 through 5, thereby characterized, that the resonator chamber (16) has a cuboidal design, such that the dimensions or edge
lengths 1x, 1y and 1z of the resonant chamber boundary correspond at least to the 10-fold of the wavelength
of the microwave radiation.
7. Baking oven according to one of claims 7. through 5, thereby characterized, that the resonator chamber (16) has a polygonal cross-section.
8. Baking oven according to one of claims 1 through 7, thereby characterized, that the resonator chamber (16) is assembled of preferably plate-shaped graphite material
(161 through 166).
9. Baking oven according to one of claims 1 through 8, thereby characterized, that for introduction of the microwave energy into the resonator chamber (16) an antenna-arrangement
(14) is provided, which has an omnidirectional characteristic.
10. Baking oven according to claim 9, thereby characterized, that the antenna-arrangement (14) is formed as a group emitter comprising multiple individual
emitters, which the individual emitters can be supplied by a statistically distributed
phase position.
11. Baking oven according to claim 10, thereby characterized, that the group emitter is designed as a slit emitter, which includes a plurality of radiation
slits with a slit length of between λ/4 and λ/2 and, in comparison thereto, a small
slit width w, which viewed in the direction of radiation of the microwave field in
the feeding wave guide, are distributed in such a manner over the length thereof,
that per slit the same or approximately similar amount of microwave energy can be
introduced into the resonant chamber, wherein, viewed in the direction of propagation
of the microwave field in the wave guide, the extension of the individual slits corresponds
to between w and λ/2, of which further in the distance measured in the direction of
radiation of the microwave field in the wave guide sequential slits of the slit antenna
have a value of between λ/2 and 3λ/4, and, with reference to the center plane of the
wave guide running in the direction of propagation, the sideways separation of the
slits from this center plane, over the length of the wave guide, increases stepwise,
and wherein a statistic distribution of the longitudinal slits, which form the individual
radiation elements, is provided with respect to the longitudinal center plane of the
wave guide.
12. Baking oven according to claim 11, thereby characterized, that over the length of the wave guide (21) provided to feed the antenna slits (18) at
least 20 individual slits are provided.
13. Baking oven according to claim 12, thereby characterized, that at least some of its slits run perpendicular to the direction of propagation of the
microwave field in the wave guide.
14. Baking oven according to one of claims 9 through 13, thereby characterized, that for introduction of the microwave energy into the resonator chamber (16) at least
two group emitters are provided, preferably with slit-antenna arrangement (14, 18).
15. Baking oven according to claim 14, thereby characterized, that the group emitters (14) are arranged symmetrically with regard to a significant or
distinct axis of the resonator chamber.
16. Baking oven according to one of claims 9 through 15, thereby characterized, that the corresponding antenna-arrangement (14) is arranged in a strip-shaped edge area
of the resonator wall, which runs very close to the inner edge of the resonator wall.
17. Baking oven according to one of claims 1 through 16, thereby characterized, that for the adjustment of a controllable heating device (28) for achievement of equalization
of the temperature profile within the resonator chamber, preferably constructed as
an electric resistance heater, which maintains the temperature of the resonator walls
(161 through 166) at a value which corresponds to the value of the temperature-value in a central
area of pile of material being sintered (12), which is sensed as actual value, preferably
via a pyrometer (32), and which for its part in accordance with a control program
follows a specific temperature profile over time.
18. Baking oven according to claim 17, thereby characterized, that various wall areas (161-166) of the resonator chamber (16) are provided with associated temperarture sensors
(291 through 296), by means of which the possibly varying resonator wall temperatures may be sensed,
and that the heating device (28) includes various heater elements (281 through 286) for heating the various walls being monitored, which are individually controllable.
19. Baking oven according to one of claims 1 through 18, thereby characterized, that the heat insulating envelope intended for heat insulation of the resonator chamber
(16) against the outer surroundings of the baking oven (10) is formed internal to
oven housing (36) for receiving the resonator chamber (16) and to the heating device
(28), and for its part is made of graphite material, in particular graphite felt,
with a minimally conductive outer layer.
1. Four (10) pour le traitement à haute température de matériaux avec un facteur de perte
diélectrique relativement faible (tan δ), avec chauffage du matériau par absorption
de l'énergie des micro-ondes dans un résonateur à cavité, dans lequel le produit à
traiter est disposé à l'intérieur d'une zone partielle centrale du résonateur, dans
lequel, par exemple par un rayonnement à large bande de l'énergie des micro-ondes
et/ou par une variation dans le temps de la fréquence de l'énergie des micro-ondes
propagée, on obtient une densité d'énergie homogène du champ de micro-ondes, de telle
sorte que, dans chaque élément volumique de la zone de traitement, le carré de l'intensité
du champ électrique des micro-ondes présente la même valeur au moins dans une moyenne
de temps à l'intérieur d'une étroite fourchette de tolérances, un dispositif de chauffage
électrique étant prévu pour chauffer la paroi du résonateur à la température régnant
dans le produit à traiter, à commander par exemple dans le sens d'un réglage par poursuite
de la température du produit à traiter, et une chemise d'isolation thermique (38)
étant prévue pour arrêter la fuite de chaleur hors du four vers l'environnement,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) le résonateur à cavité (16) et une source de rayonnement (13) générant l'énergie
des micro-ondes sont ajustés l'un à l'autre de manière à satisfaire à la relation
suivante :

dans laquelle V désigne le volume du résonateur à cavité (16), λ la longueur d'onde
du rayonnement de micro-ondes et B la largeur de bande de celui-ci, par ailleurs,
la valeur V/λ3 est égale à 300 et les dimensions intérieures lx, ly et lz du résonateur à cavité
(16) dans les directions des coordonnées x, y et z sont égales chacune à une valeur
autour de

b) le dispositif de chauffage (28) est disposé à l'extérieur du résonateur à cavité
(16), entourant directement la paroi du résonateur, et la chemise d'isolation thermique
(38) est disposée en enveloppant extérieurement le groupe formé par le résonateur
à cavité (16) et le dispositif de chauffage (28) ;
c) la paroi du résonateur (161 à 166) est réalisée en graphite ou dans un matériau à base de graphite électro-conducteur
et résistant aux températures.
2. Four selon la revendication 1, caractérisé en ce que la source de rayonnement des micro-ondes (13) est formée par un magnétron, que l'on
peut faire varier de préférence de l'ord de 1/100 autour d'une fréquence de base f
à l'intérieur d'une largeur de bande B = Δf/f.
3. Four selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les intervalles de temps, à l'intérieur desquels on effectue une variation continue
ou progressive d'une fréquence d'oscillation de la source de rayonnement des micro-ondes
(13), sont compris entre 0,05 et 1 seconde, de préférence autour de 100 ms.
4. Four selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est prévu un nombre n de magnétrons destinés à former la source de rayonnement
des micro-ondes, lesquels peuvent être exploités à différentes fréquences centrales
fi (i = 1 à n) et présentent chacun une largeur de bande Bi caractéristique.
5. Four selon la revendication 4, caractérisé en ce que les distances entre les fréquences centrales du magnétron, voisines dans une gamme
de fréquences, ont pratiquement et de préférence la valeur (Δfi + Δfi+1)/2.
6. Four selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le résonateur à cavité (16) est conçu en forme de parallélépipède, les dimensions
ou longueurs d'arêtes lx, ly et lz, délimitant la cavité, correspondent au moins à 10 fois la valeur de la longueur
d'onde du rayonnement de micro-ondes.
7. Four selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le résonateur à cavité (16) présente une section polygonale.
8. Four selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le résonateur à cavité (16) est formé de préférence par un matériau de graphite en
forme de plaques (161 à 166).
9. Four selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que pour introduire l'énergie des micro-ondes dans le résonateur à cavité (16), il est
prévu un système d'antenne (14) qui présente une caractéristique omnidirectionnelle.
10. Four selon la revendication 9, caractérisé en ce que le système d'antenne (14) est formé par un réseau d'antennes rayonnantes, qui comprend
une pluralité d'antennes rayonnantes individuelles, qui sont alimentées avec une position
de phase répartie statistiquement.
11. Four selon la revendication 10, caractérisé en ce que le réseau d'antennes rayonnantes est conçu sous la forme d'une antenne rayonnante
à fentes, qui comporte une pluralité de fentes de rayonnement (18) avec une longueur
de fente comprise entre λ/4 et λ/2 et une faible largeur de fente w comparée à la
longueur, lesquelles, par référence au sens de propagation du champ de micro-ondes
dans le guide d'ondes d'alimentation (21), sont réparties sur toute la longueur de
celui-ci, de telle sorte qu'il est possible d'introduire à travers chaque fente (18)
les mêmes valeurs ou des valeurs approximativement identiques d'énergie de micro-ondes
dans le résonateur à cavité (16), sachant que, par référence au sens de propagation
de l'énergie des micro-ondes dans le guide d'ondes, la longueur de chaque fente (18)
est comprise entre w et λ/2, en outre la distance entre deux fentes successives de
l'antenne rayonnante à fentes, mesurée dans le sens de propagation de l'énergie des
micro-ondes dans le guide d'ondes, est comprise entre λ/2 et 3λ/4, et, par rapport
au plan médian longitudinal (23) du guide d'ondes (21) s'étendant dans le sens de
propagation, la distance latérale des fentes avec ce plan médian (23), sur toute la
longueur du guide d'ondes, augmente progressivement, et en ce qu'il est prévu que les fentes longitudinales, qui forment les différents éléments de
rayonnement, sont réparties statistiquement par rapport au plan médian longitudinal
(23) du guide d'ondes.
12. Four selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins 20 fentes individuelles sur toute la longueur du guide d'ondes
(21) prévu pour alimenter les fentes d'antenne (18).
13. Four selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'au moins certaines fentes sont orientées en oblique et/ou perpendiculairement au sens
de propagation du champ de micro-ondes dans le guide d'ondes (21).
14. Four selon l'une des revendications 9 à 13, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins deux réseaux d'antennes rayonnantes, en particulier des systèmes
d'antennes à fentes (14, 18), pour propager l'énergie des micro-ondes vers l'intérieur
du résonateur à cavité (16).
15. Four selon la revendication 14, caractérisé en ce que les réseaux d'antennes rayonnantes (14) sont disposés symétriquement par rapport
à un axe marqué du résonateur à cavité.
16. Four selon l'une des revendications 9 à 15, caractérisé en ce que chaque système d'antenne (14) est disposé dans les zones de bordure en forme de bandes
de la paroi du résonateur, qui s'étend à proximité immédiate d'une arête intérieure
de la paroi du résonateur.
17. Four selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que le dispositif de chauffage (28), prévu pour régler un profil de température souhaité
dans la zone de traitement du résonateur à cavité, est conçu sous forme de chauffage
électrique par effet Joule, qui maintient la température des parois (161 à 166) du résonateur à une valeur qui correspond à la valeur de la température dans la
zone centrale de l'empileme à fritter (12), qui est enregistrée en tant que valeur
effective, de préférence au moyen d'un pyromètre (32), et qui peut être régulée par
un programme de commande en fonction d'une période prédéfinie.
18. Four selon la revendication 17, caractérisé en ce qu'il est prévu d'associer individuellement chacune des différentes zones des parois
(161 à 166) du résonateur à cavité (16) à des capteurs de température (291 à 296), qui sont destinés à enregistrer les températures éventuellement différentes de
chaque paroi du résonateur, et en ce que le dispositif de chauffage (28) comporte des éléments de chauffage (281 à 286) associés individuellement sur le plan de la température aux zones de parois surveillées,
lesquels peuvent eux aussi être commandés individuellement.
19. Four selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que la chemise d'isolation thermique, prévue pour isoler thermiquement le résonateur
à cavité (16) par rapport à l'environnement extérieur du four (10), est conçue sous
forme de couche de revêtement (38), posée sur la face intérieure d'un carter (36)
enveloppant le résonateur à cavité (16) et le dispositif de chauffage (28), réalisée
à base d'un matériau de graphite, en particulier un feutre graphitique, et dotée d'une
conductibilité minimum.