(19)
(11) EP 0 951 600 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.12.2001  Patentblatt  2001/51

(21) Anmeldenummer: 97949853.2

(22) Anmeldetag:  25.10.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7: D21F 1/02
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE9702/502
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9827/270 (25.06.1998 Gazette  1998/25)

(54)

TRENNELEMENT EINES MEHRSCHICHTENSTOFFAUFLAUFES

SEPARATOR IN A MULTILAYER HEADBOX

SEPARATEUR D'UNE ARRIVEE DE PATE MULTICOUCHE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT DE FI SE

(30) Priorität: 19.12.1996 DE 19652983

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.10.1999  Patentblatt  1999/43

(73) Patentinhaber: Voith Paper Patent GmbH
89522 Heidenheim (DE)

(72) Erfinder:
  • HILDEBRAND, Otto
    D-88213 Ravensburg (DE)
  • MESCHENMOSER, Andreas
    D-88263 Horgenzell (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-95/08023
DE-A- 19 652 983
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein mehrteiliges Trennelement eines Mehrschichtenstoffauflaufes, einer Maschine zur Herstellung einer Papier-oder Kartonbahn, zum Trennen zweier Suspensionsströme gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

    [0002] Ein entsprechendes Trennelement gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 ist aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 44 02 625 A1 bekannt. Mit dieser Schrift sollte ein Trennelement gezeigt werden, das unter anderem ein schnelles und leichtes Ein- und Ausbauen ermöglichen sollte.

    [0003] Diese Ausführung des Trennelementes ist jedoch relativ aufwendig in der Herstellung und erfordert eine, während des Betriebes ständig unter Druck stehende, pneumatische Einheit zur Fixierung des beweglichen Teiles.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Trennelement darzustellen, das die Nachteile des Standes der Technik beseitigt und insbesondere ein sehr einfaches Wechseln des Endteils eines Trennelementes ermöglicht, ohne zusätzliche Durchgänge in der Seitenwand des Stoffauflaufes für hydraulische Elemente zu erfordern.

    [0005] Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

    [0006] Demgemäß zeichnet sich das mehrteilige Trennelement eines Mehrschichtenstoffauflaufes einer Papiermaschine, das aus mindestens einem stromaufwärtigen und einem stromabwärtigen, sich quer über die Maschinenbreite erstreckenden ersten und zweiten Bauteil besteht, dadurch aus, daß die Bauteile mit Hilfe einer Bajonettbefestigung miteinander verbunden werden.

    [0007] In einer vorteilhaften Ausführung des Trennelementes verfügt wenigstens ein erstes Bauteil über die Maschinenbreite hinweg verteilt über eine Vielzahl von Bolzen und wenigstens ein zweites Bauteil über hierzu kompatible Eingriffselemente, wobei die Bolzen zur Befestigung der beiden Bauteile so in die Eingriffselemente eingeführt werden, daß ein fester und spaltfreier Schluß zwischen den Bauteilen entsteht. Beispielsweise kann dies durch eine Relativbewegung der Bauteile zueinander geschehen, wobei es sich hierbei um ein gegenseitiges seitliches Verschieben der Bauteile handeln kann. Andererseits besteht erfindungsgemäß auch die Möglichkeit, zur Herstellung einer festen Verbindung der Bauteile, die Bolzen und/oder die Eingriffselemente so auf seitlich beweglichen Schienen zu befestigen, daß durch eine Relatiwerschiebung der Bauteile die Verbindung hergestellt wird.

    [0008] Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung des Trennelementes liegt darin, daß sich auf den Bauteilen jeweils die Eingriffselemente und die Bolzen gegenseitig abwechseln, so daß auf einem Bauteil abwechseln Bolzen und Eingriffselemente zu finden sind, die auf dem gegenüberliegenden Bauteil entsprechend in umgekehrter Reihenfolge angeordnet sind.

    [0009] Das Trennelement, insbesondere das stromabwärtige Bauteil, kann erfindungsgemäß einteilig, aus rostfreiem Stahl oder in Verbundbauweise aus rostfreiem Stahl und einem Faserverbundstoff ausgeführt werden.

    [0010] Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Ausführung eines Trennelementes sind:
    • gleichmäßiger Einzug des Endteils über die gesamte Maschinenbreite;
    • spielfreie Verspannung der Trennfuge zwischen den beiden Bauteilen im Betriebszustand;
    • es ist nur ein kurzer Verschiebeweg zu Aus- und Einbau des stromabwärtigen Bauteiles notwendig;
    • Durchgänge in der Seitenwand für hydraulische Befestigungselemente können vermieden werden;
    • eine Montagevorrichtung muß nur zum Ein- und Ausbau bei abgeklapptem Seitenwandvorderteil angebaut werden;
    • einfache Veränderung der geometrischen Form des stromabwärtigen Bauteiles


    [0011] Die Erfindung ist anhand der nachfolgenden Figuren im einzelnen beschrieben. Darin ist im übrigen folgendes dargestellt:
    Figur 1:
    Querschnitt durch einen schematisch dargestellten Stoffauflauf mit zwei erfindungsgemäßen Trennelementen;
    Figur 2:
    Zwei erfindungsgemäße Trennelemente mit jeweils zwei Bauteilen in getrennter Darstellung;
    Figur 3:
    Zwei erfindungsgemäße Trennelemente mit jeweils zwei Bauteilen in verbundener Darstellung;
    Figur 4:
    Detailansicht der Bajonett-Verbindung in Montageposition;
    Figur 5:
    Detailansicht der Bajonett-Verbindung in Betriebsposition.


    [0012] Figur 1 zeigt den Querschnitt durch einen schematisch dargestellten Stoffauflauf zur Herstellung eines 3-schichtigen Papieres mit der Oberseite 1, der Unterseite 2 und mit zwei erfindungsgemäßen Trennelementen 3 und 4 in ihrer Betriebsposition.

    [0013] In der Figur 2 sind zwei unterschiedliche erfindungsgemäße Trennelemente 3 und 4 mit jeweils zwei Bauteilen in getrennter Darstellung gezeigt. Die Trennelemente bestehen aus den Bauteilen 3.1 und 3.2 beziehungsweise 4.1 und 4.2, wobei das Trennelement 4 zusätzlich noch ein separat, vorne angebrachtes Spitzenbauteil 4.3 aufweist. Beispielhaft ist hier an dem Bauteil 4.2 eines von vielen über die Maschinenbreite angeordneten Eingriffselementen 4.4 zu erkennen, das in die Führungsnut 4.6 des Bauteiles 4.1 eingreifen kann und mit Hilfe der Bajonettbolzen 4.5 gehalten wird.

    [0014] Figur 3 zeigt die zwei erfindungsgemäßen Trennelemente 3 und 4, wobei die Bauteile 3.1 und 3.2 beziehungsweise 4.1 und 4.2 über die Bajonett-Verbindung miteinander fest verbunden sind, sich also in Betriebsstellung befinden. Zur Verdeutlichung sind auch die sich bildenden Trennfugen 4.7 bezeichnet, die bei der erfindungsgemäßen Ausführung der Trennelemente besonders klein gehalten werden können. Weiterhin ist der Schnitt A-A angedeutet, der in den Detaildarstellungen der Figuren 4 und 5 gezeigt ist.

    [0015] Figur 4 zeigt die Detailansicht der Bajonett-Verbindung im Schnitt A-A in der Montageposition und zwar in dem Moment, in dem die Eingriffselemente 4.4 in die Führungsnut 4.6 des Bauteils 4.1 eingeführt werden, wobei der Bajonett-Bolzen 4.5 in der Öffnung des Eingriffselementes 4.4 eintaucht. Um die beiden Bauteile miteinander zu verbinden, werden dann die Bauteile 4.1 und 4.2 gegeneinander verschoben, so daß der Bajonett-Bolzen, wie in der Figur 5 dargestellt, in das Eingriffselement gleitet und aufgrund der Formgebung des Eingriffselementes eine Verspannung der beiden Bauteile bei 4.8 herbeigeführt wird.


    Ansprüche

    1. Mehrteiliges Trennelement eines Mehrschichtenstoffauflaufes einer Papiermaschine, bestehend aus mindestens einem stromaufwärtigen und einem stromabwärtigen, sich quer über die Maschinenbreite erstreckenden ersten und zweiten Bauteil, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Bauteile (3.1 und 3.2 beziehungsweise 4.1 und 4.2) mit Hilfe einer Bajonettbefestigung miteinander verbunden sind.
     
    2. Trennelement gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß

    2.1 wenigstens ein erstes Bauteil über die Maschinenbreite hinweg verteilt über eine Vielzahl von Bolzen (4.5) verfügt und

    2.2 wenigstens ein zweites Bauteil über die Maschinenbreite hinweg verteilt über Eingriffselemente (4.4) verfügt,

    2.3 wobei die Bolzen zur Befestigung der beiden Bauteile in die Eingriffselemente eingeführt werden.


     
    3. Trennelement gemäß einem der Ansprüch 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Bauteile durch eine Relativbewegung zueinander miteinander verbunden werden.
     
    4. Trennelement gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Relativbewegung ein seitliches Verschieben darstellt.
     
    5. Trennelement gemäß einem der Ansprüche 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der festen Verbindung der Bauteile die Bolzen (4.5) und/oder die Eingriffselemente (4.4) relativ zu den Bauteilen verschoben werden.
     
    6. Trennelement nach einem der Ansprüche 2-5, dadurch gekennzeichnet, daß sich auf den Bauteilen jeweils Eingriffselemente (4.4) und Bolzen (4.5) abwechseln.
     
    7. Trennelement gemäß einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Eingriffselemente (4.4) derart gestaltet ist, daß eine Öffnung zum Einführen eines Bolzens (4.8), eine schräge Ebene zum Verspannen der Bauteile und eine senkrecht zur Zugrichtung verlaufende Ebene vorgesehen sind.
     
    8. Trennelement gemäß einem der Ansprüche 2-7, dadurch gekennzeichnet, daß das stromabwärtige Bauteil einteilig, aus rostfreiem Stahl oder in Verbundbauweise aus rostfreiem Stahl und einem Faserverbundstoff ausgeführt ist.
     


    Claims

    1. Multi-part dividing element for a multi-ply flowbox of a papermaking machine, comprising at least a first upstream component and a second downstream component which extend transversely over the machine width, characterized in that the two components (3.1 and 3.2 or, respectively, 4.1 and 4.2) are connected to each other with the aid of a bayonet fastening.
     
    2. Dividing element according to Claim 1,    characterized in that

    2.1 at least a first component has a large number of pins (4.5) distributed over the machine width, and

    2.2 at least a second component has engagement elements (4.4) distributed over the machine width,

    2.3 the pins being introduced into the engagement elements in order to fasten the two components.


     
    3. Dividing element according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the two components are connected to each other by means of a relative movement in relation to each other.
     
    4. Dividing element according to Claim 3, characterized in that the relative movement constitutes a lateral displacement.
     
    5. Dividing element according to either of Claims 1 and 2, characterized in that in order to produce the fixed connection of the components, the pins (4.5) and/or the engagement elements (4.4) are displaced relative to the components.
     
    6. Dividing element according to one of Claims 2 - 5, characterized in that in each case engagement elements (4.4) and pins (4.5) alternate on the components.
     
    7. Dividing element according to one of Claims 1 - 6, characterized in that the cross section of the engagement elements (4.4) is shaped in such a way that an opening for the insertion of a pin (4.8), an inclined plane for bracing the components and a plane running at right angles to the pulling direction are provided.
     
    8. Dividing element according to one of Claims 2 - 7, characterized in that the downstream component is designed in one piece from stainless steel or, in a composite design, from stainless steel and a fibrous composite material.
     


    Revendications

    1. Elément de séparation en plusieurs parties d'une caisse de tête à plusieurs couches d'une machine à papier, se composant d'au moins une première et une deuxième pièces en amont et an aval, s'étendant sur la largeur de la machine, caractérisé en ce que les deux pièces (3.1 et 3.2 respectivement 4.1 et 4.2) sont assemblées l'une à l'autre à l'aide d'une fixation à baïonnette.
     
    2. Elément de séparation suivant la revendication 1, caractérisé en ce que

    2.1 au moins une première pièce dispose d'une pluralité d'axes (4.5) répartis sur la largeur de la machine, et

    2.2 au moins une deuxième pièce dispose d'une pluralité d'éléments d'accrochage (4.4) répartis sur la largeur de la machine,

    2.3 les axes étant introduits dans les éléments d'accrochage pour la fixation des deux pièces.


     
    3. Elément de séparation suivant une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les deux pièces sont assemblées l'une à l'autre par un mouvement relatif l'une par rapport à l'autre.
     
    4. Elément de séparation suivant la revendication 3, caractérisé en ce que le mouvement relatif représente un glissement latéral.
     
    5. Elément de séparation suivant une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les axes (4.5) et/ou les éléments d'accrochage (4.4) sont déportés par rapport aux pièces pour la réalisation de l'assemblage solide des pièces.
     
    6. Elément de séparation suivant l'une quelconque des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que les éléments d'accrochage (4.4) et les axes (4.5) peuvent être échangés sur les pièces respectives.
     
    7. Elément de séparation suivant l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la section transversale des éléments d'accrochage (4.4) est configurée de telle manière qu'il soit prévu une ouverture pour l'introduction d'un axe (4.8), un plan oblique pour bloquer les pièces et un plan orienté perpendiculairement à la direction de traction.
     
    8. Elément de séparation suivant l'une quelconque des revendications 2 à 7, caractérisé en ce que la pièce en aval est réalisée en une seule pièce en acier inoxydable ou en mode composite en acier inoxydable et un matériau composite fibreux.
     




    Zeichnung