[0001] Die Erfindung betrifft einen Beton-Formstein zur Landschafts- und Gartengestaltung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Der Beton-Formstein ist insbesondere als schwerer
Hangstein konzipiert und eignet sich vorwiegend zur Errichtung von Stützmauern an
Böschungen, als vertikale Mauer oder als Einzeltröge, die eine Bepflanzung erlauben.
Dabei ist der Formstein für die Trockenbauweise vorgesehen, d. h. die Bauelemente
werden ohne Mörtel aneinander gefügt bzw. aneinander gestellt.
[0002] Ein derartiges Bauelement ist beispielsweise aus der EP 0 187 615 A1 bekannt geworden.
Die Bauelemente dieses bekannten Bausatzes weisen an ihren Stirnflächen Schwalbenschwanznuten
oder in solche passende Schwalbenschwanzfedern auf, um diese Bauelemente direkt miteinander
zu verbinden. Hierdurch ist eine gewisse Stabilität des Bauwerks auch beim Übereinanderstapeln
durch eine formschlüssige Verbindung gegeben. Es ist auch nicht nötig, diese Bauelemente
besonders groß und schwer auszuführen, da die formschlüssige Verankerungen der Formsteine
einen gegenseitigen Halt bieten.
[0003] Eine ähnliche Lösung des Zusammenfügens von trogartigen Formsteinen sieht die EP
0 215 994 B1 vor, wobei zusätzliche Wandungselemente mit schwalbenschwanzförmigen
Anschlußenden wiederum eine formschlüssige Verbindung von nicht aneinandergrenzenden
Trögen erlauben. Auch hier wird die Stabilität des Systems bei Herstellung von Böschungsmauern
oder Wänden mit übereinanderstehenden Trögen durch formschlüssige Verankerungselemente
bewerkstelligt.
[0004] Soweit die bekannten trogförmigen Elemente einen nach unten hin offenen Boden zur
Auffüllung mit Erdreich aufweisen, tritt bei diesen Anordnungen das Problem der sicheren
Stapelbarkeit auf, was insbesondere in einer versetzten Anordnung der Formsteine zueinander
Probleme bereitet. Nicht zuletzt aus diesem Grunde sind bei diesen bekannten Anordnungen
zusätzliche formschlüssige Verankerungselemente vorgesehen, um eine Kippsicherheit
der Tröge beim Übereinanderstapeln insbesondere auch in versetzter Anordnung zueinander
zu gewährleisten. Dabei werden die Formsteine vornehmlich nur in Hangrichtung versetzt
zueinander angeordnet, während ein seitlicher Versatz gegeneinander möglichst vermieden
wird.
[0005] Ein weiteres Problem der formschlüssigen Verankerungen mittels Schwalbenschwanzverbindung
oder dergleichen zwischen den einzelnen Bauelementen liegt auch darin, daß derartige
schwere Tröge nur mit maschinellem Hebewerkzeug wie Kräne oder dergleichen zu bewegen
sind. Will man diese Elemente formschlüssig ineinandergreifen lassen, so stellt dies
insbesondere auch bei unebenem Gelände ein großes Problem dar, was nicht zuletzt häufig
auch zu einer Beschädigung der Anschlußelemente führt.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung:
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Beton-Formstein vorzuschlagen, der
insbesondere als schwerer Hangstein für eine Böschungsbefestigung oder als Bauelement
für eine vertikalen Wand verwendbar ist, wobei auf formschlüssige Verankerungselemente
zwischen den Elementen in Form von in Hinterschneidungen eingreifenden Verankerungselementen
verzichtet werden soll. Dabei soll insbesondere auch ein formschöner Formstein entworfen
werden, der in sehr kurzer Montagezeit ohne Probleme auch bei unwegsamen Gelände aufgestellt
werden kann. Insbesondere soll der Aufbau mittels üblichen Geräten, wie Kräne, Bagger,
Stapler oder dergleichen erfolgen. Aufgabe der Erfindung ist es weiterhin, den Beton-Formstein
geometrisch möglichst einfach auszubilden, damit eine einfache Produktion ermöglicht
wird. Dabei soll mit geringster Anzahl von Bauteilen in Form eines Bausatzes eine
optisch schöne und bepflanzbare Einheit insbesondere als Wand- oder Böschungseinheit
geschaffen werden. Insbesondere sollen sich auch Nachbearbeitungen an den Bauteilen
für Objekt bezogene Lösungen möglichst einfach und rationell gestalten. Dabei soll
der Bausatz auf möglichst wenig Bauelemente beschränkt sein, wobei insbesondere auf
formschlüssige Verankerungen gänzlich verzichtet werden soll.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In den Unteransprüchen
sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Beton-Formsteins
angegeben.
[0008] Der Erfindung liegt der Kerngedanke zugrunde, daß der Verzicht auf jegliche formschlüssige
Verankerungen im aufgebauten System, beispielsweise einer Böschungswand, es erforderlich
macht, daß die Beton-Formsteine insbesondere im Versatz zueinander eine entsprechende
gute Auflagefläche untereinander bilden. Damit der Beton-Formstein nicht globig wirkt,
soll dabei die elegante Form des Körpers durch eine besondere Formgebung erzielt werden.
Dies wird dadurch erreicht, in dem man einen Körper mit quadratischem oder rechteckförmigen
Grundriß in den Eckbereichen deutlichen um 45° abschneidet, so daß der Formstein im
Grundriß fast 8-eckig ausgebildet ist. Die Außenflächen des Körpers können bombiert
oder auch polygonartig aber auch eben konzipiert sein. Dabei wird die Elementhöhe
vorzugsweise so gewählt, daß das Verhältnis Elementenhöhe zu Elementenbreite etwa
1:2 beträgt, um ein gefälliges Aussehen zu vermitteln. Der Formkörper ist dabei im
wesentlichen als Hohlkörper in Trogform konzipiert. Um eine sichere Standfestigkeit
in Verbindung mit dem hohen Gewicht zu erzielen, wird eine starke Konisität der inneren
Wandungen vorgenommen, um wenigstens im unteren Bereich der trogförmigen Trogsteine
eine große, d. h. breite Auflagefläche zu erzielen. Hierdurch können die Elemente
übereinander kippsicher gestapelt und in hohem Maße in allen Richtungen verschoben
werden, wobei die Auflagefläche auf dem darunterliegenden Körper in hohem Maße erhalten
bleibt.
[0009] Sofern beim Stand der Technik gemäß EP 0 187 615 im unteren Bereich der Tröge ebenfalls
konische Innenwandungen vorgesehen sind, so dienen diese lediglich zur Auflage eines
inneren Bodens, ohne daß die Auflagefläche des Troges selbst im unteren Bereich wesentlich
vergrößert wird. Ziel der Erfindung ist es demgegenüber, die untere Auflagefläche
eines nach unten hin offenen Troges durch eine starke Konizität derart zu gestalten,
daß eine deutlich größere und ausreichende Auflagefläche zur Verbesserung der Standfestigkeit
übereinander gestapelter Tröge erzielt wird.
[0010] In Verbindung mit einem hohen Gewicht von z. B. 500 kg und mehr aufgrund der schweren
Ausführung derartiger Tröge können Böschungsmauern oder vertikale Mauern errichtet
werden, die ohne jegliche Verankerungen zwischen den Trögen oder Schubdübeln in vertikaler
Richtung oder sonstigen Maßnahmen auskommen. Soweit zwischen den einzelnen Trogelementen
zusätzliche Einschubwandungen vorgesehen sind, bilden diese beim vorliegenden System
keine formschlüssigen Verankerungen, da diese lediglich nach Art einer Nut-Federverbindung
in entsprechenden Ausnehmungen eingesetzt sind. Hierbei stützen sich die Formsteine
über derartige Wandungselemente allenfalls seitlich gegeneinander ab.
[0011] Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
anhand der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele unter Angabe weiterer
Vorteile näher erläutert.
[0012] Es zeigen:
- Fig. 1a
- eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Formstein,
- Fig. 1b
- eine Seitenansicht aus Blickrichtung X in Fig. 1a,
- Fig. 2a
- einen Einsatzboden für den trogförmigen Formstein nach Fig. 1,
- Fig. 2b
- eine Seitenansicht von Fig. 2a,
- Fig. 3a, 3b
- eine vergleichsweise Darstellung der Auflageflächen bei der Erfindung (Fig. 3a) im
Vergleich zum Stand der Technik (Fig. 3b) bei aufeinander gestellten Formsteinen,
- Fig. 4a, 4b
- eine weitere vergleichsweise Darstellung von übereinander gestellten Trögen in versetzter
Anordnung bei der Erfindung (Fig. 4a) im Vergleich zum Stand der Technik (Fig. 4b),
- Fig. 5a
- die Verbindung von zwei Betonformsteinen mit einer Verbindungswand in Draufsicht,
- Fig. 5b
- die Verbindungswand nach Fig. 5a in Seitenansicht,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht von übereinander angeordneten trogförmigen Formsteinen zur Bildung
einer senkrecht freistehenden oder einer Böschungswand,
- Fig. 7a
- ein ergänzender Formstein in Massivausführung in Draufsicht,
- Fig. 7b
- der Ergänzungsstein nach Fig. 7a in Seitenansicht aus Blickrichtung X in Fig. 7a,
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf eine Anordnung von Formsteinen und/oder Ergänzungssteinen,
- Fig. 9
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Anordnung von Formsteinen und/oder Ergänzungssteinen
in Draufsicht,
- Fig. 10
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Anordnung von Formsteinen und/oder Ergänzungssteinen,
- Fig. 11
- ein alternatives Anwendungsbeispiel für einen Formstein,
- Fig. 12a
- eine Draufsicht auf einen Formstein nach Fig. 1a mit zusätzlichen Füßen,
- Fig. 12b
- die Seitenansicht nach Fig. 12a mit angesetzten Füßen,
- Fig. 13a
- die Ausbildung der Füße nach Fig. 12,
- Fig. 13b
- der in den Beton-Formkörper eingesetzte Fuß nach Fig. 13a und
- Fig. 14
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für die Verwendung des erfindungsgemäßen Beton-Formsteins.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele:
[0013] Der in der Fig. 1a in Draufsicht sowie in der Fig. 1b in Seitenansicht dargestellte
Beton-Formstein ist als schwerer Hangstein bzw. schweres Trogelement ausgebildet und
weist ein Gewicht von ca. 500 kg auf. Der Formstein ist symmetrisch zur Längssymmetrieebene
2 sowie zur Quersymmetrieebene 3 aufgebaut. Der etwa quadratische Querschnitt durch
die Eckpunkte 8 mit der Seitenlänge a ≅ 1000 mm weist abgeschrägte Ecken 4 auf, die
eine Breite b = 220 mm oder einen Bogenwinkel von α ≅ 15 bis 30° und insbesondere
α = 22° aufweisen. Die Höhe h
1 des Trogelements beträgt h
1 = 500 mm, d. h. das Verhältnis Breite a zur Höhe h
1 beträgt etwa 2:1, was ein gefälliges Aussehen vermittelt.
[0014] Die Auswandungen 5 neben den Eckbereichen 4 sind gemäß der Draufsicht in Fig. 1a
vorzugsweise bombiert oder auch polygonförmig ausgebildet. Auch dies gibt dem sehr
großen und massiven Formstein ein gefälliges Aussehen. Sie können jedoch auch eben
sein.
[0015] Verbindet man die Tangenten 6 durch die abgeschrägten Ecken 4 so ergibt sich ein
Quadrat mit der Kantenlänge c = 1131 mm. Die Eckpunkte 7 dieses Quadrates mit der
Kantenlänge c stellen etwa die Mittelpunkte M für den Radius R der Bombierung der
Außenwandungen 5 dar.
[0016] Die Eckpunkte des quadratischen Grundquerschnitts mit der Seitenlänge a sind mit
Bezugszeichen 8 gekennzeichnet. Durch die stark abgeschnittenen Ecken ergibt sich
ein nahezu 8-eckiger Grundquerschnitt.
[0017] Der erfindungsgemäße Betonformstein 1 weist außen im wesentlichen lotrechte oder
vertikale Außenwandungen 5 bzw. Eckbereiche 4 auf. Die Bombierung bzw. Abrundung kann
auch polygonförmig ausgebildet sein, wie dies in Fig. 1b mit den drei Flächenabschnitten
5', 5'' und 5''' dargestellt ist. Dabei sind die Breiten d
1 des mittleren Flächenabschnitts 5' sowie Breiten d
2 der seitlichen Flächenabschnitte 5'', 5''' in gleicher Größenordnung ausgebildet,
wie etwa die Breite b des Eckbereichs 4. Die Außenwandungen 4, 5 können auch sich
nach unten hin konisch verbreitend ausgebildet sein.
[0018] Der Formstein ist als Hohlkörper ausgebildet mit einer oberen Fläche 9, einer unteren
Fläche 10, einem Innenhohlraum 11 sowie einer konischen Innenwandung 12. Die konische
Innenwandung 12 kann im Querschnitt bzw. in Draufsicht prinzipiell dem Verlauf der
Außenwandung 4, 5 des Formsteins folgen, jedoch mit einer sich nach unten hin kontinuierlich
verbreiterten Wandung und ohne Bombierung bzw. polygonförmigen Verlauf. Die Wandstärke
s hat demzufolge eine obere Wandstärke s
1 und eine untere Wandstärke s
2, wobei das Verhältnis der Wandstärken s
1 : s
2 ≅ 1:2 beträgt. Hierdurch wird am Boden bzw. an der unteren Fläche 10 des Formsteins
eine sehr breite Auflagefläche mit der umlaufenden Wandstärke s
2 gebildet. Der Konuswinkel beträgt β ≅ 80°. Die obere Öffnungsweite des Innenhohlraums
11 beträgt e ≅ 780 mm die untere Öffnungsweite des Innenhohlraums beträgt f ≅ 600
mm.
[0019] An der vorzugsweise bombierten oder polygonartigen Auswandung 5 sind wenigstens im
Bereich der Längssymmetrieebene bzw. Quersymmetrieebene 2, 3 taschenförmige Ausnehmungen
13 angeordnet, die sich über eine Höhe h
2 ≅ 200 mm von der oberen Fläche 9 aus erstrecken. Die Taschen 13 weisen eine Breite
von g ≅ 80 mm und eine Tiefe von t ≅ 60 mm auf. Vorzugsweise verlaufen die taschenförmige
Ausnehmungen 13 nach innen leicht konisch (g > g').
[0020] Wie aus Fig. 1a ersichtlich, können zwei gegenüberliegende bombierte oder polygonartige
Auswandungen 5 auch noch weitere taschenförmige Ausnehmungen 13', 13'' aufweisen,
die etwa in einem Abstand i ≅ 200 mm von der Längssymmetrieebene 2 entfernt angeordnet
sind. Die Taschen 13, 13', 13'' dienen zum Einsetzen einer Verbindungswand 14, wie
sie in Fig. 5a, 5b noch näher beschrieben wird.
[0021] Um den Boden bzw. die untere Fläche 10 des trogförmigen Formsteins zu schließen,
ist eine Einsatzplatte 15 vorgesehen, wie sie in Fig. 2a in Draufsicht sowie in Fig.
2b in Seitenansicht dargestellt ist. Die Einsatzplatte 15 ist an die untere Kontur
des Innenhohlraums 11 des Formsteins 1 angepaßt, d. h. sie folgt wiederum der konischen
Wandung des Innenhohlraums und weist einen entsprechenden Außenkonuswinkel β auf.
[0022] Die konische Innenwandung 12 des Innenhohlraums 11 ist zur einfacheren Herstellung
nicht bombiert oder polygonartig, sondern als ebene Fläche ausgebildet, d. h. die
Innenwandung 12 verläuft parallel zu dem quadratischen Außenquerschnitt durch die
Eckpunkte 8 sowie parallel zu den abgeschrägten Ecken 4 mit entsprechender konischer
Verjüngung.
[0023] In der vergleichsweisen Gegenüberstellung der Fig. 3a, 3b ist die große Auflagefläche
der erfindungsgemäßen Formsteine dargestellt. Fig. 3b zeigt einen Formstein 100 der
keine konische Innenkontur aufweist, d. h. die Wandung s
3 ist über die gesamte Höhe des Trogsteins etwa konstant. Setzt man in einem solchen
Fall auf einen unteren Trogstein 100 zwei entsprechende Trogsteine 100', 100'' mit
ihren Seitenwandungen überlappend aufeinander, so ergibt sich eine kleine Auflagefläche
oder Berührungsfläche 101, die etwa jeweils einen quadratischen Querschnitt mit der
Seitenlänge s
3 aufweist. Eine Vergrößerung der Auflagefläche beim Ausführungsbeispiel nach Fig.
3b könnte deshalb nur durch ein unmittelbares Aufeinandersetzen der gesamten Seitenwandungen
erfolgen, was jedoch gegebenenfalls unerwünscht ist.
[0024] Eine vergleichsweise Darstellung mit erfindungsgemäßen Formsteinen zeigt Fig. 3a.
Auf den unteren Formstein 1 werden wiederum die beiden Formsteine 1' sowie 1'' aufgesetzt.
Aufgrund der äußerst großen Wandstärke S
2 im Bodenbereich der beiden Formstein 1', 1'' wird bei gleicher Anordnung wie in Fig.
3b dargestellt, eine große Auflagefläche bzw. Berührungsfläche 16 erzielt, da die
breitere untere Fläche 17 der oberen Formsteine 1', 1'' auf der schmaleren oberen
Fläche 18 des unteren Formsteins 1 aufliegen. Aus Fig. 3a ist die große schraffiert
dargestellte Auflagefläche 16 gut erkennbar, die eine sichere Standfläche bietet.
[0025] Eine ähnliche Darstellung zeigen die Fig. 4a, 4b, jedoch mit räumlich versetzt angeordneten
Formsteinen. Werden gemäß Fig. 4b Formsteine mit gleicher Wandungsstärke, d. h. ohne
konische Verbreiterung der Wandung im Bodenbereich verwendet, so bilden die beiden
auf den Trogstein 100 aufgesetzten Trogsteine 100', 100''lediglich eine geringe Auflagefläche
oder Berührungsfläche 101, 101', die im Wesentlichen durch die Wandungsstärke S
3 bestimmt wird.
[0026] Die gleiche Anordnung mit einem erfindungsgemäßen Formstein zeigt Fig. 4a. Auf einen
unteren trogförmigen Formstein 1 sind die beiden gleichen Formsteine 1', 1'' in versetzter
Anordnung aufgesetzt. Durch die große untere Auflagefläche 17 des konisch verbreiterten
Bodens ergibt sich eine wesentlich größere Auflagefläche als dies in Fig. 4b gezeigt
ist. Diese Auflagefläche ist mit Bezugszeichen 16 in Fig. 4a gekennzeichnet. Die Auflage
bzw. Berührungsfläche 16 ergibt sich durch die untere Auflagefläche 17 der oberen
Formstein 1', 1'' auf die obere Auflagefläche 18 des unteren Formsteins 1. Ein Vergleich
der Auflageflächen 101 in Fig. 4b sowie 16 in Fig. 4a zeigt deutlich die starke Vergrößerung
der Auflagefläche durch die breite untere Fläche 17, gebildet durch den Innenkonus
der Innenwandung 12.
[0027] Die Darstellung nach Fig. 5a zeigt zwei nebeneinander angeordnete Formsteine 1, die
über eine Verbindungswand 14 miteinander verbunden sind. Die Verbindungswand 14 ist
in Fig. 5b näher dargestellt. Sie weist beispielsweise eine obere Breite k ≅ 700 mm,
eine untere Breite l ≅ 600 mm und eine Wandstärke m ≅ 60 mm auf. Die Gesamthöhe h
3 beträgt 490 mm, die Höhe h
4 des Eingriffsabschnitts 19 beträgt h
4 ≅ 195 mm, die restliche Höhe h
5 ≅ 295 mm.
[0028] Die Eingriffsabschnitte 19 ragen in die jeweiligen konischen taschenförmigen Ausnehmungen
13 des Formsteins hinein. Nur über die Höhe h
4 ist demnach die Verbindungswand 14 mit dem jeweilgen Formstein 1 verbunden. Die Symmetriemittellinie
20 der Verbindungswand 14 liegt im Punkt 7 des durch die Eckbereiche 4 angelegten
Quadrats. Der Abstand n von der Längssymmetrieebene 2 zur Längssymmetrieebene 20 der
Verbindungswand beträgt n ≅ 800 mm. Dies entspricht der halben Länge der Diagonalen
durch die Eckpunkte 7. Die Diagonalen 21, 21' durch die Eckpunkte 7 bestimmen demnach
das Rastersystem beim miteinander über Verbindungswände 14 verlegten Formsteinen.
Diese Länge beträgt 2 x n = 1600 mm.
[0029] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 zeigt mehrere Formsteine 1, die in drei Ebenen
übereinandergelegt sind. Diese Formsteine bilden im Allgemeinen eine in die Blattebene
hineinreichende Böschungswand zur Befestigung einer Böschung oder auch einer senkrechten
Wand. Die Auflage/Berührungsflächen sind mit Bezugszeichen 16 bezeichnet. Die Formsteine
1 enthalten eingesetzte Bodenplatten oder Einsatzplatten 15. Die beiden oberen Formsteine
können über eine Verbindungswand 14 miteinander verbunden sein. Dabei greifen lediglich
die oberen Eingriffsabschnitte 19 in die taschenförmigen Ausnehmungen 13 ein. Gleiches
gilt für die beiden unteren Formsteine bzw. die seitliche Verbindung zum mittleren
Formstein.
[0030] Fig. 7a zeigt einen Ergänzungsstein 22 in Draufsicht, Fig. 7b den gleichen Stein
in Seitenansicht aus Blickrichtung x in Fig. 7a. Hier handelt es sich um einen Massivstein,
der beispielsweise ein Gewicht von etwa 1000 kg aufweist. Die Außenkontur des Ergänzungssteins
22 entspricht der Außenkontur des Formsteins 1 wie zu Fig. 1a, 1b beschrieben. Die
Außenkontur ist deshalb ebenfalls mit den Bezugszeichen 5 für die bombierte oder polygonartige
Außenwandung und mit Bezugszeichen 4 für die abgeschrägten Eckbereiche bezeichnet.
Im Übrigen sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Der Ergänzungsstein
22 dient zur Einfügung in Böschungswänden oder senkrechten Wänden, bei welchen ein
besonders schwerer Formstein gefordert wird oder ein hohler Formstein gemäß Fig. 1a,
1b unerwünscht ist.
[0031] Die Darstellung nach Fig. 8 zeigt vier untere Formsteine 1, wobei in der rechten
Figurenhälfte zwei untere trogförmige Formsteine 1 und in der linken Figurenhälfte
zwei massive Ergänzungssteine 22 aneinandergrenzend angeordnet sind. Aufgesetzt auf
diese Anordnung von vier Formsteinen ist ein weiterer trogförmiger Formstein 1'. Diese
Anordnung kann in einer besonderen Gestaltung dieser Formsteine gewählt werden. Die
trogförmigen Formsteine sind mit Erdreich auffüllbar und anschließend bepflanzbar.
[0032] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 zeigt eine Anordnung von Formsteinen 1, 22 für
eine Böschungsbefestigung. Im unteren Bereich sind z. B. sechs massive Ergänzungssteine
22 in einem rechten Winkel angeordnet. Auf diese werden in einer ersten aufzusetzenden
Reihe vier Formsteine 1 aufgesetzt. Eine weitere obere zweite Aufsetzreihe zeigt vier
weitere Formsteine 1', die über Verbindungswände 14 im Abstand zueinander gehalten
sind. Dabei sind die Verbindungswände mit ihren Eingriffsabschnitten 19 jeweils in
den mittleren taschenförmigen Ausnehmungen 13 der jeweiligen Formsteine eingesetzt.
Die Darstellung nach Fig. 9 zeigt eine im Wesentlichen rechteckförmige Anordnung der
Formsteine.
[0033] Die weitere Darstellung nach Fig. 10 zeigt eine bogenförmige Anordnung der erfindungsgemäßen
Formsteine, insbesondere zur Bildung einer Böschungswand. Hierzu ist eine untere Reihe
Ergänzungssteine 22 dargestellt, auf welche eine erste Reihe Ergänzungssteine 22'
aufgesetzt ist. Auf diese Reihe von Ergänzungssteinen 22' werden dann trogförmige
Formsteine 1 aufgesetzt, die in einer bogenförmigen Anordnung verlegt werden. Dabei
können die Verbindungswände 14 auch in den außermittig angeordneten taschenförmigen
Ausnehmungen 13' bzw. 13'' eingesetzt sein, wie dies die Fig. 10 in Draufsicht zeigt.
Hierdurch ist eine leichtere bogenförmige Verlegung der Formsteine möglich.
[0034] Fig. 11 zeigt eine alternative Ausführungsform bzw. Verwendung des Formsteins 1,
wobei der in Fig. 1a, 1b dargestellte Formstein 1 perspektivisch dargestellt ist.
Ergänzend zur Darstellung in Fig. 1a, 1b weist der Formstein untere Füße 23 auf, um
eine horizontale Ausrichtung des Formsteins bei unebenem Untergrund zu ermöglichen.
Ein solcher Formstein kann als bepflanzbarer Trog aufgestellt werden, wobei vorzugsweise
die Einsatzplatte 15 als Bodenplatte eingesetzt ist. In die taschenförmigen Ausnehmungen
13 kann gemäß der Darstellung in Fig. 11 ein Werbeschild 24 oder eine sonstige Beschriftung
für ein Hotel oder dergleichen eingesetzt werden. Hierzu dient die Beschriftungsfläche
25 zwischen einem U-förmigen Träger 26.
[0035] Die Darstellung in Fig. 12a, 12b zeigt einen trogförmigen Formstein 1 in Draufsicht
sowie den gleichen Formstein in Seitenansicht in Fig. 12b. Um einen unebenen Untergrund
27 ausgleichen zu können, sind die Füße 23 unterschiedlich stark ausgefahren.
[0036] Die Anordnung und Ausbildung der Füße 23 ist in Fig. 13a, 13b dargestellt. Dabei
zeigt Fig. 13a einen Fuß 23, der aus einem Einsteckrohr 28 und einem unteren Auflagefuß
29 besteht. Im oberen Bereich befindet sich eine Keilverbindung 30, die über eine
Schraube 31 (s. Fig. 13b) verstellt wird. Gemäß des Einbaubeispiels nach Fig. 13b
wird der Fuß in eine Bohrung 32 des Beton-Formsteils 1 oder des Ergänzungsstein 22
eingesetzt. Mittels einer bis zur oberen Fläche 9 führenden Bohrung 33 (s. Fig. 12a)
kann die Schraube 31 von der Formstein-Oberfläche 9 erreicht werden. Ist der Fuß in
seiner Lage fixiert, so wird die Schraube 31 angezogen, wodurch sich die Keilverbindung
30 seitlich auseinanderspreizt und sich in der Bohrung 32 verkeilt.
[0037] Eine derartige Anordnung kann in sämtlichen Formsteinen oder Ergänzungssteinen angebracht
werden.
[0038] Fig. 14 zeigt ein weiteres Anwendungsbeispiel für die Formsteine 1. In die taschenförmigen
Ausnehmungen 13', 13'' kann ein Metallgestell 34 eingesetzt werden, an welchem z.
B. Bretter 35 befestigt sind, zur Bildung einer Sitzbank 36. Fig. 14 zeigt demzufolge
eine doppelseitige Sitzbank in Draufsicht mit den Sitzflächen 35, 35', die von beiden
Seiten benutzt werden kann. Die Rückenlehne für beide Bänke ist mit Bezugszeichen
37 nur schematisch dargestellt.
[0039] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Sie umfaßt auch vielmehr alle Weiterbildungen im Rahmen der Schutzrechtsansprüche.
Beispielsweise können auch die Außenwandungen 5 der Formsteine nach unten sich konisch
verbreitend ausgebildet sein, wie dies z. B. in Fig. 6 mit dem Konuswinkel δ ≅ 3 -
5° angedeutet ist. In diesem Fall kann auch der untere Wandungsabschnitt 38 mit der
Höhe h
5 der Einsatzwand 14 entsprechend konisch ausgebildet sein.
1. Beton-Formstein zur Landschafts- und Gartengestaltung, der z. B. als trogförmiges
Böschungselement oder als trogförmiges Standelement ausgebildet ist, wobei der Formstein
einen Grundquerschnitt mit abgeschnittenen Eckbereichen aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenwandungen (5) des Formsteins (1) keine formschlüssigen, Längs-, und/oder
Querkräfte aufnehmende Verbindungselemente wie Schwalbenschwanzverbindungen oder dergleichen
aufweist und daß wenigstens im unteren Bereich des nach unten hin offenen Formsteins
(1) die Formsteinwandung konisch verläuft und eine Verbreiterung der Standfläche (17)
des Formsteins (1) aufweist.
2. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein konischer Verlauf der Innenwandung
(12) des Formsteins sich über die gesamte Höhe h1 des Formsteins erstreckt, wobei das Verhältnis der Wandstärke s1 im oberen Bereich (18) zur Wandstärke s2 im unteren Bereich (17) etwa s1 : s2 = 1:2 beträgt.
3. Formstein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Formstein (1) einen
etwa quadratischen Grundquerschnitt aufweist, wobei die Abschrägung der Eckbereiche
(4) der Seitenflächen (5) einen Bogenwinkel von α ≅ 15 - 30° und insbesondere α ≅
22° bildet.
4. Formstein nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwandung
(5) des Formsteins einen bombierten, polygonartigen oder ebenen Verlauf aufweisen,
wobei die Außenwandungen (4, 5) lotrecht oder nach unten sich konisch verbreitend
ausgebildet sind.
5. Formstein nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwandung (5) wenigstens
eine nach oben hin offene, sich über einen Teilbereich h2 der Höhe des Formsteins erstreckende Aufnahmetasche (13) oder Nut (13) zur Aufnahme
einer Verbindungswand (14) oder dergleichen aufweist.
6. Formstein nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß alle vier Außenwandungen (5)
im Bereich der sich kreuzenden Mittelsymmetrieebenen (2, 3) eine Aufnahmetasche (13)
und vorzugsweise wenigstens zwei weitere gegenüberliegende Außenwandungen beidseitig
hiervon weitere Aufnahmetaschen (13', 13'') aufweisen.
7. Formstein nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmetaschen
(13) sich etwa über die halbe Höhe h2 des Formsteins mit der Höhe h1 erstrecken und daß die einzusetzende Verbindungswand (14) mit etwa gleicher Höhe
wie der Formstein (1) im oberen Bereich einen erweiterten Querschnitt zur Bildung
eines Eingriffsabschnitts (19) aufweist.
8. Formstein nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dieser
im unteren Bereich einen einsetzbaren Boden bzw. eine Einsetzplatte (15) zum Verschließen
des Bodens aufweist.
9. Formstein nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Formstein
in seinen abgeschrägten Eckbereichen (4) Bohrungen (32, 33) zur Aufnahme von höhenverstellbaren
Füßen (23) aufweist.
10. Formstein nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem trogförmigen
Formstein (1) ein nicht trogförmiger massiver Blockstein (22) als Ergänzungsstein
mit gleicher Außenkontur (4, 5) wie der Formstein (1) zugeordnet ist.
11. Formstein nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die taschenförmigen
Ausnehmungen (13) zur Aufnahme von Beschilderungen oder Sitzbänken oder dergleichen
dienen.