[0001] Die Erfindung betrifft eine Klappe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein
Verfahren zur Montage einer derartigen Klappe.
[0002] Aus der DE 40 08 452 A1 und US 4 328 734 sind gattungsgemäße Klappen bekannt. Die
innerhalb der Dichtung vorgesehene Reflektionsfläche ist einteilig aus dem Klappenmaterial
gebildet, wobei die Dichtung als Ring ausgestaltet ist. Die außerhalb der Dichtung
vorgesehene Reflektionsfläche verbessert den Klang des Instruments bei geöffneter
Klappe im Vergleich zu Klappen mit kleiner Reflektionsfläche. Beim Schließen der Klappe,
wenn diese auf den Tonlochrand auftritt, können Klappengeräusche entstehen, die unerwünscht
sind, da der Spieler nach Möglichkeit ausschließlich die durch die Noten vorgegebenen
Töne zu Gehör bringen möchte.
[0003] Aus der DE-OS 1 903 244, US 4 729 275, US 5 417 135, GB-PS 717 902 und WO 96/21923
sind gattungsfremde Klappen bekannt. Reflektionsflächen sind dort als zusätzliche
Bauelemente vorgesehen, die zum Tonloch gerichtet vor der - häufig als Scheibe ausgestalteten
- Dichtungsfläche montiert sind. Dies bedeutet ein erhöhtes Klappengewicht.
[0004] Grundsätzlich sollte die Klappe möglichst leicht ausgebildet sein, da ein hohes Gewicht
der Klappe nach längerer Spieldauer zu Ermüdungs- oder Verkrampfungserscheinungen
führen kann: Um die geöffnete Klappenstellung sicher beizubehalten, ist bei hohem
Klappengewicht eine starke Feder erforderlich. Nur unter Überwindung dieser Federkraft
kann der Musiker die Klappe schließen.
[0005] Bei den gattungsfremden Klappen würde eine Vergrößerung der Reflektionsfläche zu
einem größeren Klappengewicht führen, da hierzu die als zusätzliche Bauelemente vorgesehenen
Reflektionsflächen größer und damit schwerer werden müßten. Zudem sind durch den Tonicchdurchmesser
die Vergrößerungsmöglichkeiten eingeschränkt.
[0006] Die Montage vcn Klappen ist aufwendig, da jede Klappe exakt auf den abdichtenden
Sitz am Tonlochrand eingestellt werden muß. Die stets konzentrische Ausgestaltung
von Reflektions- und Dichtungsflächen führt bei größeren Reflektionsflächen zu minimal
schmal bemessenen Dichtungsflächen, so daß die Montage- und Justierungstoleranzen
minimal sind und zeitaufwendige Montage- und Anpassungsarbeiten bedingen.
[0007] Kleinere Reflektionsflächen sind klanglich unerwünscht wegen einer starken Tondämpfung
sowohl bei geschlossener Klappe, da innerhalb des Tonicchdurchmessers der Anteil der
schalldämpfenden Dichtungsfläche groß ist, als auch bei geöffneter Klappe, da von
der zum Tonloch gerichteten Klappenoberfläche der Anteil der schalldämpfenden Dichtungsfläche
ebenfalls groß ist.
[0008] Aus der DE-A-3 804 696 ist eine gattungsfremde Klappe bekannt, die keinen Dichtring
sondern eine membranartige Dichtscheibe aufweist, welche die Klappe zum Tonloch hin
vollflächig abdeckt. Daher ist akustisch nachteilig, daß weder eine Reflektionsfläche
radial außerhalb der Dichtung vorgesehen ist, noch überhaupt eine Reflektionsfläche
an der Dichtung zum Tonloch hin ausgerichtet vorgesehen ist. Hinsichtlich der Handhabung
ist nachteilig, daß die vollflächige Dichtscheibe ein vergleichsweise hohes Gewicht
aufweist. Eine Reflektionsfläche könnte an dieser Klappe allenfalls als separates
Bauteil auf der tonlochseitigen Oberfläche der Dichtscheibe befestigt werden, was
die bereits erwähnten Gewichtsnachteile noch vergrößern würde.
[0009] Bei diesem Stand der Technik nach der DE-A-3 804 696 stützt sich die Dichtscheibe
bzw. eine die Dichtscheibe tragende Stützscheibe gegenüber dem Halter über einen zentralen,
zapfenartigen Vorsprung ab. Dieser kann entweder an dem Halter festgeklebt sein oder
dem Halter über eine kugelkalottenförmige Stirnfläche anliegen; in diesem Fall stellt
ein im Abstand um den Vorsprung verlaufender Stützring die Befestigung der Klappe
am Halter dar, da er beidseitig mit diesen beiden Bauteilen verklebt ist.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Klappe dahingehend
zu verbessern, daß diese eine preiswerte Herstellung und einen guten Klang der Musikinstruments
ermöglicht, und ein Verfahren anzugeben, das eine einfache Montage einer derartigen
Klappe ermöglicht.
[0011] Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Ausgestaltung einer Klappe
mit den Merkmalen des Anspruches 1 sowie durch ein Montageverfahren mit den Verfahrensschritten
des Anspruchs 11 gelöst.
[0012] Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, die Klappe an dem beweglichen Halter
über ein konisch, kegelähnlich, pyramidenähnlich od. dgl. ausgebildetes elastisches
Zwischenstück zu befestigen. Die breite Basis ermöglicht eine gute Befestigung am
Halter und schützt das Zwischenstück weitgehend gegen seitliche Verschiebungen oder
Verformungen. Die zur Spitze dieses Zwischenstückes zunehmend geringere Materialstärke
ermöglicht die hochflexible Befestigung der Klappe am Zwischenstück, da für eine Verformung
nur geringe Materialmengen verformt werden müssen, so daß automatisch eine optimale
Feinjustierung der Klappe bei ihrer Anlage am Tonlochrand bewirkt wird und dadurch
eine optimale Abdichtung des Tonloches möglich wird.
[0013] Daß der Dämpfungskörper das Zwischenstück direkt und radial formschlüssig umgibt,
ermöglicht eine Verbindung zwischen diesen beiden Bauteilen. So kann der Dämpfungskörper
eine der Klappe anliegende Fläche für eine problemlose klappenseitige Befestigung
dort bereitstellen, wo das Zwischenstück mit seiner Spitze ansonsten nur schwierig
befestigbar, z.B. verklebbar wäre. Somit wiederum kann die Spitze des Zwischenstücks
besonders klein und punktuell ausgestaltet werden, was eine optimale Kippbeweglichkeit
der Klappe unterstützt, wobei die Klappe bei der Kippbewegung um einen definierten
Punkt kippt und nicht gleichzeitig zu einer seitlichen Verlagerung gezwungen ist,
wie dies beispielsweise beim Abrollen auf einer kugelsegmentförmigen Stirnfläche eines
Zwischenstücks der Fall ist.
[0014] Gegenüber der aus der WO96/21923 bekannten Verwendung einer steifen, pendelstützenartigen
Achse, um die herum eine dämpfende Scheibe angeordnet ist, wird zudem ein besseres
Dämpfungsverhalten erzielt. Klappengeräusche, die beim Anschlagen der Klappe an das
Tonloch auftreten können, werden gedämpft und können sich nicht in unerwünschter Weise
von der Klappe auf weitere Bauteile des Musikinstrumentes übertragen.
[0015] Im Gegensatz zu den gattungsgemäßen Klappen, bei denen ein Dicht- oder Dämpfungsring
jeweils in einer Nut der Klappe aufgenommen ist, ist zudem bei der erfindungsgemäßen
Klappe vorteilhaft vorgesehen, die ringförmige Dichtungsfläche auf die plane Klappenoberfläche
aufzukleben. Hieraus ergeben sich mehrere Vorteile:
1. Die Montage der Klappen kann schnell und einfach erfolgen. Durch die große zum
Tonloch gerichtete Klappenoberfläche kann ein Dichtring in einem vergleichsweise weiten
Bereich exzentrisch angeordnet werden und die Klappe muß nicht langwierig exakt zentrisch
zum Tonloch ausgerichtet werden. Insbesondere kann zunächst der Dichtring lagerichtig
auf den Tonlochrand aufgelegt werden. Durch eine Klebeschicht wird bei nun folgendem
Schließen der Klappe die korrekte Position des Dichtrings an der Klappe erzielt. Die
Breite des Dichtrings kann daher schmal bemessen sein, da sie nicht Toleranzen bei
der Ausrichtung der Klappe ausgleichen muß.
2. Die unerwünschte Tondämpfung bei geschlossener Klappe kann durch die geringe Breite
des Dichtrings verringert werden, da innerhalb des Tonlochdurchmessers der Anteil
der schalldämpfenden Dichtungsfläche minimiert werden kann.
3. Aus demselben Grund kann auch bei geöffneter Klappe die zum Tonloch gerichtete
Klappenoberfläche einen minimalen Anteil schalldämpfender Dichtungsfläche aufweisen,
wobei zusätzlich der gegenüber anderen Klappen größere reflektierende Klappendurchmesser
wirkt.
4. Da die Klappe im Minimalfall aus lediglich einer Platte und einem darauf befestigten
Dichtring bestehen kann, ist die Vergrößerung der Reflektionsfläche sogar bei einem
Klappengewicht möglich, das noch unter dem Gewicht vergleichbarer Klappen liegt.
[0016] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen entnehmbar.
[0017] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- Ein erstes Ausführungsbeispiel mit einer Klappe, einem Haiter und einem dazwischen
angeordneten Zwischenkörper aus einem Zwischenstück, welches von einem Dämpfungskörper
umgeben ist,
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel, wobei Klappe, Halter und Zwischenstück gegenüber
der Fig. 1 unterscniedlichausgebildet sind und wobei der Dämpfungskorper nicht dargestellt
ist,
- Fig. 3
- ein drittes Ausführungsbeispiel, bei dem der Zwischenkörper und die Klappe gegenüber
den Fig. 1 und 2 unterschiedlich ausgestaltet sind,
- Fig. 4
- das Ausführungsbeispiel von Fig.1, jedoch mit einem zu Fig.1 unterschiedlich positionierten
Dichtring.
[0018] In Fig. 1 ist mit 1 eine Klappe bezeichnet, die an einem Musikinstrument, beispielsweise
an einem Saxophon, Verwendung finden kann, die in ähnlicher Ausgestaltung jedoch auch
an allen anderen Blasmusikinstrumenten mit Tonlöchem bzw. Tonlochkaminen Verwendung
finden kann, beispielsweise an Oboen, Klarinetten. Querflöten, Fagotten od. dgl.
[0019] Die Klappe 1 weist als Dichtfläche einen Dichtring 2 auf, der dem Tonlochrand anliegt
und so das Tonloch luftdicht verschließt. Die Klappe 1 kann einen erheblich größeren
Durchmesser als der Dichtring 2 aufweisen. Dies kann aus produktionstechnischen Gründen
wünschenswert sein, um bei lediglich geringen Unterschieden des Tonlochdurchmessers
nicht eine Unzahl unterschiedlicher Klappengrößen herstellen zu müssen.
[0020] Zudem ergibt sich hierdurch neben einer ersten Reflektionsfläche 8 radial innerhalb
des Dichtrings 2 eine zweite Reflektionsfläche 9 radial außerhalb des Dichtrings 2.
[0021] Die Klappe 1 ist mit einem Halter 3 verbunden, wobei der Halter über ein nicht dargestelltes
Hebelgestänge schwenkbeweglich am Musikinstrument gelagert ist und die Schwenkbewegung
der Klappe zwischen ihrer offenen und ihrer geschlossenen Stellung ermöglicht. Gegebenenfalls
kann er durch weitere Hebelgestänge mit einer Tastatur verbunden sein, die eine Betätigung
der Klappe 1 in einem erheblichen Abstand von der Klappe 1 ermöglicht.
[0022] Die Klappe 1 ist mit dem Halter 3 über ein Zwischenstück 4 verbunden. Das Zwischenstück
4 verläuft konisch von seiner Basis am Halter 3 zu seinem spitzeren Ende an der Klappe
1. Das Zwischenstück 4 ermöglicht durch seine breite Anlagefläche an dem Halter 3
eine verschiebesichere Halterung der Klappe 1, so daß parallele Verschiebungen zwischen
der Klappe 1 und dem Halter 3 bei den in der Praxis auftretenden Bedingungen ausgeschlossen
werden können. Auf diese Weise wird eine sichere Anlage des Dichtringes 2 am Tonlochrand
gewährleistet.
[0023] Das Zwischenstück 4 trifft mit seiner nahezu punktförmig kleinen Spitze auf die Klappe
1. Hierdurch wird eine große Elastizität und ein gutes Dämfungsverhalten beim Auftreffen
der Klappe 1 auf den Tonlochrand erzielt. Eine sichere Verbindung zwischen dem Zwischenstück
4 und der Klappe 1 wird durch einen das Zwischenstück 4 umgebenden Dämpfungskörper
5 ermöglicht: Der Dämpfungskörper 5 besteht aus einem gegenüber dem Zwischenstück
4 nachgiebigeren Material und ermöglicht die Pendelbewegung der Klappe 1 um die Spitze
des Zwischenstückes 4, so daß sich die Klappe 1 stets optimal an das Tonloch anlegen
kann. Der Dämpfungskörper 5 kann mit dem Zwischenstück 4 verklebt sein. Es kann auch
in einem gleichzeitigen Herstellungsprozeß, in weichem das Zwischenstück 4 und der
Dämpfungskörper 5 gleichzeitig gespritzt bzw. gegossen werden, eine innige Verbindung
zwischen dem Dämpfungskörper 5 und dem Zwischenstück 4 sichergestellt werden.
[0024] Der Dämpfungskörper 5 weist zur Klappe 1 hin eine große Anlagefläche auf, so daß
eine sichere Verbindung der Klappe 1 mit dem Halter 3 über die große Anlagefläche
des Dämpfungskörpers 5, die Verbindungsfläche zwischen Dämpfungskörper 5 und Zwischenstück
4 und schließlich über die große Basisfläche des Zwischenstückes 4 erzielt wird, mit
der dieses dem Halter 3 anliegt.
[0025] Der Dämpfungskörper 5 umgibt das Zwischenstück 4 an dessen klappenseitigem Ende konturgenau,
also eng anliegend. Er sichert daher einerseits die gewünschte Führung der Klappe
1 durch eine Stabilisierung des an seiner Spitze sehr leicht verformbaren Zwischenstücks
4, andererseits werden durch die Weichheit des Dämpfungskörpers 5 Klappengeräusche
vermieden, die bei einer größeren Härte im Bereich der Spitze des Zwischenstücks 4
auftreten könnten. Diese größere Härte könnte durch ein härteres für das Zwischenstück
4 verwendetes Material oder durch eine massivere Ausgestaltung des Zwischenstücks
4 an seinem klappenseitigen Ende bewirkt werden und ist durch die Verwendung des Dämpfungskörpers
5 vermeidbar.
[0026] Zudem kann das Zwischenstück 4, obwohl es im Vergleich zu metallischen Materialien
selbst vergleichsweise weich ist, aufgrund der Unterstützung durch den Dämpfungskörper
5 insbesondere am klappenseitigem Ende des Zwischenstücks 4 spitz enden und eine punktgenaue
Kippbewegung der Klappe 1 ermöglichen. Im Gegensatz dazu führt eine Klappe bei einem
kugelsegmentartigen oder ähnlich kuppenartig breiten Ende des Zwischenstücks 4 eine
Abrollbewegung aus, bei der sich das Zentrum der Klappe nicht nur hinsichtlich seiner
Winkelstellung gegenüber dem Tonlochrand bewegt, sondern auch seitlich und/oder in
der Höhe verschiebt, so daß ein präzises Öffnen und Schließen des Tonlochs erschwert
wird.
[0027] Zwischenstück 4 und Dämpfungskörper 5 bilden gemeinsam einen Zwischenkörper 6, der
beispielsweise scheibenförmig oder zylinderförmig ausgestaltet sein kann. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel wird die äußere Kontur des Zwischenkörpers 6 durch die äußere
Kontur des Dämpfungskörpers 5 bestimmt.
[0028] Die Klappe 1 gemäß Fig. 1 weist an ihrer zum Tonloch gerichteten Seite einen sehr
großen schallharten Flächenanteil auf, da an dieser Seite der Klappe 1 lediglich der
Dichtring 2 die Oberfläche der Klappe 1 verdeckt. Die Klappe 1 benötigt daher keine
zusätzlichen zum Tonloch gerichteten Resonatoren, Reflektoren od. dgl., die sowohl
bei geschlossener als auch bei geöffneter Klappe den Klang des Instruments beeinflussen.
[0029] Die Klappe 1 stellt vielmehr selbst einen optimalen Schallreflektor mit einer großen
Reflektionsfläche dar, so daß insgesamt die Konstruktion gemäß Fig. 1 sehr leicht
gehalten werden kann und entsprechend geringe Federkräfte zum Offenhalten der Klappe
1 erforderlich sind. Dementsprechend leicht ist die Betätigung zum Schließen der Klappe,
da lediglich die geringen Federkräfte überwunden werden müssen.
[0030] Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 kann vorgesehen sein, das spitzere
Ende des Zwischenstück 4 kegelstumpfförmig auszugestalten, so daß das Zwischenstück
4 seiner Basis gegenüberliegend eine Spitze aufweist, die nicht punktförmig klein
ist, sondern eine gewisse Fläche aufweist. Mit dieser Fläche kann eine Befestigung
an der Klappe 1 möglich sein, beispielsweise durch Verklebung. Der Dämpfungskörper
5, der im Ausführungsbeispiel von Fig. 1 die Verklebbarkeit des gesamten Zwischenkörpers
6 an der Klappe 1 ermöglicht, kann dann eventuell entfallen, so daß die gesamte Klappenanordnung
noch leichter wird.
[0031] Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Klappe 1 in ihrer Mitte eine Bohrung
aufweist, durch die sich die Spitze des Zwischenstückes 4 erstreckt. Die Spitze ist
dabei pfeilförmig und widerhakenartig ausgestaltet, so daß die Klappe 1 zwischen zwei
Flächen festgelegt wird: Einerseits der kleineren Fläche des kegelstumpfförmigen Zwischenstückes
4 und andererseits der widerhakenartigen Fläche der Spitze dieses Zwischenstükkes
4. Eine an die Spitze angeformte Zughilfe 7 kann vorgesehen sein, um das Durchziehen
der Spitze des Zwischenstückes 4 durch die Klappe 1 zu erleichtern, wobei die Zughilfe
7 später abgeschnitten oder auf andere Weise entfernt werden kann.
[0032] In Fig. 2 ist nicht der gesamte Zwischenkörper abgebildet, sondern lediglich dessen
Zwischenstück 4 ohne den umgebenden Dämpfungkörper. Dieser ist bei dem Ausführungsbeispiel
von Fig. 2 nicht für die Befestigung des gesamten Zwischenkörpers an der Klappe erforderlich
und muß daher nicht wie in Fig. 1 eine klappenseitige Befestigungsfläche bilden.
[0033] Auch das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 weist eine sehr große freie Oberfläche
der Klappe 1 auf, die zum Tonloch gerichtet ist, so daß auch bei diesem Ausführungsbeispiel
auf zusätzliche Resonatoren oder Reflektoren an der Klappe 1 verzichtet werden kann,
da die Klappe 1 selbst als ein solcher Reflektor wirkt.
[0034] Bei beiden Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 und Fig. 2 ist die Klappe 1 spielfrei,
aber pendelbeweglich an der Spitze des Zwischenstückes 4 angeordnet. Auf diese Weise
wird ein ungewolltes, beliebiges Pendeln der Klappe 1 verhindert. Die Klappe 1 steht
vielmehr in einer Vorzugsausrichtung vor dem Tonloch, wenn sie sich in ihrer geöffneten
Stellung befindet. Dies ist für die gewünschte Verteilung des aus dem Tonloch austretenden
Schalls vorteilhaft. Aus diesem Grunde kann auch abweichend von den dargestellten
geradlinigen Querschnittsverläufen der Klappe 1 abgewichen werden. So können beispielsweise
Klappen mit konvexem oder konkaven Querschnittsverlauf und dementsprechender Schallverteilung
Verwendung finden:
[0035] Fig. 3 zeigt eine konvexe Klappe 1 und einen Halter 3, wobei der Zwischenkörper 6
ein Zwischenstück 4 aufweist, welches in der Mitte tailliert ist und daher doppelkegelförmig
ausgestaltet ist. Hierzu kann ein speziell ausgestalteter Zwischenkörper 6 Verwendung
finden oder der Zwischenkörper 6 gemäß Fig. 3 kann durch Verwendung von zwei Zwischenkörpern
6 gemäß Fig. 1 hergestellt werden, in dem zwei derartige Zwischenkörper 6 miteinander
verbunden werden, beispielsweise verklebt.
[0036] Die Kippachse für die Klappe 1 befindet sich bei dem Zwischenkörper 6 gemäß Fig.
3 von der Plattenoberfläche entfernt im Bereich der Taille des Zwischenstücks 4, also
in der Ebene an der Außenseite des umlaufenden, den Dichtungsring 2 tragenden Randes
der Klappe 1.
[0037] Vorteilhaft kann die Kippachse einer Klappe 1 in der Ebene liegen, in der sich die
Unterkante des Dichtringes 2 befindet, so daß durch die erzielten Kippbewegungen eine
optimal gleichmäßige Anlage des Dichtringes 2 am Tonlochrand unterstützt wird und
geringfügige Schrägstellungen vermieden werden können, die ansonsten durch die Elastizität
des für den Dichtring 2 verwendeten Materials kompensiert werden müßten. Zu diesem
Zweck kann die Klappe 1 einen konkav nach innen eingezogenen Verlauf aufweisen, ähnlich
wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3.
[0038] Es kann jedoch auch unabhängig von der grundsätzlichen Klappenform vorgesehen sein,
dort, wo der Zwischenkörper 4 an die Klappe 1 anstößt, eine Vertiefung in der Klappe
vorzusehen, so daß die Befestigung des Zwischenstückes 4 an der Klappe 1 gegenüber
dem außen umlaufenden Klappenrand derart vertieft angeordnet ist, daß sich die Kippachse
in der gewünschten Ebene am Dichtring 2 ergibt. Die Ausnehmungen können in hölzerne
Klappen eingefräst werden, wobei unter der hauptsächlichen Klappenebene eine Materialanhäufung
vorgesehen sein kann, in die sich die Ausnehmung erstreckt, so daß die Ausnehmung
tiefer sein kann als es der Materialstärke der Klappe entspricht. Bei metallischen
Klappen können entsprechende Vertiefungen eingeprägt sein.
[0039] Vorteilhaft weisen die Vertiefungen eine größere Durchschnittsfläche auf als das
Zwischenstück 4, welches sich in die Vertiefung erstreckt. Auf diese Weise ist eine
freie Beweglichkeit und Verformbarkeit des Zwischenstückes 4 in diesem Bereich gewährleistet,
so daß die Kippachse in diesen Bereich verlagert werden kann.
[0040] Die Halter 3 der Fig. 1 und 3 weisen jeweils einen umlaufenden Kragen 8 auf, der
den Zwischenkörper 6 zusätzlich zur Verklebung auch durch Formschluß gegen seitliche
Verschiebungen fixiert.
[0041] In den Zeichnungen ist rein beispielhaft dargestellt, daß die Klappen einen größeren
Durchmesser aufweisen können als die Dichtringe 2. Fig. 4 verdeutlicht, daß dieser
Überstand außer zur Vergößerung der Reflektionsfläche zu einer vorteilhaften Montageart
der Klappen verwendet werden kann: Zunächst wird dabei ein lose vorliegender Dichtring
2 bei geöffneter Klappenstellung optimal auf dem Tonlochrand positioniert. An seiner
Rückseite ist der Dichtring 2 selbstklebend beschichtet. Nun wird die Klappe 1 geschlossen.
Dadurch werden zwei Vorteile erzielt:
[0042] Ohne aufwendige Justage der Klappe, also auch bei nicht exakt zentrisch über dem
Tonloch angeordneter Klappe, wird so ein perfekter Sitz des Dichtrings sichergestellt.
Angesichts der Anzahl von Klappen z.B. an einem Saxophon kann preislich vorteilhaft
ein sehr langwieriger und lohnkostenintensiver Produktions- oder Wartungsschritt erheblich
verkürzt werden.
[0043] Der Dichtring 2 kann zudem entsprechend schmal ausgestaltet werden und entsprechend
große Anteile der Klappenoberfläche als Schallreflexionsfläche verfügbar machen, was
klanglich vorteilhaft ist. Eine größere Breite des Dichtrings zum Ausgleich von Toleranzen
bei nicht genau zentrisch justierter Klappe ist nämlich nicht erforderlich.
1. Klappe für ein Tonlöcher aufweisende Musik-Blasinstrument,
- mit einer zum Tonloch gerichteten Reflektionsfläche für den Schall,
- und mit einer dem Tonlochrand anliegenden Dichtungsfläche,
- wobei die Dichtungsfläche ringförmig die Reflektionsfläche umgibt,
- wobei eine zweite Reflektionsfläche (9) radial außerhalb der Dichtungsfläche angeordnet
ist,
- und wobei die Klappe an einem beweglich gelagerten Halter befestigt ist, der die
Klappe zwischen einer das Tonloch verschließenden und einer Offenstellung führt,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Klappe (1) mittels eines elastisch verformbaren Zwischenstücks (4) an dem Halter
(3) befestigt ist,
- wobei sich das Zwischenstück (4) von einem ersten, eine Basis ausbildenden, zu enem
zweiten, spitzeren Ende verjüngt,
- und wobei wobei das Zwischenstück (4) mit einem dieser beiden Enden an der Klappe
(1) und mit dem anderen Ende am Halter (3) befestigt ist,
- und wobei das Zwischenstück (4) von einem im Vergleich zu dem Zwischenstück (4)
weicheren, schwingungsdämpfenden Dämpfungskörper (5) direkt und radial formschlüssig
umgeben ist.
2. Klappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsfläche aus einem auf die Klappe (1) aufgeklebten Material besteht.
3. Klappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (4) mit seiner Basis zu dem Halter (3) und mit seiner Spitze zu
der Klappe (1) gerichtet ist.
4. Klappe nach-Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (4) mit dem Halter (3) und der Klappe (1) verklebt ist.
5. Klappe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (4) mit einem pilz- oder pfeilförmigen Kopfteil an seiner Spitze
in einer Bohrung der Klappe (1) festgelegt ist.
6. Klappe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (1) im Bereich der Spitze des Zwischenstückes (4) spielfrei an dem Zwischenstück
(4) festgelegt ist.
7. Klappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (4) mit dem Dämpfungskörper (5) unlösbar verbunden ist und zusammen
mit diesem einen Zwischenkörper (6) ausbildet.
8. Klappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (3) einen umlaufenden Kragen (8) aufweist und daß die Basis des Zwischenstückes
(4) oder des Zwischenkörpers (6) sich bis an den Kragen (8) erstreckt.
9. Klappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsfläche als Dichtring (2) ausgestaltet ist.
10. Klappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippachse der Klappe (1) in der Ebene der Unterseite der Dichtfläche angeordnet
ist.
1. Valve for a musical wind instrument having sound holes,
- with a reflection surface for the sound oriented towards the sound hole;
- and with a sealing surface which abuts the edge of the sound hole;
- and the sealing surface annularly surrounds the reflection surface;
- and a second reflection surface (9) is arranged radially outside the sealing surface;
- and the valve is fixed on a movably mounted support which guides the valve between
a position which closes the sound hole and an open position,
characterised in that
- the valve (1) is mounted to the support (3) by means of an elastically deformable
intermediate piece (4);
- and the intermediate piece (4) narrows from a first end which establishes a base
to a second more pointed end;
- and the intermediate piece (4) is attached by one of these two ends to the valve
(1) and with the other end to the support (3);
- and the intermediate piece (4) is surrounded directly and radially positive by a
vibration damping body (5) which is comparably softer than the intermediate piece
(4).
2. Valve according to Claim 1, characterised in that the sealing surface is composed of a material which is glued onto the valve (1).
3. Valve according to Claim 1, characterised in that the intermediate piece (4) is oriented with its base towards the support (3) and
with its tip towards the valve (1).
4. Valve according to Claim 1 or 3, characterised in that the intermediate piece (4) is glued to both the support (3) and the valve (1).
5. Valve according to Claim 3, characterised in that the intermediate piece (4) is fixed with a mushroom- or arrow shaped head part at
its tip in a bore of the valve (1).
6. Valve according to Claim 3, characterised in that the valve (1) is in the area of the tip of the intermediate piece (4) fixed without
play on the intermediate piece (4).
7. Valve according to Claim 1, characterised in that the intermediate piece (4) is inseparably joined to the damping body (5) and establishes
with the latter an intermediate body (6).
8. Valve according to one of the above claims, characterised in that the support (3) comprises a peripheral collar (8) and that the base of either the
intermediate piece (4) or the intermediate body (6) extends up to the collar (8).
9. Valve according to one of the above claims, characterised in that the sealing surface is equipped as a sealing ring (2).
10. Valve according to one of the above claims, characterised in that the tilt axis of the valve (1) is arranged in the plane of the bottom side of the
sealing surface.
1. Plateau pour un instrument de musique à vent présentant des trous pour la production
de sons,
- comprenant une surface de réflexion du son orientée vers le trou,
- et une surface d'étanchéité reposant sur le bord du trou,
- dans lequel la surface d'étanchéité forme un anneau autour de la surface de réflexion,
- dans lequel une deuxième surface de réflexion (9) est disposée à l'extérieur de
la surface d'étanchéité dans le sens radial,
- et dans lequel le plateau est fixé à un support mobile qui guide le plateau entre
une position où il ferme le trou et une position ouverte,
caractérisé en ce que :
- le plateau (1) est fixé sur le support (3) par une pièce intercalaire (4) capable
de déformation élastique,
- la pièce intercalaire (4) se rétrécissant depuis d'une première extrémité formant
une base jusqu'à une seconde extrémité plus pointue,
- et la pièce intercalaire (4) étant fixée au plateau (1) à l'une de ces deux extrémités
et au support (3) à l'autre extrémité,
- et la pièce intercalaire (4) étant entourée directement et en emboîtement dans le
sens radial par un élément amortisseur (5) plus souple que la pièce intercalaire (4)
et amortissant les vibrations.
2. Plateau selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface d'étanchéité se compose d'un matériau collé sur le plateau (1).
3. Plateau selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce intercalaire (4) est orientée à la base vers le support (3) et à la pointe
vers le plateau (1).
4. Plateau selon la revendication 1 ou 3, caractérisé en ce que la pièce intercalaire (4) est collée au support (3) et au plateau (1).
5. Plateau selon la revendication 5, caractérisé en ce que la pièce intercalaire (4) est fixée à sa pointe par une partie de tête en forme de
champignon ou de flèche dans un trou percé dans le plateau (1).
6. Plateau selon la revendication 3, caractérisé en ce que le plateau (1) est fixé sans jeu sur la pièce intercalaire (4) au niveau de la pointe
de celle-ci.
7. Plateau selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce intercalaire (4) est reliée de manière inamovible à l'élément amortisseur
(5) et forme avec celui-ci un élément intercalaire (6).
8. Plateau selon l'une ou l'ensemble des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support (3) présente une collerette (8) continue et en ce que la base de la pièce intercalaire (4) ou de l'élément intercalaire (6) s'étend jusqu'à
la collerette (8).
9. Plateau selon l'une ou l'ensemble des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface d'étanchéité est conformée comme un anneau d'étanchéité (2).
10. Plateau selon l'une ou l'ensemble des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'axe de pivotement du plateau (1) est disposé dans le plan de la face inférieure
de la surface d'étanchéité.