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(11) |
EP 0 953 312 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.2000 Patentblatt 2000/37 |
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Anmeldetag: 21.04.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A47K 10/32 |
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Spendereinheit
Dispensing unit
Unité de distribution
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.11.1999 Patentblatt 1999/44 |
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Patentinhaber: DRY-WET System-DEWE AG |
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5610 Wohlen AG (CH) |
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Erfinder: |
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- Meyer, Bruno
5610 Wohlen (CH)
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Vertreter: Riederer, Conrad A., Dr. et al |
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c/o Riederer Hasler & Partner
Patentanwälte AG
Bahnhofstrasse 10 7310 Bad Ragaz 7310 Bad Ragaz (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 624 337 US-A- 1 582 645 US-A- 4 280 643 US-A- 5 465 878
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CH-A- 653 874 US-A- 3 796 185 US-A- 4 436 224
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spendereinheit gemäss dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 für Tücher, Papier, Watte oder dergleichen und für eine Flüssigkeit.
Stand der Technik
[0002] Aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE-U-91 12 823 ist ein Flüssigkeitsspender für
die Benetzung von Toilettenpapier mit einer Reinigungsflüssigkeit bekannt, welcher
als Halter für eine Toilettenpapierrolle ausgebildet ist. Dieser Flüssigkeitsspender
weist eine Einfüll- und eine Austrittöffnung auf. Das Spenderventil ist nach unten
gerichtet. Flüssigkeit tritt unter Einwirkung der Schwerkraft aus dem Ventil aus.
Nachteilig an diesem Flüssigkeitsspender ist die sehr schwierig herstellbare Hohlform
und die zwei Öffnungen in der Form. Der Behälter ist deshalb sehr aufwendig in der
Herstellung und sein Inneres schlecht reinigbar.
[0003] Aus dem US-Patent US-A-4,798,312 ist ein Flüssigkeitsspender bekannt, welcher an
die Stange eines Toilettenpapierrollen-Halters angebracht werden kann. Zum Aufhängen
weist der Behälter zwei Haken auf. Diese sind an der Stange eingehängt, welche durch
den Kern einer Toilettenpapierrolle geführt ist. Der Behälter ist nach hinten leicht
geneigt und weist an seiner vorderen Fläche eine Öffnung auf, welche mit einer Pumpe
versehen ist. Mit der Pumpe kann Flüssigkeit durch ein Röhrchen aus dem unteren Bereich
des Behälters angesaugt werden. Nachteilig daran ist insbesondere, dass ein Pumpmechanismus
benötigt wird. Eine Bedienung des Behälters von unten ist nicht möglich, da er dadurch
von der Stange abgehängt werden könnte.
[0004] In der nicht vorveröffentlichten europäischen Patentanmeldung 98 810 118.4 (veröffentlicht
unter Nr. EP-A-0 860 137) sind Spender für Bandmaterial beschrieben, welche eine Abreissöffnung
in einer Wandung aufweisen, wobei ein im Boden des Magazins für das Bandmaterial einsetzbarer
Flüssigkeitsspender bzw. ein seitlich neben dem Magazin angeordneten Flüssigkeitsspender
vorgesehen ist. Die gezeigte Flaschenform zum Einsetzen in den Papierrollen-Halterboden
bildet einen konkaven Magazinboden. Die einfacher geformte Flasche zum neben dem Magazin
anordnen wird kopfüber in ein Flaschenmagazin gesteckt. Dabei wird die Nachfüllöffnung
mit dem aufgesetzten Spenderventil durch eine Öffnung im Magazinboden gesteckt. Nachteilig
an diesem Spender ist, dass durch den beim Entnehmen von Flüssigkeit von unten auf
die Flasche ausgeübten Druck die Flasche aus dem Magazin gehoben werden kann.
[0005] Aus der US-A-3 796 185 sind Halter für Toilettenpapier bekannt, in welche eine Sprühdose
einsetzbar ist. Der Sprühkopf ist auf die Papierfläche des vordersten Coupons gerichtet
und durch Druck auf den Sprühkopf ist ein Venil betätigbar, so dass die in der Dose
unter Druck vorliegende Flüssigkeit auf den Coupon gesprüht wird. Es sind verschiedene
Halterungen für die Dose vorgeschlagen, wobei die Dose jeweils stehend oder liegend
am Halter befestigt ist. Der Druck zum Betätigen des Ventils muss jeweils von oben
oder etwa horizontal auf den Sprühkopf ausgeübt werden. Die Sprührichtung ist etwa
senkrecht zur Druckrichtung. Nachteilig an diesen Spendereinheiten ist, dass Sprühdosen
verwendet werden müssen, in denen die Benetzungsflüssigkeit unter Druck steht. Die
Nutzung der Schwerkraft zum Abgeben der Flüssigkeit von der Dose auf das Coupon ist
nicht möglich.
Aufgabe der Erfindung
[0006] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Spendereinheit für Tücher, Papier, Watte
oder dergleichen und eine Flüssigkeit zu schaffen, bei welcher die im Stand der Technik
vorliegenden Nachteile vermieden werden. Der Flüssigkeitsbehälter soll auswechselbar
sein. Insbesondere soll z.B. ein Tuch oder ein Stück Watte durch Kontakt mit einem
nach unten gerichteten Spenderventil von oben benetzt werden können, weshalb der Behälter
für die Benetzungsflüssigkeit und seine Befestigung unempfindlich sein soll gegen
Druck von unten. Der Flüssigkeitsbehälter soll eine für die Massenproduktion zweckmässige
Form aufweisen.
Beschreibung der Erfindung
[0007] Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass bei einer Spendereinheit, welche
aus einem Halter zur Bevorratung und Abgabe von Tüchern, Papier oder Watte und einer
in den Halter einsetzbaren und wieder aus dem Halter entfernbaren Behälter zur Bevorratung
und Abgabe einer Flüssigkeit besteht, wobei der eingesetzte Behälter eine mit einem
Spenderventil versehene, nach unten gerichtete Abgabeöffnung und einen nach oben gerichteten
Anschlag aufweist, und der Halter einen mit diesem Anschlag zusammenwirkenden nach
unten gerichtetem Anschlag und wenigsten eine etwa horizontale, mit der Behälterwandung
zusammenwirkende Führung aufweist, auf welcher der Behälter zum Einsetzen oder Entfernen
verschiebbar ist, das Spenderventil so angeordnet ist, dass es durch Druck von unten
öffenbar ist.
[0008] Dank diesen Merkmalen kann die Flüssigkeit durch Kontakt mit dem Spenderventil auf
die Oberseite einer Hand oder eines Stücks Papier-, Textil-, Vliesmaterial oder Watte
gegeben werden. Weil der Behälter lediglich horizontal verschiebbar ist und in vertikaler
Richtung einen Anschlag aufweist, wird er durch Druck von unten nicht von der Stelle
bewegt. Dennoch ist der Behälter in horizontaler Richtung aus dem Halter entnehmbar
und ersetzbar. Die Führung kann dabei sowohl um eine Achse gebogen oder ebenflächig
sein. Der Behälter ist ähnlich wie eine Schublade in den Halter einschiebbar.
[0009] Als Flüssigkeit kommen u.a. Salben, Gesichtscremen, Seifen, Waschlotions, Benetzungsflüssigkeiten
für Toilettenpapier in Frage.
[0010] Vorteilhaft weist der Halter auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Behälters Führungsmittel
auf, auf welchen der Behälter im Halter verschiebbar aufliegt. Dadurch kann der Behälter
zwischen die Führungsmittel eingeschoben werden. Diese müssen dabei den Behälter nicht
in der ganzen Höhe umfassen, so dass dafür sehr wenig Material benötigt wird.
[0011] Zweckmässigerweise sind auf wenigstens zwei Seiten des Behälters Führungsmittel ausgebildet,
welche mit dem Halter resp. mit den Führungsmitteln am Halter zusammenwirken. Diese
können Nuten oder Flächen sein, welche von der Vertikalen wesentlich abweichen, so
dass der Behälter mit diesen Nuten oder Flächen auf den Führungsmitteln aufliegt.
[0012] Vorteilhaft ist ein Anschlag ausgebildet, welcher in Einschieberichtung die Schiebebewegung
begrenzt. Und zweckmässigerweise ist eine Ausbuchtung am Halter oder am Behälter und
eine mit der Ausbuchtung zusammenwirkende Gegenform am Behälter oder am Halter vorgesehen,
wobei bei in den Halter eingesetztem Behälter die Ausbuchtung und die Gegenform derart
zusammenwirken, dass der Behälter nur gegen einen Widerstand vom Halter lösbar ist.
Durch den Anschlag und durch die Ausbuchtung und die Gegenform wird der Behälter an
einem definierten Platz festgehalten. Dank dem Widerstand beim Lösen des Behälters
wird dieser nur willentlich aus dem Halter genommen.
[0013] Vorteilhaft ist die Abgabeöffnung auch die Füllöffnung des Behälters und ist der
Behälter mit der Öffnung nach unten in den Halter einsetzbar. Behälter mit einer einzigen
Öffnung sind einfacher in der Herstellung als solche mit zwei Öffnungen. Zudem muss
nur eine Öffnung verschlossen werden.
[0014] Vorteilhaft ist der Behälter eine geblasene Flasche, da eine solche in grossen Mengen
und günstig aus für den Inhalt zweckmässigem Kunststoff herstellbar ist.
[0015] Weiter vorteilhafte Ausführungsformen sind mit den Unteransprüchen 7 bis 12 beansprucht.
Kurzbeschrieb der Figuren
[0016] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Frontalansicht eines erfindungsgemässen Halters und einer erfindungsgemässen
Flasche,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht von Träger und Flasche gemäss Figur 1.,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel eines Halters mit Flasche, bei
welchem die Flasche von der Seite eingeschoben wird,
- Fig. 4
- eine perspektivische Skizze eines dritten Ausführungsbeispiels der Erfindung mit vom
Halter gelöster Flasche,
- Fig. 5
- eine perspektivische Skizze eines vierten Ausführungsbeispiels.
Beschrieb der Ausführungsbeispiele
[0017] Die Figuren 1 und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem Halter
11 für Toilettenpapierrollen und darunter einer von vorne in den Halter 11 eingeschobenen
Flasche 13 mit Flüssigkeit zum Benetzen des Toilettenpapiers. Der Halter 11 ist im
Beispiel mit einer zylindrischen Halbschale 15 und einem zylindrischen Deckelsegment
17 versehen. Die Halbschale 15 weist in der nach vorne gerichteten Wandung eine Abreissöffnung
19 zum Durchschlaufen des Toilettenpapierbandes und eine Abreisskante 21 für das Toilettenpapier
auf. Es kann jedoch auch ein ganz anders gearteter Halter sein. Die Erfindung betrifft
das Zusammenspiel von Halter und Flasche.
[0018] An der Unterseite des Halters 11 sind seitlich zwei Wände 23 mit nach innen gerichteten
Rippen 25 angeordnet. Mit diesen Rippen 25 wirken zwei Nuten 27 in der Wandung 29
der Flache 13 zusammen. Die Rippen 25 passen in die Nuten 27, der Abstand zwischen
den Rippen 25 ist kleiner als das Aussenmass der Flasche 13 in der entsprechenden
Richtung. Die Nuten 27 sind auf der Hinterseite der Flasche 13 offen, jedoch auf der
Vorderseite abgeschlossen. Dadurch kann die Flasche 13 lediglich bis zum Abschluss
31 der Nut 27 über die Rippen 25 geschoben werden. Danach steht der Abschluss 31 an
der Stirnseite 33 der Rippe 25 an.
[0019] Die Unterseite 35 des Halters 11 ist zylindrisch geformt. Der kleinste Abstand zwischen
der Oberseite der Rippen 25 und der Unterseite des Halters 11 entspricht dem Abstand
zwischen der auf der Rippe 25 aufliegenden Seite der Nut 27 und dem Flaschenboden
37. Am Flaschenboden 37 sind Ausbuchtungen 39,39' ausgebildet, von denen eine 39'
beim Einschieben der Flasche 13 in den Halter 11 unter Verformung des Flaschenbodens
37 hinter die Stelle mit dem kleinsten Abstand zwischen Unterseite des Halters 11
und Oberseite der Rippen 25 unter der Unterseite des Halters hindurchgepresst wird.
Da der Flaschenboden 37 weich ist und die Ausbuchtung 39' in der Mitte zwischen den
beiden Nuten 27 angeordnet ist, ist dies möglich. Es können auch zwei Ausbuchtungen
39' im Flaschenboden 37 vorliegen. Die Ausbuchtung 39 verhindert im eingesetzten Zustand
der Flasche 13 zusammen mit der nach unten gewölbten Unterseite des Halters 11 ein
nicht beabsichtigtes Entfernen der Flasche 13 aus dem Halter 11.
[0020] Die Flasche 13 ist eine geblasenen Kunststoffflasche und ihre einzige Öffnung mit
einem Rollventil 41 versehen. Das nach unten gerichtete Rollventil 41 schliesst unter
dem Gewicht der in einem Dichtring liegenden Kugel 43 und dem auf der Kugel lastenden
Gewicht der Flüssigkeit in der Flasche 13 ab. Bei gleichzeitigem Anheben und Rollen
der Kugel 43 tritt Flüssigkeit aus dem Rollventil 41 aus und wird auf der die Kugel
hebenden Fläche verteilt.
[0021] Figur 3 zeigt einen Toilettenpapierhalter 11' ähnlich dem in den Figuren 1 und 2
dargestellten, jedoch mit Führungen 25' parallel zur Achse der Zylinderabschnitte
15,17 des Toilettenpapiermagazins 45. An der Unterseite des Halbschale 15 sind zwei
etwa 45 Grad geneigte Rippen angeordnet. Diese reichen von einer Seite des Halters
11' zur andern. Mittig in der Halbschale an unterster Position ist eine Öffnung 47
angeordnet, welche mit einer im Flaschenboden 37' ausgebildeten Ausbuchtung 39" zusammenwirkt.
Die Flache 13' weist im Boden 37' zwei den Führungen 25' entsprechende Nuten 27' auf.
Sie ist dadurch von der Seite unter den Halter 11' einschiebbar und rastete mit der
Ausbuchtung 39" in der Öffnung 47 ein.
[0022] Der in Figur 4 dargestellte Halter 49 ist becherförmig, so dass eine Toilettenpapierrolle
mit senkrechter Rollenachse von oben in den Halter 49 eingefüllt werden kann. Der
Halter 49 weist einen Boden 51 und eine im Wesentlichen zylindrische Wandung 53 auf.
Der Halterboden 51 weist eine Öffnung auf, welche aus zwei sich überlappenden Kreisöffnungen
55,57 zusammengesetzt ist, wobei der Übergang von der einen zur anderen Kreisöffnung
ausgerundet und die Durchgangsweite beim Übergang etwas enger als der kleinere Kreisdurchmesser
ist. Die grössere Kreisöffnung 55 ist exzentrisch im Halterboden 51 angeordnet, die
kleinere Kreisöffnung 57 konzentrisch mit der Wandung 53. Die Wandung 53 ist vorderseitig
unterbrochen und bildet mit einer Kante beim Unterbruch eine Abreisskante 59 für das
Toilettenpapier.
[0023] Die auf den Halter 49 abgestimmte Flasche 61 ist stabförmig und weist einen kreisrunden
Querschnitt mit einem Durchmesser auf, welcher kleiner ist als die Kernöffnung einer
Toilettenpapierrolle. Die Flasche 61 weist nahe der Nachfüll- und Abgabeöffnung mit
dem Rollventil 41 eine umlaufende Nut 63 auf. Der Durchmesser der Flasche 61 ist kleiner
als der Durchmesser der grösseren Kreisöffnung 55 im Halterboden 51, der kleinste
Durchmesser des Nut 63 entspricht etwa dem Durchmesser der kleineren Kreisöffnung
57. Dadurch kann die Flache von oben oder unten durch die Kreisöffnung 55 bis zur
Nut 63 in den Halterboden 51 eingesteckt werden, um sie dann horizontal zu verschieben.
Bei dieser Verschiebung der Flasche 61 relativ zum Halter 49 wird die Nut 63 an der
engen Stelle beim Übergang zwischen den beiden Kreisöffnungen vorbei über den Rand
der kleineren Kreisöffnung 57 geschoben. Dabei verformt sich die Flasche leicht und
rastet durch die Spannung der Flaschenwandung hinter der engen Stelle ein, so dass
die Flasche 61 nur gegen Widerstand wieder aus dem Halter 49 entfernbar ist. Über
die Flasche kann eine Rolle Toilettenpapier gesteckt werden. Diese liegt dann auf
dem Halterboden 51 auf und ist um die Flache 61 herum drehbar.
[0024] Eine ähnliche Spendereinheit 65 ist in der Figur 5 dargestellt. Anstatt in einen
becherförmigen Halter ist die Flasche 61' in einen gebogenen Halterdraht 49' eingeführt.
Dieser ist in einem dem engsten Flaschenradius in der Nut 63' entsprechenden Radius
gebogen. Dieser die Flasche 61' in der Nut 63' umlaufende Bogenabschnitt 57' des Halterdrahtes
49' entspricht der Kreisöffnung 57 im Halter 49. Die Flasche 61 braucht jedoch nicht
von unten oder oben eingeführt werden, um mit der Nut 63' in diesen Bogenabschnitt
57' geschoben werden zu können, da dieser Bogenabschnitt nach hinten offen ist. Die
Flasche 61' kann demnach um den gebogenen Halterdraht 49' herumgeführt und an der
engen Stelle bei der Ausbuchtung oder Krümmung 67 des Halterdrahtes 49' bei der Zugangsöffnung
zum Bogenabschnitt 57' vorbei gedrückt werden. Durch die Verengung der Zugangsöffnung
ist die Flasche auch hier im Halter gesichert. Der Halterdraht 49' bildet eine dem
Benutzer zugewandte Schlaufe 67, durch welche das Bandende einer eingelegten Toilettenpapierrolle
gezogen werden kann. Die von der Nut 63 bzw. vom Bogenabschnitt 57' weglaufenden Halterdrahtstücke
bilden eine horizontale Auflage für die über die Flasche 61' gesteckte Toilettenpapierrolle.
1. Spendereinheit für Tücher, Papier, Watte oder dergleichen und für eine Flüssigkeit,
bestehend aus einem Halter (11,11',49,49') zur Bevorratung und Abgabe von Tüchern,
Papier, Watte oder dergleichen und einem in den Halter einsetzbaren und wieder aus
dem Halter entfernbaren Behälter (13,13',61,61') zur Bevorratung und Abgabe einer
Flüssigkeit,
wobei der in den benützungsbereit montierten Halter (11,11',49,49') eingesetzte Behälter
(13,13',61,61') eine mit einem Spenderventil (41) versehene, nach unten gerichtete
Abgabeöffnung und einen nach oben gerichteten Anschlag (37,37',63,63') aufweist,
und der Halter (11,11',49,49') einen mit diesem Anschlag (37,37',63,63') zusammenwirkenden
nach unten gerichteten Anschlag (15,57,57') und wenigstens eine etwa horizontale,
mit der Behälterwandung (29) zusammenwirkende Führung (25,25',57,57') aufweist, auf
welcher der Behälter (13,13',61,61') zum Einsetzen oder Entfernen verschiebbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Spenderventil (41) so angeordnet ist, dass es
durch Druck von unten öffenbar ist.
2. Spendereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (11,11',49,49')
auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Behälters (13,13',61,61') Führungsmittel (25,25',57,57')
aufweist, auf welchen der Behälter (13,13',61,61') im Halter (11,11',49,49') verschiebbar
aufliegt.
3. Spendereinheit nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf
wenigstens zwei Seiten des Behälters (13,13',61,61') Führungsmittel (27,27'63,63')
ausgebildet sind, welche mit dem Halter (11,11',49,49') resp. mit den Führungsmitteln
(25,25',57,57') am Halter zusammenwirken.
4. Spendereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein
Anschlag (31,33) ausgebildet ist, welcher in Einschieberichtung die Schiebebewegung
begrenzt.
5. Spendereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Ausbuchtung
(39',67) am Halter (11,11',49,49') oder am Behälter (13,13',61,61') und eine mit der
Ausbuchtung zusammenwirkende Gegenform (15,47,63,63') am Behälter (13,13',61,61')
oder am Halter (11,11',49,49'), wobei bei in den Halter (11,11',49,49') eingesetztem
Behälter (13,13',61,61') die Ausbuchtung und die Gegenform derart zusammenwirken,
dass der Behälter (13,13',61,61') nur gegen einen Widerstand vom Halter (11,11',49,49')
lösbar ist.
6. Spendereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Abgabeöffnung auch die Füllöffnung des Behälters (13,13',61,61') ist und der Behälter
mit der Öffnung nach unten in den Halter (11,11',49,49') einsetzbar ist.
7. Spendereinheit nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der in Berührung
mit der Unterseite des Halters (11,11') bringbare Anschlag Teil des nach oben gerichteten
Behälterbodens (37,37') ist, und dass wenigstens eine mit der Unterseite des Halters
(11,11') zusammenwirkende Ausbuchtung (39') oder Gegenform am Behälterboden (37,37')
angeordnet ist.
8. Spendereinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite des Halters
(11,11') in Schieberichtung nach unten gewölbt ist und die Ausbuchtung (39') am Behälterboden
ausgebildet ist und bei eingesetztem Behälter (13,13') hinter der Wölbung an der Unterseite
des Halters (11,11') ansteht.
9. Spendereinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Ausbuchtungen
(39,39') am Behälterboden (37,37') ausgebildet sind, welche als Füsse für den vom
Halter (11,11') gelösten und mit der Öffnung nach oben stehenden Behälter (13,13')
dienen.
10. Spendereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der
Behälter (61,61') stabförmig und mit senkrecht gestellter Stabachse ist, und dass
eine Toilettenpapierrolle mit Kernöffnung über den Behälter (61,61') steckbar und
um diesen drehbar ist.
11. Spendereinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (49,49')
eine Öffnung (55,57) im Bodenelement aufweist, welche an einer Stelle so gross ist,
dass der Behälter (61,61') in vertikaler Richtung in die Öffnung (55) einsteckbar
ist, und an anderer Stelle so eng ist, dass der Öffnungsrand (57,57'), wenn der Behälter
(61,61') an die enge Stelle geschoben ist, in die Nut (63,63') im Behälter (61,61')
eingreift, und dadurch der Behälter (61,61') in vertikaler Richtung fixiert ist.
12. Spendereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der
Behälter (61,61') eine geblasene Flasche ist.
1. A dispenser unit for cloths, paper, cotton wool or the like and for a liquid, consisting
of a holder (11, 11', 49, 49') for storing and dispensing cloths, paper, cotton wool
or the like and a container (13, 13', 61, 61') for storing and dispensing a liquid,
which container can be inserted into the holder and removed from the holder again,
wherein the container (13, 13', 61, 61'), inserted into the holder (11, 11', 49, 49')
mounted ready for use, has a downwardly facing dispensing aperture, provided with
a dispensing valve (41), and an upwardly facing stop (37, 37', 63, 63'),
and the holder (11, 11', 49, 49') has a downwardly facing stop (15, 57, 57') which
cooperates with that stop (37, 37', 63, 63'), and at least one approximately horizontal
guide (25, 25', 57, 57') which cooperates with the container wall (29) and on which
the container (13, 13', 61, 61') is displaceable for insertion or removal,
characterised in that the dispensing valve (41) is so arranged that it can be
opened by pressure from below.
2. A dispenser unit according to claim 1, characterised in that the holder (11, 11',
49, 49') has guide means (25, 25', 57, 57') on two opposite sides of the container
(13, 13', 61, 61'), on which guide means the container (13, 13', 61, 61') rests displaceably
in the holder (11, 11', 49, 49').
3. A dispenser unit according to either claim 1 or claim 2, characterised in that guide
means (27, 27', 63, 63') are constructed on at least two sides of the container (13,
13', 61, 61'), which guide means cooperate with the holder (11, 11', 49, 49') or with
the guide means (25, 25', 57, 57') on the holder.
4. A dispenser unit according to any one of claims 1 to 3, characterised in that a stop
(31, 33) is constructed which limits the sliding movement in the insertion direction.
5. A dispenser unit according to -any one of claims 1 to 4, characterised by a protuberance
(39', 67) on the holder (11, 11', 49, 49') or on the container (13, 13', 61, 61')
and a complementary shape (15, 47, 63, 63') on the container (13, 13', 61, 61') or
on the holder (11, 11', 49, 49'), which complementary shape cooperates with the protuberance,
wherein, when the container (13, 13', 61, 61') is inserted in the holder (11, 11',
49, 49'), the protuberance and the complementary shape cooperate in such a manner
that the container (13, 13', 61, 61') can be detached from the holder (11, 11', 49,
49') only against a resistance.
6. A dispenser unit according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the
dispensing aperture is also the filling aperture of the container (13, 13', 61, 61')
and the container can be inserted into the holder (11, 11', 49, 49') with the aperture
downward.
7. A dispenser unit according to claims 5 and 6, characterised in that the stop that
can be brought into contact with the underside of the holder (11, 11') is part of
the upwardly-facing base (37, 37') of the container, and at least one protuberance
(39') or complementary shape which cooperates with the underside of the holder (11,
11') is arranged on the base (37, 37') of the container.
8. A dispenser unit according to claim 7, characterised in that the underside of the
holder (11, 11') has a downward curvature in the sliding direction, and the protuberance
(39') is constructed on the base of the container and is situated behind the curve
on the underside of the holder (11, 11') when the container (13, 13') is inserted.
9. A dispenser unit according to claim 8, characterised in that a plurality of protuberances
(39, 39') is constructed on the base (37, 37') of the container, which protuberances
serve as feet for the container (13, 13') when it has been detached from the holder
(11, 11') and is standing with the aperture upward.
10. A dispenser unit according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the
container (61, 61') is rod-shaped with the axis of the rod placed vertically, and
a roll of toilet paper having a core aperture can be placed over and turned about
the container (61, 61').
11. A dispenser unit according to claim 10, characterised in that the holder (49, 49')
has an aperture (55, 57) in the base element, which aperture is sufficiently large
at one place that the container (61, 61') can be inserted into the aperture (55) in
the vertical direction, and is sufficiently narrow at another place that, when the
container (61, 61') is pushed against the narrow place, the edge (57, 57') of the
aperture engages in the groove (63, 63') in the container (61, 61'), and thereby the
container (61, 61') is fixed in the vertical direction.
12. A dispenser unit according to any one of claims 1 to 11, characterised in that the
container (61, 61') is a blow-moulded bottle.
1. Distributeur pour tissu, papier, coton ou similaires et pour un liquide, comportant
un conteneur (11, 11', 49, 49') pour garder en réserve et délivrer du tissu, du papier,
du coton ou similaires et un réservoir pouvant être placé dans le conteneur et pouvant
en être retiré (13, 13', 61, 61') pour garder en réserve et délivrer un liquide, dans
lequel le réservoir (13, 13', 61, 61') inséré dans le conteneur monté pour être prêt
à l'usage (11, 11', 49, 49') présente un orifice de distribution disposé vers le bas
et muni d'une soupape de distribution (41) et d'une butée (37, 37', 63, 63') disposée
vers le haut, et dans lequel le conteneur (11, 11', 49, 49') présente une butée (15,
57, 57') disposée vers le bas coopérant avec ladite butée (37, 37', 63, 63') et au
moins une conduite (25, 25', 57, 57') sensiblement horizontale et coopérant avec la
paroi du réservoir (29), contre laquelle le réservoir (13, 13', 61, 61') peut être
déplacé lorsqu'il est inséré ou retiré, caractérisé en ce que la soupape de distribution
(41) est disposée de façon à pourvoir s'ouvrir vers le bas par une pression.
2. Distributeur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le conteneur (11, 11',
49, 49') présente des moyens de conduite (25, 25', 57, 57') sur deux côtés opposés
du réservoir (13, 13', 61, 61'), sur lesquels le réservoir (13, 13', 61, 61') repose
de façon mobile dans le conteneur (11, 11', 49, 49').
3. Distributeur selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que des moyens
de conduite (27, 27', 63, 63') sont montés sur au moins deux côtés du réservoir (13,
13', 61, 61'), qui coopèrent avec le conteneur (11, 11', 49, 49') ou avec les moyens
de conduite (25, 25', 57, 57') respectivement sur le conteneur.
4. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'une butée
(31, 33) est montée et limite le glissement dans le sens de l'introduction.
5. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par un emboutissage
(39', 67) sur le conteneur (11, 11', 49, 49') ou sur le réservoir (13, 13', 61, 61')
et une forme antagoniste (15, 47, 63, 63') coopérant avec l'emboutissage sur le réservoir
(13, 13', 61, 61') ou sur le conteneur (11, 11', 49, 49'), dans lequel l'emboutissage
et la forme antagoniste fonctionnent près du réservoir (13, 13', 61, 61') inséré dans
le conteneur (11, 11', 49, 49') de sorte que le réservoir (13, 13', 61, 61') ne peut
être séparé qu'en s'opposant à une résistance du conteneur (11, 11', 49, 49').
6. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'orifice
de distribution constitue également l'orifice de charge du réservoir (13, 13', 61,
61') et en ce que le réservoir peut être inséré avec l'orifice vers le bas dans le
conteneur (11, 11', 49, 49').
7. Distributeur selon les revendications 5 et 6, caractérisé en ce qu'une butée pouvant
être mise en contact avec la face inférieure du conteneur (11,11') constitue une partie
du fond du réservoir disposé vers le haut, et en ce qu'au moins un emboutissage (39')
ou une forme antagoniste coopérant avec la face inférieure du conteneur (11, 11')
est disposé(e) sur le fond du réservoir (37, 37').
8. Distributeur selon la revendication 7, caractérisée en ce que la face inférieure du
conteneur (11, 11') est courbée dans le sens de l'introduction vers le bas et l'emboutissage
(39') est constitué sur le fond du réservoir et se situe derrière la courbure de la
face inférieure du conteneur (11, 11') lorsque le réservoir est inséré (13, 13').
9. Distributeur selon la revendication 8, caractérisé en ce que plusieurs emboutissage
(39, 39') sont constitués sur le fond du réservoir (37, 37'), lesquels emboutissages
servent de pied pour le réservoir (13, 13') dont l'ouverture est placée vers le haut
et séparé du conteneur (11, 11').
10. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le réservoir
(61, 61') est en forme de barre dont l'axe est vertical, et en ce qu'un rouleau de
papier toilette peut être placé par l'ouverture centrale au dessus du réservoir (61,
61') et puisse se dérouler autour de ce dernier.
11. Distributeur selon la revendication 10, caractérisé en ce que le conteneur (49, 49')
présente une ouverture (55, 57) dans l'élément de fond qui est suffisamment grande
en un endroit pour que le réservoir (61, 61') puisse être inséré verticalement dans
ladite ouverture (55), et suffisamment étroite en un autre endroit pour que le bord
de l'ouverture (57, 57') s'insère dans la rainure (63, 63') du réservoir (61, 61')
lorsque le réservoir (61, 61') est poussé vers l'endroit étroit et en ce que le réservoir
(61, 61') est fixé verticalement.
12. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le réservoir
(61, 61') est une bouteille soufflée.