TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft einen durch Vorhängeschloß sicherbaren Klapp-Schwenk-Hebelantrieb
für den Verschluß von Schaltschranktüren oder dgl., mit einer auf der Außenfläche
der Tür oder dgl. aufgesetzten Mulde, in der die Antriebseinrichtung für den Verschluß,
wie Zahnradantrieb, Hebelantrieb oder Verschlußwelle angeordnet ist, an welchen Antriebseinrichtungen
ein Betätigungshebel um eine parallel zur Außenfläche der Tür oder dgl. verlaufende
Achse aus der Mulde herausklappbar angelenkt ist, und mit einem von der Mulde getragenen
Ansatz, an dessen freien Ende eine Öse derart angeordnet ist, daß bei in die Mulde
eingeklapptem Betätigungshebel der Ansatz durch einen Durchbruch im Betätigungshebel
hindurchreicht und durch die Öse der Bügel eines Vorhängeschlosses steckbar ist, das
ein Herausklappen des Betätigungshebels verhindert.
STAND DER TECHNIK
[0002] Einen derartigen durch ein Vorhängeschloß sicherbaren Klapp-Schwenk-Hebelantrieb
ist bereits aus der Katalogseite 2-105 eines im Mai 1994 gedruckten Katalogs der Fa.
DIRAK GmbH & Co. KG, Kaiserstr. 55-59, 58332 Schwelm, bekannt. Nachteilig bei dieser
bekannten Anordnung ist, daß der Ansatz weit über die Oberfläche des eingeklappten
Betätigungshebels hervorragt und dadurch eine Behinderung für vorbeigehende Personen
darstellt. Durch das sehr weite Vorstehen des Ansatzes in der Mitte der Mulde behindert
dieser auch die Hand des Benutzers bei ausgeklapptem Hebel.
[0003] Aus der DE 42 10 588 C2 ist ein Verschluß für Blechschranktüren bekannt, der eine
versenkbare Handhabe aufweist. Im Mittelpunkt dieser Patentschrift steht die Problematik
der verschieblichen Abdeckkappe für eine Schlüsselöffnung. Beschrieben wird aber auch
die Möglichkeit, den Betätigungshebel in eingeklapptem Zustand durch einen Haken zu
arretieren, der mittels des Daumens eines Zylinderschlosses aus seiner arretierenden
Stellung weggeschwenkt werden kann und dann den Betätigungshebel freigibt.
[0004] Aus der EP 02 61 267 ist ein Schwenkhebelverschluß bekannt, der mittels eines Zylinderschlosses
und dessen Daumen in einer eingeklappten Stellung arretiert werden kann. Eine Hakeneinrichtung,
die automatisch einrastet, wenn der Schwenkhebelverschluß eingeklappt wird, ist nicht
vorgesehen. Ebensowenig findet sich in dieser Entgegenhaltung eine Anordnung, bei
der der Betätigungshebel mittels eines Vorhängeschlosses gesichert werden kann.
[0005] Aus der WO 91 17 334 A1 ist bekannt, siehe Fig. 4 bis 6 und Anspruch 15, daß eine
Verriegelungsleiste eine Nockenfläche besitzt, die beim Einklappen des Betätigungshebels
in eine versenkte Stellung von einer von der Grundplatte oder vom Durchbruch in dem
Türblatt gebildeten Kante in Eingriff genommen und dadurch gegen die Federkraft einer
Feder in die entriegelte Stellung gedrückt wird, und daß beim Erreichen der eingeklappten
Stellung die Nockenfläche wieder frei kommt. Hier ist somit eine Verriegelung einfach
dadurch möglich, daß der Betätigungshebel eingeklappt wird. Ein Schlüssel ist zur
Verriegelung nicht erforderlich. Es fehlt aber die Möglichkeit, mit Hilfe eines Vorhängeschlosses
den Betätigungshebel zu blockieren.
[0006] Die FR 25 84 093 A1 gibt in den Fig. 1 und 2 einen Betätigungshebel wieder, der mittels
eines Vorhängeschlosses in einer bestimmten Stellung festgelegt werden kann.
[0007] Die Druckschrift US 41 34 281 beschreibt einen reinen Klapphebel, also keinen nach
dem Ausklappen auch verdrehbaren Klapp-Schwenk-Hebel. In eingeklapptem Zustand kann
der Klapphebel sowohl von einem Arretierhebel 64, der in der Mulde gelagert ist, wie
auch von einem Zylinderschloß 66 festgehalten werden, welches Zylinderschloß in dem
Klapphebel untergebracht ist. Der Klapphebel läßt sich in einem Gehäuse 70 versenkbar
unterbringen. Das Zylinderschloß 66 mit seinem Daumen 130 stellt ein erstes Verriegelungsglied
dar. Dieses hält bei normaler Verwendung den Handgriff 16 in seiner eingeklappten
Stellung. Durch Drücken auf eine Fläche 96 des Bauteils 64 wird der Klapphebel entriegelt.
Das wird in den Fig. 6 und 4 dargestellt. Der Hebel 64 weist einen Durchbruch 150
auf, der allerdings in der Beschreibung nicht näher erläutert wird. Vermutlich kann
durch diesen Durchbruch ein Bügel eines Vorhängeschlosses hindurchgesteckt werden,
um so den Hebel gegen unautorisiertes Öffnen zu sichern. Der Klapphebel 60 ist mit
einer in Fig. 4 erkennbaren Rückbiegung versehen, auf die die Druckschrift allerdings
nicht näher eingeht. Wie im Abstrakt ausgeführt wird, handelt es sich um einen Türverschluß
für Lastwagentüren.
[0008] Die Druckschrift US 54 67 623 behandelt einen Klapp-Schwenk-Hebelantrieb, dessen
Betätigungshebel in eingeklapptem Zustand durch einen Arretierhebel 27 arretiert wird,
der im Betätigungshebel untergebracht ist. Der Daumen 33 eines Zylinderschlosses 20
greift in den Bewegungsweg dieses Arretierhebels ein und verhindert dessen Betätigung
und damit eine Freigabe einer Hakeneinrichtung, die bei eingeklapptem Betätigungshebel
hinter einen Hintergriff 35 greift und von diesem festgehalten wird. Bei weggedrehtem
Daumen kann der Hebel 27 durch Daumendruck aus seiner Lage, in der er von der Feder
35 festgehalten wird, herausgeschwenkt werden, gegen die Kraft einer Spiralfeder 26,
woraufhin dann der Betätigungshebel aufgrund einer im Bereich seiner Schwenkachse
angebrachten weiteren Druckfeder 18 ausklappt. Eine Einrichtung, um eine zusätzliche
Verriegelung mittels eines Vorhängeschlosses zu ermöglichen, ist nicht beschrieben.
[0009] In der US 54 40 905 wird ein Betätigungshebel beschrieben, bei dem eine Arretierung
11 vorgesehen ist, die durch Druck auf einen Knopf am Betätigungshebel diesen aus
seiner arretierten Stellung heraus löst. Ein Zylinderschloß verschiebt einen Riegel
20, hinter den die Nase des Druckknopfes greift. Mit Hilfe eines Zylinderschlüssels
kann dieser Schieber so verschoben werden, daß eine Entriegelung durch den Druckknopf
nicht mehr möglich ist. Auch hier fehlt eine Möglichkeit, den Betätigungshebel mit
Hilfe eines Vorhängeschlosses zusätzlich zu sichern.
[0010] Eine wesentliche Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung gemäß der eingangs
genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß der Ansatz mit der Öse, durch den das
Vorhängeschloß hindurchsteckbar ist, weniger störend in Erscheinung tritt.
[0011] Gelöst wird die Aufgabe dadurch, daß der Betätigungshebel im Bereich des Durchbruchs
eine rückspringende Oberfläche bildet, die einen durch die Öse hindurchgesteckten
Bügel eines Vorhängeschlosses passend aufnehmen kann, und daß die Mulde im Bereich
des Bügels eine Einsenkung aufweist, die einen derartigen Bügel passend aufnehmen
kann.
[0012] Ein weiterer Nachteil der bekannten Anordnung ist, daß eine Sicherung gegen ein Herausklappen
nur dann vorliegt, wenn tatsächlich ein Vorhängeschloß eingehängt ist. Es gibt auch
Fälle, wo ein derartiges Vorhängeschloß zumindest zeitweise nicht vorgesehen sein
soll, in welchem Falle die bekannte Anordnung nicht dagegen gesichert ist, daß der
Betätigungshebel ungewollt herausklappt. Ein derartiges Herausklappen kann dann eintreten,
wenn durch eine Rüttelbewegung, wie sie bei einem Erdbeben auftreten kann, oder auch
bei Betrieb auf vibrierenden Maschinen, der Betätigungshebel aus seiner Mulde heraustritt
und dann die Gefahr besteht, daß er soweit sich verdreht, daß sich die Verschlußeinrichtung
öffnet und das Türblatt oder die Schaltschrankeinrichtung, die durch den Verschluß
gesichert wird, offen steht. Besonders heftigen Rüttelbewegungen sind Schaltschränke
ausgesetzt, die sich beispielsweise auf Krananlagen befinden, wo häufig mehrere, z.
B. bis zu 30 Schaltanlagen vorgesehen sind, jeweils durch einen Schaltschrank umschlossen.
Es ist untragbar, daß derartige Schaltschranktüren sich ungewollt bei Rüttelbelastung
öffnen können. Bei der bekannten Anordnung ist die Möglichkeit gegeben, ein Profilzylinder
vorzusehen, der den Betätigungshebel - unabhängig von einem Vorhängeschloß - ebenfalls
sichern kann. Die Kombination eines Schwenkhebelverschlusses sowohl mit einem Vorhängeschloß
wie auch mit einem Profilzylinder macht die Anordnung jedoch kompliziert, weil dann
zwei Schlüssel notwendig sind, ein erster für das Vorhängeschloß, ein zweiter für
den Profilzylinder. Die bekannte Anordnung erlaubt auch kein einfaches Eindrücken
und Arretieren des Betätigungshebels. Falls eine schlüsselbetätigbare Anordnung vorgesehen
ist, muß diese erst mittels Schlüssel verschlossen werden oder ein Vorhängeschloß
eingehängt werden, um die Arretierung zu erreichen.
[0013] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es daher, die bekannte Anordnung noch dahingehend
weiterzubilden, daß auch ohne Benutzung eines Vorhängeschlosses und auch ohne Benutzung
eines mit einem Schlüssel betätigbaren Zylinders der Betätigungshebel in seine Verschlußstellung
gedrückt und dort sichernd gehalten werden kann.
[0014] Des weiteren soll es möglich sein, den Betätigungshebel aus dieser eingedrückt gesicherten
Stellung wieder herauszuholen, ohne daß dabei besondere Werkzeuge notwendig sind.
[0015] Zur Lösung dieser weiteren Aufgaben wird gemäß einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung am Betätigungshebel ein Haken vorgesehen, der bei eingeklapptem Betätigungshebel
eine Hintergrifffläche der Mulde in Eingriff nimmt und dadurch den Betätigungshebel
in der eingeklappten Stellung festhält.
[0016] Wenn der Haken eine Betätigungsfläche aufweist, bei deren Drücken der Haken von der
Hintergrifffläche freikommt, wird in einfacher Weise erreicht, daß ohne zusätzliches
Werkzeug der Betätigungshebel wieder freigegeben werden kann.
[0017] Es ist günstig, wenn die Freigabe-Bewegung des Hakens gegen Federkraft erfolgt, weil
dann der Haken in seiner arretierten Stellung sicherer gehalten wird.
[0018] Ebenso ist es günstig, wenn der Betätigungshebel gegen Federkraft einklappbar ist,
weil er dann bei Lösen der Arretierung aus seiner arretierten Stellung ohne weitere
Handhabung herausklappt.
[0019] Es kann günstig sein, wenn der Betätigungshebel auch eine zusätzliche Verriegelung
aufweist, die mittels eines Werkzeuges betätigbar ist. Dies ergibt eine zusätzliche
Sicherung, die zwar einen geringeren Sicherungsgrad aufweist, als die Sicherung durch
eine Vorhängeschloß, aber dafür auch bei Nichtvorhandensein eines Vorhängeschlosses
eine nicht ohne Werkzeug lösbare Verriegelung ermöglicht.
[0020] Es ist konstruktiv günstig, wenn die Mulde zwei durch das Türblatt oder dgl. hindurchreichende
Vorsprünge aufweist, wobei der eine Vorsprung eine Verschlußwellenlagerung bildet,
während der andere Vorsprung von der Befestigung für den Ansatz für die Öse gebildet
wird. Dadurch ergibt sich eine Drehsicherung der Mulde auf dem Türblatt, andererseits
eine Befestigung mittels Teilen, die ohnehin vorhanden sind und dadurch eine Doppelverwendung
von bestimmten Elementen des Verschlusses ermöglicht.
[0021] Die Vorsprünge können Umfangsgewinde bilden, auf die Befestigungsschraubenmuttern
aufschraubbar sind, die das Türblatt zwischen sich und der Mulde einklemmen. Dies
ergibt eine besonders einfache Montage der Anordnung.
[0022] Der erfindungsgemäße Klapp-Schwenk-Hebelantrieb ist geeignet, einen Vorreiberverschluß
zu betätigen, oder auch einen Flachstangenverschluß, oder auch einen Rundstangenverschluß.
KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert,
die in den Zeichnungen dargestellt sind.
[0024] Es zeigt:
Fig. 1
in einer Seitenansicht einen durch Vorhängeschloß sicherbaren Klapp-Schwenk-Hebelantrieb
für den Verschluß einer Schaltschranktür, hier in Verbindung mit einem in einem Schaltschrank
eingebauten Flachstangenverschluß dargestellt;
Fig. 2
eine Querschnittsansicht durch die Anordnung gemäß Fig. 1 entlang der Linie II-II
der Fig. 1;
Fig. 3
den in Fig. 1 erkennbaren Klapp-Schwenk-Hebelantrieb, hier jedoch in Verbindung mit
einem Rundstangenverschluß, eingebaut in einer Schaltschranktür dargestellt;
Fig. 4
eine Querschnittsdarstellung durch den Verschluß gemäß Fig. 3 entlang der Schnittlinie
IV-IV der Fig. 3;
Fig. 5
in vergrößerter Seitenansicht (annähernd maßstäblich) einen sicherbaren Klapp-Schwenk-Hebelantrieb
ähnlich der der Fig. 1;
Fig. 6
eine Ansicht von vorne auf die Klapp-Schwenk-Hebelantrieb gemäß Fig. 5 mit eingehängtem
Vorhängeschloß;
Fig. 7
eine in der Längsachse geschnittene Seitenansicht des Klapp-Schwenk-Hebelantriebs
gemäß Fig. 6;
Fig. 8
eine Rückansicht auf die Mulde der Anordnung gemäß Fig. 6;
Fig. 9
eine Draufsicht auf eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäß ausgestalteten
Klapp-Schwenk-Hebelantrieb;
Fig. 10
eine in der Längsachse geschnittene Seitenansicht der Ausführungsform gemäß Fig. 9;
Fig. 11
eine Seitenansicht der Anordnung gemäß Fig. 9, mit gestrichelt dargestelltem herausgeklappten
Betätigungshebel;
Fig. 12
in einer Teilschnittseitenansicht eine gegenüber der Fig. 10 etwas abgewandelte Ausführungsform;
Fig. 13
in einer Draufsicht eine noch anders ausgebildete Klapp-Schwenk-Hebelantrieb gemäß
der Erfindung;
Fig. 14
eine in Längsrichtung geschnittene Seitenansicht der Ausführungsform gemäß Fig. 13;
Fig. 15
eine Ansicht von hinten auf die Mulde gemäß Fig. 13; und
Fig. 16
eine gegenüber Fig. 14 etwas abgewandelte Ausführungsform.
BESTE WEGE DER AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0025] In Fig. 1 ist in einer Seitenansicht ein Klapp-Schwenk-Hebelantrieb 10 für den Verschluß
12 einer Schaltschranktür 14, Gehäusewand, Blechkastendeckel oder dgl. zu erkennen,
mit einer auf der Außenfläche 16 der Schaltschranktür 14 oder dgl. aufgesetzten Mulde
18, in der eine Verschlußwelle 20 angeordnet ist, die in hier nicht näher dargestellter
Weise beispielsweise einen Vorreiber 22 trägt und hier auch entlang dem Türblatt verlaufende
Flachbandverriegelungsstangen 24 oder, gemäß Fig. 3, Rundstangen 26 antreibt. In diesem
Zusammenhang sei wegen näherer Einzelheiten auf die europäische Patentschrift 0 054
225 verwiesen.
[0026] An dem freien, vom Vorreiber weggerichteten Ende dieser Verschlußwelle 20 ist ein
Betätigungshebel 28 um eine quer zur Achse der Welle 20 verlaufende Achse 30 aus der
Mulde 18 herausklappbar angelenkt. In dem ausgeklappten Zustand, wie er gestrichelt
in Fig. 11 zu erkennen ist, kann mit dem Betätigungshebel 28 die Welle 20 um ihre
Achse 32 verdreht werden, um beispielsweise einen Vorreiber 22 hinter den Türrahmen
36, siehe Fig. 2, eines Schaltschrankes, hier nicht dargestellt, zu klappen und dadurch
die Tür zu verschließen. Alternativ oder zusätzlich wird gemäß Fig. 1 durch Flachbandstangen
24, die nach oben und unten verschoben werden können, eine Türverschlußposition erreicht,
wobei ein Auflaufrad 34 auf die in Fig. 1 dargestellte Kante eines Schaltschrankgehäuses
36 aufläuft und das Türblatt 14, an dem die Verriegelungstange 24 mit Hilfe von Stangenführungen
38 geführt ist, festhält. Bei der in Fig. 1 und 3 dargestellten Ausführungsform befinden
sich die Verriegelungsstangen 24 in der verriegelten Stellung, während der Betätigungshebel
28 (schräg) nach unten weist, wie es in Fig. 11 dargestellt ist. In dieser Stellung
kann der Betätigungshebel 28 in die Mulde 18 eingeklappt werden, in welcher Stellung
der Betätigungshebel 28 von den Muldenrändern im wesentlichen umschlossen ist. Die
im folgenden beschriebenen Einrichtungen sollen nun dazu dienen, den Betätigungshebel
in dieser eingeklappten Stellung festzuhalten, in der der Betätigungshebel 28 infolge
dieses Umschließens durch die Mulderänder daran gehindert ist, aus seiner zur Mulde
ausgerichteten Stellung herausgedreht zu werden. Ein Öffnen der Tür ist daher nicht
möglich.
[0027] Befindet sich der Betätigungshebel 28 in seiner senkrecht nach unten gerichteten
Stellung, kann seine eigene Schwerkraft und Reibung an sich ausreichen, ihn in dieser
Stellung zu halten. Bei Rüttelbewegungen, wie sie beispielsweise bei Krananlagen vorkommen
können, besteht jedoch die Gefahr, daß sich der Betätigungshebel 28 aus seiner eingeklappten
Stellung wieder weg bewegt und in die in Fig. 11 in gestrichelten Linien dargestellte
ausgeklappte Stellung gelangt. In dieser Stellung kann durch weitere Rüttelbewegung
dann auch eine Verdrehung um die Achse 32 erfolgen, wodurch sich u. U. der Verschluß
12 öffnet und damit in ungewünschter Weise das Innere eines Schaltschrankes freigelegt
wird. Auch ist möglich, daß eine unberechtigte Person den Betätigungshebel 28 ausklappt
und durch Drehung um die Achse 32 den Türverschluß aus seiner verschlossenen Stellung
in eine offene Stellung bringt und dadurch die Möglichkeit erhält, die Tür 14 eines
Schaltschrankes zu öffnen.
[0028] Um dies zu verhindern, ist ein von der Mulde 18 getragener Ansatz 40 vorgesehen,
an dessen freiem Ende eine Öse 42 derart vorgesehen ist, daß bei in die Mulde 18 eingeklapptem
Betätigungshebel 28 dieser Ansatz 40 durch einen Durchbruch 44 im Betätigungshebel
28 hindurchreicht und durch die Öse 42 der Bügel 46 eines Vorhängeschlosses 48 hindurchgesteckt
werden kann, wodurch ein Herausklappen des Betätigungshebels 28 verhindert wird.
[0029] Wie die Fig. 1 und 3, insbesondere aber z. B. auch die weiteren Fig. 5 und 7 erkennen
lassen, ist der Betätigungshebel 28 gemäß Fig. 1 und 3 bzw. 128 gemäß den Fig. 5,
6 und 7 im Bereich des Durchbruchs 44 für den Ansatz 40 mit einer rückspringenden
Oberfläche 50 ausgestattet, die, siehe Fig. 5, so ausgestaltet ist, daß sie den durch
die Öse 42 hindurchreichenden Bügel 46 des Vorhängeschlosses 48 passend aufnimmt.
Dadurch kann man die Höhe des Ansatzes 40 und damit das Überstehen der Öse 42 über
die Front-Ebene 52 des Betätigungshebel 128 hinaus verringern, beispielsweise hier
auf das Maß a, siehe Fig. 7, das hier etwa den halben Durchmesser des Querschnitts
des Bügels 46 ausmacht.
[0030] Wie die Fig. 5 erkennen läßt, ist im der Bereich der Öse 42 auch der Rand 54 der
Mulde 118 eingesenkt, siehe Bezugszahl 56, wodurch ggf. ein noch geringeres Vorstehen
der Öse 42 ermöglicht wird.
[0031] Die Sicherung mittels eines Vorhängeschlosses 48 hat den großen Vorteil, daß z. B.
zu bestimmten Zeiten und Anlässen ein individuelles, einer bestimmten Person gehörendes
Vorhängeschloß 48 eingesetzt werden kann, um dieser einen Person die Möglichkeit zu
geben, eine Tür gegen unberechtigtes Öffnen zu sichern. Nur diese Person kann dann
auch mit Hilfe eines zugehörigen Schlüssels das Vorhängeschloß wieder öffnen, aushängen
und dann durch Ausktappen und anschließendes Drehen des Betätigungshebels den zugehörigen
Türverschluß öffnen. Ist zu bestimmten Zeiten eine derartige besondere Sicherung nicht
erforderlich, ist es günstig, wenn auf ein Vorhängeschloß auch verzichtet werden kann.
Um trotzdem ein Festhalten des Betätigungshebels in der eingeklappten Stellung zu
erreichen, ist z. B. am Betätigungshebel 128 eine Hakeneinrichtung 58 vorgesehen,
die bei eingeklapptem Betätigungshebel 128 eine Hintergrifffläche 60 der Mulde 118
in Eingriff nimmt und dadurch den Betätigungshebel 128 in der eingeklappten Stellung
festhält. Der Haken 58, der hier um eine von dem Betätigungshebel 128 gebildete Achse
62 schwenkbar gehalten ist, weist eine erste Betätigungsfläche 64 auf, die über das
Ende des Betätigungshebels 128 noch vorspringt und so gerichtet ist, daß eine Bedienungsperson
unter diese Fläche 64 des Hebels 66 fassen muß, entsprechend einer Öffnungsbewegung
des Handhebels 128, um den Haken 58 aus seiner arretierten Stellung herauszuschwenken
(gemäß Fig. 5 entgegen der Uhrzeigerrichtung), welche Zugrichtung nicht nur den Haken
58 aus seine Verriegelungsstellung herausschwenkt, sondern auch nach dem Lösen des
Hakens anschließend den Betätigungshebel 128 aus seiner eingeklappten Stellung herauszieht.
Dieser Bedienungsablauf ist einer Bedienungsperson intuitiv eingegeben und stellt
daher eine besonders günstige Ausführungsform dieser Hakeneinrichtung 51 dar.
[0032] Mittels einer hier vorgesehenen zweiten Betätigungsfläche 70, die über die Ebene
52 vorspringt, kann aber auch mit einer Druckbewegung in Richtung der Handhebeloberfläche
52 der Haken 58 aus seiner Verriegelungsstellung herausgeschwenkt werden. Der diese
Betätigungsfläche 70 bildende weitere Hebelarm trägt im übrigen auf seiner Rückseite
eine Einsenkung 72, in die das eine Ende der bereits erwähnten Druckfeder 68 aufgenommen
ist, während das andere Ende der Druckfeder 68 in einer Nase 74 festgehalten wird,
die von dem Betätigungshebel 128 gebildet wird.
[0033] Der Betätigungshebel 128 kann im Bereich seiner Achse 30 mit einer weiteren Federeinrichtung
versehen sein, um ihn bei Bedarf automatisch aus seiner eingeklappten Stellung herauszubringen.
Wenn in diesem Fall auf die Betätigungsfläche 70 des Hakens 58 gedrückt wird, kommt
dieser Haken frei und die Federwirkung drückt den Betätigungshebel aus seiner eingeklappten
Stellung heraus, sofern er nicht von einem eingehängten Vorhängeschloß 48 daran gehindert
wird.
[0034] Wie die Fig. 6, 7 und 8 zeigen, kann noch eine weiter Verriegelungsmöglichkeit vorgesehen
sein. Es handelt sich um einen etwa mittig auf dem Betätigungshebel 128 angeordneten
Kopfbolzen 76, der in einem eingesenkten Durchbruch 78 des Betätigungshebels 128 drehbar
gelagert sein mag. Das freie Ende des Bolzens 76 weist einen Querstift 80 auf, der
in bestimmter Stellung des Kopfbolzens 76 beim Einklappen des Betätigungshebels 128
in eine Öffnung 82 der Mulde 118 aufgenommen werden kann. Der diese Öffnung 82 bildende
Bereich der Mulde 118 steht etwas vor, so daß sich Hintergriffflächen 84 bilden, hinter
die sich die Enden des Stiftes 80 legen, wenn jetzt der Kopfbolzen 76 um 90° gedreht
wird. Es handelt sich somit um eine Art Bajonettverschluß, der es ermöglicht, den
Betätigungshebel 128 in seiner eingeklappten Stellung mit Hilfe dieses Kopfbolzens
76 ebenfalls zu arretieren. Das Drehen des Kopfbolzens 76 in die Verriegelungsstellung
hinein und aus dieser wieder heraus kann mit Hilfe eines Werkzeuges erfolgen, hier
mittels eines Schraubenziehers, nicht dargestellt, der in einen Schlitz 86 des Kopfbolzens
76 eingeführt wird. Diese Aufgabe kann aber auch durch einen Riegel oder eine verschwenkbare
Zunge gelöst werden, wenn sie durch einen Exzenter oder drehstarre Verbindung gegen
Federkraft bewegt werden kann, eventuell mit Freilauf.
[0035] Die Mulde weist gemäß Fig. 1 und Fig. 3 einen durch das Türblatt 16 hindurchreichenden
Vorsprung 88 auf, der dort Teil einer Verschlußwellenlagerung ist, und der beispielsweise
gemäß Fig. 1 mit einem Verschlußkasten in Verbindung steht, der zwischen sich und
der Mulde 18 das Türblatt 16 einklemmt und dadurch die Mulde festhält. Der dafür im
Türblatt vorzusehene Durchbruch ist in diesem Falle rechteckförmig, ähnlich wie sie
die Konstruktion gemäß der bereits erwähnten europäischen Patentschrift 0 054 225
erfordert. Gemäß Fig. 3 ist eine Konstruktion vorgesehen, bei der anstelle eines Schloßkastens
eine Scheibe 13 vorgesehen ist, von der zum einen die Vorreiberzunge 22, zum anderen
Ansätze für das Anlenken der Rundstangen 26 ausgehen.
[0036] Gemäß Fig. 7 und 8 besitzt die Mulde 118 einen Ansatz 188, der kreisförmigen Außenquerschnitt
und ein Außengewinde aufweist, ggf. mit Abflachungen 187, um den Ansatz 188 in übliche,
mit entsprechenden Einschnürungen versehene Durchbrüche in Blechschranktüren einsetzen
zu können. Auf den Ansatz 188 kann dann eine Befestigungsschraube (Überwurfmutter)
aufgesetzt und das Türblatt zwischen dieser Mutter und der Muldenauflagefläche 118
eingeklemmt werden. Fig. 11 zeigt ein Beispiel für eine derartige Befestigung mittels
einer Überwurfmutter 90.
[0037] Der die Öse 42 tragende Ansatz 40 kann mit der Mulde 118 einstückig sein, aus Festigkeitsgründen
(wenn z. B. die Mulde aus Kunststoff besteht) wird es im allgemeinen aber vorzuziehen
sein, diesen Ansatz 40 als separates Bauteil vorzusehen, beispielsweise als einen
Ansatz aus Metall, der von einer Fußplatte 92 ausgeht. Diese Fußplatte läßt sich von
hinten in eine entsprechende Einsenkung 94 der Mulde 118 einlegen, derart, daß ihre
Grundfläche mit der Grundfläche der Mulde 118 fluchtet, siehe Fig. 7 und 8. Die Plattenränder
werden dann von den überspringenden Rändern 96 der Mulde 118 festgehalten. Alternativ
könnte der Ansatz 40 in das Material der Mulde 128 auch eingespritzt sein.
[0038] Es sei noch erwähnt, daß dann, wenn die Betätigungsfläche 70 vorhanden ist, der die
Betätigungsfläche 64 bildende Ansatz 66 auch weggelassen werden kann.
[0039] Dadurch wird der Betätigungshebel 128 insgesamt etwas kürzer.
[0040] Das in Fig. 7 dargestellte Vorhängeschloß 48 steht schräg nach außen. Dadurch wird
das Schloß leichter zugänglich, hat allerdings andererseits den Nachteil, daß es möglicherweise
störend hervorsteht.
[0041] Falls dieses Vorstehen stört, ist eine Ausführungsform günstig, die z. B. in den
Fig. 9, 10, 11 und 12 in verschiedenen Ansichten dargestellt ist. Der hauptsächliche
Unterschied zu der Ausführungsform gemäß den Fig. 5 bis 8 liegt darin, daß der Ansatz
140 an das untere Ende der Mulde 218 gerückt ist und dadurch das Vorhängeschloß 48
Platz bekommt, frei nach unten zu hängen. Das in den Figuren untere Ende 65 des Betätigungshebels
228 ist etwas von dem Türblatt 14 und der Mulde weggebogen und erleichtert dadurch
das Herausziehen des Betätigungshebels 228 aus seiner eingeklappten Stellung, nachdem
das Vorhängeschloß 48 aus der Öse 142 herausgenommen ist.
[0042] Die Öse 142 ist hier so konzipiert, daß sie von einem Ansatz 140 mit einem Fuß 192
gebildet wird, dessen Form ähnlich gestaltet sein kann, wie der Vorsprung 188, in
dem die Verschlußwelle 32 gelagert ist, also mit einem Außengewinde und ggf. zwei
oder vier Abflachungen, auf welches Außengewinde eine Befestigungsmutter 190 aufgeschraubt
werden kann, die zwischen sich und der Mulde 218 das Türblatt 14 einklemmt. Die Mulde
218 wird ihrerseits durch einen Ring 193 festgehalten, der von dem Fuß 192 gebildet
wird und in eine entsprechende Einsenkung 194 im Inneren der Mulde aufgenommen ist.
[0043] Der Vorteil der in Fig. 9 und 10 dargestellten Konstruktion ist zum einen die größere
Stabilität durch Befestigung mittels zweier über die Auflagefläche der Mulde vorstehender
und mit einer Überwurfmutter 90 bzw. 190 versehener Vorsprünge 188, 192, und zum anderen
das weniger vorstehende Vorhängeschloß 48.
[0044] Ein anderer Vorteil ist die Einsetzbarkeit sowohl als Links- wie als Rechtsverschluß,
falls die Durchbrüche für die Vorsprünge symmetrisch zur Türmitte angeordnet werden.
[0045] Es sei noch ergänzt, daß mittels Dichtungsringen 95 zwischen Türblattaußenfläche
und Mulde im Bereich der Vorsprünge 188 und 192 der innere Bereich des Schaltschrankes
gegenüber seinem Außenbereich abgedichtet werden kann, sofern auch die Welle 32, an
der einerseits die Handhebelbetätigung 228 bei 30 angelenkt ist, andererseits der
Vorreiber 22 mittels Schraube 21 festgelegt sein mag, mit einer O-Ring-Dichtung 23
ausgestattet ist.
[0046] Fig. 12 zeigt eine etwas abgewandelte Ausführungsform, bei der anstelle der Befestigung
mit einer Überwurfmutter 90 der Ansatz 240 ähnlich wie der Ansatz 40 gemäß Fig. 7
von der Mulde 318 getragen wird. Die Mulde 318 selbst wird am oberen Ende ähnlich
wie bei Fig.11 durch eine Mutter 90 gehalten, an ihrem unteren Ende jedoch durch einen
Schraubbolzen 91, der mit seinem Bolzenkopf auf der Rückseite des Türblatts 14 angeordnet
ist, und mit seinem Gewindeteil in eine entsprechende Gewindebohrung 89 innerhalb
des Materials der Mulde 318 reicht.
[0047] Während bei den Ausführungsformen der Fig. 9 bis 12 die Öse des Vorsprungs 140 noch
um ein Maß a über die Oberfläche des Betätigungshebels 228 hervorragt, ist bei der
nunmehr geschilderten Ausführungsform, siehe die Fig. 13, 14 und 15, dies nicht mehr
der Fall. Der Ansatz 340 ist noch kürzer gehalten, ermöglicht dadurch, daß der Betätigungshebel
448 wie auch die Mulde 418 für den Bügel des Vorhängeschlosses 48 noch stärker eingesenkt
sind, als es bei den vorhergehenden Ausführungsformen der Fall war. Zusätzlicher Raum
wird dadurch geschaffen, daß der vordere Bereich 465 des Betätigungshebels 428 bis
in eine Ausnehmung 497 der Mulde 418 hineinreicht, und dadurch ausreichende Materialstärke
behält. Der obere Bereich der Öse 340 ragt somit über die obere Fläche des Betätigungshebels
428 nicht mehr vor.
[0048] Auch das Vorhängeschloß 48 bleibt unterhalb der Fluchtlinie der Forderfläche des
eingeklappten Betätigungshebels, so daß hier eine extrem flache Ausführungsform vorliegt.
[0049] Auch diese Ausführungsform kann derart ausgestaltet werden, wie es die Fig. 11 zeigt,
also mit zwei Vorsprüngen für ggf. gleich gestaltete Durchbrüche im Türblatt zur Befestigung
mittels zweier Muttern 90 und 190. Durch die Anordnung von zwei gleich großen Löchern,
die zweckmäßigerweise symmetrisch zur Türmitte angeordnet werden, ergibt sich eine
einfache Umstellbarkeit des Verschlusses von rechts auf links.
[0050] Insbesondere diese extrem flache Version ist gut geeignet, um auch in Fluchtwegen
angeordnet zu werden, weil keine vorspringenden Teile fliehende Personen behindern.
[0051] Durch die niedrige Höhe des Ansatzes gegenüber dem Stand der Technik stört dieser
aber auch die Bedienerhand weniger, wenn der Betätigungshebel aufgeklappt und gedreht
wird. Da zudem der Ansatz außerdem vom Anlenkpunkt des Betätigungshebels weiter entfernt
liegt als beim Stand der Technik, ist mehr Platz zwischen Betätigungshebel und Ansatz
vorhanden, so daß auch aus diesem Grunde der Ansatz weniger stört.
[0052] Die erfindungsgemäße Schwenkhebelverriegelung ist auch einsetzbar bei Verschlüssen,
die bereits beim Herausklappen des Betätigungshebels aus der Mulde betätigt werden,
also keine anschließende Verdrehung des Betätigungshebels erfordern.
[0053] Fig. 16 zeigt eine Abwandlung von Fig. 14, bei der eine Kopfschraube 191 die Mulde
518 am unteren Ende festhält. Die Öse 440 ist hier mit der Mulde 518 einstückig.
GEWERBLICHE AUSWERTBARKEIT DER ERFINDUNG
[0054] Die Erfindung ist im Schaltschrankbau gewerblich auswertbar.
1. Durch Vorhängeschloß sicherbarer Klapp-Schwenk-Hebelantrieb für den Verschluß von
Schaltschranktüren oder dgl., mit einer auf der Außenfläche der Tür oder dgl. aufgesetzten
Mulde (18, 118, 218, 318, 418), in der die Antriebseinrichtung für den Verschluß,
wie Zahnradantrieb, Hebelantrieb oder Verschlußwelle (20) angeordnet ist, an welcher
Antriebseinrichtung ein Betätigungshebel (28, 128, 228, 328, 428) um eine parallel
zur Außenfläche der Tür oder dgl. verlaufende Achse (30) aus der Mulde (18, 118, 218,
318, 418) herausklappbar angelenkt ist, und mit einem von der Mulde getragenen Ansatz
(40, 140, 240, 340), an dessen freien Ende eine Öse (42) derart angeordnet ist, daß
bei in die Mulde eingeklapptem Betätigungshebel der Ansatz durch einen Durchbruch
(44, 144, 344) in dem Betätigungshebel (28, 128, 228, 328, 428) hindurchreicht und
durch die Öse der Bügel eines Vorhängeschlosses (48) steckbar ist, der ein Herausklappen
des Betätigungshebels verhindert, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel (28, 128, 228, 328, 428) im Bereich des Durchbruchs (44, 144,
244, 344) eine rückspringende Oberfläche (50, 150, 250, 450) bildet, die einen durch
die Öse hindurchgesteckten Bügel (46) eines Vorhängeschlosses (48) passend aufnehmen
kann, und daß auch die Mulde (18, 118, 218, 418) im Bereich des Bügels (46) eine Einsenkung
(56, 156, 456) aufweist, die einen derartigen Bügel (46) passend aufnehmen kann.
2. Klapp-Schwenk-Hebelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Betätigungshebel (128, 228, 328, 428) ein Haken (58, 158, 258, 458) vorgesehen
ist, der bei eingeklapptem Betätigungshebel (128, 228, 328, 428) eine Hintergrifffläche
(60, 160, 460) der Mulde (118, 218, 418) in Eingriff nimmt und dadurch den Betätigungshebel
in der eingeklappten Stellung festhält.
3. Klapp-Schwenk-Hebelantrieb Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Haken (58, 158, 458) eine Betätigungsfläche (64; 72) aufweist, bei deren Drücken
der Haken (z. B. 58) von der Hintergrifffläche freikommt.
4. Klapp-Schwenk-Hebelantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Freigabe-Bewegung des Hakens (z. B. 52) gegen Federkraft (70) erfolgt.
5. Klapp-Schwenk-Hebelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel (28,128, 228, 328, 428) gegen Federkraft einklappbar ist.
6. Klapp-Schwenk-Hebelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel (128, 228, 328, 428) auch eine werkzeugbetätigbare Verriegelung
(z. B. 76) aufweist.
7. Klapp-Schwenk-Hebelantrieb nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mulde (z. B. 218) zwei durch ein Türblatt (16) oder dgl. hindurchreichende Vorsprünge
(188, 192) aufweist, wobei der eine Vorsprung (188) eine Lagerung für die Verschlußwelle
(20) bildet, während der andere Vorsprung (192) von einer Befestigung für den Ansatz
(140) für die Öse (142) gebildet wird.
8. Klapp-Schwenk-Hebelantrieb nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (188, 192) Umfangsgewinde bilden, auf die Befestigungsschraubenmuttern
(90, 190) aufschraubbar sind, die das Türblatt (14) oder dgl. zwischen sich und der
Mulde (218) einklemmen.
9. Klapp-Schwenk-Hebelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß er zur Betätigung eines Flachstangenverschlusses (Fig. 1), eines Rundstangenverschlusses
(Fig. 3), und/oder eines Vorreiberverschlusses (22) eingesetzt ist.
10. Klapp-Schwenk-Hebelstangenverschluß für Schaltschranktüren oder dgl., gekennzeichnet durch einen durch ein Vorhängeschloß sicherbaren Klapp-Schwenk-Hebelantrieb gemäß einem der Ansprüche
1 bis 9.
1. Hinged swivelling lever drive, which can be padlocked, for locking switch cupboard
doors or similar, having a well (18, 118, 218, 318, 418) located on the outer surface
of the door or similar, wherein the driving mechanism for the lock such as a gear
drive, lever drive or locking spindle (20) is located, to which driving mechanism
an operating lever (28, 128, 228, 328, 428) is coupled such that it can tilt out of
the well (18, 118, 218, 318, 418) about an axis (30) running parallel to the outer
surface of the door or similar, and having a bulge (40, 140, 240, 340) supported by
the well, at the free end of which bulge an eyelet (42) is located such that when
the operating lever tilts into the well the bulge extends through an opening (44,
144, 344) in the operating lever (28, 128, 228, 328, 428) and the stirrup of a padlock
(48) can be pushed through the eyelet, which padlock prevents the operating lever
from tilting out, is characterised in that the operating lever (28, 128, 228, 328, 428) forms a recessing area (50, 150, 250,
450) in the area of the opening (44, 144, 244, 344), which recessing area can accept
a stirrup (46) of a padlock (48) pushed through the eyelet with a snug fit, and in that the well (18, 118, 218, 418) also has à depression (56, 156, 456) in the area of
the stirrup (46), which depression can accept such a stirrup (46) with a snug fit.
2. Hinged swivelling lever drive as claimed in Claim 1, characterised in that on the operating lever (128, 228, 328, 428) is provided a hook (58, 158, 258, 458)
which, when the operating lever (128, 228, 328, 428) is folded in, engages an engagement
surface (60, 160, 460) of the well (118, 218, 418), thereby securing the operating
lever in the folded position.
3. Hinged swivelling lever drive as claimed in Claim 2, characterised in that the hook (58, 158, 458) has an operating area (64; 72) which when pressed causes
the hook (e.g. 58) to be released from the engagement surface.
4. Hinged swivelling lever drive as claimed in Claim 3, characterised in that the disengaging movement of the hook (e.g. 52) occurs against spring force (70).
5. Hinged swivelling lever drive as claimed in any one of Claims 1 to 4, characterised in that the operating dever (28, 128, 228, 328, 428) can be folded against spring force.
6. Hinged swivelling lever drive as claimed in any one of Claims 1 to 5, characterised in that the operating lever (128, 228, 328, 428) also has a locking device (e.g. 76) which
can be activated by a tool.
7. Hinged swivelling lever drive as claimed in Claim 6, characterised in that the well (e.g. 218) has two projections (188, 192) which extend through a door leaf
(16) or similar, with one projection (188) forming a support for the locking spindle
(20), while the other projection (192) is formed by a fixing for the bulge (140) for
the eyelet (142).
8. Hinged swivelling lever drive as claimed in Claim 7, characterised in that the projections (188, 192) form circumferential threads, onto which fastening screw
nuts (90, 190) can be screwed which clamp the door leaf (14) or similar between themselves
and the well (218).
9. Hinged swivelling lever drive as claimed in any one of Claims 1 to 8, characterised in that it is used to operate a flanged bar closure device (Fig. 1) of a circular bar closure
device (Fig. 3) and/or a sash fastener (22).
10. Hinged swivelling lever bar closure for switch cupboard doors or similar, characterised by a hinged swivelling lever drive which can be padlocked, as claimed in any one of
Claims 1 to 9.
1. Mécanisme à levier repliable et pivotant pouvant être sécurisé par un cadenas pour
la fermeture d'armoires électriques ou analogues, présentant un creux (18, 118, 218,
318, 418) placé sur la surface extérieure de la porte ou analogue, dans lequel est
placé le mécanisme pour la fermeture, tel qu'un mécanisme à roue dentée, à levier
ou un arbre de fermeture (20), sur quel mécanisme est articulé un levier d'actionnement
(28, 128, 228, 328, 428) de manière à pouvoir être déplié hors du creux (18, 118,
218, 318, 418) autour d'un axe (30) parallèle à la surface extérieure de la porte
ou analogue et une pièce (40, 140, 240, 340) portée par le creux, dont l'extrémité
libre porte un oeillet (42) disposé de telle manière que lorsque le levier d'actionnement
est replié dans le creux, la pièce pénètre dans un passage (44, 144, 344) dans le
levier d'actionnement (28, 128, 228, 328, 428) et que l'un arceau d'un cadenas (48)
peut être passé à travers l'oeillet, qui empêche le déploiement du levier d'actionnement,
caractérisé en ce que le levier d'actionnement (28, 128, 228, 328, 428) forme au niveau du passage (44,
144, 244, 344) une surface en recul (50, 150, 250, 450) destinée à recevoir en étant
adaptée un arceau (46) d'un cadenas (48) passé à travers l'oeillet et en ce que le creux (18, 118, 218, 418) présente également au niveau de l'arceau (46) un renfoncement
(56, 156, 456) qui peut recevoir un tel arceau (46) en étant adapté à celui-ci.
2. Mécanisme à levier repliable et pivotant selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on a prévu sur le levier d'actionnement (128, 228, 328, 428) un crochet (58, 158,
258, 458) qui s'agrippe, lorsque le levier d'actionnement (128, 228, 328, 428) est
replié, derrière une surface (60, 160, 460) du creux (118, 218, 418) et maintient
ainsi le levier d'actionnement dans la position repliée.
3. Mécanisme à levier repliable et pivotant selon la revendication 2, caractérisé en ce que le crochet (58, 158, 458) présente une surface d'actionnement (64, 72) qui, lorsqu'on
l'enfonce, libère le crochet (par exemple 58) de derrière la surface.
4. Mécanisme à levier repliable et pivotant selon la revendication 3, caractérisé en ce que le mouvement de libération du crochet (par exemple 52) est réalisé contre une force
de ressort (70).
5. Mécanisme à levier repliable et pivotant selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, caractérisé en ce que le levier d'actionnement (28, 128, 228, 328, 428) peut être replié contre une force
de ressort.
6. Mécanisme à levier repliable et pivotant selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, caractérisé en ce que le levier d'actionnement (128, 228, 328,428) présente également un dispositif de
verrouillage (par exemple 76) pouvant être actionné par un outil.
7. Mécanisme à levier repliable et pivotant selon la revendication 6, caractérisé en ce que le creux (par exemple 218) présente deux parties en saillie (188, 192) pénétrant
à travers un battant de porte (16) ou analogue, une partie en saillie (188) formant
un logement pour l'arbre de la serrure (20) alors que l'autre partie en saillie (192)
forme une fixation pour la pièce (140) pour l'oeillet (142).
8. Mécanisme à levier repliable et pivotant selon la revendication 7, caractérisé en ce que les pièces en saillie (188, 192) présentant des filetages périphériques sur lesquels
peuvent être vissés des écrous (90, 190) de vis de fixation qui serrent le battant
de porte (14) ou analogue entre eux et le creux (218).
9. Mécanisme à levier repliable et pivotant selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, caractérisé en ce qu'il est placé pour actionner une serrure à tige plate (fig. 1), une serrure à tige
ronde (fig. 3) et/ou une serrure à pêne (22).
10. Serrure à tige et à levier repliable et pivotant pour armoires électriques ou analogues,
caractérisée par un mécanisme à levier repliable et pivotant pouvant être sécurisé par un cadenas
selon l'une quelconque des revendications 2 à 9.