[0001] Die Erfindung betrifft eine Schlagbolzensicherung für eine Abzugseinrichtung mit
Schlagstück, mit den folgenden Merkmalen:
- ein freifliegender Schlagbolzen mit einer Schlagbolzenfeder, die ihn in seiner Ruhelage
gegen einen hinteren Anschlag drückt, wobei die Schagbolzenspitze in dieser Ruhelage
zum Zündhütchen einer vor dem Schlagbolzen befindlichen Patrone einen Abstand aufweist,
- einer Hinterschneidung am Schlagbolzen nahe seinem hinteren Ende, und
- einem federnd belasteten Sicherungskörper,
-- der in seiner Ruhelage mit einer Fangnase in die Hinterschneidung eingreift und
so den Schlagbolzen in dessen Ruhelage festhält, und
-- der ein nach hinten über das hintere Ende überstehendes, mit einer Abschrägung
versehenes Auslöseteil aufweist, das so in den Bewegungsweg des Schlagstücks hineinragt,
daß das sich gegen das hintere Ende des Schlagbolzens bewegende Schlagstück zunächst
auf die Abschrägung auftrifft, diese gegen die Federbelastung zur Seite drückt, wodurch
die Fangnase aus der Hinterschneidung gehoben wird, und dann auf den so freigegebenen
Schlagbolzen auftrifft, um die Patrone auszulösen.
[0002] Eine solche Schlagbolzensicherung wurde vor Jahrzehnten mehrfach vorgeschlagen (DE-PS
304 280, DE-PS 319 321, US-PS 2 848 832) und hat den Zweck, das unerwünschte Lösen
eines Schusses zu verhindern, wenn eine Waffe mit der Mündung voran heftig aufschlägt,
etwa wenn sie von einem Balkon herunterfällt. Ferner wird auf die DE-PS 313 011 und
die DE-PS 69 996 hingewiesen
[0003] Üblicherweise verwendet man sogenannte "fliegende" Schlagbolzen, das sind Schlagbolzen,
die in ihrer Ruhelage nicht auf dem Zündhütchen einer Patrone aufsitzen, sondern durch
eine schwache Feder nach hinten gedrückt werden und dann mit ihrer Spitze von diesem
entfernt sind. Wenn ein Schlagstück oder ein Hahn auf das hintere Ende des Schlagbolzens
aufschlägt (unter "nach vorne" wird hier stets die Schußrichtung verstanden), dann
wird dieser vorwärtsbewegt und legt aufgrund seiner ihm übertragenen kinetischen Energie
die Strecke bis zum Aufschlag auf das Zündhütchen zurück.
[0004] Nun kann dem Schlagbolzen durch einen Unfall, ein Mißgeschick o. dgl. auch auf andere
Weise kinetische Energie verliehen werden, etwa dann, wenn eine Waffe eine Treppe,
von einem Hochsitz o. dgl. hinunterfällt. Schlägt die Waffe dann mit nach unten weisender
Mündung etwa mit dem abstehenden Griffstück auf einer Mauerkante hart auf, dann bewegt
sich der Schlagbolzen wie beim Abschuß infolge seiner kinetischen Energie gegen das
Zündhütchen und kann dieses gegebenenfalls auch zünden. Trifft die Mündung selbst
auf etwa einem Steinboden auf, dann kann sie zusätzlich durch den sich dann lösenden
Schuß noch aufgeweitet werden, so daß die Waffe schwer beschädigt wird.
[0005] Die obengenannten Druckschriften schlagen deshalb einen im Verschluß um einen Querstift
schwenkbar gelagerten, klinkenartigen Sicherungskörper vor, der eine Fangnase aufweist,
die dem Schlagbolzen zugewandt ist. Der Schlagbolzen weist nahe seinem hinteren Ende
eine Aussparung auf, der eine am Sicherungskörper ausgebildete Fangnase gegenüberliegt.
Eine Schrauben- oder Blattfeder belastet den Sicherungskörper so, daß die Fangnase
in die Aussparung gedrückt wird. Somit ist der Schlagbolzen festgelegt und kann sich
selbst bei den obengenannten Unfällen nicht zum Zündhütchen hin bewegen.
[0006] Der Sicherungskörper ist nach hinten um ein Auslöseteil mit einer Abschrägung verlängert,
die unmittelbar hinter dem hinteren Ende des Schlagbolzens in den Bewegungweg des
Hahnes hineinragt. Schlägt nun der Hahn ab, dann schlägt er gegen die Abschrägung
und drückt dabei das Auslöseteil und somit den Sicherungskörper mit der Fangnase zur
Seite, bevor er auf den dann freigegebenen Schlagbolzen aufschlägt und dieser den
Schuß auslöst.
[0007] Diese an sich einleuchtende Schlagbolzensicherung hat sich - vielleicht wegen mangelnder
Zuverlässigkeit - allerdings nicht durchgesetzt. Außerdem erfordert sie mehrere feinbearbeitete
Einzelteile, deren Einbau arbeitsintensiv ist, so daß sie heute angesichts des allgemeinen
Kostendrucks nicht mehr zeitgemäß ist.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik zielt die Erfindung daruf ab, die bekannte
Schlagbolzensicherung dahingehend weiterzubilden, daß sie mit weniger Bauteilen auskommt
und eine höhere Betriebssicherheit aufweist als die bekannte Schlagbolzensicherung.
[0009] Insbesondere soll sie ohne irgendein zusätzliches Bauteil und bevorzugt mit einfachen
maschinellen Mitteln mit möglichst geringer spanender Nachbearbeitung erzielbar sein.
[0010] Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Sicherungskörper als einstückige
Blattfeder ausgebildet ist und einen Federschenkel aufweist, der sich von der Fangnase
aus nach vorne erstreckt und vor dem hinteren Schlagbolzenende abgestützt ist.
[0011] Die Anmelderin hat die bekannten Schlagbolzensicherungen untersucht und erkannt,
daß der bekannte Querstift, an dem Sicherungskörper drehgelagert ist, durch das Aufschlagen
des Hahnes auf das Auslöseteil sehr stark belastet wird und die Dauer der Belastung
nicht standhält. Wegen des begrenzten Einbauraumes kann der Querstift mit sinnvollem
Aufwand auch nicht so kräftig ausgebildet werden, daß er den Belastungen auf die Dauer
standhält.
[0012] Durch die Erfindung werden nun nicht nur alle Bauteile der bekannten Schlagbolzensicherungen
durch ein einziges Bauteil ersetzt, sondern der kritische Querstift entfällt vollkommen;
die erforderliche Beweglichkeit des Sicherungskörpers bewirkt dessen Ausbildung am
auslenkbaren Ende eines Blattfederschenkels.
[0013] Die Abstützung oder Lagerung des vorderen, ortsfesten Endes des Blattfederschenkels
benötigt keinen dünnen Querstift und ist deshalb unproblematisch.
[0014] Um eine besonders einfache Fertigung der Blattfeder zu ermöglichen, die das Sicherungsteil
und den Blattfederschenkel bildet, wird gemäß Anspruch 2 vorgeschlagen, daß die Blattfeder
als ebenes Federblechteil ausgebildet ist und mindestens mit dem hinteren Teil, der
die Fangnase aufweist, in einer Nut geführt ist.
[0015] Hierbei erfolgt die Durchfederung des ebenen Federblechteils nicht quer zu seiner
Ebene, sondern in seiner Ebene; seine Anordnung in einer führenden Nut verhindert
dabei, daß es sich bei der Belastung aus seiner Ebene herausbiegt.
[0016] Dabei hat sich herausgestellt, daß der flächige Sicherungskörper, wenn nur er in
einer Nut oder einem Schlitz im Verschluß der Waffe geführt ist, eine ausreichende
Führung auch für den Blattfederschenkel bewirkt, der demnach frei oder in einer einfachen
Bohrung angeordnet sein kann.
[0017] Grundsätzlich ist es möglich, das Federblechteil spanend aus ungehärtetem Federblech
herzustellen, zu härten (worunter hier auch das erforderliche Anlassen verstanden
wird) und dann zu schleifen.
[0018] Gemäß Anspruch 3 ist es jedoch besonders vorteilhaft, daß das Federblechteil als
gehärtetes Stanzteil ausgebildet ist.
[0019] Somit werden die Herstellungskosten für das Federblechteil sehr gering; auf das Schleifen
nach der Härtung kann verzichtet werden, da die Fangnase und die Abschrägung weder
eine hohe Genauigkeit noch eine besondere Oberflächengüte aufzuweisen brauchen.
[0020] Um die Fertigung noch zu verbessern und eine größere Zuverlässigkeit auch bei Verschmutzung
sicherzustellen, wird gemäß Anspruch 4 vorgeschlagen, daß die Blattfeder auf ihrer
von der Fangnase abgewandten Seite eine abstehende Führungslasche aufweist, die die
Führung in der Nut verbessert. Das Federblechteil wird somit im Bereich des Sicherungskörpers
insgesamt verbreitert und kann deshalb seiner Führungsfunktion auch dann noch ausreichend
nachkommen, wenn die Breite der aufnehmenden Nut sehr reichlich toleriert ist. Es
ist auch möglich, einen beim Härten möglicherweise auftretenden, leichten Verzug des
Federblechteils in Kauf zu nehmen, weil auch dieses Federblechteil von der reichlich
tolerierten Führungsnut noch störungsfrei aufgenommen werden kann, ohne daß eine Nachbearbeitung
erforderlich ist.
[0021] Eine weitere Ausgestaltung gemäß Anspruch 5 besteht darin, daß der Federschenkel
bis über das vordere Ende des Schlagbolzens hinaus verlängert und an seinem vorderen
Ende als Auszieherkralle ausgebildet ist.
[0022] Man hat früher allgemein die Auszieherkrallen einstöckig mit der zugehörigen Feder
ausgebildet, doch diese kompliziert geformten Frästeile, deren Härtung schwierig war,
waren so teuer und ihre Halterung war so aufwendig, daß man heute längst davon abgekommen
ist und nun allgemein die Auszieherkralle als massives Schwenkteil ausbildet, das
von einer Schraubenfeder belastet ist. Dieses Schwenkteil erfordert allerdings einen
hohen Aufwand an spanender Arbeit und muß gehärtet und nachfolgend geschliffen werden.
[0023] Durch die Verlängerung des Federblechteils, das ohnehin am Verschluß gehalten sein
muß, und durch die Ausbildung seines vorderen Endes als Auzieherkralle entfällt die
bisher erforderliche Auszieherfeder. Auszieherkralle und Schlagbolzensicherung sind
von einem einzigen Bauteil gebildet, dessen vorderes Ende zwar spanend bearbeitet
und nach dem Härten gegebenenfalls noch nachbearbeitet werden kann, doch diese Arbeitsgänge
sind auch bei der bisherigen Auszieherkralle erforderlich.
[0024] Es ist somit nicht nur kein einziges zusätzliches Bauteil für die erfindungsgemäße
Schlagbolzensicherung erforderlich, sondern auch an der Auszieherkralle wurde ein
Bauteil eingespart.
[0025] Gemäß der bevorzugten Ausgestaltung des Anspruchs 6 ist bei diesem einzigen Bauteil
der Federschenkel bogenförmig ausgebildet und sitzt in einer Bohrung eines Verschlusses,
die neben einem Stoßboden und kurz vor der Hinterschneidung des Schlagbolzens endet,
sich an den Enden der Bohrung auf deren dem Schlagbolzen zugewandter Seite abstützt
und etwa in der Mitte des Bogens einen vom Schlagbolzen wegweisenden Ansatz aufweist,
der in eine Vertiefung eingreift.
[0026] Der Federschenkel stützt sich federnd an den beiden Enden der Bohrung an deren einer
Seite und mit seinem mittleren Bereich an der gegenüberliegenden Seite ab; infolge
seiner Federspannung kann sich der Ansatz nicht aus der zugehörigen Vertiefung lösen.
[0027] Die Bohrung mündet in die Führungsnut ein.
[0028] Beim Einbau wird das Federblechteil von hinten her in die Führungsnut und dann mit
dem Federschenkel in die Bohrung geschoben, bis der Ansatz in die Vertiefung einrastet,
was problemlos durchführbar ist, weil das Federblechteil durch die Führungsnut so
ausgerichtet wird, daß der Ansatz auf die Vertiefung trifft. Der Eingriff von Ansatz
und Vertiefung gewährleistet aber zusätzlich zur Wirkung der Führungsnut die einwandfreie
Ausrichtung des Federblechteils.
[0029] Die Auslenkung von Auszieherkralle und Sicherungskörper drückt den Ansatz noch kräftiger
in die Vertiefung, so daß der zuverlässige Sitz des Federblechteils mit geringstem
Aufwand gewährleistet ist.
[0030] Die Bohrung begrenzt zusätzlich die mögliche Auslenkung des Federschenkels und verhindert,
daß dieser durch zu große Auslenkung verbogen wird oder brechen kann. Somit ist die
größte Betriebssicherheit gewährleistet.
[0031] Besonders wesentlich ist jedoch der Umstand, daß die Querbohrung, die den Ansatz
des Federschenkels aufnimmt und dessen Abstützung beim Auslenken bewirkt, in Querrichtung
verhältnismäßig weit vom Schlagbolzen entfernt ist; wird der hintere Teil des Federschenkels
ausgelenkt, dann bewegt sich die Fangnase längs eines Kreisbogens um den Auflagepunkt
des Ansatzes als Mitte. Da der hintere Scheitel dieses Kreisbogens seitlich zum Schlagbolzen
versetzt ist, bewegt sich die Fangnase beim Beginn ihrer Auslenkung, wenn sie den
Schlagbolzen freigibt, nicht nur seitlich, sondern auch nach hinten. Wird umgekehrt
vom Schlagbolzen eine nach vorne gerichtete Kraft auf die Fangnase aufgebracht, dann
trachtet diese danach, nach vorne auszuweichen, also in einer Richtung zum Schlagbolzen
hin, so daß die den Eingriff von Fangnase und Schlagbolzen bewirkende Federkraft dann,
wenn eine den Schlagbolzen nach vorne belastende Massenkraft auftritt, noch zusätzlich
erhöht wird. Je höher die auf den Schlagbolzen einwirkende Kraft ist, desto fester
wird die Fangnase in den Eingriff mit dem Schlagbolzen gepreßt. Somit können überlagernde
zusätzliche Massenkräfte, die sich etwa dann ergeben können, wenn die Waffe über eine
Treppe von Stufe zu Stufe herunterpurzelt, nicht die erfindungsgemäße Schlagbolzensicherung
deaktivieren.
[0032] Die Vertiefung ist gemäß Anspruch 7 als eine von der Außenseite des Verschlusses
ausgehende Querbohrung ausgebildet, die somit nach außen offen ist. Soll das Federblechteil
ausgebaut werden, dann genügt es, einen Durchschlag o.dgl. von außen her in die Querbohrung
hineinzudrücken, der den Ansatz zurückdrückt, dann die Auszieherkralle zurückzubiegen
und das Federblechteil nach hinten herauszuziehen. Somit kann auch dessen Ausbau auf
einfachste Weise und ohne den Einsatz von Spezialwerkzeug vorgenommen werden. Dieser
Ausbau kann sich etwa bei einer überholung der Waffe, beim Nachbrünieren des Verschlusses
o. dgl. ergeben.
[0033] Die Hinterschneidung könnte etwa als Ringnut ausgebildet sein, wie das im eingangs
genannten Stand der Technik zu finden ist. Gemäß Anspruch 8 wird jedoch vorgeschlagen,
die Hinterschneidung als Ringbund auszubilden, also als eine über die im wesentlichen
zylindrische Oberfläche des Schlagbolzens überstehende Ausbildung. Somit ist es möglich,
den Schlagbolzen insgesamt dünner und damit leichter auszubilden. Gleichzeitig kann
die hintere überstehende Fläche des Ringbundes als Anschlagfläche zum Festlegen der
Ruhelage des Schlagbolzens verwendet werden. Bevorzugt ist der Ringbund in einem erweiterten
Abschnitt der Aufnahmebohrung für den Schlagbolzen mit geringem Spiel geführt, so
daß eine. Abstützung des Schlagbolzens in Querrichtung gegenüber dem Eingriff der
Fangnase erfolgen kann und ein Ausweichen des Schlagbolzens unmöglich gemacht ist.
[0034] Der Gegenstand der Erfindung wird anhand der beigefügten, schematichen Zeichnung,
die ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel zeigt, beispielsweise noch näher erläutert.
[0035] In allen vier Figuren der Zeichnung ist der Längsschnitt durch einen Verschluß gezeigt,
der mit dem erfindungsgemäßen Federblechteil ausgestattet ist; es zeigen:
- Fig. 1
- die Ruhelage der Bauteile des Verschlusses bei gespannter und geladener Waffe,
- Fig. 2
- die Lage der Bauteile, wenn der Schlagbolzen durch eine Massenkraft nach vorne belastet
wird,
- Fig. 3
- die Lage der Bauteile kurz vor Aufschlagen des Hahnes auf den Schlagbolzen, und
- Fig. 4
- die Lage der Bauteile beim Auslösen eines Schusses.
[0036] Der gezeigte Verschluß 1 weist an seinem vorderen Ende einen vertieften Stoßboden
auf, in dem der Boden einer Patrone 3 sitzt. Hinter dem Verschluß 1 befindet sich
ein Hahn 5, der sich beim Betätigen eines (nicht gezeigten) Abzugs aus seiner Spannlage
(Fig. 1 und 2) in seine entspannte Lage (Fig. 4) bewegt.
[0037] Zwischen der Patrone 3 und dem Hahn 5 befindet sich ein Schlagbolzen 7, der in einer
Bohrung im Verschluß 1 aufgenommen ist und in seiner Ruhelage (Fig. 1) von einer Schlagbolzenfeder
9 nach hinten gedrückt wird, bis ein nahe dem hinteren Ende des Schlagbolzens 7 an
diesem ausgebildeter Bund 11 gegen einen im Verschluß 1 sitzenden Querstift 13 abschlägt.
Der Bund befindet sich in einem hinteren Abschnitt der Aufnahmebohrung mit entsprechend
größerem Durchmesser als der vordere Teil der Aufnahmebohrung. In dieser Ruhelage
steht das hintere Ende des Schlagbolzens 7 aus dem Verschluß 1 heraus und ragt in
den Bewegungsweg des Hahnes 5, während das vordere Ende des Schlagbolzens 7 einen
Abstand zum Boden und somit zum Zündkapsel der Patrone 3 aufweist.
[0038] Wenn der Hahn 5 auf das hintere Ende des Schlagbolzens 7 aufschlägt, dann wird dieser
nach vorne bewegt, bis er auf das Zündkapsel auftrifft und die Patrone abfeuert (Fig.
4).
[0039] Der Schlagbolzen 7 kann ein sogenannter "fliegender" Schlagbolzen sein, das heißt,
er kann kürzer sein als der Abstand zwischen dem Boden der Patrone 3 und der vordersten
Stellung des Hahnes 5, so daß er nicht als Übertragungsglied der Bewegung des Hahnes
5 auf die Patrone 3 dient, sondern vom Hahn 5 nur in Bewegung versetzt wird und dann
alleine mit der ihm verliehenen kinetischen Energie auf die Patrone 3 auftrifft.
[0040] In das hintere Ende des Verschlusses 1 ist eine Führungsnut 15 eingefräst. Das ist
ein schmaler, mit einem Scheibenfräser eingefräster Schlitz, der von der Seite des
Verschlusses 1 ausgeht und in den Endabschnitt der Schlagbolzenbohrung mit größerem
Durchmesser einmündet.
[0041] Parallel zur Schlagbolzenbohrung erstreckt sich eine Bohrung 17 durch den Verschluß
1, die vorne unmittelbar neben dem Stoßboden und hinten in der Führungsnut 15 jeweils
offen endet.
[0042] Etwa auf halber Länge dieser Bohrung 17 mündet eine Querbohrung 19 in sie ein. die
von der Außenseite des Verschlusses 1 ausgeht.
[0043] In dieser Bohrung 17 und in der Führungsnut 15 sitzt ein Federblechteil 21, dessen
hinteres Ende ein hakenförmiges Auslöseteil 33 bildet, das aus dem Verschluß 1 nach
hinten herausragt und eine Abschrägung 35 aufweist, die sich von hinten nach vorne
zunehmend in den Bewegungsweg des Hahnes 5 hinein erstreckt und kurz seitlich und
hinter dem hinteren Ende des Schlagbolzens 7 endet.
[0044] Das Federblechteil 21 weist ferner eine flache Führungslasche 31 auf, die sich auf
der vom Schlagbolzen 7 abgewandten Seite innerhalb der Führungsnut 15 erstreckt und
für eine einwandfeie Führung des Federblechteils 21 in der Führungsnut 15 sorgt, ohne
daß sich dieses verwinden kann.
[0045] Auf der dem Schlagbolzen 7 zugewandten Seite des Federblechteils 21 erstreckt sich
eine Fangnase 29, die in der in Fig. 1 gezeigten Ruhelage dicht hinter dem Schlagbolzenbund
11 einfallen kann.
[0046] Am vorderen Ende ist das Federblechteil 21 als Auszieherkralle 27 ausgebildet.
[0047] Die Auszieherkralle 27 ist mit dem Sicherungskörper, der von der Fangnase 29, dem
Auslöseteil 33 mit der Abschrägung 35 und der Führungslasche 31 gebildet ist, durch
einen schwach bogenförmig gekrümmten Federschenkel 23 verbunden, der etwa an seinem
vom Schlagbolzen 7 abgewandten Scheitel einen Ansatz 25 aufweist, der in die Querbohrung
19 eingreift.
[0048] Der Federschenkel 23 befindet sich unter Federspannung, wobei er an den Stellen A1
und A3 an den Enden der Bohrung 17 an ihrer dem Schlagbolzen 7 zugewandten Seite und
an der gegenüberliegenden Stelle A2 an der Querbohrung 19 gegen die Innenwand der
Bohrung 17 anliegt.
[0049] In der Fig. 1 gezeigten Ruhestellung hintergreift die Auszieherkralle 27 den Boden
der Patrone 3, und die Fangnase 29 hintergreift den Ringbund 11 des Schlagbolzens
7. Der Hahn 5 ist gespannt.
[0050] In Fig. 2 ist der Fall dargestellt, in dem eine Massenkraft auf den Schlagbolzen
7 einwirkt und diesen nach vorne zu bewegen trachtet. Dabei drückt der Ringbund 11
gegen die Fangnase 29, deren Bewegungsweg längs des Radius R um die Wurzel des hinteren
Abschnitts des Federschenkels 23 verläuft, die nahe dem Auflagepunkt A2 gelegen ist.
Die Fangnase 29 hintergreift deshalb den Ringbund 11 umso stärker, je stärker dieser
sich nach vorne zu bewegen trachtet, und hält somit den Schlagbolzen 7 zuverlässig
fest. Dessen Spitze bleibt somit von der Zündkapsel der Patrone 3 entfernt.
[0051] Wird der Hahn 5 gemäß der Darstellung der Fig. 3, ausgelöst, dann bewegt sich der
Hahn 5 nach vorne, trifft auf die Abschrägung 35 und läuft diese entlang, wobei er
das Auslöseteil 33 und damit auch die Fangnase 29 gegen die Wirkung des hinteren Teils
des Federschenkels 23 zur Seite drückt, so daß der Ringbund 11 und damit der Schlagbolzen
7 freigegeben ist. Dabei liegt das Auslöseteil 33 mit dem vorderen Ende der Abschrägung
35 seitlich gegen den Hahn 5 an und verharrt bei dessen weiterer Bewegung in der gezeigten
Freigabelage, in der sich die Fangnase 29 seitlich neben dem Ringbund 11 befindet.
[0052] Bevorzugt sind die vordere Fläche des Ringbundes 11 an ihrem Außenrand und die dem
Schlagbolzen 7 zugewandte und hintere Kante der Fangnase 29 zueinander komplementär
jeweils mit einer Abschrägung (nicht dargestellt) versehen; wenn sich der Schlagbolzen
7, etwa wegen einer Störung, nicht ganz in seine Ruhelage zurückbewegen sollte, hintergreifen
einander dennoch die beiden Abschrägungen, und die Federkraft des Federschenkels 23
drückt nun die Fangnase 29 so kräftig gegen den Schlagbolzen 7, daß diese über die
Abschrägungen den Schlagbolzen 7 zurückschiebt und dessen Ringbund 11 dann voll hintergreifen
kann.
[0053] In Fig. 4 ist gezeigt, wie der Hahn 5 nun auf das hintere Ende des Schlagbolzens
7 aufschlägt und diesen nach vorne schiebt, da die Fangnase 29 in ihrer Freigabelage
verharrt. Nun wird die Patrone gezündet.
[0054] Beim Nachladen schiebt der Verschluß 1 mit seiner vorderen Seite eine neue Patrone
aus einem Magazin (nicht gezeigt) nach vorne in ein Patronenlager (nicht gezeigt),
bis diese an dessen Ende aufsitzt. Nun drückt die Auszieherkralle 27 mit ihrer vorderen,
der Patrone 3 zugewandten Schrägfläche gegen den Patronenrand, wird gegen die Federwirkung
des vorderen Abschnitts des Federschenkels 23 zur Seite gedrückt, überspringt den
Patronenrand und hintergreift diesen, wie es in Fig. 1 bis 4 gezeigt ist.
[0055] Der besseren Übersichtlichkeit halber sind nicht in allen Figuren alle Elemente mit
einem Bezugszeichen versehen; die Bezugszeichen einer Figur gelten jedoch für alle
anderen Figuren ebenso.
1. Schlagbolzensicherung für eine Abzugseinrichtung mit Schlagstück, mit den folgenden
Merkmalen:
- einem Schlagbolzen (7) mit einer Schlagbolzenfeder (9), die ihn in seiner Ruhelage
gegen einen hinteren Anschlag (13) drückt, wobei die Schlagbolzenspitze in dieser
Ruhelage zum Zündhütchen einer vor dem Schlagbolzen (7) befindlichen Patrone (7) einen
Abstand aufweist,
- einer Hinterschneidung (11) am Schlagbolzen (7) nahe seinem hinteren Ende, und
- einem federnd belasteten Sicherungskörper (29, 31, 33), der am Verschluß (1) angebracht
ist, in seiner Ruhelage mit einer Fangnase (29) in die Hinterschneidung (11) eingreift
und so den Schlagbolzen (7) in dessen Ruhelage festhält, und der ein nach hinten über
das hintere Ende überstehendes, mit einer Abschrägung (35) versehenes Auslöseteil
(33) aufweist, das so in den Bewegungsweg des Schlagstücks (5) hineinragt, daß das
sich gegen das hintere Ende des Schlagbolzens (7) bewegende Schlagstück (5) zunächst
auf die Abschrägung (35) auftrifft, diese gegen die Federbelastung zur Seite drückt,
wodurch die Fangnase (29) aus der Hinterschneidung (11) gehoben wird, und dann auf
den so freigegebenen Schlagbolzen (7) auftrifft, um die Patrone (3) auszulösen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sicherungskörper (29, 31, 33) als einstückige Blattfeder (21) ausgebildet
ist und einen Federschenkel (23) aufweist, der sich von der Fangnase (29) aus nach
vorne erstreckt und unmittelbar am Verschluß (1) abstützt.
2. Schlagbolzensicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfeder
als ebenes Federblechteil (21) ausgebildet ist und mindestens mit dem hinteren Teil,
der die Fangnase (29) aufweist, in einer Führungsnut (15) geführt ist.
3. Schlagbolzensicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Federblechteil
(21) als gehärtetes Stanzteil ausgebildet ist.
4. Schlagbolzensicherung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Federblechteil (21) auf seiner von der Fangnase (29) abgewandten Seite eine abstehende
Führunglasche (31) aufweist, die die Führung in der Führungsnut (15) verbessert.
5. Schlagbolzensicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Federschenkel (23) bis zum Bereich des vorderen Endes des Schlagbolzens (7) verlängert
ist und an seinem vorderen Ende als Auszieherkralle (27) ausgebildet ist.
6. Schlagbolzensicherung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Federschenkel
(23) bogenförmig ausgebildet ist und in einer Bohrung (17) eines Verschlusses (1)
sitzt, die neben einem Stoßboden des Verschlusses (1) und kurz vor der Hinterschneidung
(11) des Schlagbolzens (7) endet, sich an den Enden der Bohrung (17) auf deren dem
Schlagbolzen (7) zugewandter Seite abstützt und etwa in der Mitte des Bogens einen
vom Schlagbolzen (7) wegweisenden Ansatz (25) aufweist, der in eine Vertiefung (19)
eingreift.
7. Schlagbolzensicherung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung
als eine von der Außenseite des Verschlusses (1) ausgehende Querbohrung (19) ausgebildet
ist.
8. Schlagbolzensicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hinterschneidung als Ringbund (11) ausgebildet ist.
9. Schlagbolzensicherung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Außenumfangskante
des Ringbundes (11) eine Fase aufweist, und daß die dieser zugewandte und hintere
Kante der Fangnase (29) abgeschrägt ist.
1. A firing pin safety mechanism for a trigger system with striker, having the following
features:
- a firing pin (7) with a firing pin spring (9), which in its position of rest forces
said firing pin against a rear stop 13, wherein in this position of rest the firing
pin tip is spaced from the percussion cap of a cartridge (7) situated in front of
the firing pin (7),
- an undercut (11) on the firing pin (7) close to its rear end, and
- a spring-loaded safety element (29, 31, 33), which is mounted on the bolt (1), in
its position of rest engages by a catch (29) in the undercut (11) and thus retains
the firing pin (7) in its position of rest, and which comprises a release part (33),
projecting backwards over the rear end and provided with a chamfer (35), which extends
into the path of movement of the striker (5) so that the striker (5) moving towards
the rear end of the firing pin (7) firstly strikes against the chamfer (35), forces
it aside against the spring loading, as a result of which the catch (29) is raised
out of the undercut (11), and then strikes against the firing pin (7) released in
this manner in order to release the cartridge (3),
characterised in that the safety element (29, 31, 33) is constructed as a single-piece leaf spring (21)
and comprises a spring leg (23) extending forwards from the catch (29) and supported
directly on the bolt (1).
2. A firing pin safety mechanism according to Claim 1,
characterised in that the leaf spring is constructed as a flat spring steel sheet part (21) and is guided
in a guide groove (15) at least by the rear part comprising the catch (29).
3. A firing pin safety mechanism according to Claim 2,
characterised in that the spring steel sheet part (21) is designed as a hardened stamped part.
4. A firing pin safety mechanism according to one of Claims 2 or 3,
characterised in that the spring steel sheet part (21) has on its side faced away from the catch (29) a
protruding guide tongue (31), which improves the guidance in the guide groove (15).
5. A firing pin safety mechanism according to one of Claims 1 to 4,
characterised in that the spring leg (23) is lengthened right to the region of the front end of the firing
pin (7) and at its front end is designed as an extractor barb (27).
6. A firing pin safety mechanism according to Claim 5,
characterised in that the spring leg (23) has a curved design and sits in a bore (17) of a bolt (1), which
ends next to an action face of the bolt (1) and a short distance in front of the undercut
(11) of the firing pin (7), is supported at the ends of the bore (17) on its side
faced towards the firing pin (7) and roughly in the middle of the curve has a shoulder
(25), pointing away from the firing pin (7), which engages in a cavity (19).
7. A firing pin safety mechanism according to Claim 6,
characterised in that the cavity is designed as a transverse bore (19) issuing from the outer side of the
bolt (1).
8. A firing pin safety mechanism according to one of Claims 1 to 7,
characterised in that the undercut is designed as a collar (11).
9. A firing pin safety mechanism according to Claim 8,
characterised in that the front outer peripheral edge of the collar (11) comprises a chamfer,
and in that the rear edge of the catch (29) that is faced towards said edge is chamfered.
1. Dispositif de sûreté pour percuteur pour un mécanisme de détente avec chien, présentant
les caractéristiques suivantes :
- un percuteur (7) avec un ressort de percuteur (9) qui le pousse dans sa position
de repos contre une butée arrière (13), la pointe du percuteur présentant, dans cette
position de repos, une distance par rapport à l'amorce d'une cartouche (7) qui se
trouve en avant du percuteur (7),
- une contre-dépouille (11) sur le percuteur (7), près de son extrémité arrière,
- une pièce de sûreté (29, 31, 33) qui est contrainte élastiquement, qui est rapportée
sur la culasse (1), qui, dans sa position de repos, vient, par un talon de saisie
(29), en prise dans la contre-dépouille (11) et maintient ainsi le percuteur (7) dans
sa position de repos, et qui présente un élément (33) de libération du percuteur qui
dépasse vers l'arrière au-delà de l'extrémité arrière, qui présente un chanfrein (35),
qui pénètre sur le trajet du chien (5) de façon que le chien (5), se déplaçant en
direction de l'extrémité arrière du percuteur (7), heurte tout d'abord le chanfrein
(35), pousse celui-ci sur le côté à l'encontre de la contrainte élastique, le talon
de saisie (29) se soulevant en s'écartant de la contre-dépouille (11), puis heurte
le percuteur (7),ainsi libéré, pour mettre à feu la cartouche (3),
caractérisé par le fait,
que la pièce de sûreté (29, 31, 33) est conçue sous forme d'un ressort à lame (21)
d'une seule pièce et présente une branche élastique (23) qui, depuis le talon de saisie
(29), s'étend vers l'avant et s'appuie directement sur la culasse (1).
2. Dispositif de sûreté pour percuteur selon la revendication 1,
caractérisé par le fait que le ressort à lame est conçu sous forme d'un morceau de
tôle élastique plan (21) et est guidé, au moins par la partie arrière qui présente
le talon de saisie (29), dans une rainure de guidage (15).
3. Dispositif de sûreté pour percuteur selon la revendication 2,
caractérisé par le fait que le morceau de tôle élastique (21) est conçu sous forme
d'une pièce emboutie trempée.
4. Dispositif de sûreté pour percuteur selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé
par le fait que le morceau de tôle élastique (21) présente, du côté opposé au talon
de saisie (29), une languette de guidage débordante (31) qui améliore le guidage dans
la rainure de guidage (15).
5. Dispositif de sûreté pour percuteur selon l'une des revendications 1 ou 4, caractérisé
par le fait que la branche élastique (23) se prolonge jusqu'au voisinage de l'extrémité
avant du percuteur (7) et qu'à son extrémité avant elle est conçue sous forme de griffe
d'extracteur (27).
6. Dispositif de sûreté pour percuteur selon la revendication 5,
caractérisé par le fait que la branche élastique (23) a la forme d'un arc et a son
assise dans un perçage (17) d'une culasse (1) qui se termine près d'une base de tir
de la culasse (1) et peu en avant de la contre-dépouille (11) du percuteur (7), qu'aux
extrémités du perçage (17), la branche élastique s'appuie sur la surface du perçage
orientée vers le percuteur (7) et présente, à peu près au milieu de l'arc, un appendice
(25) qui est situé du côté opposé au percuteur (7) et vient en prise dans une cavité
(19).
7. Dispositif de sûreté pour percuteur selon la revendication 6,
caractérisé par le fait que la cavité est conçue sous forme d'un perçage transversal
partant de la face extérieure de la culasse (1).
8. Dispositif de sûreté pour percuteur selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé
par le fait que la contre-dépouille est conçue sous forme d'un collet annulaire (11).
9. Dispositif de sûreté pour percuteur selon la revendication 8,
caractérisé par le fait que l'arête périphérique extérieure avant du collet annulaire
(11) présente un chanfrein et que l'arête arrière, orientée vers ce chanfrein, du
talon de saisie (29) est chanfreinée.