[0001] Die Erfindung betrifft ein Thermotransferband mit einem üblichen Träger, mit einer
auf einer Seite des Trägers ausgebildeten wachsgebundenen Schicht einer Thermotransferfarbe
und mit einer sich zwischen Träger und wachsgebundener Schicht befindenden wachsgebundenen
Trennschicht.
[0002] Ein Thermotransferband der oben beschriebenen Art geht aus der DE 195 48 033 A1 hervor.
Die darin beschriebene wachsgebundene Trennschicht dient der besseren Trennung der
wachsgebundenen Schicht der Thermotransferfarbe von dem jeweiligen Träger. Besonderes
Ziel dieser bekannten Lehre ist es, die Notwendigkeit der Ausbildung einer sogenannten
"Topcoat" (Haftschicht) bzw. einer zweischichtigen Thermotransferfarbe auszuschließen
und beim Thermodruckvorgang zufriedenstellende matte Ausdrucke zu erhalten. Dies wird
dadurch gewährleistet, daß sowohl die wachsgebundene Trennschicht als auch die wachsgebundene
Schicht der Thermotransferfarbe in einer ausreichend großen Menge ein wachslösliches
Polymer enthalten. Bevorzugt enthält die wachsgebundene Schicht der Thermotransferfarbe
etwa 2 bis 20 Gew.-% wachslösliches Polymer und die Trennschicht 10 bis 60 Gew.-%.
[0003] Das oben beschriebene Thermotransferband ist in hohem Maße geeignet, der angesprochenen
Zielsetzung zu genügen. Allerdings ist es bei anderen Zielsetzungen zu verbessern.
[0004] Zunehmend spielt das sog.

inline packaging"-Druckverfahren eine Rolle, wobei Druckgeschwindigkeiten von 300
bis 600 mm/sec zum Einsatz kommen. Die verwendeten Thermotransferbänder müssen hierbei
verschiedene Voraussetzungen erfüllen: Sie sollen auf Normal- und Hochgeschwindigkeitsdruckern
mit konventionell gebräuchlichen Druckköpfen einsetzbar sein. Gleichzeitig soll das
Thermotransferband auch bei Druckgeschwindigkeiten bis zu 600 mm/sec eine gute Druckqualität
zeigen. Bei im Stand der Technik bekannten Produkten, die die genannten Voraussetzungen
erfüllen, ist es jedoch nach wie vor problematisch, eine gute Kratzfestigkeit auf
Folien und Papier zu erreichen. Die gewünschte Lösemittelbeständigkeit dieser Bänder
ist zudem unzureichend. Es gibt bislang kein Produkt auf dem Markt, das diesen Anforderungen
gerecht wird.
[0005] Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein Thermotransferband der eingangs
bezeichneten Art vorzuschlagen, mit dem die oben angesprochenen Ziele zur Verbesserung
der Druckqualität sowie der Kratz- und Lösemittelbeständigkeit erreicht werden. Das
Thermotransferband soll vielfach einsetzbar und für Normal- und Hochgeschwindigkeitsdrucker
mit herkömmlichen Druckköpfen gleichermaßen geeignet sein.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die wachsgebundene Schicht
B) der Thermotransferfarbe ein wachslösliches Polymer enthält und die wachsgebundene
Trennschicht A) weniger als etwa 20 Gew.-%, insbesondere 3 bis etwa 8 Gew.-% wachsunlösliches
Polymer enthält, wobei das wachsunlösliche Polymer wachsplastifizierende Eigenschaften
besitzt und eine Glastemperatur Tg von -30° bis +70°C aufweist.
[0007] Unter einer Trennschicht bzw. Releaseschicht wird hier eine Schicht verstanden, die
beim Druckvorgang die Abgabe der Thermotransferfarbe auf das aufnehmende Substrat
steuert und selbst zum Teil auf das Substrat übertragen wird.
[0008] Sowohl bei der Trennschicht A) als auch der Schicht B) der Thermotransferfarbe handelt
es sich um wachsgebundene Schichten.
[0009] Ein zentrales Merkmal des erfindungsgemäßen Thermotransferbandes besteht darin, daß
in der Schicht B) der Thermotransferfarbe ein wachslösliches Polymer in Form eines
Ethylen-Vinylacetat-Copolymer enthalten ist. Unter "wachslöslich" wird hier verstanden,
daß dieses Polymer in einem flüssigen Wachs Löslichkeit zeigt. Hierbei handelt es
sich nicht notwendigerweise um "echte Lösungen", sondern meist um stabile Dispersionen.
Dies führt dazu, daß beim Abkühlen einer derartigen Lösung des Polymers in Wachs keine
Phasentrennung auftritt bzw. dieses Polymer mit dem Wachs verträglich ist.
[0010] Das wachslösliche Ethylen-Vinylacetat-Copolymer besitzt einen Erweichungspunkt im
Bereich von etwa 50° bis 65°C, insbesondere von 60°C. Zur Steigerung der Adhäsion
zwischen der Trennschicht A) und der Schicht B) weist das Ethylen-Vinylacetat-Copolymer
bevorzugt einen Vinylacetatgehalt von etwa 30 bis 40 Gew.-% auf.
[0011] In der Schicht B) ist das Ethylen-Vinylacetat-Copolymer vorzugsweise in einer Menge
von etwa 10 bis 40 Gew.-%, insbesondere von etwa 12 bis 20 Gew.-%, enthalten. Wird
der Wert von 10 Gew.- % unterschritten, dann ist die Kratzfestigkeit auf dem Verpackungsmaterial
nicht mehr gewährleistet. Ein Wert von mehr als 40 Gew.- % führt zu einer nicht mehr
ausreichenden Auflösung der gedruckten Zeichen.
[0012] Durch Einsatz von Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren, insbesondere mit einem niedrigen
Erweichungspunkt im Bereich um etwa 60°C und einem Vinylactetat-Anteil über 30 Gew.-%,
erreicht man eine gute mechanische Verankerung und somit ausgezeichnete Druckqualität
auf den eingesetzten Folien- und Papierempfangsmaterialien.
[0013] Die im Rahmen der Erfindung in Trennschicht A) und der Schicht B) eingesetzten Wachse
entsprechen der üblichen Wachsdefinition, wobei "eng geschnittene" Wachse bevorzugt
sind, d.h., Schmelz- und Erstarrungspunkt der Wachse müssen dicht zusammen liegen.
Insbesondere werden Wachse eines Schmelzpunktes von etwa 75 bis 90°C eingesetzt. Es
handelt sich also im weitesten Sinne um ein Material, das fest bis brüchig hart, grob
bis feinkristallin, durchscheinend bis opak, jedoch nicht glasartig ist, oberhalb
etwa 70°C schmilzt, allerdings schon wenig oberhalb des Schmelzpunktes verhältnismäßig
niedrigviskos und nicht fadenziehend ist. Wachse dieser Art sind den natürlichen Wachsen,
chemisch-modifizierten Wachsen und den synthetischen Wachsen zuzuordnen. Besonders
bevorzugt sind unter den natürlichen Wachsen pflanzliche Wachse in Form von Carnaubawachs,
Candelillawachs, Mineralwachse in Form von höherschmelzendem Ceresin und höherschmelzendem
Ozokerit (Erdwachs), petrochemische Wachse, wie beispielsweise Petrolatum, Paraffinwachse
und Mikrowachse. Unter den chemisch-modifizierten Wachsen sind insbesondere Montanesterwachse,
hydriertes Rizinusöl und hydriertes Jojobaöl bevorzugt. Unter den synthetischen Wachsen
sind Polyalkylenwachse und Polyethylenglykolwachse sowie daraus durch Oxidation und/oder
Veresterung hergestellte Produkte bevorzugt. Amidwachse sind ebenfalls verwendbar.
Im einzelnen sind hier als besonders bevorzugt anzugeben: modifizierte mikrokristalline
Wachse.
[0014] Den Wachsmaterialien der wachsgebundenen Thermotransferfarbe können vielfältige Zusätze
einverleibt werden, wie insbesondere Klebrigmacher in Form von Terpenphenolharzen
(wie z.B. die Handelsprodukte Zonatac lite 85 von der Firma Arizona Chemical) und
Kohlenwasserstoffharzen (wie z.B. die Handelsprodukte KW-Harz 61 B1/105 von der Firma
VFT, Frankfurt). Auf die Schicht B) kann eine Haftschicht mit Klebrigmacher aufgetragen
sein. In einer Ausführungsform befindet sich auf der Schicht B) eine Haftschicht,
insbesondere eine Paraffinschicht mit einem Gehalt an feinverteiltem klebrigmachenden
Kohlenwasserstoffharz, wobei das Paraffin einen Schmelzpunkt von insbesondere etwa
60 bis 95°C aufweist.
[0015] Die Einfärbung kann durch beliebige Farbmittel erfolgen. Es kann sich um Pigmente,
wie insbesondere um Ruß, aber auch um lösungsmittel- und/oder bindemittellösliche
Farbmittel, wie das Handelsprodukt Basoprint, organische Farbpigmente sowie verschiedene
Azofarbstoffe (Cerces- und Sudanfarbstoffe) handeln. Ruß gilt im Rahmen der vorliegenden
Erfindung als besonders geeignet. Vorzugsweise enthält die Thermotransferfarbe das
Farbmittel, insbesondere Pigment, in einer Menge von etwa 15 bis 40 Gew.-%. Der Schmelzpunkt
der wachsgebundenen Thermotransferfarbe liegt vorzugsweise zwischen etwa 60 und 70°C.
[0016] Der Einsatz von Ethylen-Vinylacetat-Copolymer von etwa 30 Gew.-% und einem Rußanteil
von etwa 20 Gew.-% in Schicht B) kann zu einer die Verarbeitung beeinträchtigenden
zu hohen Viskosität führen. Bevorzugt wird die Trennschicht A) und/oder die Schicht
B) dann mit einem Lösemittel beschichtet. Als Lösemittel kommt hierfür in Frage ein
Gemisch aus Isopropanol und Toluol, das bevorzugt im Verhältnis 2:1 eingesetzt wird.
[0017] Die Auftragsstärke der Trennschicht A) und der Schicht B) ist nicht kritisch. Vorzugsweise
weist die Trennschicht A) eine Auftragsstärke von etwa 0,5 bis 5 g/m
2, insbesondere etwa 1,5 bis 3 g/m
2, und die Schicht B) eine Auftragsstärke von etwa 1,0 bis 5 g/m
2, insbesondere von etwa 1,5 bis 2,5 g/m
2 auf.
[0018] Der Träger des erfindungsgemäßen Farbbandes ist nicht kritisch. Als Basisfolie für
Thermotransferbänder werden vorzugsweise Polyethylentherephthalatfolien (PET) oder
Kondensatorpapiere verwendet. Die Auswahlparameter sind möglichst hohe Zugdehnungswerte
und thermische Stabilität bei geringen Foliendicken. Die PET-Folien sind bis etwa
2,5 µm, Kondensatorpapier bis etwa 6 µm herunter erhältlich. Beim Druckvorgang erreicht
der Thermodruckkopf Temperaturen von bis zu 400°C, d.h. Temperaturen, die oberhalb
des Erweichungspunktes von PET liegen. Es empfiehlt sich, bei Verwendung von PET-Folien
auf der Rückseite der Folie, die mit dem Thermokopf in Berührung kommt, eine gegen
Hitze besonders widerstandsfähige Schicht vorzusehen.
[0019] Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Gedankens, insbesondere zur
Erzielung eines vorteilhaft scharfen Drucks, beruht auf einer Einbeziehung der Lehre
der EP-B-0 133 638. Danach wird auf der Rückseite des Trägers eine Schicht aus einem
Wachs oder einem wachsartigen Material gebildet, insbesondere in einer Stärke von
nicht mehr als etwa 1 µm und ganz besonders bevorzugt in Form einer molekular ausgebildeten
von etwa 0,05 bis 0,10 µm starken Schicht. Das Beschichtungsmaterial besteht in diesem
Fall vorzugsweise aus Paraffin, Silicon, Naturwachsen, insbesondere Carnaubawachs,
Bienenwachs, Ozokerit und Paraffinwachs, Synthetikwachsen. insbesondere Säurewachsen,
Esterwachsen, teilverseiften Esterwachsen und Polyethylenwachsen, Glykolen bzw. Polyglykol,
antistatischen Mitteln und/oder Tensiden. Wird eine derartige rückseitige Beschichtung
vorgesehen, dann erfolgt ein ungestörter Wärmeübergang vom Thermodruckkopf auf das
Thermotransferband mit der Folge, daß besonders scharfe Drucke erzielt werden. Bevorzugt
wird diese dünne Schicht mit einem der oben aufgeführten Lösemittel beschichtet.
[0020] Das oben beschriebene erfindungsgemäße Thermotransferband läßt sich in vielfältiger
Weise unter Anwendung üblicher Auftragsverfahren herstellen. Dies kann beispielsweise
durch Aufsprühen oder Aufdrucken einer Lösung oder Dispersion, sei es mit Wasser oder
einem organischen Lösungsmittel als Dispersions- bzw. Lösungsmittel, durch Auftragen
aus der Schmelze, was insbesondere für die wachsgebundene Thermotransferfarbe gilt,
oder auch durch normales Auftragen mittels einer Rakel in Form einer wäßrigen Suspension
mit darin fein verteiltem aufzutragendem Material erfolgen.
[0021] Aus Umweltschutzgesichtspunkten hat sich folgendes Vorgehen als besonders vorteilhaft
erwiesen: Zunächst wird in dünner Schicht eine wäßrige Suspension der Ausgangsmaterialien
der Trennschicht auf den Träger aufgetragen, die bei Abdampfen des Wassers die Trennschicht
A) entstehen läßt. Nach der Ausbildung der Trennschicht A) schließt sich das Auftragen
einer wäßrigen Suspension des Ausgangsmaterials der wachsgebundenen Thermotransferfarbe
an, wobei das Wasser in üblicher Weise nach dem Auftrag dieses Materials abgedampft
wird. Der gebildete doppetschichtige Belag erfüllt sämtliche Anforderungen, die im
Rahmen der gestellten Aufgabe liegen. Die Thermotransferfarbe läßt sich jedoch auch
in Form einer Schmelze nach üblichen Auftragstechnologien auf die Trennschicht aufbringen,
so beispielsweise mit einer Rakel. Die Temperatur der jeweiligen Schmelze sollte dabei
im allgemeinen etwa 100 bis 130°C betragen. Nach dem Auftrag läßt man die aufgetragenen
Materialien lediglich abkühlen.
[0022] Für die praktische bzw. besonders vorteilhafte Verwirklichung der vorliegenden Erfindung
können folgende Rahmenbedingungen für die Auftragsmengen der einzelnen Schichten bzw.
deren Auftragsstärke angegeben werden:
Thermotransferfarbschicht B): etwa 1 bis 10 g/m2, vorzugsweise etwa 1,5 bis 5 g/m2, ganz besonders bevorzugt 1,8 bis 2,0 g/m2;
Trennschicht A) etwa 0,5 bis 5 g/m2, vorzugsweise etwa 1,5 bis 3,0 g/m2, ganz besonders bevorzugt 1,6 bis 2,8 g/m2;
Trägerfilm, insbesondere Polyethylenterephthalatfilm, einer Stärke von etwa 2 bis
8 µm, insbesondere einer Stärke von etwa 3,5 bis 4,5 µm, sowie
eine Rückseitenbeschichtung in einer Auftragsstärke von etwa 0,01 bis 0,30 µm, insbesondere
von etwa 0,05 bis 0,10 µm.
Bevorzugt sind die Schicht B), die Trennschicht A) und die Rückseitenbeschichtung
in einem Lösemittel aufgetragen.
[0023] Die mit der Erfindung verbundenen Vorteile sind insbesondere darin zu sehen, daß
das ausschließlich in der Schicht B) vorhandene Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat
mit einem Erweichungspunkt im Bereich von etwa 50 bis 65°C und insbesondere mit einem
Vinylacetatgehalt von etwa 30 Gew.-% eine hohe mechanische Verankerung der Thermotransferfarbe
auf dem Empfangsmaterial bewirkt, wodurch eine hervorragende Druckqualität resultiert.
Gleichzeitig führt die wachsgebundene Trennschicht A), die bis zu 80% während des
Druckvorgangs mitübertragen wird, zu einer unerwartet hohen Kratzfestigkeit und zusätzlich
Lösemittelbeständigkeit.
[0024] Diese Vorteile werden insbesondere dadurch erreicht, daß die Schicht B eine hohe
mechanische Verankerung auf dem Empfangspapier aufweist und gleichzeitig bis zu 80%
der Trennschicht A mitübertragen wird. Nur hierdurch kann die Kombination der oben
beschriebenen Eigenschaften erreicht werden.
[0025] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Beispielen noch näher erläutert werden:
Beispiel 1
[0026] Auf einem üblichen Träger aus einem Polyester einer Schichtstärke von etwa 6 µm wird
mittels einer Rakel zur Ausbildung der wachsgebundenen Trennschicht A) ein Material
folgender Rezeptur aufgetragen:
Carnaubawachs (Schmelzpunkt 83-85°C) |
95 Gew.-Teile |
Polyesterharz (Tg = -4°C) |
5 Gew.-Teile |
|

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[0027] Das obige Material wird in einer Lösemittel-Dispersion (etwa 10%ig, in Toluol/Isopropanol
80:20) in einer Trockenstärke von etwa 1,0 bis 2,0 µm aufgetragen. Das Abdampfen des
Lösemittels erfolgt durch Überleiten heißer Luft bei einer Temperatur von etwa 100°C.
[0028] Anschließend wird die Thermotransferfarbe B) anhand folgender Rezeptur in Form einer
Lösemitteldispersion (etwa 15%ig in Toluol/Isopropanol 30:70) mit einem Reverse-Roll-Druck
aufgebracht.
[0029] Rezeptur der Thermotransferfarbe B):
Paraffinwachs |
50 Gew.-Teile |
Petrolite WB17 |
5 Gew.-Teile |
EVA 33-400 |
15 Gew.-Teile |
Füllstoff |
15 Gew.-Teile |
Farbruß |
15 Gew.-Teile |
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Beispiel 2:
[0030] Das Beispiel 1 wurde mit der Abänderung wiederholt, daß für die Trennschicht A) und
die Farbschicht B) folgende Rezepturen herangezogen wurden:
Trennschicht A):
[0031]
Esterwachs (Schmelzpunkt 80-85°C) |
72 Gew.-Teile |
Paraffin HNP |
20 Gew.-Teile |
Polyesterharz (Dynapol Hüls AG, D-Tg: -28°C) |
8 Gew.-Teile |
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Transferfarbschicht B):
[0032]
Paraffinwachs |
40 Gew.-Teile |
Petrolite WB 17 |
12 Gew.-Teile |
Zonatac lite 85 |
7 Gew.-Teile |
EVA 33-400 |
14 Gew.-Teile |
Füllstoff |
7 Gew.-Teile |
Farbruß |
20 Gew.-Teile |
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[0033] Die beiden in den Beispielen 1 und 2 hergestellten Thermotransferbänder wurden auf
Hochgeschwindigkeitsdruckern und sogenannten "inline packaging"-Druckern mit Druckgeschwindigkeiten
von 300 und 600 mm/sec getestet und die Druckergebnisse ausgewertet. Es zeigte sich
in beiden Fällen sehr gute Druckqualität bei gleichzeitig ausgezeichneter Kratz- und
Lösemittelbeständigkeit.
1. Thermotransferband mit einem üblichen Träger, mit einer auf einer Seite des Trägers
ausgebildeten wachsgebundenen Schicht einer Thermotransferfarbe und mit einer sich
zwischen Träger und wachsgebundener Schicht befindenden wachsgebundenen Trennschicht,
dadurch gekennzeichnet, daß die wachsgebundene Schicht B) der Thermotransferfarbe
ein wachslösliches Polymer enthält und die wachsgebundene Trennschicht A) weniger
als etwa 20 Gew.-%, insbesondere 3 bis etwa 8 Gew.-% wachsunlösliches Polymer enthält,
wobei das wachsunlösliche Polymer wachsplastifizierende Eigenschaften besitzt und
eine Glastemperatur Tg von -30 bis +70°C aufweist.
2. Thermotransferband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das wachslösliche
Polymer ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Vinylacetatgehalt von etwa 30
bis 40 Gew.-% ist.
3. Thermotransferband nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ethylen-Vinylacetat-Copolymer
einen Erweichungspunkt im Bereich von etwa 50 bis 65°C, insbesondere von 60°C, besitzt.
4. Thermotransferband nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die wachsgebundene Schicht B) der Thermotransferfarbe etwa 10 bis 40 Gew.-%, insbesondere
etwa 12 bis 20 Gew.-% Ethylen-Vinytacetat-Copolymer enthält.
5. Thermotransferband nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die wachsgebundene Schicht B) der Thermotransferfarbe und/oder die Trennschicht
A) mit einem Lösemittel beschichtet sind.
6. Thermotransferband nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösemittel Isopropanol
und/oder Toluol ist.
7. Thermotransferband nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trennschicht A) eine Auftragsstärke von etwa 0,5 bis 5 g/m2, insbesondere etwa 1,5 bis 3 g/m2, aufweist.
8. Thermotransferband nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schicht B) der Thermotransferfarbe eine Auftragsstärke von etwa 1 bis 5 g/m2, insbesondere von etwa 1,5 bis 2,5 g/m2, aufweist.
9. Thermotransferband nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Thermotransferfarbe ein Farbmittel, insbesondere ein Pigment, in einer Menge
von etwa 15 bis 40 Gew.-% enthält.
10. Thermotransferband nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Farbpigment Ruß
ist.
11. Thermotransferband nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sich auf der Rückseite des Trägers eine dünne Schicht aus einem Wachs oder einem
wachsartigem Material befindet, die eine Auftragsstärke von etwa 0,01 bis 0,30 µm,
insbesondere von etwa 0,05 bis 0,10 µm, aufweist.
12. Thermotransferband nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger aus Polyethylenterephthalat besteht.