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(11) |
EP 0 955 384 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.2005 Patentblatt 2005/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.03.1999 |
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Verfahren zum Abschrecken von Werkstücken und Wärmebehandlungsanlage zur Durchführung
des Verfahrens
Process for quenching workpieces with gases and heat treating installation for carrying
out said process
Procédé de trempe à gaz de pièces à usiner et installation de traitement thermique
pour la mise en oeuvre de ce procédé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE DK ES FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
06.05.1998 DE 19820083
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.11.1999 Patentblatt 1999/45 |
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Patentinhaber: ALD Vacuum Technologies Aktiengesellschaft |
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63450 Hanau (DE) |
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Erfinder: |
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- Dannehl, Gerhard Dipl.-Ing.
61231 Bad Nauheim (DE)
- Löser, Klaus Dr.
63533 Mainhausen (DE)
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Vertreter: Hebing, Norbert et al |
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Patentanwälte Schlagwein + Hebing,
Frankfurter Strasse 34 61231 Bad Nauheim 61231 Bad Nauheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-91/09976 DE-C- 4 422 588
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DE-A- 19 628 383 GB-A- 1 452 062
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abschrecken von Werkstücken in einer Behandlungskammer
mittels eines Abschreckgases, bei dem in einem gemeinsamen Gehäuse der Behandlungskammer
ein Ofenbereich und ein Wärmetauscher vorgesehen ist, durch welchen zum Abschrecken
der Werkstücke das Abschreckgas umgewälzt wird und der mit einem in dem Wärmetauscher
verdampfenden Kältemittel arbeitet, und somit das in die Behandlungskammer eingelassene
Abschreckgas als Wärmetransporter zwischen den abzuschreckenden Werkstücken im Ofenbereich
und dem Wärmetauscher dient. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Wärmebehandlungsanlage
zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Ein Verfahren und eine Vorrichtung der vorstehenden Art sind Gegenstand der DE 44
22 588 C1. Bei der in dieser Schrift beschriebenen Wärmebehandlungsanlage ist außerhalb
der Behandlungskammer, in welcher die Wärmebehandlung stattfindet, ein Kälteaggregat
angeordnet. Während der Abschreckphase wird das Kältemittel durch den Wärmetauscher
in der Behandlungskammer und durch das Kälteaggregat im Kreis umgepumpt, so dass die
in der Behandlungskammer aufgenommene Wärme nach außen abgeführt werden kann. Um eine
möglichst rasche Abkühlung der Werkstücke zu erreichen, wird ein Kältemittel gewählt,
welches wie in einem Kühlschrank in dem Wärmetauscher verdampft, so dass auch die
Verdampfungswärme für den Kühleffekt genutzt werden kann.
[0003] Die Vorrichtung nach der DE 44 22 588 C1 ist sehr aufwendig, weil außerhalb der Behandlungskammer
ein Kälteaggregat mit einem Verflüssiger und einem Verdichter angeordnet werden muss.
Weil das Abschrecken der Werkstücke möglichst rasch zu erfolgen hat, muss in relativ
kurzer Zeit viel Wärme abgeführt werden, so dass der Verflüssiger und der Verdichter
eine hohe Leistung haben müssen. Eine ähnliche Anlage ist in der GB 1 452 062 beschrieben.
[0004] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
so auszugestalten, dass mit möglichst geringem apparativen Aufwand ein möglichst rasches
Abschrecken von Werkstücken innerhalb einer Behandlungskammer möglich wird. Weiterhin
soll eine einfache Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens gefunden werden.
[0005] Das erstgenannte Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Wärmetauscher
vor Beginn des Abschreckvorganges, während in der Behandlungskammer Vakuum herrscht,
mit dem flüssigen Kältemittel zumindest teilweise gefüllt wird, dass die Kühlung des
Abschreckgases durch die Kühlkapazität des Wärmetauschers und das Verdampfen der aus
einem Vorratsbehälter entnommenen Einfüllmenge beim Umwälzen des Abschreckgases während
des Kühlens einer Charge von Werkstücken erfolgt, wobei die Kühlkapazität des Wärmetauschers
aufgrund des Verdampfens der Einfüllmenge beim Umwälzen des Abschreckgases zum vollständigen
Kühlen einer Charge von Werkstücken bemessen ist.
[0006] Diese Verfahrensweise baut auf der Erkenntnis auf, dass der Wärmetauscher durch das
Vakuum in der Behandlungskammer thermisch von der Charge isoliert ist. Dadurch kommt
es während des Einfüllens von flüssigem Kältemittel in den Wärmetauscher der Behandlungskammer
zu keiner unerwünschten Abkühlung der Werkstücke und zu keiner konvektiven Wärmeaufnahme
des Wärmetauschers aus der Umgebung. Erst wenn in die Behandlungskammer das Abschreckgas
eingegeben wird und dieses in ihr zirkuliert und dabei durch den Wärmetauscher strömt,
kommt es durch die dann dem Wärmetauscher zugeführte Wärme zu einem Wärmetausch und
insbesondere zu einer Verdampfung des Kältemittels. Durch diese Verdampfung wird dem
Abschreckgas sehr viel Wärme entzogen, so dass ein rasches Abkühlen der Charge im
oberen, für die Abschreckung entscheidenden Temperaturbereich möglich wird.
[0007] Die erforderliche Kühlmittelmenge ist besonders gering, wenn gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung des Verfahrens ein Wärmetauscher mit Wärmetauscherflächen von hohem
Wärmespeichervermögen verwendet wird. Einen solchen Wärmetauscher kann man bereits
vor der Abschreckphase auf eine niedrige Temperatur abkühlen, so dass während der
Abschreckphase für die Wärmeaufnahme nicht nur das Kältemittel zur Verfügung steht.
[0008] Durch die thermische Isolation des Wärmetauschers aufgrund des herrschenden Vakuums
wird es auch möglich, den Wärmetauscher mit dem Kältemittel während des Arbeitens
des Ofens zu befüllen.
[0009] In Fertigungsstätten, in welchen das erfindungsgemäße Verfahren Anwendung findet,
gibt es in aller Regel verschiedene Einrichtungen, welche eine Versorgung mit Inertgas
erfordern. Üblicherweise wird hierzu das Inertgas flüssig angeliefert und in einer
Inertgas-Versorgungsanlage, welche einen Verdampfer aufweist, in der benötigten Menge
in den gasförmigen Zustand überführt. Auf eine solche Inertgas-Versorgungsanlage kann
man verzichten, wenn gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
das verdampfte Kältemittel in einem Gassammelbehälter gesammelt und als Inertgas weiterverwendet
wird.
[0010] . Zumindest ein Teil des zum Kühlen des Abschreckgases verdampften Kältemittels kann
in der Wärmebehandlungsanlage selbst weiterverwendet werden, wenn das verdampfte Kältemittel
zum Fluten der Behandlungskammer nach dem Abschrecken der Werkstücke verwendet wird.
Das Inertgas kann also während des Abschreckens zum Druckaufbau von z.B. 1 bar auf
6 bar, nach dem Abschrecken für weitere Chargen oder innerhalb der Anlage (mit Zwischenpuffer)
für andere Prozesskammern oder als Steuergas verwendet werden.
[0011] Besonders kostengünstig ist das Kältemittel erhältlich und gut als Inertgas verwendbar,
wenn es flüssiger Stickstoff ist. Es sind jedoch auch andere Flüssiggase verwendbar,
zum Beispiel Luft.
[0012] Wenn man die Kältemittelmenge möglichst gering halten will, damit alles verdampfte
Kältemittel wieder gebraucht werden kann, dann ist es möglich, eine Behandlungskammer
mit zwei hintereinander geschalteten Wärmetauschern zu verwenden. Ein zum Beispiel
mit Wasser betriebener Wärmetauscher könnte dem "Flüssiggas-Wärmetauscher" vorgeschaltet
werden.
[0013] Die zweitgenannnte Aufgabe, nämlich die Schaffung einer Wärmebehandlungsanlage zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, wird dadurch gelöst, dass die Behandlungskammer
über ein Ventil mit einem Gassammelbehälter für das Abschreckgas verbunden ist und
dass der wärmetauscher über eine Rückschlagklappe mit dem Gassammelbehälter verbunden
ist.
[0014] Dabei ist der wärmetauscher zum zumindest teilweisen Auffüllen mit dem flüssigen
Kältemittel ausgebildet und die Kühlkapazität des Wärmetauschers aufgrund des Verdampfens
der Einfüllmenge beim Umwälzen des Abschreckgases zum vollständigen Kühlen einer Charge
von Werkstücken bemessen.
[0015] Eine solche Wärmebehandlungsanlage ist sehr kostengünstig zu erstellen, weil sie
kein Kälteaggregat mit einem Verflüssiger und mit einem Verdichter für das Kältemittel
benötigt. Weiterhin vermag sie das Abschreckgas besonders wirksam abzukühlen, weil
während des Zirkulierens des Abschreckgases das Kältemittel in dem Wärmetauscher verdampft
und deshalb dem Abschreckgas durch die von dem Kältemittel aufgenommene Verdampfungswärme
viel Wärme entzogen wird. Der Wärmetauscher selbst braucht gegenüber den bisher verwendeten,
mit einer Sole betriebenen Wärmetauschern nicht oder nur geringfügig umgestaltet zu
werden.
[0016] Die zur Kühlung des Abschreckgases erforderliche Kältemittelmenge kann besonders
gering sein, wenn der Wärmetauscher mit Wärmetauscherflächen von hohem Wärmespeichervermögen
ausgestattet ist.
[0017] Eine gegenseitige Isolation des Wärmetauschers und des Ofenbereiches durch thermisch
isolierte Trennwände wird wegen des in der Behandlungskammer während des Aufheizens
der Werkstücke aufgrund des in der Behandlungskammer herrschenden Vakuums unnötig.
Deshalb ist es möglich, dass die Behandlungskammer in einem gemeinsamen Gehäuse einen
Ofenbereich und den Wärmetauscher aufweist.
[0018] Die erfindungsgemäße Wärmebehandlungsanlage benötigt zu ihrem Betrieb eine ganz besonders
geringe Kältemittelmenge, wenn gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung in
der Behandlungskammer hintereinander zwei Wärmetauscher geschaltet sind und wenn nur
ein Wärmetauscher als Verdampfer für das Kältemittel ausgebildet ist, während der
andere Wärmetauscher zum Zirkulieren eines Kältemittels oder Wasser oder Wärmeträgers
mit einem externen Kühlmittelaggregat verbunden ist.
[0019] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips ist in der Zeichnung schematisch eine Wärmebehandlungsanlage dargestellt
und wird nachfolgend beschrieben.
[0020] Die Zeichnung zeigt eine Behandlungskammer 1, welche in einem gemeinsamen Gehäuse
2 einen Wärmetauscher 3 und einen Ofenbereich 4 hat, in welchem sich eine Charge 5
mit den zu behandelnden Werkstücken befindet. Hinter dem Wärmetauscher 3 ist ein Gebläse
6 angeordnet, durch welches es möglich wird, ein Abschreckgas innerhalb der Dehandlungskammer
1 durch die Charge 5 und den Wärmetauscher 3 hindurch zirkulieren zu lassen.
[0021] Die Zeichnung zeigt weiterhin einen Vorratsbehälter 7 für flüssigen Stickstoff. Aus
diesem Vorratsbehälter 7 füllt man eine kleinere Stickstoffmenge in einen Zwischenbehälter
8, von dem aus flüssiger Stickstoff durch Öffnen eines Ventils 9 in den Wärmetauscher
3 eingefüllt werden kann. Im Wärmetauscher 3 verdampfter Stickstoff vermag über eine
Leitung 10 in einen Gassammelbehälter 11 zu gelangen. Über eine Leitung 12, in der
ein Ventil 13 geschaltet ist, kann der Zwischenbehälter 8 mit dem Druck des Gassammelbehälters
11 beaufschlagt werden, um flüssigen Stickstoff aus dem Zwischenbehälter 8 in den
Wärmetauscher 3 zu drücken. Der im Wärmetauscher 3 verdampfte Stickstoff gelangt über
eine Rückschlagklappe 14 in die Leitung 10 und dadurch in den Gassammelbehälter 11.
Bei zu hohen Drücken lässt ein Überdruckventil 15 Stickstoff in die Atmosphäre abströmen.
Zum Fluten der Behandlungskammer 1 mit Stickstoff aus dem Gassammelbehälter 11 ist
die Leitung 10 über ein Ventil 16 mit der Behandlungskammer 1 verbunden.
[0022] Die Wärmebehandlung einer Charge 5 erfolgt unter Vakuum, indem die Charge 5 zunächst
auf beispielsweise 1000°C aufgewärmt wird. Während dieser Aufwärmphase befüllt man
den Wärmetauscher 3 mit flüssigem Stickstoff aus dem Zwischenbehälter 8. Soll die
Abschreckphase beginnen, dann flutet man die Behandlungskammer 1 durch Öffnen des
Ventils 16 mit gasförmigem Stickstoff als Abschreckgas und schaltet das Gebläse 6
an. Dadurch zirkuliert in der Behandlungskammer 1 zwischen der Charge 5 und durch
den Wärmetauscher 3 das Abschreckgas. Da dieses der Charge 5 Wärme entnimmt und sich
dadurch aufwärmt, kommt es beim Durchströmen des Wärmetauschers 3 zu einem Verdampfen
des in ihm zuvor eingefüllten flüssigen Stickstoffs und dadurch zu einem Wärmeentzug
bei dem Abschreckgas. Der verdampfte Stickstoff vermag über die Rückschlagklappe 14
und die Leitung 10 in den Gassammelbehälter 11 zu gelangen. Ein Überströmventil 17
ermöglicht es, dass bei einem zu hohen Druck im Wärmetauscher 3 (z.B. über 6 bar)
Gas aus dem Wärmetauscher 3 in die Behandlungskammer 1 strömt.
[0023] Wesentlich für das erfindungsgemäße Verfahren ist es, dass während des Einkühlens
des Wärmetauschers in der ihn aufnehmenden Kammer Vakuum herrscht, damit der Wärmetauscher
erst wirkungsvoll zu arbeiten beginnt, wenn die Charge mittels des Abschreckgases
gekühlt werden soll.
[0024] Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt auch eine Rückverflüssigung des verdampften
Gases in einer Kompressoranlage. Die Ansprüche an die Reinheit und Qualität des verdampfenden
Gases (Kühlmittels) sind gering.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Behandlungskammer
- 2
- Gehäuse
- 3
- Wärmetauscher
- 4
- Ofenbereich
- 5
- Charge
- 6
- Gebläse
- 7
- Vorratsbehälter
- 8
- Zwischenbehälter
- 9
- Ventil
- 10
- Leitung
- 11
- Gassammelbehälter
- 12
- Leitung
- 13
- Ventil
- 14
- Rückschlagklappe
- 15
- Überdruckventil
- 16
- Ventil
- 17
- Überströmventil
1. Verfahren zum Abschrecken von Werkstücken in einer Behandlungskammer mittels eines Abschreckgases, bei dem in einem gemeinsamen Gehäuse
der Behandlungskammer ein Ofenbereich und ein Wärmetauscher vorgesehen ist, durch
welchen zum Abschrecken der Werkstücke das Abschreckgas umgewälzt wird und der mit
einem in dem Wärmetauscher verdampfenden Kältemittel arbeitet, und somit das in die
Behandlungskammer eingelassene Abschreckgas als Wärmetransporter zwischen den abzuschreckenden
Werkstücken im Ofenbereich und dem Wärmetauscher dient, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher vor Beginn des Abschreckvorganges, während in der Behandlungskammer
Vakuum herrscht, mit dem flüssigen Kältemittel zumindest teilweise gefüllt wird, dass
die Kühlung des Abschreckgases durch die Kühlkapazität des Wärmetauschers und das
Verdampfen der aus einem Vorratsbehälter entnommenen Einfüllmenge beim Umwälzen des
Abschreckgases während des Kühlens einer Charge von Werkstücken erfolgt, wobei die
Kühlkapazität des Wärmetauschers aufgrund des Verdampfens der Einfüllmenge beim Umwälzen
des Abschreckgases zum vollständigen Kühlen einer Charge von Werkstücken bemessen
ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Wärmetauscher mit Wärmetauscherflächen von hohem Wärmespeichervermögen verwendet
wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Befüllen des Wärmetauschers mit dem Kältemittel während des Arbeitens des Ofens
erfolgt.
4. Verfahren nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das verdampfte Kältemittel in einem Gassammelbehälter gesammelt und als Inertgas
weiterverwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das verdampfte Kältemittel zum Fluten der Behandlungskammer nach dem Abschrecken
der Werkstücke verwendet wird.
6. Verfahren nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kältemittel flüssiger Stickstoff ist.
7. Verfahren nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Behandlungskammer mit zwei hintereinander geschalteten Wärmetauschern verwendet
wird und dass nur ein Wärmetauscher durch Verdampfen des Kältemittels betrieben wird,
während man in dem anderen Wärmetauscher ein extern in einem Kühlmittelaggregat gekühltes
Kältemittel zirkulieren lässt.
8. Wärmebehandlungsanlage zur Durchführung des Verfahrens nach zumindest einem der vorangehenden
Ansprüche, welche Mittel zur Herstellung eines Vakuums und ein Gebläse (6) aufweist
und welche zum Abschrecken von Werkstücken mittels eines Abschreckgases in einem gemeinsamen
Gehäuse (2) einer evakuierbaren Behandlungskammer einen Ofenbereich (4) zur Aufnahme
einer Charge (5) von Werkstücken und einen Wärmetauscher (3) hat, durch welchen zum
Abschrecken der Werkstücke das Abschreckgas mittels des Gebläses (6) umgewälzt wird
und der mit einem in dem Wärmetauscher (3) verdampfenden Kältemittel arbeitet, wobei
der Wärmetauscher (3) zum zumindest teilweisen Auffüllen mit dem flüssigen Kältemittel
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlkapazität des Wärmetauschers (3) aufgrund des Verdampfens der Einfüllmenge
beim Umwälzen des abschreckgases zum vollständigen Kühlen einer Charge (5) von Werkstücke
bemessen ist, dass die Behandlungskammer über ein Ventil (16) mit einem Gassammelbehälter
für das Abschreckgas verbunden ist und dass für das in dem Wärmetauscher (3) verdampfte
Kältemittel der Wärmetauscher (3) über eine Rückschlagklappe (14) mit dem Gassammelbehälter
(11) verbunden ist.
9. Wärmebehandlungsanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (3) mit Wärmetauscherflächen von hohem Wärmespeichervermögen ausgestattet
ist.
10. Wärmebehandlungsanlage nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der Behandlungskammer (1) hintereinander zwei Wärmetauscher (3) geschaltet sind
und dass nur ein Wärmetauscher als Verdampfer für das Kältemittel ausgebildet ist,
während der andere Wärmetauscher zum Zirkulieren eines Kältemittels mit einem externen
Kühlmittelaggregat verbunden ist.
1. Process for quenching workpieces with quenching gas in a treatment chamber, wherein
a common housing of the treatment chamber contains a furnace zone and a heat exchanger
by means of which the quenching gas is circulated to quench the workpieces and which
operates with a coolant evaporated in the heat exchanger so that the quenching gas
admitted to the treatment chamber serves as medium of heat transfer between the workpieces
to be quenched in the furnace zone and the heat exchanger, characterized in that the heat exchanger is at least partly filled with the liquid coolant before the start
of the quenching process, while the treatment chamber is under vacuum, [and] in that cooling of the quenching gas results from the cooling capacity of the heat exchanger
and the evaporation of the coolant fill, drawn from a storage vessel, as the quenching
gas circulates during cooling of a batch of workpieces, the cooling capacity of the
heat exchanger being rated to yield complete cooling of a batch of workpieces through
evaporation of the coolant fill as the quenching gas is circulated.
2. Process according to Claim 1, characterized in that a heat exchanger with heat exchange surfaces of high heat storage capacity is used.
3. Process according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that the heat exchanger is filled with the coolant while the furnace is operating.
4. Process according to at least one of the preceding claims, characterized in that the evaporated coolant is collected in a gas collecting vessel and re-used as inert
gas.
5. Process according to Claim 4, characterized in that the evaporated coolant is used to flood the treatment chamber after quenching of
the workpieces.
6. Process according to at least one of the preceding claims, characterized in that the coolant is liquid nitrogen.
7. Process according to at least one of the preceding claims, characterized in that a treatment chamber with two tandem heat exchangers is used and in that only one of the heat exchangers is operated by evaporation of coolant whereas a cooling
medium cooled externally in a cooler unit is circulated in the other heat exchanger.
8. Heat treating installation for carrying out the process according to at least one
of the preceding claims which comprises means for producing a vacuum and a fan (6)
and which, for quenching workpieces with a quenching gas, has, inside a common housing
(2) of a treatment chamber that can be evacuated, a furnace zone (4) to hold a batch
(5) of workpieces and a heat exchanger (3) by means of which the quenching gas is
circulated by means of the fan (6) to quench the workpieces and which operates with
a coolant evaporated in the heat exchanger (3), the heat exchanger (3) being designed
to be at least partly filled with the liquid coolant, characterized in that the cooling capacity of the heat exchanger (3) is rated to yield complete cooling
of a batch (5) of workpieces through evaporation of the coolant fill as the quenching
gas is circulated, in that the treatment chamber is connected via a valve (16) to a gas collecting vessel for
the quenching gas, and in that, for the coolant evaporated in the heat exchanger (3), the heat exchanger (3) is
connected via a non-return valve (14) to the gas collecting vessel (11).
9. Heat treating installation according to Claim 8, characterized in that the heat exchanger (3) is equipped with heat exchange surfaces of high heat storage
capacity.
10. Heat treating installation according to Claim 8 or Claim 9, characterized in that two heat exchangers (3) are connected in tandem in the treatment chamber (1) and
in that only one heat exchanger is designed as a coolant evaporator whereas the other heat
exchanger is connected to an external cooler unit for circulation of a cooling medium.
1. Procédé pour tremper des pièces dans une chambre de traitement au moyen d'un gaz de
trempe, dans lequel, dans une enceinte commune de la chambre de traitement, sont prévus
une zone de four et un échangeur de chaleur à travers lequel le gaz de trempe est
mis en circulation pour assurer la trempe des pièces et qui travaille avec un agent
réfrigérant se vaporisant dans l'échangeur de chaleur et, de cette façon, le gaz de
trempe introduit dans la chambre de traitement sert de caloporteur entre les pièces
à tremper dans la zone de four et l'échangeur de chaleur, caractérisé en ce qu'avant le début du processus de trempe, pendant qu'un vide règne dans la chambre de
traitement, l'échangeur de chaleur est rempli au moins partiellement avec de l'agent
réfrigérant liquide, en ce que le refroidissement du gaz de trempe est obtenue sous l'effet de la capacité de refroidissement
de l'échangeur de chaleur et de la vaporisation de la quantité de remplissage prélevée
dans un réservoir lorsque le gaz de trempe est mis en circulation pendant le refroidissement
d'une charge de pièces, la capacité de refroidissement de l'échangeur de chaleur résultant
de la vaporisation de la quantité de remplissage lors de la mise en circulation du
gaz de trempe étant calculée pour le refroidissement total d'une charge de pièces.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise un échangeur de chaleur ayant des surfaces d'échangeur de chaleur qui possèdent
un grand pouvoir d'accumulation de chaleur.
3. Procédé selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le remplissage de l'échangeur de chaleur avec l'agent réfrigérant s'effectue pendant
le travail du four.
4. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agent réfrigérant vaporisé est recueilli dans un réservoir collecteur de gaz et
réutilisé sous la forme d'un gaz inerte.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'agent réfrigérant vaporisé est utilisé pour inonder la chambre de traitement après
la trempe des pièces.
6. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agent réfrigérant est de l'azote liquide.
7. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on utilise une chambre de traitement possédant deux échangeurs de chaleur raccordés
l'un à la suite de l'autre et en ce qu'on ne fait travailler qu'un seul échangeur de chaleur par vaporisation de l'agent
réfrigérant, tandis qu'on fait circuler dans l'autre échangeur de chaleur un agent
réfrigérant qui est refroidi extérieurement dans un groupe à agent réfrigérant.
8. Installation de traitement thermique pour la mise en oeuvre du procédé selon au moins
une des revendications précédentes, qui présente des moyens pour la production d'un
vide et un ventilateur (6) et qui, pour assurer la trempe de pièces au moyen d'un
gaz de trempe, comprend dans une enceinte commune (2) d'une chambre de traitement
dans laquelle on peut faire le vide, une zone de four (4) destinée à recevoir une
charge (5) de pièces et un échangeur de chaleur (3) à travers lequel, pour la trempe
des pièces, le gaz de trempe est mis en circulation au moyen d'un ventilateur (6)
et qui travaille avec un agent réfrigérant se vaporisant dans l'échangeur de chaleur
(3), l'échangeur de chaleur (3) étant conformé pour être rempli au moins partiellement
avec l'agent réfrigérant liquide, caractérisée en ce que la capacité de refroidissement de l'échangeur de chaleur (3) résultant de la vaporisation
de la quantité de remplissage lors de la mise en circulation du gaz de trempe est
calculée pour le refroidissement total d'une charge (5) de pièces, en ce que la chambre de traitement est reliée par l'intermédiaire d'une vanne (16) à un réservoir
collecteur de gaz pour le gaz de trempe et en ce que, pour l'agent réfrigérant vaporisé dans l'échangeur de chaleur (3), l'échangeur de
chaleur (3) est relié au réservoir collecteur de gaz (11) par l'intermédiaire d'un
clapet anti-retour (14).
9. Installation de traitement thermique selon la revendication 8, caractérisée en ce que l'échangeur de chaleur (3) est équipé de surfaces d'échangeur de chaleur possédant
un grand pouvoir d'accumulation de chaleur.
10. Installation de traitement thermique selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que, dans la chambre de traitement (1), deux échangeurs de chaleur (3) sont raccordés
l'un à la suite de l'autre et en ce qu'un seul échangeur de chaleur est réalisé sous la forme d'un évaporateur pour l'agent
réfrigérant, tandis que l'autre échangeur de chaleur est relié à un groupe à agent
réfrigérant extérieur pour la circulation d'un agent réfrigérant.
