| (19) |
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(11) |
EP 0 956 422 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.04.2002 Patentblatt 2002/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.11.1997 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E06B 9/06 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9706/545 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9827/306 (25.06.1998 Gazette 1998/25) |
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| (54) |
VERSCHLUSSVORRICHTUNG FÜR EINE WANDÖFFNUNG
CLOSURE DEVICE FOR A WALL OPENING
DISPOSITIF DE FERMETURE POUR OUVERTURE MURALE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
17.12.1996 DE 19652577
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.11.1999 Patentblatt 1999/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Käuferle GmbH & Co. KG |
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86551 Aichach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KÄUFERLE, Werner
D-86551 Aichach (DE)
- ELLENRIEDER, Hubert
D-86551 Aichach (DE)
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| (74) |
Vertreter: HOFFMANN - EITLE |
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Patent- und Rechtsanwälte
Arabellastrasse 4 81925 München 81925 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 425 480 DE-A- 4 232 252 DE-C- 535 570
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CH-A- 610 054 DE-A- 4 440 693 US-A- 5 065 806
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verschlußvorrichtung für eine Wandöffnung
mit mehreren streifenförmigen Elementen, wobei die streifenförmigen Elemente an beiden
Stirnseiten in jeweils zwei Führungen aufweisenden Führungseinrichtungen derart gelagert
sind, daß sie in einem ersten Zustand mit ihren Längsseiten aneinanderliegen und eine
flächige Abdeckung für die Wandöffnung bilden und in einem zweiten Zustand parallel
nebeneinander gestapelt sind, wobei die Führungen im Bereich eines im wesentlichen
innerhalb der Wandöffnung liegenden Abschnittes parallel dicht nebeneinander verlaufen.
[0002] Derartige Verschlußvorrichtungen sind grundsätzlich bekannt und werden als Abdeckungen
für Wandöffnungen aller Art verwendet. So zeigt beispielweise die DE 44 40 693 A1
eine Verschlußvorrichtung, die als Jalousie oder als Sektionaltor einsetzbar ist.
Dabei werden mehrere stabile Elemente, die im ersten, d.h. herabgelassenem Zustand
senkrecht aufeinanderstehen, im zweiten, d.h. hochgezogenem Zustand nahezu waagerecht
übereinander gestapelt. Die stabilen Elemente sind an jeder Seite der Wandöffnung
über zwei Führungszapfen in jeweils zwei Führungsschienen gelagert, wobei die beiden
Führungsschienen einer Seite im unteren Bereich der Wandöffnung einen engen Abstand
und im oberen Bereich der Wandöffnung einen größeren Abstand zueinander haben. Durch
den engen Abstand der Führungsschienen im unteren Bereich der Wandöffnung stehen die
Elemente im ersten, d.h. herabgelassenen Zustand senkrecht aufeinander. Der größere
Abstand der Führungsschienen im oberen Bereich der Wandöffnung bewirkt hingegen, daß
die Elemente im zweiten, d.h. im hochgezogenen Zusand in nahezu waagerechter Lage
übereinander gestapelt sind. Eine derartige Stapelung erfordert jedoch ein großes
Einbauvolumen.
[0003] Ferner ist aus der DE 26 23 359 B2 eine Verschlußvorrichtung für Wandöffnungen bekannt,
wobei mehrere gleichartige Lamellen, die an beiden Seiten der Wandöffnung in einer
Führungsschiene geführt sind, in herabgelassenem Zustand übereinander angeordnet eine
geschlossene Fläche bilden. In geöffnetem Zustand sind die Lamellen mittels einer
im Weg der Lamellen angeordneten Umlenkvorrichtung oberhalb einer Wandöffnung nebeneinander
stapelbar. Durch die Umlenkvorrichtung werden die Lamellen beidseitig aus den Führungsschienen
ausgehängt. Somit sind die Lamellen nicht mehr in Führungsschienen gelagert, weshalb
sie hin- und herwackeln sowie aneinanderschlagen können. Hierdurch besteht die Gefahr,
daß die Oberflächen der Lamellen beschädigt werden. Des weiteren weisen die Lamellen
an beiden Seiten eine um eine zur Längsachse jeder Lamelle parallele Achse drehbar
gehalterte Rolle auf, wobei benachbarte Lamellen mittels Gelenken miteinander verbunden
sind, die an der einen Lamelle um die Achse der Rollen verschwenkbar und an der anderen
Lamelle parallel zur Längsachse der Führungsschienen angebracht sind. Eine derartige
Konstruktion ist jedoch sehr aufwendig und somit teuer.
[0004] Die EP-A-0 425 480 beschreibt eine Verschlußvorrichtung für eine Wandöffnung mit
mehreren streifenförmigen Wandelementen, die im Bereich der Wandöffnung in einer senkrecht
verlaufenden Führungsschiene verschiebbar gelagert sind. Ferner sind Führungseinrichtungen
für die Wandelemente in einem Bereich außerhalb der Wandöffnung derart ausgebildet,
daß die Wandelemente im wesentlichen parallel zu den Wandelementen im Bereich der
Wandöffnung in einem geöffneten Zustand der Verschlußvorrichtung gestapelt werden
können. Hierzu sind die Wandelemente in einer Gelenkkette eingehängt und können über
eine Betätigung der Gelenkkette in den geöffneten oder geschlossenen Zustand der Verschlußvorrichtung
bewegt werden.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Verschlußvorrichtung der
eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß bei sicherer Führung der Abdeckelemente
der Stapelungsvorgang verbessert und darüber hinaus eine kostengünstige Bauweise ermöglicht
wird.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß gehen die Führungen im Bereich eines außerhalb des Abschnittes der
Wandöffnung liegenden Endes jeweils in einem Bogen in eine voneinander beabstandete,
parallele Anordnung über, die sich im wesentlichen senkrecht zum Führungsverlauf im
Bereich des Abschnittes der Wandöffnung erstreckt. Hierdurch ergibt sich gegenüber
der bekannten Anordnung der Führungen der große Vorteil, daß die streifenförmigen
Elemente nicht in nahezu waagerechter Lage übereinander gestapelt werden, sondern
im wesentlichen parallel zu den Führungen im Bereich des Abschnittes der Wandöffnung,
raumsparend nebeneinander gestapelt werden können. Darüber hinaus sind die streifenförmigen
Elemente derart miteinander verbunden, daß sie durch den Stapelvorgang im Abstand
zueinander zu liegen kommen. Im Gegensatz zu den bekannten Stapelungsanordnungen,
bei denen die Oberflächen der einzelnen Elemente eng aneinanderliegen und somit die
Gefahr des Verkratzens besteht, verhindert die erfindungsgemäße Stapelung der Elemente
im Abstand zueinander eine derartige Beschädigung. Hierbei sind die streifenförmigen
Elemente über Schwinghebel aneinander angelenkt. Dadurch wird eine sichere Verbindung
zwischen benachbarten streifenförmigen Elementen hergestellt, über die auch der Abstand
zwischen den Längsseiten der streifenförmigen Elemente im ersten Zustand einstellbar
ist. Demgegenüber sind bei herkömmlichen Verschlußvorrichtungen die Elemente meist
lediglich über starre Gelenke miteinander verbunden, die keine weitere variable Einstellung
des Abstandes zwischen benachbarten Elementen zulassen. Weiterhin sind die einzelnen
Elemente bei der erfindungsgemäßen Konstruktion über die Schwinghebel gelenkig miteinander
verbunden, so daß die Schwinghebel ein Verschwenken und Anlenken der streifenförmigen
Elemente vom ersten Zustand über einen Bogen in den zweiten Zustand ermöglichen.
[0008] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, durch eine spezielle Führung und Verbindung
der einzelnen Abdeckelemente eine einfache, kostengünstige Konstruktion zu schaffen
und gleichzeitig die Stapelung der Abdeckelemente im Bereich außerhalb einer Wandöffnung
zu verbessern.
[0009] So sind die streifenförmigen Elemente der erfindungsgemäßen Verschlußvorrichtung
in vorteilhafter Weise im Bereich ihrer Stirnseiten jeweils an einem ersten und einem
zweiten Punkt in den beiden Führungen gelagert, wobei der erste Punkt der voneinander
beabstandeten Anordnung der Führungen näher liegt als der zweite Punkt, und - bezogen
auf den Bogenverlauf der Führungen - ist der erste Punkt in der äußeren Führung und
der zweite Punkt in der inneren Führung gelagert. Durch diese Anordnung ergibt sich
der große Vorteil, daß die streifenförmigen Elemente beim Verschieben vom ersten in
den zweiten Zustand an beiden Stirnseiten sicher geführt sind, so daß ein Verkanten
der Elemente verhindert und ein reibungsloser Betrieb gewährleistet ist.
[0010] Vorteilhafterweise sind die Führungseinrichtungen als Laufschienen ausgebildet. Eine
derartige Ausführungsform stellt eine sehr kostengünstige Variante der Erfindung dar,
da hierbei handelsübliche Bauelemente eingesetzt werden können, die nicht speziell
für den Bau einer erfindungsgemäßen Verschlußvorrichtung angefertigt werden müssen.
Gleichzeitig ist sichergestellt, daß die streifenförmigen Elemente beim Verschieben
durch die Laufschienen exakt geführt sind.
[0011] Vorteilhafterweise sind die Schwinghebel einteilig ausgebildet und weisen an ihrem
oberen und/oder unteren Ende jeweils einen Einschnitt auf. Über diesen Einschnitt
kann die wirksame Länge und damit der Abstand zwischen benachbarten streifenförmigen
Elementen variiert werden.
[0012] Als besonders vorteilhaft hat sich in diesem Zusammenhang erwiesen, die Schwinghebel
zweiteilig auszubilden und teleskopartig miteinander zu verbinden. Durch diese Ausführungsform
wird gewährleistet, daß die wirksame Länge des Schwinghebels variiert werden kann.
Auf diese Weise kann der Abstand zwischen benachbarten streifenförmigen Elementen
den jeweiligen Vorgaben entsprechend eingestellt werden.
[0013] Als besonders vorteilhaft hat sich in diesem Zusammenhang erwiesen, daß die Schwinghebel
die Kräfte, die beim Verschieben der streifenförmigen Elemente vom ersten in den zweiten
Zustand und umgekehrt auftreten, jeweils von einem streifenförmigen Element auf ein
benachbartes streifenförmiges Element übertragen. Hierdurch wird die Last nicht wie
bei bekannten Vorrichtungen unmittelbar über die aneinanderliegenden Längsseiten der
Elemente übertragen, sondern von den Schwinghebeln aufgenommen.
[0014] Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind die streifenförmigen Elemente in
ihrem ersten Zustand außerhalb ihrer äußeren Führung angeordnet, wobei sie über einen
kurzen Halter in der äußeren Führung und über einen langen Halter in der inneren Führung
geführt sind. Eine derartige Ausführungsform ermöglicht es, die streifenförmigen Elemente
im zweiten Zustand im Abstand zueinander im Bereich außerhalb des Abschnittes der
Wandöffnung zu stapeln. Der lange Halter fungiert dabei als Abstandshalter zwischen
benachbarten Elementen und verhindert ein zu enges Aneinanderliegen der einzelnen
Elemente im gestapelten Zustand sowie eine damit verbundene Beschädigung der Oberflächen
der Elemente durch Verkratzen. Des weiteren gewährleistet die Anordnung der streifenförmigen
Elemente in ihrem ersten Zustand außerhalb der äußeren Führung, daß die Führungen
von außen abgedeckt sind. Somit sind die Führungen von außen nicht sichtbar, wodurch
ein einheitliches Erscheinungsbild der Verschlußvorrichtung entsteht.
[0015] Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung werden die streifenförmigen Elemente
im zweiten Zustand in einem Winkel zwischen 10 und 30° gekippt zu den im Bereich des
Abschnittes der Wandöffnung liegenden Führungen gestapelt. Eine derartige Kippstellung
gewährleistet eine besonders raumsparende Anordnung der streifenförmigen Elemente
im zweiten Zustand, da die Elemente so flacher zu liegen kommen. Demgegenüber sind
aus dem Stand der Technik grundsätzlich nur solche Stapelungsanordnungen bekannt,
welche ein größere Einbauhöhe erfordern.
[0016] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann das am weitesten
vom bogenförmigen Verlauf der Führungen entfernte streifenförmige Element an einer
Seilanordnung befestigt sein, über die die Verschlußvorrichtung verschoben werden
kann. So wird durch einfachste konstruktive Mittel der Antrieb zum Verschieben der
streifenförmigen Elemente vom ersten in den zweiten Zustand und umgekehrt realisiert.
Dies hält wiederum die Herstellungskosten der Verschlußvorrichtung gering.
[0017] In diesem Zusammenhang kann die Seilanordnung nach einer weiteren Ausbildung der
Erfindung handbetätigt sein. Eine derartig ausgeführte Verschlußvorrichtung trägt
dazu bei, sowohl die Kosten zur Herstellung als auch für spätere Wartungen sehr gering
zu halten, da keine aufwendige Antriebsvorrichtung erforderlich ist.
[0018] Optional ist es jedoch nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung möglich, die
Seilanordnung mit einem elektromotorischen Antrieb zu versehen. Zwar liegen dieser
Ausführungsform höhere Herstellungskosten zugrunde, jedoch wird dem Anwender hierdurch
die Möglichkeit geboten, auch einen höheren Bedienungskomfort zu wählen.
[0019] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform verlaufen die Führungen im Bereich
des im wesentlichen innerhalb der Wandöffnung liegenden Abschnittes vertikal. Die
streifenförmigen Elemente sind hinsichtlich ihrer Längserstreckung horizontal ausgerichtet
und im Bereich ihres unteren Endes über eine Laufrolle jeweils in der inneren Führung
und im Bereich ihres oberen Endes über eine Laufrolle in der äußeren Führung verschiebbar
gelagert. Hierdurch können die streifenförmigen Elemente im Bereich außerhalb der
Wandöffnung zum Beispiel hinter einem Deckensturz raumsparend gestapelt werden. Gleichzeitig
ist der Freiraum oberhalb einer Wandöffnung sinnvoll genutzt.
[0020] Bei einer Wandöffnung in Form eines Tores oder einer Tür eines Raumes ist die innere
der beiden Führungen der Rauminnenseite und die äußere Führung der Raumaußenseite
zugewandt. Sofern der Raum einen Sturz im Bereich der Tor-bzw. Türoberseite aufweist,
kann der Bogenverlauf der Führungen, zumindest teilweise, hinter diesem Sturz angeordnet
werden. In jedem Fall ist aber die voneinander beabstandete, parallele Anordnung der
beiden Führungen hinter dem Deckensturz angebracht, so daß die streifenförmigen Elemente
in ihrem zweiten Zustand hinter dem Deckensturz gestapelt werden, von außen nicht
mehr sichtbar sind und die volle Durchfahrtshöhe der Tor- bzw. Türöffnung gewährleistet
ist.
[0021] Nachfolgend wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben und erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- im Schnitt eine Seitenansicht der Verschlußvorrichtung nach der Erfindung;
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Ebene II-II in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eines Teils der in Fig. 1 gezeigten Verschlußvorrichtung in einem
ersten Zustand;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht eines Teils der in Fig. 1 dargestellten Verschlußvorrichtung beim
Verschieben vom ersten in einen zweiten Zustand; und
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Teils der in Fig. 2 gezeigten Verschlußvorrichtung.
[0022] Die in Fig. 1 dargestellte Verschlußvorrichtung 10 besteht aus mehreren streifenförmigen
Elementen 12, die über Schwinghebel 14 miteinander verbunden sind. Hierbei sind die
streifenförmigen Elemente 12 horizontal ausgerichtet und liegen im Bereich einer Wandöffnung
16 mit ihren Längsseiten 18 aneinander, so daß sie eine flächige Abdeckung für die
Wandöffnung 16 bilden.
[0023] Ferner ist eine Führungseinrichtung mit zwei Führungen dargestellt, wobei die Führungen
als Laufschienen 20 ausgebildet sind. Die beiden Führungen verlaufen im Bereich der
Wandöffnung 16 parallel, dicht nebeneinander und sind vertikal ausgerichtet. Im Bereich
außerhalb der Wandöffnung 16 gehen die als Laufschienen 20 ausgebildeten Führungen
jeweils über einen Bogen 22 in eine voneinander beabstandete, parallele Anordnung
über. Diese voneinander beabstandete, parallele Anordnung erstreckt sich im wesentlichen
senkrecht zum vertikalen Verlauf der Führungen im Bereich der Wandöffnung 16. Hierbei
ist es vorgesehen, wie in Fig. 1 gezeigt, die voneinander beabstandete Anordnung der
Laufschienen 20 hinter einem Deckensturz 26 anzubringen.
[0024] Die streifenförmigen Elemente 12 sind im Bereich ihres oberen Endes der Stirnseite
28 über eine Laufrolle 30 in der bezüglich des Bogenverlaufs 22 der Führungen äußeren
Führung 32 gelagert und an ihrem unteren Ende der Stirnseite 28 in der bezüglich des
Bogenverlaufs 22 inneren Führung 34 über eine Laufrolle 30 verschiebbar gelagert.
Des weiteren sind die streifenförmigen Elemente 12 im geschlossenen Zustand außerhalb
der äußeren Führung 32 angeordnet, wobei sie über einen kurzen Halter 36 mit der äußeren
Führung 32 und über einen langen Halter 38 mit der inneren Führung 34 verbunden sind.
[0025] Bei der in Fig. 1 dargestellten Verschlußvorrichtung 10 ist das unterste streifenförmige
Element 12 an einer Seilanordnung 40 befestigt. Mit dieser Seilanordnung 40, die über
eine Seiltrommel 42 im Bereich des Deckensturzes 26 geführt wird, können die streifenförmigen
Elemente 12 von einem geschlossenen (ersten) in einen geöffneten (zweiten) Zustand
verschoben werden. Im geöffneten Zustand sind die streifenförmigen Elemente 12 in
einem Winkel zwischen 10° und 30° gekippt zu den vertikalen Laufschienen im Bereich
der Wandöffnung 16 vorzugsweise hinter einem Deckensturz 26 gestapelt.
[0026] Fig. 2 zeigt eine Draufsicht entlang der Ebene II-II in Fig. 1 auf einen Teil der
Verschlußvorrichtung 10. Ein streifenförmiges Element 12 ist dabei gelenkig mit dem
oberen Ende 14a eines Schwinghebels 14 verbunden und kann entsprechend verschwenkt
werden. Am unteren Ende 14b des Schwinghebels 14 ist eine Laufrolle 30, die in der
äußeren Führung 32 lagert, über ihre zur Längsachse des streifenförmigen Elementes
parallelen Achse 44 gelenkig angebracht. Die Achse 44 der Laufrolle 30, an der der
Schwinghebel 14 drehbar befestigt ist, ist wiederum über einen kurzen Halter 36 an
der Stirnseite 28 des streifenförmigen Elements 12 montiert. Des weiteren ist eine
Laufrolle 30, die in der inneren Führung 34 lagert, über einen langen Halter 38 an
dem streifenförmigen Element 12 stirnseitig befestigt. Somit werden die beiden Laufrollen
30 jeweils in den dicht nebeneinander verlaufenden Führungen 32,34 parallel geführt.
[0027] Wie Fig. 3 zeigt, sind benachbarte streifenförmige Elemente 12 über einen Schwinghebel
14 aneinander angelenkt. Der Schwinghebel 14 besteht aus zwei Teilen, einem oberen
Ende 14a und einem unteren Ende 14b. Weiterhin liegen die streifenförmigen Elemente
an ihren Längsseiten 18 aneinander. Jeweils das untere streifenförmige Element 12
weist an seinem oberen Ende einen kurzen Halter 36 auf, an dem über die zur Längsachse
des streifenförmigen Elementes parallelen Achse 44 einer Laufrolle 30 das untere Ende
14b eines Schwinghebels 14 drehbar befestigt ist. Das obere streifenförmige Element
ist hingegen an seinem unteren Ende stirnseitig mit einem langen Halter 38 versehen,
an dem eine Laufrolle 30 drehbar befestigt ist.
[0028] Fig. 4 stellt den in Fig. 3 gezeigten Teil der Verschlußvorrichtung 10 beim Übergang
vom ersten und in den zweiten Zustand dar. Hierbei kommt das obere streifenförmige
Element 12 in einen Winkel von 10° bis 30° gekippt zum unteren vertikalen streifenförmigen
Element 12 zu liegen. Dies ist dadurch möglich, daß der Schwinghebel 14 mit seinem
unteren Ende 14b am unteren streifenförmigen Element 12 über die Achse 44 der Laufrolle
30 drehbar mit dem kurzen Halter 36 und an seinem oberen Ende 14a gelenkig mit dem
oberen streifenförmigen Element 12 verbunden ist. Dadurch kann der Schwinghebel 14
entsprechend gekippt werden und die Kräfte zum Einleiten des Stapelvorgangs übertragen.
[0029] Schließlich zeigt Fig. 5 eine Seitenansicht der Fig. 3. Dabei ist der Schwinghebel
14 an seinem oberen Ende 14a über eine Gelenkverbindung am oberen streifenförmigen
Element 12 befestigt und an seinem unteren Ende 14b über die Achse 44 der Laufrolle
30 mit dem unteren streifenförmigen Element 12 gelenkig verbunden. Weitherhin läßt
sich der Abstand zwischen benachbarten streifenförmigen Elementen 12 durch Variation
der Länge des Schwinghebels 14 einstellen.
1. Verschlussvorrichtung (10) für eine Wandöffnung (16) mit
- mehreren streifenförmigen Elementen (12), die an ihren beiden Stirnseiten (28) in
jeweils zwei Führungen (32, 34) aufweisenden Führungseinrichtungen derart gelagert
sind, daß diese in einem ersten Zustand mit ihren Längsseiten (18) aneinanderliegen
und eine flächige Abdeckung für die Wandöffnung (16) ausbilden, und in einem zweiten
Zustand parallel nebeneinander gestapelt sind, wobei
- die Führungen (32, 34) im Bereich eines in wesentlichen innerhalb der Wandöffnung
(16) liegenden Abschnittes parallel und dicht nebeneinander verlaufen und in einem
Bereich außerhalb des Abschnittes der Wandöffnung (16) jeweils in einem Bogen (22)
in eine voneinander beabstandete, parallele Anordnung übergehen die sich im wesentlichen
senkrecht zum Führungsverlauf im Bereich der Wandöffnung (16) erstreckt, und
- die streifenförmigen Elemente (12) derart miteinander verbunden sind, daß diese
im zweiten Zustand im Abstand zueinander im wesentlichen parallel zu den im Bereich
des Abschnittes der Wandöffnung (16) liegenden Führungen (32, 34) zu liegen kommen,
dadurch gekennzeichnet, daß
die streifenförmigen Elemente (12) über Schwinghebel (14) aneinander angelenkt und
gelenkig miteinander verbunden sind.
2. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die streifenförmigen Elemente (12) im Bereich ihrer Stirnseiten (28) jeweils an einem
ersten und einem zweiten Punkt in den beiden Führungen (32, 34) gelagert sind, wobei
der erste Punkt der voneinander beabstandeten Anordnung der Führungen (32, 34) näher
liegt als der zweite Punkt, und daß - bezogen auf den Bogenverlauf der Führungen (32,
34) - der erste Punkt in der äußeren Führung (32) und der zweite Punkt in der inneren
Führung (34) gelagert ist.
3. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtungen als Laufschienen (20) ausgebildet sind.
4. Verschlußvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinghebel (14) einteilig ausgebildet sind und an ihrem oberen (14a) und/oder
unteren (14b) Ende jeweils einen Einschnitt aufweisen.
5. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die einteiligen Schwinghebel (14) über den Einschnitt mit den streifenförmigen Elementen
(12) verstellbar verbunden sind.
6. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinghebel (14) zweiteilig ausgebildet und die beiden Teile teleskopartig miteinander
verbunden sind.
7. Verschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinghebel (14) die Kräfte, die beim Verschieben der streifenförmigen Elemente
(12) vom ersten in den zweiten Zustand und umgekehrt auftreten, jeweils von einem
streifenförmigen Element (12) auf ein benachbartes streifenförmiges Element (12) übertragen.
8. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die streifenförmigen Elemente (12) in ihrem ersten Zustand außerhalb der äußeren
Führung (32) angeordnet sind, wobei sie über einen kurzen Halter (36) in der äußeren
Führung (32) und über einen langen Halter (38) in der inneren Führung (34) geführt
sind.
9. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die streifenförmigen Elemente (12) im zweiten Zustand in einem Winkel zwischen 10°
und 30° gekippt zu den im Bereich eines Abschnittes der Wandöffnung (16) liegenden
Führungen (32, 34) zu liegen kommen.
10. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das am weitesten vom Bogenverlauf der Führungen entfernte streifenförmige Element
(12) an_einer Seilanordnung (40) befestigt ist.
11. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Seilanordnung (40) handbetätigt ist.
12. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Seilanordnung (40) einen elektromotorischen Antrieb aufweist.
13. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen im Bereich des im wesentlichen innerhalb der Wandöffnung (16) liegenden
Abschnittes vertikal verlaufen und die horizontal ausgerichteten streifenförmigen
Elemente (12) im Bereich ihres unteren Endes über eine Laufrolle (30) jeweils in der
inneren Führung (34) und im Bereich ihres oberen Endes über eine Laufrolle (30) in
der äußeren Führung (32) verschiebbar gelagert sind.
1. Locking device (10) for a wall opening (16) with
- several strip-shaped elements (12), which are carried on their two front ends (28)
in guide devices, having in each case two guides (32, 34), in such a way that in a
first state they are adjacent to one another with their longitudinal sides (18) and
form a flat covering for the wall opening (16), and in a second state are stacked
parallel side by side, wherein
- in the region of a section located substantially inside the wall opening (16) the
guides (32, 34) run parallel and closely together and in a region outside the section
of the wall opening (16) change in each case in a curve (22) into a parallel arrangement
distanced from one another, extending substantially perpendicular to the course of
the guide in the region of the wall opening (16), and
- the strip-shaped elements (12) are connected to one another in such a way that in
the second state they come to rest at a distance from one another substantially parallel
to the guides (32, 34) located in the region of the section of the wall opening (16),
characterised in that the strip-shaped elements (12) are linked to one another via oscillating levers (14)
and are articulatedly connected to one another.
2. Locking device according to Claim 1, characterised in that the strip-shaped elements (12) in the region of their front ends (28) are carried
in each case on a first and a second point in the two guides (32, 34), wherein the
first point of the arrangement of the guides (32, 34), distanced from one another,
is closer than the second point, and in that - related to the curved course of the guides (32, 34) - the first point is carried
in the outer guide (32) and the second point in the inner guide (34).
3. Locking device according to Claim 1 or 2, characterised in that the guide devices are constructed as running rails (20).
4. Locking device according to one of the preceding claims, characterised in that the oscillating levers (14) are constructed in one piece and have an indentation
in each case on their upper (14a) and/or lower (14b) end.
5. Locking device according to Claim 4, characterised in that the one-piece oscillating levers (14) are adjustably connected to the strip-shaped
elements (12) via the indentation.
6. Locking device according to Claim 1, characterised in that the oscillating levers (14) are constructed in two pieces and the two pieces are
connected telescopically to one another.
7. Locking device according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the oscillating levers (14) transfer the forces which occur during displacement of
the strip-shaped elements (12) from the first into the second state and vice versa
in each case from one strip-shaped element (12) to an adjacent strip-shaped element
(12).
8. Locking device according to one or more of Claims 2 to 7, characterised in that the strip-shaped elements (12) are arranged in their first state outside the outer
guide (32), wherein they are guided via a short holder (36) in the outer guide (32)
and via a long holder (38) in the inner guide (34).
9. Locking device according to one of more of Claims 1 to 8, characterised in that in the second state the strip-shaped elements (12) come to rest tilted at an angle
of between 10° and 30° towards the guides (32, 34) located in the region of a section
of the wall opening (16).
10. Locking device according to one or more of Claims 1 to 9, characterised in that the strip-shaped element furthest away from the curved course of the guides is mounted
on a cable arrangement (40).
11. Locking device according to Claim 10, characterised in that the cable arrangement (40) is hand-operated.
12. Locking device according to Claim 10, characterised in that the cable arrangement (40) has an electric motor drive.
13. Locking device according to one or more of Claims 1 to 12, characterised in that the guides in the region of the section located substantially inside the wall opening
(16) run vertically and the horizontally aligned strip-shaped elements (12) in the
region of their lower end are carried displaceably via a running roller (30) in each
case in the inner guide (34) and in the region of their upper end via a roller (30)
in the outer guide (32).
1. Dispositif de fermeture (10) pour une ouverture murale (16), comportant :
- plusieurs éléments (12) en forme de bande qui sont montés par leurs deux côtés frontaux
(28) dans des dispositifs de guidage comprenant deux guidages respectifs (32, 34),
de telle sorte que ceux-ci s'appliquent les uns contre les autres par leurs côtés
longitudinaux (18) dans un premier état et forment un recouvrement de surface pour
l'ouverture murale (16), et sont empilés parallèlement les uns à côté des autres dans
un deuxième état,
dans lequel :
- les guidages (32, 34) s'étendent parallèlement et étroitement l'un à côté de l'autre
dans la zone d'un tronçon situé sensiblement à l'intérieur de l'ouverture murale (16),
et passent vers un agencement parallèle écarté l'un de l'autre en formant un arc respectif
(22) dans une zone du tronçon situé à l'extérieur de l'ouverture murale (16), ledit
agencement s'étendant sensiblement perpendiculairement au tracé du guidage dans la
zone de l'ouverture murale (16), et
- les éléments (12) en forme de bande sont ainsi reliés entre eux que ceux-ci viennent
se poser, dans le deuxième état, à distance les uns des autres sensiblement parallèlement
aux guidages (32, 34) situés dans la zone du tronçon de l'ouverture murale (16),
caractérisé en ce que les éléments (12) en forme de bande sont articulés les uns aux autres via des leviers
basculants (14) et sont reliés en articulation les aux autres.
2. Dispositif de fermeture selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments (12) en forme de bande sont montés, dans la zone de leurs côtés frontaux
(28), chacun à un premier point et à un deuxième point dans les deux guidages (32,
34), le premier point de l'agencement des guidages (32, 34) à distance mutuelle étant
plus près que le deuxième point, et en ce que le premier point est monté dans le guidage extérieur (32) et le deuxième point est
monté dans le guidage intérieur (34) par référence au tracé en arc des guidages (32,
34).
3. Dispositif de fermeture selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les dispositifs de guidage sont réalisés sous forme de rails de roulement (20).
4. Dispositif de fermeture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les leviers basculants (14) sont réalisés en une seule pièce, et en ce que chacun présente une entaille à son extrémité supérieure (14a) et/ou à son extrémité
inférieure (14b).
5. Dispositif de fermeture selon la revendication 4, caractérisé en ce que les leviers basculants (14) en une seule pièce sont reliés de façon réglable aux
éléments (12) en forme de bande via l'entaille.
6. Dispositif de fermeture selon la revendication 1, caractérisé en ce que les leviers basculants (14) sont réalisés en deux pièces et les deux pièces sont
reliées l'une à l'autre de façon télescopique.
7. Dispositif de fermeture selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les leviers basculants (14) transmettent les forces apparaissant lors du déplacement
des éléments (12) en forme de bande depuis le premier état jusque dans le deuxième
état et inversement, depuis un élément respectif (12) en forme de bande à un élément
(12) en forme de bande voisin.
8. Dispositif de fermeture selon l'une ou plusieurs des revendications 2 à 7, caractérisé en ce que les éléments (12) en forme de bande sont agencés à l'extérieur du guidage extérieur
(32) dans leur premier état, et ils sont guidés dans le guidage extérieur (32) via
un élément de retenue court (36) et dans le guidage intérieur (34) via un élément
de retenue long (38).
9. Dispositif de fermeture selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que dans le deuxième état, les éléments (12) en forme de bande viennent se poser sous
une inclinaison d'un angle entre 10° et 30° par rapport aux guidages (32, 34) situés
dans la zone d'un tronçon de l'ouverture murale (16).
10. Dispositif de fermeture selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément (12) en forme de bande le plus éloigné du tracé en arc des guidages est
fixé sur un agencement à câble (40).
11. Dispositif de fermeture selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'agencement à câble (40) est actionné à la main.
12. Dispositif de fermeture selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'agencement à câble (40) comprend un entraînement à moteur électrique.
13. Dispositif de fermeture selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les guidages dans la zone du tronçon situé sensiblement à l'intérieur de l'ouverture
murale (16) s'étendent verticalement, et les éléments (12) en forme de bande orientés
horizontalement sont montés mobiles dans la zone de leur extrémité inférieure via
un galet de roulement (30) dans le guidage intérieur (34) et dans la zone de leur
extrémité supérieure via un galet de roulement (30) dans le guidage extérieur (32).

