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(11) |
EP 0 956 579 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.04.2002 Patentblatt 2002/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.01.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H01H 83/12 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9800/201 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9834/260 (06.08.1998 Gazette 1998/31) |
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SCHALTGERÄT MIT UNTERSPANNUNGS-HILFSAUSLÖSER
SWITCHING DEVICE WITH UNDER-VOLTAGE AUXILIARY RELEASE
COMMUTATEUR A DECLENCHEUR AUXILIAIRE A MINIMUM DE TENSION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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FR IT |
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Priorität: |
03.02.1997 DE 19703973
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.11.1999 Patentblatt 1999/46 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- KREUTZER, Rainer
D-92637 Weiden (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 526 591 DE-U- 9 206 137
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DE-C- 4 310 863 US-A- 4 743 876
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schaltgerät mit einem Schaltschloß zum Öffnen
und Schließen von Hauptkontakten, mit einem voreilenden Unterspannungs-Hilfsschalter
und mit einem Betätigungselement, das zum Antrieb des Schaltschlosses und zum Schließen
des Unterspannungs-Hilfsauslösers dient, der dabei voreilend einen zum Schaltschloß
gehörenden Klinkenhebel in seine geschlossene Position bewegt, bevor der Einschaltvorgang
über das Schaltschloß erfolgt.
[0002] Ein gattungsgemäßes Schaltgerät wird seit geraumer Zeit von Unternehmen der Elektroindustrie
vertrieben. Der Unterspannungs-Hilfsschalter ist hier an das eigentliche Schaltgerät
angekoppelt, um den Motor- bzw. Anlagenschutz bei Verwendung eines Leistungsschalters
auch auf Spannungsausfall oder zu niedrige Spannung auszudehnen. Der Unterspannungs-Hilfsschalter
ist im Prinzip ein Elektromagnet, der gegen eine Ausschaltfeder arbeitet. Letztere
wird bei vorhandener Spannung vorgespannt und ermöglicht über eine Klaue die Schaltschloßverklinkung
des Schaltgeräts. Bei Spannungsausfall öffnet die Ausschaltfeder mit der in ihr gespeicherten
Federenergie mittels der Klaue die Schaltschloßverklinkung und das Schaltgerät öffnet
den Stromkreis. Die Stromeinschaltung zur Vorspannung der Ausschaltfeder erfolgt über
den Elektromagneten, d.h. den voreilenden Unterspannungs-Hilfsschalter. Dabei stellt
sich das Problem in der zeitlichen Abstimmung zwischen dem Schließen des Hilfsschalterkontakts
und dem eigentlichen Einschaltvorgang des Schaltgeräts über das Schaltschloß. Bei
Spannungsausfall und auch im AUS-Zustand des Schaltgeräts befindet sich die Schaltschloßverklinkung
im geöffneten Zustand. Daher muß während des Einschaltvorgangs zunächst der Kontakt
des Unterspannungs-Hilfsschalters geschlossen werden, damit die Schaltklaue zurückgezogen
wird und überhaupt ein Zwischenhebel des Schaltschlosses an einem Klinkenhebel verklinkt
werden kann. Dies bedeutet, daß der Zwischenhebel nur am geschlossenen Klinkenhebel
gefangen werden kann, bevor der eigentliche Einschaltvorgang in die EIN-Stellung des
Schaltgeräts erfolgt.
[0003] Das hierfür erforderliche Voreilen des Unterspannungs-Hilfsschalters wurde bisher
durch einen Leerweg des Betätigungselements, z.B. ein Kipphebel- oder Knebelantrieb
erreicht. Dabei wirkt das Betätigungselement des Schaltgeräts im ersten Teil seines
Bewegungshubes nur auf die Schließmechanik des Unterspannungs-Hilfsschalters. Erst
wenn dieser Kontakt geschlossen ist und damit die Verklinkbarkeit gewährleistet ist,
greifen Mitnehmernasen in der Schaltschloßmechanik und schalten diese in den EIN-Zustand.
[0004] In der DE 195 26 591 A1 ist ein elektrischer Schalter mit einem Hauptstrompfad und
mit einem eine Trennstelle aufweisenden Nebenstrompfad offenbart. Über einen Schalthebel
ist sowohl das Schaltschloß des elektrischen Schalters als auch die Haupt- und Nebenkontaktstelle
betätigbar. Im Schaltschloß wirken eine Ausschaltfeder und eine Zugfeder, deren Federkräfte
derart optimiert sind, daß die Ausschaltfeder schwach gewählt werden kann, da sie
bei geschlossenem Trennkontakt von der Zugfeder unterstützt wird. Bei geöffnetem Trennkontakt
muß die Ausschaltfeder nur die Reibungskräfte der Trennkontaktstelle und dann noch
die relativ geringe Hauptkontaktkraft überwinden.
[0005] Der DE 92 06 137 U1 ist ein Leistungsschalter mit einem Schaltschloß zu entnehmen,
bei dem die Wirkungslinie einer Ausschaltfeder abhängig von der Schaltstellung verändert
wird. Dadurch wird erreicht, daß in der AUS-Stellung sich bei einem großen Hebelarm
ein großes Drehmoment ergibt und in der EIN-Stellung bei kleinem Hebelarm auf die
Schaltwelle des Schaltschlosses ein relativ geringes Drehmoment wirkt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schaltgerät der obengenannten Art zu
schaffen, bei dem der Verlauf des Unterspannungs-Hilfsauslösers mit anschließender
Verklinkung des Schaltschlosses auf einfache Weise realisiert ist.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Schaltschloß eine dem Betätigungselement
in Wirkverbindung stehende Hebelmechanik, die einen Zwischenhebel zur Verklinkung
am Klinkenhebel umfaßt, und eine erste und eine zweite auf den Zwischenhebel wirkende
Federkraft aufweist, wobei die Summe der auf den Zwischenhebel wirkenden beiden Federkräfte
in einer ersten Phase der Betätigung des Betätigungselements, in der der voreilende
Unterspannungs-Hilfsschalter geschlossen wird, diesen an einem Anschlag hält und in
einer anschließenden zweiten Betätigungsphase den Zwischenhebel vom Anschlag weg in
die Verklinkungsposition am Klinkenhebel bewegt.
[0008] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn das Schaltschloß einen mit dem Betätigungselement
in Wirkverbindung stehenden Steuerhebel, eine an diesem angreifende Zugfeder, einen
durch Kraftübertragung der Zugfeder in seiner Stellung veränderbaren Winkelhebel sowie
einen zwischen dem Winkelhebel und dem Klinkenhebel angeordneten Zwischenhebel aufweist,
der in AUS-Stellung durch eine Kompensationsfeder an einem Anschlag in einer solchen
Stellung gehalten wird, daß er beim Einschaltvorgang nach Bewegung des Klinkenhebels
in seine geschlossene Stellung durch die Schaltschloßmechanik vom Anschlag weg in
die Verklinkungsposition am Klinkenhebel bewegt wird. Dies stellt eine bisher nicht
bekannte zusätzliche Funktion der Kompensationsfeder dar, die bei vergleichbaren Schaltschlössern
normalerweise nur zur Reduzierung der Anlagekraft des Zwischenhebels an dem Klinkenhebel
dient. Im vorliegenden Fall werden die Hebelverhältnisse so gewählt, daß mit dieser
Kompensationsfeder sowohl die Anlagekraft reduziert als auch der Vorlauf des Unterspannungs-Hilfsschalters
erreicht wird.
[0009] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht, wenn eine feste Kopplung zwischen
dem Betätigungselement und dem Schaltschloß besteht, durch die bei Betätigung der
gesamte Bewegungshub des Betätigungselements auf das Schaltschloß für den Einschaltvorgang
übertragen wird. Diese Ausführung hat außerdem den Vorteil, daß die Kraftübertragungskette
nicht durch einen Leerweg unterbrochen werden muß und eine hierfür aufwendige Mechanik
entfallen kann.
[0010] Vorteilhafterweise dient zum Antrieb ein Knebel als Betätigungselement.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform besteht, wenn nach einem ersten Drehwinkel
α des Betätigungselements der Unterspannungs-Hilfsschalter schließt und bei einem
zweiten größeren Drehwinkel β sich der Zwischenhebel in der Verklinkungsposition an
dem jetzt geschlossenen Klinkenhebel anlegt. Auf diese Weise wird die erforderliche
Voreilung gewährleistet.
[0012] Ist die Kompensationsfeder als Drehfeder ausgeführt, so läßt sich hiermit der Platzbedarf
verringern und die erforderliche Federsteifigkeit erreichen.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht, wenn das Betätigungselement
mit einer Kulissenkontur versehen ist, die bei Betätigung einen Umlenkhebel dreht,
der das Schließen des Unterspannungs-Hilfsschalters auslöst. Dies stellt eine besonders
einfache und kostengünstige Wirkverbindung zwischen dem Betätigungselement und dem
Hilfskontakt des Unterspannungs-Hilfsschalters dar.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- FIG 1
- eine perspektivische Ansicht eines Schaltschlosses mit Drehantrieb eines erfindungsgemäßen
Schaltgeräts in AUS-Stellung,
- FIG 2
- eine perspektivische Ansicht des Schaltschlosses gemäß FIG 1 mit dem Auslösemechanismus
des Unterspannungs-Hilfsschalters und
- FIG 3, FIG 4
- eine Darstellung des Funktionsprinzips des Schaltschlosses mit Verklinkung in AUS-
und EIN-Stellung.
[0015] In FIG 1 ist in AUS-Stellung ein Schaltschloß eines Schaltgeräts mit Drehhebelantrieb
dargestellt, der mit einem Knebel 1 als Betätigungselement ausgeführt ist. Das Schaltschoß
besteht im wesentlichen aus einem Steuerhebel 2, einem Winkelhebel 3, einem Zwischenhebel
4, einem Klinkenhebel 5 mit einer Verklinkungsnase 6, einer Zugfeder 7 und zwei Laschen
8,9. Der Knebel 1 steht über ein Zahnsegment 10 und einen mit diesem verzahnten Antriebshebel
11 mit dem Steuerhebel 2 direkt, d.h. ohne einen Leerweg, in Wirkverbindung. Die Zugfeder
7 hängt mit einem Ende an dem drehbar gelagerten Steuerhebel 2 und mit dem anderen
Ende zusammen mit den Laschen 8 und 9 an einem Gelenkpunkt 12. Die Lasche 8 ist außerdem
drehbar am Winkelhebel 3 befestigt, der sich am Zwischenhebel 4 abstützt. Letzterer
wird durch die Kraft einer Kompensationsfeder 13, die hier als Drehfeder ausgeführt
ist, an einen hier nicht dargestellten Anschlag gezogen. Die Federkraft der Kompensationsfeder
13 ist so bemessen, daß trotz des eingeleiteten Drehmoments 15 bzw. 16 der Zwischenhebel
4 am Anschlag 14 gehalten wird (siehe FIG 3).
[0016] FIG 2 zeigt den Auslösemechanismus des Unterspannungs-Hilfsschalters in Verbindung
mit dem Schaltschloß. Das mit dem Knebel 1 verbundene Zahnsegment 10 weist an seiner
Unterseite eine Kulissenkontur 17 auf. Diese dreht bei Betätigung des Knebels 1 einen
Umlenkhebel 18, durch den der Kontakt 19 des voreilenden Unterspannungs-Hilfsschalters
geschlossen wird. Zum Unterspannungs-Hilfsschalter gehört eine Ausschaltfeder 20 und
ein an dieser angreifendes Schiebeelement 21, das auf eine Schaltklaue 22 des Schaltgeräts
wirkt. Die Schaltklaue 22 ist mit einer Auslösewelle 23 gemäß FIG 1 zur Aufhebung
der Schaltschloßverklinkung verbunden.
[0017] FIG 3 zeigt das Funktionsprinzip der Schaltschloßmechanik in Verbindung mit dem Unterspannungs-Hilfsschalter
in AUS-Stellung. Die über die Zugfeder 7 und die mit ihr am Gelenkpunkt 12 verbundene
Lasche 8 wird auf den Winkelhebel 3 aufgrund des relativ kurzen Hebelarms 25 ein geringes
Drehmoment 15 ausgeübt. Das daraufhin auf den Zwischenhebel 4 wirkende Drehmoment
26 ist so klein, daß dieser durch die Wirkung der Federkraft der Kompensationsfeder
13 am Anschlag 14 anliegt. Zugleich ist der Kontakt 19 des Unterspannungs-Hilfsschalters
in der offenen Position, in der die Ausschaltfeder 20 ohne Einwirkung des Elektromagneten
des Unterspannungs-Hilfsschalters den Klinkenhebel 5 in seiner offenen Stellung hält.
[0018] Beim Einschalten wird der Steuerhebel 2 durch die Drehung am Knebel 1 in Richtung
EIN bewegt (siehe FIG 4) und dabei die hier nicht dargestellten Hauptkontakte des
Schaltgeräts geschlossen. Gleichzeitig betätigt die Kulissenkontur 17 am Zahnsegment
10 den voreilenden Unterspannungs-Hilfsschalter. Nach einem ersten Drehwinkel α von
ca. 30° ist der Kontakt 19 des Unterspannungs-Hilfsschalters (siehe FIG 1,2) geschlossen,
so daß bei vorhandener Spannung die Ausschaltfeder 20 im Unterspannungs-Hilfsschalter
gespannt wird. Die Schaltklaue 22 wird dadurch zurückgezogen und der Klinkenhebel
5 bewegt sich in seine geschlossene Position, in der der Zwischenhebel 4 gesperrt
wird. Aufgrund der Rückdruckkraft 24 der Kontaktandruckfedern des Schaltgeräts und
des sich verringernden Hebelarms der Zugfeder 7 dreht der Gelenkpunkt 12 gleichzeitig
nach unten. Dabei wird der am Winkelhebel 3 angreifende Hebelarm 25 größer, so daß
die Drehmomente 15,16 mit zunehmendem Drehwinkel steigen. Beim zweiten Drehwinkel
β von ca. 45° ist das Drehmoment 16 größer als das durch die Kompensationsfeder 13
bewirkte Drehmoment 26 am Zwischenhebel 4. Dieser legt sich an die Verklinkungsnase
6 des Klinkenhebels 5 an und stützt sich dort ab. Bei weiterer Verdrehung des Knebels
1 geht der Schalter in die EIN-Stellung.
[0019] Da das Schließen des Kontakts 19 des Unterspannungs-Hilfsschalters bereits bei 30°
erfolgt und der Zwischenhebel 4 erst bei 45° anlegt, bleibt aufgrund des Differenzdrehwinkels
genug Zeit, um den Klinkenhebel 5 bei vorhandener Spannung zu schließen oder bei Unterspannung
offenzuhalten. Bei noch offenem Klinkenhebel 5 aufgrund von Unterspannung gibt der
nach vorn, d.h. vom Anschlag 14 wegdrehende Zwischenhebel 4 den Winkelhebel 3 frei
und das Schaltgerät geht in den ausgelösten Zustand über.
[0020] Auf diese Weise ist gewährleistet, daß der Zwischenhebel 4 sich nicht bewegt, bevor
der Unterspannungs-Hilfsschalter geschlossen ist. In diesem Falle könnte nämlich das
Schaltgerät bei Nennspannung nicht mehr verklinken, da der Zwischenhebel 4 bereits
an der Verklinkungsnase 6 vorbeigelaufen wäre.
[0021] Obwohl die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die in der beigefügten Zeichnung
dargestellte Ausführungsform erläutert ist, sollte berücksichtigt werden, daß damit
nicht beabsichtigt ist, die Erfindung nur auf die dargestellte Ausführungsform zu
beschränken, sondern alle möglichen Änderungen, Modifizierungen und äquivalente Anordnungen,
soweit sie vom Inhalt der Patentansprüche gedeckt sind, einzuschließen.
1. Schaltgerät mit einem Schaltschloß zum Öffnen und Schließen von Hauptkontakten, mit
einem voreilenden Unterspannungs-Hilfsschalter und mit einem Betätigungselement (1),
das zum Antrieb des Schaltschlosses und zum Schließen des Unterspannungs-Hilfsschalters
dient, der dabei voreilend einen zum Schaltschloß gehörenden Klinkenhebel (5) in seine
geschlossene Position bewegt, bevor der Einschaltvorgang über das Schaltschloß erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltschloß eine mit dem Betätigungselement (1) in Wirkverbindung stehende Hebelmechanik
(3,4,8,9), die einen Zwischenhebel (4) zur Verklinkung am Klinkenhebel umfaßt, und
eine erste (7) und eine zweite auf den Zwischenhebel (4) wirkende Federkraft (13)
aufweist, wobei die Summe der auf den Zwischenhebel (4) wirkenden beiden Federkräfte
(7,13) in einer ersten Phase der Betätigung des Betätigungselements (1), in der der
voreilende Unterspannungs-Hilfsschalter geschlossen wird, diesen an einem Anschlag
(14) hält und in einer anschließenden zweiten Betätigungsphase den Zwischenhebel (4)
vom Anschlag (14) weg in die Verklinkungsposition am Klinkenhebel (5) bewegt.
2. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltschloß einen mit dem Betätigungselement (1) in Wirkverbindung stehenden
Steuerhebel (2), eine an diesem angreifende Feder (7), einen durch Kraftübertragung
der Feder (7) in seiner Stellung veränderbaren Winkelhebel (3) sowie einen zwischen
dem Winkelhebel (3) und dem Klinkenhebel (5) angeordneten Zwischenhebel (4) aufweist,
der in AUS-Stellung durch eine Kompensationsfeder (13) an einem Anschlag (14) in einer
solchen Stellung gehalten wird, daß er beim Einschaltvorgang nach Bewegung des Klinkenhebels
(5) in seine geschlossene Stellung durch die Schaltschloßmechanik vom Anschlag weg
in die Verklinkungsposition am Klinkenhebel (5) bewegt wird.
3. Schaltgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine feste Kopplung zwischen dem Betätigungselement (1) und dem Schaltschloß besteht,
durch die bei Betätigung der gesamte Bewegungshub des Betätigungselements (1) auf
das Schaltschloß für den Einschaltvorgang übertragen wird.
4. Schaltgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum Antrieb ein Knebel (1) als Betätigungselement dient.
5. Schaltgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach einem ersten Drehwinkel α des Betätigungselements (1) der Unterspannungs-Hilfsschalter
schließt und bei einem zweiten größeren Drehwinkel β sich der Zwischenhebel (4) in
der Verklinkungsposition an dem Verklinkungshebel (5) anlegt.
6. Schaltgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensationsfeder als Drehfeder (13) ausgeführt ist.
7. Schaltgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (1) mit einer Kulissenkontur (17) versehen ist, die bei Betätigung
einen Umlenkhebel (18) dreht, der das Schließen des Unterspannungs-Hilfsschalters
auslöst.
1. Switching device with a latch for opening and closing main contacts, with a leading
auxiliary undervoltage switch and an actuating element (1) which serves to operate
the latch and to close the auxiliary undervoltage switch which, with it leading, moves
a pawl lever (5) associated with the latch to its closed position before the switch-on
sequence via the latch takes place, characterised in that the latch has a lever mechanism (3, 4, 8, 9) linked to the actuating element (1),
said lever mechanism incorporating an intermediate lever (4) for latching on the pawl
lever, and has a first (7) and a second spring force (13) acting on the intermediate
lever (4) whereby, in an initial phase of actuation of the actuating element (1) in
which the leading auxiliary undervoltage switch is closed, the sum of the two spring
forces (7, 13) acting on the intermediate lever (4) holds it against a stop (14) and,
in a subsequent second actuation phase, moves the intermediate lever (4) away from
the stop (14) to the latching position on the pawl lever (5).
2. Switching device according to Claim 1, characterised in that the latch has a control lever (2) linked to the actuating element (1), a spring (7)
engaging with said control lever, an angle lever (3) whose position can be varied
by the force transmitted by the spring (7) as well as an intermediate lever (4) mounted
between the angle lever (3) and the pawl lever (5), said intermediate lever being
held in the OFF position by a compensating spring (13) against a stop (14) such that,
during the switch-on sequence, it is moved away from the stop by the latching mechanism
to the latching position on the pawl lever (5) after said pawl lever (5) has moved
to its closed position.
3. Switching device according to Claim 1 or 2, characterised in that, between the actuating element (1) and the latch, there is a fixed coupling by means
of which, on actuation, the entire travel of the actuating element (1) is transmitted
to the latch for the switch-on sequence.
4. Switching device according to of one the preceding claims, characterised in that a twist knob (1) is used as the actuating element for operation.
5. Switching device according to of one the preceding claims, characterised in that after an initial angle of rotation α of the actuating element (1), the auxiliary
undervoltage switch closes and, in the event of a second larger angle of rotation
β, the intermediate lever (4) assumes the latched position on the closed pawl lever
(5).
6. Switching device according to of one the preceding claims, characterised in that the compensating spring is implemented as a torsion spring (13).
7. Switching device according to of one the preceding claims, characterised in that the actuating element (1) is provided with a link contour (17) which, during actuation,
turns a reversing lever (18) which triggers closure of the auxiliary undervoltage
switch.
1. Appareil de coupure comprenant un verrou de maintien destiné à ouvrir et à fermer
les contacts principaux, un interrupteur auxiliaire à minimum de tension en avance
et un élément (1) d'actionnement qui sert à entraîner le verrou le maintien et à fermer
l'interrupteur auxiliaire à minimum de tension, lequel met dans sa position fermée
à l'avance un levier (5) à cliquet appartenant au verrou de maintien avant que l'opération
de commutation s'effectue par le verrou de maintien, caractérisé en ce que le verrou de maintien comprend un mécanisme (3, 4, 8, 9) à levier coopérant avec
l'élément (1) d'actionnement et comprenant un levier (4) intermédiaire d'encliquetage
sur le levier à cliquet et présente une première (7) et une deuxième force (13) élastique
agissant sur le levier (4) intermédiaire, la somme des deux forces (7, 13) élastiques
agissant sur le levier (4) intermédiaire dans une première phase de l'actionnement
de l'élément (1) d'actionnement dans laquelle l'interrupteur auxiliaire à minimum
de tension en avance est fermé, maintenant celui-ci sur une butée (14) et dans une
deuxième phase d'actionnement venant ensuite, éloignant le levier (4) intermédiaire
de la butée (14) pour le mettre dans la position d'encliquetage sur le levier (5)
à cliquet.
2. Appareil de coupure suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le verrou de maintien comporte un levier (2) de commande coopérant avec l'élément
(1) d'actionnement, un ressort (7) attaquant ce levier de commande, un levier (3)
coudé dont la position peut être modifiée par l'application de la force du ressort
(7), ainsi qu'un levier (4) intermédiaire interposé entre le levier (3) coudé et le
levier (5) à cliquet, et qui, en position ouverte, est maintenu par un ressort (13)
de compensation sur une butée (14), en une position telle que lors d'une opération
de mise en action, il est éloigné, après que le levier (5) à cliquet est venu dans
sa position fermée, par le mécanisme à verrou de maintien de la butée, pour unir dans
la position d'encliquetage sur le levier (5) à cliquet.
3. Appareil de coupure suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est réalisé un accouplement rigide entre l'élément (1) d'actionnement et le verrou
de maintien, accouplement par lequel lors de l'actionnement, toute la course de déplacement
de l'élément (1) d'actionnement est transmise au verrou de maintien pour l'opération
de mise en action.
4. Appareil de coupure suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour l'entraînement, une manette (1) sert d'élément d'actionnement.
5. Appareil de coupure suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'après un premier angle α de rotation de l'élément (1) d'actionnement, l'interrupteur
auxiliaire à minimum de tension se ferme et pour un deuxième angle β de rotation plus
grand, le levier (4) intermédiaire s'applique en la position d'encliquetage au levier
(5) à cliquet.
6. Appareil de coupure suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le ressort de compensation est réalisé sous la forme d'un ressort (13) de torsion.
7. Appareil de coupure suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément (1) d'actionnement est muni d'un contour (17) de coulisse qui, lors de
l'actionnement, fait tourner un levier (18) de renvoi, lequel déclenche la fermeture
de l'interrupteur auxiliaire à minimum de tension.