| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 957 224 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
27.03.2002 Patentblatt 2002/13 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.02.1999 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E05D 15/52 |
|
| (54) |
Kippriegelvorrichtung
Tilt-lock device.
Dispositif de blocage en basculement
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
12.05.1998 DE 19821129
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
17.11.1999 Patentblatt 1999/46 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEGENIA-FRANK KG |
|
57074 Siegen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Afflerbach, Dirk
57520 Harbach (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und
-Türen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Eine derartige Kippriegelvorrichtung ist aus der DE 36 27 043 bekannt geworden. Die
Aufgabe solch einer Kippriegelvorrichtung besteht allgemein darin, die Gewährleistung
der Schließfunktion des Fensters oder der Türe und zum anderen die Einstellung der
gewünschten Schaltfunktion "verschließen", "drehen " und "kippen" zu ermöglichen.
Darüber hinaus ist insbesondere in der Kippstellung des Fenster- oder Türflügels eine
wirksame Unterbindung von Fehlschaltungen zwecks Unfallverhütung einerseits und eine
Aushebesicherung zum Zwecke des Einbruchsschutzes andererseits zu bewerkstelligen.
Ferner ist eine sichere Anlage am Rahmen des gekippten Flügels anzustreben, um unerwünschtes
Klappern, z.B. durch Windeinfluß zu vermeiden.
[0003] Zentrales Teil einer solchen Kippriegelvorrichtung ist eine Biegestabfeder. Daher
soll die bekannte Kippriegelvorrichtung zunächst ausgehend von der Biegestabfeder
näher erläutert werden.
[0004] Zum Zwecke der gesicherten Anlage des Flügels findet bei der bekannten Kippriegelvorrichtung
eine Biegestabfeder Anwendung, die in einem Längsschlitz einer Stulpschiene in Bezug
auf die Stulpschiene ortsfest ruht. Die Biegestabfeder weist in der Draufsicht eine
U-Form auf, wobei die Biegestabfeder an sich einen rechteckigen Querschnitt aufweist
und in dem Längsschlitz der Stulpschiene derart aufgenommen ist, daß der rechteckige
Querschnitt quer zur Ebene der Stulpschiene hochkant steht. Die Biegestabfeder überragt
die Stulpschiene um höchstens 1 mm, wobei wenigstens 2 mm der Höhe der Biegestabfeder
im Längsschlitz der Stulpschiene aufgenommen ist. Der Längsschlitz hat im oberen bis
mittleren Längenbereich geradlinig parallel zueinander verlaufende Flächen, an denen
die Außenflächen der Biegestabfeder anliegen. Im unteren Längenbereich des Längsschlitzes
der Stulpschiene sind Ausbauchungen angeordnet. Die Biegestabfeder greift formschlüssig
passend mittels ihrer beiden, die Stulpschiene überragenden Schenkeln in jeweils,
an der Rückseite einer Schwenklasche eingeformte, parallel zueinander verlaufende
Längsnuten ein.
[0005] In der, die geschlossene Stellung des Flügels repräsentierenden Schaltstellung, in
der eine, mittels eines Handhebels antreibbare Treibstange und die mit ihr über einen
Lagerzapfen verbundene Schwenklasche in der Stulpschiene ganz nach oben geschoben
ist, stehen die Schenkel der Biegestabfeder zumindest nahezu auf der ganzen Länge
der Schwenklasche mit deren Längsnuten in Halte- und Führungseingriff. In der mittleren
Schaltstellung der Schwenklasche erstreckt sich der Führungseingriff zwischen den
Schenkeln der Biegestabfeder und den Längsnuten der Schwenklasche über mehr als deren
halbe Länge. Die Schenkel dienen hierbei als Parallelführung für die Schwenklasche.
Wird die Treibstange in die untere Schaltstellung überfuhrt, so stehen die beiden
Schenkel der Biegestabfeder nur noch in dem, dem Lagerzapfen benachbarten Längenbereich
der Schwenklasche mit deren Längsnuten in formschlüssigem Eingriff. Wird durch das
Kippöffnen des Flügels nunmehr die Schwenklasche aus ihrer parallelen Lage zur Stulpschiene
verschwenkt, so stellt sich eine elastische Verformung an den beiden Schenkeln der
Biegestabfeder ein, wobei die Enden der beiden Schenkel der Biegestabfeder, welche
der Schwenkbewegung der Schwenklasche folgen und in die Erweiterungen eintauchen.
Schließlich sind am unteren Ende des Schlitzes der Stulpschiene vorspringende Höcker
angeordnet, die sicherstellen, daß die freien Enden der beiden Schenkel der Biegestabfeder
immer wieder sicher in ihre ordnungsgemäße Ruhelage zurückkehren können, sobald die
Schwenklasche ihre Parallellage zur Stulpschiene einzunehmen sucht. Um Quetschvorgangen
der Biegestabfeder im Bereich des Lagerzapfens vorzubeugen, sind bei der mehrere mm
starken Stulpschiene relativ enge Toleranzen einzuhalten, was bei einem solchen vorzugsweise
mittels Stanztechnik herzustellenden Blech erheblichen Werkzeugeinsatz bedingt.
[0006] Unter Umständen kann es durch die relativ starke Rückstellkraft der Biegestabfeder
in den Längsnuten der Schwenklasche im Bereich des Lagerzapfens zu einer starken Abnutzung
führen. Auch kann sich die Biegestabfeder im Bereich der Höcker verkeilen, wodurch
das Federungsverhalten aufgrund plastischer Verformung der Feder nachhaltig gestort
wird. Durch die Verformung kann sich die Funktionalität nachteilig auswirken. Ferner
verschmutzt der Abrieb den Tür- oder Fensterrahmen. Schließlich wirken sich von der
Biegestabfeder herrührende Geräusche beim Kippvorgang störend aus.
[0007] Ein besonderer Nachteil ist auch darin begründet, daß die bekannte Kippriegelvorrichtung
nur die Schaltfunktionen in der Reihenfolge:
Flügel verschließen,
Flügel drehen,
Flügel kippen
und zurück zuläßt, also die Hebelstellung des Handhebels am Fenster zwingend festgelegt
ist, da es die bekannte Biegestabfeder nur erlaubt im unteren Bereich die Ausbauchungen
vorzusehen, und die Schwenklasche nur an den Enden der Biegestabfeder aufgrund der
Nutführung in der Schwenklasche verschwenkbar ist.
[0008] Es wird aber aufgrund der zunehmenden Globalisierung - insb. in den angelsächsischen
Ländern - auch die sog. tilt before turn - kurz tbt-Schaltfolge gewünscht, nämlich:
Flügel verschließen,
Flügel kippen,
Flügel drehen.
[0009] Diese kann mit der bekannten Kippriegelvorrichtung nicht befriedigend gelöst werden.
[0010] Eine weiter Kippriegelvorrichtung ist aus der DE 42 03 909 bekannt. Über einen als
Nietverbindung ausgebildeten Lagerzapfen ist ein Schwenkteil mit einer Treibstange
verbunden. Dieses Schwenkteil liegt mit seinem Boden auf einer Stulpschiene und umfaßt
mit zwei Wänden in der Kippöffnungsstellung an seinem unteren Ende einen Riegel, der
als Exzenterzapfen ausgebildet, und an einer Riegelplatte befestigt ist. Der Exzenterzapfen
wird von den Wanden des Schwenkteils eingeschlossen, wenn die Treibstange in die oberste
Stellung, die die Verschlußstellung darstellt, verschoben ist.
[0011] Das Schwenkteil weist im Bereich des Lagerzapfens einen Kulissenansatz auf, der in
einen, etwa die Breite des Kulissenansatzes aufweisenden Längsschlitz der Stulpschiene
eingreift, wobei für ein Verschwenken des Schenkteils eine Erweiterung vorgesehen
ist. Das Schwenkteil weist an seiner oberen Stirnseite eine Stirnfläche auf, mit der
sich das Schwenkteil gegen ein Federelement abstützt, welches bestrebt ist, das Schwenkteil
parallel zur Stulpschiene auszurichten. Dieses Federelement bildet ein aus elastischem
Material bestehender, auf ein Stützteil vulkanisierter Vollkörper, der über das Stützteil
mit der Treibstange vernietet ist, so daß der erforderliche Kraftschluß zwischen Schwenkteil
und Stützteil erreicht wird. Das Stützteil bildet mit dem Federelement ein integrales
Bauteil, das mit der Stulpschiene verbunden ist. Es hat sich jedoch gezeigt, daß eine
solche Einteiligkeit nicht die erhoffte Dauerhaftigkeit aufweist. Rasch delaminiert
das Federmaterial vom Stützteil, wodurch die Funktion gänzlich eingebüßt wird. Darüber
hinaus kann das delaminierte Material ein sicheres Schließen verhindern, da es - der
Erdanziehung folgend - nach unten in den Schließbereich fallt.
[0012] Darüber hinaus kann auch diese Kippriegelvorrichtung nicht befriedigend für eine
tbt-Schaltung zum Einsatz gebracht werden.
[0013] Es besteht aber Bedarf an einer sicher funktionierenden Kippriegelvorrichtung der
eingangs beschrieben Art, welche flexibel sowohl für die erste als auch für die zweite
der beschriebenen Schaltfolgen zum Einsatz kommen kann.
[0014] Die mehrgliedrige Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demnach eine Kippriegelvorrichtung
bereitzustellen, die einen möglichst flexiblen Einsatz erlaubt, ein Federelement und
eine Stulpschiene für die Verwendung in einer Kippriegelvorrichtung bereitzustellen,
womit ein Höchstmaß an Funktionssicherheit und Dauerhaftigkeit erreichbar ist.
[0015] Darüber hinaus soll die Kippriegelvorrichtung auch die tbt-Schaltfolge ermöglichen.
[0016] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Federelement der verschiebbaren
Schwenklasche zugeordnet ist und beim axialen Verschieben der Schwenklasche über die
Treibstange mit der Schwenklasche im Längsschlitz mitführbar ist.
[0017] Ein Verhaken der Feder und ein daraus möglicher Bruch derselben wird nachhaltig vermieden.
Ferner bleiben die Hebelverhältnisse gleich.
[0018] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Ausbauchungen des Längsschlitzes
der Stulpschiene entsprechend der gewünschten schalttechnischen Vorgabe (normal oder
tbt) der Lage der Kippöffnungs-Schaltstellung im mittleren Bereich oder am unteren
Ende angeordnet. Hierdurch wird erreicht, daß die erfindungsgemäße Kippriegelvorrichtung
modular unter Verwendung einer entsprechenden Stulpschiene allgemein verwendbar wird.
[0019] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die äußere Kontur
des Federelements in der Draufsicht bogige Struktur auf, wobei das Federelement mittels
wenigstens eines, als bogige Erweiterung der bogigen Struktur ausgebildeten Bogens
im Längsschlitz der Stulpschiene längsverschieblich fuhrbar ist. Auf diese Weise kann
eine kompakte Bauart erreicht werden, wobei gleichzeitig eine optimale Materialausnutzung
hinsichtlich des Federwerkstoffes erzielbar ist.
[0020] Vorzugsweise ist der Lagerzapfen der Schwenklasche in einer der bogigen Erweiterungen
aufnehmbar zwecks formschlüssiger Fesselung an die, mittels Treibstange in die gewünschte
Schaltstellung axial bewegbare Schwenklasche. Auf diese Weise wird eine besonders
raumsparende Bauweise erreicht, ohne daß das Federverhalten benachteiligt wird.
[0021] Konstruktiv und wirkungstechnische besonders einfach herstellbar ist ein Federelement
nach der Erfindung, wenn der Mitnehmer von dem Federelement umschlossen ist.
[0022] Hierbei kann nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung das Federelement
mittig einen Schlitzt aufweisen, wodurch speziellen material- und/oder herstellungstechnischen
Gegebenheiten Rechnung getragen werden kann.
[0023] Um besondere Federungseigenschaften spezieller Materialien zu erreichen wird eine
besonders gedrungene Bauweise bevorzugt, wenn nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung das Federelement entlang der äußeren Kontur weitgehend rechteckigen,
runden, ovalen oder L-förmigen Querschnitt, oder eine Kombination dieser Querschnitte
aufweist.
[0024] Wahlweise kann zum gleichen Zwecke die äußere Kontur des Federelements umlaufend
geschlossen, oder einseitig unterbrochen ausgeführt sein.
[0025] Eine besonders einfach herstellbares Federelement besteht aus einem Polymerwerkstoff,
der die kostengünstige Massenproduktion erlaubt.
[0026] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das Federelement
zur Erreichung besonderen Federungsverhaltens versteifende Einbettungen - insb. aus
Aramid - aufweisen.
[0027] Die Ausgestaltung des Federelementes ist besonders vorteilhaft, wenn die äußere Kontur
des Federelements in der Draufsicht eine bogig offene oder bogig geschlossene Struktur
und wenigstens eine Öffnung aufweist, in die ein, das Federelement spannender Mitnehmer
eingreift.
[0028] Außerdem ist es von Vorteil, daß wenigstens ein Bogen des Federelements nach außen
weisende Führungsflächen aufweisen, mittels der die Feder axial verschiebbarer in
dem der Stulpschiene zugeordneten Längsschlitz führbar ist.
[0029] Vorteilhaft ist nach einem weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, daß
der Mitnehmer vollständig von dem Federelement umschlossen oder geschlitzt ist. Auf
diese Weise kann insbesondere ein aus Polymerwerkstoff bestehendes Federelement in
einem weiten Bereich eine optimale Federcharakteristik erzielt werden, wobei diese
durch in dem Federelement vorgesehene, versteifende Einbettungen für jeden denkbaren
Anwendungsfall z.B. unterschiedliche Flügelgewichte anpaßbar sind. Darüber hinaus
werden störende Geräusche nachhaltig vermieden.
[0030] Besonders vorteilhaft ist, wenn das Federelement entlang der bogigen Struktur der
äußeren Kontur weitgehend rechteckigen, runden , ovalen oder L-formigen Querschnitt
aufweist, wodurch den räumlichen Gegebenheiten einerseits und die Federcharakteristik
andererseits sowie die Führungsflächen in breitem Feld anpaßbar ist.
[0031] Der Längsschlitz der Stulpschiene, in dem das Federelement geführt ist, weist vorzugsweise
jeweils einen korrespondierenden Querschnitt auf. Hierdurch wird die Führungsfunktion
beim axialen Verschieben positiv unterstützt und ein Verkanten unterbunden.
[0032] Schließlich können die Ausbauchungen des Langsschlitzes der Stulpschiene entsprechend
der gewünschten Schaltfolge (normal oder tbt) im unteren Bereich oder im mittleren
Bereich angeordnet sein, so daß die erfindungsgemäße Kippriegelvorrichtung modular
durch einfachen Austausch eines einzigen Bauteiles - nämlich der Stulpschiene - der
gewünschten Schaltfunktion einstellbar ist.
[0033] Nachfolgend wird die Erfindung anhand mehrerer, in der Zeichnung mehr oder minder
schematischen dargestellter Ausführungsbeispiele näher beschrieben.
[0034] Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Kippriegelvorrichtung im Querschnitt in der Kippstellung des
Flügels,
- Figur 2a
- eine Draufsicht der Kippriegelvorrichtung nach der Erfindung gemaß Figur 1,
- Figur 2b
- eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Kippriegelvorrichtung in gekipptem Zustand des
Flügels,
- Figur 3
- die Einzelheit X aus Figur 2a und gestrichelt dargestellt aus Figur 2b
- Figur 4a
- eine Draufsicht der Einzelheit X im Bereich des Federelements der Kippriegelvorrichtung
in geschlossenem Zustand des Flügels, einer ersten Ausführungsform des Federelements,
- Figur 4b
- eine Draufsicht der Einzelheit X des Bereiches des Federelements der ersten Ausführungsform
nach Figur 4a in gekipptem Zustand des Flügels,
- Figur 5a
- eine Draufsicht der Einzelheit X im Bereich des Federelements der Kippriegelvorrichtung
in geschlossenem Zustand des Flügels, einer zweiten Ausführungsform des Federelements,
- Figur 5b
- eine Draufsicht der Einzelheit X des Bereiches des Federelements der zweiten Ausführungsform
nach Figur 5a in gekipptem Zustand des Flügels,
- Figur 6a
- eine Draufsicht der Einzelheit X im Bereich des Federelements der Kippriegelvorrichtung
in geschlossenem Zustand des Flügels, einer dritten Ausführungsform des Federelements,
- Figur 6b
- eine Draufsicht der Einzelheit X des Bereiches des Federelements der dritten Ausführungsform
nach Figur 6a in gekipptem Zustand des Flügels,
- Figur 6c
- die Querschnittformen des Federelements der dritten Ausfuhrungsform gemäß Figur 6a
in ungespannter Stellung,
- Figur 7
- eine Draufsicht auf eine vierte Ausführungsform des Federelements in Mittelstellung,
- Figur 8
- eine Draufsicht auf eine fünfte Ausführungsform des Federelements in Mittelstellung,
- Figur 9
- einen Querschnitt einer sechsten Ausführungsform des Federelements in Mittelstellung,
- Figur 10
- eine Ansicht des die Kippriegelvorrichtung betätigenden Handhebels der normalen Schaltfolge,
- Figur 11
- eine Draufsicht der Stellungen der Schwenklasche bezuglich der Schaltfolgen gemäß
Figur 10
- Figur 12
- eine Ansicht des die Kippriegelvorrichtung betätigenden Handhebels der tbt Schaltfolge,
und
- Figur 13
- eine Draufsicht der Stellung der Schwenklasche bezüglich der Schaltfolge gemäß Figur
12.
[0035] Gleiche Bauteile werden nachfolgend mit jeweils gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0036] Aus Figur 1 ist ersichtlich, daß die Kippriegelvorrichtung 1 im Bereich der unteren
Rahmenecke 3 am unteren Rahmenholmes 4 und dem Flügelholm 8 sitzt. Sie besteht aus
einer, an dem Rahmenholm 4 befestigten Kippriegelplatte 7, die um den mittleren Bereich
zwei Riegelgliedstege 5a, 5b und eine Riegelgliedtasche 16 aufweist. Der mechanisch
mittels einer Treibstange 12 angetriebene Teil der Kippriegelvorrichtung ist dem aufrechten
Flugelholm 8 zugeordnet. Eine Stulpschiene 15 dient der axialen Führung einer, über
eine - in Fig. 11 und 13 dargestellten - mittels eines Hebels 30 betätigbaren Treibstange
12, an der ein Lagerzapfen 11 befestigt ist, der einen, in der Stulpschiene 15 angeordneten
Längsschlitz 14 durchsetzt. Auf der dem aufrechten Rahmenholm 4 zugewandten Seite
trägt der Lagerzapfen 11 eine um diesen schwenkbar gelagerte Schwenklasche 13, die
an ihrem unterem Ende ein in Form eines angekröpften, einen integralen Fortsatz bildendes
Riegelglied 10 aufweist. Der Lagerzapfen 11 weist auf der der Treibstange 12 abgewandten
Seite der Stulpschiene 15 einen Verschlußzapfen 31 auf, welcher in der obersten Schaltposition
zwischen zwei im oberen Bereich der Kippriegelplatte 7 angeordnete Verschlußstege
32 eingreifen und so die Verschlußlage des Flügels 2 sichert. In der, bezogen auf
den Längsschlitz 14, mittleren Schaltposition greift - wie in der Figur 2b dargestellt
- einerseits das Riegelglied 10 in die Riegelgliedtasche 16 ein und ist andererseits
der Verschlußzapfen 31 durch die beiden Verschlußstege 32 nicht mehr arretiert, der
Flügel also kippbar.
[0037] Die Schwenklasche 13 weist ferner einen Mitnehmer 18 auf, der - wie insb. aus Figur
2a und 2b ersichtlich - mit einem Federelement 17 über eine Öffnung 26 in Wirkverbindung
steht. Die äußere Kontur 23 des Federelements 17 hat - in Draufsicht gesehen - bogige
Struktur, die allg. mit dem Bezugszeichen 24 bezeichnet ist. Wie ferner aus Figur
3 deutlich zu entnehmen ist, hat das Federelement 17 zwei gegenüberliegend angeordnete
Bögen 241 und 242, die als bogige Erweiterungen 27a und 27b ausgebildet sind, mittels
denen das Federelement 17 in dem Längsschlitz 14 der Stulpschiene 15 längsverschieblich
geführt ist. Durch eine bogige Erweiterung 27a greift der Lagerzapfen 11 in die Schwenklasche
13, die so eine unmittelbare formschlüssige Fesselung des Federelements 17 mit dem,
der Schwenklasche 13 als Schwenkachse dienenden Lagerzapfen 11 bewirkt. Das Federelement
17 ist somit in dem Längsschlitz 14 axial der Bewegung der Treibstange 12 - mit der
die gewünschte Schaltstellung eingestellt wird - unmittelbar mitführbar verschieblich
geführt und zwischen Treibstange 12 einerseits und Schwenklasche 13 andererseits gehalten.
Wie aus den Figuren ersichtlich weist der Längsschlitz 14 an seinen beiden Längskanten
14a und 14b jeweils eine Ausbauchung 19a und 19b auf. Entsprechend dem Anschlag des
Flügels (rechts oder links) kann die Stulpschiene 15 auch nur eine der Ausbauchungen
19a oder 19b aufweisen. Die Ausbauchungen 19a und 19b sind in dem Längsschlitz 14
an der Stelle angeordnet, an der ein Kippen gewünscht ist. Beim Kippen verschwenkt
der Mitnehmer 18 der Schwenklasche 13 den mittleren Bereich der bogigen Struktur 24
in Richtung der Ausbauchung 19a, da das Riegelglied 10 der Schwenklasche 13 in die
Riegelgliedtasche 16 eingreift und daher relativ zur Stulpschiene 15, der Treibstange
12 sowie Kippriegelplatte 7 für eine begrenzten Schwenkbereich auslenkbar ist. Nur
in dieser Position ist die Schwenklasche für diese Bewegung freigegeben.
[0038] In Figur 4a ist ein erstes Ausführungsbeispiel des Federelements 17 in ungespannter
Stellung dargestellt. Das Federelement 17 weist mittig einen Schlitz 25 auf. Wie in
Figur 4b gezeigt, wird nur der, der Ausbauchung zugewandte Teil vom Mitnehmer 18 ausgelenkt.
[0039] Ein zweites Ausführungsbeispiel des Federelements 17 für größere Federkräfte ist
in Figur 5 gezeigt. Der Mitnehmer 18 wird hier vollständig vom Federelement 17 umschlossen.
Damit wird erreicht, daß die gesamte bogige Struktur 24 am Federungsprozeß mitwirkt.
[0040] In Figur 6 ist ein drittes Ausführungsbeispiel des Federelements 17 gezeigt, bei
dem - besonders aus Figur 6c ersichtlich - der Querschnitt L-förmig ist, wobei ein
L-Schenkel auf der Oberseite der Stulpschiene 15 zwischen dieser und der Schwenklasche
13 angeordnet ist, was Verschleiß wesentlich entgegenwirkt, wenn das Federelement
aus einem reibungsarmen Polymerwerkstoff besteht.
[0041] Die äußere Kontur des Federelement 17 kann entlang seiner äußeren Kontur 23 umlaufend
geschlossen oder - wie in Figur 7 und 8 gezeigt - einseitig unterbrochen sein, wobei
der Lagerzapfen 11 den verbleibenden Bogen 241 durchdringt. Die bogige Struktur 23
des Federelements 17 nach Figur 7 läuft im Bereich des Bogens 242 in zwei, mit ihren
nach außen weisenden Führungsflächen 244a, 244b an den Längskanten 14a und 14b der
Innenseite des Längsschlitzes anliegenden Schenkeln 244 aus.
[0042] Das in Figur 8 gezeigte Federelement 17 einer sechsten Ausfuhrungsform verläuft im
Bereich der Unterbrechung der bogigen Struktur 24 mit einem sich an den Bogen 242
anschließenden weiteren Bogen 243 aus. Sowohl die gegenüberliegenden Außenlinien des
Bogens 242 als auch die des Bogens 243 liegen tangierend an den Längskanten 14a und
14b des Längsschlitzes 14 der Stulpschiene 15 an.
[0043] Zur Abstimmung der Federungseigenschaften des Federelements 17 und/oder der Anlageverbesserung
kann der Querschnitt des Federelements 17 wie in Figur 9a weitgehend rechteckigen,
Querschnitt 28a, gemaß Figur 9b runden Querschnitt 28b und nach Figur 9c ovalen Querschnitt
28c oder, wie vorstehend beschrieben, und im Detail in Figur 9d gezeigt, L-förmigen
Querschnitt 28d aufweisen. Es sind ferner auch Kombinationen der vorstehenden Querschnitt
moglich.
[0044] Das Federelement 17 kann mit versteifenden, entlang der Struktur umlaufenden Einbettungen
29 - z.B. aus Aramid - versehen sein, wie dies in Figur 9a angedeutet ist.
[0045] Die Längskanten 14a und 14b des Längsschlitzes 14 der Stulpschiene 15 sind, wie aus
den Figuren 9a bis 9d ersichtlich entsprechend dem Querschnitt des Federelements 17
korrespondierend ausgebildet.
[0046] Die vorstehend beschriebenen Ausgestaltungen ermöglichen es in einem weiten Bereich
das gewünschte Federverhalten zu erreichen. Ferner kann durch die Ausbildung der Langskanten
14a und 14b des Längsschlitzes 14 in Verbindung mit der korrespondierenden Gestaltung
der Bögen 241, 242, 243 sowie der Schenkel 244 ein optimales Führungsverhalten erreicht
werden. Insb. kann bei Wahl der unterbrochenen Form auf zusätzliche Aussparungen zur
Montage des Federelements 17 verzichtet werden, da die Montage auf besonders einfache
Weise durch Einschieben in der mit K gekennzeichneten Kippstellung der Kippriegelvorrichtung
erreicht wird.
[0047] Im weiteren sollen nun die Schaltfunktionen in gegenüberstellender Darstellung beschrieben
werden. In Figur 10 sind die drei Schaltstellung eines Hebels 30 und in Figur 11 die
dazu korrespondierenden Positionen der Schwenklasche 13 und dem zugehörigen Federglied
17 der Kippriegelvorrichtung der normalen Schaltfolge schematisch gezeigt. In der
mit V bezeichneten Verschlußstellung befindet sich der Hebel 30 in nach unten geschwenkter
Position. Der Hebel ist über ein übliches - und daher nicht dargestelltes - Gestänge
mit der Kippriegelvorrichtung verbunden, das auf die Treibstange axial verschiebend
wirkt. In dieser Stellung liegt - wie in Fig. 11 gezeigt - die Schwenklasche in der
oberen, die Schließstellung repäsentierenden Position am oberen Ende des Längsschlitzes
14 der Stulpschiene 15. Der Verschlußzapfen 31 ruht, wie oben beschrieben, zwischen
den beiden Verschlußstegen 32 der Kippriegelplatte 7.
[0048] Wird der Hebel 30 um 90° im Gegenuhrzeigersinn geschwenkt, ist die mit D bezeichneten
Drehstellung erreicht, bei der der Flügel 2 um seine Angelachse gedreht werden kann.
Die Drehbewegung wird über das nicht dargestellte Gestänge auf die Treibstange übertragen
und die Schwenklasche 13 nebst dem, den Lagerzapfen 11 umgreifenden Federelement 17
in eine in Bezug auf den Längsschlitz 14 mittlere Position axial umgesetzt, wobei
der Verschlußzapfen 32 den Bereich der beiden Verschlußstege 32 verlassen hat, so
daß die Arretierung aufgehoben und ein ungehinderter Drehvorgang des Flügels um seine
Angelachse möglich ist.
[0049] Wird der Hebel 30 um weitere 90° im Gegenuhrzeigersinn geschwenkt, wird die mit K
gekennzeichnete Kippstellung erreicht. Die Drehbewegung wirkt wie vorstehend beschrieben
auf die Schwenklasche 13 und das Federelement 17 derart, daß diese das untere Ende
des Längsschlitzes 14 erreicht. Das Riegelglied 10 greift - wie oben beschrieben -
zwischen die kippriegelplattenseitigen Riegelgliedstege 5a und 5b ein. Beim Kippen
liegt das Riegelglied 10 an einer der Riegelgliedstege 5a, 5b an und wird um die Achse
des Lagerzapfens 11 verschwenkt. Der Längsschlitz 14 weist in diesem Bereich die Ausbauchungen
19a und 19b auf, so daß beim Kippen des Flugels 2 die Schwenklasche sich an einer
der Riegelgliedstege 5a, 5b abstützend gegen das von dem Mitnehmer 18 verformte Federelement
17 verschwenkt, wobei der den Mitnehmer 18 umgebende Bereich des Federelements 17
ausgelenkt wird und in eine der Ausbauchungen 19a, 19b eintaucht. Gegen die Federkraft
des Federelements liegt der Flügel an dem unteren Rahmeneck 3 an.
[0050] In Figur 12 ist die sog. tbt-Schaltfolge des Hebels 30 und in Figur 13 die hierzu
korrespondierenden Stellungen der Schwenklasche 13 und des Federelements 17 gezeigt.
Die mit V gekennzeichnete Verschlußstellung ist der vorstehend beschriebenen gleich.
[0051] Wird der Hebel 30 aus der unteren Verschlußstellung um 90° im Gegenuhrzeigersinn
geschwenkt, ist die Kippposition eingestellt. Die Schwenkbewegung wirkt wie vorstehend
beschrieben auf die Schwenklasche 13 und das Federelement 17 derart, daß diese den
mittleren Bereich des Längsschlitzes 14 erreicht, wobei der Verschlußzapfen 31 den
Bereich der beiden Verschlußstege 32 verlassen hat, so daß die Arretierung aufgehoben
und ein ungehinderter Kippvorgang des Flügels erfolgt. Das Riegelglied 10 greift in
die kippriegelplattenseitigen Riegelgliedstege 5a und 5b ein, die nun im mittleren
Bereich der Kippriegelplatte angeordnet sind. Der Längsschlitz 14 weist entsprechend
im mittleren Bereich die Ausbauchungen 19a und 19b auf, so daß beim Kippen des Flügels
2 die Schwenklasche 17 sich mit dem Riegelglied 10 an einer der Riegelgliedstege 5a,
5b abstützend gegen das von dem Mitnehmer 18 verformte Federelement 17 verschwenkt
wird, wobei der den Mitnehmer 18 umgebende Bereich des Federelements 17 in eine der
Ausbauchungen 19a, 19b eintaucht. Gegen die anliegende Federkraft liegt der Flügel
an dem unteren Rahmeneck 3 an.
[0052] Wird der Hebel 30 um weitere 90° im Gegenuhrzeigersinn geschwenkt, wird nunmehr die
Drehstellung erreicht, bei der der Flügel 2 um seine Angelachse gedreht werden kann.
Die Schwenkbewegung wird in eine axial wirkende Bewegung umgesetzt und die Schwenklasche
13 nebst, den Lagerzapfen 11 umgreifendes Federelement 17 in eine in Bezug auf den
Längsschlitz 14 untere Position axial verschoben. Das Riegelglied 10 verläßt dabei
die, die Riegelgliedstege 5a und 5b beherbergende Riegelgliedtasche 16. Nunmehr ist
der Flügel 2 frei um seine Angelachse drehbar.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Kippriegelvorrichtung
- 2
- Flügel
- 3
- verschlußseitigen, unteren Rahmenecke
- 4
- aufrechter Rahmenholm
- 5a, 5b
- Riegelgliedstege
- 7
- Kippriegelplatte
- 8
- verschlußseitiger, aufrechten Flügelholm
- 9
- unteres Ende
- 10
- Riegelglied
- 11
- Lagerzapfen
- 12
- Treibstange
- 13
- Schwenklasche
- 14
- Längsschlitz
- 14a, 14b
- Längskanten
- 15
- Stulpschiene
- 16
- Riegelgliedtasche
- 17
- Federelement
- 18
- Mitnehmer
- 19a, 19b
- Ausbauchungen
- 20
- oberes Ende
- 21
- mittlerer Bereich
- 22
- unteres Ende
- 23
- äußere Kontur
- 24
- bogige Struktur
- 241-243
- Bögen
- 244
- Schenkel
- 244a, 244b
- Führungsflächen
- 25
- Schlitz des Federelements
- 26
- Öffnung für den Mitnehmer
- 27a, 27b
- bogige Erweiterung des Schlitzes
- 28a
- rechteckiger Querschnitt
- 28b
- runder Querschnitt
- 28c
- ovaler Querschnitt
- 28d
- L-förmiger Querschnitt
- 29
- versteifende Einbettung
- 30
- Hebel
- 31
- Verschlußzapfen
- 32
- Verschlußstege
- D
- Drehstellung
- K
- Kippstellung
- V
- Verschlußstellung
1. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und -Türen, bestehend aus einer in
der verschlußseitigen, unteren Rahmenecke (3) am aufrechten Rahmenholm (4) anbringbaren,
Riegelgliedstege (5a, 5b) aufweisenden Kippriegelplatte (7) und aus einem, Stulpschiene
(15) und Treibstange (12) aufweisenden dem verschlußseitigen, aufrechten Flügelholm
(8) an der unteren Ecke (9) zuzuordnenden Riegelglied (10), das am unteren Ende einer
an ihrem oberen Ende über einen Lagerzapfen (11) mit der Treibstange (12) verbundenen
Schwenklasche (13) sitzt, wobei die Schwenklasche (13) mit ihrem Lagerzapfen (11)
einen Längsschlitz (14) in der zur Führung der Treibstange (12) dienenden Stulpschiene
(15) durchgreift und wenigstens in der Kippöffnungs-Schaltstellung bei in eine Riegelgliedtasche
(16) in der Kippriegelplatte (7) eingreifenden Riegelglied (10) relativ zur Stulpschiene
(15), Treibstange (12) sowie Kippriegelplatte (7) für eine begrenzte Schwenkbewegung
freigebbar ist, und einem Federelement (17), das eine Rückstellkraft auf einen an
der Schwenklasche (13) angeordneten Mitnehmer (18) ausübt, der bestrebt ist, die Schwenklasche
(13) in einer Mittelstellung zu halten, wobei dem Längsschlitz (14) an seinen beiden
Längskanten (14a, 14b) jeweils Ausbauchungen (19a, 19b) zugeordnet sind, in welche
das Federelement (17) eintauchen kann, wenn die Kippöffnungs-Schaltstellung über die
Treibstange (12) eingestellt ist und der Flügel (2) ausgeschwenkt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement (17) der verschiebbaren Schwenklasche (13) zugeordnet ist und beim
axialen Verschieben der Schwenklasche (13) über die Treibstange (12) mit der Schwenklasche
(13) im Längsschlitz (14) mitführbar ist.
2. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und -Türen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausbauchungen (19a, 19b) des Längsschlitzes (14) der Stulpschiene (15) entsprechend
der gewünschten schalttechnischen Vorgabe der Lage der Kippöffnungs-Schaltstellung
am oberen Ende (20), im mittleren Bereich (21) oder am unteren Ende (22) angeordnet
sind.
3. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und -Türen nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Kontur (23) des Federelements (17) in der Draufsicht eine bogige Struktur
(24) aufweist, wobei das Federelement (17) mittels wenigstens eines, als bogige Erweiterung
(27a, 27b) der bogigen Struktur (24) ausgebildeten Bogens (241, 242, 243) im Längsschlitz
(14) der Stulpschiene (15) längsverschieblich führbar ist.
4. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und -Türen nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einer der bogigen Erweiterungen (27a, 27b) der Lagerzapfen (11) in die Schwenklasche
(13) aufnehmbar ist zwecks formschlüssiger Fesselung des Federelementes (17) an die,
mittels Treibstange (12) in die gewünschte Schaltstellung axial bewegbare Schwenklasche
(13).
5. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und -Türen nach einem der Ansprüche
1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mitnehmer (18) von dem Federelement (17) umschlossen ist.
6. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und -Türen nach einem der Ansprüche
1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement (17) mittig einen Schlitz (25) aufweist.
7. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und -Türen nach einem der Ansprüche
1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Federelement (17) entlang der äußeren Kontur (23) weitgehend rechteckigen (28a),
runden (28b), ovalen (28c) oder L-förmigen (28d) Querschnitt, oder eine Kombination
der Querschnitte aufweist.
8. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und - Türen nach einem der Anspruche
1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Kontur des Federelements (17) umlaufend geschlossen ist.
9. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflugel-Fenster und -Türen nach einem der Ansprüche
1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Kontur (23) des Federelements (17) einseitig unterbrochen ist.
10. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und -Türen nach einem der Ansprüche
1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement aus einem Polymerwerkstoff besteht.
11. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und -Türen nach einem der Ansprüche
1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement (17) dieses versteifende Einbettungen (29) aufweist.
12. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und -Türen nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einbettungen (29) aus Aramid bestehen.
13. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflugel-Fenster und -Türen nach Anspruch 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Kontur (23) des Federelements (17) in der Draufsicht eine bogig offene
(24a) oder bogig geschlossene Struktur (24b) und wenigstens eine Öffnung (26) aufweist,
die in Wirkverbindung mit dem spannenden Mitnehmer (18) des Federelementes (17) steht.
14. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und -Türen nach einem der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein Bogen (241, 242, 243) des Federelements (17) nach außen weisende Führungsflächen
(244a, 244b) aufweist, zwecks axial verschiebbarer Führung in dem der Stulpschiene
(1) zugeordneten Längsschlitz (14).
15. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und -Türen nach einem der Ansprüche
1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Längsschlitz (14) der Stulpschiene (15) zu dem Federelement (17), welches entlang
der äußeren Kontur (23) weitgehend rechteckigen (28a), runden (28b), ovalen (28c)
oder L-förmigen (28d) Querschnitt, oder eine Kombination dieser Querschnitte aufweist
jeweils korrespondierenden Querschnitt aufweist.
16. Kippriegelvorrichtung für Drehkippflügel-Fenster und -Türen nach einem der Ansprüche
1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausbauchungen (19a, 19b) des Längsschlitzes (14) der Stulpschiene (15) am mittleren
Bereich (21) oder unteren Bereich (22) angeordnet sind.
1. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors, comprising a tilt-lock plate
(7) attachable to the vertical frame member (4) in the bottom corner (3) of the frame
on the closure side and comprising locking-element webs (5a, 5b); a positioning bar
(12); a faceplate (15); and a locking element (10) associated with the bottom corner
(9) of the upright leaf member (8) on the closure side, the bottom end of the locking
element (10) being seated in a rocker (13) connected at its top end to the positioning
bar (12) by a pivot (11), wherein the pivot (11) of the rocker (13) extends through
a slot (14) in the faceplate (15) guiding the positioning bar (12) and is releasable
for limited pivoting motion relative to the faceplate (15), positioning bar (12) and
tilt-lock plate (7) at least in the tilted-open operating position when the locking
element (10) engages in a pocket (16) in the tilt-lock plate (7), the device also
comprising a spring element (17) which exerts a restoring force on a cam disposed
on the rocker (13) and tends to hold the rocker (13) in a central position, wherein
the two longitudinal edges (14a, 14b) of the slot (14) are associated with respective
bulges (19a, 19b) into which the spring element (17) can extend when the tilted-open
operating position is set by the positioning bar (12) and the leaf (2) is swung out,
characterised in that the spring element (17) is associated with the movable rocker (13) and is entrained
in the slot (14) by the rocker (13) when the rocker (13) is axially moved by the positioning
bar (12).
2. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to claim 1, characterised in that the bulges (19a, 19b) on the slot (14) in the faceplate (15) are disposed at the
top end (20) in the middle region (21) or at the bottom end (22) depending on the
desired preset tilted-open operating position.
3. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to claim 1 or 2,
characterised in that the outer contour (23) of the spring element (17) in plan view has an arcuate structure
(24), wherein the spring element (17) is guided for longitudinal movement in the slot
(14) in the faceplate (15) via at least one arc (241, 242, 243) in the form of an
arcuate extension (27a, 27b) of the arcuate structure (24).
4. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to claim 3, characterised in that the pivot (11) is receivable in the rocker (13) in one of the arcuate extensions
(27a, 27b) in order positively to pin the spring element (17) to the rocker (13),
which is axially movable by the positioning bar (12) into the desired operating position.
5. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to any of claims
1 to 4, characterised in that the cam (18) is surrounded by the spring element (17).
6. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to any of claims
1 to 5, characterised in that the spring element (17) has a central slit (25).
7. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to any of claims
1 to 6, characterised in that the spring element (17) along its outer contour (23) has a substantially rectangular
(28a), round (28b), oval (28c) or L-shaped (28d) cross-section or combination of cross-sections.
8. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to any of claims
1 to 7, characterised in that the outer contour of the spring element (17) is closed all round.
9. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to any of claims
1 to 8, characterised in that the outer contour (23) of the spring element (17) is broken on one side.
10. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to any of claims
1 to 9, characterised in that the spring element is made of a polymer material.
11. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to any of claims
1 to 10, characterised in that the spring element (17) has embedded reinforcements (29).
12. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to claim 11, characterised in that the embedded reinforcements (29) are made of aramid.
13. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to claim 1 or 2,
characterised in that the outer contour (23) of the spring element (17) in plan view has an arcuate open
(24a) or arcuate closed structure (24b) and at least one opening (26) in operative
connection with the cam (18) for tensioning the spring element (17).
14. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to any of the preceding
claims 1 to 13, characterised in that at least one arc (241, 242, 243) of the spring element (17) has outwardly facing
guide surfaces (244a, 244b) for axially movable guidance in the slot (14) associated
with the faceplate (1).
15. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to any of claims
1 to 14, characterised in that the slot (14) in the faceplate (15) has a cross-section corresponding to the spring
element (17), which along its outer contour (23) has a substantially rectangular (28a),
round (28b), oval (28c) or L-shaped (28d) cross-section or combination of the said
cross-sections.
16. A tilt-lock device for turn-tilt leaf windows and doors according to any of claims
1 to 15, characterised in that the bulges (19a, 19b) in the slot (14) in the faceplate (15) are disposed in the
central region (21) or the bottom region (22).
1. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants
- basculants, composé d'une plaque de blocage en basculement (7) pouvant être placée
contre le longeron de châssis rectiligne (4), dans le coin de châssis inférieur situé
du côté de la fermeture, d'une bielle (12), d'un rail de recouvrement (15), d'un élément
de verrou (10) relié au longeron de battant (8) rectiligne situé contre le coin (9)
inférieur, et qui repose contre l'extrémité inférieure d'une patte de pivotement (13)
dont l'extrémité supérieure est reliée à une bielle (12) par l'intermédiaire d'une
cheville d'appui (11), la cheville d'appui (11) de la patte de pivotement (13) traversant
une rainure longitudinale (14) pratiquée dans le rail de recouvrement (15) servant
à guider la bielle (12) et la patte de pivotement (13) pouvant pivoter de manière
limitée par rapport au rail de recouvrement (15), à la bielle (12) et à la plaque
de blocage en basculement (7), au moins en position d'ouverture par basculement -
de réglage, l'élément de verrou (10) pénétrant dans une pochette de l'élément de verrou
(16) située dans la plaque de blocage en basculement, d'un élément de ressort (17)
exerçant une force de rappel sur un tenon d'entraînement (18) disposé contre la patte
de pivotement (13) et destiné à maintenir la patte de pivotement (13) en position
médiane, les deux bords longitudinaux (14a, 14b) étant reliés à des évasements (19a,
19b) dans lesquels l'élément de ressort (17) peut s'insérer lorsque le battant pivote
et après que la position d'ouverture en basculement - de réglage a été réglée via
la bielle (12),
caractérisé en ce que
l'élément de ressort (17) est relié à la patte de pivotement (13) coulissante et peut
être guidé avec la patte de pivotement (13) dans la rainure longitudinale (14) en
faisant coulisser la patte de pivotement (13) dans le sens axial via la bielle (12).
2. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les évasements (19a, 19b) de la rainure longitudinale (14) du rail de recouvrement
(15) sont disposés à l'extrémité supérieure (20), dans la zone médiane (21) ou à l'extrémité
inférieure (22), conformément à la position d'ouverture en basculement - de réglage
souhaitée.
3. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le contour extérieur (23) de l'élément de ressort (17) présente, vu du haut, une structure
voûtée (24), l'élément de ressort (17) pouvant coulisser longitudinalement grâce à
au moins un arc (241, 242, 243) situé dans la rainure longitudinale (14) du rail de
recouvrement (15) et conçu comme prolongement voûté (27a, 27b) de la structure voûtée
(24).
4. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
dans un des prolongements voûtés (27a, 27b), la cheville d'appui (11) peut être reçue
par une patte de pivotement (13) en vue d'attacher l'élément de ressort (17) à la
patte de pivotement (13) déplaçable dans le sens axial jusque dans la position de
réglage souhaitée, au moyen d'une bielle (12).
5. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le tenon d'entraînement (18) est entouré par l'élément de ressort (17).
6. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
l'élément de ressort (17) présente en son centre une rainure (25).
7. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
l'élément de ressort (17) présente, le long du contour extérieur (23) une section
transversale essentiellement rectangulaire (28a), ronde (28b), ovale (28c) ou en forme
de L (28d), ou une combinaison de sections transversales.
8. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
le contour extérieur de l'élément de ressort (17) est fermé de toutes parts.
9. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
le contour extérieur (23) de l'élément de ressort (17) est interrompu d'un seul côté.
10. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
l'élément de ressort est composé d'un matériau polymère.
11. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
l'élément de ressort (17) présente des enrobages (29) qui le rigidifient.
12. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
les enrobages (29) sont constitués d'aramide.
13. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon les revendications 1 à 2,
caractérisé en ce que
le contour (23) extérieur de l'élément de ressort (17) présente, vu du haut, une structure
ouverte en forme d'arc (24a) ou fermée en forme d'arc (24b) ainsi qu'au moins une
ouverture (26) reliée de manière active avec le tenon d'entraînement (18) de serrage
de l'élément de ressort (17).
14. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon une des revendications précédentes 1 à 13,
caractérisé en ce que
au moins un arc (241, 242, 243) de l'élément de ressort (17) présente des surfaces
de guidage (244a, 244b) orientées vers l'extérieur et destinées à permettre le coulissement
axial dans la rainure longitudinale (14) reliée au rail de recouvrement (1).
15. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon une des revendications 1 à 14,
caractérisé en ce que
la rainure longitudinale (14) du rail de recouvrement (15) présente une section transversale
correspondant à l'élément de ressort (17) présentant lui-même, le long du contour
extérieur (23), une section essentiellement rectangulaire (28a), ronde (28b), ovale
(28c)- ou en forme de L (28d), ou une combinaison de ces sections.
16. Dispositif de blocage en basculement pour fenêtres et portes à battants pivotants-basculants
selon une des revendications 1 à 15,
caractérisé en ce que
les évasements (19a, 19b) de la rainure longitudinale (14) du rail de recouvrement
(15) sont disposés contre la zone médiane (21) ou inférieure (22).