[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Kartenkontrolle für
mehrfach verwendbare, nicht übertragbare Karten die üblicherweise mit einem Bild des
Karteninhabers versehen sind, um eine unberechtigte Übertragung der Karte überprüfen
zu können.
[0002] Solche Karten werden z. B. als Fahrschein für öffentliche Verkehrsmittel oder als
Liftpaß für Skilifte benutzt, wobei meistens nur Karten mit einer längeren, insbesondere
mehrtätgigen, Gültigkeitsdauer mit einem Bild des Karteninhabers versehen sind, da
die Anfertigung und Anbringung des Bildes relativ aufwendig ist. Diese Karten sind
i. d. R. nicht von einer Person auf eine andere übertragbar.
[0003] Ein bekanntes Verfahren zur Kartenkontrolle besteht darin, ein Foto des Gastes, das
dieser selbst mitzubringen hat, auf der Karte anzubringen und damit zu verschweißen.
An einer Kontrollstelle, wie z. B. einem Drehkreuz eines Skiliftes, wird die Gültigkeit
der Karte überprüft und von einem Kontrolleur verglichen, ob der Benutzer der Karte
mit dem auf dem Foto gezeigten Karteninhaber identisch ist.
[0004] Bei einem weiteren bekannten Verfahren muß das Foto nicht vom Gast selbst mitgebracht
werden, sondern wird direkt an der Kasse aufgenommen und auf die Eintrittskarte gedruckt.
Ebenso wie beim obigen Verfahren ist auch hier eine Sichtkontrolle der Karte erforderlich,
die jedoch aufgrund der kleinen und oftmals undeutlichen Bilder problematisch ist.
[0005] Demgegenüber erleichtert ein anderes bekanntes System die Kartenkontrolle dadurch,
daß ein Foto des Karteninhabers auf einem Kontrollbildschirm angezeigt wird, das komfortabler
mit dem Kartenbenutzer verglichen werden kann. Dieses Foto wird beim Erwerb der Karte
an der Kasse mittels einer Kamera aufgenommen und zentral im System gespeichert. Nach
dem Einführen der Karte in einen Automaten wird das entsprechende Foto ausgelesen
und am Kontrollbildschirm angezeigt, wobei ein Kontrolleur das angezeigte Bild mit
dem Gast vergleichen und einen eventuellen Mißbrauch feststellen kann.
[0006] Je nach Konfiguration wird beim ersten oder erst beim zweiten Passieren des Drehkreuzes
der Durchgang nur dann freigegeben, wenn ein Bild vorhanden ist, d.h. die Karte mit
einem elektronisch gespeicherten Bild verknüpft ist. Neben den genannten Vorteilen,
die vor allem im Anzeigen eines Bildes auf einem Kontrollbildschirm liegen, weist
dieses System aber auch Nachteile auf. So entstehen vor allem durch das aufwendige
und relativ zeitintensive Anfertigen eines Fotos lange Schlangen an der Kasse. Außerdem
steht dem Kontrolleur nur ein einziges Foto zur Verfügung, um den Gast zu identifizieren.
[0007] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Kartenkontrolle
zu schaffen, das eine besonders zuverlässige Handhabe gegen unberechtigtes Weitergeben
der Karte bietet, insbesondere ohne Wartezeiten für den Gast zu verursachen. Darüber
hinaus ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Kartenkontrolle
zu schaffen, die eine flexible und einfache Kontrolle aller Kartentarife oder bestimmter
Personen ermöglicht.
[0008] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß an der Kartenverkaufsstelle Karten
ohne Bild ausgegeben werden, auf denen außer den Gültigkeitsdaten vorzugsweise nur
die Personalien des Gastes und/oder die Kennummer der Karte gespeichert ist. Wenn
eine Karte in eine Kartenleseeinrichtung eingeführt wird, so wird zunächst ihre Gültigkeit
überprüft. Dann wird ggf. ein Bild des Kartenbenutzers aufgenommen und auf einer Speichereinrichtung
gespeichert. Bei der nächsten Benutzung der Karte wird dieses Bild mit anderen, zuvor
aufgenommenen Bildern an einer ersten Anzeigeeinrichtung angezeigt, so daß ein Kontrolleur
die angezeigten Bilder mit dem Kartenbenutzer vergleichen und ggf. eine mißbräuchliche
Übertragung feststellen kann. Insgesamt werden somit im Laufe der mehrfachen Benutzung
der Karte während ihrer Gültigkeit mehrere Bilder des Kartenbenutzers aufgenommen,
die gleichzeitig auf der ersten Anzeigeeinrichtung angezeigt werden, so daß der Gast
wesentlich einfacher und schneller identifiziert werden kann. Die Kartenkontrolle
und die Aufnahme von Bildern erfolgt dabei an einer Kartenkontrollstelle und insbesondere
nicht an der Kasse.
[0009] Als

Karte" im Sinne der Erfindung ist ein mit Daten versehener Berechtigungsausweis beliebiger
Form, wie z. B. eine Magnet-, Barcode- oder Chipkarte, aber auch ein berührungsloser
Datenträger, wie z. B. ein Transpondersystem, zu verstehen.
[0010] Nach dem Einführen der Karte in eine Kartenleseeinrichtung werden die auf der Karte
gespeicherten Daten gelesen und - falls bereits vorhanden - die zu der Karte gehörigen
Bilddaten des Gastes aus einer Speichereinrichtung, wie z.B. einer lokalen Speichereinrichtung
(Festplatte) oder über das Netz, ausgelesen und auf einer ersten Anzeigeeinrichtung
angezeigt, so daß ein Kontrolleur die auf der ersten Anzeigeeinrichtung angezeigten
Bilder mit dem Gast vergleichen und ggf. eine unberechtigte Übertragung der Karte
feststellen kann. Die von dem Gast aufgenommenen Bilder können aber auch in einer
auf der Karte angebrachten Speichereinrichtung, wie z.B. einem Chip, abgespeichert
werden.
[0011] Falls die Karte bislang noch nicht initialisiert war, d. h., noch kein Bild mit der
Karte verknüpft war, wird vorzugsweise beim ersten Passieren des Gastes durch eine
Kontrollstelle ein Bild des Gastes aufgenommen.
[0012] Das Aufnehmen von Bildern mittels einer Kamera erfolgt erfindungsgemäß an den einzelnen
Kontrollstellen, vorzugsweise direkt an der Kartenleseeinrichtung, während der Gast
seine Karte in die Kartenleseeinrichtung einführt. An der Kartenverkaufsstelle selbst
werden vorzugsweise keine Fotos aufgenommen, um unnötig lange Wartezeiten zu vermeiden.
[0013] Die Bilder werden vorzugsweise automatisch aufgenommen, wenn der Gast einen bestimmten
Abstand zu der Kamera einnimmt. Zur Erfassung des Gastes dient z.B. eine Sensoranordnung,
die an eine Steuereinheit angeschlossen ist und die Auslösung eines Bildes im richtigen
Moment steuert.
[0014] Die Kartenkontrolle kann erfindungsgemäß besonders flexibel gestaltet werden. So
ist es z. B. möglich, die Häufigkeit der Aufnahmen festzulegen und entweder bei jeder
Benutzung der Karte oder erst nach einer vorgegebenen Anzahl von Benutzungen, z. B.
bei jedem zweiten oder dritten Durchgang des Gastes durch eine Kontrollstelle, weitere
Bilder aufzunehmen. Die dabei aufgenommenen Bilder werden beim nächsten Passieren
des Gastes gemeinsam auf der ersten Anzeigeeinrichtung angezeigt, was die Identifizierung
des Kartenbenutzers durch den Kontrolleur wesentlich erleichtert.
[0015] Sofern bei einem Kontrollvorgang ein Bild aufgenommen wird, kann auch dieses aktuelle
Bild neben den bislang angefertigten Bildern des Kartenbenutzers angezeigt werden.
Die Gäste können somit auch von einer zentralen Überwachungsstelle aus überwacht werden,
ohne daß ein Kontrolleur direkt an der Kontrollstelle anwesend sein muß.
[0016] Des weiteren ist es möglich, bestimmte Karten bzw. Personen verstärkt zu kontrollieren
und jedes Mal wenigstens ein Bild des Kartenbenutzers aufzunehmen, wenn die entsprechende
Karte in die Kartenleseeinrichtung eingeführt wird. Dazu sind die gewünschten Personalien
oder Kartenkennummern in das System einzugeben und ein entsprechender Kontrollmodus
auszuwählen. Versucht ein Gast, mit einer solchen Karte die Schranke an der Kontrollstelle
zu passieren, wird vorzugsweise ein akustisches oder optisches Signal an den Kontrolleur
ausgegeben, der den Gast dann mit größerer Sorgfalt als üblich überprüfen kann.
[0017] Ein weiterer Vorzug des Verfahrens ist die Fähigkeit, Bilder des Gastes in Abhängigkeit
von einer bestimmten Gültigkeitsdauer oder Tarifgruppe der Karte aufzunehmen. Es kann
z. B. erwünscht sein, nur Mehrtageskarten, Wochen- oder Monatskarteninhaber zu überprüfen
und keine Aufnahmen von Tagesgästen anzufertigen. Diese Funktion kann durch Auswahl
eines entsprechenden Betriebsparameters im Steurungsprogramm einfach geändert werden.
[0018] Wie bereits erwähnt, wird vorzugsweise bei jedem Einführen einer Karte in die Kartenleseeinrichtung
festgestellt, ob ein weiteres Bild des Gastes aufgenommen werden soll oder nicht.
Im ersteren Fall überprüft ein mit dem System gekoppelter Bildsensor, der vorzugsweise
direkt an der Kartenleseeinrichtung angeordnet ist, den Eingangsbereich und signalisiert
bei Anwesenheit eines Gastes in einem bestimmten Abstand vor dem Bildsensor bzw. der
Kamera, daß ein Bild des Gastes aufgenommen werden kann. Die Bildauslösung erfolgt
dann vorzugsweise automatisch.
[0019] Erfindungsgemäß wird der Durchgang durch die Schranke erst dann freigegeben, wenn
ein Bild des Kartenbenutzers aufgenommen oder entschieden wurde, daß kein Bild aufgenommen
werden soll. Die aufgenommenen Bilddaten werden wiederum auf der Speichereinrichtung
gespeichert.
[0020] Wenn eine zweite Anzeigeeinrichtung vorgesehen ist, in der sich der Gast selbst betrachten
und den Bildausschnitt festlegen kann, mit dem er aufgenommen wird, kann diese Prozedur
weiter vereinfacht werden. Außerdem ist es möglich, für den Gast interessante Informationen
oder Werbung auf diesem zweiten Bildschirm einzublenden.
[0021] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Kabelkontrolle umfaßt eine Kartenleseeinrichtung
zum Lesen der auf einer Karte gespeicherten Daten (Gültigkeitsdauer, Personalien,
etc.) und Überprüfen der Gültigkeit der Karte, eine Kamera zum Aufnehmen wenigstens
eines Bildes des Kartenbenutzers bei einem Kontrollvorgang, wobei die Vorrichtung
zur Kartenkontrolle an einer Kontrollstelle und insbesondere nicht an der Kasse angeordnet
ist, eine Speichereinrichtung zum Speichern und Auslesen der Bilder des Kartenbenutzers,
und eine erste Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen der ausgelesenen Bilder, so daß ein
Kontrolleur die auf der ersten Anzeigeeinrichtung angezeigten Bilder mit dem Kartenbenutzer
vergleichen und einen eventuellen Mißbrauch feststellen kann.
[0022] Die erfindungsgemäße Kartenkontrollvorrichtung umfaßt ferner eine Schranke, die vorzugsweise
an der Kartenleseeinrichtung angeordnet ist und nur freigegeben wird, wenn ein Bild
des Gastes aufgenommen wurde oder entschieden wurde, daß kein Bild aufgenommen werden
soll.
[0023] Die Aufnahme der Bilder wird vorzugsweise von einem Bildsensor gesteuert, der ein
Bild z. B. erst auslöst, wenn der Gast einen bestimmten Abstand von dem Bildsensor
bzw. von der Kamera einnimmt. Die für eine Aufnahme richtige bzw. falsche Position
wird dem Gast vorzugsweise durch optische oder akustische Signale mitgeteilt, wie
z.B. durch ein grünes bzw. rotes Lämpchen.
[0024] Die Aufnahme von Bildern wird deutlich erleichtert, wenn eine zweite Anzeigeeinrichtung
derart angeordnet ist, daß sich der Kartenbenutzer darin sehen und die für das Auslösen
eines Bildes erforderliche Position, insbesondere den richtigen Abstand zur Kamera,
gezielt einnehmen kann.
[0025] Darüber hinaus umfaßt die Kartenkontrollvorrichtung einen Nachrichtenspeicher, in
welchem wenigstens eine Nachricht zum Einblenden auf der für den Kartenbenutzer sichtbaren
Anzeigeeinrichtung gespeichert ist. Somit kann der Gast an der Kartenkontrollstelle
verschiedene wichtige oder interessante Informationen erfahren.
[0026] Es ist ferner eine Eingabeeinrichtung vorgesehen, mit der bestimmte Betriebsparameter,
wie z. B. die Anzahl oder Häufigkeit der Aufnahmen eingestellt oder bestimmte Karten
zur Kontrolle ausgewählt werden können. Die Eingabeeinrichtung ist vorzugsweise Teil
einer Computeranlage an einer zentralen Überwachungsstelle, von der aus auch rückwirkend
Kontrollen durchgeführt werden können. Dazu werden nacheinander verschiedene Karten
ausgewählt und die damit verknüpften Bilder auf einem Bildschirm angezeigt. Bei Nichtübereinstimmung
der in einer Bildserie gezeigten Personen kann die dazu gehörige Karte gesperrt werden.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels und bezüglich der
beiliegenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein schematisches Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Kartenkontrollvorrichtung;
- Fig. 2
- ein Flußdiagramm zur Darstellung des Ablaufs eines erfindungsgemäßen Kartenkontrollverfahrens;
- Fig. 3
- ein Flußdiagramm einer ersten Prozedur des erfindungsgemäßen Kartenkontrollverfahrens
nach Fig. 2;
- Fig. 4
- ein Flußdiagramm einer zweiten Prozedur des erfindungsgemäßen Kartenkontrollverfahrens
nach Fig. 2.
[0028] Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kartenkontrollvorrichtung,
mit einer Kartenleseeinrichtung 1 zum Lesen der auf der Karte gespeicherten Daten,
einer lokalen Speichereinrichtung 2 zum Auslesen von mit der Karte verknüpften Bilddaten,
und einer ersten Anzeigeeinrichtung 3 zum Anzeigen der ausgelesenen Bilder, so daß
ein Kontrolleur die auf der ersten Anzeigeeinrichtung 3 angezeigten Bilder mit dem
Kartenbenutzer vergleichen und einen eventuellen Mißbrauch feststellen kann.
[0029] Die Kartenkontrollvorrichtung umfaßt ferner eine Kamera 4 zum Aufnehmen wenigstens
eines Bildes des Kartenbenutzers. Die bisher genannten Komponenten der Kartenkontrollvorrichtung
sind vorzugsweise an einer Kontrollstelle angeordnet. D. h., die Verknüpfung der Karte
mit Bildern des Gastes erfolgt an der Kontrollstelle und insbesondere nicht an der
Kasse.
[0030] An der Kamera 4 wird ein Bild ausgelöst, wenn ein Bildsensor 6 eine Person an der
Kontrollstelle erfaßt, die sich in einem bestimmten Abstand vor dem Bildsensor 6 bzw.
der Kamera 4 befindet. Der Bildsensor 6 gibt dann ein entsprechendes Signal an eine
über eine Leitung 24 verbundene Steuereinheit 8 ab, welche nach der Aufnahme über
eine erste Steuerleitung 22 eine Schranke 5 freigibt, so daß der Gast die Kontrollstelle
passieren kann.
[0031] Die Steuereinheit 8 ist in der Lage, in Abhängigkeit von der Einstellung der Betriebsparameter,
die Anzahl oder Häufigkeit der aufzunehmenden Bilder zu steuern. Ferner ist es möglich,
den Kontrollvorgang für verschiedene Kartentypen, wie z. B. Mehrtages-, Wochen- oder
Monatskarten, unterschiedlich zu gestalten oder bestimmte Karten zur Kontrolle auszuwählen,
bei denen z. B. jedes Mal ein Bild des Gastes aufgenommen werden soll, wenn eine solche
Karte erfaßt wird. Die entsprechenden Betriebsparameter sind in einem Funktionsspeicher
11 gespeichert, der über eine Leitung 23 mit der Steuereinheit 8 in Verbindung steht.
[0032] Die Aufnahme der Bilder wird wesentlich erleichtert und beschleunigt, wenn eine zweite
Anzeigeeinrichtung 7 zur Verfügung gestellt wird, in der sich der Gast selbst sehen
und einen passenden Bildausschnitt wählen kann, indem er einen bestimmten Abstand
zur Kamera einhält. Die zweite Anzeigeeinrichtung 7 ist über eine Leitung 29 mit der
Steuereinheit 8 verkoppelt.
[0033] Um das Auffinden eines geeigneten Bildausschnittes zu erleichtern, können dem Gast
optisch oder akustisch Informationen mitgeteilt werden, daß er eine optimale bzw.
nicht optimale Position zur Kamera eingenommen hat.
[0034] Die aufgenommenen Bilder werden in der lokalen Speichereinrichtung 2, welche über
eine Datenleitung 26 mit der Steuereinheit 8 verbunden ist, gespeichert. Bei mehreren
Kontrollstellen werden die Bilder vorzugsweise über eine Datenleitung 27, auf dem
Netz 12 gespeichert.
[0035] Die Kartenkontrollvorrichtung umfaßt ferner einen Nachrichtenspeicher 9, in welchem
wenigstens eine Nachricht zum Einblenden auf der für den Kartenbenutzer sichtbaren
zweiten Anzeigeeinrichtung 7 gespeichert ist und der über eine Leitung 30 mit der
Steuereinheit 8 verbunden ist. Die in dem Nachrichtenspeicher 9 enthaltenen Daten
können z. B. die oben erwähnten Anweisungen an den Gast oder für den Gast wichtige
oder interessante Informationen sein. Diese Nachrichten werden auf der zweiten Anzeigeeinrichtung
7 eingeblendet, wenn der Gast z. B. bestimmte Anweisungen zu befolgen hat oder bestimmte
Informationen erfahren soll. Das Anzeigen dieser Informationen wird von der Steuereinheit
8 mittels einer Schaltungseinrichtung 15 über eine zweite Steuerleitung 31 gesteuert.
[0036] Neben der Anzeige der Nachrichten auf der zweiten Anzeigeeinrichtung 7 können die
Nachrichten auch über einen Lautsprecher 16 ausgegeben werden, der mit der Schaltungseinrichtung
über eine Leitung 33 verbunden ist. Ebenso ist es möglich, Nachrichten oder bestimmte
Signale über eine Leitung 18 zu übertragen und auf der ersten Anzeigeeinrichtung 3
anzuzeigen, z. B. um den Kontrolleur auf bestimmte Personen aufmerksam zu machen.
[0037] Die Kartenkontrollvorrichtung umfaßt ferner eine zentrale Überwachungsstelle (nicht
gezeigt), bestehend aus einer Computeranlage mit einer Eingabeeinrichtung 10, die
über eine Leitung 20 mit der Steuereinheit 8 verbunden ist. Mit Hilfe der Computeranlage
kann nachträglich eine Überwachung von Gästen durchgeführt und insbesondere der Ablauf
des Kontrollverfahrens durch Änderung bestimmter Betriebsparameter, wie z.B. die Anzahl
oder Häufigkeit der aufzunehmenden Bilder, beeinflußt werden.
[0038] Es ist ferner vorgesehen, Bildautomaten 13 aufzustellen, die über eine Datenleitung
34 an das Netz 12 gekoppelt sind und an denen der Gast die von ihm aufgenommenen Bilder
auswählen und erwerben kann.
[0039] Fig. 2 zeigt den Ablauf eines möglichen Kartenkontrollverfahrens.
[0040] Dabei wird an einer Kontrollstelle zunächst geprüft, ob eine Karte in die Kartenleseeinrichtung
1 eingeführt wurde (Schritt S1). Dies wird so lange abgefragt, bis eine Karte erkannt
wird.
[0041] Danach werden die auf der Karte gespeicherten Daten erfaßt (Schritt S2) und die Gültigkeit
der Karte überprüft (Schritt S3). Falls die Karte ungültig ist, wird diese in Schritt
S4 zurückgegeben und die Steuerung kehrt zum Anfang zurück.
[0042] Bei gültiger Karte wird überprüft, ob die Karte bereits initialisiert, d. h. mit
einem Bild verknüpft ist (Schritt S5). Falls nicht, wird in Schritt S10 mittels der
Kamera 4 ein Bild des Gastes aufgenommen und die Bilddaten in Schritt S11 auf der
lokalen Speichereinrichtung 2 oder auf dem Netz 12 abgelegt. Die Steuerung springt
dann zu Schritt S8.
[0043] Falls die Entscheidung in Schritt S5 positiv ist, werden die mit der Karte verknüpften
Bilddaten entweder aus der lokalen Speichereinrichtung 2 oder aus dem Netz 12 ausgelesen
und wenigstens auf der ersten Anzeigeeinrichtung 3 angezeigt.
[0044] Schritt S7 ist eine Unterprozedur des Verfahrens, in der bestimmte Personen oder
Kartentypen zur Kontrolle ausgewählt werden können. Diese Unterprozedur wird später
bezüglich Fig. 3 erläutert.
[0045] In Schritt S8 wird die in die Kartenleseeinrichtung 1 eingeführte Karte zurückgegeben
und in Schritt S9 die Schranke 5 entriegelt, so daß der Gast die Kontrollstelle passieren
kann.
[0046] Fig. 3 zeigt die Unterprozedur

Bild anfertigen" (Schritt S7 in Fig. 2), in der in Schritt S15 zunächst entschieden
wird, ob es sich bei der Karte bzw. dem Gast um eine zu kontrollierende Person handelt.
Falls die Entscheidung in Schritt S15 negativ ist, besteht in Schritt S19 die Möglichkeit,
die Aufnahme eines Bildes in Abhängigkeit von der Gültigkeitsdauer der Karte ausführen
zu lassen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sollen nur Aufnahmen von Gästen mit
Mehrtageskarten (Wochen- oder Monatskarten) gemacht werden. Es ist selbstverständlich
auch möglich, andere Kartentarifgruppen, insbesondere auch Tagesgäste, durch regelmäßige
Aufnahme von Bildern zu überprüfen.
[0047] Falls in Schritt S19 eine Mehrtageskarte festgestellt wurde, wird in Schritt S20,
der später anhand von Fig. 4 erläutert wird, ein Bild des Gastes aufgenommen. Dagegen
wird bei Feststellung einer Tages- oder Punktekarte die Karte in Schrift S8 zurückgegeben
und die Schranke 5 in Schritt S9 (Fig. 2) freigegeben, ohne ein Bild des Gastes aufzunehmen.
[0048] Falls es sich bei der Karte bzw. dem Gast um eine zu kontrollierende Person handelt,
das Ergebnis in Schritt S15 also positiv ist, wird in jedem Fall ein Bild des Gastes
aufgenommen (Schritt S17). Das Kontrollpersonal wird zweckmäßig durch ein Signal aus
dem Lautsprecher 16 oder durch Einblenden eines Hinweises auf der Anzeigeeinrichtung
3 darauf aufmerksam gemacht, daß der gerade anstehende Gast besonders sorgfältig überprüft
werden sollte (Schritt S16).
[0049] Die Unterprozedur

Bild anfertigen 2" in Schritt S20 bietet eine weitere Möglichkeit, das Kartenkontrollverfahren
besonders flexibel und benutzerfreundlich zu gestalten.
[0050] Fig. 4 zeigt diese Prozedur, mit der in einfacher Weise die Häufigkeit der Aufnahme
von Bildern bestimmt werden kann. Dazu wird zunächst in Schritt S25 eine Variable
X vom Typ Integer inkrementiert, die in Schritt S26 mit einem vorgegebenen Wert verglichen
wird. Falls dieser Wert noch nicht erreicht ist, ist die Prozedur beendet, ohne ein
Bild aufzunehmen.
[0051] Falls das Ergebnis in Schritt S26 positiv ist, wird die Variable X in Schritt 27
auf Null zurückgesetzt und dann in Schritt S28 ein Bild des Gastes aufgenommen. Die
Bilddaten werden, wie bereits erwähnt, entweder auf der lokalen Speichereinrichtung
2 oder auf dem Netz 12 abgelegt (Schrift S29). Diese Prozedur bewirkt somit, daß z.
B. bei einem vorgegebenen Wert von X=2 nur bei jedem zweiten Mal, oder bei einem vorgegebenen
Wert von X=3 nur bei jeder dritten Kartenkontrolle ein Bild des Gastes aufgenommen
wird.
[0052] Nach erfolgreicher Aufnahme wird die Karte in Schritt S8 zurückgegeben und die Schranke
5 in Schritt S9 entriegelt (Fig. 2), so daß der Gast die Kontrollstelle passieren
kann.
1. Verfahren zur Kartenkontrolle für mehrfach verwendbare, nicht übertragbare Karten,
umfassend folgende Schritte:
- Lesen von auf der Karte gespeicherten Daten (Gültigkeitsdauer, Personalien, etc.)
mittels einer Kartenleseeinrichtung (1);
- Überprüfen der Gültigkeit der Karte;
- Auslesen von Bildern des Kartenbenutzers aus einer Speichereinrichtung;
- Anzeigen der ausgelesenen Bilder auf einer ersten Anzeigeeinrichtung (3), so daß
ein Kontrolleur die auf der ersten Anzeigeeinrichtung (3) angezeigten Bilder mit dem
Kartenbenutzer vergleichen und ggf. eine mißbräuchliche Übertragung feststellen kann;
- Aufnehmen mehrerer Bilder des Kartenbenutzers im Laufe mehrfacher Benutzung der
Karte während ihrer Gültigkeitsdauer, wobei die Aufnahme der Bilder an einer Kartenkontrollstelle
erfolgt; und
- Speichern der Bilder auf der Speichereinrichtung.
2. Verfahren zur Kartenkontrolle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
bei der ersten Benutzung der Karte ein Bild des Kartenbenutzers aufgenommen wird.
3. Verfahren zur Kartenkontrolle nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
bei jeder weiteren Benutzung der Karte nur dann ein Bild aufgenommen wird, wenn eine
vorgegebene Anzahl von Benutzungen bereits erfolgt ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
bei jeder Benutzung der Karte ein Bild des Kartenbenutzers aufgenommen wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die aufgenommenen Bilddaten auf einer lokalen Speichereinrichtung (2) oder dem Netz
(12) gespeichert werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
Karten auswählbar sind, mit denen der Kartenbenutzer bei jeder Kontrolle aufgenommen
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
bei Erfassung einer der ausgewählten Karten ein akustisches oder optisches Signal
an den Kontrolleur ausgegeben wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bilder in Abhängigkeit von einer bestimmten Gültigkeitsdauer der Karte (Wochenkarte,
Monatskarte) aufgenommen werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die in der Speichereinrichtung abgelegten Bilddaten von mehreren Kontrollstellen aus
zugreifbar sind.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Schranke (5) erst entriegelt wird, wenn ein Bild des Kartenbenutzers aufgenommen
wurde oder entschieden wurde, daß kein Bild aufgenommen werden soll.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
mittels eines Bildsensors (6) festgestellt wird, ob sich der Kartenbenutzer in geeignetem
Abstand zur Kamera (4) befindet, um ein verwertbares Bild des Kartenbenutzers aufzunehmen.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das von der Kamera (4) erfaßte Bild auf einer zweiten Anzeigeeinrichtung (7) angezeigt
wird, so daß sich der Kartenbenutzer selbst betrachten kann.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
dem Kartenbenutzer die zur Aufnahme eines Bildes optimale Position angezeigt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12
dadurch gekennzeichnet, daß
auf der zweiten Anzeigeeinrichtung (7) Informationen oder Werbung eingeblendet wird.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bilddaten an Bildautomaten (8) übertragen werden, an denen der Kartenbenutzer
nach Einführen seiner Karte die von ihm aufgenommenen Bilder auswählen und erwerben
kann.
16. Vorrichtung zur Kartenkontrolle für mehrfach verwendbare, nicht übertragbare Karten,
umfassend:
- eine Kartenleseeinrichtung (1) zum Lesen der auf der Karte gespeicherten Daten (Gültigkeitsdauer,
Personalien, etc.) und Überprüfen der Gültigkeit der Karte;
- eine Kamera (4) zum Aufnehmen von Bildern des Kartenbenutzers, wobei die Kamera
(4) an einer Kartenkontrollstelle angeordnet ist;
- eine Speichereinrichtung zum Speichern und Auslesen der aufgenommenen Bilder;
- eine erste Anzeigeeinrichtung (3) zum Anzeigen der ausgelesenen Bilder; so daß ein
Kontrolleur die auf der ersten Anzeigeeinrichtung (3) angezeigten Bilder mit dem Kartenbenutzer
vergleichen und ggf. eine mißbräuchliche Übertragung feststellen kann.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Schranke (5) vorgesehen ist, die erst entriegelt wird, wenn ein Bild des Kartenbenutzers
aufgenommen wurde oder entschieden wurde, daß kein Bild aufgenommen werden soll.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17,
gekennzeichnet durch
einen Bildsensor (6) zum Erfassen der Position eines Kartenbenutzers bzgl. der Kamera
(4).
19. Vorrichtung nach einem der Vorrichtungsansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine zweite Anzeigeeinrichtung (7) vorgesehen ist, in der der Kartenbenutzer das von
der Kamera (4) aufgenommene Bild sehen kann.
20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Nachrichtenspeicher (9) vorgesehen ist, in dem wenigstens eine Nachricht zum Einblenden
auf der zweiten Anzeigeeinrichtung (7) gespeichert ist.
21. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche,
gekennzeichnet durch
einen Funktionsspeicher (11), in dem bestimmte Betriebsparameter, wie z. B. die Anzahl
der Aufnahmen, Häufigkeit der Aufnahmen, Kartentyp (Wochenkarte/Monatskarte) etc.
gespeichert sind.
22. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche
gekennzeichnet durch
eine Eingabevorrichtung (10), mittels der bestimmte Betriebsparameter eingestellt
oder bestimmte Karten zur Kontrolle ausgewählt werden können.