| (19) |
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(11) |
EP 0 957 711 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.01.2002 Patentblatt 2002/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.09.1997 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A46D 1/00 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9705/221 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9814/090 (09.04.1998 Gazette 1998/14) |
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| (54) |
BORSTE FÜR EINE ZAHNBÜRSTE
TOOTHBRUSH BRISTLE
SOIE POUR BROSSE A DENTS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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LT LV SI |
| (30) |
Priorität: |
02.10.1996 DE 19640853
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.11.1999 Patentblatt 1999/47 |
| (73) |
Patentinhaber: Braun GmbH |
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Kronberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HANS, Rainer
D-65510 Idstein (DE)
- DRIESEN, Georges
D-61276 Weilrod (DE)
- SCHWARZ-HARTMANN, Armin
D-55234 Albig (DE)
- SCHAEFER, Norbert
D-60322 Frankfurt (DE)
- FIRATLI, Ahmet, Cem
D-65207 Wiesbaden (DE)
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| (74) |
Vertreter: Vorbeck, Wolfgang Ernst August, Dr. |
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Braun GmbH Frankfurter Strasse 145, Postfach 1120 61466 Kronberg 61466 Kronberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-97/10374 DE-A- 3 835 843
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WO-A-97/25902 DE-C- 906 444
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 016, no. 118 (C-0922), 25.März 1992 & JP 03 289906
A (MITSUO ISHIKAWA), 19.Dezember 1991,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 095, no. 006, 31.Juli 1995 & JP 07 067724 A (TAKEUCHI
IRON WORKS CORP), 14.März 1995,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 097, no. 010, 31.Oktober 1997 & JP 09 140455 A (TORAY
MONOFILAMENT CO LTD), 3.Juni 1997,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Borste für eine Zahnbürste, insbesondere für eine elektrische
Zahnbürste, die aus Kunststoff besteht und mehrere, miteinander verbundene Filamente
aufweist.
[0002] Eine derartige Borste ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster 19 97 717 bekannt. Dort
ist eine Zahnbürste beschrieben, die eine Vielzahl von Borsten aufweist, wobei bei
jeder Borste jeweils mehrere Filamente etwa parallel zueinander angeordnet und thermisch
miteinander verschweißt sind. Auf diese Weise wird die von den freien Enden der Borsten
gebildete Reinigungsfläche vergrößert und damit die Reinigungswirkung der Zahnbürste
erhöht. Andererseits entstehen jedoch zwischen den Filamenten Hohlräume, die von Bakterien
oder sonstigen Keimen besiedelt werden können.
[0003] Aus der DE-PS 906444 ist ein Verfahren zur Herstellung künstlicher Borsten bekannt,
die aus einer Mehrzahl von Einzelfilamenten bestehen. Diese Einzelfilamente werden
nach dem Austreten aus den Spinndüsen miteinander verklebt, wobei die Klebung in Abständen
unterbrochen wird. Nach Herstellen der Verklebung wird die Borste im Bereich der nicht
geklebten Bereiche zu Einzelborsten zerschnitten, wobei die Einzelborste an der Spitze
aufgespleißt ist. Dieses Verfahren ist recht aufwendig, da zum einen die Filamente
mit einem Kleber beaufschlagt werden müssen. Zum anderen erweist es sich als problematisch,
die Klebung kontinuierlich in vorgegebenen Abständen zu unterbrechen.
[0004] Aus der DE-AS 1 222 888 ist eine Bürste mit radial nach außen stehenden, an einer
Nabe befestigten Borsten bekannt. Jede der Borsten weist in ihrer Mitte eine steife
Seele auf, die mit wenigstens einer Faser aus schwingungsdämpfendem Material verklebt
und schraubenförmig so umwunden ist, daß nur ein Teil der Oberfläche der Seele von
der Faser umgeben ist.
[0005] Die JP,A,03289906 zeigt eine Borste für eine Zahnbürste aus mehreren mit einander
verbundenen Filamenten, die gewickelt oder geflochten sind.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Borste für eine Zahnbürste der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, daß eine hohe Reinigungswirkung gewährleistet ist, Hohlräume
jedoch vermieden werden.
[0007] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Filamente gewikkelt
oder geflochten und infolge Einwirkung chemischer Mittel miteinander chemisch verschweißt
sind.
[0008] Durch das Wickeln oder Flechten der Filamente oder allgemein durch ein Verseilen
der Filamente wird bewirkt, daß die Filamente eng aneinander anliegen. Infolge der
Einwirkung von chemischen Mitteln wird danach die Oberfläche der Filamente angelöst.
Auf diese Weise wird erreicht, daß die Filamente vollends zusammengehen und eventuell
noch vorhandene Hohlräume im Zentrum der gewickelten oder geflochtenen Borste geschlossen
werden. Eine vorhandene oder gezielt beeinflußbare, auf die Filamente wirkende Zugspannung
kann diesen Vorgang unterstützen. Insgesamt entsteht auf diese Weise eine hohlraumfreie
Borste, die somit Bakterien oder sonstigen Keimen keine Möglichkeit der Einlagerung
bietet.
[0009] Durch die Verwendung mehrerer Filamente wird jedoch gleichzeitig die für die Zahnreinigung
wirksame Oberfläche der Zahnbürste vergrößert und dadurch die Zahnreinigung verbessert.
Des weiteren wird durch das Wickeln oder Flechten erreicht, daß die Oberfläche der
Borsten strukturiert ist, was bei der Zahnreinigung wirksam zum Einsatz kommen kann.
Beides ist insbesondere im Hinblick auf die Entfernung von Plaque von der Zahnoberfläche
von Vorteil.
[0010] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Borste ist an deren freiem
Ende eine Aufspleißung vorgesehen. Diese Aufspleißung kann durch ein Aufbrechen der
Verbindungsstellen der einzelnen Filamente an dem freien Ende der Borste erreicht
werden. Auf diese Weise entstehen an dem freien Ende der Borste einzelne dünne Spitzen,
deren Anzahl und Durchmesser von der Anzahl und dem Durchmesser der Filamente der
Borste abhängen. Diese dünnen Spitzen können wesentlich einfacher und tiefer in die
Interdentalräume der Zähne eindringen und verbessern auf diese Weise die dortige Entfernung
von Plaque und damit insgesamt die Zahnreinigung. Des weiteren wird durch die Aufspleißung
die für die Zahnreinigung wirksame Reinigungsfläche weiter vergrößert, so daß auch
insofern die Zahnreinigung verbessert wird.
[0011] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Borste weisen
die Filamente der Borste unterschiedliche Durchmesser auf. Auf diese Weise können
die mechanischen Eigenschaften, beispielsweise die Steifigkeit oder die Ermüdung oder
das Rückstellvermögen der einzelnen Borsten und damit der Zahnbürste insgesamt beeinflußt
werden. Des weiteren kann durch die Wahl der Durchmesser der Filamente auch die Wicklung
oder Flechtung der einzelnen Borsten und damit die Struktur der Oberfläche der Borsten
beeinflußt werden. Beides hat einen unmittelbaren Einfluß auf die Reinigungswirkung
und insbesondere auf den Reinigungskomfort der Zahnbürste.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführung der genannten Ausgestaltung ist ein etwa zentrales
Filament mit einer bevorzugt höheren Steifigkeit vorgesehen, das von Filamenten mit
einer bevorzugt geringeren Steifigkeit umgeben ist. Das zentrale Filament dient vorzugsweise
der Stabilisierung der Borste, während die dieses zentrale Filament umgebenden Fifamente
vorzugsweise zur Erlangung einer hohen Reinigungswirkung und eines hohen Reinigungskomforts
vorgesehen sind.
[0013] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Borste ist die Wicklung
oder Flechtung der Borste periodisch ausgebildet. Dies hat Vorteile im Hinblick auf
die Herstellung der Borste und hat ein optisch gleichmäßiges Aussehen der Borste und
damit der Zahnbürste zur Folge.
[0014] Insbesondere für eine elektrische Zahnbürste haben sich die folgenden Werte als besonders
zweckmäßig herausgestellt: es werden 3 oder 4 Filamente pro Borste verwendet, der
Durchmesser der einzelnen Filamente weist einen Wert zwischen etwa 0,0762 mm und etwa
0,127 mm auf, und die Wicklung oder Flechtung einer Borste wiederholt sich nach etwa
1,0 mm bis etwa 3,0 mm.
[0015] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Filamente
so fest miteinander chemisch verschweißt, daß sich im Bereich der Aufspleißung eine
Weiterreißfestigkeit bzw. eine Schälkraft der Filamente von etwa 0,1N bis 0,15N, bevorzugt
0,125N, ergibt. Hierdurch ist gewährleistet, daß die erfindungsgemäßen Borsten nach
dem herkömmlichen, insbesondere mechanischen Verrunden eines Endabschnittes, beispielsweise
nach dem Befestigen der Borsten in einem Borstenträger, an den Enden geringfügig aufspleißen.
Andererseits ist die Weiterreißfestigkeit jedoch noch so hoch, daß während des normalen
Gebrauchs der Borsten, beispielsweise als Borsten einer Zahnbürste, ein weiteres Aufspleißen
der Borste in Einzelfilamente im wesentlichen verhindert wird.
[0016] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, daß infolge der Einwirkung der chemischen
Mittel 10% bis 50%, vorzugsweise 20% bis 35% der Querschnittsfläche der Filamente
angelöst sind. Hierdurch wird zum einen die Bildung von Hohlräumen zwischen den Filamenten
sicher vermieden. Zum anderen weist jedes der Filamente bei einem solchen Anlösegrad
noch eine ausreichende, innere Festigkeit auf, so daß das chemische Verschweißen der
Filamente zu einer Borste problemlos kontinuierlich durchgeführt werden kann.
[0017] Von besonderem Vorteil besitzt bei Einsatz von Filamenten aus kristallinem oder teilkristallinem
Material, wie z. B. Polyamid, ein Außenmantel der Borste nach dem chemischen Verschweißen
der Filamente eine amorphe Struktur, während ein Innenkern eine im wesentlichen kristalline
Struktur aufweist.
[0018] Dabei kann unter Umständen im Zentrum des Innenkerns wiederum eine amorphe Struktur
des Filament- bzw. Borstenmaterials vorhanden sein.
[0019] Im allgemeinen wird die Querschnittsfläche mit amorpher Struktur in etwa 10% bis
50%, insbesondere 20% bis 30% der gesamten Querschnittsfläche der Borste betragen.
Die restliche Querschnittsfläche weist dementsprechend eine im wesentlichen kristalline
Struktur auf.
[0020] Bei einem vorteilhaften Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Borste
werden die Filamente im wesentlichen torsionsspannungsfrei gewickelt oder geflochten
und durch Lösungsmitteleinwirkung chemisch miteinander verschweißt. Nach dem Wickel-
oder Flechtvorgang erfolgt also eine Verbindung der Filamente infolge chemischer Mittel.
Auf diese Weise wird eine dauerhafte Verbindung zwischen den einzelnen Filamenten
erreicht, wobei die mechanischen Eigenschaften der Filamente im wesentlichen beibehalten
werden. Es entsteht ein Filamentverbund, der die Borste bildet. Des weiteren wird
durch das Anlösen der Filamente in einem Lösungsmittel ein Verschließen von noch vorhandenen
Hohlräumen sicher gewährleistet. Auch stellt die genannte Fixierung eine einfache
und gut steuerbare Art und Weise dar, die gewickelten oder geflochtenen Filamente
zu bearbeiten und zu einer Borste zu verbinden.
[0021] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die
Filamente zwischen etwa 5 s und etwa 50 s mit einem Lösungsmittel benetzt, vorzugsweise
z. B. für beschichtete Filamente, zwischen etwa 20 s und etwa 30 s. Bei Filamenten
aus Polyamid hat sich hochkonzentrierte Ameisensäure als besonders zweckmäßiges Lösungsmittel
herausgestellt.
[0022] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß
am freien Ende der Borste durch eine mechanische Bearbeitung eine Aufspleißung erzeugt
wird. Die entstehenden dünnen Spitzen können wesentlich einfacher und tiefer in die
Interdentalräume der Zähne eindringen und verbessern auf diese Weise die dortige Entfernung
von Plaque und damit insgesamt die Zahnreinigung.
[0023] Gemäß einer anderen äußerst vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung werden die
Filamente während des chemischen Verschweißens mit einer Zugspannung von etwa 6MPa
bis 20MPa, bevorzugt 13MPa, beaufschlagt. Hierdurch ist sichergestellt, daß die im
wesentlichen torsionsspannungsfrei gewickelten oder geflochtenen Filament während
des chemischen Verschweißens mit einer ausreichenden radial nach innen wirkenden Kraft
aneinanderliegen, wobei diese radial nach innen wirkende Kraft mittels der auf die
Filamente wirkenden Zugspannung erzeugt wird.
[0024] Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung werden die erfindungsgemäßen
Borsten im Innenfeld einer vorzugsweise elektrisch angetriebenen Rundkopfzahnbürste
verwendet.
[0025] Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung
näher dargestellt sind. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder dargestellten Merkmale
für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung unabhängig von
ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen und deren Rückbeziehung.
- Fig. 1a bis 1c
- zeigen eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Borste für eine Zahnbürste in einer Ansicht und zwei Querschnitten,
- Fig. 2a und 2b
- zeigen eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Borste für eine Zahnbürste in einer Ansicht und einem Querschnitt,
- Fig. 3a und 3b
- zeigen eine schematische Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Borste für eine Zahnbürste in einer Ansicht und einem Querschnitt,
- Fig. 4
- zeigt eine schematische Darstellung des freien Endes der Borste der Figur 3 mit einer
Aufspleißung in einer Ansicht,
- Fig. 5
- zeigt einen vergrößerten Querschnitt einer Borste gemäß Fig. 3b im Detail.
[0026] In den Figuren 1a bis 1c ist eine Borste 1 dargestellt, die aus drei Filamenten 2,
3, 4 zusammengesetzt ist. Die Filamente 2, 3, 4 bestehen aus demselben Kunststoff
und weisen alle denselben Durchmesser auf. Die Filamente 2, 3, 4 sind geflochten,
was unter anderem aus den Querschnitten der Figuren 1b und 1c ersichtlich ist. Die
Flechtung ist gleichmäßig ausgeführt, so daß sich die Flechtung und damit die Struktur
der Oberfläche der Borste 1 periodisch wiederholt. Dies ist in der Figur 1 a mit der
Bezugsziffer 5 gekennzeichnet.
[0027] In den Figuren 2a und 2b ist eine Borste 6 dargestellt, die aus vier Filamenten 7,
8, 9, 10 zusammengesetzt ist. Das Filament 7 ist zentral angeordnet und ist von den
anderen Filamenten 8, 9, 10 umgeben. Das Filament 7 weist einen größeren Durchmesser
auf als die Filamente 8, 9, 10. Sämtliche Filamente 7, 8, 9, 10 bestehen aus Kunststoff,
wobei die Filamente 8, 9, 10 aus demselben Kunststoff hergestellt sind, während das
zentrale Filament 7 aus einem anderen Kunststoff bestehen kann. Vorzugsweise weist
das zentrale Filament 7 eine hohe Steifigkeit auf, während die umgebenden Filamente
8, 9, 10 eine geringere Steifigkeit besitzen. Die unterschiedlichen Steifigkeiten
können sich dabei aus unterschiedlichen Durchmessern und/oder aus unterschiedlichen
Kunststoffen der Filamente ergeben, beispielsweise aus weicheren oder härteren Kunststoffen.
Das zentrale Filament 7 ist von den anderen Filamenten 8, 9, 10 umwickelt. Die Wicklung
ist gleichmäßig ausgeführt, so daß sich die Wicklung und damit die Struktur der Oberfläche
der Borste 6 periodisch wiederholt. Dies ist in der Figur 2a mit der Bezugsziffer
11 gekennzeichnet.
[0028] In den Figuren 3a und 3b ist eine Borste 12 dargestellt, die aus drei Filamenten
13, 14, 15 zusammengesetzt ist. Die Filamente 13, 14, 15 bestehen aus demselben Kunststoff
und weisen alle denselben Durchmesser auf. Die Filamente 13, 14, 15 sind gewickelt.
Die Wicklung ist gleichmäßig ausgeführt, so daß sich die Wicklung und damit die Struktur
der Oberfläche der Borste 12 periodisch wiederholt. Dies ist in der Figur 3a mit der
Bezugsziffer 16 gekennzeichnet.
[0029] Die in den Figuren 1a bis 1c, 2a und 2b sowie 3a und 3b genannten Filamente 2, 3,
4, 7, 8, 9, 10, 13, 14, 15 der Borsten 1, 6, 12 können aus Polyamid, Polyester oder
aus Polypropylen bestehen. Der Durchmesser der genannten Filamente kann zwischen etwa
0,0762 mm (3 mil) und etwa 0,127 mm (5 mil) betragen. Die Periode 5, 11, 16 der Flechtung
bzw. Wicklung der genannten Filamente kann zwischen etwa 1,0 mm und etwa 3,0 mm betragen.
Wie noch ausgeführt werden wird, sind die einzelnen Filamente 2, 3, 4, 7, 8, 9, 10,
13, 14, 15 der Borsten 1, 6, 12 fest miteinander verbunden.
[0030] In der Figur 4 ist ein freies Ende 17 der Borste 12 der Figuren 3a und 3b dargestellt.
Das freie Ende 17 weist eine Aufspleißung 18 auf. Dies bedeutet, daß die freien Enden
19, 20, 21 der Filamente 13, 14, 15 nicht fest miteinander verbunden sind, sondern
als einzelne Spitzen von dem freien Ende 17 der Borste 12 abstehen. Die Länge der
Aufspleißung 18 ist derart gewählt, daß die abstehenden Spitzen dazu geeignet sind,
in die Interdentalräume eines Benutzers einzudringen.
[0031] Die beschriebene Aufspleißung des freien Endes der Borste kann dabei in entsprechender
Weise auch bei den Borsten der Figuren 1a bis 1c und/oder der Figuren 2a und 2b vorhanden
sein.
[0032] Zur Herstellung der Borsten 1, 6, 12 werden die Filamente 2, 3, 4, 7, 8, 9, 10, 13,
14, 15 geflochten oder gewickelt oder ganz allgemein verseilt. Dabei ist es möglich,
den Wickel- oder Flechtvorgang mit bereits gereckten Filamenten 2, 3, 4, 7, 8, 9,
10, 13, 14, 15 durchzuführen, die bereits über die gewünschten mechanischen Eigenschaften
verfügen.
[0033] Danach werden die geflochtenen oder gewickelten Filamente 2, 3, 4, 7, 8, 9, 10, 13,
14, 15 in ein Lösungsmittel getaucht und dort durch Anlösen fixiert. Die Verweildauer
in dem Lösungsmittel beträgt eine Zeitdauer von etwa 5 s bis etwa 50 s. Als Lösungsmittel,
z.B. für aus Polyamid bestehende Filamente, kann Phenol, M-Kresol oder Ameisensäure
verwendet werden. Bei Verwendung von hochkonzentrierter Ameisensäure hat sich bei
beschichteten Filamenten eine Zeitdauer zwischen etwa 20 s und etwa 30 s als vorteilhaft
herausgestellt. Durch das Benetzen der Filamente 2, 3, 4, 7, 8, 9, 10, 13, 14, 15
mit dem Lösungsmittel werden die Verbindungstellen der Filamente 2, 3, 4, 7, 8, 9,
10, 13, 14, 15 fest miteinander verbunden.
[0034] Danach wird das Lösungsmittel mit Wasser oder anderen geeigneten Medien neutralisiert
oder das überschüssige Lösungsmittel entfernt. Dann werden die Filamente 2, 3, 4,
7, 8, 9, 10, 13, 14, 15 getrocknet. Danach kann die entstandene Borste 1, 6, 12 auf
bekannte Art und Weise weiterverarbeitet werden.
[0035] Zur Erzeugung der Aufspleißung 18 am freien Ende 17 der Borste 12 wird in einem Folgeprozeß
das genannte freie Ende 17 mechanisch bearbeitet. Diese mechanische Bearbeitung kann
beispielsweise ein Schleifvorgang oder dergleichen oder auch eine sonstige Schlagbearbeitung
des freien Endes 17 sein. In jedem Fall wird durch die mechanische Bearbeitung die
durch die chemische Fixierung hervorgerufene feste Verbindung der Filamente 13, 14,
15 der Borste 12 im Bereich des freien Endes 17 der Borste 12 wieder aufgebrochen.
Es entstehen dadurch die freien Enden 19, 20, 21 der Filamente 13, 14, 15, wobei die
Länge der freien Enden 19, 20, 21 und damit die Länge der Aufspleißung 18 abhängig
ist von dem Grad der mechanischen Bearbeitung des freien Endes 17 der Borste 12. Die
chemische Fixierung der Filamente 13, 14, 15 wird dabei derart durchgeführt, daß einerseits
ein Aufbrechen der festen Verbindung am freien Ende 17 der Borste 12 möglich ist,
daß aber andererseits durch die normale Benutzung der Borste kein Aufbrechen der festen
Verbindung der Filamente 13, 14, 15 möglich ist.
[0036] Aus Fig. 5 ist ersichtlich, daß die Borste 12 aufgrund des chemischen Verbindens
der aus teilkristallinem Material bestehenden Filamente 13, 14, 15 eine besondere
Struktur im Querschnitt aufweist. Ein Außenmantel 22 der Borste 12 weist eine im wesentlichen
amorphe Struktur auf, die auf das Anlösen des Außenmantels der Einzelfilamente 13,
14, 15 durch das Lösungsmittels zurückzuführen ist. Der Innenkern 23 der Borste 12
besitzt eine im wesentlichen kristalline Struktur auf, wobei dieser Innenkern 23 im
wesentlichen durch die nicht angelösten Kerne der Filamente 13, 14, 15 gebildet ist.
Im Zentrum 24 des Innenkerns kann ein im Querschnitt kleinflächiger Bereich mit einer
amorphen Struktur vorhanden sein. Solchermaßen chemisch miteinander verschweißte Filamente
13, 14, 15 besitzen zu etwa 10% bis 50%, insbesondere 20% bis 30% der Gesamtquerschnittsfläche
eine amorphe Struktur. Demgemäß sind etwa 90% bis 50%, insbesondere 80% bis 70% der
Querschnittsfläche im wesentlichen kristallin ausgebildet.
[0037] Besonders vorteilhaft erweist sich, daß die Filamente nach dem Wickeln, Flechten
oder Verseilen im nahezu oder im wesentlichen torsionsspannungsfreien Zustand vorliegen.
Dies wird dadurch gewährleistet, daß jedes der Filamente 2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13,
14, 15 während des Flechtens, Wickeins oder Verseilens im gegenläufigen Sinn zu der
zum Seilen, Flechten oder Wickeln erforderlichen Rotation um die eigene Achse gedreht
wird, so daß Torsionsspannungen im wesentlichen vermieden sind. Somit ist ein Knäulen
des Filamentverbundes vor der chemischen Verschweißung und nach dem Verseilen, Flechten
oder Wickeln, ausgeschlossen. Dieser im wesentlichen torsionsfreie Spannungszustand
läßt sich nach dem Verschweißen anhand von Microtomschnitten nachweisen, wenn diese
unter polarisiertem Licht analysiert werden. Um eine optimale chemische Verschweißung
der Filamente 2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14, 15 zu gewährleisten, erfolgt die Fixierung
unter Zugspannungen von etwa 6MPa bis 201MPa, bevorzugt bei etwa 13MPa. Die Fixierung
gefolgt durch Einwirkung chemischer Mittel, welche jedoch nach dem Auswaschen praktisch
keine Rückstände oder Reaktionsprodukte im Filamentverbund hinterlassen. Die Fixierzeit
wird dabei so gewählt, daß 10% bis 50%, bevorzugt 20% bis 35% der Querschnittsfläche
des Einzelfilaments angelöst werden. Die Fixierzeiten liegen für Filamente 2, 3, 4;
7, 8, 9, 10; 13, 14, 15 ohne Oberflächenbeschichtung zwischen 5 sec und 20 sec, bzw.
bei etwa 10 sec. Werden Filamente mit Silikonbeschichtung eingesetzt, kommen Fixierzeiten
zwischen 20 sec und 40 sec, vorzugsweise 25 sec bis 30 sec in Betracht. Durch eine
derartige Silikonbeschichtung wird das Gleitverhalten der Filamente während der Fertigung
gefördert. Die Verbindungsfestigkeit kann über die Messung der Schälkrafte sowie über
das Verschleißverhalten der Borste 1, 6, 12 ermittelt werden. Um ein Aufspleißen der
Multifilamentenden während des beispielsweise mechanischen Verrundungsprozesses zu
gewährleisten, sind die Prozeßparameter derart einzustellen, daß die Schälkräfte im
Bereich von 0,1 N bis etwa 0,15N liegen.
[0038] Die oben angegebenen Fixierzeiten variieren natürlich in Abhängigkeit von den Prozeßparametern
und gelten insbesondere für den Spezialfall, daß konzentrierte Ameisensäure als Lösungsmittel
bei einer Temperatur von etwa 20°C eingesetzt wird, wobei die Filamente aus Polyamid
(PA6.12) bestehen und einen Durchmesser von etwa 0,076 mm bis 0,126 mm aufweisen.
[0039] Durch das Wickeln, Flechten oder Verseilen der Filamente werden die Einzelfilamente
in enge Anlage gebracht. Durch die auf den Filamentverbund wirkende Zugkraft entsteht
eine resultierende Kraft in Richtung zum Zentrum 24 der Borste 1, 6, 12. Infolge der
Einwirkung der chemischen Mittel bzw. Lösungsmittel wird die Oberfläche der Filamente
2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14, 15 angelöst, so daß ein teigiger Zustand erreicht wird.
Hierbei werden die den Stoffzusammenhalt bewirkenden Nebenvalenzkräfte durch das Lösungsmittel
gemindert, wobei die kovalenten Bindungen praktisch nicht angegriffen oder zerstört
werden. Dieser Zustand ermöglicht das Diffundieren von Molekülsegmenten über die Grenzflächen
in die jeweils benachbarte Komponente. Die Eindringtiefe der Molekülketten ist hierbei
abhängig vom Grad der Anlösung und der Höhe der Zugspannung und beeinflußt die Verbundfestigkeit
des Gesamtsystems. Die Verbindung beruht wiederum auf den Nebenvalenzkräften der Atome
benachbarten Molekülketten, die nach der anschließenden Auswaschung des Lösungsmittels
wieder voll zur Entfaltung kommen.
[0040] Unter chemischem Verschweißen wird im Rahmen dieser Anmeldung ein Verbinden der Filamente
miteinander durch Anlösen der Oberfläche der Filamente mittels eines chemischen Lösungsmittels
verstanden. Im Gegensatz hierzu wird bei einem thermischen Verschweißen die Oberfläche
der Filamente durch Einwirkung von Wärme aufgeweicht. Bei einem Verkleben von Filamenten
wird auf die Filamentoberfläche dauerhaft ein zusätzlicher Stoff aufgebracht, der
die Filamente miteinander verbindet.
[0041] Die beschriebenen Borsten 1, 6 ,12 der Figuren 1a bis 1c, 2a und 2b sowie 3a und
3b sind zur Verwendung in Zahnbürsten vorgesehen, insbesondere zur Verwendung in elektrischen
Zahnbürsten. Die beschriebenen Borsten 1, 6, 12 sind dabei besonders vorteilhaft im
Innenfeld einer Rundkopfzahnbürste einsetzbar.
1. Borste (1, 6, 12) für eine Zahnbürste, insbesondere für eine elektrische Zahnbürste,
die aus Kunststoff besteht und mehrere, miteinander verbundene Filamente (2, 3, 4;
7, 8, 9, 10; 13, 14, 15) aufweist, wobei die Filamente (2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13,
14, 15) gewickelt oder geflochten sind dadurch gekennzeichnet, daß sie infolge Einwirkung chemischer Mittel miteinander chemisch verschweißt sind.
2. Borste (1, 6, 12) nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am freien Ende (17) der Borste (12) eine Aufspleißung (18) vorgesehen ist.
3. Borste (1, 6, 12) nach einem der Patentansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen 2 und 8 Filamenten pro Borste vorgesehen sind, insbesondere 3 oder 4 Filamente
pro Borste.
4. Borste (6) nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Filamente (7 bzw. 8, 9, 10) der Borste (6) unterschiedliche Durchmesser aufweisen.
5. Borste (1, 6, 12) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Filamente (2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14, 15) einen Wert zwischen
etwa 0,0508 mm (2 mil) und etwa 0,254 mm (10 mil) beträgt, insbesondere einen Wert
zwischen etwa 0,0762 mm (3 mil) und etwa 0,127 mm (5 mil).
6. Borste (6) nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein etwa zentrales Filament (7) mit einer höheren Steifigkeit vorgesehen ist, das
von Filamenten (8, 9, 10) mit einer geringeren Steifigkeit umgeben ist.
7. Borste (1, 6, 12) nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklung oder Flechtung der Borste (1, 6, 12) periodisch ausgebildet ist (5,
11, 16).
8. Borste (1, 6, 12) nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Periode (5, 11, 16) einen Wert zwischen etwa 0,5 mm und etwa 5,0 mm aufweist,
insbesondere eine Periode (5, 11, 16) zwischen etwa 1,0 mm und etwa 3,0 mm.
9. Borste (1, 6, 12) nach einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Filamente (2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14, 15) aus Polyamid, Polyester und/oder
aus Polypropylen bestehen.
10. Borste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Weiterreißfestigkeit der Aufspleißung (18) bzw. eine Schälkraft der Filamente
{13, 14, 15) von etwa 0,1N bis 0,15N, bevorzugt 0,125N.
11. Borste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß infolge der Einwirkung der chemischen Mittel 10% bis 50%, vorzugsweise 20% bis 35%
der Querschnittsfläche der Filamente (2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14, 15) angelöst sind.
12. Borste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einsatz von Filamenten bestehend aus kristallinem oder teilkristallinem Material
ein Außenmantel (22) der Borste (1, 6, 12) im wesentlichen amorphe und ein Innenkern
(23) im wesentlichen kristalline Strukturen aufweist.
13. Borste nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zentrum (24) des Innenkerns (23) amorphe Struktur aufweist.
14. Borste nach einem der Ansprüche 12 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß in etwa 10% bis 50%, insbesondere 20% bis 30% der Querschnittsfläche der Borste (1,
6, 12) amorphe Struktur aufweisen.
15. Verfahren zur Herstellung einer Borste für eine Zahnbürste nach einem der Patentansprüche
1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Filamente (2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14, 15) im wesentlichen torsionsspannungsfrei
gewickelt oder geflochten und durch Lösungsmitteleinwirkung chemisch miteinander verschweißt
werden.
16. Verfahren nach Patentanspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Filamente (2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14, 15) zwischen etwa 5 s und etwa 50 s
mit einem Lösungsmittel benetzt werden, vorzugsweise je nach Oberflächenbeschichtung
der Filamente zwischen etwa 5s bis 15s oder 20s und etwa 30s.
17. Verfahren nach einem der Patentansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel Phenol, M-Kresol und/oder Ameisensäure verwendet werden.
18. Verfahren nach einem der Patentansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß am freien Ende (17) der Borste (12) durch eine mechanische Bearbeitung eine Aufspleißung
(18) erzeugt wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die gewickelten und/oder geflochtenen Filamente (1, 6, 12) während des chemischen
Verschweißens mit einer Zugspannung von etwa 6MPa bis 20MPa, bevorzugt 13MPa beaufschlagt
werden.
20. Verwendung der Borste (1, 6, 12) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche im
Innenfeld einer vorzugsweise elektrisch angetriebenen Rundkopfzahnbürste.
1. A bristle (1, 6, 12) for a toothbrush, in particular for an electric toothbrush, which
is made of plastic and includes several filaments (2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14, 15)
joined together, said filaments (2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14, 15) being wound or
braided, characterized in that said filaments are chemically welded together as a result of the action of chemical
agents.
2. The bristle (1, 6, 12) as claimed in patent claim 1, characterized in that the free end (17) of the bristle (12) has a fanned arrangement (18).
3. The bristle (1, 6, 12) as claimed in any one of the patent claims 1 or 2, characterized in that between two and eight filaments are provided per bristle, in particular three or
four filaments per bristle.
4. The bristle (6) as claimed in any one of the patent claims 1 to 3, characterized in that the filaments (7 or 8, 9, 10) of the bristle (6) have different diameters.
5. The bristle (1, 6, 12) as claimed in any one of the preceding patent claims, characterized in that the diameter of the filaments (2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14, 15) lies between 0.0508
mm (2 mils) and 0.254 mm (10 mils), approximately, in particular between 0.0762 mm
(3 mils) and 0.127 mm (5 mils), approximately.
6. The bristle (6) as claimed in any one of the patent claims 1 to 5, characterized in that one approximately central filament (7) is provided with greater rigidity and is surrounded
by filaments (8, 9, 10) of less rigidity.
7. The bristle (1, 6, 12) as claimed in any one of the patent claims 1 to 6, characterized in that the winding or braiding of the bristle (1, 6, 12) follows a periodic pattern (5,
11, 16).
8. The bristle (1, 6, 12) as claimed in patent claim 7, characterized in that the repeat value (5, 11, 16) is between 0.5 mm and 5.0 mm, approximately, in particular
between 1.0 mm and 3.0 mm, approximately.
9. The bristle (1, 6, 12) as claimed in any one of the patent claims 1 to 8, characterized in that the filaments (2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14, 15) are made of polyamide, polyester
and/or polypropylene.
10. The bristle as claimed in any one of the preceding claims, characterized by a tear-growth resistance of the fanning (18) or a peeling force of the filaments
(13, 14, 15) of between 0.1 N and up to 0.15 N, preferably of 0.125 N.
11. The bristle as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that amounts of 10% up to 50%, preferably 20% to 35%, of the cross-sectional area of the
filaments (2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14, 15) are partially dissolved as a result of
the action of the chemical agents.
12. The bristle as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that in cases in which filaments of a crystalline or part-crystalline material are employed,
an outer envelope (22) of the bristle (1, 6, 12) has an essentially amorphous structure,
and an inner core (23) has an essentially crystalline structure.
13. The bristle as claimed in claim 12, characterized in that a center (24) of the inner core (23) has an amorphous structure.
14. The bristle as claimed in any one of the claims 12 to 13, characterized in that amounts of about 10% up to 50%, in particular 20% up to 30% of the area of cross-section
of the bristle (1, 6, 12) possess an amorphous structure.
15. A method of manufacturing a bristle for a toothbrush as claimed in any one of the
patent claims 1 to 14, characterized by the processes of winding or braiding the filaments (2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14,
15) essentially without torsional stress and chemically welding them together by the
action of a solvent.
16. The method as claimed in patent claim 15, characterized by the process of wetting the filaments (2, 3, 4; 7, 8, 9, 10; 13, 14, 15) with a solvent
for a period of between 5 s and 50 s, approximately, preferably for a period of between
5 s and 15 s or 20 s and 30 s, approximately, depending on the surface coating of
the filaments.
17. The method as claimed in any one of the patent claims 15 or 16, characterized by the use of phenol, M-cresol and/or formic acid as solvents.
18. The method as claimed in any one of the patent claims 15 to 17, characterized by a mechanical operation producing a fanned arrangement (18) of the free end (17) of
the bristle (12).
19. The method as claimed in any one of the patent claims 15 to 18, characterized by exposing the wound and/or braided filaments (1, 6, 12) during the chemical welding
process to a tensile stress of between 6 MPa and up to 20 MPa, approximately, preferably
13 MPa.
20. The use of the bristle (1, 6, 12) as claimed in any one of the preceding patent claims
in the inner field of a preferably electrically powered round-head toothbrush.
1. Poil (1, 6, 12) pour une brosse à dents, en particulier pour une brosse à dents électrique,
et qui est constitué de matière synthétique et présente plusieurs filaments (2, 3,
4 ; 7, 8, 9, 10 ; 13, 14, 15) reliés l'un à l'autre, dans lequel les filaments (2,
3, 4 ; 7, 8, 9, 10 ; 13, 14, 15) sont enroulés ou tressés, caractérisé en ce que ceux-ci sont soudés chimiquement l'un à l'autre à la suite d'une action d'un agent
chimique.
2. Poil (1, 6, 12) suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'une suppression de torsion (18) est prévue à l'extrémité libre (17) du poil (12).
3. Poil (1, 6, 12) suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'il est prévu entre 2 et 8 filaments par poil, en particulier 3 ou 4 filaments par
poil.
4. Poil (6) suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les filaments (7 ou respectivement 8, 9, 10) du poil (6) présentent des diamètres
différents.
5. Poil (1, 6, 12) suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les diamètres des filaments (2, 3, 4 ; 7, 8, 9, 10 ; 13, 14, 15) présentent une valeur
entre approximativement 0,0508 mm (2 mil) et approximativement 0,254 mm (10 mil),
en particulier une valeur entre approximativement 0,0762 mm (3 mil) et approximativement
0,127 mm (5 mil).
6. Poil (6) suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il est prévu un filament (7) approximativement central, présentant une rigidité assez
élevée et qui est entouré de filaments (8, 9, 10) présentant une rigidité assez faible.
7. Poil (1, 6, 12) suivant l'une des revendications 1 ou 6, caractérisé en ce que l'enroulement ou le tressage du poil (1, 6, 12) est réalisé de manière périodique
(5, 11, 16).
8. Poil (1, 6, 12) suivant la revendication 7, caractérisé en ce que la période (5, 11, 16) présente une valeur entre approximativement 0,5 mm et approximativement
5,0 mm, en particulier une période (5, 11, 16) entre approximativement 1,0 mm et approximativement
3,0 mm.
9. Poil (1, 6, 12) suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les filaments (2, 3, 4 ; 7, 8, 9, 10 ; 13, 14, 15) sont constitués de polyamide,
polyester et/ou de polypropylène.
10. Poil suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé par une résistance au déchirement de la suppression de torsion (18) ou respectivement
par une force de pelage des filaments (13, 14, 15) entre approximativement 0,1 N et
0,15 N, de préférence de 0,125 N.
11. Poil suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que à la suite de l'action de l'agent chimique, 10 % à 50 %, de préférence 20 % à 35
% de la surface de section transversale des filaments (2, 3, 4 ; 7, 8, 9, 10 ; 13,
14, 15) sont attaqués.
12. Poil suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors d'une mise en oeuvre de filaments constitués d'une matière cristalline ou partiellement
cristalline, une enveloppe externe (22) du poil (1, 6, 12) présente une structure
essentiellement amorphe et un noyau interne (23) présente une structure essentiellement
cristalline.
13. Poil suivant la revendication 12, caractérisé en ce qu'un centre (24) du noyau interne (23) présente une structure amorphe.
14. Poil suivant l'une des revendications 12 et 13, caractérisé en ce qu'approximativement 10 % à 50 %, en particulier 20 % à 30 % de la surface de section
transversale du poil (1, 6, 12) présentent une structure amorphe.
15. Procédé de fabrication d'un poil pour une brosse à dents, suivant l'une des revendications
1 à 14, caractérisé en ce que les filaments (2, 3, 4 ; 7, 8, 9, 10 ; 13, 14, 15) sont essentiellement enroulés
ou tressés sans tension de torsion et sont soudés l'un à l'autre chimiquement par
l'action d'un solvant.
16. Procédé suivant la revendication 15, caractérisé en ce que les filaments (2, 3, 4 ; 7, 8, 9, 10 ; 13, 14, 15) sont mouillés par un solvant entre
approximativement 5 sec. et approximativement 50 sec., de préférence entre approximativement
5 sec. et 15 sec. ou entre 20 sec. et approximativement 30 sec. suivant une enduction
superficielle des filaments.
17. Procédé suivant l'une des revendications 15 et 16, caractérisé en ce que sont utilisés en tant que solvants, du phénol, du M-crésol et/ou de l'acide formique.
18. Procédé suivant l'une des revendications 15 à 17, caractérisé en ce qu'une suppression de torsion (18) est produite par un traitement mécanique à l'extrémité
libre (17) du poil (12).
19. Procédé suivant l'une des revendications 15 à 18, caractérisé en ce que, pendant le soudage chimique, les filaments (1, 6, 12) enroulés et/ou tressés sont
soumis à une tension de traction d'approximativement 6 MPa à 20 MPa, de préférence
de 13 MPa.
20. Utilisation du poil (1, 6, 12) suivant l'une des revendications précédentes, dans
la zone interne d'une brosse à dents à tête ronde entraînée de préférence électriquement.

