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EP 0 960 590 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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01.12.1999 Patentblatt 1999/48 |
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Anmeldetag: 11.05.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: A47G 33/12 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
27.05.1998 DE 29809525 U 04.06.1998 DE 29809965 U
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Anmelder: Neuhierl, Adolf |
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93455 Trefling (DE) |
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Erfinder: |
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- Neuhierl, Adolf
93455 Trefling (DE)
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Vertreter: Graf, Helmut, Dipl.-Ing. et al |
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Postfach 10 08 26 93008 Regensburg 93008 Regensburg (DE) |
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(57) Die Erfindung bezieht sich auf eine neuartige Ausbildung eines Christbaumständers
mit einer an einer Basis oder Basisplatte (2) vorgesehenen Aufnahme zum Einführen
eines Baumstammes (7) und mit mehreren an der Aufnahme verteilt vorgesehenen Schwenkbacken
(4,4',4''), die mittels eines gemeinsamen Spannelementes (10) aus einer Ausgangsstellung
in eine Spannstellung bewegbar sind, in der die Schwenkbacken (4,4',4'') mit jeweils
einer Spannfläche (8) gegen den Baumstamm (7) anliegen.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Christbaumständer gemaß Oberbegriff Schutzanspruch
1.
[0002] Aufgabe der Neuerung ist es, einen Christbaumständer aufzuzeigen, der sich durch
eine besonders einfache und dennoch zuverlässige Handhabung auszeichnet. Zur Lösung
dieser Aufgabe ist ein Christbaumständer entsprechend dem Schutzanspruch 1 ausgebildet.
[0003] Bei dem erfindungsgemäßen Christbaumständer sind die Schwenkbacken jeweils um Achsen
parallel zur Achse der Aufnahme schwenkbar. Hierdurch besteht die Möglichkeit, die
Schwenkbacken so auszubilden, daß deren Spannfläche jeweils über die gesamte Höhe
der Schwenkbacken reicht, wobei dann auch beim Einspannen des Christbaumes bzw. des
Baumstammes die Schwenkbacken über ihre gesamte Höhe gegen den Stamm anliegen, also
eine großflächige Einspannung auf ausreichender axialer Länge erreicht wird, so daß
auf zusätzliche Fixiermittel, wie beispielsweise einen Dorn für das Stammende verzichtet
werden kann.
[0004] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0005] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in vereinfachter Darstellung und in Draufsicht einen Christbaumständer gemäß der Erfindung;
- Fig. 2
- in vereinfachter Darstellung einen Schnitt entsprechend der Linie I-I der Fig. 1.
[0006] Der in den Figuren allgemein mit 1 dargestellte Christbaumständer besteht im wesentlichen
aus einer die Standfläche bildenden Basis oder Grundplatte 2, die bei der dargestellten
Ausführungsform kreisscheibenförmig ausgeführt ist und an deren Oberseite ein achsgleich
mit der Basisplatte 2 angeordnetes und eine Aufnahme bildendes Rohrstück 3 mit einer
Stirnseite befestigt ist. An dem Rohrstück 3 sind in gleichmäßigen Winkelabständen
um die Mittelachse versetzt drei Schwenkbacken 4, 4' und 4'' vorgesehen, die jeweils
um eine Achse parallel zur Achse des Rohrstückes 3 schwenkbar vorgesehen sind, und
zwar mittels Gelenkbolzen 5 die außerhalb des Rohrstückes an diesem bzw. an der Basisplatte
2 beidendig befestigt sind. Die Schwenkbacken 4, 4' und 4'' sind jeweils aus einer
Stellung außerhalb des Rohrstückes 3 in Stellungen schwenkbar, in denen die Backen
durch Öffnungen 6 in das Innere des Rohrstückes 3 radial hineinstehen, und zwar zum
Einspannen des Stammes 7 eines ansonsten nicht näher dargestellten Christbaumes.
[0007] Die Schwenkbacken 4 sind bei der dargestellten Ausführungsform jeweils mit einer
Anlage- oder Spannfläche 8 versehen, die bei der dargestellten Ausführungsform als
Teil einer kreiszylinderförmigen Fläche ausgebildet ist, und zwar um eine gedachte
Zylinderachse, die parallel zur Achse des jeweiligen Gelenkbolzens 5 liegt, gegenüber
dieser Achse aber radial versetzt ist. Bei der dargestellten Ausführungsform sind
die Schwenkbacken 4 weiterhin an ihrer der Spannfläche 8 abgewandten Rückseite eben
ausgeführt. Die Gelenkbolzen 5 befinden sich jeweils am Übergang zwischen dieser ebenen
Fläche 9 und der Spannfläche 8. Zum Einspannen des Stammes 7 zwischen den Schwenkbacken
4, 4' und 4'' ist ein seilartiges Spannelement 10 vorgesehen, welches zwei Längen
10' und 10'' beidseitig von einer Spannvorrichtung 11 bildet, und zwar außerhalb des
Rohrstückes 3. Die eine Länge 10' ist ausgehend von der Spannvorrichtung 11 über den
in einer Umfangsrichtung des Rohrstückes 3 benachbarten Schwenkbacken 4 geführt und
mit ihrem anderen Ende an dem auf den Schwenkbacken 4 in der gleichen Umfangsrichtung
folgenden Schwenkbacken 4' befestigt, und zwar an der dem Gelenkbolzen 5 entfernt
liegenden Seite dieses Schwenkbackens. Die andere Länge 10'' ist mit einem Ende mit
der Spannvorrichtung 11 und mit dem anderen Ende mit dem in der anderen Umfangsrichtung
des Rohrstückes 3 der Spannvorrichtung 11 benachbarten Schwenkbacken 4'' verbunden,
und zwar wiederum mit dem dem Gelenkbolzen 5 entfernt liegenden Seite. Die Spannvorrichtung
11 ist fest an der Basisplatte 2 vorgesehen.
[0008] Bei der dargestellten Ausführungsform und bei der für die Fig. 1 gewählten Darstellung
sind die Schwenkbacken 4 - 4'' derart ausgeführt, daß die beiden Schwenkbacken 4 und
4' jeweils aus der Ruhe- oder Ausgangsstellung in die Spannstellung, in der die Spannflächen
9 durch die Öffnungen 6 in den Innenraum des Rohrstückes 3 hineinreichen, um ihre
Gelenkbolzen 5 im Gegenuhrzeigersinn schwenken, während der Schwenkbacken 4'' in entgegengesetzter
Richtung, d.h. im Uhrzeigersinn aus der Ausgangsstellung in die Klemm- oder Spannstellung
schwenkt.
[0009] Die Spannvorrichtung ist in der Fig. 1 nur sehr schematisch dargestellt. Als Spannvorrichtung
eignen sich insbesondere Spindeleinrichtungen, die ein gleichzeitiges Spannen der
Längen 10' und 10'' ermöglichen.
[0010] Die beschriebene Ausbildung ermöglicht es, daß sich zumindest die Spannbacken 4 und
4' beim Spannen unterschiedlich stark bewegen, so daß ein optimales Anliegen sämtlicher
Spannbacken 4 - 4'' gegen den Stamm 7 nach dem Einspannen gewährleistet ist.
[0011] Die Spannbacken 4 - 4'' bzw. deren Spannflächen 8 besitzen in der Achsrichtung der
Gelenkbolzen 5 eine beachtliche Höhe, die bei der dargestellten Ausführungsform größer
ist als der halbe Durchmesser des Rohrstückes 3, so daß der jeweilige Stamm 7 auf
einer ausreichenden axialen Länge von den Schwenkbacken 4 - 4'' eingespannt ist und
somit auf zusätzliche Mittel zum Fixieren des unteren Endes des Stammes 7 in der von
dem Rohrstück 3 gebildeten Aufnahme, beispielsweise in Form eines in den Stamm 7 einzudrückenden
Domes usw. verzichtet werden kann.
[0012] Die Schwenkbacke 4 kann an ihrer Rückseite auch rund ausgebildet sein.
Bezugszeichenliste
[0013]
- 1
- Christbaumständer
- 2
- Basisplatte
- 3
- Rohrstück
- 3'
- Aufnahme
- 4 - 4''
- Schwenkbacke
- 5
- Gelenkbolzen
- 6
- Öffnung
- 7
- Stamm
- 8
- Spannfläche
- 9
- Fläche
- 10
- Spannseil
- 10', 10''
- Seillänge
- 11
- Spannvorrichtung
1. Christbaumständer mit einer an einer Basis oder Basisplatte (2) vorgesehenen Aufnahme
zum Einführen eines Baumstammes (7) und mit mehreren an der Aufnahme verteilt vorgesehenen
Schwenkbacken (4 - 4''), die mittels eines gemeinsamen Spannelementes (10) aus einer
Ausgangsstellung in eine Spannstellung bewegbar sind, in der die Schwenkbacken (4
- 4'') mit jeweils einer Spannfläche (8) gegen den Baumstamm (7) anliegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkbacken (4 -4'') jeweils um eine Achse parallel zur Achse der Aufnahme
(3) schwenkbar sind.
2. Christbaumständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkbacken (4
- 4'') jeweils eine Spannfläche (8) aufweisen, die spiralartig zu der Schwenkachse
verläuft.
3. Christbaumständer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkbacken (4 - 4'') jeweils eine Spannfläche (8) aufweisen, die kreiszylinderförmig
oder in etwa kreiszylinderförmig um eine gedachte Achse verläuft, die parallel zur
Schwenkachse liegt, gegenüber dieser aber radial versetzt ist.
4. Christbaumständer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Spannelement ein bandförmiges oder kettenartiges Element ist.
5. Christbaumständer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannflächen (8) der Schwenkbacken (4 - 4'') in der Achsrichtung der Aufnahme
(3) eine Höhe aufweisen, die wenigstens gleich dem halben Durchmesser der Aufnahme
(3) ist.
